Ethereum Wallets mit ETH erreichen die Anzahl von 40 Millionen – Was sind die Gründe?

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Ethereum steht eine spannende Zeit bevor. Der Wechsel von Proof-of-Work (PoW) auf Proof-of-Stake (PoS) wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Mit Ethereum 2.0 wird es somit allen Nutzern möglich sein, die mehr als 32 ETH besitzen, diese zu staken, um das Netzwerk abzusichern und dafür eine Belohnung zu erhalten. Das könnte einer der möglichen Gründe dafür sein, dass die Anzahl der Ethereum Wallets, die ETH enthalten, bereits die 40-Millionen-Marke überschritten hat.

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40 Millionen Ethereum Wallets halten ETH

Das Unternehmen Glassnode, welches für seine ausgezeichneten Analysen in Bezug auf On-Chain Daten von Bitcoin, Ethereum und Co. bekannt ist, hat nun in einem Tweet erklärt, dass die Anzahl der Ethereum Adressen, die ETH halten, im Vergleich zu Anfang 2018, als der ETH Kurs sein bisheriges Allzeithoch erreichte, um 350% gestiegen ist.

Insgesamt nähert sich die Gesamtzahl der Ethereum Adressen der 100-Millionen Marke.

Ethereum Kurs liegt 85% hinter seinem Allzeithoch

Im Dezember 2017 platzte die Bitcoin Blase, doch für Ethereum und viele andere Altcoins war der Peak zu diesem Zeitpunkt noch nicht erreicht. Der ETH Kurs erreichte Mitte Januar 2018 sein bisheriges Allzeithoch von ca. 1.365 USD. Dieser starke Preisanstieg war auch durch die Welle an ICOs getrieben, die mit „vielversprechenden“ Ideen auf sich aufmerksam machten. Interessenten hatten in den meisten Fällen nur die Möglichkeit direkt mit ETH zu investieren. Daher stieg die Nachfrage nach Ethereum in zu dieser Zeit massiv.

Aktuell liegt Ethereum ca. 85% hinter seinem bisherigen Allzeithoch. Wenn du also bei 1.365 USD ETH gekauft hast, dann hast du jetzt nur noch 15% von deinem Investment über. Die Fundamentaldaten sprechen zwar eine positive Sprache aber nun erkennen wir mehr als deutlich, dass das alte Allzeithoch nicht durch gute Fundamentaldaten getrieben wurde, sondern nur durch reines FOMO auf schnelle Gewinne durch ICOs.

Es bleibt abzuwarten, wie sich das Update auf Ethereum 2.0 auf den Preis und die Fundamentaldaten auswirken wird.

Adressen Flippening mit Bitcoin?

Im Vergleich zu Bitcoin hat Ethereum aktuell viel weniger Adressen. Laut Glassnode hat BTC dreimal so viele Adressen wie ETH.

Die Zahl der Wale, also Besitzer einer großen Menge an BTC, steigt weiterhin und erreicht immer wieder neue Höchststände, was an die vorangegangene Akkumulationsperiode im Jahr 2016 erinnert. Das gleiche Wachstumsmuster ist bei kleineren Besitzern zu beobachten. Das ging vor allem mit dem dritten Bitcoin Halving vor wenigen Wochen einher. Viele neue Investoren sind dadurch auf BTC aufmerksam geworden.

Allerdings tendiert Ethereum dazu, Bitcoin bei nicht leeren Adressen zu übertreffen. Einer der Gründe könnte der Stablecoin Tether (USDT) sein, der als ERC20-Token über die Ethereum Blockchain läuft. Mehr als 20% aller Gas-Gebühren im ETH Netzwerk werden aktuell für den Transfer von USDT verwendet.

Die Nachfrage nach Stablecoins ist dieses Jahr regelrecht explodiert. Dadurch hat sich auch die Anzahl an Ethereum-Wallets erhöht, die ETH halten. Für eine Transaktion auf dem ETH Netzwerk, unabhängig ob ETH selbst oder ein ERC20-Token, muss eine Transaktionsgebühr in Form von ETH bezahlt werden.

Wie wird sich der ETH Kurs verhalten, sobald das Update auf Ethereum 2.0 abgeschlossen ist?

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[Bildquelle: Shutterstock]

All-in-One: Mit der TenX-App einfach und sicher Bitcoin und Co. handeln

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Die Welt der Kryptowährungen scheint für viele Interessierte ein Buch mit sieben Siegeln. Wie kaufe ich Bitcoin, wo verkaufe ich zu den besten Konditionen und überhaupt: Lohnt ein Investment noch?

Diese und weitere Fragen halten viele Neulinge vor dem Eintritt im Krypto-Kosmos ab. Dabei gibt die mobile „All-in-One“ Kryptowallet-App von TenX einfache Antworten auf diese Fragen. Denn mit der App können Nutzer ohne Hürden Bitcoin, Ethereum und Litecoin mit wenigen Klicks kaufen und sofort empfangen. Die anschließende Verwahrung auf der Wallet unterliegt dabei den höchsten Sicherheitsstandards. Die TenX-App nimmt dabei interessierte Krypto-Neulinge ebenso wie erfahrene Trader an die Hand und führt sie Schritt für Schritt einfach durch die Welt der Kryptowährungen – und bietet viele Vorteile.

Mit der TenX-App stets den Überblick behalten

Denn das Angebot an Marktplätzen und Bitcoin-Börsen ist zahlreich und vielfältig. Ungeübte, aber auch erfahrene Augen können bei der Palette an Produkten und Plattformen schon mal den Überblick verlieren. Die einfach zu bedienende App von TenX schafft hier Abhilfe: Mit der Tenx-App behält man die Krypto-Märkte jederzeit im Blick und verpasst dabei keine günstigen Gelegenheiten mehr.

Die TenX-App besticht hier durch Transparenz: Marktpreise lassen sich jederzeit verfolgen. Um die richtigen Momente nicht zu verpassen, verfügt die App als Hilfestellung zudem über die Funktion von Preisalarmen. Kaufentscheidungen aus dem Bauch heraus gehören somit der Vergangenheit an: Die Preisalarm-Funktion liefert die Grundlage für schlauere Kaufentscheidungen.

Sämtliche Transaktionen werden darüber hinaus in einer gesamten Transaktionshistorie dargestellt. Alle eingehenden sowie ausgehenden Wallet-Transaktionen werden per App erfasst und können in Form detaillierter Kartentransaktionshistorien und monatlicher Kontoauszüge abgerufen werden.

Mit der TenX-App behält man die Transaktionen stets im Blick.

An erster Stelle: Sicherheit

Im Verbund mit der hauseigenen TenX Visa-Karte erhalten Nutzer somit alles, was es für den Handel und die Verwahrung von Kryptowährungen braucht. Dabei schlägt TenX eine einfach zu überquerende Brücke zwischen dem alltäglichen Zahlungsverkehr und der digitalen Welt der Kryptowährungen. Mit der Visa-Karte lassen sich klassische Bankgeschäfte abwickeln und Abhebungen an Automaten überall auf der Welt vornehmen, während die TenX-App den Handel mit Bitcoin und Co. sowie den Tausch in Fiatwährungen ermöglicht.

Bei alldem zeichnet sich die Visa-Karte durch ein hohes Maß an Sicherheit aus. Zahlvorgänge lassen sich jederzeit aktivieren oder deaktivieren, egal ob online, kontaktlos, durch Durchziehen oder mit Chip. Außerdem sorgt eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und die Möglichkeit eines Gesichts- und Fingerabdruck-Scans für zusätzliche Sicherheit.

Die All-in-One-Lösung

Dem einfachen Krypto-Handel steht also mit der neuen App von TenX nichts mehr im Wege. Nutzer profitieren dabei von zahlreichen Vorzügen. Mit der App lassen sich Bitcoin unkompliziert kaufen und Krypto-Märkte in Echtzeit checken. Durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung und weiteren Sicherheitsfeatures für die Visa-Karte wie die Absicherung durch Pins und der vollen Kontrolle über Bezahlvorgänge, sind Verbraucher zudem bestens geschützt.

Darüber hinaus ist die Bedienoberfläche praktisch und mühelos zu handhaben. Nutzer können Kryptowährungen bequem und sicher mit wenigen Klicks handeln und erhalten die gesamte Transaktionshistorie auf einen Blick. Auch der Tausch in über 20 unterschiedliche Fiatwährungen geht mit der TenX-App einfach von der Hand. Zudem liegt die Aufbewahrung der Token durch den PAY Token Support von TenX in sicheren Händen.

Rekalibrierung des Wertesystems? – Celo will Geldschöpfung neu definieren

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Die Celo Foundation konnte auf der niederländischen Token-Verkaufsplattform CoinList  10 Mio. US-Dollar Investitionskapital für das firmeneigene Blockchain-Projekt einsammeln.

Der entsprechende Token-Verkauf, war bereits nach 12 Stunden ausverkauft, wobei eine Einheit der Kryptowährung Celo Gold (cGLD) auf einen Wert von knapp 1 US-Dollar pro Stück kommt.

509 Käufer aus 62 Ländern haben an dem Token-Verkauf teilgenommen, wobei pro Investor ein durchschnittlicher Betrag von 22.076 US-Dollar bezahlt wurde. Die meisten Teilnehmer kamen aus Europa und Asien.

Celo jetzt bei 40 Mio. US-Dollar

Bereits vergangenes Jahr hatte Celo 30 Mio. US-Dollar Investitionskapital eingesammelt, wobei damals namhafte Investoren wie Polychain Capital, a16z und Andreessen Horowitz unter den Geldgebern waren.

Im Rahmen des jüngsten Token-Verkaufs wurden weitere cGLD im Wert von insgesamt 504.338 US-Dollar als Bonuszahlungen vergeben, darunter 4.150 US-Dollar durch Freundschaftswerbungen.

Die Celo-Blockchain wurde bereits am 22. April offiziell in Betrieb genommen. Die Käufer sollen ihre erstandenen Mengen an cGLD wiederum am 18. Mai auf der Plattform gutgeschrieben bekommen.

Inbetriebnahme steht kurz bevor

Celo-Gründerin Rene Reinsberg gibt gegenüber Cointelegraph an, dass inzwischen mehr als 300 Entwicklerteams Celo nutzen.

Reinsberg beschreibt die nächsten planmäßigen Schritte wie folgt: „Sobald mit Celo Gold Transaktionen getätigt werden können und Kryptobörsen Celo einbinden, werden sich die Offline-Preise von Celo Gold auch online auf der Blockchain widerspiegeln. Dann können wir endlich die Reserve konfigurieren und dann können die Celo Dollars live gehen.“

Die Einführung der Celo Wallet erfolgt anschließend als letzter Schritt, dahingehend meint Reinsberg: „Ab diesem Punkt kann die Celo Wallet dann genutzt werden, um an jeden Menschen auf der Welt per Smartphone Celo Dollars zu senden.“

Stablecoin-Plattform will Wertesystem neu kalibrieren

Dabei sieht die Gründerin großes Potenzial in ihrer Plattform, da sie dieser zunächst einen ganz grundsätzlichen Lerneffekt zuschreibt, indem „die Menschen anfangen werden, damit zu experimentieren, wie Geld geschaffen wird.“

„Genauso wie Geld ursprünglich durch Gold gedeckt wurde, können neue Stablecoins jetzt auch durch andere Ressourcen gedeckt werden, denen wir als Gesellschaft einen größeren Wert beimessen wollen (z.B. könnte der Regenwald „tokenisiert“ werden). So kann man sich zukünftig zwischen Stablecoins entscheiden, die ganz unterschiedliche Auswirkungen haben. Der eine könnte beispielsweise dabei helfen, die globale Erwärmung zu bekämpfen, während der andere diese befördert.“

„Durch die aktuelle Wirtschaftskrise werden Stablecoins eine breitere Annahme erfahren“, wie sie abschließend meint.

Thomas Fürstner im Interview über Car Wallets und die Verschmelzung von Mensch und Maschine

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Das in Österreich gegründete Unternehmen Riddle&Code ist ein Urgestein im Blockchain-Sektor. Gründer und CTO Thomas Fürstner hatte bereits 2002 an Kryptographie und Tokenisierung gearbeitet. Seit 2014 entwickelt er mit Riddle&Code Schnittstellen und Hardware für die Krypto-Ökonomie, angefangen von der Automobilindustrie bis hin zum klassischen Banking-Sektor. Was der Slogan „Liberating Humans and Machines“ bedeutet, wie man Objekten eine Blockchain-Identität verschafft und warum das Thema Token Custody weit über die simple Verwahrung von Bitcoin hinausgeht, hat uns Thomas Fürstner im Interview verraten.

BTC-ECHO: Riddle&Code ist in mehreren Branchen wie Fintech, Smart Energy und Mobility tätig. Wie kam es dazu, dass ihr heute so breit aufgestellt seid?

Thomas Fürstner: Mit Kryptographie beschäftigen wir uns sogar bereits länger als es die Blockchain-Technologie gibt. 2002 haben wir mit dem Vater der Ricardian Contracts, Ian Grigg, in Wien und London zusammengearbeitet [bei Ricardian Contracts handelt es sich um mithilfe von kryptographischen Hash-Funktionen abgesicherte Verträge, Anm. d. Red.]. Damals ging es um tokenisierte Kunst. Über Ian Grigg bin ich sodann auf die sogenannte Financial-Cryptography-Liste gekommen – und bin darüber 2008 auf die Rohversion des Satoshi-Papers gestoßen. 2010 habe ich beschlossen, mich auf Blockchain-basierte Abbildungen physischer Assets zu spezialisieren. 2011 habe ich dann einen Commodity Fund aufgesetzt, bei dem wir versucht haben, physische Assets wie seltene Erden mit digitalen Coins wie Bitcoin zu kombinieren und diese auf den Finanzmärkten zu lancieren. Der Markt war dafür aber noch nicht reif.2014 haben wir damit begonnen, ASIC-Chips zu evaluieren und an physische Objekte anzubringen. Das war der Beginn von Riddle und Code – seitdem können wir Objekte an die Blockchain anschließen und managen. Dadurch ergeben sich mannigfaltige Möglichkeiten. Etwa arbeiten wir mit Daimler an einer Car Wallet.

BTC-ECHO: Euer Slogan lautet Liberating Humans and Machines. Kannst du bitte erklären, was damit gemeint ist?

Thomas Fürstner: Stell dir ein Objekt vor, das überhaupt keine Fähigkeiten hat. Mit unserem Chip bekommt das Objekt nun aber eine Identität und kann kryptographische Anfragen beantworten und stellen. Wenn das Objekt zum Beispiel mit der Identität Thomas Fürstner zu tun hat, haben wir eine neue Beziehung zwischen einem Objekt und einem Subjekt. Dadurch, dass dieses Objekt jedoch vernetzt ist, kann es Anfragen selbstständig beantworten. Handelt es sich dann noch um ein Objekt oder bereits um ein Subjekt? Je mehr Objekte wir intelligent machen, desto wichtiger wird es sein, dass auch diese Art der Kommunikation zwischen Mensch und Objekt sowie Objekten untereinander nachvollziehbar wird.

BTC-ECHO: Stimmt, wir müssen alle digitalen Objekte mit einer Identität verbinden – ansonsten gibt es Probleme. Könntest du konkretisieren, wo die Hindernisse in Sachen Identitätslösungen mithilfe der Blockchain liegen?

Thomas Fürstner: Das großartige an der Blockchain ist, dass sie Standards in Bereichen schafft, wo Firmen sie sonst nicht finden würden. Bei den physischen Komponenten ist es allerdings so, dass die Darstellung der Identität noch nicht standardisiert ist. Schließlich unterstützen die klassischen Blockchains bisher noch keine Identity-Modelle. Zwar kannst du Identities über Public Keys abbilden. Die wirklichen Identity-Systeme wie Decentralized Identifier oder eID sind nicht miteinander kompatibel. Du siehst, dass hier die technischen Voraussetzungen zu unterschiedlich sind. Das Identitäts-Tracking in den ursprünglichen Blockchain-Implementierungen war eigentlich nie angedacht. In erster Linie geht es bei der Blockchain um Werte und das Verschieben von Werteinheiten. Es ist sehr schwer, in alte Systeme erweiterte Technologien wie Identity-Lösungen einzubauen. Es gibt zwar auch in Deutschland eine Reihe von Firmen, die sich mit Blockchain–Identitäten beschäftigen. Aber jedes Unternehmen nutzt ein vollkommen anderes System.

BTC-ECHO: Ihr seid nun auch im Bereich Custody aktiv. Wie stellt ihr euch da auf? Wie geht ihr an das Thema Custody heran?

Thomas Fürstner: Der erste Punkt ist, dass wir wirkliche Custody Hardware bauen. Das unterscheidet uns von anderen Mitspielern am Markt. Wir sind, wenn du so willst, die institutionalisierte Form von Trezor und Ledger. Denn einerseits stellen wir Hardware Wallets her. Andererseits bieten wir aber auch Cloud-basierte Systeme an. Unsere Custody-Lösung hat drei Ebenen:

Erste: Für Privatbanken und Family Offices gibt es bei uns die Möglichkeit, reguliert Krypto-Assets zu handeln. Da Krypto-Assets als Hochrisiko-Anlageklasse gelten, darfst du sie für High Networth Individuals handeln. Der Punkt ist aber, dass du für diese Assetklasse die achtfache Menge an Fiatgeld in Reserve halten musst. Es sei denn, du erfüllst bestimmte Regulierungsauflagen. Wir haben dann ein System gebaut, dass diese Auflagen unter DSGVO-Berücksichtigung automatisch überwacht.

Zweite: Die meisten Trades müssen ab einem bestimmten Stellenwert nach dem Vieraugenprinzip funktionieren. Das heißt, es muss nachgewiesen werden, dass mehr als ein Trader eine Transaktion beglaubigt hat. Normalerweise macht man das mit MultiSig. Aber MultiSig ist nur in wenigen Kryptowährungen verfügbar. Wir haben das Problem gelöst, indem wir Hardware Wallets attestiert haben. Das heißt, jedes Gerät weiß voneinander. Das nennen wir Quorum. Das Quorum sagt, eine Transaktion ist nur dann echt, wenn sie von allen Geräten im Quorum gezeichnet wurde. Erst dann geht die Transaktion ins Netzwerk. Damit erfüllen wir alle Auflagen.

Dritte: Das nächste Problem ist, dass viele Kunden mehr als 20.000 Transaktionen pro Tag machen wollen. Dabei wollen wir unsere Standards wie KYC, AML und das Auditing aufrechterhalten – das ist aber wahnsinnig schwierig. Schließlich sind Hardware Wallets für diesen Output zu langsam. Stell dir vor, du installierst Car Wallets in einer Million deutscher Autos. Keines der bekannten Systeme kann den entstehenden Output leisten. Wir haben eine Lösung gebaut, die 23.000 Transaktionen pro Sekunde schafft.

BTC-ECHO: Kannst du hier einmal ausführen, inwiefern Thema Custody auch etwas mit der Maschinen-Ökonomie hat?

Thomas Fürstner: Ein Beispiel: Im Bereich der Stahlproduktion gibt es Geräte, die Daten produzieren. Viele dieser gelieferten Daten sind an sich bereits wertvoll. Jedes Stück Stahl passiert in seinem Produktionszyklus mindestens zwanzig Intermediäre, bis es vollendet ist. Wichtig ist dabei, die Kette zurückverfolgen zu können. Wenn man an diesen Maschinen nun Krypto-Chips einbaut, lässt sich die Lieferkette des Stahls eindeutig feststellen. So bauen wir eine Root of Trust [etwa: Vertrauensbasis, Anm. d. Red.] auf Blockchain-Basis. Sodann könnte man auch für jedes Stück Stahl einen neuen Token emittieren und auf der Blockchain abbilden.

BTC-ECHO: Zum Verständnis: Sprichst du dabei von Utility Token? Es geht vor allem darum, eine Art Recheneinheit in einem System von Maschinen zu schaffen, damit diese nicht mehr manipuliert werden können, oder?

Thomas Fürstner: Genau. Wir sagen, du hast jetzt hier Werteinheiten, die nicht für eine Exchange gedacht sind, aber trotzdem einen hohen Wert haben. Schließlich werden sie gemeinsam mit den Daten in ein Produkt gegossen. Diesen Wert musst du natürlich durch deren Authentizität besichern. Denk etwa daran, was in Genua mit der Brücke passiert ist. Dort hat der Riss eines Stahlseils den Einsturz ausgelöst – und kein Mensch weiß, woher der Stahl kam. Geschweige denn weiß man, wo derselbe Stahl noch verbaut ist. Durch die Blockchain können wir genau für diese Sicherheit sorgen.

BTC-ECHO: Ist es nicht noch ein weiter Weg, bis wir die Blockhain-Technologie für derartige Prozesse nutzen können? Wo stehen wir hier aktuell?

Thomas Fürstner: Ich kann nur sagen: Der Markt reagiert auf die Veränderungen der Digitalisierung. Gerade, wo der Markt auf die zunehmende Kommerzialisierung von Daten setzt, sehen wir großes Potenzial. Es gibt ja mittlerweile Maschinen, die ohne Daten überhaupt nicht mehr funktionieren. Stichwort autonom fahrende Autos. Da ist die Integrität der Daten enorm wichtig. Denn wenn ich ein selbstfahrendes Auto nutze, will ich wissen, wo die Daten herkommen. Das Potenzial von verteilten Systemen und Kryptographie ist in diesem Bereich gewaltig.

BTC-ECHO: Gibt es dafür nicht noch einen Mangel an kompatibler Hardware?

Thomas Fürstner: Ja und Nein. Firmen, die Smart Cars produzieren, nehmen die Chips, lösen sie heraus und verbinden sie mit klassischen industriellen Bussystemen. Die nächste Generation von IoT-Chips sind zwar einsatzbereit, haben aber keine Anbindungen an Blockchain-Systeme. Für uns ergibt sich dadurch ein riesiges Marktpotenzial. 

Abra erhält 5 Millionen US-Dollar von Stellar Development Foundation

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Der Rohstoff-Stratege von Bloomberg, Mike McGlone, kommt in seiner Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Bitcoin das bessere Gold ist.

In seinem Bitcoin-Bericht, der gestern, am 5. Mai, auf Bloomberg veröffentlicht wurde, hat Mike McGlone herausgearbeitet, welche Aspekte für das digitale Gold sprechen. Dabei sieht er vor allem die Angebotsstruktur von Bitcoin als großen Vorteil im Vergleich zu Gold.

Schließlich kann trotz aller Knappheit die Goldförderung bei steigenden Kursen deutlich hochgeschraubt werden. Bei der Kryptowährung ist dies nicht möglich, das Angebot kann man nicht wie bei Gold deutlich steigern. Dieser Umstand macht den digitalen Rohstoff noch interessanter als Wertspeicher.

Angebot nicht vollkommen unelastisch

Dennoch räumt McGlone ein, dass das Angebot nicht vollkommen unelastisch ist. Dies zeigt sich vor allem durch Hodler, die Bitcoin aus dem Markt ziehen und auf ihren Wallets „bunkern“. Dadurch sind sehr viele BTC überhaupt nicht am Markt verfügbar. Diese Liquiditätsverknappung kann natürlich auch in die andere Richtung funktionieren, wenn beispielsweise Mining-Unternehmen ihre BTC auf den Markt werfen und diesen damit fluten. Folglich fällt dann durch den Angebotsüberschuss auch der Bitcoin-Kurs. Diese temporären Ereignisse ändern dennoch nichts an der wertfördernden Angebotsstruktur von Bitcoin.

Bitcoin Halving verstärkt Knappheit

Die durch den Code festgelegte Knappheit und Emissionsrate wird nun durch das Halving nächste Woche, am 12. Mai, noch weiter verstärkt. Die Blockerträge für die Miner sinken dann von aktuell 12,5 BTC pro Block auf 6,25 BTC. Insbesondere durch die inflationäre Politik der Notenbanken, die genau die gegenteilige Strategie von Bitcoin fahren, sieht McGlone noch viel Potential für das digitale Gold.

Umfrage: BTC-Besitzer nutzen Hardware-Wallets und Papier für Schlüssel

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Eine Umfrage auf Reddit zeigt, dass die meisten Krypto-Besitzer den Großteil ihrer Bitcoin in Hardware-Wallets aufbewahren und die privaten Schlüssel zusätzlich auf Papier aufbewahren. 

Der Reddit-Nutzer gunnaj hat die Ergebnisse der Umfrage im Rahmen seiner Doktorarbeit am 30. April auf Reddit veröffentlicht. Der Doktorand stellte 339 Personen fünf Fragen zur Sicherheit im Zusammenhang mit Bitcoin (BTC). Dabei konzentrierte er sich darauf, wie Krypto-Besitzer mit ihren privaten Schlüsseln umgehen.

Die Teilnehmer wurden gefragt, wie sie den Großteil ihrer BTC aufbewahren. Fast die Hälfte, das sind 158 Personen, gaben dabei an, dass sie eine Hardware-Wallet verwenden würden. Die Wallets von Ledger, TREZOR und BitLox wurden als Beispiele genannt. Hardware-Wallets können sowohl die Krypto-Wallet eines Benutzers als auch private Schlüssel aufbewahren.

Quelle: Reddit

Cybersicherheit war ebenfalls Thema in gunnajs Dissertation. Rund 88 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Schlüssel zusätzlich sichern. Die Mehrheit, nämlich  238 Personen, gab zu, dass sie ihre Schlüssel zusätzlich auf Papier aufbewahren würden. 

Quelle: Reddit

Quelle: Reddit

Sicherste Art für Aufbewahrung von privaten Schlüsseln

Die Krypto-Community ist längst so weit, dass es weit mehr Möglichkeiten für Benutzer gibt, ihre Schlüssel aufzubewahren, als diese in Großbuchstaben auf ein Blatt Papier zu schreiben. Prominente, wie der CEO von Binance Changpeng Zhao haben angedeutet, dass Börsen besser darin seien, Krypto aufzubewahren, als dass Benutzer die Schlüssel selbst aufbewahren.

Laut den Ergebnissen dieser Umfrage sieht es so aus, als ob Nutzer eine altbewährte Methode bevorzugen würden. Das könnte eine Reaktion darauf sein, dass Börsen gehackt wurden. Die physische Aufbewahrung von Schlüsseln durch die Benutzer selbst birgt allerdings ebenfalls Risiken. Tausende von BTC sind im Laufe der Jahre verloren gegangen, weil die Besitzer die Geräte, auf denen die privaten Schlüssel waren, verlegt oder zerstört haben. Dabei sind Milliarden von US-Dollar einfach verschwunden. 

Doch selbst wenn Schlüssel sicher verwahrt werden und dennoch “verloren” gehen, gibt es Hoffnung. Ein Software-Entwickler konnte fast 300.000 US-Dollar in Bitcoin wiederherstellen. Ein Mann aus Russland hatte zuvor das Passwort zu einer Zip-Datei mit seinen privaten Schlüsseln verloren.

Bitcoin-Aufbewahrung sicher, Teil 2: Was tun im Notfall?

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Im ersten Teil der Artikelreihe „Bitcoin-Aufbewahrung sicher“ betrachteten wir, was Nutzer zugunsten ihrer eigenen Sicherheit tun können. Was aber, wenn doch was geschehen ist?

Dieser Artikel erschien in seiner ersten Version in der Kryptokompass-Ausgabe für November 2019

Jetzt ist es also doch passiert. Sei es trotz ähnlicher Maßnahmen wie der im ersten Artikel dieser Serie genannten, sei es, weil man bisher nicht darauf geachtet hat: Böswillige Dritte haben sich Zugang zum eigenen Vermögen verschafft. Man wurde Opfer einer betrügerischen Börse oder Hacker haben Zugriff auf die eigene Wallet erlangt – der GAU ist jedenfalls geschehen.

Ist nun alles aus? Kopf hoch: Ohne in solchen Fällen zu viel Hoffnung zu machen, können verprellte Anleger doch einiges tun. Manche der Dinge können Anleger sogar selbst in die Hand nehmen, ohne externe Dienstleister wie Chainalysis einzuschalten. Dazu sind als erstes einige Fragestellungen zu klären. Eine grundlegende ist: Wo habe ich Geld verloren?

Die Schritte lassen sich knapp wie folgt zusammenfassen:

Flussdiagramm, was darstellt, was man im Fall eines Diebstahls tun kann.

Diese einzelnen Punkte werden wir nun genauer betrachten.

Skizziere den Tathergang

Bevor man weitere Schritte einleitet, sollte man folgenden Fragenkatalog durcharbeiten:

  • Was genau ist passiert? Verwehrt ein Dienstleister wie eine Börse den Zugriff zum gesamten Vermögen oder nur zu bestimmten Kryptowährungen? Ist Geld von der eigenen Wallet abgegangen? War die eingetragene Adresse nicht die gewünschte Empfangsadresse?
  • Seit wann ist das der Fall? Gab es vorher eine konkrete Aktion, die den Verlust des eigenen Vermögens ausgelöst haben könnte oder dafür sorgte, dass der Zugang zu denselben nun gesperrt ist?
  • Wer hat Zugang auf mein Vermögen? Von welchen Computern oder sonstigen elektronischen Geräten gewähre ich diesen Zugang?

Wichtige Details können beispielsweise sein, ob man etwaigen Bekannten einen Zugang ermöglichte oder von verschiedenen Devices auf den Service zugreifen wollte. Das kann als Hack-Versuch interpretiert worden sein, was zu einem temporären Sperren des Accounts führen konnte. Ein Gespräch mit den Börsen sollte das Problem beheben.

Wie ist die Stimmung der Krypto-Community gegenüber diesem Dienstleister? Existieren schon Vorwürfe, dass dieser seine Nutzer betrügt? Dabei geht es weniger um pauschale Vorwürfe, sondern darum, ob andere Nutzer wirklich dasselbe erlebt haben.

Genauso gilt umgekehrt: Teile Deine Erfahrung! Man sollte sich mit ebenfalls geschädigten vernetzen. Im Discord von BTC-ECHO wäre beispielsweise eine Möglichkeit, seine Erfahrungen zu schildern und sich mit anderen auszutauschen. Noch besser ist es, proaktiv zu werden und sich zu informieren, bevor etwas passiert.

Sollte es um größere Mengen Geld gehen oder viele in der Community betroffen sein, kann es hilfreich sein, die Blockchain der jeweiligen Kryptowährung genauer zu untersuchen. Man geht hier ähnlich vor, wie wenn die eigene Wallet oder ein transparent einsehbarer Smart Contract korrumpiert wurden: Für Anlieger bietet sich die On-Chain Analyse an.

Auch wenn viele Punkte gegen das Verwahren der eigenen Gelder auf einer Börse, in einem von dritten kontrollierten Smart Contract oder einem Anbieter wie Coinbase sprechen, tun es viele dennoch. Es ist dabei nicht einfach Bequemlichkeit: Gerade Trader müssen dies tun.

Das Problem ist, dass, sollte das geschehen, ein Nachverfolgen des Tathergangs von außen schwierig ist. Aber einige Schritte können Anleger dennoch durchführen.

Manchmal ist es nicht sofort ein Betrug. Börsen müssen auch nicht bei jeder Anomalie Opfer eines Hacks geworden sein, es kann also ein einfacher kleiner Bug sein, der für Missverständnisse sorgt. Entsprechend bietet sich an, Kontakt zu der Börse oder allgemein zum Team hinter dem verwendeten Dienstleister aufzunehmen.

Auf Spurensuche: Die Kunst der On-Chain Analyse

Die Blockchains von Bitcoin und vielen anderen Kryptowährungen sind, anders als ihr Ruf, recht transparent. Zwar existieren Ausnahmen wie Monero, MimbleWimble oder ZCash, die anonym sind. Das Gros der Blockchains ist jedoch pseudonym. Zwar sind die Identitäten hinter den Adressen unbekannt, jedoch sind die Geld-Transaktionen für jeden einsehbar.

Das kann Betroffenen helfen. Gerade wenn sie die Wallet-Adressen kennen. Mit diesen können sie versuchen, etwaige Transaktionswege zu finden. Dabei helfen Block-Explorer wie walletexplorer.com oder oxt.me.

Wie bereits beschrieben, existieren eine Unmenge an möglichen Adressen. Hierarchisch-deterministische Wallets erzeugen darüber hinaus weitere Paare aus Public und Private Key, so dass diese Form von Analyse wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen vorkommen kann. Dazu kommt, dass man häufiger Transaktionen über verschiedene Blockchains hinweg beobachten möchte. Es ist also nicht nur ein Heuhaufen, sondern auch hier sind es mehrere Heuhaufen – jeder mit seinem eigenen riesigen Satz an Adressen.

Von Bitcoin, Mallory und Alice

In diese riesige Menge an Adressen lässt sich jedoch etwas Ordnung bringen. Man kann Korrelationen ausnutzen. Ein Beispiel: Sagen wir, Alice besitzt in ihrer Wallet, die wir Wallet A nennen, 2 Bitcoin. Bei einem aktuellen Kurs entspricht das einer imposanten Summe von 16.000 US-Dollar. Nun geschieht die Katastrophe: Mallory, eine Hackerin, gewinnt Kontrolle über die Wallet von Alice. Sie überweist die 2 Bitcoin in zwei Transaktionen an ihre Wallet unter den Adressen Ma1 und Ma2. Von dort aus möchte sie das Geld an ihren Komplizen Michael überweisen. Das tut sie in einer einzigen Transaktion.

Für jene, die sich über die Namen Alice, Michael und Mallory wundern, eine kleine Randbemerkung: Bei kryptologischen Fragestellungen bedient man sich oft verschiedene Namen, um unterschiedliche Rollen im Austausch verschlüsselter Daten zu bezeichnen.

Sagen wir, sie tut das direkt in Bitcoin und sendet Michael die 2 Bitcoin. Auf der Blockchain kann Alice nun sehen, dass die Adressen Ma1 und Ma2, von wo ihre Gelder aus boshaft hingeleitet wurden, in einer neuen Wallet Mi landen:

Weg von zwei Bitcoin zwischen Alice, Mallory und Michael.

Nun weiß Alice zwei Dinge:

  • Die Adressen Ma1 und Ma2 gehören zur selben Entität. Warum? Sie kommen in derselben Transaktion vor. Ganz gleich, wie viel Zeit vor dem ersten Hack, der Geld in Ma1 überführte und dem zweiten Hack, der das übrige Geld in Ma2 brachte, liegt: Diese Transaktion zur Adresse Mi ist über jeden Zweifel erhaben. Wenn Alice eine der Adressen Ma1 oder Ma2 mit Mallory in Verbindung bringen kann, hat sie auch die andere mit ihr assoziiert.
  • Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kann man sagen, dass der Besitzer der Adresse Mi mit dem Besitzer von den Wallets Ma1 und Ma2 in einem Zusammenhang steht. Findet man also Michael, hat man auch eine Spur zu Mallory.

Von Bitcoin auf Ethereum: Spurensuche über verschiedene Blockchains

Mallory kommt jedoch auf eine Idee, ihre Spuren zu verschleiern: Sie wechselt das Geld in eine andere Kryptowährung. Dazu überweist sie von den Wallets Ma1 und Ma2 das Geld an Faythe, die eine Exchange betreibt. Sie denkt sich, dass sie hierarchisch-deterministische Wallets für sich ausnutzt und macht das in vier kleinen Portionen von jeweils 0,5 Bitcoin. Um das Geld schnell an Michael weiter zu führen, tauscht sie die jeweils 0,5 Bitcoin in Ether und sendet diese vier Transaktionen an Michael. So sollte sie ihre Spuren verwischt haben, oder?

Weg der zwei Bitcoin von Alice zu Michael, wenn über eine Faythe die Coins in Ethereum getauscht werden.

Auf den ersten Blick ist die direkte Verbindung zwischen Mallory und Michael damit durchbrochen. Doch da sich Mallory beeilte, wird man einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Aktivität auf der Bitcoin– und der Ethereum-Blockchain erkennen können: Zu einem Zeitpunkt X gingen 0,5 Bitcoin von einer Adresse von Mallory an eine Adresse von Faythe und kurze Zeit später ungefähr 22 ETH an eine Adresse von Michael. Das Ganze geschah sogar viermal. Alice wird also ein Muster erkennen, was absolut nicht nach Rauschen aussieht. Wie im obigen Beispiel wird sie auf einen Zusammenhang zwischen den jeweiligen Adressen schließen können.

Mehr noch: Sagen wir, Alice kennt einige der von Faythe kontrollierten Wallet-Adressen sehr gut, sind es doch Börsen, die die größte Aktivität auf der Blockchain vorweisen können.

KYC auf Börsen: Ausnahmsweise von Vorteil

Nun unterliegen Börsen zusätzlich den KYC-Anforderungen. Alice kann sich – wahrscheinlich mit juristischer Unterstützung – an Faythe wenden und die Identität von Mallory herausfinden. Über Mallory kann auch die Identität von Michael schließlich herausgefunden werden.

Das ist keineswes utopisch. Die Identität vieler Adressen, die von Börsen kontrolliert werden, ist hinlänglich bekannt. Die oben genannten Blockchain Explorer oxt.me und walletexplorer.com können dabei gute Dienste für Bitcoin leisten. Etherscan kann ebenfalls für Ethereum eine Orientierung darstellen.

Natürlich hat die Methode Grenzen. Gerade unbekanntere Kryptowährungen sind bezüglich der Exchange-bezogenen Wallet-Adressen noch eine Landkarte mit vielen Weißen flecken. Noch problematischer ist, dass diese Assoziation voraussetzt, dass die Diebe schnell und unüberlegt vorgingen. Sollten sie Coinjoining genutzt haben und Adressen wirklich immer nur einmal verwenden, können sich diese Spuren schnell verlieren. Dennoch ist der vorgeschlagene Weg einer, der zumindest einen ersten Ansatzpunkt bereitstellt. Über kycp.org, einem mit oxt.me zusammenhängenden Tool, können Betroffene darüber hinaus schnell in Erfahrung bringen, ob ihre Bitcoin in einem Coinjoining-Prozess mit anderen Transaktionen gemischt wurden.

Bitcoin-Sicherheit: Die Schattenseite des „Be your own bank“

Wir sehen: Be Your Own Bank hat verschiedene Facetten. Die erste, die für viele auch ein Lockmittel in Richtung Kryptowährungen war, ist die damit verbundene Freiheit. Man ist keiner Bank etwas schuldig und muss ihr nicht vertrauen.

Im zweiten Schritt spürt der Krypto-Enthusiast die Last der Verantwortung: Er allein ist für die Sicherheit seines Vermögens verantwortlich. Geht er damit leichtfertig um, prahlt er bezüglich seines Krypto-Vermögens oder achtet nicht auf ein gewisses Maß an Cybersecurity an seinem eigenen Rechner, gefährdet er damit auch seine Gelder.

Schließlich kommt die Erleichterung: Be Your Own Bank bedeutet auch, dass der einzelne Anleger deutlich mehr Kontroll- und Analysemöglichkeiten besitzt als bei klassischen Systemen. Die Verantwortung ist keine Bürde mehr, sondern befreiend: Mit den richtigen Handwerksmitteln und mit einer aktiven Community, wie sie die Krypto-Szene vorweisen kann, ist er bestens für den Ernstfall vorbereitet.

In der brandaktuellen Ausgabe des Kryptokompasses erfährt man alles über das anstehende Bitcoin Halving und wie man am Krypto-Markt nun am besten profitieren kann. Hier entlang.

Bitcoin-Aufbewahrung sicher, Teil 1: Vorsicht ist besser als Nachsicht

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Be your own Bank bedeutet auch, dass Nutzer von Bitcoin und Co. für die Sicherheit ihrer Anlagen selbst verantwortlich sind. Das wichtigste, was ein Krypto-Enthusiast für sein Investment tun kann, ist auf die entsprechende Sicherheit zu achten. Einige Guidelines sind in diesem Artikel vorgestellt.

Der Artikel erschien in seiner ersten Version in der Kryptokompass-Ausgabe für November 2019

„Be your own bank“ ist wohl das Motto, was die meisten mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen assoziieren. Die Unabhängigkeit von zentralen Mittelsmännern und die damit verbundene schwere Konfiszierbarkeit machen einen wichtigen Teil des Wertversprechens von Kryptowährungen aus.

Doch diese Unabhängigkeit von zentralen Mittelsmännern kommt mit einem Preis: Anleger müssen nun selbst dafür sorgen, dass ihre Anlagen sicher sind. Für die Sicherheit der privaten Wallet ist man in erster Linie selbst verantwortlich.

In Zeiten von Mobile Wallets ist die Gefahr, dass nach einem Diebstahl auch das in den Mobile Wallets verwaltete Geld verschwunden ist, nicht zu unterschätzen. Gute Mobile Wallets sind nicht einfach Accounts, die Nutzern auf zentral verwaltete Anlagen Zugriff verschaffen. Dem oben genannten Ideal der Kryptowährungen entsprechend sind Nutzer von Wallets wie Jaxx oder Blue Wallet zu 100 Prozent Besitzer und Verwalter ihrer Gelder in Bitcoin oder anderen Kryptowährungen. „Not your Keys, Not your Coins“ kann dabei jedoch in ein unangenehmes Gegenteil umschlagen: Mit dem Verlust des Smart Phones sind auch die Private Keys zu der eigenen Wallet verloren gegangen.

Auch das Nutzen von Hardware Wallets, so empfehlenswert das auch ist, bietet keinen totalen Schutz. Mithilfe von Malware können Angreifer auch diese korrumpieren.

Hacks und Exploits: Bitcoin ist kein Einzelfall

Sicherheitsprobleme wie diese sind keineswegs auf Bitcoin beschränkt. Je komplexer die Smart Contracts werden, desto mehr steigt dort auch das Risiko. Der DAO-Exploit von 2016 und die defekte Parity Multisignature Wallet sind dabei zwei prominiente Beispiele:

  • Im Fall des DAO-Exploits konnten Angreifer eine Sicherheitslücke im Code ausnutzen, um Anlagen aus dem Smart Contract dieses dezentralen Venture Funds zu transferieren. Zwar konnten die Investoren durch ein Rollback – eine Änderung der auf der Blockchain geschriebenen Transaktionsgeschichte – auf der Ethereum-Blockchain wieder zu ihren Geldern kommen. Ein derart radikales Vorgehen ist jedoch eine Ausnahme, wenn nicht sogar einzigartig.
  • Keine Ausnahme machte man beispielsweise für Nutzer der Parity Multi Signature Wallet: Mit dem knappen Satz „I accidentally killed it“ wies devops199, ein bis heute pseudonym bleibende Nutzer auf einen fatalen Fehler des Smart Contracts hinter dieser Wallet hin. 153.000 ETH sind seitdem unzugänglich.

Eine Studie von März 2018 ergab, dass derartige Fehler keine Seltenheit sind: von knapp einer Million untersuchter Smart Contracts wiesen über 30.000 Sicherheitslücken wie entsprechend dramatische Sicherheitslücken auf.

Das Anvertrauen der Gelder an Dritte löst das Problem keineswegs. MtGox, Cryptsy, BitGrail und QuadrigaCX sind nur drei Beispiele von Börsen, die gehackt wurden oder ihre Nutzer betrogen haben.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Doch nicht alles ist negativ: Zum einen existieren viele Hilfestellungen, die Anleger beachten können, um für ein höchstes Sicherheitsmaß für ihr Vermögen zu achten. Zum Zweiten sind selbst nach einem Verbrechen einige Maßnahmen möglich, mit welchen die Identität des Hackers herausgefunden werden kann.

In dieser Artikelreihe möchten wir eine kleine Orientierung innerhalb dieser Gemengelage geben. In diesem ersten Teil diskutieren wir, auf was für Punkte Anleger bezüglich Sicherheit achten sollten. Hier eine Übersicht über diese Punkte, welche wir im Anschluss genauer betrachten möchten:

Massnahmen, mit denen jeder seine Bitcoin- und Kryptobestände vor einem Angriff schützen kann.

Schweigen ist Gold Bitcoin – Grundlagen im OPSEC

Im Frühjahr des Jahres 2018 machte ein seltsamer Post eines angeblich Zeitreisenden die Runde. Er erwähnte „Bitcoin Zitadellen“, Orte, in denen Bitcoin-Investoren im Jahr 2025 sich zurückziehen mussten – aus Angst vor Angreifern.

So weit ist eine derartige Dystopie nicht mehr entfernt: September 2019 wurde jemand zu Tode gefoltert und sollte die Zugänge zu seinen Bitcoins herausgeben. Im Juli letzten Jahres wurde der ehemalige Besitzer der Börse Bitmarket tot aufgefunden. Und schon im Sommer 2018 ergab eine Studie, dass Raubüberfälle auf Krypto-Besitzer zunehmen.

Ein wichtiges Mittel, mit dem sich Anleger vor derartigen Angriffen verteidigen können, ist Diskretion. Diskretion ist die Grundlage dessen, was Hacker als OPSEC oder Operational Security bezeichnen. Anleger sind keine Hacker, sollten aber eine ähnliche Haltung an den Tag legen und bezüglich ihres Vermögens in Kryptowährungen schweigsam sein.

Zu einer guten OPSEC zählt auch ein sicherer Computer. Wie bei wichtigen Passwörtern und sensiblen gespeicherten Daten gilt hier, dass Anleger ihre Computer frei von Viren, Malware und Sicherheitslücken halten sollten. Ebenso sollte man nicht auf jede Seite gehen oder alles herunterladen beziehungsweise öffnen. Das gilt insbesondere im Krypto-Bereich: Nicht jeder Börse kann man vertrauen und nicht jede angeblich gute Wallet ist wirklich sicher. Bevor Anleger sich für Nischenprodukte und -Dienstleister entscheiden, sollten sie sich im Netz genau über die Anbieter informieren.

Anleger, die auf jeden Fall sicher sein wollen, sollten überlegen, ein isoliertes System aufzusetzen, sprich ein System, mit welchem sie nichts anderes tun als ihr Vermögen zu verwalten. Das kann ein eigener PC sein, der nicht permanent mit dem Internet verbunden ist. Eine preiswertere (aber aufwändigere) Lösung wäre, ein Betriebssystem auf einem USB-Stick aufzusetzen und den Laptop von diesem USB-Stick für alle Krypto-relevanten Tätigkeiten zu booten. So stellen Anleger sicher, ein System ohne etwaige Malware zu nutzen.

Not your keys, not your Bitcoin – Kontrolliere Deinen Private Key

Ein Wertversprechen Bitcoin und Co ist die vollumfängliche Kontrolle über das eigene Vermögen. Diese Kontrolle wird dem Einzelnen durch einen Private Key gegeben. Nur mithilfe dieses Private Keys können die damit verbundenen Coins bewegt werden. Wegen dieser hundertprozentigen Kontrolle wird Anlegern immer empfohlen, Kontrolle über seine Private Keys zu haben. Größere Mengen Geld auf einer Börse zu deponieren bedeutet nichts weiter, als dass man sein Geld der Börse anvertraut. Das kann, siehe MtGox, Cryptsy und BitGrail, dramatisch enden.

Das Dilemma ist, dass das Betreiben einer eigenen Wallet auch kein Garant für vollständige Sicherheit ist. Dennoch ist gerade die Nutzung eines so genannten Cold Storages sehr empfehlenswert. Ein Cold Storage ist eine Wallet, die nicht permanent mit dem Internet verbunden ist. Beispiele für derartige Cold Storages wären Paper Wallets, USB-Sticks mit dem Private Key oder Hardware Wallets wie denen von Trezor oder Ledger Nano S. Da sie nicht ständig mit dem Internet in Verbindung stehen sind die in den Devices nicht permanent über das Netz angreifbar. Da auf den Geräten beziehungsweise auf dem Papier der Private Key gespeichert ist können so Angreifer von außen nicht auf diesen zugreifen.

Gerade ein Paper Wallet bedeutet jedoch auch, dass jede Person, die dieses Blattes Papier habhaft wird, die volle Kontrolle über die darin eingelagerten Gelder hat. Sollte also jemand widerrechtlich in den Besitz dieses Paper Wallets gelangen wäre das Vermögen ebenfalls dahin.

Auch Hardware Wallets sind kein perfekter Schutz: Sind diese ungesichert und können ohne ein Password oder ähnliches verwendet werden kann ein Einbrecher ebenfalls die Gelder von der Hardware Wallet abführen. Außerdem ist bei Hardware Wallets auch immer der Unsicherheitsfaktor Computer zu bedenken: Solange die Hardware Wallet am PC angeschlossen ist kann diese durch einen Hacker kompromittiert werden. Am Trezor und am Ledger Nano S wurde genau das gezeigt.

Noch sicherer: Deep Cold Storages und HD Wallets

Soweit zu den Unsicherheiten um Entsprechend muss die Wallet sicher vor den Händen Dritter sein. Ein Ansatz dafür sind sogenannte Deep Cold Storages, die kaum zugänglich verwahrt sind. Man kann also beispielsweise eine Paper Wallet oder eine Hardware Wallet in einem Tresor deponieren. Mit Kenntnis eines zum Private Key gehörenden Public Keys können Anleger ohne einen Zugriff zu diesem Deep Cold Storage weiterhin Gelder absichern. Erst bei Zahlungen von den so verwahren Wallets müssen diese aus dem Tresor genommen werden.

Ein Problem mit einem derartigen Vorgehen ist jedoch, dass sich Gelder in einer Adresse ansammeln. Da Bitcoin und andere Kryptowährungen nicht über die Anonymität von Monero verfügt bedeutet das jedoch, dass Dritte ein äußerst attraktives Hacking-Ziel beobachten können. Um hinter dem Radar zu bleiben bietet es sich an, das Vermögen auf mehrere Adressen zu verteilen.

Viele Wallets tun dies schon automatisch. Sogenannte hierarchisch deterministische Wallets erzeugen aus einer Seed bestehend aus 24 Worten beliebig viele Paare aus Public und Private Key. Das hat zwei Vorteile. Erstens werden nicht alle in dieser Wallet angelegten Gelder in einer Adresse liegen und so einen Anreiz für Hacker liefern. Noch wichtiger jedoch ist, dass, sollte ein Private Key in die falschen Hände geraten, eben nur ein kleiner Teil des Geldes verlorengehen.

Für einen Großteil der Anleger kann man die Nutzung einer Hardware Wallet empfehlen. Bei allen genannten Risiken bieten sie dennoch dank der hierarchisch deterministisch generierten Schlüsselpaare ein sehr hohes Maß an Sicherheit. Außerdem werden Anleger sie nicht permanent mit am Computer haben, so dass sie die meiste Zeit ein Cold Storage und damit für Hacker unzugänglich sind.

Let’s make it safe: Zwei-Faktor-Authentifizierung und Multi-Signature Wallets

Hardware Wallets lassen sich noch zusätzlich absichern. Viele Hardware Wallets verfügen über die Möglichkeit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wie man es vielleicht vom klassischen Online-Banking oder von abgesicherten Zugängen im Internet kennt müssen Anleger vor einer Transaktion diese dann beispielsweise über ihr Smartphone bestätigen. Das alleine kann die Sicherheit des eigenen Vermögens dramatisch erhöhen.

So empfehlenswert Zwei-Faktor-Authentifizierung ist können zwei negative Dinge gesagt werden. Zum einen existieren derartige Lösungen nicht für Paper Wallets oder einfache, USB-basierte Cold Storages. Viel wichtiger ist jedoch, dass es sich dabei um software-technische Lösungen jenseits von Bitcoin handelt Spätestens seit SIM-Swapping ist Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht mehr 100 Prozent sicher. Zwar existieren Lösungen wie Authy oder der Google Authentificator, doch auch diese Systeme wurden schon kompromittiert.

Eine zusätzliche Sicherheit bietet deshalb die Nutzung von Multi-Signature-Wallets. Im Bitcoin-Ökosystem sind diese mit der Electrum-Wallet leicht aufsetzbar. Bei Multi-Signature-Wallets benötigen zur Signierung einer Transaktion die Bestätigung von mehreren private Keys.

KYC für den Anleger: Kenne Deinen Empfänger

Soweit zum Verwahren von Kryptowährungen. Was ist jedoch mit dem Versenden von Kryptowährungen? Sowohl beim Ein- als auch beim Auszahlen sind das kritische Schritte. Überweist man das Geld an die falsche Adresse ist dieses Geld in den meisten Fällen unrettbar verloren. Warum ist das so? Weil nur ein Bruchteil der möglichen Adressen tatsächlich genutzt werden: Ungefähr 1060 Wallet-Adressen können auf der Bitcoin-Blockchain definiert werden.

Um diese gigantische Zahl ins Verhältnis zu setzen: Von den 7,7 Milliarden Menschen auf dem Planeten könnte jeder einzelne damit ungefähr 1050 Adressen für sich beanspruchen. Die Wahrscheinlichkeit, eine überhaupt genutzte Adresse mit einem Tippfehler zu erwischen ist also extrem gering. Im November 2017 hat eine Studie von Chainalysis die Zahl der verlorenen Bitcoins auf 2-4 Millionen abgeschätzt. Und durch etwaige Tippfehler verlorene Bitcoins geschehen immer wieder, Anleger sollten also genau überprüfen, ob sie Geld an eine korrekte Stelle überweisen. Es existiert schließlich keine zentrale Verwaltung, die man bei einer Fehltransaktion ansprechen kann.

Die Unleserlichkeit von Wallet-Adressen führt zu einem zusätzlichen Problem: Hacker können mithilfe von Malware kontrollieren, an welche Zieladressen Geld geschickt wird. Bedenkenloses Kopieren der Zieladresse ohne weitere Überprüfung können Angreifer ausnutzen, um Coins auf eine vom Hacker kontrollierte Wallet zu übertragen. Noch schwieriger wird dies, wenn man für die Übertragung QR-Codes nutzt. Schließlich sind die Unterschiede zwischen zwei QR-Codes häufig schwer erkennbar:

Zwei Bitcoin-Adressen als QR-Code

Was bedeutet das für Anleger? Sie sollten genau überprüfen, ob die Zieladresse tatsächlich die gewünschte ist. Zwar ist das Risiko einer Einflussnahme seitens etwaigen Hackern minimiert, wenn man auf einen sauberen Computer ohne Malware achtet, aber auch ein Tippfehler kann fatal sein.

Bei Bitcoin und Co. wichtig: Sind die Adressen vertrauenswürdig?

Außerdem sollte man sich genau fragen: Soll das Geld tatsächlich zur Zieladresse? Kann man der Börse überhaupt trauen? Ist der Smart Contract überhaupt sicher? Sicherlich kann man diese Fragen nicht allein klären, aber eine Suche, was die Community dazu sagt, sollte man schon durchführen.

Bezüglich Smart Contracts ist eine Gretchenfrage, die sich jeder Anleger stellen sollte, ob der Code einsehbar ist. Ist er dies nicht ist bei unbekannteren Produkten etwas Skepsis angesagt. Warum lässt sich das Projekt-Team nicht in die Karten schauen? Etherscan hat eine Liste an Contracts, welche einen verifizierten Source Code vorweisen können. Auch das kann ein gutes Kriterium darstellen. Zum anderen sollte man darauf achten, ob Formulierungen wie „xxx is yyy“ vorkommen. Derartige Code-Ausschnitte weisen auf Verwendung externer Funktionen hin. Die Quellen dieser Funktionen sollte man entsprechend auch überprüfen.

Bitcoin kaufen: Anfänger und Einsteiger lieben diese 3 Bitcoin-Börsen

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Ich werde immer wieder gefragt, wie und wo man als Bitcoin-Einsteiger und Anfänger am einfachsten Bitcoin kaufen kann. Meine Antwort darauf lautet: Investiere in Know How und Wissen. Denn Wissen zahlt sich immer aus; irgendwann. Wer dennoch ein paar Franken übrig hat, welche im schlimmsten Fall auch verloren gehen dürfen, der findet in diesem Blogpost 3 Bitcoin-Börsen, die besonders einfach zu bedienen sind und sich daher für Bitcoin-Anfänger und Einsteiger eignen:

Eines vorweg: Ein Investment in Bitcoin ist riskant. Bitcoin zu ignorieren ist allerdings in Zeiten wie heute fast noch riskanter. Es macht in jedem Fall Sinn, sich mit Bitcoin und der Bitcoin-Technologie zu befassen. Und vor allem: Es ist notwendig, mehr als ein Konto bei einer grossen und bekannten Bitcoin-Börse zu besitzen. Warum ist das so? Ganz einfach, diese Konten sind nicht so einfach einzurichten und werden gerne auch mal blockiert. Es ist daher besser, zwei oder gar drei Konten bei bekannten und grossen Bitcoin-Börsen zu haben und diese frühzeitig zu eröffnen. Also nicht erst dann, wenn gerade der grosse Bitcoin Hype herrscht und die Bitcoin-Börsen mit dem Aufschalten von Accounts nicht mehr nachkommen. Hier 3 Bitcoin-Börsen, die sich besonders gut für Anfänger und Einsteiger eignen und seit Jahr und Tag gut funktionieren:

Bitpanda

Bitpanda: Wer die Verifizierung schafft, kann sich auf eine einfach zu bedienende Bitcoin-Börse freuen.

1. Bitpanda: „Einfach zu bedienen“

Die Wiener Bitcoin-Börse Bitpanda war eine der ersten Bitcoin-Börsen in Europa. Über die Jahre hinweg wuchs Bitpanda zum Millionen schweren Unternehmen und Bitpanda bietet mittlerweile nicht nur Kryptowährungen an, sondern auch den Kauf und die Lagerung von Edelmetallen wie Gold, Silber, Palladium und Platin. Warum ist Bitpanda so gut für Bitcoin-Einsteiger und Anfänger geeignet? Ganz einfach, Bitpanda ist sehr einfach zu bedienen. Zudem bietet Bitpanda kompetenten Support in deutscher Sprache an. Dies ist ein weiteres, ganz grosses Plus. Aber selbst blutige Anfänger finden sich bei Bitpanda sehr schnell zurecht und benötigen selten Support. Dies ist ein Grund, warum hier Bitpanda an erster Stelle empfohlen sei. Bitpanda ist ein super Einstieg. Seit einigen Monaten bietet Bitpanda mit Bitpanda Pro zusätzlich eine Bitcoin Börse für professionelle Trader an. Aber wenn man so die aktuellen Börsen-Kurse verolgt kann es interessant sein, Bitcoin gegen Gold oder Silber in Echtzeit zu handeln. Der einzige Wermutstropfen ist die etwas (zu) komplizierte Verifizierung: Da Bitpanda europäische Lizenzen hat, müssen sich die Kunden mit einem Pass oder Identitätskarte verifizieren.

Bitpanda verschenkt 10 CHF Bonus bei jeder Neuanmeldung:

Coinbase: Die bekannteste Bitcoin-Börse der Welt

Coinbase: Die bekannteste Bitcoin-Börse der Welt

2. Coinbase: Die Beste Smartphone Bitcoin Wallet App

Coinbase ist sozusagen das Original aus den USA. Coinbase ist die grösste und mächtigste Bitcoin Börse. Gerade letzteres wird oft kritisiert. Coinbase hortet so viele Bitcoins, dasss die Bitcoin-Börse oft versucht, Einflusss auf die Bitcoin Core Software Entwickler zu nehmen. Im Weiteren teitl Coinbase die Bitcoin Wallet Bestände mit dem amerikanischen Steueramt IRS aus. Wen das alles nicht stört, kann Coinbase gerne nutzen. Denn Coinbase hat einen ganz grossen Vorteil: Coinbase hat schlichtweg die beste und genialste Smartphone App. In der Coinbase Smartphone App findet man alle Infos und Preischarts zu Digitalen Währungen wie Bitcoin und kann diese App auch super einfach nutzen, um seine Bitcoins zu verwalten. Auch das kaufen und verkaufen von Bitcoin ist super einfach und geht alles mit minimalem Aufwand direkt in der App drin. Aber aufgepasst, das Wechseln, kaufen und verkaufen von Bitcoin ist bei Coinbase nicht ganz günstig. Sprich: die Gebühren sind relativ hoch bei Coinbase.

10-Franken Coinbase-Gutschein:

Bitcoin mit Kreditkarte kaufen ist nirgends so einfach wie bei BTC Direct

Bitcoin mit Kreditkarte kaufen ist nirgends so einfach wie bei BTC Direct.

3. BTC Direct: Hier gibt’s die Bitcoins am günstigsten

BTC Direct ist so ziemlich die günstigste Bitcoin-Börse in Europa. BTC Direct ist schon seit Jahren auf dem Markt, bekannt und seriös. BTC Direct ist allerdings vom Prininzip her ein dezentraler Exchange. Dies heissst salopp gesagt: BTC Direct verwaltet Deine Bitcoins nicht. Du kannst zwar Bitcoins kaufen und verkaufen, musst aber eine eigene Bitcoin-Adresse einer eigenen Wallet angeben. Dies ist ja kein Problem, daher stelle ich hier am Ende dieses Blogposts noch die Bitcoin Wallet vor, die am einfachsten zu bedienen ist. BTC Direct ist definitiv der günstigste Exchange für Schweizer, die Bitcoin direkt mit einer Kreditkarte kaufen möchten. Wer BTC Direct mal ausprobieren möchte, kann ich gerne dazu ermuntern. Einfach eine Bitcoin Wallet(adresse) zulegen, beispielsweise bei Blokchain.com, und dann direkt Bitcoin bei BTC Direct kaufen. Die gekauften Bitcoins landen dann direkt in der eigenen Wallet; ziemlich einfach und genial.

Bitcoin zu unschlagbar günstigen Preisen kaufen:

Blockchain

Blockchain: Leider etwas aufwändig zum einrichten, aber danach so ziemmlich die beste und zuverläsigste Bitcoin Web Wallet und App.

Blockchain.com: Bitcoin Web Wallet

Blockchain war einer der ersten Anbieter von Bitcoin Web Wallets. Blockchain verwaltet also seit fast 10 Jahren die Bitcoin-Guthaben der Kunden zuverlässig. Und es sieht danach aus, als bleibe dies auch in naher Zukunft so. Wer von überall, via Browser und Handy auf seine Bitcoins zugreifen will und Bitcoins auch im Alltag einsetzen möchte, der löse am besten einen Account bei Coinbase und lade deren App herunter. Blockchain ist super einfach zu bedienen und funktioniert fast immmer zuverlässig. So zuverlässig, dass man leicht vergessen kann, dass Blockchain ein Drittanbieter ist und natrlich auch nicht vor Risiken wie Hackern befreit ist. Wer seine Bitcoins oder ein Teil davon ganz sicher lagern möchte, der sollte sich mit Themen wie Cold Wallet, Harware Wallet und Paper Wallet befassen. Aber für den geneigten Bitcoin-Anfänger und Einsteiger und überhaupt für den Alltag ist Blockchain.com so ziemlich die Beste Bitcoin Wallet App. Insbesondere dann, wenn man die Blocckhain App mit den genannten 3 Bitcoin-Börsen zusammen nutzt.

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EOS Ecology Wallet Exit Scam – 50 Millionen USD gestohlen – Auswirkungen auf den EOS Kurs?

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Scams mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen sind mittlerweile allgegenwärtig. Die Unwissenheit und die Gier der Menschen wird hier gnadenlos ausgenutzt, um an die wertvollen Kryptos der Nutzer zu kommen. Dabei gibt es verschiedene Methoden und Betrugsmodelle mit denen die Initiatoren die Nutzer umwerben. Oft enden solche Projekte in einem Exit Scam. Also die Initiatoren verschwinden ab einem bestimmten Punkt mit den Kryptowährungen der Nutzer. Nun hat es auch eine der bekanntesten Kryptowährungen erwischt – EOS. Hier stehen 19.366.587 EOS im Gegenwert von rund 50 Millionen USD im Raum.

Welche Auswirkungen hat der Exit Scam auf den EOS Kurs? 

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EOS Ecology Wallet Exit Scam

Es handelt sich bei diesem Exit Scam um EOS Ecology, eine EOS-basierte Wallet. Am Montag haben Nutzer berichtet, dass sie auf ihre Konten mit den hinterlegten zentralisierten Wallets nicht mehr zugreifen konnten. Der Verdacht erhärtet sich, dass es hierbei um einen klassischen Exit Scam handeln könnte.

Die Versprechen von EOS Ecology reihen sich in die Liste der ganzen Krypto Ponzi Schemes ein. Dabei wurden den Nutzern hohe Renditen versprochen, wenn sie ihre Kryptos auf der EOS Ecology Wallet liegen lassen. Um das Geschäftsmodell legitim nach außen zu präsentieren, stellte sich das Unternehmen dahinter auch als Node (Knoten) von Starteos (einem der bekanntesten Blockproducer von EOS) dar. Damit vermittelte EOS Ecology den Investoren den Eindruck, dass es eine enge Verbindung zu einem legitimen und bekannten Projekt im EOS-Ökosystem hat.

Unseriöse Renditeversprechen

Die Renditeversprechen der EOS Wallet wurden in der Anfangszeit eingehalten, um noch mehr Kunden zu generieren. Das ist ein bekanntes Vorgehen, um in der Anfangszeit das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen. Es werden die versprochenen Renditen ausgezahlt, was für viele Beweis genug ist, dass es funktioniert und vertrauenswürdig ist (Wink an EXW-Wallet).

Am Ende geht es dann ganz schnell. Die Apps funktionieren von einem Tag auf den anderen nicht mehr und die Nutzer kommen nicht mehr an ihre Kryptowährungen. Es ist traurig, dass solche Projekte immer noch so hoch frequentiert sind. Es müssen sich wohl noch mehr Menschen die Finger verbrennen, bis sie aufhören solchen unlogischen und unseriösen Versprechen zu vertrauen.

Betrüger transferieren gestohlene EOS

Zu dem Zeitpunkt als die EOS Ecology Wallet nicht mehr zugänglich war, lagen 19.366.587 EOS in den Händen der Initiatoren. In der Zwischenzeit wurden auch massive Transaktionen beobachtet. Es sieht alles nach einem klassischen Exit Scam aus.

Verschiedenen Quellen zufolge wurden die besagten EOS auf einige Accounts der Huobi Börse beobachtet. Das lassen zumindest die Namen der Accounts vermuten. Alle 5 Accounts tragen den Namen huobidevice1 bis huobidevice5.

Insgesamt geht es hier um rund 50 Millionen USD. Ein Großteil der EOS wurde bereits auf die Accounts huobidevice3 und huobidevice5 transferiert. Die Börse hat sich zu dem Vorfall auch bereits geäußert und jeglichen Zusammenhang abgestritten. Huobi hat versichert, dass sie die Funds aus der EOS Ecology Wallet genau beobachten und alle relevanten Adressen auf eine schwarze Liste gesetzt haben. Huobi hat bereits in der Vergangenheit bei der Geldwäsche von anderen Scams zugeschaut/geholfen.


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Welche Folgen hat der Exit Scam auf den EOS Kurs?

Die Folgen für den EOS Kurs sind aktuell nicht absehbar. Dennoch haben wir bereits in der Vergangenheit durch den PlusToken Scam deutlich gesehen, dass die Verkäufe der gestohlenen Kryptowährungen einen zusätzlichen Verkaufsdruck generieren und damit die Kurse in Richtung Süden schicken.

Hier hängt es immer stark davon ab auf wie vielen Börsen gleichzeitig verkauft wird und wie hoch die Liquidität der jeweiligen Kryptowährung ist. Natürlich spielt hier auch die natürlich Nachfrage eine wichtige Rolle.

Die einzige Frage ist hier nur, ob die Betrüger eine geeignete Börse finden, um die EOS zu waschen und in welchen Tranchen diese verkauft werden. Erfolgt der Verkauf langsam und stetig, sollten die Auswirkungen überschaubar sein.

Wir sind gespannt wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Aber eines sei gesagt: Not your Keys – Not your Coins. Haltet eure Kryptowährungen immer auf einer Cold Wallet, wo nur ihr den Zugang habt. Lasst euch nicht von irgendwelchen unseriösen Renditeversprechen täuschen. Es gibt absolut nichts geschenkt. Stay safe.

Bist du vielleicht selbst auch vom EOS Ecology Scam betroffen? Wird das langfristig EOS schaden?

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[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.