Ripple-CTO verteidigt XRP „Dumping“ gegenüber Adam Back

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Jed McCaleb gehört zu den 50 reichsten Menschen der Welt. Unter anderem deshalb, weil der Ripple-Co-Founder täglich über eine Million XRP verkauft. Das wird unter anderem vom Bitcoin-Urgestein Adam Back heftig kritisiert. Ripple-CTO David Schwartz sieht indes kein Problem.

Der goldene Handschlag auf Raten, den Jed McCaleb von seiner Ex-Firma erhalten hat, ist nach wie vor ein Streitthema in der Krypto-Community. So haben Daten der Krypto-Walbeobachtungsstelle Whale Alert kürzlich zutage gefördert, dass McCaleb in diesem Jahr durchschnittlich 1,74 Millionen Einheiten der Ripple-Währung XRP (beim aktuellen Kurs etwa 447.400 Euro verkauft). Zuletzt hat Cypherpunk und Bitcoin-Urgestein Adam Back die XRP-Verkäufe durch Jed McCaleb verurteilt. Seine Kritik richtete er auf Twitter an David Schwarz, seines Zeichens Chief Technologie Officer (CTO) bei Ripple:

Du hast poetisch über „Innovation“ schwadroniert. Dann erklär mal folgendes, lol: Jed und Ripple dumpen jeden Tag wahnsinnige Beträge auf die Privatinvestoren. Was schleierhaft bleibt, ist a) warum Retail-Investoren so dumm sind, weiterhin XRP zu kaufen, und b) warum die SEC [XRP] nicht schon eingestampft hat. „Innovation“.

Back spielt damit auf den Umstand an, dass Ripple stets betont, keine Kontrolle über das XRP-Ledger (XRPL) zu haben. Ripple möchte damit den Eindruck vermeiden, dass XRP von der US-amerikanischen Börsen- und Wertpapieraufsicht (SEC) als Wertpapier (Security) für das kalifornische FinTech eingestuft wird. Das würde nämlich bedeuten, dass Ripple XRP als nicht registriertes Wertpapier angeboten hat. Genau das wird dem Unternehmen derzeit in einer Sammelklage vorgeworfen. Die SEC hat sich bislang noch nicht öffentlich zum Status von XRP geäußert. Die SEC verwendet den sogenannten Howey-Test, um festzustellen, ob es sich bei einem Asset um eine Security handelt oder nicht. Zahlreiche Altcoins haben den Test bereits „bestanden“ – mit entsprechenden Konsequenzen für ihre Herausgeber.

Zumindest für Adam Back schien die Sache klar zu sein – weshalb er sich darüber wundert, dass die SEC XRP noch nicht aufs Korn genommen hat.

Ripple-CTO Schwarz schießt zurück: Auch Bitcoin Miner „dumpen“

Den Seitenhieb auf die regulatorische Grauzone um XRP wohlweislich ignorierend, zielt David Schwartz mit seiner Replik auf den Umstand ab, dass auch große Mengen an Bitcoin täglich auf dem Markt landen; und zwar von den Bitcoin Minern, die mit den Verkäufen ihr operatives Geschäft finanzieren. Im Umkehrschluss bedeute das, dass die Sicherheit im Bitcoin-Netzwerk Millionen verschlinge:

Leute, die Kryptowährungen besitzen, können diese verkaufen, wann sie wollen. Das „Dumping“ zu nennen, ist nur ein Versuch, es in ein negatives Licht zu rücken. Wenn [Bitcoin] Miner verkaufen, nennst du das dann auch Dumping? Bitcoin muss Millionen pro Tag verkaufen, nur um sicher zu laufen.

giftet der Ripple-CTO in Richtung des Bitcoin-Evangelisten.

Man muss auch gönnen können

Schwartz listet anschließend eine Reihe von technischen Errungenschaften von XRP auf, die der „Innovation“ in Adam Backs Kritik die Anführungszeichen streitig machen sollen:

Ich könnte dir eine lange Liste von XRP-Innovationen nennen. Die erste Kryptowährung, die man ohne Proof of Work forken kann. Erste Kryptowährung, mit der man Signing Keys ändern kann, ohne neue Empfangsadressen ausgeben zu müssen. […] Erste Multi-Asset-Blockchain. Die erste Blockchain, die keine vollständige Historie benötigt, um eine Transaktion zu verarbeiten. Erste Blockchain, die nicht zurückgespult oder reorganisiert werden kann. Und ich bin sicher, dass ich Dutzende von Dingen vergesse.

Den Köpfen hinter diesem Mehrwert sei es nicht zu vergönnen, dass sie diesen behalten wollten und nichts dafür aufwenden, Bitcoin Hodler reich zu machen, so Schwartz, der Adam Back abschließend unterstellt „falsch informiert“ zu sein.

Drama um Chainlink, Schweizer Bitcoin-Banken und Neues von Ripple

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Ripple kommt aus dem Jammertal, die Schweizer Bank Cler in die Gänge und Russland auf keinen grünen Zweig mit Bitcoin: Der News-Check.

Willkommen zu unserem News-Check. Alles, was das Bitcoin-Ökosystem aktuell bewegt. Mit Jan Heinrich Meyer aka essra.

The Big Short? Zeus Capital LLP macht Stimmung gegen Chainlink

Wie zahlreiche andere Altcoins konnte auch Chainlink (LINK) in den letzten 30 Tagen deutlich an Wert zulegen: Mit einem Kurs von 9,70 US-Dollar handelt LINK satte 80 Prozent höher, als noch vor einem Monat. Schön für jene, die bei Link vorher long gegangen waren. Angesichts solcher Zuwächse in so kurzer Zeit reiben sich freilich auch die Bären die Tatzen: Im volatilen Krypto-Markt ist liegt oft nur ein schmaler Grad zwischen „himmelhoch jauchzend“ und zu Tode betrübt. Das Investment-Unternehmen Zeus Capital LLP hat keinen Hehl daraus gemacht, auf welcher Seite es steht. Nicht nur hat Zeus Capital bereits im Juli Stimmung gegen Chainlink gemacht und einen verheerenden Kurseinbruch prophezeit; das Unternehmen hat zudem zahlreichen bekannteren Krypto-Analysten halbseidene Angebote gemacht…

Bank Cler auf dem Weg zur ersten staatlichen Bank mit Bitcoin-Konto?

Die Schweizer Bank Cler, eine Tochter der Basler Kantonalbank, will ihren Kunden künftig Dienstleistungen rund um Bitcoin und Co. anbieten. Als digitale Bank ist Cler dem Krypto-Sektor per se näher als ihre altehrwürdige Mutterbank – doch das ist nicht der einzige Grund, warum die Bank Cler im kommenden Jahr die Verwahrung von beziehungsweise den Handel mit Kryptowährungen anbieten möchte.

XUMM soll XRP in den Zahlungsberkehr einbinden

XRP, das Krypto-Asset des kalifornischen FinTechs Ripple, konnte letzte Woche nach langer Durststrecke wieder die 30-Cent-Marke erklimmen. Ein Wochenplus von knapp 24 Prozent – so etwas hat es bei dem „Banken-Coin“ lange nicht mehr gegeben. Befördert haben dürfte den Anstieg nicht nur aktuelle Quartalsbericht von Ripple, sondern auch die Ankündigung der XRP-App XUMM, die ein Interface für das XRP-Ledger, die „Heimat“ des Ripple-Coins, bietet und perspektivisch zu einer veritablen Banking App werden könnte. Eine erste öffentliche „Nicht-Beta-“Version.

Der russische Eiertanz mit Bitcoin

Der russische Präsident Vladimir Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, das den rechtlichen Status von Bitcoin in Russland regelt. Danach ist der Besitz von Bitcoin und Co. in Russland nicht strafbar, aber von seiner Akzeptanz ist BTC noch weit entfernt. Der Handel ist streng reglementiert, wer Kryptowährungen kaufen will, braucht dafür künftig ein Bankkonto – die perfekte Antithese zum Grundgedanken von Bitcoin.

Blockrockets wählt AZHOS zum Blockchain-Start-up des Monats

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AZHOS will Transparenz über die Güter der Prozessindustrie schaffen und durch den Einsatz von E-Money auf der Blockchain die Finanz- mit den Warenströmen synchronisieren. Damit steuert das Start-up einiges zur Entwicklung der Blockchain-Industrie bei.

Einmal im Monat versammelt sich unter der Leitung des Accelerators Blockrocket Vetreter des deutschen Blockchain-Ökosystem und zeichnet außergewöhnliche Projekte aus. Die Online-Veranstaltung ist bietet eine gute Chance für junge Gründungen ihre Innovationen zu präsentieren. Zudem soll das Meet-up auch die Kooperationen innerhalb der Branche fördern. Dieses mal konnte das Projekt AZHOS die Jury von seiner Idee überzeugen.  

Ökosystem-Builder für Blockchain Start-ups

Fünf teilnehmende Start-ups, die noch in der Frühphase ihrer Entwicklung stecken, stellen innerhalb von fünf Minuten ihren Business Case einer fachkundigen Jury aus 150 Führungskräften, Gründern, VCs und Privatinvestoren aus dem Blockchain-Ökosystem Deutschlands vor. Nachdem sich die Unternehmer der Frage- und Antwortrunde gestellt haben, stimmen Publikum und Jury über ihren persönlichen Favoriten ab. So richtig begeistert war die Jury offenbar von dem AZHOS-Gründer Leander J. Kahrens. Die einzelnen Pitches findet ihr hier.

Mit AZHOS gebundenes Kapital freisetzen

Das Start-up möchte die Chemieindustrie mit einer privaten Blockchain-Lösung und jeder Menge Sensoren zu neuer Effizienz verhelfen. Dabei geht es weniger um eine möglichst dezentrale Blockchain als um eine Automatisierung von Prozessen, um Zahlungsströme in der Wertschöpfungskette zu beschleunigen. Die Motivation dahinter ist, dass Lieferanten der chemischen beziehungsweise Prozessindustrie oft lange Zahlungsziele und daher hohe Summen an gebundenem Kapital haben. Möchte ein Unternehmen diese Liquidität nun erhöhen, ist es schwierig, solange die Güter beziehungsweise deren Entnahme nicht quantifiziert werden können. Und Banken wiederum können diese Güter erst dann finanzieren, wenn sie über entsprechende Daten verfügen.

Die installierten Radarsensoren von AZHOS messen also die Füllstände und speichern diese auf der Blockchain. Dieser Proof of Existence ermöglicht es Unternehmen, ihr gebundenes Kapital zu befreien, da Banken solche Güter nun finanzieren können. AZHOS automatisiert diese Zahlungen für Güter in Tanks und Silos der Chemie-, Agrar- und Mineralölindustrie mittels Smart Contracts. 

AZHOS Pläne für 2020

In naher Zukunft will AZHOS seine erste Finanzierungsrunde abzuschließen, um mehr Entwickler zu beschäftigen. Denn um alle bereits vorhandenen Datenpunkte für sein System zu nutzen, muss es stark wachsen. Gleichzeitig nutzt das Unternehmen die Gelder, die aus einem STO eingesammelt wurden, um die Zahl der Datenpunkte weiter zu erhöhen. Und das insbesondere im asiatischen Raum. In fünf Jahren willl AZHOS der führende Dienstleister in der Supply Chain-Finanzierung sein.

Bitcoin auf Jahreshoch: Stimmen zum Bull Run 2020

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Der Bull Run der vergangenen Woche schoss Bitcoin jenseits der fünfstelligen Kursnotierungen. Das hat die Szene natürlich nicht kalt gelassen. Wieso diesmal alles anders ist.

Nie wieder vierstellig. Oder doch?

Eigentlich ist es ja die Aufgabe von Bitcoin-Twitter-Ikone @hodlonaut, dafür zu sorgen, dass BTC die 10.000-US-Dollar-Marke nicht hält. Schließlich vermeldete der anonyme Bitcoiner pünktlich zu jedem Überschreiten der magischen Fünfstelligkeit, dass Bitcoin diese nun nie wieder unterschreiten werde. Bisher weit gefehlt. Allein in diesem Jahr überschritt das digitale Gold mindestes acht mal die psychologisch wichtige Marke – nur um dann wieder abzustürzen. Vielleicht schafft Forbes-Journalist David Gokhshtein die magische Kursprognose.

Diesmal ist alles anders

Cameron Winklevoss, eine Hälfte der als Winklevi zu Bekanntheit gelangten Bitcoin-Zwillinge, glaubt an einen Super-Bull-Run. Schließlich sei die Infrastruktur im Jahre 2020 deutlich besser als noch 2017. Trotzdem konnte BTC damals in einem Jahr über 1.000 Prozent an Wertsteigerung einfahren. Daher, so der Harvard-Absolvent, könne man damit rechnen, dass BTC während des aktuellen Zyklus durch die Decke gehen wird. Wollen wir euch nicht vorenthalten.

Gründe für den Bitcoin Bull Run

Wer sich fragt, wieso die Kryptowährung Nr. 1 in der vergangenen Woche einen derart bullishen Sprung hingelegt hat, der darf einen Blick auf Vijay Boypatis Twitter-Thread werfen. Im Kern konkurrieren Gold, Fiat und Bitcoin um den globalen Markt an Wertspeichern. Der Vorteil von Fiatgeld wie Euro oder US-Dollar ist der, dass sie verzinsliche Wertpapiere sind – im Gegenteil zu BTC und Gold.

In einem Niedrigzinsumfeld verliert dieses Argument (im wahrsten Sinne des Wortes) jedoch an Wert. Genau wie Gold dürfte BTC also in dem aktuellen Makro-Umfeld an Wert zulegen. Oder zusammengefasst:

Zentralbanken und Nationalstaaten werden weiterhin die Zinssätze niedrig halten in dem vergeblichen Versuch, die Volkswirtschaften wiederzubeleben, die sie durch Missmanagement zerschlagen haben. Sie haben das perfekte Umfeld für einen anhaltenden Bullenmarkt sowohl für Bitcoin als auch für Gold geschaffen.

Vijay Boyapati

Bitcoin ist kein „get rich quick scheme“

Und dann ist da noch Jameson Lopp. Der Cypherpunk und Technik-Chef bei Casa bringt durch nuancierte Tweets Themen rund um Bitcoin und Co. immer wieder auf den Punkt. Sein wohl populärster Tweet stammt aus dem Jahr 2018:

Oder, wie Lopp diese Woche zwitscherte:

Eine Wertsteigerung von Bitcoin ist nicht garantiert. Von der Zentralbank ausgegebene Währungen haben jedoch die Garantie für einen Wertverlust.

Jameson Lopp.

Für eine Handvoll Bitcoin: Investmentfirma bietet BTC für Chainlink-FUD

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Eine Investment-Firma hat zahlreichen Krypto-Influencern Geld gegen das Erstellen einer negativen Kursanalyse für Chainlink (LINK) angeboten. In einem Fall ging es um fünf Bitcoin.

Der ChainLink-Kurs blickt auf einen Rekordmonat zurück. Seit dem 1. Juli ist der LINK-Kurs von 4,70 US-Dollar auf (Stand jetzt) 7,74 US-Dollar gestiegen und konnte damit um über 63 Prozent zulegen. Noch eindrucksvoller zeigt sich die Kursentwicklung seit dem Corona-Crash von Mitte März, als der Chainlink-Kurs unter zwei US-Dollar gerutscht war.

Der explosive Kursanstieg hat naturgemäß auch die Bären auf den Plan gerufen. Sollte der Link-Kurs so schnell fallen, wie er gestiegen ist, ließe sich mit einer Short Position, also einer Wette auf Kursabfall, einen Reibach machen.

Vorspiel: Chainlink, ein „Betrug“?

Diese Strategie verfolgt die Investmentfirma Zeus Capital LLP (nicht zu verwechseln mit Zeus Capital Limited). Und versucht offenbar, dem Kurs-Crash von Chainlink ein wenig auf die Sprünge zu helfen: Zunächst veröffentlichte Zeus Capital LLP am 15. Juli einen „investigativen Report“, in dem es Chainlink als betrügerisches Projekt diffamiert.

Darin schießt die Firma scharf gegen das ChainLink-Projekt. Seine Gründer betrieben Marktmanipulation, das Projekt sei nicht dezentralisiert und der potenzielle Markt für Chainlink betrage mit 300 Millionen US-Dollar nur einen Bruchteil der Marktkapitalisierung der Plattform, kritisiert Zeus Capital in dem Bericht, der mit einer entschiedenen Verkaufs-Empfehlung endet. LINK sei aktuell stark überbewertet, ein Kursverfall von bis zu 99 Prozent abzusehen:

Deshalb behält Zeus Capital seine Empfehlung STRONG SELL für LINK mit einem Kursziel von USD 0,07 bei. Wirglauben, dass dies kurz- bis mittelfristig zu einem
klassischen „Going-down-to-zero-Fiasko“ wird.

Zwei Tage später legte Zeus Capital nach – und verschärfte den Ton gegen Chainlink und seine Gründer abermals. Am 17. Juli veröffentlichte Zeus Capital auf seiner Website einen Beitrag mit der Überschrift „15 Warnzeichen für ein großes Desaster – Wie viele treffen auf Chainlink zu?“. Darin lässt Zeus Capital kein gutes Haar an Chainlink und seinem Management:

Die Führung von Chainlink zeigt ein typisch egomanisches Verhalten, und der Rattenfänger Sergej Nazarov führt seine Community in den finanziellen Ruin. Enron, Bitconnect, Wirecard. Das Muster ist klar. Wir hoffen aufrichtig, dass Sie hier auf der richtigen Seite des Zauns stehen – entweder halten Sie keinen LINK oder sind Short gegangen.

Abschließend erneuerte der Asset-Manger seine Prognose, dass LINK abstürzen wird – und möglicherweise bereits damit begonnen habe:

Seit der Veröffentlichung des Berichts sehen wir beschleunigte Verkäufe von LINK sowohl an den Spot- als auch an den Terminmärkten, wahrscheinlich durch Chainlink selbst, und wir halten an einem Kursziel für LINK von 0,07 US-Dollar pro Token fest, was einem 99-prozentigen Rückgang gegenüber dem derzeitigen Niveau entspricht.

Zeus Capital lanciert FUD-Kampagne auf Twitter

Wenn da mal nicht das Portfolio der Vater des Gedankens war. Zwar musste der Chainlink-Kurs seit dem Erscheinen des Berichts einige Prozentpunkte abgeben. Da LINK sich zu diesem Zeitpunkt jedoch auf Rekord-Niveau befand, hat sich das Ausmaß der Korrektur bislang jedoch in Grenzen gehalten:

Chainlink-Kurs: LINK zeigt sich bislang immun gegen FUD

Anscheinend war der Markt bislang anderer Meinung als Zeus Capital. Vieles spricht nun dafür, dass Zeus Capital seine Kampagne gegen Link in Krypto–Twitter weitergeführt hat.

So haben zahlreiche Krypto-Analysten berichtet, von Zeuss Capital ein fragwürdiges Angebot erhalten zu haben: Einen Chainlink-Chart gegen Geld.

Zu den prominenteren Krypto-Twitteratis, die das Angebot erhielten, gehört Scott Melker, aka „The Wolf of all Streets“. Dieser sah sich gegenüber seinen über 100.000 Followern zu einer Klarstellung genötigt, weil er am 27. Juli eine bearishe Kursanalyse zu Chainlink veröffentlicht hatte.

Lasst mich eines klarstellen. Ich würde niemals Geld nehmen, um etwas Negatives zu posten. Niemals. Zeus Capital hat mir heute Morgen eine Direktnachricht geschickt, aber ich habe höflich geantwortet (wie ich es bei allen Direktnachrichten tue), dass ich bereits gestern ein LINK-Chart gepostet habe. Der Screenshot ist unten als Referenz zu sehen. Beachtet die Fakten, nicht die Gerüchte.

Ein anderer Analyst hatte dem Unternehmen – offenbar im Spaß – geantwortet, für die Summe von 5 BTC einen negativen Chart für LINK zu erstellen und in sozialen Netzwerken zu verteilen. Und war baff, als Zeus Capital auf sein Angebot zurück kommen wollte:

Der LINK-Kurs zeigt sich von dem Theater bislang wenig beeindruckt. Aktuell handelt der Chainlink-Token mit 7,74 Dollar zwar zwei Prozent unter dem Stand von letzter Woche. Allerdings konnte er im Tagesvergleich über 8 Prozentpunkte gut machen.

Mining: (Ex-)Bitmain-Angestellte entwenden 10.000 Mining-Geräte

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Der Bitcoin-Kurs im Bullenmodus: Up, up and away?

Der Bitcoin-Kurs hat es jüngst geschafft, die 10.000 US-Dollar-Marke zu überwinden. Man könnte meinen, dass das Halving langsam eingepreist wird.

Bitcoin Halving und der BTC-Kurs

Das Halving sorgte für eine Verringerung des Angebotnachschubs im Bitcoin-System. Die Belonung, die Miner für erfolgreich „geschürfte“ Blöcke der Bitcoin Blockchain bekommen, verringerte sich im Mai von 12,5 BTC auf 6,25 BTC. Während Krisenpropheten einen Zusammenbruch des Netzwerks (Mining-Kapitulation) herbeifantasierten, erhofften sich Permabullen exorbitante Kurssteigerungen. Durch einen stetig sinkenden Nachschub an neuen Bitcoin, so das wirtschaftswissenschaftliche Kalkül, soll bei steigender Nachfrage auch ein Plus im Bitcoin-Kurs drin sein.

Stock to Flow

Krypto-Analyst PlanB zog etwa die Stock-to-Flow-Ratio heran und münzte sie auf die Digitalwährung um. Das Modell, das sonst die Seltenheit von Edelmetallen beschreibt, sollte fortan dazu dienen, Bitcoin-Kurs-Prognosen zu erstellen. Und siehe da: Durch geschickte Kalkulation errechnete PlanB für die Post-Halving-Ära einen Bitcoin-Kurs von bis zu 300.000 US-Dollar. Doch die Kritik sollte nicht lange auf sich warten lassen. Zu ungenau seine Vorgehensweise, zu wenig wissenschaftlich sein Modell. Schließlich, und das ist das Hauptprobem bei (solchen) technischen Analysen, verwertet sie Daten aus der Vergangenheit und will dadurch Zukunftsprognosen voraussagen.

Hash Ribbon und der Bitcoin-Kurs

Auch die Hash Ribbon prescht in eine ähnliche Kerbe. Laut Charles Edwards deuten technische Signale aus den Tiefen des Mining-Netzwerks darauf hin, dass wir uns momentan am Beginn eines historischen Bullruns befinden.

Bitcoin: Das Hash Ribbon Kauf-Signal wurde soeben bestätigt. Das Post-Halving-Signal ist besonders außerordentlich. Es könnte eine Weile dauern, bis das nächste kommt. Und so kann der große Bullrun beginnen.

Charles Edwards

Die Hash Ribbon ist letztlich eine Metrik, die verschiedene gleitende Mittelwerte aus dem BTC-Netzwerk betrachtet. Sie kann, je nachdem in welche Richtung sich die beiden Mittelwerte kreuzen, ein ultrabullishes oder ein ultrabaerishes Signal ausbilden.

Ungeachtet dieser Signale kann man feststellen, dass das Netzwerk aktuell sehr sicher ist. Außerdem ist das Mining aktuell, zumindest in China sehr profitabel. Da dort der Monsun aktuell Regenwellen durch das Land peitscht, ist Krypto-Mining beziehungsweise der Strom dafür dort aktuell besonders günstig.

Wie die aktuellsten Nachrichten den Bitcoin-Kurs beeinflussen können, kann man im Marktupdate nachlesen.

Schach-Legende Kasparov: Popularität von Bitcoin ist unvermeidlich

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Privat oder nicht? Verzinslich oder nicht? Und wie verhält es sich mit der Geldwäsche? Diese Fragen müssen beantwortet werden, bevor eine CBDC eingeführt werden kann, heißt es aus der tschechischen Zentralbank.

Tomas Holub, Vorstandsmitglied bei der tschechischen Notenbank, sondern auch skeptisch gegenüber digitalem Zentralbankengeld (Central Bank Digital Currency, CBDC). In einem Interview, das die tschechische Nationalbank am 21. Juli auf ihrer Website präsentierte, zweifelt Holub an dem Nutzen einer CBDC – – etwa durch die direkte Verteilung von Helikoptergeld an die Bevölkerung – zur Bekämpfung von Wirtschaftskrisen. Unter anderem, weil die Zentralbanken dann Gefahr liefen, der Politik ins Handwerk zu pfuschen:

Ja, technisch klingt das nach einem attraktiven Konzept, das es uns erlauben würde, etwas zu tun, was wir im Moment nicht tun können. Auf der anderen Seite ist das Haupthindernis die Gesetzgebung. Die Frage ist, ob die Zentralbank in der Lage wäre, den Bürgern ein Geschenk in Form einer Gutschrift in digitaler Währung zu machen. Das ist bereits das Eindringen der Zentralbank in die Domäne der Steuerpolitik. Und ich bin mir nicht sicher, ob die Politiker den Willen haben, uns diese Macht zu geben.

Auch abseits politischer Fragestellungen blickt Holub skeptisch auf CBDC. Zwar könnte digitales Zentralbankengeld im Kampf gegen Inflation helfen. Allerdings „steckt der Teufel im Detail“, so Holub weiter. So gebe es noch zahlreiche offene Fragen, die nicht nur die Vereinbarkeit von CBDC mit den Gesetzen zur Geldwäsche-Bekämpfung betreffen:

Aber hier muss man berücksichtigen, dass die Konzepte dieser digitalen Währungen unterschiedlich sind, und aus meiner Sicht ist es hier noch mehr denn je so, dass der Teufel im Detail steckt. Denn je nach den einzelnen Parametern kann sich dieses Konzept dann nämlich völlig anders verhalten. Wird zum Beispiel die digitale Währung anonym sein oder nicht? Wird es möglich sein, AML-Standards in der anonymen Variante zu sichern? Und wird die Währung verzinslich sein oder nicht?

Er habe, so Holub weiter, bislang noch kein CBDC-Konzept gesehen, das diese Punkte ausreichend behandelt hat.

Digitale Revolution: Wie die Blockchain die Kunstwelt verändert

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Die Wirtschaftsprüfer PwC und die Schweizer Blockchain-Investmentfirma CV VC veröffentlichten mit der Unterstützung von Cointelegraph einen Bericht, der sich überraschenderweise dem Kunstbereich widmet. Im Fokus: Die globalen Top-Firmen, die sich die Blockchain in der Kunst zu Nutze machen.

Es ist eine sehr komplexe Aufgabe, die Herkunft und die Echtheit eines Kunstwerks sicherzustellen. Mit der Blockchain sei das möglich, so schreibt es Investmentbanker und Kunstsammler Niko Kipouros in dem am 21. Juli veröffentlichten Bericht mit dem Titel „Blockchain in Art“. Die Technologie verändere die Art und Weise, wie wir Kunst kaufen, verkaufen, unterstützen, betrachten oder sogar schaffen. Der Report stellt die größten Unternehmen vor, die sich aktuell in diesem Branchenzweig bewegen.

Im Rahmen der Veröffentlichung veranstaltet CV VC ein Online-Panel am 12. August, um dort die neuesten Entwicklungen auf dem Blockchain-betriebenen Kunstmarkt zu diskutieren. Unterstützung erhält das Unternehmen von Führungskräften großer Industrie-Startups wie 4ARTechnologies und Blockchain.art.

Warum die Kunst die Blockchain braucht

Der Kunstmarkt zählt seit vielen Jahren zu einem der dynamischsten, lukrativsten und attraktivsten Märkte. Im vergangenen Jahr lag das Umsatzvolumen bei 67,4 Milliarden US-Dollar weltweit, allein zum Vorjahr eine Steigerung von 17 Prozent. Dennoch hat dieser Markt aus mehreren Gründen eine sehr hohe Eintrittsbarriere. Einerseits werden die einzigartigen und besten Kunstwerke zu extrem hohen Preisen gehandelt, wie beispielsweise das Werk von Künstler Jeff Koon zeigt, der eine Hasen-Skulptur für 91 Millionen US-Dollar im Dezember verhökerte. Andererseits ist es schwierig, im von Werken überfluteten Kunstmarkt einen Überblick zu behalten. Experten schätzen, dass 30 bis 50 Prozent aller Werke, die derzeit auf dem Kunstmarkt gehandelt werden, gefälscht sind. Doch jetzt kommt die Blockchain–Technologie ins Spiel.

Die Blockchain-Technologie in der Kunstindustrie

Da sich die Blockchain–Technologie in den letzten Jahren in einer Vielzahl von Branchen rasch verbreitet hat, gibt es in der Kunstindustrie schon seit einiger Zeit Blockchain-basierte „Werkzeugkästen”. Niko Kipouros, CEO und Gründer von 4ARTechnologies, bietet mit der 4ARTapp einen davon. Die App helfe dabei, alle relevanten Aufgaben im Umgang mit Kunst zu digitalisieren und alle Akteure miteinander zu vernetzen. Somit schaffe die Blockchain-basierte Anwendung mehr Transparenz, Sicherheit, Prozesseffizienz und eine deutliche Kostenreduzierung.

Kipouros sagt dazu im „Blockchain in Art“-Bericht folgendes:

Technologie verändert die Art und Weise, wie Kunst geschaffen und genossen wird. Was unbekannt bleibt, ist, wie weit wir es bringen werden. Zweifellos müssen wir diesen Wandel anpassen und vorantreiben.

Die digitale Revolution

Laut Kipouros beschleunigen Galerien und Kunstmessen – nicht zuletzt durch Corona – ihre Online-Präsenz. So sei ein Ziel, das Kunsterlebnis gemeinsam mit der Blockchain zu digitalisieren, so dass Kunstliebhaber ihre Lieblingsschöpfungen bequem von zu Hause aus betrachten können. Ob es umsetzbar und der realen Erfahrung gleichkommt, wird sich zeigen. Ein praktisches Beispiel zeigte das New Yorker Künstlerkollektiv „Snark Art“, die an digitalen Kunstprojekten auf der Blockchain arbeiten. Sie machen die Betrachter nicht nur zu Sammlern, sondern mit dem Handel von Non Fungible Token zu aktiven Teilnehmern.

Im Sammlerkontext gewährleistet die Blockchain–Technologie jedenfalls den Eigentümern der Kunstwerke einen Zugriff auf ihre Sammlung. Dies geschieht mit voller Privatsphäre und Sicherheit. Darüber hinaus kann die Technologie auch Sammlungen verwalten und Mitarbeitern beispielsweise verschiedene Berechtigungs- und Zugriffsebenen einräumen. Ein Vorteil: Alles kann über die Ferne gesteuert werden.

„Nonsens“: Selbsternannter Bitcoin-Erfinder Craig Wright erntet Kritik

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Vier Experten wurden befragt, was sie von Wrights jüngster These zur digitalen Signatur halten. Die Antwort lautet: “Nonsens”.

In den vergangenen Jahren hat Craig Wright mehrmals Aufsehen erregt. Wiederholt hat er behauptet, höchstselbst hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto, dem mysteriösen Bitcoin-Erfinder, zu stecken. Mit den von ihm vorgelegten „Beweisen“ hat er andere Experten jedoch nicht überzeugen können.  

Nun steht seine Methodik erneut in der Kritik. Der Nachrichtenkanal CoinDesk hat ganz aktuell vier Experten befragt, was sie von Wrights jüngster These zur Bitcoin-Nachrichtensignierung halten. Die Antwort lautet, sie sei schlicht und ergreifend falsch.

Craig Wright, der selbsternannte „Satoshi“, hat derzeit gleich mehrere Gerichtsverfahren anhängig. Neben den Streitigkeiten um den Tulip Trust läuft ein weiteres Verfahren, das mit seiner Behauptung, er selbst sei der Erfinder des Bitcoin, zusammenhängt. In frühen Tagen der Kryptowährung gibt es eine Reihe von Adressen, die Satoshi zugeordnet werden. Nun wird sich extra eine Jury mit der Frage befassen müssen, ob die Behauptungen von Wright zutreffen.

Bei dem von dem Krypto-Magazin zitierten Expertenmeinungen geht es um 145 Schlüssel, die Craig Wright als seine bezeichnet. Ein anonymer Nutzer hat dem jedoch widersprochen und Wright öffentlich einen „Lügner und Betrüger“ genannt. Wright verfüge nicht über die nötigen Schlüssel, um diese Nachricht zu signieren. Derartige Vorwürfe gegen Craig Wright gab es erst kürzlich von Seiten des Ex-CEOs von Mt.Gox, Mark Karpeles

Wright antwortet postwendend auf Vorwurf

Was den anonymen Nutzer betrifft, ließ die Replik von Craig Wright nicht lange auf sich warten. Es könne „per Definition“ gar keine anonyme digitale Signatur geben. Um eine Nachricht zu signieren, müsse man „entweder ein Identitätsattribut oder eine Identität haben“. 

Diese Behauptung stößt auf Widerspruch bei gleich vier Kryptographie-Experten. Vadim Kobeissi von Symbolik Software nennt die Behauptung von Wright „vage und irreführend“. Matthew Green, Professor für Kryptographie an der John Hopkins Universität, nennt die Argumentation Wrights schlicht und ergreifend „Nonsens“. 

Eine digitale Signatur wird nicht nur beim Senden von Bitcoin benötigt, um zu beweisen, dass hinter einer bestimmten Adresse der rechtmäßige Eigentümer der Bitcoins steckt. Ein Bitcoin-Besitzer kann mit seinem privaten Schlüssel ebenfalls Nachrichten signieren. Damit ist der Beweis erbracht, dass derjenige den Schlüssel besitzt, der die Nachricht signiert hat. Um genau diesen Fall geht es in der aktuellen Diskussion laut den zitierten Fachleuten.

Namensstreit: Chiphersteller Intel soll John McAfee verklagen

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Das DeFi-Protokoll Orion hat ein erfolgreiches Dynamic Coin Offering (DYCO) hingelegt und dabei 3,45 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das steckt hinter der neuen Funding-Methode.

Die Zeiten von Initial Coin Offerings (ICOs) oder Initial Exchange Offerings (IEO) scheinen vorbei zu sein oder finden nur auf Sparflamme statt. Zu sehr haben sich die Nachteile dieser Krypto-Funding-Methoden in den letzten Jahren herausgestellt. Mit einer neuen Finanzierungsmethode hat das DeFi-Protokoll Orion nun einen Erfolg verkünden können. Mit Hilfe eines so genannten Dynamic Coin Offering (DYCO) konnte Orion 3,45 Millionen US-Dollar einsammeln.

Das Start-up hatte sich 2018 gegründet, mit dem Ziel Liquidität im DeFi-Sektor zu aggregieren. Orion bietet eine Trading-Lösung namens Orion Terminal, die die Liquidität des Krypto-Marktes auf einer dezentralen Plattform aggregiert und dabei auf der Elrond Blockchain aufbaut. Aktuell befindet sich das Projekt noch in der Beta-Phase.

Dynamic Coin Offering (DYCO) – Darum geht es

Der Vorteil bei einem DYCO ist, dass Investoren ihr Geld zurückerhalten, wenn das Unternehmen versprochene Milestones nicht einhält. So bekommen Investoren, die jeweiligen Orion Token (ORN) halten, bis zu 80 Prozent erstattet, wenn das Protokoll nicht entsprechende Milestone abliefert. Die Refund-Phase startet im 9. Monat und soll bis zum 16. Monat nach dem DYCO laufen. Anstatt nur bedingt werthaltige Netzwerktoken zu erhalten, soll die Kompensation durch US-Dollar gedeckt sein.

Laut dem Branchenmagazin TheBlock, möchte man das Orion Terminal im Quartal vier dieses Jahres launchen. Zusätzlich sollen noch weitere Produkte beziehungsweise Dienstleistungen wie Lending, Price Oracles und eine dezentrale Exchange durch das Terminal verfügbar sein. Das DYCO wurde über die DAO-Maker-Agentur durchgeführt.