Twitter-CEO Dorsey: Vom Masseur zum Messenger-Mogul

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Kaum jemand anderes steht gleichermaßen für den Gründergeist des Silicon Valley wie für den Krypto-Kosmos wie der Twitter-Gründer Jack Dorsey. Ein Blick zurück.

Wie sehe der Krypto-Kosmos wohl ohne Twitter aus? Schwer vorstellbar, ist die Plattform schließlich – mit Ausnahme von Reddit – der Ort, an dem das ganze Spektrum von sachlichen Analysen, über krude Kommentare bis hin zu wirren Wortgefechten ungefiltert aufeinander prallen. Dass sich die komplexe Informationsflut der Jetztzeit in nur 240 Zeilen mitteilt, ist einer Person zu verdanken: Jack Dorsey.

Aller Anfang ist schwer

Das Licht der Welt erblickte Jack Patrick Dorsey am 19. November 1976. Aufgewachsen in St. Louis, Missouri, begeisterte er sich bereits früh für die fabelhafte Welt der Kodierung. Im zarten Alter von 14 Jahren hat Dorsey ein Open-Source-Programm zur Versandlogistik entwickelt, das bis heute von Taxi-Unternehmen genutzt wird. Nicht unwahrscheinlich, dass sich bereits zu diesem Zeitpunkt ein grundlegendes Interesse für dezentrale Technologien gelegt hat, das ihn Jahre später zum erklärten Bitcoin-Fan machen sollte.

Nachdem Dorsey sein Glück als Masseur und Fashion Designer sowie in diversen Studiengängen nicht finden wollte, schmiss er in bester Self-Made-Manier sein Studium und landete letztlich über den Umweg New York in Oakland, Kalifornien. Dort sollte er zunächst weiter an der Programmierung von Logistiksystemen arbeiten.

Der Durchbruch: Twitter

Inspiriert durch den Instant Messenger von AOL und dem sozialem Netzwerk Livejournal, kam Dorsey um die Jahrtausendwende die Idee zu einem webbasierten Echtzeit-Nachrichtenticker: Twitter. Von der Idee bis zur Umsetzung dauerte es jedoch noch einige Jahre. Erst 2006 gründete Dorsey gemeinsam mit Biz Stone und Evan Williams das Unternehmen, welches fortan die Nachrichtenwelt auf den Kopf stellen sollte.

Mit Square für die Bitcoin-Adaption

2008 kehrte er dem Unternehmen zumindest vorübergehend als CEO den Rücken und widmete sich einem neuen Herzensprojekt: Square. Das FinTech hat sich rasch zum Big Player im Bereich Mobile-Payment-Apps gemausert. Spätestens hier tritt Dorseys Affinität für Kryptowährungen zu Tage. 2017 wurde Bitcoin als Bezahlmittel in die Square Cash App integriert und in diesem Jahr das Dollar-Cost-Avering für Bitcoin eingeführt.

Seit 2015 ist der Krypto-Entrepreneur schließlich auch wieder als CEO auf der Chefetage von Twitter anzutreffen. Von sich reden macht Dorsey seither immer wieder mit entschiedenen Pro-Bitcoin-Äußerungen. Seit letztem Jahr ist der Ex-Masseur stolzer Betreiber einer Bitcoin Full Node und hat zudem erklärt, mittels Square Bitcoin zur globalen Internetwährung zu verhelfen.

Buterin und Winklevoss-Zwillinge kritisieren „Zensur“ durch Twitter – Blockchain als Alternative?

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Der Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin und die beiden Gründer der Kryptobörse Gemini, Tyler und Cameron Winklevoss, haben sich gegen die Einflussnahme von Twitter im politischen Diskurs ausgesprochen und verweisen auf die Blockchain-Technologie als alternatives neutrales Kommunikationsmedium.

„Ich habe in der Vergangenheit wiederholt darauf hingewiesen, wie Konzerne immer mehr auf Regierungen einwirken und jetzt zensiert Twitter sogar den US-Präsidenten wegen Aufrufes zur Gewalt“, wie Buterin am 29. Mai auf Twitter schreibt.

Dahingehend ergänzt er: „Das ist die nächste große Eskalationsstufe in der Beziehung zwischen Wirtschaft und Staat.“

Steint des Anstoßes war ein Tweet von US-Präsident Donald Trump, in dem sich dieser am 28. Mai zu den Protesten im US-Bundesstaat Minnesota äußerte. Die Proteste stehen vor dem Hintergrund des von der Polizei getöteten Afro-Amerikaners George Floyd. Trump droht nun, gegebenenfalls die Nationalgarde einzuschalten, sollten die Proteste nicht aufhören.

Kurz darauf legte er in einem weiteren Tweet nach, den Twitter letztendlich sperrte, weil dieser vermeintlich gegen die Nutzungsbedingungen des sozialen Netzwerks verstößt. So schrieb Trump:

„Diese SCHWEINE beschmutzen das Andenken an George Floyd und das werde ich nicht zulassen. Ich habe eben mit Gouverneur Tim Walz gesprochen und habe ihm zugesagt, dass er notfalls das Militär an seiner Seite hat. Sollte es weitere Schwierigkeiten geben, dann werden wir dafür sorgen, dass wir die Kontrolle zurückgewinnen. Sobald geplündert wird, fallen die ersten Schüsse. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit!“

Buterin mahnt zur Aufmerksamkeit

Der Tweet und die anschließende Zensur durch Twitter regten Buterin zu den eingangs genannten Kommentaren an. Diese Gedanken führte er in weiteren Einträgen fort, indem er meinte: „Dies ist ein bedeutender Schritt, der weitreichende Konsequenzen haben könnte, weshalb wir jetzt ganz aufmerksam sein sollten.“

In diesem Zusammenhang stellte Buterin klar, dass er Aufrufe zur Gewalt keinesfalls befürwortet. Stattdessen fordert er vielmehr ein besseres, Blockchain-basiertes Kommunikationssystem, „das auf organischem und neutralem Weg Anreize hervorbringt, die positive Inhalte belohnen“.

Darüber hinaus stellt Buterin fest, dass einflussreiche Politiker ohnehin immer große öffentliche Aufmerksamkeit genießen werden, völlig unabhängig, welche Kommunikationswege sie wählen.

Winklevoss-Zwillinge wittern Zensur

Zudem unterzieht Twitter die Einträge des US-Präsidenten seit neuestem einem Faktencheck, was ebenfalls für viel Aufsehen sorgte. Dies stößt auch Cameron Winklevoss, dem Mitgründer der Kryptobörse Gemini, sauer auf. So meint er am 29. Mai: „Stellt euch mal vor, euer Telefonanbieter würde eure Telefongespräche oder E-Mails einem Faktencheck unterziehen!“

Cameron Winklevoss schlägt in dieselbe Kerbe, indem er ein Zitat aus dem Buch „Die Farm der Tiere“ von George Orwell abwandelt und damit auf die Parteiergreifung des sozialen Netzwerks hindeutet: „Alle Tweets sind gleich, aber manche sind gleicher als die anderen.“

Twitter-Aktivität um Bitcoin & Co. spiegelt Aufteilung des Kryptomarktes wider

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Es scheint völlig logisch, dass Bitcoin (BTC) von allen Kryptowährungen am meisten in den sozialen Medien diskutiert wird, wobei die Rolle als Marktführer wohl noch schwerer wiegt als angenommen, denn wie neue Daten zeigen, ist die Beliebtheit von Bitcoin auf Twitter direkt proportional zum Marktanteil der führenden Kryptowährung.

Bitcoin beherrscht den Markt und Twitter

So belief sich die Anzahl an Twitter-Einträgen für Bitcoin am 26. Mai auf 26.778 Tweets, während die Altcoins Ether (ETH), XRP, Litecoin (LTC), Tezos (XTZ), EOS (EOS) und Chainlink (LINK) am selben Tag zusammen auf 13.000 Tweets kamen.

Von den knapp 40.000 Tweets entfallen also ca. 68 % auf Bitcoin, was nahezu der Marktkapitalisierung der führenden Kryptowährung entspricht, die zurzeit bei 65,7 % liegt.

Die Marktkapitalisierung beschreibt dem Gesamtwert aller vorhandenen Kryptowährungen, wobei der prozentuale Anteil an dieser Kennzahl als „Marktanteil“ der jeweiligen Kryptowährung gesehen werden kann. Bitcoin war dabei nicht immer so stark wie jetzt, denn obwohl 2018 der eigene Marktanteil von 32 % ebenfalls führend war, entsprach dies nicht wirklich einer Marktherrschaft.  

Das proportionale Verhältnis von Marktanteil und Tweet-Zahlen ist umso erstaunlicher, da es nicht nur Bitcoin betrifft, sondern auch die alternativen Kryptowährungen bzw. Altcoins. So kommt ETH, die zweitgrößte Kryptowährung mit einem Marktanteil von 8,4 % auf 17 % der Tweets, während die mit 8 % Marktanteil drittplatzierte XRP auch bei den Tweets mit 3,5 % auf Platz 3 landet.

Cryptocurrency Twitter mentions and number of users

Twitter-Einträge zu den verschiedenen Kryptowährungen. Quelle: TheTIE

Seit dem Crash im März befindet sich Bitcoin auf Twitter wieder im Höhenflug, wohingegen die Altcoins auf mehrjährige Tiefstände abgefallen sind.

BCH und BSV im Hintertreffen

Dieses Bild wird noch deutlicher bei Betrachtung der beiden alternativen Bitcoin-Versionen. Bitcoin Cash (BCH) kommt mit 1,7 % Marktanteil nur auf 2,6 % der Tweets vom 26. Mai und Bitcoin SV (BSV) verzeichnet mit 1,4 % Marktanteil lediglich 0,2 % der Tweets.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, liegt BCH im Vergleich zum „großen Bruder“ BTC aktuell fast wieder auf einem Rekordtief. Auch was die Hashrate angeht, also die verfügbare Rechenleistung für das Mining einer Kryptowährung, ist Bitcoin unter den drei „Geschwistern“ klar in Führung. So kommt BTC auf knapp 80 Trillionen Hashes pro Sekunde (H/s), während BCH und BSV auf 3,9 Trio. bzw. 1,7 Trio. H/s kommen.  

Bitcoin zieht auf Twitter derweil schon weitere Kreise, denn nicht nur, dass sie im Zuge des Halvings einen deutlichen Anstieg an Aktivität in dem sozialen Netzwerk verzeichnet hat, sondern auch Harry Potter Autorin J.K. Rowling sorgte hier zuletzt für rege Diskussionen um die marktführende Kryptowährung.

Twitter-CEO tritt für Grundeinkommen ein, Krypto könnte Wegbereiter sein

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Jack Dorsey, der Geschäftsführer von Twitter und Zahlungsdienst Square, will 5 Mio. US-Dollar an Humanity Forward spenden. Die Non-Profit-Organisation wurde vom ehemaligen Präsidentschaftskandidaten und Krypto-Befürworter Andrew Yang gegründet und soll helfen, das Bedingungslose Grundeinkommen (Universal Basic Income) in den USA politisch zu etablieren.

Seine Spendenabsicht legte Dorsey dementsprechend am 21. Mai im Podcast von Andrew Yang offen. So meinte der Twitter-Gründer in diesem Zusammenhang, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen „schon längst überfällig“ wäre. Allerdings wäre es nur möglich, den politischen Widerstand durch Fallstudien und praktische Experimente in diese Richtung aufzuweichen.

Gegenüber dem Rolling Stone gab Yang bekannt, dass Humanity Forward die Spende von Dorsey deshalb dafür nutzen wolle, um jeweils 250 US-Dollar an US-Bürger zu verschenken, die im Zuge der Corona-Krise ihre Arbeit verloren haben oder in finanzielle Not geraten sind.

Corona-Hilfen als Testlauf für Grundeinkommen?

Im Rahmen seines Wahlprogrammes hatte Yang ursprünglich ein Bedingungsloses Grundeinkommen vorgeschlagen, das jedem (!) amerikanischen Bürger monatlich einen festen Grundbetrag ausbezahlt hätte. Obwohl sich Yang mit dieser Forderung nicht durchsetzen konnte, wird dieser Gedanke in zeitlich begrenzter Form bereits Realität, denn wegen der Corona-Krise hat die US-Regierung an weite Teile der Bevölkerung Einmalzahlungen in Höhe von 1.200 US-Dollar gemacht.

Die meisten Leistungsempfänger haben ihre Einmalzahlungen schon im April erhalten, während Amerikaner im Ausland das Geld erst im Mai bekommen haben. Für vier Millionen Menschen steht die Zahlung sogar noch gänzlich aus. Darüber hinaus gibt es noch weitere spürbare Probleme bei der Abwicklung der Corona-Hilfen. Sollte ein Bedingungsloses Grundeinkommen also irgendwann Realität werden, braucht es womöglich alternative Wege zur Verteilung der Gelder.

Krypto und Blockchain könnten Wegbereiter sein

Andrew Yang hat in der Krise über Humanity Forward inzwischen 2 Mio. US-Dollar an Menschen in Not vergeben. Obwohl er als Befürworter von Krypto und Blockchain gilt, setzt seine eigene Plattform die Technologien bisher noch nicht als Mechanismus zur Verteilung von Geldern ein.

Allerdings schicken sich andere Organisationen an, Blockchain-basierte Systeme für die Verteilung eines Bedingungslosen Grundeinkommens zu entwickeln.

Wie Cointelegraph am 20. Mai berichtet hatte, hat zum Beispiel die Non-Profit-Organisation GoodDollar eine Krypto-Wallet auf den Markt gebracht, die auf Grundlage der Blockchain-Technologie entsprechende Zahlungen abwickeln kann.  

Auch die Non-Profit-Organisation Hedge for Humanity, die hinter der Kryptowährung Manna steckt, arbeitet zurzeit an einem Blockchain-System zur Distribution von Grundeinkommen. In diesem Zusammenhang will die Organisation demnächst eine Verlosung durchführen, bei der die Gewinner ein einjähriges Grundeinkommen von 100 US-Dollar in Form der Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) oder Dai (DAI) ausgezahlt kriegen.

Bitcoin (BTC): Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling löst Twitter-Beben aus

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J.K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Romane, hat auf Twitter nach einer Erklärung für Bitcoin (BTC) gefragt. Was folgte, war ein Krypto-Twitter-Beben par excellence.

J.K. Rowling hat ein kleineres Twitter-Beben ausgelöst. Sie hatte lediglich nach einer Bitcoin-Erklärung gefragt und über 5.000 Antworten bekommen. Es begann alles mit einem Tweet von Leigh Cuen. Die Coindesk-Autorin zwitscherte am 15. Mai, dass sie „aus Glückseligkeit sterben“ würde, wenn J.K. Rowling sie auf Twitter anpinge.

Die Harry-Potter-Autorin gab sich dann auch die Ehre und fragte nach einer Erklärung für Bitcoin.

Ich verstehe Bitcoin nicht. Bitte erkläre es mir.

J.K. Rowling

Die Krypto–Twitter-Elite ließ nicht lange auf sich warten. Alsbald ließ es sich Ethereum-Gründer Vitalik Buterin nicht nehmen, die Sache technisch-nüchtern zu erklären.

Es [Bitcoin] ist eine digitale Währung. Es gibt rund 18 Millionen Einheiten davon. Es wird nicht von irgendetwas abgesichert, es ist einfach nur wertvoll, weil es ist [was es ist], ähnlich wie Sammlerobjekte.

Es gibt ein Netzwerk von Computern (dem jede*r beitreten kann) das ein dezentrales globales […] Register aufrecht erhält, das darüber Buch führt, wie viel Coins jede Person hat.

Vitalik Buterin

Krypto-Trader Alex Kruger versucht es demgegenüber mit dem sarkastisch-unverständlich-humoristischen Ansatz und führt ein editiertes Southpark-Video zur Bitcoin-Erklärung an. (Und setzt dabei einen wohlgezielten Seitenhieb auf Arthur Hayes, der sich aktuell vor Gericht verantworten muss).

J.K. Rowling bekommt Bitcoin-Erklärung im Harry-Potter-Stil

Das Bitcoin Magazine versucht sich in einem Erklärungsversuch, der an das Harry-Potter-Universum angelehnt ist.

Stell dir vor, dass Voldemort das Zaubereiministerium nicht infiltrieren könnte und Harry nicht in die Gringotts Bank eindringen könnte und Hauselfen lediglich mit einer Internet-Verbindung mit der Weltwirtschaft der Zauberei interagieren könnte.

Bitcoin Magazin

Neeraj K. Agrawal bringt diese Aussage auf den Punkt.

Alex Saundners schafft es dann schließlich doch noch, die Bitcoin-Erklärung auf den Punkt zu bringen:

Bitcoin ist einfach digitales Geld, bei dem Nutzer des Netzwerks anstatt einer Bank oder einer Regierung die Kontrolle haben. Das bedeutet, dass alle allen Geld senden können und es dadurch fairer, günstiger, schneller, privater und inklusiver macht. Niemand kann mehr [davon] drucken, was es auch zu einem besseren Wertspeicher macht.

Alex Saundners

ConsenSys schafft es schließlich, den Spagat zwischen der Harry-Potter- und der Bitcoin-Welt zu vollziehen. Das Unternehmen twittert:

Bitcoin ist digitales Geld. Es wird von einer Blockchain verwaltet, was wie ein globaler sprechender Hut ist – mit dem Unterschied, dass jede*r sehen kann, wie er funktioniert. Genauso wie der Hut macht auch die Blockchain keine Fehler. Manche Leute glauben, es sei Magie. Aber es sind einfach nur Protokolle. Blockchains sind hier die wahre Geschichte, auf die man achten sollte.

ConsenSys

Was bleibt?

Was vom JK-Rowland-Bitcoin–Twitter-Beben bleibt, ist offenbar größtenteils Verwirrung. Ganz überzeugt scheint die Autorin nicht zu sein.

Daraufhin betrat auch noch Elon Musk die Bitcoin-Erklärungs-Bühne. Er ergänzte, dass das „magische Internetgeld“ doch eine ganz gute Alternative zum traditionellen Notenbankgeld sei.

Anschließend zeichnete sich das Bild einer unreifen Krypto–Twitter-Gemeinschaft, empört darüber, dass J.K. Rowling Bitcoin nicht verstehe. Resigniert schrieb sie letztlich:

Das hat alles nur als Witz begonnen, aber nun fürchte ich, dass ich nie mehr in der Lage sein werde, mich bei Twitter einzuloggen, ohne, dass jemand böse darüber ist, dass ich Bitcoin nicht verstehe. Eines Tages werdet ihr eine runzelige alte Frau sehen, die versucht, ein Harry-Potter-Buch gegen eine Kartoffel zu tauschen. Seid nett. Sie versuchte, es zu verstehen.

J.K. Rowling

Trotz aller Bemühungen – Bitcoin bleibt für J.K. Rowling unverständlich

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Harry Potter Autorin J.K. Rowling hatte die Twitter-Community vor einigen Tagen darum gebeten, ihr die Kryptowährung Bitcoin (BTC) zu erklären, was wiederum eine massive Resonanz aus der Krypto-Community ausgelöst hat.

„Das Ganze war eigentlich ein Scherz, aber inzwischen kann ich mich wohl nie wieder bei Twitter anmelden, ohne, dass jemand sauer wird, weil ich keine Bitcoin besitze“, wie Rowling die Flut an Rückmeldungen am 15. Mai kommentierte. Dahingehend ergänzte sie mit einem Augenzwinkern: 

„Eines Tages werdet ihr in der Fußgängerzone eine schrumpelige alte Oma treffen, die versucht ein Harry Potter Buch gegen eine Kartoffel einzutauschen. Seid dann bitte nett. Sie hat doch versucht, es zu verstehen.“

Die Krypto-Community bemüht sich

Stein des Anstoßes war am 15. Mai ursprünglich ein Tweet der Journalistin Leigh Cuen, woraufhin Rowling um eine Erklärung zu Bitcoin gebeten hatte. Dies trat wiederum eine regelrechte Lawine an Antworten und Erklärungsversuchen los, unter die sich auch mehrere namhafte Persönlichkeiten der Kryptobranche mischten.  

Darunter zum Beispiel der Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin, der eine kurze und knappe Erklärung lieferte, und Bitcoin-Buchautor Saifedean Ammous, der seiner Kollegin eine Ausgabe seines Buches anbot. Die ehemaliger Forbes-Redakteurin Laura Shin verwies Rowling auf eine Folge ihres Podcasts, in der sie die Funktionsweise der Kryptowährung näher erläutert.

Der Krypto-YouTuber Ivan on Tech scherzte derweil, dass die Harry-Potter-Autorin jetzt womöglich neidisch ist, dass sie noch nicht in Bitcoin investiert hat.  

Selbst der prominente Tesla-Gründer Elon Musk meldete sich zu Wort, wobei er darauf verwies, dass Bitcoin dank der inflationären Geldpolitik der Zentralbanken immer attraktiver wird. Allerdings macht ihn das noch nicht zum Fürsprecher der Kryptowährung, denn im gleichen Atemzug betonte er, dass er bisher trotzdem nur 0,25 BTC besitzt.  

Rowling gibt auf

Nach einer Vielzahl an Erklärungsversuchen der Twitter-Muggel entgegnete Rowling, dass diese vielmehr zu ihrer Verwirrung beigetragen hätten, weshalb sie nur noch Bahnhof versteht.

Obwohl die Bemühungen der Twitter-Community, der einflussreichen Autorin den heiligen Gral der Kryptobranche näher zu bringen, scheinbar fehlgeschlagen sind, bedankte sich diese nichtsdestotrotz für die Bemühungen:

„Gott segne jeden von euch, der versucht hat, mir ernsthaft Bitcoin zu erklären, als ob ich es verstehen würde, wenn ihr es nur einfach genug erklärt. Sowas ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich kann und werde Bitcoin nie verstehen, aber ich finde toll, dass ihr an mich glaubt.“

Am Tag danach, also am 16. Mai, blickte die Autorin nochmals darauf zurück, was sie mit ihrem unschuldigen Tweet angerichtet hatte:

„Guten Morgen, alle zusammen! Die Leute in meiner Timeline bezeichnen sich gegenseitig als Idioten und eine JK Rowling Fake-Account hat Bitcoin gekauft. Und wie läuft euer Samstag bisher so?“

Die Kryptobranche ist insgesamt noch relativ jung, weshalb es jedes Mal große Aufmerksamkeit auslöst, wenn eine bekannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens Bezug auf Bitcoin und Co. nimmt. Allein daran ist schon zu erkennen, dass die Branche noch einen weiten Weg vor sich hat, was die Annahme im Mainstream angeht.

Adam Singer kritisiert Bitcoin-Community vor Halving als „sektenähnlichen Kult“

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Inmitten der Euphorie um das Bitcoin-Halving und die starke Kursentwicklung der marktführenden Kryptowährung hat Adam Singer zum Rundumschlag gegen die Kryptobranche ausgeholt.

„Bitcoin ist vom kreativen Wirtschaftsexperiment zum sektenähnlichen Kult für Möchtegern-Investoren geworden, die sich das Ende der Welt herbeiwünschen“, so Singer am Donnerstag auf Twitter.

Dahingehend ergänzt er, dass die vermeintlichen Bitcoin-Jünger allesamt „Rund-um-die-Uhr ein und dasselbe Kursdiagramm betrachten und jedes Mal in Jubelstürme ausbrechen, bei denen selbst Jordan Belfort neidisch werden würde, sobald ihr Anlageprodukt 5 % nach oben gegangen ist“. Womit Singer auf den berühmtberüchtigten „Wolf of Wall Street“ anspielt, der mit bürgerlichem Namen Jordan Belfort heißt.

Bitcoin vor Halving im Aufwind und in der Kritik

Im Vorfeld auf das Halving ist Bitcoin in den letzten Wochen stark gestiegen, was sowohl die Hoffnungen der Kryptobranche als auch der breiten Öffentlichkeit befeuert, was die zukünftige Kursentwicklung des Marktführers angeht. 

Laut Singer ist die Krypto-Community allerdings ein Tummelplatz für Trader, Trolle und Memes, wobei neue Marktteilnehmer lediglich Futter für die erfahrenen „Haie“ unter den Anlegern sind.

Der Marketing-Officer von Think3 gesteht immerhin zu, dass es in der Branche auch Unternehmen gibt, die auf Grundlage der Krypto-Technologie Anwendungen entwickeln, die einen tatsächlichen Mehrwert schaffen sollen. Allerdings hätten es diese oftmals schwer, im Schatten der Trader und Trolle die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen.   

„Diese Leute sollten ins Rampenlicht gestellt werden“, wie Singer meint. Und weiter: „Aber stattdessen gehen sie in der Masse der Kultjünger unter, die nicht mal einen Grundkurs in Wirtschaft bestehen würden.“

Kryptobranche ist nicht grundlegend schlecht

In einem nachfolgenden Twitter-Eintrag erklärt Singer seine Worte noch genauer. So gibt er an, dass er Bitcoin und die Kryptobranche nicht grundlegend ablehnt, sondern lediglich die Leute, die den Hype aufbauen und falsche Hoffnungen schüren.

Um seine Ansichten zu verdeutlichen, verfasste er weitere Tweets, aus denen seine Haltung zu Bitcoin abgeleitet werden kann. So fragte er in einem Beitrag, ob er einen Freibrief hätte, Bitcoin und deren Anhänger zu kritisieren, sobald er selbst in die Kryptowährung investiert.

„Es ist es schon fast wert, eine Einheit zu kaufen, damit sie endlich mal zuhören“, wie er in diesem Zusammenhang meint. „Ihr Marketing ist ziemlich schlecht, ich kann vielleicht helfen”, so Singer.

Wenn ein starker Kurs mit einem bedeutsamen Meilenstein wie dem Halving zusammenfällt, gibt es oftmals polarisierende Stimme von beiden Seiten. Morgan Creek Geschäftsführer Mark Yusko zeigt sich ähnlich überschwänglich wie Singer, jedoch im positiven Sinne. So prognostiziert er einen Kursanstieg auf über 100.000 US-Dollar bis zum nächsten Jahr.

Cointelegraph hat Singer um weitere Stellungnahme zu seinen Äußerungen gebeten, bei Redaktionsschluss jedoch noch keine Antwort erhalten.

IOTA arbeitet an neuem dezentralisierten Social-Media-Projekt

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Datenhacks auf Social-Media-Plattformen sind keine Neuheit. Globale Riesen, wie etwa Facebook, sind bekannt für ihre Datenschutzprobleme. Während Internetnutzer weltweit weiterhin auf klassische soziale Netzwerke, wie etwa Facebook und YouTube, zurückgreifen, entwickeln Leute aus der Branche weiterhin auf Datenschutz ausgelegte Alternativen, die auf Blockchains, wie etwa IOTA, aufbauen.

Society2 ist ein neues dezentralisiertes Social Media-Projekt. Kurz wird ein solches auch als DeSM-Projekt bezeichnet. Ziel dabei ist es, den Benutzern die Kontrolle über ihre Daten zurückzugeben und den Besitzern von IOTA-Knoten die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Social Media-Seiten oder -Anwendungen zu betreiben.

Bei der offiziellen Ankündigung der Initiative am 5. Mai erklärte Society2, dass dezentrale soziale Netzwerke im Mainstream bisher nicht stark genutzt werden. Daher hat das Team von Society2 begonnen, an einem IOTA-basierten DeSM-Rahmenwerk zu arbeiten. Damit soll ein neuer Standard für den Datenschutz, die Kontrolle und die Interoperabilität von Daten, die zwischen Social-Meda-Plattformen ausgetauscht werden, ermöglicht werden.

Ben Royce, der Leiter der Entwicklungsabteilung von Society2, sagte gegenüber Cointelegraph:

“Das Framework von SOCIETY2 unterscheidet sich stark von den bestehenden sozialen Netzwerken. Ein Besitzer eines IOTA-Knotens kann eine Social-Media-Webseite oder -Anwendung ganz einfach betreiben. Er muss lediglich eine Open-Source-Vorlage aus einem Menü herunterladen und kann diese anpassen oder einfach übernehmen.”

Society2-Nutzer: Tausch von Daten gegen IOTA

Society2 verspricht einen Social-Media-Datenschutz und -Kontrolle, die es für Social-Media-Nutzer bisher noch nicht gab. Society2 plant im Rahmen dieser Initiative, Social-Media-Nutzern die Möglichkeit zu geben, das gewünschte Maß an Datenschutz explizit selbst zu wählen. Dabei werden gebührenfreie Mikrozahlungen in der Kryptowährung IOTA (MIOTA) als Belohnung verwendet.

Royce erläuterte, dass Society2 ausschließlich auf dem IOTA-Framework aufbauen werde. Die Plattform werde etwa mittels Peer-to-Peer-Mikrozahlungen in IOTA Nutzer dafür belohnen, dass sie Werbung auf Society2 sehen. “Wenn Sie Anzeigen erhalten und auf einige Ihrer Informationen preisgeben möchten, erhalten Sie einen Teil der Einnahmen des Eigentümers des IOTA-Knotens, der eine bestimmte Webseite oder App betreibt”, so Royce.

Er erklärte dazu:

“IOTA ist die einzige Währung, die im SOCIETY2-Framework unterstützt wird. IOTA ist der technologische Kern des SOCIETY2-Frameworks, weil er am besten zu unseren Anwendungen passt. Neben der Skalierbarkeit und der Möglichkeit, Nachrichten sicher zu versenden, ermöglicht IOTA gebührenfreie P2P-Mikrozahlungen.”

Society2 plant dezentralisiertes Social-Media-Framework für Twitter

Neben der Implementierung der Kryptowährung IOTA als Basiswährung, mit der das System arbeitet, will Society2 seine Plattform auf der Distributed-Ledger-Technologie von IOTA aufbauen. Das Projekt wird auf IOTA Streams aufbauen. Dieses Framework dient kryptographischen Anwendungen und wird von der IOTA Foundation entwickelt. Insbesondere soll IOTA-Streams die Verschlüsselung und Verbreitung von Social-Media-Inhalten ermöglichen. Außerdem will Society2 die Dezentralisierte Identitätstechnologie von IOTA einsetzen.

Nach dem offiziellen Start des Projekts und der Lancierung der Webseite in dieser Woche erwartet Society2, bis zum 3. Quartal 2020 einen ersten Prototyp ihres DeSM-Systems liefern zu können. Dann wird die Plattform anhand des Feedbacks der Community angepasst, so Joseph Skewes, der Betriebsleiter des Projekts. Das Society2-Team gehört seit Jahren der IOTA-Community an und hofft, dass ihr Framework von Social-Media-Riesen, wie etwa Twitter, genutzt werden könnte, so Skewes. Er erklärte:

“Twitter finanzierte kürzlich ein unabhängiges Team namens bluesky, das im dezentralisierten Social-Media-Bereich einen Standard sucht, den Twitter selbst irgendwann nutzen könnte. Ein Rahmenwerk wie SOCIETY2 könnte zu einem geeigneten Kandidaten für eine solche Plattform werden.”

Der Twitter-CEO und -Gründer Jack Dorsey gab bekannt, dass das Unternehmen Ende 2019 ein spezielles Team eingerichtet habe, das einen dezentralen Standard für soziale Netzwerke entwickeln soll.

Society2 ist nicht die einzige Firma, die an Blockchain-Alternativen zum traditionellen Social-Media-System arbeitet. Im Oktober 2019 gaben David Gelernter, ein Informatikprofessor an der Yale, und Rob Rosenthal, ein ehemalige Goldman-Sachs-Mitarbeiter, bekannt, im Jahr 2020 ein neues Projekt lancieren zu wollen. Dabei soll eine Blockchain-Version von Facebook entwickelt werden.

Bitcoin: Könnte Warren Buffett alle im Umlauf befindlichen BTC kaufen?

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Mann Bitcoin Aktien

Bei der gegenwärtigen Größe von Bitcoin ist es möglich, dass eine einzige Person, theoretisch, die gesamten im Umlauf befindlichen BTC kaufen könnte.

Da Bitcoin noch relativ jung ist, ist der Markt rund um diese Marktkapitalisierung

‘ href=”https://decentralbox.com/bitcoin-glossar/marktkapitalisierung/”>Marktkapitalisierung von BTC mit dem Vermögen sehr wohlhabender Personen wie Warren Buffett vergleicht. Der amerikanische Investor ist nur knapp davon entfernt, jeden im Umlauf befindlichen BTC kaufen zu können – zumindest theoretisch.

Anthony Pompliano, der Mitbegründer und Partner von Morgan Creek Digital, war es, der diese Möglichkeit in einem kürzlichen Tweet ins Gespräch brachte. Er bezog sich auf den immensen Reichtum der Investmentlegende, als er twitterte: „Warren Buffett verfügt über 137 Milliarden Dollar. Das ist fast genug, um jeden Bitcoin, der im Umlauf ist, zu kaufen.“

Obwohl dies theoretisch passieren könnte, würde es davon abhängen, dass jeder seine Bitcoin zum aktuellen Preis der Kryptowährung verkauft – eine Möglichkeit, die die Prinzipien von Angebot und Nachfrage ignoriert. Es dauerte nicht lange, nachdem Pomp die Aufmerksamkeit des CEO von Binance, Changpeng Zhao, erregte, der bezweifelte, dass eine solche Aktion Erfolg haben könnte:

„Hier trügt die Mathematik. Es ist nur wahr, wenn JEDER, der Bitcoin hält, bereit ist, zum aktuellen Preis zu verkaufen, was offensichtlich nicht stimmt, da es keine 21 Millionen BTC-Verkaufswand gibt. Leider wird Herr Buffet nur einen kleinen Teil der Bitcoins kaufen können, und das zu sehr hohen Preisen.“

Als Antwort stimmte Pomp zu, dass nur, weil Buffett genug Geld hat, es nicht bedeutet, dass er die Bitcoin auch tatsächlich bekommen kann. Ob der milliardenschwere Investor beabsichtigt, Bitcoin anzurühren, ist sehr unwahrscheinlich. Buffett ist für seine Skepsis gegenüber der führenden Kryptowährung bekannt. Er nannte Bitcoin einst „Rattengift zum Quadrat“ und eine „Illusion“.

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Dieser Artikel Bitcoin: Könnte Warren Buffett alle im Umlauf befindlichen BTC kaufen? erschien zuerst auf Decentralbox.

Twitter CEO Jack Dorsey über Whitepaper von Bitcoin – „Es ist Poesie“

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In einem Podcast-Interview mit dem Informatiker Lex Fridman hat Twitter Geschäftsführer Jack Dorsey den Projektentwurf von Bitcoin als „Poesie“ bezeichnet.

„Ich finde das Whitepaper von Bitcoin ist eine der wegweisendsten Schriften der Informatik in den letzten 20 bis 30 Jahren”, wie Dorsey am 24. April gegenüber Fridman meinte. „Es ist Poesie“, so der Twitter CEO.

Dorsey hat in der Kryptobranche Gewicht

Jack Dorsey, der neben seiner Tätigkeit als CEO von Twitter auch Geschäftsführer des Zahlungsdienstleisters Square ist, belegt im Cointelegraph Ranking der 100 einflussreichsten Personen der Kryptobranche Platz 11. Dies ist nicht nur auf seine Vormachtstellung in der Tech-Branche zurückzuführen, sondern auch darauf, dass Dorsey sich aktiv für die Weiterentwicklung von Bitcoin und Blockchain einsetzt.

In der Vergangenheit fand der Twitter Geschäftsführer immer wieder lobende Worte für die marktführende Kryptowährung, so verwies er 2019 in einem Interview mit Joe Rogan auf ein ganz besonderes Charakteristikum von Bitcoin: „Sie wurde im Internet geboren, im Internet entwickelt und im Internet getestet. Sie ist ein Kind des Internets.“  

Twitter CEO ist vom Bitcoin-Konzept begeistert

„Das Schönste an ihr ist, dass es keine Führungsperson gibt, die die Richtung vorgibt und es gibt gleichsam auch keinen Machthaber, der sie allein stoppen kann“, wie Dorsey seine Begeisterung im Interview mit Fridman begründet.

„Wir haben hier etwas, das völlig organisch gewachsen ist und mit festen Grundprinzipien konzipiert wurde“, was für ihn wiederum Anlass ist, das Whitepaper der Kryptowährung als Poesie zu bezeichnen.

Anfang April machte Dorsey mit einer großen Geste auf sich aufmerksam, als er 1 Mrd. US-Dollar seines Privatvermögens an Start Small spendete, einen Fonds zur Bekämpfung des Coronavirus.