Pantera Capital Mitgründer: „Regierungen sehen in Libra und Gram eine Bedrohung“

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Dr. Steven Waterhouse, einer der Mitgründer von Pantera Capital und der Geschäftsführer von Orchid (OXT), ist überzeugt, dass die amerikanische Regierung es auf jeden Fall verhindern wird, dass Privatunternehmen den US-Dollar ablösen.

In einem Interview, das noch vor der Meldung aufgezeichnet wurde, dass der Messenger-Dienst Telegram sein eigenes Krypto-Projekt gekippt hat, erklärte Waterhouse dementsprechend, dass die US-Regierung Kryptowährungen als Bedrohung für den US-Dollar sieht:

„Der Gedanke, dass irgendwelche Leute ihren eigenen Stablecoin basteln, den Millionen von Menschen über eine Plattform wie Facebook oder Telegram nutzen könnten, wäre eine potenzielle Bedrohung für die vorherrschende Zentralbankwährung. Natürlich werden die Aufsichtsbehörden da hellhörig. Und genau deswegen haben Facebook Libra und Gram so viel Gegenwind bekommen.“    

Die meisten Länder fahren dabei eine zweigleisige Strategie, um die Bedrohung durch Kryptowährungen abzuwehren. Einerseits unterbinden sie zunächst die Herausgabe dieser privaten Stablecoins, während sie andererseits schonmal an der Herausgabe einer eigenen Zentralbank-Digitalwährung arbeiten.

Durov hat seine Meinung exklusiv

Allerdings fand Dr. Waterhouse im Interview nicht nur unterstützende Worte für die Krypto-Projekte der Privatwirtschaft. So kritisiert er den Telegram Gründer Pavel Durov, der die USA zuletzt als Polizeistaat beschimpft hatte. In diesem Zusammenhang hatte Durov Unternehmensgründern aus Osteuropa auch davon abgeraten, ins Silicon Valley zu gehen. Dr. Waterhouse zeigt sich über diese Einschätzung verwundert:

„Ich lebe schon seit knapp 20 Jahren in San Francisco und bin im Silicon Valley gut vernetzt. Das ist das erste Mal, dass ich jemanden gehört habe, der meint, das Valley sei nicht der beste Ort, um ein Unternehmen zu gründen.“

Aus für TON: Telegram verabschiedet seine Blockchain-Pläne

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Der Messaging-Anbieter Telegram hat sein Blockchain-Projekt Telegram Open Network (TON) offiziell für gescheitert erklärt. Der Entscheidung ist ein Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC vorangegangen.

Telegram hat seine Blockchain-Ambitionen aufgegeben: Das Telegram Open Network (TON) wird eingestampft. Das verkündete Pavel Durov, der CEO des Messaging-Anbieters, am 11. Mai via Blogpost. Der Entscheidung ging ein Rechtsstreit mit der Securities and Exchange Commisson (SEC), der US-amerikanischen Börsen- und Wertpapieraufsichtsbehörde, voraus.

Zankapfel war dabei die geplante Kryptowährung Gram: Telegram hat mit dem Verkauf von SAFTs (Simple Agreement for Future Tokens) in zwei privaten Investitions-Runden über eine Milliarde US-Dollar eingenommen. Die Geldgeber sollten die Token zum Start des Netzwerks erhalten. Die SEC interpretierte den Deal als nicht registriertes Wertpapiergeschäft: Da der Wert der geplanten Kryptowährung Gram maßgeblich von der Arbeit Telegrams abhänge (vgl. Howey-Test), erfüllten sie den Charakter eines Wertpapiers – und hätten damit als solches angemeldet werden müssen. Das zuständige New Yorker Gericht folgte dieser Argumentationslinie der SEC.

Telegram zieht sich zurück – und warnt vor TON-Alternativen

Für Telegram-Chef Durov ist die Entscheidung indes alles andere als nachvollziehbar.

Leider hat ein US-Gericht TON verhindert. Wie? Stellen Sie sich vor, dass mehrere Leute ihr Geld zusammenlegen, um eine Goldmine zu bauen – und um später das Gold, das dabei herauskommt, zu teilen. Dann kommt ein Richter und sagt es den Minenbauern: „Viele Leute haben in die Goldmine investiert, weil sie auf Gewinne aus waren. Und sie wollten das Gold nicht für sich selbst, sondern sie wollten es an andere Leute verkaufen. Aus diesem Grund ist es Ihnen nicht erlaubt, ihnen das Gold zu geben“.

Wenn das für Sie keinen Sinn ergibt, sind Sie nicht allein – aber genau das ist mit TON (der Mine), ihren Investoren und Grams (dem Gold) passiert,

Telegram CEO Pavel Durov

schreibt Durov in seinem Abgesang auf TON, in dem er sich explizit von Versuchen Dritter distanziert, TON auch ohne den Segen der US-Wertpapieraufsichtsbehörde zu lancieren.

Ich schreibe diesen Beitrag, um offiziell bekannt zu geben, dass die aktive Beteiligung von Telegram an TON beendet ist. Sie sehen vielleicht – oder haben es bereits gesehen – Seiten, die meinen Namen oder die Marke Telegram oder die Abkürzung „TON“ verwenden, um für ihre Projekte zu werben. Vertrauen Sie ihnen nicht Ihr Geld oder Ihre Daten an. Kein gegenwärtiges oder ehemaliges Mitglied unseres Teams ist an einem dieser Projekte beteiligt.

Pavel Durov

Damit spielt Durov auf Projekte wie die Free TON Blockchain an, die das Open-Source-Projekt auch ohne die Mitwirkung von Telegram umsetzen möchten.

Telegram TON: Es ist aus!

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Nach längerem Kampf mit der amerikanischen Finanzaufsicht SEC hat Telegrams TON-Projekt nun offiziell das Handtuch geworfen. Pawel Durow, einer der Gründer des Projektes, ging mit einem dramatischen Artikel an die Öffentlichkeit. In diesem erklärte er nicht nur, warum es aus ist mit dem 1,7 Mrd. $ und damit 2. größten ICO in der Geschichte, sondern er weist auch auf die Abhängigkeit der Finanzwelt von den USA hin.

Durow erklärte, dass man nach 2,5-jähriger Arbeit ein bereits funktionierendes Produkt hatte, welches sich zeigen ließ. Am Ende scheiterte das Projekt jedoch an einem US-Gericht. Er erklärte die Entscheidung des Gerichts mit einer Analogie:

Stellen Sie sich vor, dass mehrere Leute ihr Geld zusammenlegen, um eine Goldmine zu bauen – und um später das Gold, das gefördert wird, aufzuteilen. Dann kommt ein Richter und sagt: “Diese Leute haben in die Goldmine investiert, weil sie auf Gewinn aus waren. Und sie wollten das Gold nicht behalten, sondern sie wollten es an andere Leute verkaufen. Aus diesem Grund ist es ihnen nicht erlaubt, das Gold zu bekommen.”

Genau dies soll bei TON der Fall sein. TON ist die Mine und der Gram-Token das Gold.

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Gericht entscheidet, dass Gram-Token nicht nur in den USA nicht verteilt werden können, sondern weltweit

Das Gericht rechtfertigte das globale Verbot damit, dass ein US-Bürger Mittel und Wege finden könnte auf das TON-Netzwerk zuzugreifen, obwohl der Handel in den USA selbst verboten ist. So sollte der Gram nirgends verteilt werden, auch wenn andere Länder damit einverstanden sind.

Wegen dieser Differenzen hat man das Projekt aufgegeben und entschieden die Entwicklungen zu stoppen.

Durow kritisiert, dass kein Land der Erde wirkliche Souveränität und die Hoheit über die nationalen Finanzen besitzt. Man kann zwar außerhalb von den USA den Präsidenten seines Landes wählen, kommt es jedoch zu Finanzen und Technologie, ist man von den USA abhängig. Die USA können durch ihre Kontrolle über den Dollar jede Bank oder jedes Konto auf dieser Welt herunterfahren. 96 % der Weltbevölkerung ist von den Entscheidungsträgern abhängig, die 4 % der Weltbevölkerung gewählt hat.

Durow endete den Artikel mit den Worten:

Am Ende dieses Artikels möchte ich all jenen Glück wünschen, die nach Dezentralisierung, Ausgewogenheit und Gleichheit in der Welt streben. Sie kämpfen den richtigen Kampf. Dieser Kampf ist vielleicht der wichtigste Kampf unserer Generation. Wir hoffen, dass ihr Erfolg habt, wo wir versagt haben.

Was mit den eingesammelten Geldern passieren wird, ist noch nicht ganz klar. In den letzten Wochen gab es viel Wirbel um das Projekt. Ursprünglich hieß es, Investoren kriegen auf Wunsch 72 % des Investments wieder zurück. Durch das plötzliche Aus werden sich die Bestimmungen wohl geändert haben. CryptoTicker wird berichten.

Telegram Offene Telegram Anwendung auf Handy
Telegram© Cryptoticker

Telegram gibt Telegram Open Network und GRAM-Token auf

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Laut einer Nachricht vom 12. Mai vom Telegram-CEO Pavel Durov will das Unternehmen sein Blockchain-Projekt Telegram Open Network (kurz TON) und den damit verbundenen GRAM-Token nach einem langen Ringen mit der US-Wertpapieraufsicht SEC aufgeben.

Hinweis: Der Artikel ist wird aktualisiert, wenn neue Informationen vorliegen.

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Telegrams Vorstoß in die Krypto-Welt war bislang nicht von Erfolg gekrönt. Anstelle einer eigenen Blockchain-Plattform und Kryptowährung muss sich der Messaging-Dienst mit Rechtsstreitigkeiten und enttäuschten Investoren herumschlagen – und kooperiert nun mit der Börsenaufsicht.

Der  Messaging-Anbieter Telegram hat sich im Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) zur Kooperation verpflichtet. Zuvor hatte die Börsenaufsichtsbehörde dem von Telegram für Oktober 2019 geplanten Start einer eigenen Blockchain-Plattform einen Riegel vorgeschoben. Als Stein des Anstoßes figurierte dabei der plattformeigene Gram-Token, der nach Meinung der SEC als Wertpapier einzustufen sei. Da Telegram keine entsprechende Genehmigung eingeholt hatte, unterband die Börsenaufsicht die Ausschüttung des Token – einen Gram-Vorverkauf aus dem Jahr 2018 stufte sie deshalb ebenfalls als rechtswidrig ein. In der anhaltenden gerichtlichen Auseinandersetzung um diesen Vorverkauf erklärte sich der Messaging-Anbieter nun bereit, alle relevanten Dokumente an die SEC weiterzuleiten.

Die neuerliche Einigung ist in einem Gerichtsdokument vom 8. Mai festgehalten. Telegram willigte im Rahmen einer gerichtlichen Voruntersuchung ein, alle Kommunikationsunterlagen und Bankdaten weiterzugeben, die mit dem Gram-Vorverkauf und der darauffolgenden Auflösung der Kaufverträge zusammenhängen. Die Übergabe der Daten soll klarstellen, wie viel Gelder Telegram durch den Vorverkauf einnahm. Die SEC möchte ebenfalls wissen, ob der Messaging-Dienst bereits Assets an Teilnehmer des Vorverkaufs ausschüttete.

Telegram verpflichtet sich ferner, die SEC über alle neuerlichen Änderungen an den Vorverkaufsverträgen in Kenntnis zu setzen. Der Messaging-Dienst war in den letzten Monaten bestrebt, eine Kompensationslösung für Gram-Investoren zu erarbeiten.

Telegram verspricht Treuebonus für geduldige Investoren

Da Telegram einen möglichen Konflikt mit den Behörden erahnt hatte, erteilte es den Teilnehmern des Gram-Vorverkaufs einen vertraglichen Kompensationsanspruch. Schon nach der ersten Verschiebung des Starttermins für das Telegram Open Network konnten Investoren deshalb 72 Prozent ihres Investments zurückerhalten. Zahlreiche Gram-Käufer entschieden sich damals gegen eine derartige Lösung.

Nachdem am 30. April die nächste Deadline für den Start der Blockchain-Plattform verstrichen war, ist die Geld-zurück-Option erneut auf dem Tisch. Der Messaging-Anbieter lockt geduldige Käufer jedoch mit einem weiteren Angebot. Wenn diese sich zu einem Verzicht auf die sofortige Auszahlung der 72 Prozent bereit erklären, sollen sie in einem Jahr 110 Prozent ihres ursprünglichen Investments zurückerhalten. US-Investoren steht diese Möglichkeit indessen nicht offen.

Telegram sprach ferner davon, die für den April 2021 geplanten Auszahlungen in Gram durchzuführen. Voraussetzung dafür sei, dass der Messaging-Anbieter bis dahin grünes Licht für sein Krypto-Projekt erhält. Laut einem Brief, der dem Branchenmagazin Coindesk vorliegt, ist diese Option jedoch mittlerweile wieder vom Tisch.

Kein El Dorado für Startups – Telegram-Gründer bezeichnet USA als „Polizeistaat“

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In einem Blogeintrag vom 7. Mai hat Telegram Gründer Pavel Durov die USA als „Polizeistaat“ bezeichnet und rät Gründern ab, mit ihren Startups ins Silicon Valley zu gehen.  

Die harsche Kritik an den Vereinigten Staaten ist vermutlich auf den andauernden Rechtsstreit um die Telegram Kryptowährung und den Verkauf dieser zurückzuführen. In seinem Blogeintrag namens „7 Gründe nicht nach Silicon Valley zu gehen“ kritisiert er die USA deshalb sowohl als Geschäftsstandort als auch als Wohnort. Der Blogeintrag ist im Telegram Channel von Rusov gepostet, allerdings nur auf Russisch.

Telegram wurde vom FBI unter Druck gesetzt

Der wichtigste Kritikpunkt, den Durov anführt, ist, dass die USA ein vermeintlicher Polizeistaat ist. Dies begründet er anhand der Tatsache, dass es in dem Land weltweit die meisten Gefängnisinsassen gibt. Zudem wäre das Telegram-Team 2016 während einer Reise nach San Francisco vom FBI verhört worden, was ihn in dieser Ansicht bestärkt.   

Darüber hinaus nennt Durov noch weitere Faktoren, die die USA seiner Meinung nach zu einem schlechten Anlaufpunkt für Unternehmer machen, darunter zum Beispiel ein schlechtes Gesundheitssystem, ein schlechtes Bildungssystem, hohe Steuern, hohe Software-Entwicklungskosten und schlechte Chancen, sich auf dem heimischen Markt zu etablieren.

Er rät deshalb besonders osteuropäischen Unternehmern, sich nach einer Alternative umzusehen. Dabei hat Durov bereits ein anderes großes Land im Blick:

„Heutzutage ist Indien, nicht die USA, der größte offene Markt für Internet-Startups.“

Die Kritik von Durov kommt am selben Tag an dem die TON Community eine eigene Blockchain an den Start bringt. Weder Telegram noch Durov sollen allerdings in das Projekt involviert sein. Dieser Umstand ist umso interessanter, da die russische Regierung erst vor wenigen Wochen ihr dreijähriges Telegram-Verbot aufgehoben hat.

Die Telegram-Alternative Free TON Blockchain ist live

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Die Stellar Development Foundation (SDF) gab gestern, am 6. April, bekannt, fünf Millionen US-Dollar in die Krypto-App Abra zu investieren.

Die Krypto-App Abra bietet den Erwerb von über 100 Kryptowährungen sowie deren sichere Verwahrung als Wallet-Dienstleister an. Mit dem Funding der Stellar Development Foundation möchte man nun auch die Blockchain-Lösung von Stellar integrieren. Das Stellar Blockchain Back End soll schon bald neue Dienstleistungen für Abra-Nutzer bereithalten.

Stellar und Abra wollen gleichen Zugang für alle schaffen

Laut der Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt, sollen die Dienstleistungen vor allem Nutzern aus Entwicklungsländern zu Gute kommen. Aufgrund des mangelhaften Zugangs zu einer Banking-Infrastruktur sehen die CEOs der beiden Unternehmen hier großes Potential für ihr Business.

So heißt es unter anderem vom Abra-CEO, Bill Barhydt:

Unser Ziel ist es, den Zugang zu Finanzdienstleistungen zu demokratisieren, und wir können uns keinen besseren Partner als die Stellar Development Foundation vorstellen, um uns bei der Erreichung dieses Ziels zu unterstützen. Wenn wir eine Integration mit Stellar vornehmen, werden wir in der Lage sein, die nächste Generation des Bankwesens aufzubauen, indem wir die Fähigkeit des Netzwerks zur Nutzung der traditionellen Bankinfrastruktur in Verbindung mit den innovativen Möglichkeiten der Blockchain-Technologie nutzen.

Die SDF hat erst Ende letzten Jahres die Hälfte ihrer Token-Bestände verbrannt, um den Kurs von Stellar zu stützen. Abra kann entsprechend froh sein, trotzdem ein Investment erhalten zu haben.

Telegram Open Network (TON): Offizieller Launch und Gratis Token

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Nachdem es lange Zeit still um das Telegram-Projekt einer eigenen Blockchain sowie eines eigenen Tokens war, gab es vergangene Woche wieder News zum Telegram Open Network (TON) sowie dessen nativem Token namens GRAM. Die Nachrichten selbst waren jedoch weniger erfreulich, da der Telegram Gründer Pavel Durov ankündigte, dass sich der Start von TON um ein weiteres Jahr verzögerte und zunächst ohne GRAM auskommen muss.

Parallel dazu arbeitet die sogenannten Free TON Community an einer eigenen Lösung. Wer hinter dieser Community steckt und wie die Lösung aussieht, erfährst du nun im Artikel.

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Free Telegram Open Network mit eigenem Token

Bei der Free TON Community handelt es sich zunächst um eine unabhängige Gruppe von Softwareentwickern, Validatoren und Nutzern. Diese haben am gestrigen Freitag, dem 07. Mai, den Launch der eigenen „Free TON Blockchain“ bekannt gegeben.

Wer detaillierte Informationen zum Ablauf des Launches erhalten möchte, kann sich neben dem Artikel den als Quelle hinterlegten Livestream anschauen. Fassen wir die Facts kurz zusammen:

Als Grundlage der Free TON Blockchain dient der Quellcode des eigentlichen Telegram Open Networks. Dabei handelt es sich bekanntermaßen um die angestrebte Blockchain von Telegram.

Die Community kündigte zusätzlich an, dass sie einen kostenlosen „TON“ Token unter den Nutzern verteilen werde. Damit bildet sie ein starkes Gegengewicht zu dem geplanten GRAM-Token den Telegram nach einem abgesagten Public Sale im Rahmen eines Private Sales an Investoren verkaufte. Dabei sammelten die Telegram-Gründer enorme Geldmengen ein.

Was zunächst lukrativ klang, entpuppt sich nun als Nachteil für Pavel Durov und Co. da dieser Verkauf unter anderem auch an US-Investoren stattfand. Die amerikanische SEC begann daraufhin einen Rechtsstreit, da Telegram den offiziellen Anforderungen an den „Wertpapierverkauf“ nicht nachgekommen ist.


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TON ohne den Gründer Pavel Durov?

Ein solcher Launch durch die Community ist natürlich auch ein deutliches Statement. Denn für den Launch einer wirklich dezentralen Blockchain werden natürlich auch Leute gebraucht, die das Netzwerk aufrechterhalten und Transaktionen validieren. Parallel dazu sagte die Community nun auch, dass Telegram selbst nicht mehr in dem Prozess sowie der Erhaltung der Blockchain involviert sein sollte bzw könne.

Die bestehenden Gerichtsverfahren in den USA bedeuten, dass Telegram, die ursprünglichen Gründer von TON, nicht mehr involviert sein können. Wir hoffen, dass Free TON die Werte eines freien Markets, der Wahrung der persönlichen Daten, dezentraler Governance und Zensurresistenz vertreten wird.

Zum aktuellen Zeitpunkt können noch keine US-Bürger Teil der Community werden. Im Rahmen einer „echten Dezentralisierung“ soll dies zukünftig jedoch auch möglich sein.

Damit können wir festhalten, dass das Telegram Open Network nun doch in einer „etwas anderen“ Art und Weise gelaunched wurde. Wir sehen, dass Pavel Durov und das gesamte Team hinter Telegram offensichtlich die rechtlichen Hürden unterschätzt hatten. Als Folge dessen entschied die Community sich nun die Sache selbst anzupacken.

Für die Zukunft bleibt es spannend, zu beobachten, wie dezentral ein solches Netzwerk tatsächlich sein wird und wie viel Akzeptanz und somit auch Anwendung es finden wird.

Ist dein Interesse für TON noch vorhanden und welche Chancen gibst du dem Projekt?

[Bildquelle: Shutterstock]

Telegram Open Network: US-Investoren müssen auf 28 Prozent verzichten

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Nachdem die US-amerikanische Börsenaufsicht den planmäßigen Start von Telegram Open Network (TON) verhindert hat, sollen die TON-Investoren nun ihr Investment zurück erhalten. US-Amerikaner*innen müssen dabei jedoch Abstriche hinnehmen. Unterdessen hält Telegram an TON fest – allerdings wird sich der Start der Telegram Blockchain wohl um mindestens ein Jahr verschieben.

Die Blockchain-Plattform des Messaging-Anbieters Telegram hätte ursprünglich bereits Ende Oktober 2019 an den Start gehen sollen. Das Datum hätte gleichzeitig die erstmalige Ausgabe von Grams, der plattformeigenen Kryptowährung, markiert – hätte die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) dem nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Grund: Die US-Börsenaufsicht stuft Grams als Wertpapiere (Securitiy) ein, deren Ausgabe bei der Behörde hätte angemeldet werden müssen.

Der neue Grams-Deal: 10 Prozent für ein Jahr Geduld

Regulatorische Komplikationen antizipierend, hatte Telegram den Investor*innen deshalb eine Entschädigung in Aussicht gestellt, sollte es die Token nicht fristgerecht liefern können. So hatten sie bereits bei der ersten SEC-bedingten Verschiebung des Mainnet-Starts von TON die Möglichkeit, 72 Prozent ihres Investments erstattet zu bekommen. Ein Gros der Geldgeber*innen hatte Telegram seinerzeit noch die Treue gehalten und den weiteren Verlauf des Rechtstreits abgewartet.

Nun ist mit dem 30. April die nächste Deadline verstrichen. Von einer Veröffentlichung scheint TON nach wie vor weit entfernt zu sein. Telegram hat die Investor*innen nun abermals vor die Wahl gestellt: Geld zurück oder „Treuebonus“ in Höhe von 10 Prozent, falls sie an dem Projekt festhalten wollen. Letzteres erfordert indes einen langen Atem von den Geldgeber*innen. Mindestens ein Jahr müssten sie sich in diesem Fall gedulden, bis sie ihr Investment samt Bonus zurückerhalten. So heißt es in einem Brief an die Investor*innen vom 29. April:

Als Zeichen des Dankes für Ihr Vertrauen in TON bieten wir Ihnen auch eine alternative Option an, 110 Prozent Ihrer ursprünglichen Investition bis zum 30. April 2021 zu erhalten, was 53 Prozent höher als der [ursprünglich vereinbarte] Kündigungsbetrag ist. Detaillierte Dokumente, die diese Option beschreiben, einschließlich eines Darlehensvertrags, werden denjenigen, die ihr Interesse bekunden, in Kürze zur Verfügung gestellt.

Telegram an die GRAM Investoren, Quelle: tginfo.me

Kein Bonus: US-Amerikaner*innen gucken in die Röhre

Offenbar gelten dabei nicht für alle die gleichen Spielregeln: US-Amerikaner*innen scheinen das Bonus-Angebot nicht in Anspruch nehmen zu können. So heißt es in einem weiteren Brief von Telegram, der dem russisch-sprachigen Nachrichtenportal The Bell vorliegt:

Leider haben wir angesichts Ihres Status als Investor aus den Vereinigten Staaten und auf der Grundlage späterer Gespräche mit den zuständigen Behörden und unseren Anwälten die schwierige Entscheidung getroffen, diese Option mit Ihnen aufgrund einer unsicheren regulatorischen Haltung in den Vereinigten Staaten nicht zu nutzen. Wir entschuldigen uns für die durch diese Änderungen verursachten Unannehmlichkeiten, aber wir glauben, dass die Reduzierung unnötiger regulatorischer Risiken im Interesse aller Parteien liegt.

Telegram an US-Investor*innen, Quelle: thebell.io

Bei dem rekordverdächtigen „Vorverkauf“ von Grams konnte Telegram 1,7 Milliarden US-Dollar für das Telegram Open Network einsammeln. Wieviel davon nun übrig bleibt, ist ebenso unklar wie das weitere Schicksal von Grams. Die Möglichkeit einer anderen Kryptowährung hatte Telegram bereits im Brief vom 29. April ins Spiel gebracht:

Wenn wir die entsprechenden Genehmigungen vor dem 30. April 2021 erhalten, haben Käufer, die sich für das Darlehen entschieden haben, die weitere Option, Grams oder möglicherweise eine andere Kryptowährung zu den gleichen Bedingungen wie in ihren ursprünglichen Kaufverträgen zu erhalten (soweit dies nach den geltenden gesetzlichen Beschränkungen zulässig ist).

Ob sich die Community ein weiteres Jahr gedulden will, ist fraglich. Bereits im März wurden Stimmen laut, die einen Launch von TON auch ohne SEC-Segen fordern. Schließlich sollte sich, so die Kritiker, ein Open-Source-Projekt nicht verbieten lassen.

Telegram: Keine 110 Prozent Rückzahlung für TON-Investoren aus USA

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Nachdem die Frist am 30. April für die Lancierung des Telegram Open Network (TON) verstrichen ist, schickte Telegram einen weiteren Brief an seine Investoren. In dem neuen Brief heißt es von Telegram, dass amerikanische TON-Investoren nicht für weitere 12 Monate im TON-Projekt bleiben können.

Amerikanische TON-Investoren haben im April 2021 nur Anspruch auf eine sofortige Rückzahlung in Höhe von 72 Prozent. Sie erhalten keine Option auf eine 110-Prozent-Rückzahlung, wie die russische Nachrichtenagentur RBC am 4. Mai berichtete.

Telegram musste die 110-Prozent-Option aufgrund der regulatorischen Unsicherheit in den USA zurückziehen.

Zuvor hatte Telegram seinen Investoren am 30. April eine Rückerstattung angeboten. Wie berichtet wurde, bot das Unternehmen zwei Optionen an. Man konnte zwischen einer sofortigen Rückzahlung in Höhe von 72 Prozent oder einer Rückzahlung in Höhe von 110 Prozent in 12 Monaten wählen. Die Firma bezeichnete die zweite Option als “Zeichen der Dankbarkeit” für das Vertrauen in TON und versprach, interessierten Investoren in Kürze einen Darlehensvertrag anzubieten.

Laut einem Investorenbrief, der RBC vorlag, musste Telegram die zweite Option für amerikanischen Investoren wegen der “unsicheren Haltung der Regulierungsbehörden in den Vereinigten Staaten” zurückziehen.

Gericht entschied am 24. März gegen Telegram

Telegram ringt seit Oktober 2019 mit der US-Wertpapieraufsicht SEC um die Klärung regulatorischer Fragen im Zusammenhang mit der Einführung des Netzwerks TON und der Ausgabe des firmeneigenen Token Gram (GRM). 

Nachdem das Projekt im Jahr 2017 gestartet wurde, bereitete sich Telegram Ende 2019 auf den Start des TON-Netzwerks vor. Die SEC hält jedoch das Initial Coin Offering (ICO) von Telegram, bei dem 1,7 Mrd. US-Dollar aufgebracht wurden, für illegal. Die Aufsicht argumentierte, die Firma habe mit der Durchführung des ICO gegen US-Wertpapiergesetze verstoßen.

Im März entschied das US-Bezirksgericht New York Süd nach einem langwierigen Rechtsstreit vorläufig, dass die SEC gute Chancen habe, zu beweisen, dass es sich beim GRAM von Telegram um ein nicht registriertes Wertpapiere handelt. Daher wurde Telegram untersagt, Gram-Token an Investoren auszugeben, zumindest bis zum Prozess. Der Telegram-CEO Pavel Durov bot daraufhin am 30. April Rückerstattungen an, womit er die Gerichtsentscheidung akzeptierte.

Kurz nachdem Telegram die Rückzahlungen an Investoren ankündigte, kritisierten einige wichtige Persönlichkeiten aus der Krypto-Community das TON-Projekt. Mike Novogratz, der CEO der Krypto-Handelsbank Galaxy Digital und bekannter Bitcoin (BTC)-Bulle, argumentierte am 30. April, dass die Branche weder TON noch den Gram brauche. Laut Berichten kann das TON-Netzwerk unabhängig von der rechtlichen Situation weiterhin von unabhängigen Validatoren gestartet werden.