Lachs auf der Kette: Norwegischer Hersteller baut auf IBM-Blockchain

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Dass die Blockchain-Technologie für Transparenz und Vertrauen steht, gilt bei Anhängern der Technologie als unbestritten. Im Bereich der Nachverfolgung von Lieferketten beweist das die steigende Beliebtheit der Food-Trust-Plattform von IBM. Die norwegische Lachsfarm Kvarøy Arctic ist nun ebenfalls auf den IBM-betriebenen Blockchain-Zug aufgesprungen.

Der norwegische Lachshersteller Kvarøy Arctic ist dem IBM-Food-Trust-Netzwerk beigetreten. Mit Hilfe der Blockchain-basierten Lieferkettenlösung möchte das Unternehmen das Vertrauen in die eigenen Produkte fördern.   

Kvarøy Arctic beliefert verschiedene Supermärkte und Restaurants in den USA und Kanada. Die Norweger geben an, dass die Nachfrage nach frischen Meeresprodukten insbesondere in den Vereinigten Staaten rapide zugenommen hat. Laut IBM soll der Beitritt zur Lebensmittel-Blockchain dabei helfen, dem höheren Bedarf nach Lach gerecht zu werden. Raj Rao, IBM Food Trust General Manager, sagt hierzu:

IBM Food Trust stellt die Instrumente bereit, die für die branchenübergreifende Zusammenarbeit und für Maßnahmen zur Erhaltung und Pflege unserer globalen Fischerei benötigt werden, während gleichzeitig die Integrität der Lieferketten für Meeresfrüchte geschützt wird.

Raj Rao

Informationen vorerst nur für Geschäftskunden

Geschäftskunden von Kvarøy Arctic können künftig einen QR Code scannen, um Informationen zur Herkunftsgeschichte des Lachses zu erhalten. Dazu zählen etwa Videos, Bilder und andere Daten zu den Lachsfarmen des norwegischen Herstellers. Die Kunden sollen derart von den hohen Tierschutzstandards überzeugt werden, die Kvarøy Arctic nach eigenen Angaben bei der Produktion einhält.

Das norwegische Unternehmen kooperiert ferner mit dem Futterproduzenten BioMar. Dadurch sollen künftig auch Produktionsdaten zum verwendeten Futter, dem Zeitpunkt der Lachsernte, den Produktionsbedingungen sowie den Transportwegen auf der IBM–Blockchain verfügbar sein. Hierzu Alf-Gøran Knutsen, CEO von Kvarøy Arctic:

Blockchain ist die Zukunft, wenn es darum geht, Betrug in der Fischereiindustrie zu beenden. [….]

Für die Zukunft ist ebenfalls eine App für Endverbraucher geplant. Auch sie soll über die Qualität und Nachhaltigkeit des Lachses Rechenschaft ablegen.

Food-Trust-Blockchain wächst

IBM startete das Food-Trust-Netzwerk bereits im Jahr 2018. Wenige Jahre später kann die Blockchain-Plattform bereits 300 Teilnehmer verbuchen, die ihre Lebensmitteldaten über das Netzwerk zur Verfügung stellen.

Espen Braathe vom europäischen Management von Food Trust gab dabei gegenüber Forbes an, dass mit einem steigenden Lebensmittelpreis auch die Betrugsgefahr zunehmen würde. Falsche Herstellerangaben ließen sich also vor allem bei Luxusgütern finden. Insbesondere hier erscheint es deshalb lohnenswert, mit Hilfe der Blockchain für Transparenz zu sorgen.

Folglich ist es kaum verwunderlich, dass neben Kvarøy Arctic auch das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods bereits dem IBM-Netzwerk beigetreten ist. Der Konzern möchte mit Hilfe der Blockchain Lieferketten von Jakobsmuscheln aus dem Atlantik nachverfolgen.

IBM bietet im Übrigen auch jenseits der Lebensmittelindustrie Blockchain-Lösungen für das Tracking von Lieferketten.

Chinesische Walmart-Tochter wird zum Blockchain-Pionier

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VeChain verpartnert sich mit der Walmart-Tochter Sam’s Club. Gemeinsam will man Lebensmittel auf der Blockchain abbilden. Doch der Erfolg ist ungewiss.

Die Walmart-Tochter Sam’s Club vermeldete eine Partnerschaft mit den Blockchain-Experten von VeChain (VET). Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Lieferketten für Lebensmittel auf der Blockchain abbilden, und dadurch für höhere Transparenz sorgen. Unterstützung für das Projekt kommt ferner von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC., die sich seit geraumer Zeit im Blockchain Space engagieren. So erreichte uns im Januar dieses Jahres etwa die Nachricht, dass das Big-Four-Unternehmen das Blockchain-Audit-Start-up Chainsecurity übernimmt.

Der Einsatz der Blockchain–Technologie im Supply-Chain-Management hat meist das Ziel, die Herkunft sowie Produktzyklen von Lebensmitteln nachvollziehbar zu machen. Da Einträge auf der Blockchain immutable, also unveränderlich sind, schafft die Technologie Vertrauen in die Integrität von abgelegten Daten. Nutzer können etwa mit Apps den gesamten Lieferweg des Nahrungsmittels nachvollziehen und feststellen, ob etwa Kühlketten unterbrochen wurden.

Mit einer Reihe von Sensoren will das Unternehmen die Dateneinspeisung automatisieren; abrufbar sind diese dann per QR Code. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die VeChain am 2. Juni lanciert hatte.

Sam’s Club ist ein in verschiedenen Ländern aktiver Großhandel für Lebensmittel. Ähnlich wie hierzulande Metro verlangt auch Sam’s Club eine Mitgliedschaft, die nur Gewerbetreibende erhalten können. Die Partnerschaft mit VET könnte unterdessen auch mit Expansionsbestrebungen von Sam’s Club im Zusammenhang stehen. Denn zu den bereits bestehenden 26 Geschäften in China sollen bis Ende 2022 15 bis 20 weitere hinzukommen. Bereits heute zählt der Großhandel 2,5 Millionen registrierte Kunden im Reich der Mitte.

Eine Blockchain-Lösung unter vielen

Die Achillesferse der sogenannten Blockchain–Technologie war bisher fehlende Standardisierung. Die Liste der Projekte, die mehr oder weniger genau das gleiche versprechen, ist ebenso lang wie verworren. So gibt es neben VeChain Konkurrenzprodukte von IBM, Hyperledger sowie diverse Smart-Contract–Plattformen wie Ethereum (ETH) oder TRON (TRX), die mehr oder weniger den selben Anwendungsfall bedienen. Early Adopter wie Sam’s Club laufen daher Gefahr, in ein Projekt zu investieren, das in ein paar Jahren nicht mehr auf dem Markt ist. Denn bei den Komplexität von internationalen Lieferketten dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich der Markt auf ein standardisiertes Verfahren geeinigt hat.

Zuletzt hatte BTC-ECHO über Bestrebungen seitens VeChain berichtet, eine digitale Krankenakte auf Blockchain-Basis zu entwicklen. Gemeinsam mit I-Dante wollte man Ordnung in die mitunter chaotische Bürokratie von Corona-Testergebnissen bringen. Derzeit wird das Verfahren in einer zypriotischen Klinik getestet.

Pornhub holt sich Boost aus dem Bitcoin-Ökosystem

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BitClave gehört zu den Unternehmen, die zur ICO-Boomphase Ende 2017 viele Millionen von Investoren einsammeln konnten. Nun kommt die Rechnung: Die US-Wertpapieraufsicht SEC fordert einen zweistelligen Millionenbetrag gegen das bereits operativ gescheiterte Krypto-Start-up zurück.

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, kurz SEC) hat gestern, am 28. Mai, Anklage gegen das Blockchain-Unternehmen BitClave PTE Ltd. mit Sitz in San Jose, Kalifornien, wegen der Durchführung eines nicht registrierten Initial Coin Offerings (ICO) angekündigt. BitClave erklärte sich bereit, die Gebühren durch die Rückzahlung der Erlöse aus dem Angebot und die Zahlung zusätzlicher finanzieller Erleichterungen zu begleichen. Die Gelder aus dem Entschädigungsfonds sollen den Investoren zugutekommen.

Die kurze Erfolgsgeschichte von BitClave

Das Krypto-Start-up BitClave dürfte sinnbildlich für viele Krypto-Start-ups stehen, die zur richtigen Zeit in 2017 viel Geld durch ein ICO einsammeln konnten, ohne es aber letztlich zu schaffen, einen kommerziell erfolgreichen Use Case von dem vielen Geld aufzubauen. Laut Anordnung der SEC hat BitClave von Juni bis November 2017 durch den Verkauf seiner Consumer Activity Tokens (CAT) an circa 9.500 Investoren, darunter auch Investoren in den USA, über 25 Millionen US-Dollar eingenommen.

Die Anordnung stellt fest, dass BitClave, wie in seinen Angebotsunterlagen erläutert, plante, die ICO-Einnahmen zur Entwicklung, Verwaltung und Vermarktung einer blockchainbasierten Suchplattform für gezielte Verbraucherwerbung zu verwenden. BitClave unterstrich seine Erwartung, dass die Token an Wert gewinnen würden, und unternahm Schritte, um die Token nach dem ICO für den Handel auf Krypto-Handelsplattformen verfügbar zu machen.

Die Regulierungs-Falle hat zugeschnappt

Damit hat BitClave nach US-Gesetz Token verkauft, die als Wertpapiere bei der SEC hätten registriert werden müssen. Viele ICOs hatten gehofft mit ihren Token nicht unter das Wertpapiergesetz zu fallen. Die SEC sieht das anders und stellt in ihrer Verfügung fest, dass BitClave es versäumt hat, ihre Angebote und Verkäufe von CAT, die Wertpapiere darstellten, zu registrieren. Man hat CAT inzwischen von vielen Krypto-Börsen entfernt. Auch ist BitClave derzeit dabei, seinen Betrieb einzustellen und plant nicht, die Plattform weiterzuentwickeln.

Ohne die Feststellungen der SEC zuzugeben oder zu dementieren, stimmte BitClave der Zahlung von 25.500.000 US-Dollar, Verzugszinsen in Höhe von 3.444.197 US-Dollar und einer Strafe von 400.000 US-Dollar zu.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg: Wie man mit Geld mehr Geld macht

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Libra, die geplante Kryptowährung aus dem Hause Facebook, ist als Stable Coin konzipiert. Neue Informationen zeigen, wie der Zuckerberg-Konzern daraus Profit schlagen will.

Libra oder der „Facebook-Coin“ ist ein umstrittenes Projekt. Die geplante Kryptowährung, die als Stable Coin Verwendung im internationalen Zahlungswesen finden soll, stieß bei Behörden wie bei Datenschützern auf Stirnrunzeln. Zwei Fragen, die sich unweigerlich aufdrängen, sind: Ein privates Milliardenunternehmen, das für seinen freizügigen Umgang mit Kundendaten bekannt ist, soll eine allgemein verwendbare Währung herausgeben – kann das gut gehen? Und: Warum hat Facebook ein so großes Interesse daran, das zu tun? Auf letztere Frage gibt es nun eine (wenig überraschende) Antwort.

Facebook will mit Libra abkassieren

Wie aus einer Abschrift einer Facebook-Shareholder-Versammlung hervorgeht, wurde Mark Zuckerberg am Mittwoch gefragt, welchen finanziellen Vorteil das Libra-Projekt für Facebook haben solle.

Zuckerberg antwortete darauf, dass er davon ausgehe, dass die Kryptowährung Werbung auf Facebook effektiver machen könne. Dabei zielt er vor allem auf Unternehmen ab, die auf Facebook Werbung schalten – sie sollen durch Libra mehr Kunden erreichen können, wodurch wiederum der Anteil, den Facebook davon bekommt, größer werden soll.

Hier sei vor allem die Möglichkeit vielversprechend, dass Nutzer, die Werbung auf Facebook bekommen, die Produkte auch direkt mit der integrierten Kryptowährung Libra bezahlen können. Das wiederum steigere den Wert der Werbeplätze, für die bei Facebook keine Preise festgesetzt sind. Vielmehr können sich Unternehmen diese ersteigern.

Das bedeutet letztlich auch, [….], dass, wenn wir den Handel für Unternehmen effektiver gestalten [….] und jemand auf Werbung klickt, auch viel eher etwas kauft, weil er tatsächlich auch eine Zahlungsmöglichkeit hat, die funktioniert. Dann wird es prinzipiell auch für Unternehmen interessanter, mehr dafür zu bieten und wir sehen für die Werbung insgesamt steigende Preise.

Mark Zuckerberg

Insgesamt betonte der Facebook-Chef darüber hinaus, dass er davon ausgehe, dass Libra „eine großartige Sache für Menschen auf der ganzen Welt“ sei.

Ich glaube es wird alles in allem der Wirtschaft helfen. Wir werden dazu in der Lage sein, am Wertschöpfungsprozess teilzunehmen, indem wir höhere Preise auf Werbung setzen, wenn Unternehmen [unsere] Tools nutzen.

Mark Zuckerberg

Mehr zum „Zuck-Buck“

Libra war ursprünglich als Stable Coin konzipiert, der seinen Wert aus verschiedenen Währungen wie Euro, japanischer Yen, US-Dollar und ähnlichen beziehen sollte. Nachdem es dann jedoch internationale Kritik gehagelt hatte, ruderte der Facebook-Schwesterkonzern zurück. Zu Beginn des Jahres hatte das Unternehmen dann den Kurs gewechselt und verkündet, dass es stattdessen mehrere gesonderte Stable Coins herausgeben will. Doch auch hier stieß das in der Schweiz gemeldete Unternehmen auf Gegenwehr – vor allem die US-Börsenaufsicht meldete Zweifel ob der regulatorischen Klarheit des Projektes an.

Stellar-Stiftung steckt eine halbe Million US-Dollar in SatoshiPay

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Neben einer Krypto-basierten Micropayments-Lösung hat sich SatoshiPay ebenfalls mit einer Plattform für grenzübergreifende B2B-Zahlungen hervorgetan. Die Stellar Development Foundation würdigt dieses Engagement nun mit einem saftigen Investment.

Die Stellar Development Foundation hat ein Investment in den Krypto-Bezahldienst SatoshiPay bekannt geben. Das FinTech-Unternehmen mit Sitz in London und Berlin ist eines der ältesten Teilnehmer am Stellar-Netzwerk. Die Zuwendung in Höhe von 500.000 US-Dollar erfolgte in Stellar Lumens (XLM), der Kryptowährung hinter der Blockchain-Plattform für Finanztransaktionen.

Die Stiftung hinter Stellar gab ihre neuerliche Investition in einer Pressemitteilung bekannt, die BTC-Echo vorliegt. Denelle Dixon, ihr CEO und Executive Director, bekundete dort eine anhaltende Unterstützung für SatoshiPay:

Als eines der ersten Unternehmen auf Stellar hat SatoshiPay demonstriert, wie diese Technologie Innovationen ermöglicht, indem sie das Netzwerk nutzt, um eine wachsende Plattform für sofortige globale Zahlungen zu schaffen. Ihre Anwendungsbeispiele sprechen für Skalierbarkeit , Nachhaltigkeit und Wachstumschancen für Unternehmen, die auf dem Netzwerk aufbauen. Wir sind stolz darauf, ihr Wachstum mit dieser Investition zu unterstützen.

Die Stiftung hatte zuvor bereits zwei mal in SatoshiPay investiert.

SatoshiPay setzt auf B2B-Zahlungssstem

SatoshiPay bietet eine Reihe von Dienstleistungen an, die allesamt auf die technische Infrastruktur des Stellar-Netzwerks zurückgreifen. Erste Beachtung erhielt das Unternehmen für die Bereitstellung eines Blockchain-basierten Systems für Micropayments, das  bei der Monetarisierung von Texten und anderem Digital-Content Verwendung findet. Das Micropayments-System bearbeitete bereits Zahlungen im Wert von 650.000 US-Dollar, die von über 200.000 Benutzerkonten in Auftrag gegeben wurden. Die firmeneigene Solar Wallet erfreut sich ebenfalls steigender Beliebtheit, sie kann 25.000 Downloads verbuchen.

Daneben engagiert sich SatoshiPay auch im B2B-Bereich. Dort lancierte es eine Stellar-basierte Blockchain-Lösung für grenzübergreifende Zahlungen. Da derartige Transfers in den nächsten Jahren massiv an Bedeutung gewinnen sollen, verortet auch der SatoshiPay CEO Meinhard Benn hier für sein Unternehmen das größte Wachstumspotenzial:

Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage nach sofortigen B2B-Zahlungen und der reifenden Blockchain-Technologie, die eine Revolution im Zahlungsverkehr ermöglicht, glauben wir, dass wir durch unser bewährtes, skalierbares Blockchain-Geschäftsmodell einen Vorsprung haben.

Benn brachte ferner seine Dankbarkeit gegenüber der Stellar Development Foundation zum Ausdruck. Die Stiftung war und bleibt für SatoshiPay demnach ein „wesentlicher Partner.“

Stellar verspricht Revolution des Zahlungsverkehrs

SatoshiPay ist indessen nicht das einzige Projekt, das an Stellar teilnimmt. Schließlich verfügt das dezentrale Netzwerk für transnationale Transaktionen bereits über vier Millionen Benutzerkonten. Folglich gibt es noch eine Reihe weiterer interessanter Krypto-Initiativen, die auf dieses Netzwerkprotokoll zurückgreifen.

Kooperation mit US-Exchange Gemini: Samsung bleibt auf Bitcoin-Kurs

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Samsung und Gemini kooperieren: Nordamerikanische Besitzer ausgewählter Samsung Smartphones können ab sofort die integrierte Hardware Wallet für das Bitcoin Trading auf Gemini verwenden.

Samsung sorgte 2019 für Furore im Krypto-Versum, als der Tech-Konzern die Blockchain-Unterstützung für ausgewählte Smartphones angekündigt hat. Der Blockchain Key Store dient als Hardware Wallet für die Verwaltung von Kryptowährungen. Eine Kooperation mit der US-amerikanischen Bitcoin-Börse Gemini ermöglicht es nordamerikanischen Galaxy-Besitzern nun, den Blockchain Keystore direkt für das Bitcoin-Trading zu verwenden.

Krypto ist nicht nur eine Technologie, es ist eine Bewegung. Wir sind stolz darauf, mit Samsung zusammenzuarbeiten, um das Versprechen von Krypto, mehr Wahlmöglichkeiten, Unabhängigkeit und Chancen für mehr Menschen auf der ganzen Welt zu schaffen. Jetzt können Samsung Blockchain Wallet-Kunden Krypto auf Gemini auf einfache, elegante und sichere Weise kaufen

kommentiert Tyler Winklevoss, Gemini-CEO, Bitcoin-Wal und Zuckerberg-Busenfeind die Kooperation in der zugehörigen Pressemitteilung.

Neben dem Kauf und Verkauf von Kryptowährungen über Gemini haben die Nutzer der Samsung Wallet ferner die Möglichkeit, ihre Krypto-Assets im Cold Storage von Gemini zu verwahren.

Boost für die Bitcoin-Adaption

Was aus Sicht der Bitcoin-Adaption durchaus positiv zu werten ist, kommt indes nicht ohne Wermutstropfen daher. So können fürs erste nur Nutzer aus den USA und Kanada die Gemini Wallet mit ihrem Samsung Smartphone verknüpfen. Darüber hinaus unterstützt der Samsung Blockchain Key Store von Samsung bislang nur eine Handvoll Kryptowährungen: Bitcoin (BTC), Ethererum (ETH und ERC-20 Token), Tronix (TRON).

Für den Gemini Deal dürfte der letze Aspekt zunächst kein Problem darstellen. Die US-amerikanische Bitcoin-Börse listet im Vergleich zu ausländischen Exchanges nur wenige Kryptowährungen: Neben Bitcoin (Cash), Litecoin und Ethereum lassen sich nur einige ERC-20 Token auf der Exchange gegen US-Dollar handeln:

  • BTC/USD
  • ETH/USD
  • LTC/USD
  • BCH/USD
  • ZEC/USD
  • OXT/USD
  • BAT/USD
  • LINK/USD
  • DAI/USD

Dieser Umstand ist vor allem der harschen Haltung der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission gegenüber Krypto-Assets zu verdanken. Diese führt seit geraumer Zeit einen regelrechten Kreuzzug gegen Krypto-Projekte, allen voran Initial Coin Offerings (ICO) durch. So schätzt die Behörde die meisten Token als registrierungspflichtige Wertpapiere ein, weshalb ICO-Veranstalter US-amerikanische Investoren in der Regel ausschließen.

Neben Verstößen gegen das Wertpapiergesetz sind ICOs auch wegen des hohen Anteils an betrügerischen Projekten ein Dorn im Auge. Die SEC ging sogar soweit, eine Website einzurichten, wo man sich an einem vermeintlichen ICO beteiligen kann. Statt des beworbenen „Howeycoins“ erhalten jene, die auf den Fake hereinfallen, eine Lektion in Sachen DYOR.

Minecraft trifft auf Bitcoin-Welt: Integration von Blockchain-Plug-In

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BitClave gehört zu den Unternehmen, die zur ICO-Boomphase Ende 2017 viele Millionen von Investoren einsammeln konnten. Nun kommt die Rechnung: Die US-Wertpapieraufsicht SEC fordert einen zweistelligen Millionenbetrag gegen das bereits operativ gescheiterte Krypto-Start-up zurück.

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, kurz SEC) hat gestern, am 28. Mai, Anklage gegen das Blockchain-Unternehmen BitClave PTE Ltd. mit Sitz in San Jose, Kalifornien, wegen der Durchführung eines nicht registrierten Initial Coin Offerings (ICO) angekündigt. BitClave erklärte sich bereit, die Gebühren durch die Rückzahlung der Erlöse aus dem Angebot und die Zahlung zusätzlicher finanzieller Erleichterungen zu begleichen. Die Gelder aus dem Entschädigungsfonds sollen den Investoren zugutekommen.

Die kurze Erfolgsgeschichte von BitClave

Das Krypto-Start-up BitClave dürfte sinnbildlich für viele Krypto-Start-ups stehen, die zur richtigen Zeit in 2017 viel Geld durch ein ICO einsammeln konnten, ohne es aber letztlich zu schaffen, einen kommerziell erfolgreichen Use Case von dem vielen Geld aufzubauen. Laut Anordnung der SEC hat BitClave von Juni bis November 2017 durch den Verkauf seiner Consumer Activity Tokens (CAT) an circa 9.500 Investoren, darunter auch Investoren in den USA, über 25 Millionen US-Dollar eingenommen.

Die Anordnung stellt fest, dass BitClave, wie in seinen Angebotsunterlagen erläutert, plante, die ICO-Einnahmen zur Entwicklung, Verwaltung und Vermarktung einer blockchainbasierten Suchplattform für gezielte Verbraucherwerbung zu verwenden. BitClave unterstrich seine Erwartung, dass die Token an Wert gewinnen würden, und unternahm Schritte, um die Token nach dem ICO für den Handel auf Krypto-Handelsplattformen verfügbar zu machen.

Die Regulierungs-Falle hat zugeschnappt

Damit hat BitClave nach US-Gesetz Token verkauft, die als Wertpapiere bei der SEC hätten registriert werden müssen. Viele ICOs hatten gehofft mit ihren Token nicht unter das Wertpapiergesetz zu fallen. Die SEC sieht das anders und stellt in ihrer Verfügung fest, dass BitClave es versäumt hat, ihre Angebote und Verkäufe von CAT, die Wertpapiere darstellten, zu registrieren. Man hat CAT inzwischen von vielen Krypto-Börsen entfernt. Auch ist BitClave derzeit dabei, seinen Betrieb einzustellen und plant nicht, die Plattform weiterzuentwickeln.

Ohne die Feststellungen der SEC zuzugeben oder zu dementieren, stimmte BitClave der Zahlung von 25.500.000 US-Dollar, Verzugszinsen in Höhe von 3.444.197 US-Dollar und einer Strafe von 400.000 US-Dollar zu.

TradeLens wächst um größten privaten Hafenbetreiber Indiens

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Adani Ports und Special Economic Zone Limited (SEZ) will bei der Verwaltung seiner Hafenanlagen künftig auf die Blockchain-Technologie setzen. Hierfür ist der größte private Hafenbetreiber Indiens nun der Handelsinitiative TradeLens beigetreten.

Zehn Häfen in sechs indischen Bundesstaaten, 45 Anlegeplätze, zwölf Container-Terminals – die Eckdaten von Adani Ports & SEZ stellen die heimischen Häfen in Hamburg oder Wilhelmshaven ohne Weiteres in den Schatten. Gleichzeitig deuten sie auf den gigantischen Verwaltungsaufwand des größten privaten Hafenbetreibers Indiens.

Dass die manuelle Abwicklung des Riesengeschäftes anfällig für Fehler ist, musste das Unternehmen zuletzt während anhaltenden Corona-Pandemie erfahren. Nun zieht Adani Ports seine Lehren – und setzt auf Blockhain-Technologie.

Wie die indische Wirtschaftszeitung The Hindu Business Line an diesem Mittwoch, den 27. Mai berichtet, ist der Hafenbetreiber hierfür eine Partnerschaft mit Maersk und IBM eingegangen. Künftig soll die Verwaltung der Häfen nicht mehr händisch, sondern über die Blockchain-Plattform TradeLens laufen. So könnten bald beispielsweise Rechnungen, Frachtbriefe und Zolldokumente vollautomatisch zwischen den unterschiedlichen Handelspartnern ausgetauscht werden. Dies soll nicht nur für schnellere und sichere Abwicklung der Lieferketten, sondern zugleich auch für enormes Sparpotential sorgen.  

Eine Studie der dänischen Unternehmensberater Qbis etwa geht davon aus, dass beteiligte indische Handelsunternehmen, die die Häfen nutzen, dank automatisiertem Dokumentverkehr und transparenten Lieferketten künftig bis zu 240 Millionen US-Dollar sparen könnten.

Auch in der Unternehmenszentrale von der Muttergesellschaft Adani Group im indischen Ahmedabad wird man sich freuen: Zwar liegt die einer von Qbis errechneten Einsparquote bei lediglich zwei Prozent. Da der Hafenbetreiber jedoch knapp Viertel indischen Containerwesens abwickelt, dürfte bei Adani Ports & SEZ die Kasse gehörig klingeln.  

Möglich würden solche Effizienzgewinne durch kürzere Lieferzeiten und seltenere Verzögerungen. Mithilfe des digitalen Verwaltungssystems könnten beispielsweise zuständige Zollbehörden notwendige Dokumente statt weniger Tage bereits bis zu drei Wochen vor der Lieferung empfangen.

TradeLens wächst und wächst

Nicht zuletzt dürfte es sich bei der Digitaloffensive von Adani Ports jedoch auch um einen strategischen Schritt handeln. Seit längerem wirbt das Unternehmen sowohl mit der Nachhaltigkeit seines Geschäfts als auch mit transparenten Lieferketten. Das dürfte sich mit dem Blockchain-Einsatz jetzt noch weiter verbessern.

Indes zählt die im Jahr 2018 gegründete Plattform mit Adani Ports nun über weltweit 160 Mitglieder. Zu diesen gehören unter anderem Häfen, Logistik- und Finanzdienstleister. Zu den jüngsten Mitgliedern des von Maersk und IBM angestoßenen Projekts gehören neben dem indischen Konzern die indonesische Reederei Salam Pacific Indonesia Lines sowie die britische Standard Chartered Bank. Auch die ukrainischen Zollbehörden testen die Software zur Stunde.

So kann man Marktstimmungen für Bitcoin-Investments nutzen

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Postera Capital, Verwalter des weltweit ersten regulierten Krypto-Fonds, hat das Berliner FinTech Augmento übernommen. Aus alternativen Stimmungsdaten aus dem Bitcoin-Kosmos sollen sich künftig quantifizierbare Handelsstrategien ableiten lassen.

Für strategische Platzierungen von Investments am Markt von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ist eine sichere Datengrundlage unabdingbar. Dies gilt umso mehr, wenn hohe Summen in Krypto-Anlageprodukte fließen. Das Investitions– und Beratungsunternehmen für Kryptoassets und Blockchain Postera Capital hat nun die Datenanalysefirma Augmento übernommen, um professionellen Anlegern quantitative Handelsstrategien für Bitcoin & Co. an die Hand zu geben.

Das Interesse von institutionellen Investoren an Kryptowährungen wie Bitcoin ist ungebrochen. Insbesondere Krypto–Hedgefonds erfreuen sich dabei als Anlagevehikel zunehmender Beliebtheit, wie der jüngste Bericht von Wirtschaftsprüfer PWC belegt. Mit der Integration von Krypto-Assets in die Portfolios professioneller Investoren steigt aber auch die Nachfrage nach datengestützten Anlegerstrategien. Gerade im noch jungen und dynamischen Bitcoin-Markt fehlt es dabei oftmals an zuverlässigen Indikatoren, an denen man Investments ausrichten kann.

KI-Daten auf Blockchain-Basis für Bitcoin-Anlegerstrategien

Mit der Übernahme des Berliner FinTechs Augmento stellt Postera Capital ihren Kunden nun diese Daten bereit. Das von Augmento entwickelte KI-gestützte Analysetool soll künftig die Beratung entsprechender Handelsstratiegen aufwerten. Nicolas Biagosch, Partner von Postera Capital, erklärt:

Augmento hat eine einzigartige KI-Lösung entwickelt, die quantitative Daten darüber liefert, was im kollektiven Bewusstsein des Krypto-Markts geschieht. Augmento wird uns dabei unterstützen, unsere Strategien mit Hilfe von Echtzeit-Marktsentiments noch weiter zu optimieren.

Das Analysetool des Blockchain-Start-ups Augmento bedient sich alternativer Daten und fängt so Stimmungbarometer im Bitcoin-Kosmos ein. So werden „Emotionen und Diskussionsthemen aus Online-Nachrichten und den sozialen Medien“ mittels algorithmischer Verfahren gefiltert, heißt es in der schriftlichen Mitteilung. Daraus lassen sich bestimmte Marktdynamiken gewinnen und auf Grundllage dessen Handelsstrategien ableiten.

Michael Baumgartner, CEO und Mitgründer von Augmento, ergänzt:

Wir konnten zeigen, dass die Psychologie der Masse einen enormen Einfluss auf Krypto-Märkte hat und es wurde klar, dass sich dies auch in Zukunft nicht ändern wird. Emotionen wie Angst oder Euphorie in Echtzeit zu quantifizieren, hilft Investoren, bessere Strategien zu entwickeln und Risiken zu reduzieren.

Augmentos Stimmungsdaten-Tool soll die Beratung und das Portfoliomanagement von Postera Capital im Bereich Blockchain und Kryptoassets künftig ergänzen und Bitcoin-Anlegern hinsichtlich ihrer Investmentplatzierungen untertützen. Postera Capital hat sich nicht zuletzt durch den weltweit ersten regulierten Krypto-Fonds, Crypto I, unter Anlegern etabliert. Der Fonds wurde 2018 von der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) genehmigt und unterliegt den europäischen Richtlinien. 

Tokenisierung: Musikdienst eMusic startet Token-Programm für Künstler

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Im digitalen Musikgeschäft gelten die Künstler allgemeinhin als Verlierer. Denn auf Plattformen wie Spotify sacken Plattenlabels und andere Vermittler einen Großteil der Lizengebühren ein. Das Musikportal eMusic möchte dies nun ändern. Mit Hilfe der Blockchain und eines eigenen Tokens.

Der digitale Musikdienst eMusic hat den Start eines eigenen Krypto-Tokens samt zugehöriger Blockchain-Plattform lanciert. Das Unternehmen gibt an, mit Hilfe des eMU-Token eine „einmalige Gelegenheit“ für den Aufbau eines „nachhaltiges Musik-Ökosystem zum Nutzen von Künstlern, Fans und Musikdiensten“ geschaffen zu haben. Insbesondere Künstler sollen durch die Plattform mehr von ihren Tantiemen behalten können.

In der zugehörigen Pressemitteilung vom 26. Mai übte der eMusic-Präsident Tamir Koch deshalb Kritik an den Abläufen im digitalen Musikgeschäft. Das Token-Projekt der langjährigen Branchenveterane sei als Reaktion auf diese problematischen Trends anzusehen:

Engagierte Künstler erhalten einen Bruchteil der Tantiemen, während Mittelsmänner ein immer größeres Stück vom Kuchen abbekommen und die führenden Dienste weiterhin Verluste machen. Der eMU-Token ist nun da, um den Musikvertrieb neu zu erfinden. Er schafft ein brandneues kommerzielles Modell, das auf einem fairen Ausgleich und einem transparenten Geldfluss zwischen Fans, Künstlern und Musikdiensten beruht.

eMusic verspricht Künstlern 50 Prozent der Lizenzgebühren

Mit Hilfe der Blockchain möchte eMusic das Musikgeschäft dezentralisieren. Indem die Künstler ihre Musik selbstständig auf der Plattform hochladen, lassen sich die herkömmlichen Vermittlungsinstanzen umgehen. Als Konsequenz sollen Künstler 50 Prozent der Tantiemen für sich behalten können.

Durch den eMU-Token erhalten Künstler zudem einen besseren Überblick über ihre Hörerschaft. Der Token selbst kann dabei über die Bitcoin-Börse Bibox erworben werden. Der Basispreis beträgt 0,39 US-Dollar. EMusic garantiert, dass mit einem Token in jedem Fall mindestens ein Lied erworben werden kann. Der ERC-20-Token ist allerdings vorerst nur für Käufer jenseits der USA verfügbar.

Die Blockchain-Plattform bietet den Künstlern ferner eine Reihe an Fan Engagement Features. Treue Musikliebhaber sollen dabei etwa für das Hören von Musik oder das Verfassen von Kommentaren und Reviews mit eMU-Token belohnt werden. Künstler können mit Hilfe der Plattform ebenfalls Crowd-Funding-Kampagnen starten. Dadurch erhalten Fans die Möglichkeit, beispielsweise die nächste Tour ihres Lieblingskünstlers mit HIlfe der eMu-Token zu finanzieren.

Sorgt die Tokensierung für frischen Wind im Musikgeschäft?

Dass das digitale Musikgeschäft von wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten geprägt ist, gilt nicht umsonst als Binsenweisheit. Das dezentrale Wertversprechen Blockchain-basierter Bezahlmodelle verfügt in dieser Branche folglich über disruptives Potenzial. Dass dem so ist, beweist nicht nur eMusic sondern etwa auch der Online-Marktplatz Zora. Künstler können dort unter anderem limitierte Tonträger anbieten, die als digitale Token abgebildet sind.

Der Grammy-Gewinner DJ Rac ist einer der ersten Zora-Nutzer. In einem Interview gab er an, dass sich die Unterhaltungsindustrie im Ganzen in einem „Transitstadium“ hin zur Blockchain-Technologie befände.