Max Keiser: Hashrate-Krieg zwischen US und Iran kann Bitcoin auf 500.000 US-Dollar katapultieren

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Die “Mona Lisa des 21. Jahrhunderts” wird stark steigen, wenn Trump mit Maduro und Ajatollah Chamenei um die Bitcoin-Hashrate kämpft, so Keiser.

Bitcoin (BTC) wird auf 500.000 US-Dollar steigen, weil die Vereinigten Staaten einen riesigen Hash-Krieg mit dem Iran und Venezuela führen werden. Dieser hat bereits begonnen.

In der aktuellsten Folge seiner Fernsehsendung “Keiser Report” hat Max Keiser prognostiziert, dass der Iran und Venezuela die Trump-Regierung zwingen würden, sich mit Bitcoin zu beschäftigen.

Keiser: Gott beobachtet uns durch das Bitcoin-Protokoll

Da Teheran möglicherweise bereits 3 Prozent der Bitcoin-Hashrate kontrolliert und Venezuela für kurze Zeit BTC-Zahlungen akzeptierte, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die USA sich im Kampf um die Vorherrschaft von Bitcoin einschalten.

“Der Iran kontrolliert bereits 3 Prozent der Hashrate weltweit, also denke ich, dass Venezuela jetzt ziemlich schnell auf 3 und 5 Prozent kommen wird”, so Keiser.

“Und dann wird Amerika irgendwann sagen: ‘Wir müssen beim Wettlauf im 21. Jahrhundert um das Bitcoin-Mining mitmachen’, und dann werden sie versuchen, 20 Prozent der Hashrate zu kontrollieren. Dann steigt die Sicherheit dramatisch an und der Kurs geht in Richtung 400.000 US-Dollar, 500.000 US-Dollar.”

Keiser hat zuvor bereits gesagt, dass Bitcoin in seinen Augen die “Reformierung der Redefreiheit” darstelle, die Regierungen den Bürgern durch die Währungskontrolle und damit ihre Position innerhalb des Staates insgesamt verweigern.

“Bitcoin ist die Mona Lisa des 21. Jahrhunderts: Er ist sich seiner selbst bewusst, er beobachtet uns durch die quantenmechanischen Aspekte der Technologie und kanalisiert die Augen Gottes”, wie er weiter sagte.

“Es ist also Gott, der uns durch das Protokoll hindurch beobachtet und wissen möchte: ‘Wie können wir diese menschliche Spezies in Ordnung bringen, die durch die Zentralbanken aus der Bahn geraten ist?'”

Die aktuelle Situation auf den Makromärkten im Vergleich zum Leid vieler Amerikaner, das in den Protesten um Black Lives Matter beispielhaft zum Ausdruck kommt, unterstützt Keisers Argument.

Der Ärger über die Regierung und der Wertverlust des US-Dollars stehen im Gegensatz zur Tatsache, dass die Aktienmärkte das beste Quartal seit 2011 verzeichnet haben. Gleichzeitig hat die US-Notenbank große Teile der Aktienmärkte übernommen. Dieser Anteil ist so hoch wie 30 Prozent des US-Bruttoinlandsprodukts.

Letzte Woche rief Keiser die Demonstranten dazu auf, die Proteste aufzugeben und stattdessen einfach Bitcoin zu kaufen.

Er fasste zusammen:

“Die Wahrheit ist, wenn Sie die individuelle Souveränität wollen, wenn Sie Gerechtigkeit wollen, wenn Sie unzensierbares, nicht beschlagnahmbares, unzerstörbares Vermögen wollen, gibt es nur einen Weg. Und das ist Bitcoin.”

Weil Leute vermehrt von zuhause aus arbeiten: Ransomware-Angriffe nehmen zu

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Eine Studie der Cybersicherheitsfirma Proofpoint zeigt, dass es einen Anstieg an Phishing-Angriffen per E-Mail gibt. In den letzten Monaten wurden solche zur Verbreitung von Ransomware eingesetzt.

Dem Bericht zufolge nimmt die Ransomware-Verbreitung zu. Bisher wurden vor allem die Vereinigten Staaten, Frankreich, Deutschland, Griechenland und Italien ins Visier genommen.

Die Angriffe machen sich die Zunahme von Leuten, die im Zuge der Corona-Pandemie von zu Hause aus arbeiten, zunutze. Forschungen deuten auch darauf hin, dass die Lösegeldforderungen im Vergleich zu den Beträgen, die normalerweise bei diesen Angriffen gefordert werden, sehr niedrig sind.

Unterdurchschnittliche Lösegeldforderungen

Ein Ransomware-Programm namens “Mr. Robot” hat bisher vor allem Menschen und Unternehmen in den USA ins Visier genommen. Die Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass sich das in den letzten Monaten geändert habe, da Heimanwender bei diesem Angriff das hauptsächliche Ziel waren. Das neue Anwendungsszenario der Software spiegelt sich auch in den Lösegeldbeträgen wider. Diese sind auf bis zu 100 US-Dollar in Bitcoin (BTC) gefallen.

Eine Ransomware namens Avaddon versendete in nur einer Woche über eine Million Nachrichten. Auch diese nimmt US-Unternehmen und Einzelpersonen ins Visier.

Avaddon-Hacker bieten “24/7-Support” an

Die Hacker hinter Avaddon verlangen oft Lösegeldzahlungen in Höhe von 800 US-Dollar in Kryptowährungen, wie etwa Bitcoin. Interessanterweise bietet diese Gruppe seinen Opfern einen “24/7-Support”-Service an, der sie bei der Zahlung des Lösegelds und Funktionsweise von Kryptowährungen berät.

In den letzten Tagen blockierte die Cybersicherheitsfirma Symantec einen Ransomware-Angriff, der 30 US-Firmen und Fortune-500-Unternehmen ins Visier nahm.

Debitkartendaten nach Zahlungsverweigerung zur Auktion im Darknet freigegeben

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Die Ransomware-Gang REvil versteigert sensible Informationen, die von Interacard, einem Anbieter von Debitkartendiensten, gestohlen wurden.

Laut der Webseite von REvil sind die Informationen in einer Auktion verfügbar, die die Gruppe veranstaltet. Alle interessierten Bieter müssen mit Monero (XMR) bezahlen.

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REvil hat bisher Daten nur in Fällen versteigert, in denen sie es mit ihren Methoden nicht schafften, einer Firma zur Zahlung zu zwingen. Hier ist das offenbar jedoch nicht der Fall.

Gründe für direkte Auktion

Im Gespräch mit Cointelegraph nannte Brett Callow, ein Bedrohungsanalytiker im Malware-Labor Emsisoft, einige mögliche Gründe für das Vorgehen von REvil: 

“In diesem Fall weicht REvil von seiner üblichen Strategie ab und ist direkt zur Auktion übergegangen. Die Gruppe könnte das deshalb getan haben, weil sie glaubt, dass die Daten mehr wert sind, als das Unternehmen zu zahlen bereit wäre. Oder die Daten könnten bei einem Angriff erlangt worden sein, der vor dem Start ihrer Leaking-Seite im Februar dieses Jahres stattfand. Wenn die Gruppe jetzt Daten aus älteren Angriffen versteigert, wäre das natürlich eine schlechte Nachricht für alle Unternehmen, die vor Februar von REvil angegriffen wurden. Ihre Daten könnten bald versteigert werden.”

Wenn es stimmt, dass die Ransomware-Gruppe lediglich Daten aus alten Angriffen versteigert, dann besteht nach Ansicht von Callow jetzt die Gefahr, dass die Daten der zwischen April 2019 (als die Ransomware-Bande erstmals identifiziert wurde) und Februar 2020 (als die Gruppe ihre Webseite herausbrachte) angegriffenen Unternehmen nun durchsickern könnten.

Einzelheiten zu sensiblen Informationen

Die Auktion bietet Datenbanken, Dokumente aus der Personal- und Buchhaltung, technische Dokumentation, Kundeninformationen und Point-of-Sale-Firmware-Quellen und -Builds an.

Die Auktion soll bei 100.000 US-Dollar beginnen und läuft bei Redaktionsschluss noch weniger als vier Tage. Es ist unklar, ob REvil diese nach Ablauf des Countdowns durchsickern lässt.

REvil hat kürzlich eine weitere Serie von Angriffen gegen drei Unternehmen in den USA und Kanada durchgeführt. Bei den Unternehmen handelt es sich um die bekannte kanadische Buchhaltungsfirma Goodman Mintz LLP, den lizenzierten Immobilienmakler Strategic Sites LLC, und ZEGG Hotels & Store, ein Duty-Free-Shop.

LibertyX bietet BTC-Kauf gegen Bargeld an: Verfügbar bei 7-Eleven, CVS und Rite Aid

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LibertyX bietet nun den Kauf von Bitcoin gegen Bargeld an mehr als 20.000 Einzelhandelsstandorten in den Vereinigten Staaten an. Die Firma hat als eine der ersten Bitcoin-Geldautomaten auf den Markt gebracht.

Am 22. Juni gab LibertyX über Twitter bekannt, dass Kunden nun bei 7-Eleven, CVS Pharmacy und Rite Aid Bitcoin (BTC) gegen Bargeld kaufen können.

Um diesen Dienst zu nutzen, muss man die mobile App von LibertyX installiert haben, den Standort des Händlers, den sie besuchen werden, im Voraus auswählen und den Barcode beim Kauf scannen. Laut LibertyX können Krypto-Inhaber von nun an Bitcoin im Wert zwischen 20 und 500 US-Dollar (derzeit etwa 0,052 BTC) kaufen. Die Transaktionen werden in wenigen Minuten gegen eine geringe Gebühr abgewickelt.

In einer Pressemitteilung sagte Chris Yim, Mitbegründer und CEO von LibertyX, dass das Unternehmen seine Krypto-Einkaufsdienste ausgeweitet habe, damit Kunden BTC an vertrauten Orten kaufen können: 

“Jetzt ist jeder nur noch wenige Kilometer davon entfernt, Bitcoin zu besitzen und Teil dieser globalen Community zu werden. Ein Bitcoin-Kauf ist sehr einfach. Man muss nur einen Barcode beim täglichen Einkauf scannen.”

Erste Reaktionen der Krypto-Community

Krypto-Händler haben bereits begonnen, dieses neue Angebot zu nutzen. Der Reddit-Nutzer notyourcoins soll am 22. Juni 99,58 US-Dollar für einen BTC-Kauf zum Preis von 104,95 US-Dollar bei 7-Eleven erhalten haben. Dabei fielen 100 US-Dollar für die Kryptowährung und 4,95 US-Dollar an Gebühren an. 

Ein weiterer Nutzer namens Oracle_of_Knowledge rechnete die Transaktion nach:

“0,01040236 BTC für 100 US-Dollar. Also hast du 9613,20 US-Dollar pro BTC bezahlt. Zum Vergleich: Am 22. Juni um 9:38 Uhr westlicher Zeit lag der Kurs auf der Börse Coinbase Pro zwischen 9551 US-Dollar und 9570 US-Dollar. Das ist also gar kein so schlimmer Spread, denn du hast nur etwa 0,5 Prozent mehr im Vergleich zum “Spot”-Börsenkurs bezahlt. Zuzüglich der pauschalen Geldautomatengebühr in Höhe von 5 US-Dollar. Überraschend gut.”

Donald Trump zu Finanzminister: “Jagen Sie Bitcoin”

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US-Präsident  Donald Trump will seine offensichtliche Abneigung gegen Bitcoin nun nicht mehr nur auf Twitter, sondern auch auf regulatorischer Ebene zeigen, so der ehemalige nationale Sicherheitsberater John Bolton. 

Ein Artikel in der Forbes vom 18. Juni über Boltons neues Buch, The Room Where It Happenedenthüllt, dass Bolton hörte, wie Trump dem Finanzminister Steven Mnuchin sagte: “Jagen Sie Bitcoin”. Im Gespräch zwischen Trump und Mnuchin ging es um Handelssanktionen und Zölle gegen China im Mai 2018.

Das ist nicht das erste Mal, dass Trump seine Abneigung gegen die Kryptowährung gezeigt hat. Im Juli 2019 wetterte er auf eine Twitter gegen Bitcoin (BTC). Dabei erklärte er, Bitcoin sei “kein Geld” und “aus der Luft gegriffen”. Er griff auch den Libra-Token von Facebook an und sagte über diesen, er habe “keinen guten Ruf und Zuverlässigkeit”.

Rückendeckung für Trump

Der Finanzminister unterstützte Trumps Haltung in den Medien nach den Tweets vom Juli 2019. Er sagte dazu, dass das Weiße Haus “alle Krypto-Vermögenswerte prüfen” werde und behauptete daraufhin, dass BTC und andere Kryptowährungen öfter zur Geldwäsche verwendet würden als Bargeld. 

Im Februar dieses Jahres sagte Mnuchin bei einer Anhörung, er werde mit der Strafverfolgungsbehörde für Finanzverbrechen FinCEN einige “beträchtliche neue Anforderungen” für Kryptowährungen bekanntgeben. Damit deutete er eine stärkere Aufsicht durch die US-Regierung zur Verhinderung von Geldwäsche an.  

Wechselnde Haltung

Trump hat allerdings auch nach dem mutmaßlichen Gespräch, über das Bolton erzählt, einige Entscheidungen getroffen, die Kryptowährungen zugute gekommen sind. Der US-Präsident ernannte Mick Mulvaney im Oktober 2018 zum Stabschef des Weißen Hauses. Mulvaney ist ein Bitcoin-Befürworter und nannte BTC eine Währung, die “von keiner Regierung manipuliert werden kann”.

Bitcoin-Brokerfirma: 77 Prozent des Bitcoin-Volumens stammt von Boomern

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Die Nachfrage seitens der Babyboomer macht den größten Teil des Wachstums für die Bitcoin (BTC)-Brokerfirma River Financial aus San Francisco aus.

Paul-Tudor-Jones-Effekt

Die meisten Umfragen kommen zu dem Schluss, dass die jüngeren Generationen reziproker gegenüber Bitcoin sind. Damit wirken diese Daten etwas kontraintuitiv. Der Mitbegründer und CEO des Unternehmens Alex Leishman sagte gegenüber Bloomberg, dass Bitcoin immer stärker in den Mainstream rücke und viele Investoren in die Fußstapfen von Paul Tudor Jones treten würden.

Ältere Generationen haben Großteil des Geldes

Viele Analysten haben in diesem Jahr festgestellt, dass das institutionelle Interesse an Bitcoin zunimmt. Grayscale selbst hat dabei einen Großteil des neu geminten Angebotes aufgekauft.

Vermögensverteilung nach Alter in den USA

Vermögensverteilung nach Alter in den USA Quelle: DQYDJ.

Die Tatsache, dass Krypto unter den Millenials so gut ankommt, war sehr positiv für die Zukunft der Branche. Der Schlüssel zum Vermögenszuwachs könnte jedoch in der Verwendung von älteren Generationen liegen. Die Haushalte aus dieser älteren Gruppe besitzen im Durchschnitt 10 bis 30 Mal so viel Vermögen wie Millenials. Wenn die Daten von River Financial etwas über die Branche als Ganzes aussagen, kann man durchaus einen positiven Schwung auf den Kryptomärkten erwarten.

 

 

Derzeit über 8.000 Bitcoin-Geldautomaten weltweit

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Es gibt weltweit mittlerweile über 8.000 Bitcoin-Geldautomaten.

Laut der Überwachungswebseite CoinATMRadar gibt es derzeit 8.208 Geldautomaten in 73 Ländern, an denen Benutzer Bitcoin (BTC) und Altcoins gegen Bargeld kaufen und verkaufen können. Über 6.000 von diesen befinden sich in den Vereinigten Staaten. 

Je nach Geldautomat können Krypto-Besitzer Bitcoin Cash (BCH), Ether (ETH), Dash (DASH), Litecoin (LTC), Zcash (ZEC), Monero (XMR), Dogecoin (DOGE), Tether (USDT) und XRP kaufen und abheben.

Stetiges Wachstum in den USA

Die Zahl der Bitcoin-Geldautomaten (BTMs) ist seit März um 17 Prozent gestiegen. Damals berichtete Cointelegraph, dass es mehr als 7.000 gibt. Das könnte auf eine steigende Nachfrage nach Kryptowährungen hindeuten.

Das stärkste Wachstum gab es jedoch in den Vereinigten Staaten. Aus Daten von CoinATMRadar geht hervor, dass die Zahl der BTMs in der Schweiz, Österreich und Großbritannien im Jahr 2020 zurückgegangen ist. In Spanien blieb es bei 71.

Steigender Einsatz von Krypto-Geldautomaten (Spanien)

Quelle: CoinATMRadar

USA erreichen neues Rekordhoch für P2P-Handel von Bitcoin

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Das Volumen für den Peer-To-Peer (P2P) Direkthandel von Bitcoin (BTC) hat in den USA in der Woche vom 7. Juni ein neues Rekordhoch verzeichnet, wie Daten des Krypto-Informationsdienstes UsefulTulips zeigen.

So wurden innerhalb der letzten sieben Tage knapp 29 Mrd. US-Dollar an Bitcoin über die P2P-Handelsplattformen Localbitcoins und Paxful bewegt.

Nur in den Regionen Nordamerika und Naher Osten/Nordafrika wurde in den letzten Wochen ein Zuwachs des Bitcoin-Direkthandels festgestellt, alle anderen Regionen weisen leichte Rückgänge auf.

Über Paxful wurden in den USA Bitcoin im Wert von 24 Mio. US-Dollar gehandelt, während über Localbitcoins 4,6 Mio. US-Dollar getradet wurden.

Auch der kanadische P2P-Markt befindet sich im Aufwind und steuert für Nordamerika in der vergangenen Woche 1 Mio. US-Dollar in Bitcoin bei. Damit kommt Nordamerika mit insgesamt 29,8 Mio. US-Dollar auf die bisher zweitstärkste Woche überhaupt. Nur in der Woche vom 20. Mai 2018 konnte mit 30,2 Mio. US-Dollar ein noch stärkeres Ergebnis erzielt werden.

Das Handelsvolumen von Nordamerika ist in den letzten sieben Tagen zudem doppelt so hoch wie in der zweitstärksten Region, wobei Subsahara-Afrika mit 13,6 Mio. US-Dollar diesen zweiten Platz beansprucht.

Nigeria weiterhin auf Platz 2

In Nigeria hat das P2P-Handels derweil eine vorläufige Obergrenze erreicht, denn nachdem in den vergangenen Wochen wiederholt neue Rekord aufgestellt werden konnten. In dieser Woche verzeichnet das zweitstärkste Land nichtsdestotrotz ein Bitcoin-Handelsvolumen von 8,76 Mio. US-Dollar.

In der letzten Woche im April ist das russische P2P-Handelsvolumen wiederum um 7,5 % abgefallen, was die Kluft zu Nigeria vergrößert hat. In dieser Woche kommt Russland trotzdem auf 7,81 Mio. US-Dollar an gehandelten Bitcoin und bleibt damit auf dem dritten Platz.

Venezuela kann mit leichtem Plus den vierten Platz weiter verteidigen, wobei hier seit Februar schon zum zweiten Mal die 5 Mio. US-Dollar Marke geknackt werden kann.

Der Bitcoin-Handel in Britischen Pfund schafft es in der letzten Woche knapp über die 4 Mio. US-Dollar Marke, während China (3,87 Mio. US-Dollar), Kolumbien (3,06 Mio. US-Dollar) und Indien (2,87 Mio. US-Dollar) die nachfolgenden Plätze belegen.

US-Pentagon entwickelte Kriegsspiel: Mit BTC gegen das Establishment

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Auf einigen der derzeitigen Proteste in den Vereinigten Staaten gab es Polizeibrutalität, weshalb Demonstranten auch gewalttätig wurden. Eine Publikation hat nun Informationen über ein Kriegsspiel des Pentagon aufgedeckt, das im Jahr 2018 entwickelt wurde und auf unheimliche Weise Ähnlichkeiten mit den aktuellen Ereignissen aufweist.

Laut einem Artikel vom 6. Juni von The Intercept heißt es in Dokumenten, dass das Pentagon der Vereinigten Staaten ein Spiel namens “2018 Joint Land, Air and Sea Strategic Special Program (JLASS)” entwickelt hat. In diesem werden die Leute der Generation Z, also diejenigen, die ab Mitte der 90er Jahre geboren wurden in Bitcoin (BTC) für ihre Bemühungen belohnt, eine Rebellion oder, wie es in dem Spiel heißt: “Zbellion”, zu beginnen.

Die Spieler in den fiktiven Vereinigten Staaten in den Jahren um 2020 erhalten Geld für Angriffe auf Zielkonzerne, Finanzinstitutionen sowie politische und gemeinnützige Organisationen, die “das Establishment” in der Kryptowährung unterstützen.

In dem Dokument heißt es: “Zbellion verwendet Softwareprogramme, um alle Einnahmen zu waschen, durch die letztendlich Landeswährungen in Bitcoin konvertiert werden”. Dabei werden “kleine, unterhalb der Schwelle liegende Spenden” an “würdige Empfänger” gemacht, wie etwa Mitglieder, die die Angriffe durchführen oder in finanzieller Not sind.

Ähnlichkeit mit der Realität des Jahres 2020

Obwohl dieses Spiel im Jahr 2018 entwickelt worden sein soll, also noch vor der Coronavirus-Pandemie und dem Autoritarismus von Trump und seinen Anhängern im Kongress, ähnelt die Hintergrundgeschichte des Spiels den gegenwärtigen Ereignisse. Und einige Leute sehen sich bereits dazu veranlasst, zu Kryptowährungen überzugehen.

In JLASS ist von Regierungen die Rede, die “fehlerhafte oder irreführende Informationen auf offizielle Webseiten stellen, um die Bürger zu verwirren und Misstrauen zu erzeugen”. Die Bürger würden daraufhin das Vertrauen in traditionelle Informationsnetzwerke verlieren. Das Szenario deckt sich mit den Versuchen Trumps, soziale Netzwerke zu nutzen, um die Wahrheit zu vertuschen.

Unterdessen beginnt die Zbellion mit Kundgebungen und Protesten, die “Ungerechtigkeit und Korruption aufdecken” sollen. Überall im Land kommen derzeit Menschen in den Großstädten zusammen und demonstrieren für Gerechtigkeit für den Polizistenmord an dem Afroamerikaner George Floyd. 

Bitcoin als Mittel zum Protest

In der Realität ist es nicht nur die jüngste Generation, die aufgrund von “Unruhe und Unsicherheit” zu Krypto übergeht.

Cointelegraph berichtete, dass Bitcoin ein Werkzeug für Demonstranten jeden Alters gegen Finanzinstitutionen sein kann. Ein Krypto-YouTuber zog sogar nach Saipan, um der von ihm vorhergesagten “totalitären Tyrannei” in Amerika zu entgehen.

Stellschraube Geld – Wie Bitcoin im Kampf gegen Rassismus helfen kann

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Im Zuge der jüngsten Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt haben der Binance Geschäftsführer Changpeng Zhao und der Buchautor Isaiah Jackson Bitcoin (BTC) als mögliche Form des friedlichen Protests ins Gespräch gebracht.

Jackson, der das Buch „Bitcoin & das schwarze Amerika“ verfasst hat, erklärte am 4. Juni gegenüber Cointelegraph, dass wirtschaftliche Kraft eine wichtige Stellschraube im Kampf gegen Rassismus ist, wobei Kryptowährungen hier eine tragende Rolle zukommen könnte.

In diesem Zusammenhang weist er auf die unübersehbare Diskrepanz zwischen den Vermögen weißer und schwarzer Menschen in den USA hin, die durch Sklaverei und Rassismus bedingt ist. Zusätzlich würden Afro-Amerikaner oftmals von der Teilhabe am Finanzsystem ausgeschlossen, indem sie von Banken und Finanzdienstleistern diskriminiert werden. Allerdings braucht es diese wirtschaftliche Teilhabe zwingend, allein schon damit schwarze als gleichwertig wahrgenommen werden. So meint Jackson:

„[…], wenn wir keine Wirtschaftskraft haben, dann schenkt die Polizei unseren Gemeinden schlicht keine Wertschätzung, dann schenkt sie uns Schwarzen keine Wertschätzung. Wir werden gar nicht erst als Menschen wahrgenommen und das ist das Problem.“

Die Kryptobranche könnte hier womöglich Abhilfe schaffen, da weder Kryptowährungen noch die Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) von zentralen Organisationen kontrolliert werden, was gleichsam bedeutet, dass allen Menschen die Teilhabe offensteht.

Jackson lehnt Spenden für den Kampf gegen den Rassismus zwar nicht ab, meint jedoch, dass es tiefergehende Investitionen braucht, die vor allen Dingen den kleinen und mittelständischen Unternehmen der schwarzen Bevölkerung helfen, damit diese sich dadurch selbst ermächtigen kann. Kapital sieht der Buchautor dementsprechend als einen viel entscheidenderen Hebel als bloße Proteste:

„Wie geht man mit Unterdrückern um? Meiner Ansicht nach gibt es nur zwei Wege, entweder über das Geld oder mit Gewalt. Ich finde, dass Geld der bessere Ansatz ist.”

Für den guten Zweck

Die Demonstrationen in den USA und auf der ganzen Welt haben das Interesse an Kryptowährungen in den letzten Tagen befeuert.

In mehreren Städten wurden Schilder gesichtet, die zum Kauf von Bitcoin aufforderten. Im vergangenen August hatte Cointelegraph darüber berichtet, dass im Zuge der Proteste in Hongkong die dortigen Unternehmen zunehmend auf Kryptowährungen umgestiegen sind.

Allerdings sollte darauf geachtet werden, ob etwaige Spenden auch wirklich der Sache dienen. Mindestens ein betrügerisches Projekt versucht bereits, aus den Demonstrationen Kapital zu schlagen.

Jackson verweist deshalb auf wohltätige Organisationen wie BitGive und GiveBitcoin: „Es wäre toll, wenn sie sich mit Black Lives Matter zusammentun oder sogar mit lokalen Gruppen.“