Europa am Scheideweg: Bekommt die Politik den E-Euro auf die Kette?

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Das Frankfurt School Blockchain Center trägt in einem offenen Brief die Forderung nach einem E-Euro an die Bundesregierung.

Die Entwicklung und Umsetzung eines digitalen Euro tritt auf der Stelle. Obwohl es an Konzepten und Plänen nicht mangelt, ist der E-Euro nach wie vor ein Traumgebilde. Mit einem offenen Brief wendet sich Prof. Dr. Philipp Sandner, Leiter des Frankfurt School Blockchain Center, an die Bundesregierung und erhofft sich, nötige Impulse zu setzen, um der Entwicklung eines E-Euro auf die Sprünge zu helfen.

Europa am Scheideweg

Mit einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft ändern sich auch die Anforderungen an unser Geldsystem. Doch während sich die Technisierung ganzer Wirtschaftszweige im stetigen Wandel befindet, hat der Euro den Übergang aus der analogen Welt nur in Teilen vollzogen.

Daher sei es jetzt an der Zeit, praktikable Konzepte zu erarbeiten, die auch zeitnah umgesetzt werden können. Wie sich dem offenen Brief entnehmen lässt, seien die nächsten Schritte entscheidend und richtungsweisend für die Zukunft der europäischen Ökonomie:

Heute stehen wir wieder an einem Scheideweg. Die Art und Weise, wie Verbraucher und Unternehmen miteinander interagieren, verändert sich aufgrund bestehender und künftiger technologischer Möglichkeiten rasch. Es entstehen neue Geschäftsmodelle, und bestehende Geschäftsmodelle sind oder werden digital umgewandelt. Es ist an der Zeit, dass wir unser Geldsystem aktualisieren und angemessene Formen des digitalen Geldes einführen, um sicherzustellen, dass es den Bedürfnissen von Verbrauchern und Unternehmen entspricht.

Die Anwendungsfelder für einen digitalen Euro seien demnach mannigfaltig. Industrie 4.0, zukünftige Mobilität und Logistik, das Internet der Dinge (IoT) und die Monetarisierung von Daten sind nur einige der Bereiche, in denen der E-Euro seine Stärken ausspielen könnte. Im gleichen Maße, wie diese Bereiche wachsen und Fortschritte erzielen, steigt auch die Dringlichkeit einer programmierbaren Währung.

Roadmap zum E-Euro

Um es nicht bei luftleeren Forderungen zu belassen, schlägt Sandner eine konkrete Roadmap vor, die die schrittweise Entwicklung und Einführung eines E-Euro festhält. Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine für den Interbankenverkehr und den Großhandel bestimmte CBDC. Zielsetzung des offenen Briefs ist eine für „Verbraucher, Industrieunternehmen, Finanzorganisationen und Einzelhändler“ zugängliche Währung.

Daher soll die geforderte Währung auch nicht das Bargeld ablösen, sondern ergänzen. Auf Grundlage der Blockchain-Technologie bringt der E-Euro als Token demnach folgende Vorteile mit sich:

  • Erreichen einer weiten Zielgruppe von Einzelpersonen und Industrieunternehmen, über Finanzorganisationen bis Einzelhändlern
  • Programmierbarkeit durch Smart Contracts, um automatisierte Prozesse und Finanzdienstleistungen wie Zinszahlungen, Darlehen, Treuhandkonten oder Leasing zu ermöglichen
  • Interoperabilität des E-Euro in mehreren Ökosystemen
  • Machine-to-Machine-Zahlungen und Anwendungen im IoT-Bereich
  • Beschleunigung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs

Entsprechende Konzepte müssten sich zudem mit Datenschutzrichtlinien und hinsichtlich der Finanzstabilität mit der AML/CTF-Regulierung vereinbaren lassen. Sandner zufolge gelänge dies am besten, wenn der E-Euro im Austausch zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor entwickelt würde.

Ziel ist es, den privaten Sektor in die Lage zu versetzen, innovativ zu sein und intelligente Lösungen für Kunden zu entwickeln. Gleichzeitig sollte der öffentliche Sektor dafür sorgen, dass diese Innovation innerhalb eines regulierten Umfelds stattfindet, das finanzielle Stabilität und eine angemessene Aufsicht gewährleistet.

Die Entwicklung bis zur Einführung erstreckt sich in dem Modell über einen Zeitrahmen von knapp zweieinhalb Jahren. Bis Ende 2022 sei demnach die E-Euro-Einführung möglich, wenn zuvor die nötige Infrastruktur erarbeitet wird. Dazu müssten zunächst „Entscheidungsträger schnell auf einen Wissensstand“ gebracht werden. Im Anschluss ließe sich zunächst ein Standard für ein Zahlungssystem und abschließend ein entsprechender „Euro–Token-Standard“ entwickeln.

Wer sich dem Appell anschließen möchte, ist eingeladen, den offenen Brief zu unterzeichnen.

Chainalysis legt Dash und Zcash auf den Seziertisch

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Das Blockchain-Unternehmen Chainalysis erfasst künftig auch Dash- und Zcash-Transaktionen. Endet die Ära der Privacy Coins?

Kryptowährungen nutzen nur Verbrecher, die ihre illegalen Geschäfte im Dark Net verschleiern wollen: Dieser Vorwurf ist so alt, wie Bitcoin selbst und wird dem Krypto-Kosmos wohl auf ewig anhaften. Dass sich die wenigsten Coins für den schnellen Drogen- und Waffendeal im virtuellen Raum eignen, geht in der Debatte um Krypto-Regulierung meist unter. Wer Bitcoin und Co. für illegale Machenschaften nutzt, kann im Terminkalender einen Besuch der Strafverfolgungsbehörden einplanen. Längst haben sich sogenannte Privacy Coins wie Monero (XMR) und Dash (DASH) als das Mittel der Wahl etabliert. Doch auch hier ziehen sich die digitalen Daumenschrauben fester.

Brennglas auf Dash und Zcash

Das Unternehmen Chainalysis gab in einem Blogeintrag bekannt, künftig auch die Privacy Coins Dash und Zcash (ZEC) mit dem Chainalysis Reactor und per KYT (Know Your Transaction) zu erfassen. Chainalysis ermittelt Blockchain-Transaktionen und leitet diese an Regierungsbehörden, Börsen und Finanzinstitutionen in 40 Ländern weiter. Die Tools sollen illegale Krypto-Aktivitäten aufspüren und gleichzeitig „ein Gleichgewicht zwischen den Datenschutzanforderungen der Benutzer und den Compliance-Anforderungen der Industrie herstellen“.

Den Unternehmasangaben zufolge liege – entgegen der landläufigen Annahme – bei Dash und Zcash ohnehin nur ein bedingter Grad an Anonymität vor:

Dash und Zcash ermöglichen es Benutzern, Transaktionen mit größerer Privatsphäre durchzuführen, aber das bedeutet nicht, dass sie völlige Anonymität bieten. Die Datenschutzfunktionen der beiden Kryptowährungen – sowohl in der Art und Weise, wie sie aufgebaut sind, als auch in der realen Welt – lassen Raum für Ermittler und Compliance-Fachleute, um verdächtige oder illegale Aktivitäten zu untersuchen und die Compliance aufrechtzuerhalten.

Die in Dash implementierte Datenschutzfunktion liegt in der PrivateSend-Funktionalität. Diese Funktion findet sich auch beim CoinJoin-Protokoll das beispielsweise bei der Bitcoin Wallet Wasabi Anwendung findet, um Transaktionspfade zu verschleiern. Mit der Mixing-Technik lassen sich einzelne Transaktionen bündeln und mischen, um sie anschließend auf einzelne Adressen zu verteilen. Sowohl Sender, als auch Empfänger lassen sich dadurch schwer nachvollziehen. Die PrivateSend-Funktion ist jedoch bei Dash nicht standardmäßig freigeschaltet, sondern optional.

Auf Grundlage des Zero-Knowledge-Mechanismus zk-SNARKs versprechen sich Nutzer von Zcash hingegen Anonymität durch die sogenannte Shielding-Funktion. Bei diesem Prozess werden Blockchain-Aktivitäten der User verschlüsselt. Innerhalb der geschützten „Shielded Pools“ werden Adressen und Transaktionen gänzlich verschlüsselt. Nur Transaktionen, die dieses Habitat verlassen sind transparent einsehbar. Aber auch hier gilt: Nutzer müssen sich für diese Funktion entscheiden.

Das Ende der Anonymität?

Nutzer, die Dash und Zcash aus Datenschutz-Gründen priorisieren, werden sich in Zukunft wohl nach Alternativen wie Monero umsehen müssen. Laut Chainalysis macht die anonyme Verwendung der Währungen jedoch einen vergleichsweise geringen Anteil aller Transaktionen aus. Mixing-Transaktionen mit PrivateSend-Funktion stellen etwa 9 Prozent aller Dash-Transaktionen. Rund 14 Prozent aller Zcash-Transaktionen verwenden hingegen Shielding-Funktionen, von denen nur 6 Prozent vollständig abgeschirmt sind.

In welchem Umfang und an welche Behörden Chainalysis allerdings bestimmte Daten weiter gibt, bleibt ein Betriebsgeheimnis. Dem Unternehmen zufolge sollen nicht private Wallets identifiziert, sondern illegale Dienstleistungen verfolgt werden. Der Grad zwischen beiden Polen ist jedoch weniger transparent, als künftige Dash und Zcash-Transaktionen.

Kakao integriert Krypto-Wallet in Messenger-Dienst

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Der IT-Konzern Kakao integriert eine Krypto-Wallet in seine Messenger-Funktion KakaoTalk. Hierdurch sollen die Nutzer die Möglichkeit bekommen, mehrere Kryptowährungen und digitale Assets zu verwalten und zu versenden.

Laut einer Mitteilung vom 6. Juni hat die Kakao Group in ihren Messenger KakaoTalk eine Krypto-Wallet namens Klip integriert. Die 50 Millionen Nutzer von KakaoTalk können von nun an 11 verschiedene Kryptowährungen und digitale Assets verwenden. Bei der Kakao Group handelt es sich um einen börsennotierten IT-Konzern aus Südkorea, der neben dem Messenger KakaoTalk auch die Internet Suchmaschine Daum betreibt. 

Nutzung von Kryptowährungen via Messenger

Laut Kakao soll Klip mit dem Klaytn-Mainnet verbunden werden. Hierdurch soll die Anzahl der Kryptowährungen und digitalen Assets, die in der Krypto-Wallet gespeichert werden können, erhöht werden. Die Nutzer erhalten über die KakaoTalk-Oberfläche den Zugang zu der Krypto-Wallet. Hiermit können die Nutzer die digitalen Assets, die sie beim Shoppen oder bei Online-Spielen bekommen, verwalten oder an Freunde versenden.

In Sachen Sicherheit sieht sich Kakao ebenfalls gut aufgestellt. Für die Sicherung der Private Keys soll der eigens entwickelte Key-Management-Service von GroundX genutzt werden, wodurch die Nutzer nicht selbst verwalten müssen. Hierbei soll es sich um ein sicheres Verfahren handeln und es gibt, laut GroundX keine Bedenken im Hinblick auf Verlust oder Diebstahl des Sicherheitsschlüsseln. Bei GroundX handelt es sich um die Blockchain-Tochtergesellschaft von Kakao. Was dabei freilich nicht erwähnt wird: Die Nutzer geben ihre Keys dabei ab.

Die Krypto-Wallet Klip ist ebenfalls eine Entwicklung von GroundX. Die Entwicklung dient hierbei speziell der Adaption zur Nutzung von Kryptowährungen. Zu den Funktionen von Klip gehören beispielsweise Finance Apps oder blockchainbasierte Online-Games, bei denen die Nutzer verdiente Token einsetzen können. Hierzu zählt auch der firmeneigene KLAY Token. Zudem stehen weitere Token, die mit dem Klaytn-Mainnet verbunden sind, den Nutzern zur Verfügung.

Weiteres Wachstum durch eigene Blockchain-Anwendungen

Bei dem Klaytn-Mainnet handelt es sich um die firmeneigene Blockchain-Anwendung von Kakao. Das Kalytn-Mainnet ist ebenfalls eine Entwicklung von GroundX und startete offiziell bereits am 1. Juli 2019. Für den Aufbau einer stabilen und sicheren Blockchain werden in der Klaytn-Blockchain die Mechanismen „Proof of Contribution“ (PoC) und die „Klaytn Improvement Reserve“ (KIR) genutzt. Zudem erhalten die teilnehmenden wirtschaftlichen Einrichtungen für die Stabilisierung des Netzwerks Belohnungen in Form von KLAY Token.

Neben der weiteren Adaption on Kryptowährungen, treibt der der IT-Konzern Kakao auch die Entwicklung von Blockchain-Technologien voran. Denn bereits Ende 2019 hatte GroundX eine strategische Kooperation mit der IT-Sparte von LG geschlossen, um das Wachstum der südkoreanischen Blockchain-Ökosysteme zu fördern.

ANON Summit 2020 beweist Realisierbarkeit von Online-Blockchain-Veranstaltungen

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Blockchain Event 2020

ANON Summit 2020 hat eine erfolgreiche zweitägige Online-Blockchain-Veranstaltung abgeschlossen.

Dies geschah, nachdem die BlockExpo GmbH ihr Versprechen eingelöst hat, die Offline-Veranstaltung in einer vollständig digitalen Umgebung nachzustellen. ANON 2020 zog über 8500 registrierte Teilnehmer an, von denen sich über 1000 gleichzeitig in den Morgenstunden einloggten. An beiden Tagen besuchte eine engagierte Menschenmenge virtuell die Hauptvorträge und Panels, aber auch den Expo-Floor und nahm an den Sitzungen teil.

ANON bot eine neuartige Form der Vernetzung über zufällige Videochats, die sich bei den Teilnehmern als so beliebt erwiesen, dass die Veranstaltung sie auch nach Abschluss der Hauptveranstaltungen auf der Bühne am Laufen hielt. Die Teilnehmer kamen aus 143 der 195 Länder auf der Welt, aus verschiedenen Kontinenten, sprachen unterschiedliche Muttersprachen, was die wahrhaft globale Anziehungskraft von Asset Exchange; Lili Zhao – Director, NEO und Andreas M. Antonopoulos – Author, Mastering Bitcoin. Zu den weiteren Referenten zählen Gründer, Führungskräfte, politische Entscheidungsträger und mehr. Darüber hinaus wird die Konferenz von der österreichischen Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Margarete Schramböck, eröffnet.

Sponsoren wie Raiffeisen Bank International, Tezos, BDO, StakerDAO, die Österreichische Post, IEEE und Ledger haben ihre weitere Unterstützung zugesagt und damit einen entscheidenden Beitrag zur Umstellung auf ein Online-Format geleistet. Darüber hinaus konnten CryptoCompare und Market Across als Medienpartner gewonnen werden.

„Online-Events sind gekommen, um zu bleiben. Die Vorteile sind momentan einleuchtender als je zuvor. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass Teilnehmer bei uns das volle Potential von digitalen Konferenzen ausschöpfen können. Vom digitalen Messestand, bis hin zu einer Networking Area – es wird alles geben.“

Daniel Lenikus, CEO und Mitbegründer der BlockExpo

Durch den Einsatz neuester Technologien wird man nahezu das gesamte Offline-Erlebnis in der digitalen Welt wiederspiegeln können. Anstelle einer einfachen Telefonkonferenz oder eines Webinars wird die Konferenz eine Bühne, Workshops, Networking und sogar einen Expo-Bereich haben. Man darf sich auf ein dynamisches Event freuen, an dem jeder von zuhause aus teilnehmen kann.

Vorteile eines Online-Events:

  • Nahezu unbegrenzte Kapazität
  • Zugang für Blockchain Enthusiasten aus der ganzen Welt
  • 100% nachhaltig und CO2-neutral
  • Keine Kosten für Reise und Unterkunft
  • Neue Möglichkeiten zur Vernetzung mit einem internationalen Publikum

Im Zuge der Umstellung hat sich BlockExpo einen neuen Partner ins Organisationsteam geholt. Cointelligence ist ein angesehener Name in der Blockchainszene und soll bei der erfolgreichen Umsetzung der Online-Konferenz unterstützen.

„Die Innovation rund um Blockchain kann auch von Social Distancing nicht aufgehalten werden. Wenn überhaupt, dann wird sie dadurch beschleunigt. Nun werden Menschen, die vorher vielleicht nicht das Interesse oder die Gelegenheit hatten, für eine Blockchain-Konferenz in ein anderes Land zu reisen, die Chance haben, von zu Hause aus an einem hochkarätigen Event teilzunehmen. Ich denke, wir werden viele neue Enthusiasten sehen, die ANON 2020 besuchen und von den Möglichkeiten begeistert sein werden“.

Cointelligence CEO und Gründer On Yavin

Die Konferenz für jedermann erschwinglich zu machen, war den Organisatoren ein besonderes Anliegen. Für das Online-Event gibt es zwei Ticketkategorien: das Businessticket für 20€ und das kostenlose Standardticket. Für weitere Informationen, einschließlich einer vollständigen Liste der Speaker, besuchen Sie https://anonsummit.io

Holen Sie sich noch heute Ihr Ticket: https://hopin.to/events/anon-summit-2020

Dies ist eine Pressemitteilung. Für ihren Inhalt ist ausschließlich das Unternehmen dahinter verantwortlich. Decentralbox trägt keinerlei Haftung für den Inhalt.

Dieser Artikel ANON Summit reagiert und setzt auf digitale Konferenz erschien zuerst auf Decentralbox.

Zoom-Seminar mit Bitcoin bezahlen – SmartSessions machts möglich

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Weltweit nutzen immer mehr Menschen die Dienste der Videoplattform Zoom – auch Anbieter von Online-Seminaren. Damit künftig nur noch zahlenden Nutzer an deren Konferenzen teilnehmen, hat das Unternehmen 2key nun eine Krypto-Paywall für Zoom entwickelt.

Die Videoplattform Zoom geht bereits jetzt als Profiteur aus der andauernden Corona-Krise hervor. Kaum ein Unternehmen hat aus der derzeitigen Situation so Kapital für sich schlagen können, wie der Konferenzdienstleister. Dank Nutzerzahlen von täglich bis zu 300 Millionen Personen hat sich der Aktienkurs des Unternehmens mehr als verdoppelt.

Worauf Zoom-nutzende Unternehmen wie etwa Anbieter von Online-Seminaren jedoch bislang verzichten mussten, ist eine sichere und unkomplizierte Bezahllösung. Dies will der israelische Tech-Dienstleister 2key nun ändern. Auf seinem offiziellen Blog verkündet das Unternehmen in der vergangenen Woche den Startschuss seiner Krypto-Paywall SmartSessions.

Als Antwort auf die steigende Nachfrage nach entsprechenden Bezahltools können Unternehmen künftig mithilfe weniger Klicks sicherstellen, dass nur solche Nutzer an ihren kostpflichtigen Konferenzen teilnehmen, die zuvor hierfür auch bezahlt haben. Die Verwendung der Software wiederum ist kostenfrei. Dies soll vor allem krisengebeutelten Videoanbietern helfen.

SmartSessions biete neue Einkommens- und Skalierungsmöglichkeiten, für von COVID19 betroffene Unternehmen, die ihr Online-Geschäft nun auf Zoom verlagert haben. Darüber hinaus planen wir, das Produkt und seine Funktionalität weiter zu verbessern,

wirbt 2key-Geschäftsführer Erez Ben-Kiki gegenüber dem Branchendienst Cointelegraph für die Potentiale der Software-Lösung.

Über SmartSessions können Anbieter ab sofort Zahlungen mit Ether sowie künftig in Tether, Dai, TrueUSD und Bitcoin empfangen. In erster Linie soll dies die Zahlungsabwicklung der häufig unterschiedlichen heimischen Währungen internationaler Konferenzteilnehmer erleichtern. Kryptowährungen wiederum können Zoom-Nutzer per Kreditkarte direkt über 2key erwerben.

Kann sich Zoom gegen öffentliche Bedenken durchsetzen?

Transaktionen zwischen Konferenzteilnehmern und -anbietern speichert SmartSessions dann auf der Ethereum-Blockchain. Dies soll sicherstellen, dass die Transaktionen sicher und transparent von Statten gehen, ohne dass die Online-Eintrittsgelder verloren gehen.

Während der Umweg über Kryptowährungen somit auch für sichere Zahlungen sorgen soll, wird dieser Schritt jedoch längst nicht alle Zoom-Nutzer überzeugen. So ächzt das öffentliche Ansehen von Zoom bereits seit längerem aufgrund klaffender Sicherheitslücken. Nutzer konnten hier zeitweise unter anderem fremde Konferenzen stören – ein Problem, dass SmartSessions mithilfe „dezentralisierter Links“ lösen will. Ob diese Rechnung aufgeht, sich die Paywall durchsetzt und Zooms Aufwind anhält, bleibt jedoch abzuwarten. Bereits heute stehen Konkurrenzanbieter wie etwa der Social-Media-Riese Facebook mit seinen neuen Messenger Rooms in den Startlöchern.

General Motors: Mit Blockchain sicher zum Ziel

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Der amerikanische Autobauer General Motors hat nun ein Patent veröffentlicht, indem ein Navigationssystem beschrieben wird, das auf Blockchain-Technologie setzt.

General Motors hatte den Patentantrag bereits im Oktober 2018 an das US-Patentamt übertragen. Nun, am am 2. April, hat man diesen Antrag auch veröffentlicht, sodass jeder einsehen kann, worum es bei dem Blockchain Use Case gehen soll. Demnach soll eine Blockchain-Infrastruktur dabei helfen, Daten von Autosensoren zu verarbeiten, um daraus wieder eine Navigationskarte zu entwickeln. Die gelieferten Daten wiederum sollen dabei helfen, das autonome Fahren weiterzuentwickeln.

Das Patent widmet sich dem Problem bei der Erstellung von Karten, die man zur Navigation nutzt: Bisher erledigen das spezielle Fahrzeuge müssen diese generieren, die speziell dafür vorgesehen sind. Diese Methode ist allerdings im Verhältnis zum Daten-Ertrag allerdings kostpsielig. Würde man nun durch ein dezentrales Blockchain-System die Authentizität der Daten gewährleisten können, dann könnte man auf ein Vielfaches an Daten zu deutlich geringeren Kosten zurückgreifen. Jedes Auto mit der entsprechenden Ausstattung würde dann in Echtzeit Daten liefern, die mit den bestehenden Karteninformationen abgeglichen werden können.

Die Fahrzeuge würden dann ähnlich wie Nodes funktionieren. Die Transaktionen, ergo Sensordaten, sollen wiederum von anderen Fahrzeugen überprüft und damit in der Blockchain validiert werden. Das System hat man vorerst für die Premium-Flotte von General Motors konzipiert, die bereits in Teilen halbautonomes Fahren auf gut erforschten Straßen in den USA zulässt. Auch andere Autobauer arbeiten bereits an ähnlichen Projekten.