Sberbank will Geldautomaten mit Blockchain-Unterstützung

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In Russland droht ein Krypto-Verbot und die größte Bank des Landes will Blockchain-kompatible Geldautomaten aufstellen – was ist da los?

Die Russische Sberbank will 4,917 neue Geldautomaten (ATMs) aufstellen. Soweit, so naheliegend. Was indes stutzig macht, ist eine Stelle in der Beschreibung der technischen Spezifikationen des ATM-Modells. So soll die Programmierschnittstelle CUDA des Grafikkartenherstellers Nvidia die ATMs auch für den Einsatz in Blockchains befähigen.

Eine leistungsfähige Grafikkarte mit Nvidia CUDA-Unterstützung für Bilderkennungs-Software und Blockchain-Operationen

Die API CUDA kommt unter anderem beim (längst unrentabel gewordenen) Mining von Bitcoin mit dem heimischen Computer zum Einsatz. Dass die Sberbank die ATMs zum Mining von bereits existierenden Kryptowährungen einsetzen will, ist jedoch unwahrscheinlich. Zwar gilt ihr Vorstandvorsitzender Herman Oskarowitsch Gref als Krypto-freundlich. Doch das gilt nicht für die russische Zentralbank.

Diese hatte sich bereits mehrfach für ein Verbot von Bitcoin ausgesprochen. Die Notenbank argumentiert dabei mit den bekannten regulatorischen Bedenken: Kryptowährungen gefährdeten die Finanzstabilität, beförderten Geldwäsche und brächten Risiken für den Verbraucherschutz mit sich.

Der eiserne Krypto-Vorhang

Die Forderung nach einem Bitcoin-Verbot hat mittlerweile auch in der Staatsduma Einzug gehalten: Ein aktuelle Gesetzesnovelle will den Handel und Besitz von Kryptowährungen streng regulieren. Für Zuwiderhandlungen seien hohe Geld- sowie Haftstrafen vorgesehen, berichtet die russische Nachrichtenplattform RBC. So soll unter anderem jede gewerbliche Tätigkeit im Bereich von Kryptowährungen unter Strafe stehen. Der Besitz von Krypto-Assets muss bei der Steuerbehörde gemeldet werden und Banken dürfen keine Gelder akzeptieren, die aus dem Verkauf von Kryptowährungen stammen. Sollte das Gesetz in seiner jetzigen Form verabschiedet werden, könnte das den Todesstoß für den russischen Krypto-Sektor bedeuten.

Bereitet die Sberbank dem E-Rubel die Manege?

Die steife Brise, die Bitcoin und Co. aus dem russischen Unterhaus entgegen weht, spricht gegen die Spekulation, dass die Sberbank mit ihren rund 5.000 neuen Geldautomaten ins Mining von Kryptowährungen einsteigen will.

Vielmehr könnten die in der Ausschreibung erwähnten Blockchain-Operationen auch auf einen etwaigen E-Rubel abzielen. Wie die meisten Notenbanken untersucht auch die russische Zentralbank das Potenzial der Blockchain-Technologie, um eine rein digitale Staatswährung zu erschaffen.

Dabei zeigte sich die Sberbank Kryptowährungen gegenüber mehr als aufgeschlossen: Neben der Gründung einer eigenen Blockchain-Abteilung verfolgte die Bank auch Pläne, Konten für digitale Währungen anzubieten. Im vergangenen Jahr verabschiedete sich die Sberbank jedoch wieder von dem Vorhaben und verwies dabei auf regulatorische Unklarheiten. Ob die Bestrafung jeglicher Krypto-Aktivität die Art von Klarheit wäre, die der Sberbank dabei vorschwebte, daran darf man getrost zweifeln.

Craig Wright: Miner unterschreibt Nachricht mit „Faketoshis“ Private Keys

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Not your Keys, not Your Coins – das Mantra eines jeden Hodlers, der etwas auf sich hält. Was normalerweise gebetsmühlenartig im Zusammenhang mit verheerenden Bitcoin-Börsen-Hacks gepredigt wird, bekommt der selbsternannte Bitcoin-Erfinder Craig Wright nun von einem Miner der ersten Stunde unter die Nase gehalten.

Craig Wright ist derzeit damit beschäftigt, seine Identität als Bitcoin-Begründer Satoshi Nakamoto vor einem Gericht in Florida zu beweisen. Zuletzt reichte Wright ein weiteres Mal ein Beweismittel ein, das die „letzten“ Zweifel an seiner Satoshihaftigkeit ausräumen sollte: Vier Listen mit Bitcoin Blöcken und Transaction IDs sollen beweisen, dass Craig Wright der Eigentümer von insgesamt über einer Million Bitcoin ist, die in dem ominösen „Tulip Trust“ lagern sollen.

Die BTC sollen aus der Frühzeit von Bitcoin stammen; Wright soll sie mit David Kleiman, einem verstorbenen Informatiker und potenziellen Satoshi-Kandidaten, „geschürft“ haben. Dessen Bruder und Nachlassverwalter, Ira Kleiman, hätte gerne die Hälfte des multimilliardenschweren Bitcoin-Schatzes. Craig Wright beansprucht indes den Löwenanteil des Tulip Trust für sich und gesteht Kleiman nur einen kleinen Anteil zu. Wright hatte den CTO seiner Firma nChain, Steve Shadders, damit beauftragt, eine Liste zu erstellen.

Miner und Antonopoulos säen Zweifel an Craig Wright

Shadders lieferte rund 28.000 Adressen von Blöcken, die Wright und Kleiman in der Anfangszeit von Bitcoin gemint haben sollen. 16.430 Einträge sollen auf Wright zurückgehen, 6.416 Einträge entfallen auf David Kleiman – sagt die Verteidigung.

Die Klägerseite beauftragte den bekannten Bitcoin-Evangelisten Andreas Antonopoulos damit, die Listen zu analysieren. Am 21. Mai wurde Antonopoulos’ Gutachten veröffentlicht. Der Experte hat dabei festgestellt, dass die Liste von Shadders nicht nur mehrere Tausend Adressen erhält, die nicht den Kriterien der Liste entsprechen (etwa, das die BTC-Einheiten in einem Block noch nicht bewegt wurden); Antonopulos hat ferner festgestellt, dass die Liste keine vollständige Aufzählung aller Adressen sein kann, die mit Satoshi Nakamoto in Verbindung stehen. Er beruft sich dabei auf einige wenige bekannte Transaktionen, die mit Sicherheit auf das Konto/Wallet des Bitcoin-Begründers gingen.

Darüber hinaus ist keine der Listen eine vollständige Liste aller Bitcoins , die von Satoshi gemint wurden, da sie keine Bitcoin enthalten, von denen sicher bekannt ist, dass sie von Satoshi gemint wurden. Schließlich wurde Bitcoin aus Blöcken, die [in diesen] Listen enthalten sind, zu verschiedenen Zeiten im Anschluss an ihre Mining-Aktivitäten und zuletzt am 2. September 2019 ausgegeben.

Nicht nur für unvollständig, sondern für schlichtweg falsch hält die Liste dagegen ein Bitcoin Miner, der am 25. Mai folgende Nachricht absetzte:

Craig Steven Wright ist ein Lügner und Betrüger. Er hat nicht die Schlüssel, um diese Nachricht zu unterschreiben. Das Lightning Network ist eine bedeutende Errungenschaft. Wir müssen jedoch weiter daran arbeiten, die Kapazität der On-Chain zu verbessern. Leider besteht die Lösung nicht darin, nur eine Konstante im Code zu ändern oder mächtigen Teilnehmern zu erlauben, andere zu verdrängen. Wir alle sind Satoshi.

Mit der Nachricht lieferte der anonyme Post eine Liste mit insgesamt 145 Adressen, die sich allesamt auch in der Liste von Craig Wright finden. Allerdings scheint der Post-Ersteller und nicht Wright im Besitz der zugehörigen Private Keys zu sein.

Der Prozess gegen Wright wird am 6. Juli offiziell beginnen.

Kickt’s? Diego Maradona trainiert jetzt auf der Ethereum-Blockchain

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Diego Maradona kommt auf die Blockchain. Und zwar als digitaler Trainer für Fantasy-Football-Manschaften.

Diego Maradona, einst Weltfußballer und Party-Löwe, findet nun seinen Weg auf die Blockchain. Aus einer Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt, geht hervor, dass das Fantasy-Football-Unternehmen Sorare jüngst einen Vertrag mit dem argentinischen Fußballclub Gimnasia la Plata unterzeichnet hat. Als Teil dieser Partnerschaft, so heißt es in der Mitteilung weiter, wird Sorare 111 Digitale Sammel-Token von Diego Maradona herausgeben. Gelagert auf der Ethereum–Blockchain sollen sie in drei Ausführungen kommen. Diese sind „Einzigartig“ (1 Exemplar), „Super-Selten“ (10 Exemplare) und „Selten“ (100 Exemplare).

Diego Maradona als digitaler Blockchain-Trainer

Manager*Innen von Fantasy-Football-Teams können die digitalen Tauschobjekte nutzen, um Diego Maradona für ihre imaginären Fußballvereine einzusetzen. Die Digitalisierung Maradonas zeigt hier zahlreiche Vorteile. Neben der monetären Exploration durch Sorare wird sich der Einsatz des gefallenen Fußballidols lohnen. Schließlich ist er in digitaler Form vor solchen Versuchungen gefeit, die ihm in der analogen Welt so zugesetzt haben.

Indem sich der Fußballcub Gimnasia la Plata um Diego Maradona der Welt der Blockchain und dem Fantasy Football öffnet, schließt er sich einer Reihe renommierter Vereine an. Zu den Clubs, die sich unter den Sorare-Partnern befinden, zählen unter anderem Juventus Turin, Atlético Madrid, Spartak Moskau, Olympique Lyon, Bayer Leverkusen und der FC Porto. Dennoch handelt es sich beim digitalen Einsatz von Diego Maradona um ein Novum. Wie Sorare in der Mitteilung betont, sei der Argentinier der erste Trainer, der seinen Weg auf die Blockchain findet.

Wie Panini, nur digitaler

Die so genannten Blockchain Cards mögen den einen oder die anderen LeserIn an Panini-Sammelkarten erinnern, bloß eben digital. Spieler (und nun auch Trainer) bekommen eine Repräsentation im Digitalen. Die Blockchain–Technologie sorgt dann dafür, dass sich die Authentizität der jeweiligen Karten garantieren lässt – Nachverfolgbarkeit inklusive. Pro Spieler und Saison veröffentlicht Sorare die jeweiligen Blockchain-Sammelkarten in den oben genannten Seltenheits-Ausführungen. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden die Karten der Sorte „einzigartig“ in der vergangenen Woche bereits für über 2.000 US-Dollar gehandelt.

Wer sich auf die Reise in die Welt des Fantasy-Footballs begeben möchte und dort zu einer ManagerIn wird, setzt jede Woche Teams bestehend aus 5 Spieler(karten) zusammen. Mit diesen treten sie dann gegen andere ManagerInnen an, um Preise und Errungenschaften zu erspielen. Wer besonders gut darin ist, bekommt eine bessere Bewertung und gegebenenfalls Bonuspunkte. Ob die Diego-Maradona-Karte bereits gespielt worden ist, ist zu Redaktionsschluss nicht bekannt.

Australische Behörden nehmen Bitcoin-Besitzer ins Visier

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Der Bitcoin-Kurs (BTC) könnte bald auf 1 Million US-Dollar steigen. Zumindest, wenn es nach einem ehemaligen Goldman Sachs Mitarbeiter geht.

Neues aus der wundersamen Welt der Bitcoin-Kurs-Prognosen: Raoul Pal, ein ehemaliger Mitarbeiter der Investmentbank Goldman Sachs, ist ultrabullish für die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung. Er geht davon aus, dass die zunehmende wirtschaftliche Schieflage dazu führen könnte, dass BTC zur Welt-Leitwährung wird. Vor dem nächsten Halving, das voraussichtlich in 4 Jahren stattfindet, könne das einen Bullrun ungekannten Ausmaßes hervorufen, was letztlich zu einem Bitcoin-Kurs von 1 Million US-Dollar führen soll.

Corona-Krise soll Bitcoin-Kurs befeuern

In einem Video-Interview mit dem Szenemagazin Cointelegraph erklärt Raoul Pal dass die Auswirkungen der Corona-Krise die Weltwirtschaft weiter ins Ungleichgewicht bringen könnte. Als Folge müssten sich Menschen umorientieren und sich nach alternativen Währungen umsehen. Ferner halte Pal es für wahrscheinlich, dass sich die Wirtschaftskrise in eine weltweite Depression verwandeln könne und sich als solche über die nächsten 3 Jahre ziehen könne. Nach Betrachtung von logarithmischen Charts und darauf fußenden Analysen im Zusammenhang mit dem sich weiter verknappenden Angebotsnachschub hält er dahingehend eine Bitcoin-Kurs-Explosion für möglich:

[Die logarithmische Betrachtung] könnte uns zu 1 Million US-Dollar führen. Ist das möglich? Wer weiß das schon. Ich glaube, dass es möglich ist. Allerdings würde das nicht mit dem Stock-to-Flow-Modell übereinstimmen [….].

Das Stock-to-Flow-Modell, das Pal erwähnt, sieht nur einen Bitcoin-Kurs von 288.000 US–Dollar voraus. Doch diese basiert – ähnlich wie die ultrabullishe These von Pal – lediglich auf technischen Indikatoren. Dabei versuchen sie, anhand Daten aus der Vergangenheit ein Szenario für die Zukunft entwerfen. Ob solche Szenarien realistisch sind, steht freilich in den Sternen.

BTC-Kurs aktuell

Nichtsdestotrotz sieht es beim Bitcoin-Kurs aktuell wieder gut aus. Nachdem die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung kurz vor dem BTC Halving kurzzeitig etwas eingebrochen war, geht es nun wieder bergauf. So notiert der Bitcoin-Kurs bei Redaktionsschluss bei 9.725 US-Dollar. Damit freuen sich Fans des digitalen Assets über ein 24-Stunden-Plus von knapp acht Prozent.

Bitcoin-Kurs im Tageschart

Ein mögliches Kursziel für Short-Trader wäre hier die 9.987 US-Dollar-Marke, optimistische Investoren können ihre Kursziele bei etwa 10.500 US-Dollar setzen. Die 10.000 US-Dollar-Marke gilt als wichtiger Widerstand, an der sich der Kurs der Kryptowährungen mitunter abkämpft.

Mehr zu den aktuellen Entwicklungen rund um den Bitcoin-Kurs in unserem Marktupdate.

Diese Einschätzungen stellen keine Investmentberatung dar.

Satoshi Nakamoto: Stammt der Bitcoin-Erfinder aus Deutschland?

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Bitcoin ist spätestens seit dem jüngsten Halving wieder in aller Munde. Doch wer hats erfunden? Möglicherweise führen die Spuren geradewegs nach Deutschland.

Das Rätselraten um die Person hinter Satoshi Nakamoto gleicht der Suche nach dem Ei des Kolumbus. In die Auswahl vermeintlicher Satoshi-Kandidaten haben sich dabei bislang allerlei mehr oder weniger obskure Krypto-Köpfe verirrt. Vom renitenten Craig Wright, über den Freizeit-Astronauten Elon Musk bis hin zum deutschen Hobby-DJ Jörg Molt – die Liste selbsternannter oder fremdbestimmter Bitcoin-Erfinder ist ebenso lang wie befremdlich. Laut eines gewagten Blogeintrags lassen sich Satoshis Spuren jedoch nach Deutschland zurückverfolgen. Könnte Bitcoin etwa deutsche Wurzeln haben?

Von Mozart bis Satoshi

Die Argumentation des Trustnodes-Eintrags ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Im Kern läuft sie darauf hinaus, dass das Bitcoin-Währungskonzept und damit das im Bitcoin-Code implementierte Design der deutschen Wirtschaftsschule entspringt:

Das Design ist eine Geschichte, die in einem Code erzählt wird, und diese Geschichte ist in erster Linie, wenn nicht sogar vollständig, eine deutsche Geschichte.

Im Weiteren ergießt sich der Text in einem Lobgesang auf die deutsche Kultur der Dichter und Denker. Etwas so bedeutungsvolles und revolutionäres wie Bitcoin könne schließlich nur in einer Hochkultur entstanden sein, oder?

Man vergisst leicht, dass die deutsche Kultur eine große Kultur ist. Mozart, mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Niemals von Rom oder irgendeinem Volk besetzt, begann in diesem Land das, was zur Aufklärung wurde. Gutenberg, Luther und nicht zuletzt Immanuel Kant.

Abgesehen von diesem zweifelhaften Beleg (der zudem ignoriert, dass Mozart wohl eher Österreicher war), habe Deutschland im Gegensatz zu den USA „eine ganz andere Art, über Wirtschaftstheorie zu theoretisieren“. Diese finde sich demnach im Bitcoin-Konzept wieder. Und daher ließe sich argumentieren, „dass der Bitcoin-Erfinder unmöglich ein Amerikaner sein kann“ und sehr „wahrscheinlich ein Deutscher“ sei – bestechend.

Doch Trustnodes zufolge muss das nicht bedeuten, dass der Bitcoin-Erfinder ein gebürtiger Deutscher sei. Vielmehr sei er mit der „deutschen Wirtschaftsschule und dem deutschen Wirtschaftsdenken eng vertraut“ und könnte folglich zumindest einige Zeit in Deutschland gelebt haben.

Dies führt der Autor darauf zurück, dass „im [Bitcoin]Code ziemlich genau die deutsche Schule der Geldtheorie dargestellt“ sei. Dieser Code stünde im Gegensatz zum US-amerikanischen Wirtschaftsdenken und untergrabe die globale Währungshoheit des US-Dollars.

Bitcoin made in Germany?

Dass der Bitcoin-Erfinder rein aus kulturtheoretischen Überlegungen heraus aus Deutschland stammen soll oder zumindest Bekanntschaft mit dem Land gemacht hat, ist unhaltbar und fällt eher in die Kategorie Lach- und Sachgeschichten.

Entzaubert man das Akronym Satoshi Nakamoto in diesem Zusammenhang und in Manier des zitierten Artikels und würfelt die Buchstaben neu zusammen, könnte der oder die Urheberin mit Namen Sina oder Haiko tatsächlich aus Deutschland stammen – vorausgesetzt man kehrt die restlichen verbleibenden Buchstaben unter den Tisch.

Halving und Corona: „Perfektes Timing für Bitcoin (BTC)“ – Mike Novogratz

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Galaxy Digital ist eine der größten Vermögensverwaltungen für Kryptowährungen. Nun ist dem Unternehmen die Listung an der Toronto Stock Exchange (TSX) gelungen.

Die Tätigkeiten von Galaxy Digital umfassen einen der größten Handelsplätze für Kryptowährungen in den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus bietet die Plattform eine Vermögensverwaltung für Risikokapital und digitale Assets, um Transaktionen sowie Übernahmen in der Krypto-Branche für ihre Kunden zu ermöglichen.

Mit der Listung an der Toronto Stock Exchange (TSX) sieht der bekannte Gründer und Geschäftsführer von Galaxy Digital, Mike Novogratz, einen wichtigen Schritt, um in der Breite an Bekanntheit hinzu zugewinnen. So heißt es in einer Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt:

Unser Wechsel an die TSX, einen der führenden öffentlichen Märkte für die TMX Group, ist ein weiterer wichtiger Schritt in unserer Entwicklung als börsennotiertes Unternehmen, das sich darauf konzentriert, seinen Anlegern verbesserte Liquidität und eine erweiterte öffentliche Bekanntgabe zu bieten.

Im aktuellen Quartal wurden nach Aussagen von Galaxy Digital rund 1 Milliarde US-Dollar mit unterschiedlichen Aktivitäten wie eben Zuflüsse in den Bitcoin-Fonds oder M&A-Transaktionen umgesetzt. Das finale Datum der Listung an der TSX ist noch nicht bekannt und wird erst im Laufe des aktuellen Quartals kommuniziert.

Bitcoin-Beute: „Böse Computergenies mit soziopathischen Zügen“

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In Kürze ist das Bitcoin Halving. Viele gehen davon aus, dass danach auch der Bitcoin-Kurs steigt. Was dürfen Anleger erwarten?

Bitcoin Halving und der Bitcoin-Kurs

Das Bitcoin Halving findet in etwa alle vier Jahre, in BTC-Zeit gesprochen alle 210.000 Blöcke, statt. Dabei halbiert sich die Belohnung, die Miner für erfolgreich geschürfte Blöcke bekommen. Das nächste Halving stehtam 12. Mai an, die Miner-Belohnung verringert sich von 12,5 BTC auf 6,25 BTC. Damit wird die deflationär ausgerichtete Angebotsstruktur hinter der Digitalwährung unterstützt. Denn es wird maximal 21 Millionen Einheiten der Kryptowährung geben, danach ist Schluss.

Die ökonomischen Grundprinzipien von Angebot und Nachfrage lassen hier eine bullishe Hoffnung für den Bitcoin-Kurs zu: Steigt die Nachfrage bei sinkendem Angebotsnachschub, dürfte auch der Bitcoin-Kurs steigen.

Stock to Flow – Futter für die Bullen

PlanB, ein anonymer Krypto-Analyst, hat die Geldpolitik hinter BTC zum Anlass genommen und die so genannte Stock-to-Flow-Ratio auf das Krypto-Asset angewendet. Dieses berechnet die Seltenheit eines Gutes und wird ursprünglich bei Edelmetallen wie Gold verwendet. Nach der Anwendung dieses Modells würde die Seltenheit der Kryptowährung bald höher sein als die von Gold. Auf Basis von vergangenen Daten berechnete der Krypto-Analytiker dahingehend einen Bitcoin-Kurs von 288.000 US-Dollar nach dem Halving. Wissenschaftlich lückenlos ist seine Analyse dennoch nicht. So basiert das Modell lediglich auf sechs Datenpunkten und modelliert sich gezwungenermaßen lediglich aus Daten aus der Vergangenheit, wie wir hier erläutern.

Bitcoin-Kurs-Explosion?

Zudem ist das anstehende Halving kein Geheimwissen. Trader*Innen sowie sonstige Spekulierende wissen größtenteils um die Marktmechanismen hinter BTC, man kann davon ausgehen, dass das Wissen in den Markt bereits „eingepreist“ ist. Doch diese Annahme – kulminiert in der Effizienzmarkthypothese – ist auch nicht letztlich gesichert.

Am ehesten empfiehlt sich für die Einschätzung des weiteren Verlauf des Bitcoin-Kurs ein datengestützter Blick mit aller notwendigen Neutralität. Man wird, auch im Vergleich zu anderen Kryptowährungen sehen: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Dies ist keine Investmentberatung, sondern lediglich die Einschätzung des Analysten.

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Zug, Schweiz; 8. Mai 2020 – Bitcoin Suisse, der marktführende Schweizer Anbieter für Krypto-Finanzdienstleistungen kündigt seine Series-A Finanzierungsrunde und damit die erste Kapitalerhöhung an.

  • – Bitcoin Suisse kündigt Series-A Finanzierungsrunde an
  • – 20 Millionen CHF wurden bereits zugesichert – Kapitalbeschaffung wird bis Mitte Juni fortgesetzt
  • – Roger Studer, renommierter Schweizer Bankier, und das Studer Family Office sind Lead-Investor der Series-A

Insgesamt 20% der BTCS Holding AG Anteile (Holdinggesellschaft aller Bitcoin Suisse-Tochtergesellschaften mit allen Voting- und Dividendenberechtigungen) sollen qualifizierten, akkreditierten und professionellen Anlegern zu einer Pre-Money Bewertung von CHF 275 Mio. zum Kauf angeboten werden. Die eingenommenen Mittel werden das gegenwärtige Eigenkapital des Unternehmens in Höhe von CHF 54 Mio. aufstocken, wodurch das Potenzial für ein profitables Wachstum des Unternehmens und seine grenzüberschreitenden Lizenzierungsbemühungen weiter beschleunigt werden soll. In der Series-A wurden innerhalb des “Friends & Family” Programms bereits CHF 20 Mio. gezeichnet.

Die Series-A läuft vom 11. Mai bis Mitte Juni 2020 und steht qualifizierten, akkreditierten und professionellen Investoren mit einer Mindestbeteiligung von CHF 250.000 offen.

Bitcoin Suisse gewinnt namenhafte Investoren

Die Bitcoin Suisse ist auch stolz darauf, den renommierte Schweizer Bankier Roger Studer und das Studer Family Office in der frühen “Friends and Family” Phase bereits im April gewonnen zu haben.

Roger Studer vom Studer Family Office, erklärt:

Bitcoin Suisse verfügt über ein qualitativ hochwertiges Angebot, das auf einem bewährten und soliden Geschäft mit modernster Technologie basiert. Zudem hat sich die Bitcoin Suisse als Marktführer mit Fokus auf ein rasantes Wachstum im Schweizer Krypto-Finanzraum etablieren können. Aus diesen Gründen freut sich das Studer Family Office über die Teilnahme an der Series-A.

Der CEO von Bitcoin Suisse, Dr. Arthur Vayloyan, sagt:

Beim der Transformation der Bitcoin Suisse zu einer Schweizer Bank, wird das Eigenkapital des Unternehmens mit über CHF 100 Mio. für eine starke und profitable Bilanz sorgen. Die Series-A ebnet uns den Weg für ein noch schnelleres und noch profitableres Wachstum der Bitcoin Suisse. Es ist der richtige Schritt für das Unternehmen, und es ist eine ausgezeichnete Gelegenheit für Investoren, an dieser außergewöhnlichen Reise teilzuhaben”.

Der Gründer und Präsident der Bitcoin Suisse, Niklas Nikolajsen, weiter:

Die Bitcoin Suisse ist mein Lebenswerk, und diese Series-A ist unsere erste Kapitalbeschaffung überhaupt. Mit den CHF 54 Mio. Firmenkapital, die wir uns über viele Jahre durch einbehaltener Gewinne aufgebaut haben, haben wir bereits einen weiten Weg hinter uns. Wenn wir jedoch nach vorne blicken, könnten wir in Bezug auf unser Wachstumstempo an Grenzen stoßen. Wir beobachten eine steigende Nachfrage nach besicherten Krediten, Liquiditätsbereitstellungen – und eine ständig wachsende Notwendigkeit, unsere bilanzwirksamen Kundeneinlagen durch Schweizer Bankgarantien abzusichern. Mit der Series-A und dem aufgenommenen Kapital werden wir in der Lage sein, unser exponentielles Wachstum fortzusetzen und mit grenzüberschreitenden Lizenzen zu expandieren.

Es wird erwartet, dass die Bitcoin Suisse Series-A Mitte Juni 2020 abgeschlossen sein wird. 

Für Fragen bezüglich der Bitcoin Suisse Serie-A: Investoren: Rolf Gätzi (CFO) +41 79 446 58 32 [email protected] 

Über die Bitcoin Suisse 

Die Bitcoin Suisse wurde 2013 gegründet und leistete Pionierarbeit im Bereich der kryptografischen Finanzdienstleistungen. Sie hat das Krypto- und Blockchain Erscheinungsbild in der Schweiz geprägt und war eine treibende Kraft bei der Entwicklung des “Crypto Valley” und der “Crypto Nation Schweiz”. Als regulierter Schweizer Finanzintermediär, der seit Oktober 2019 als Schweizer Bank lizenziert ist, hat sich die Bitcoin Suisse zu einem Marktführer in den Bereichen Trading, Investmentbanking, Verwahrung, Kreditvergabe, Tokenisierung und anderen Krypto-Finanzdienstleistungen entwickelt, die auf die Bedürfnisse von privaten, institutionellen und Firmenkunden ausgerichtet sind. Die Bitcoin Suisse hat an seinen Standorten in der Schweiz (Zug), Dänemark (Kopenhagen) und Liechtenstein (Vaduz) ein Team von 145 hochqualifizierten Experten aufgebaut.

Bitcoin-Signale aus dem Äther

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Die Bitcoin Blockchain vereint Hodler aus aller Welt. Doch die Übertragung der Blockchain hängt an einem seidenen Faden – der Internetverbindung. Das Unternehmen Blockstream geht daher den Umweg und sendet das Ledger aus dem Orbit.

Abgesehen von Zeit und vor allem Nerven, kann eine lahmende Internetverbindung im Krypto-Space auch den digitalen Geldbeutel in Mitleidenschaft ziehen. Die Welt des Tradings ist äußerst schnelllebig. Im Sekundentakt muss man auf die Entwicklungen am Markt reagieren können, oder kommt entscheidende Schritte zu spät.

Mit dem Satelliten-Netzwerk von Blockstream könnten derartige Probleme der Vergangenheit angehören. Das Unternehmen sendet die gesamte Bitcoin Blockchain seit dem Genesis-Block aus dem dunklen Raum auf den Erdball. Was wie Science Fiction klingt, hat den entscheidenden Vorteil, dass es keiner Internetverbindung bedarf, um sich mit der Bitcoin Blockchain synchronisieren zu können.

Das Unternehmen hat dafür sechs geostationäre Satelliten gemietet, die für die Übertragung der Blockchain nach Afrika, Europa, Süd- und Nordamerika sowie in den asiatisch-pazifischen Raum genutzt werden. Durch den Blockstream-Satellitendienst können Transaktionen sowie Informationen nahezu auf dem gesamten Planeten übertragen werden, ohne dabei auf das Internet angewiesen zu sein.

Bitcoin Blockchain: Höher, schneller, weiter

Blockstream sendet bereits seit 2018 Blockchain-Signale aus dem Weltall. Im Vergleich zur Vorgängerversion erhöht sich jedoch mit dem Update 2.0 die Datenkapazität um mehr als das 13-fache von etwa 120 kbps auf etwa 1,6 Mbps. Dabei nimmt die Bandbreite des Spektrums nur um das 4-fache von 300 kHz auf 1,2 MHz zu. Mit der erhöhten Bandbreite wurde auch „die maximale Dateigröße für die von Benutzern übertragenen API-Übertragungen von 10 KB auf 1 MB erhöht“.

Durch das Wechselspiel von mehr Bandbreite und erhöhter spektraler Effizienz, also einem verbessertem Verhältnis zwischen Datenübertragungsrate und Bandbreite des Signals, steigt die Datenrate bei Blockstream Satellite 2.0 im Vergleich zu 1.0 um das 25-fache. Dabei können die Nutzer eine Full Node synchronisieren, ohne eine Verbindung zum Internet herstellen zu müssen:

Anstatt von den Benutzern zu verlangen, ihre Bitcoin Full Node für die Synchronisierung mit dem Internet zu verbinden – wie es bei 1.0 der Fall war – ermöglicht Blockstream Satellite 2.0 jetzt die vollständige historische Synchronisierung. Benutzer von Blockstream Satellite können einen Bitcoin Full Node anschließen und die gesamte Bitcoin Blockchain vollständig herunterladen, vom ursprünglichen Genesis-Block aus dem Jahr 2009 bis hin zu den neuesten Transaktionen von heute… absolut kein Internet erforderlich!

Blockstream Blogeintrag.

Um die Signale zu empfangen, benötigen Nutzer allerdings entsprechende Empfänger-Kits. Zusammen mit einem optionalen Antennen-Set sind diese in Kürze bei Blockstream zur Vorbestellung erhältlich.

Auf ihrem Streifzug durch die Galaxis könnte die Bitcoin Blockchain – mit etwas Glück und Phantasie – zudem von extraterrestrischen Lebensformen entdeckt werden, die sich per Full Node zur irdischen Hodler-Spezies gesellen. Spätestens dann hätte die digitale Währung buchstäblich den grenzenlosen Zahlungsverkehr beschleunigt. Nach Hause kann ET dann zwar immer noch nicht telefonieren. Dafür könnte er seinen Liebsten auf dem Heimatplaneten zumindest ein paar Bitcoin zukommen lassen.

Selbsternannter Bitcoin-Erfinder Craig Wright soll abgeschrieben haben

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Der selbsternannte Bitcoin-Erfinder Craig Wright soll sich bei seiner Doktorarbeit großzügig bei anderen Autoren bedient haben, ohne sie als Quelle zu zitieren.

Craig Wright, der australische Programmierer, Ökonom, Pastor, Anwalt, Banker, Mathematiker und selbsternannte Erfinder von Bitcoin, hat beinahe so viele Hüte auf, wie der ehemalige Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg Vornamen besitzt. Was die beiden außerdem vereint: Wright soll bei seiner Doktorarbeit ebenfalls abgeschrieben haben. Diesen Vorwurf erhebt zumindest ein Autor, der unter dem Namen „Paintedfrog“ die Dissertation von Wright unter die Lupe genommen hat.

„Die Quantifizierung des Risikos von Informationssystemen: Ein Blick auf die quantitativen Antworten auf Fragen der Informationssicherheit“: So lautet der Titel der Dissertation, mit der Wright im Jahr 2017 seinen Doktortitel – nicht etwa in Informatik, sondern in Philosophie – an der australischen Charles-Sturt-Universität erworben hat.

„Paintedfrog“ seziert Doktorarbeit von Craig Wright

Wie „Paintedfrog“ in seinem Medium-Beitrag herausgefunden haben will, soll sich Wright für seine Doktorarbeit in bester Von-und-zu-Guttenberg-Manier am Werk von anderen Autoren bedient haben, ohne das entsprechend kenntlich zu machen. So soll Wright an vielen Stellen seiner Doktorarbeit fremde Textauszüge wörtlich übernommen haben – inklusive Fehlern in Rechtschreibung und Grammatik.

Rechts das Original, links das mutmaßliche Plagiat von Craig Wright – samt Rechtschreibfehlern. Quelle: Paintedfrog

Ganz ohne Eigenleistung soll Wrights Dissertation indes nicht daherkommen. So habe er beim Transkribieren des Fremdmaterials auch eigene Fehler eingebaut:

[…] Wright führte Fehler ein, als er Material kopierte, insbesondere wenn es Mathematik enthielt. Zum Beispiel nahm Wright auf dem nächsten Bild eine Abbildung, die ursprünglich die Überschrift „optimale Wahl“ trug, und schrieb fälschlicherweise „optionale Wahl“. Er versuchte auch, die Gleichungen durch die Wahl unterschiedlicher Variablennotationen zu verschleiern, verwirrte sich dabei aber selbst und machte einige Fehler, die in roten Kästchen hervorgehoben sind.

Eher suboptional: Vergleich zwischen Original (rechts) und Wrights Arbeit

Auch in Sachen Paraphrasierung und Synonym-Findung war der Chef-Forscher des BSV-Unternehmens nChain fleißig, wenn man Paintedfrog Glauben schenkt.

Wright plagiierte große Teile des Inhalts und formulierte ihn um, um automatisierte [Plagiat-]Erkennungs-Software zu umgehen. In den meisten Fällen ersetzte er einfach alle paar Wörter durch Synonyme.

Dazu ein weiteres Beispiel aus dem reichen Fundus, den Paintedfrog auf Medium und imgur veröffentlicht hat:

Insgesamt hat Paintedfrog auf 30 der über 250 Seiten von Wrights Dissertation mutmaßliche Plagiate entdeckt. Er geht davon aus, dass die „Dunkelziffer“ noch deutlich höher liegen wird.

BTC-ECHO hat nChain und die Charles-Sturt-Universität um Stellungnahmen gebeten. Diese werden nachgereicht, sobald vorhanden.