Forscher: Elliptische Kurve von Bitcoin könnte geheime Hintertür beherbergen

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Einer der weltbesten Kryptographen glaubt, dass Satoshi Nakamoto die elliptische Kurve von Bitcoin (BTC) entweder aufgrund ihrer Effizienz oder weil sie möglicherweise eine geheime Hintertür bietet.

Elliptische Kurve Milliarden wert

Ein öffentlicher Bitcoin-Schlüssel wird durch Anwendung von Kryptographie mit elliptischen Kurven auf den privaten Schlüssel erzeugt. Man kann ganz einfach einen öffentlichen Schlüssel aus dem privaten Schlüssel erzeugen, aber es ist unmöglich, das in die umgekehrte Richtung zu machen. Es sei denn, natürlich, die elliptische Kurve von Bitcoin ist kompromittiert.

Viele Kryptoexperten haben bemerkt, dass die Wahl der elliptischen Kurve secp256k1 bei Bitcoin für seine Zeit ungewöhnlich gewesen sei, da sie damals noch nicht gut erforscht war. Cointelegraph befragte Tatsuaki Okamoto, einen der weltweit führenden Kryptographen, zu dieser ungewöhnlichen Wahl. Okamoto ist derzeit der Leiter des Labors für Kryptographie und Informationssicherheit bei NTT Research.

Effizienz oder Schwachstelle?

Laut Okamoto gebe es zwei Erklärungen für diese Wahl: Entweder hat sich Satoshi dafür entschieden, weil das mehr Effizienz bietet, oder weil das möglicherweise eine geheime Hintertür bietet. Natürlich unterstrich Okamoto, dass das lediglich zwei logische Hypothesen seien, da er natürlich nicht wissen könne, was Satoshi sich gedacht habe:

“(1) Die Koblitz-Kurve ist speziell für schnellere skalare Multiplikationen konzipiert. Daher sind die Operationen (Signieren, Verifizieren und Schlüsselerzeugung) auf Secp256k1 schneller als die auf Secp256r1. (2) Obwohl angekündigt wurde, dass die Secp256r1-Kurve nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurde, könnte es immer noch der sein, dass in den Kurvenparametern heimlich eine Hintertür eingerichtet worden ist. Im Gegensatz dazu sind die Parameter der Koblitz-Kurve mathematisch bestimmt. Es gibt kaum eine Möglichkeit, eine solche Hintertür einzurichten.”

Okamoto ist beeindruckt von der Art und Weise, wie es dem Bitcoin-Erfinder gelungen ist, mehrere kryptografische Techniken, wie etwa Hashchains, Merkle-Bäume und elliptische Kurven, zu kombinieren. Damit hat er die erste dezentralisierte Währung der Welt geschaffen:

“Ich denke, das ist eine revolutionäre Erfindung. Die erste dezentralisierte Währung und ihre technologische Kern-Blockchain hat einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft.”

Bitcoin Core-Entwickler stimmt zu

Bitcoin Core-Entwickler Wladimir van der Laan sagte gegenüber Cointelegraph, er wisse nicht, warum Satoshi gerade diese Kurve gewählt habe. Er erklärte auch, dass wenn jemand eine Schwachstelle entdeckt hat, diese nicht öffentlich gemacht wurde:

“Ich habe keine Ahnung, warum Satoshi gerade diese spezielle Kurve gewählt hat. Es wurde nirgendwo eine Begründung geliefert (im Nachhinein scheint es jedoch eine ziemlich gute Wahl gewesen zu sein). Selbst wenn Secp256r1 eine Schwachstelle aufweist, wurde diese bisher noch nicht öffentlich gemacht. Auf der anderen Seite könnte die Zurückhaltung dieser Entdeckung eine Belohnung von mehreren Milliarden US-Dollar einbringen.”

Krypto-Malware Lucifer schürft Monero (XMR) auf Windows-Rechnern

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Funktionelle Einschränkungen des dezentralen Netzwerks IOTA Tangle hindern die Umsetzung für den Massenmarkt.

Schon seit Mai verkündete das dezentralisiertes Rahmenwerk für soziale Medien, SOCIETY2, den Aufbau von sozialen Netzwerken auf der Grundlage der Distributed Ledger Technologie von IOTA. In einem neuen Blogeintrag erklärt Leiter der Entwicklungsabteilung, Ben Royce, dass dezentrale Alternativen zu LinkedIn, Quora, Twitter, Facebook vorstellbar wären.

Allerdings gibt es aktuell immer noch einige Hürden des IOTA Tangle, die eine Umsetzung für den Massenmarkt bisher erschweren. Laut Royce sei das Löschen und Ändern von Daten auf dem Netzwerk problematisch, was in sozialen Netzwerken vollkommen gängig ist. Zwar könne man Überbrückungsmaßnahmen finden, aufgrund der weltweiten Datenschutzbestimmungen (DSGVO) allerdings, sei eine echte Löschung im System notwendig.

Royce kritisiert die von IOTA gebotene Lösung, denn „dies sei nicht die Art und Weise, wie man eine Social-Media-Plattform betreibt”. So würde die IOTAs Permanentdatenlösung Chronicle „alle Spam-Mails, alle Transaktionen, alles” behalten, so Royce. Stattdessen bedarf es eines selektiven Permanodes. Also „ein Knoten, der nur die Transaktionen dauerhaft speichert, die den Kriterien entsprechen, die der Knoten beschreibt.”

Außerdem notierte Royce, dass das Tangle zwar große Datenmengen speichern kann, doch, „aufgrund von Leistungseinschränkungen bei der Transaktionsgröße/-geschwindigkeit […] derzeit nicht ratsam“ sei. Dafür könnten externe Hosts, wie InterPlanetary File Systems (IPFS) Abhilfe schaffen.

Daten von Millionen Telegram-Nutzern auf Darknet gelandet

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Telegram, eine bekannte Messaging-App, die auf den Datenschutz ausgerichtet ist, ist einem Daten-Leak zum Opfer gefallen. Einige persönliche Daten von Benutzern sind dabei ins Darknet durchgesickert.

Eine Datenbank mit den persönlichen Daten von Millionen von Telegram-Benutzern wurde in einem Darknet-Forum veröffentlicht. Am 23. Juni hat die russischsprachigen Technikpublikation Kod.ru erstmals darüber berichtet.

Dem Bericht zufolge enthält die Datenbank Telefonnummern und Telegram-Benutzer-IDs. Es ist nach wie vor unklar, wie viele Benutzerdaten genau durchgesickert sind. Die Datenbankdatei ist etwa 900 Megabyte groß.

Etwa 40 Prozent der Einträge in der Datenbank relevant

Telegram soll das Durchsickern der Datenbank gegenüber Kod.ru bestätigt haben. Die Datenbank wurde über die Importfunktion für Kontakte bei der Telegram-Registrierung ergaunert, wie Telegram berichtete.

Telegram erklärte, dass die Daten in der durchgesickerten Datenbank überwiegend veraltet sind. Dem Bericht zufolge sind 84 Prozent der Einträge in der Datenbank noch von vor Mitte 2019. Daher sind mindestens 60 Prozent der Datenbank veraltet, so Telegram im Bericht. 

Außerdem stammten 70 Prozent der durchgesickerten Konten aus dem Iran. Die restlichen 30 Prozent kommen aus Russland.

Bis Redaktionsschluss hat Telegram nicht auf die Anfrage von Cointelegraph nach einem Kommentar reagiert. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald es eine Antwort vorliegt.

Nicht das erste Leck

Das ist nicht das erste Mal, dass Telefonnummern von Telegram-Nutzern durchgesickert sind. Im August 2019 meldeten Aktivisten aus Hongkong eine Schwachstelle, die ihre Telefonnummern preisgab und es chinesischen Strafverfolgungsbehörden ermöglichte, die Identität der Demonstranten nachzuverfolgen.

Als Reaktion auf diese Schwachstelle erweiterte Telegram im September 2019 die Datenschutzfunktionen für Benutzer. Telegram hat dabei eine Funktion eingeführt, mit der Benutzer sich dafür entscheiden können, ihre Telefonnummer niemandem anzuzeigen. Die Funktion wird so beschrieben:

“Wenn Sie ‘Wer kann meine Telefonnummer sehen’ auf ‘Niemand’ setzen, erscheint unten eine neue Option, mit der Sie Ihre Sichtbarkeit für diejenigen anpassen können, die diese bereits haben. Wenn Sie ‘Wer kann mich mit meiner Telefonnummer finden’ auf ‘Meine Kontakte’ setzen, stellen Sie sicher, dass unbekannte Benutzer, die Ihre Nummer als Kontakt hinzufügen, Ihr Profil dieser Nummer nicht zuordnen können.”

Kurz zuvor hatten die russischen Behörden das Telegram-Verbot, das seit zwei Jahren in Kraft war, aufgehoben. Daraufhin wurden bestimmte Anomalien bei Telegram gemeldet, die die Sicherheit der Nutzer gefährden sollen.

PlusToken: Mutmaßlicher Bitcoin-Betrug bewegt Token in Millionenhöhe

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Neues von Plus Token: Der mutmaßliche Bitcoin-Scam soll EOS in Millionenhöhe bewegt haben.

Er zählt zu einem der größten mutmaßlichen Bitcoin-Betrügereien im Ökosystem: Plus Token. Im Juli vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass sich die Betreiber des mutmaßlichen Pyramidensystems mit mindestens drei Milliarden US-Dollar aus dem Staub gemacht haben sollen.

Plus Token: Pyramidenartige Verteilungssysteme

Das Geschäftsmodell lockte mit hohen Gewinnen für Investoren: Wer in PlusToken investierte, sollte sein Vermögen mittels Tradingrobotern automatisch vervielfachen können. Ein für das System wichtiger Zusatzanreiz: Wer weitere Kunden erwarb, dem winkten Belohnungen. Das PlusToken-Modell hatte Erfolg: Die Ether-Adressen der Betreiber des mutmaßlichen Betrugssystems zählten bald zu den 10 reichsten Ether-Besitzern im gesamten Space.

Das Plus-Token-Team lockte dabei mit einer Möglichkeit, 6-18 Prozent an monatlicher Rendite einzusammeln. Dieser „Return“ sollte dann auf die persönliche Wallet ausgezahlt werden. Das Token-Umfeld, so zumindest die Behauptung der Betreiber, sollte von Samsung-Entwicklern stammen. Dadurch ergaunerten sie hauptsächlich Bitcoin und Ether in Millionenhöhe.

Nicht nur Bitcoin war Teil der Beute

Doch die Betreiber hatten nicht nur Bitcoin und Ether erbeutet – auch eine Reihe von Altcoins nennen sie offenbar ihr eigen. So hat der Krypto-Analysedienst Whale Alert am 22 Juni eine Transaktion von 26,3 Millionen EOS-Token ausgemacht, zum derzeitigen Kurs über 67 Millionen US-Dollar.

Die Transaktion führte indes zu einer frisch erstellten anonymen Wallet. Wohin die EOS Coins nun fließen, ist noch nicht sicher. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass auch hier ein Washing-System zum Tragen kommt, wie es im Umfeld von PlusToken bereits in der Vergangenheit aufgefallen ist. Dabei versenden die Betreiber der Börse ihre Coins immer wieder über verschiedene Adressen über unterschiedliche Exchanges, um so nach und nach ihre Spuren zu verwischen.

Wie die Analysten von Longhash herausgefunden hatten, hat das mutmaßliche Bitcoin-Betrugsystem auf diese Weise bereits Ende vergangenen Jahres Ether Token im großen Stil gewaschen. Dabei wurden 20.000 Ether-Token in 7.722 Transaktionen auf 4.592 Adressen verteilt. Beim Waschen der Ether ging das Team des mutmaßlichen Bitcoin-Betrugs in mehreren Phasen vor. Nach einem ersten Transfer von 20.008 ETH (Phase 1) haben die PlusToken-Betreiber die Token auf 199 Adressen verteilt (Phase 2). In Phase 3 gingen sie dann dazu über, die Token auf weitere Adressen aufzuteilen. In der vierten und letzten Phase fanden die Token dann wieder zusammen. Diese Verschleierungstaktik erinnert Krypto-Eingesessene etwa an die Ringsignaturen von Monero. Auch hier versendet man Coins immer weiter, um Spuren zu verwischen.

Entwickler hackt Bitcoin-Wallet, betont nichtsdestotrotz Sicherheit von Bitcoin

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John Cantrell, ein Projektentwickler für Bitcoin und das Lightning Network, konnte erfolgreich eine Bitcoin-Wallet hacken. Dies hat er in einem entsprechenden Artikel bekanntgegeben, aus dem viele Leser nun schlussfolgern, dass Bitcoin nicht sicher ist. Cantrell betont in einem Tweet von 19. Juni allerdings, dass dies ein Trugschluss sei, da der benötigte Aufwand für das Hacken einer Bitcoin-Wallet unverhältnismäßig hoch ist.

Hackvorgang schlicht zu aufwendig

So bekräftigt Cantrell, dass Bitcoins, die in einer Wallet gehalten werden, die mit einem 12 Wörter langen Zugangscode verschlüsselt sind, weiterhin sicher sind. Der Grund, weshalb er in der Lage war, die betreffende Bitcoin-Wallet zu hacken, ist, dass der Wallet-Eigentümer zuvor acht der zwölf Wörter seines Verschlüsselungscodes offengelegt hatte. Dahingehend erklärt Cantrell:

„Mit demselben System, dass die letzten 4 Wörter seines Verschlüsselungscodes geknackt hat, bräuchte man 837 Trillionen Jahrtausende, um alle 12 Wörter zu knacken, wenn man weniger als 5 Wörter kennt. Selbst, wenn man das benutzte Computersystem massiv aufbessern würde, bräuchte man für alle 12 Wörter noch immer 422 Billionen Jahre.“  

Bitcoin ist also nur nicht sicher, wenn Nutzer arglos ihre Codewörter offenlegen. Dementsprechend meint Cantrell: „Eure Bitcoin sind sicher. 2^128 ist eine ECHT große Zahl. Aber lasst niemanden eure Codewörter sehen.“

Bitcoin-Abzocken: Chinesische Polizei ermittelt gegen Scam-Exchange

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Chinesische Medien berichten über eine vermeintlich in Iran ansässige Bitcoin-Börse, die Kundengelder veruntreut haben soll. Doch die Spur führt auf das chinesische Festland.

Obacht bei der Wahl der BitcoinExchange. Immer wieder erreichen uns Nachrichten über Hacks oder Exit Scams von Börsen-Betreiben. In letztere Kategorie fällt auch der Fall von Bitisis. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, hat die vermeintlich in Iran ansässige Bitcoin-Börse ihren Dienst eingestellt – und dabei ihre Kunden geprellt.

Wie chinesische Medien berichten, sei die Exchange allerdings nicht in Iran ansässig, sondern werde vom chinesischen Festland aus betrieben. Dafür spricht, dass Bitisis auf einem Alibaba Cloud Server beheimatet ist. So ist es wenig überraschend, dass alle Opfer des Exit Scams aus China stammen.

Aufgebaut war die Börse wie ein Pyramidensystem. Kunden konnten Fiatgeld zwar einzahlen und damit verschiedene Kryptowährungen sowie den hauseigenen Token IRRT traden. Das Abheben der Funds knüpfte die Börse an eine Reihe von Bedingungen, die es de facto unmöglich machten, an eingelagertes Vermögen zu gelangen.

Kundengelder ausgelagert

Wie sich jetzt herausgestellt hat, verfügte die Börse zudem nie wirklich über das Kundenvermögen. Vielmehr überwies man BTC und Co. sogleich an eine Dritt-Exchange, um so frühzeitig auszucashen. Aktuell liegt das gesamte Kundenvermögen auf drei Wallet-Adressen. Das Pikante: Die Adressen sind nicht etwa eigens kontrollierte Cold Wallets, sondern gehören einer nicht näher spezifizierten Bitcoin-Börse.

Infolge von verschiedenen Beschwerden von Bitisis-Kunden hat besagte Exchange die gestohlenen Gelder nun eingefroren. Mit Bitisis haben die Täter augenscheinlich eine große Menge krimineller Energie aufgebracht. Mangelendes technisches Wissen dürfte nun allerdings dazu führen, dass sich erbeutete Krypto-Millionen nicht mehr liquidieren lassen.

Das Team hinter Bitisis wird ferner mit anderen Krypto-Scams wie bit-ven.com in Verbindung gebracht. Wie der Name sagt, operiert die Börse in Venezuela. Ähnlich wie Bitisis wirbt auch bit-ven.com mit lukrativen Arbitragemöglichkeiten. Zur Stunde ist die Website allerdings nicht erreichbar.

Krypto-Scams haben Hochkonjunktur

Scams haben im Krypto-Sektor seit jeher eine gewisse Tradition. Häufig setzen Betrüger auf die Unwissenheit, die in Verbindung mit neuen Technologien wie Bitcoin besteht und nehmen so ihre Opfer regelrecht aus. Traurige Berühmtheit erreichten zudem Studien, nach denen über 80 Prozent aller ICOs mit betrügerischer Absicht lanciert wurden.

Zuletzt warnte das FBI vor einer Zunahme von Krypto-Betrug im Zuge der Corona-Krise. Dabei schrecken Kriminelle nicht vor perfiden Drohungen wie der absichtlichen Ansteckung mit SARS-CoV-2 an, sollten Bitcoin-Zahlungen ausbleiben. BTC-ECHO berichtete.

Fokus auf Datenschutz: Casa bringt Bitcoin-Wallet auf den Markt

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Das New Yorker Krypto-Depot-Startup Casa hat eine neue Wallet für Bitcoin-Neulinge und HODLer herausgebracht.  

In einem Casa-Blogpost vom 13. Juni gab die Kryptofirma, die einen privaten Schlüsselverwaltungsdienst anbietet, bekannt, dass sie nach einer Investition vom Risikokapitalfonds Mantis VC die Casa Wallet entwickelt habe. Casa Wallet ist eine Software-Wallet, die auf den Datenschutz ausgerichtet ist. Benutzer müssen dabei keine persönlichen Daten außer Vornamen und E-Mail angeben. 

Casa erklärte außerdem, dass, im Gegensatz zu einigen Software-Wallets, wie etwa Exodus, Benutzer kein Konto mit einer Startphrase einrichten müssen. Das ist normalerweise eine mnemonische Phrase, die benötigt wird, um den Zugang zu einer Wallet wiederherzustellen. Laut Casa können Benutzer einen Schlüssel erstellen, den sie auf ihrem mobilen Gerät speichern können. Ein verschlüsseltes Backup wird dann auf Casa und den betriebssystemspezifischen Cloud-Provider aufgeteilt, die die Inhaber der Wallet über Zwei-Faktor-Authentifizierung abrufen können.

Casa Wallet verfügt auch über eine Funktion namens “Key Health”. Damit kann der Benutzer seine privaten Schlüssel überprüfen. Die Funktion bestätigt, dass die Wallet gesichert ist, und prüft, ob die Signaturen der Benutzer echt sind.

Nicht der erste Schritt in der Wallet-Branche

Wie Cointelegraph im September berichtete, hat Casa die mobile Wallet-App Sats für Android- und iOS-Benutzer herausgebracht. Sats kann ohne den Hardware-Bitcoin-Lightning-Knoten des Unternehmens verwendet werden.

QuadrigaCX: Chef der Bitcoin-Börse hat Kundengelder verzockt

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Die kanadische Wertpapieraufsicht OSC hat einen detaillierten Bericht über die Trading-Aktivitäten von Gerry Cotten veröffentlicht. Dieser hat Millionen verzockt – jedoch nicht die eigenen.

In ihrem Untersuchungsbericht ist die Ontario Securities Commission (OSC) zu dem Ergebnis gekommen, dass die bereits geschlossene Krypto-Börse QuadrigaCX ein betrügerisches Geschäftsmodell verfolgte.

Verantwortlich ist der mittlerweile verstorbene Gründer und CEO Gerald „Gerry“ Cotten. Dieser hat unter Verwendung von Fake Accounts mit seinen Kunden gehandelt. Die Fiat- und Krypto-Kontostände der gefälschten Accounts konnte Cotten nach Belieben manipulieren. Cotten führte auf diese Weise hunderttausende Transaktionen mit gefälschten Assets durch.

20.000 gefälschte Bitcoin: Fake Assets bei QuadrigaCX

Im Wesentlichen ging es dabei um zwei Sorten von Transaktionen. Zum einen kaufte Cotten Krypto-Assets mit vermeintlichem Fiatgeld; diese verkaufte er wiederum gegen echtes Fiatgeld. Das verwendete er sodann dazu, um Auszahlungen von QuadrigaCX-Kunden zu decken. Solange Cottens Krypto-Assets im Wert steigen, konnte das funktionieren. Problematisch für die Bilanz wurde es, sobald die Krypto-Assets in Cottens Besitz an Wert verloren. In diesem Fall bediente er sich kurzerhand bei den Einlagen anderer Kunden, um Auszahlungsaufträge auszuführen.

Das wiederholte Cotten solange, bis die Rücklagen der Bitcoin-Börse (= die Kundengelder) aufgebraucht waren. wischen 2015 und 2018 führte Cotten laut dem Report über 250.000 derartige Trades aus.

Cash in Briefumschlägen, Bargeldkoffer und Privatjets

Ein kanadischer Betreiber von Bitcoin-Automaten gehörte zu den Großkunden von QuadrigaCX und war gleichzeitig eine wichtige Quelle für Bargeld.

Das Foto zeigt stapelweise kanadische Dollarnoten in der Küche von Gerry Cottens Haus in Kelowna, British Columbia. Das Geld soll von der kanadischen Bitcoin-ATM-Firma stammen. Foto, das die OSC von einem Quadriga-Auftragnehmer erhalten hat. Quelle: OSC

Bargeldkoffer, die eilig per Privatjet herbeigeschafft wurden waren dabei ebenso üblich wie die Ausführung von Auszahungsaufträgen auf dem Postweg:

Der Präsident des Unternehmens übergab Cotten persönlich Koffer mit Bargeld, um sein Quadriga-Konto zu finanzieren, wobei er manchmal Privatjets benutzte, um sich schnell zu treffen. Letztendlich erhielt Quadriga über 20 Millionen Dollar in bar von dieser Geldautomatenfirma, von der Cotten wusste, dass [QuadrigaCX] mit dieser Herkunft des Geldes von keiner Bank in Kanada akzeptiert werden würde. Er verwendete Bargeld, um Abhebungsanträge von Kunden zu finanzieren, indem er Umschläge mit Bargeld durch das ganze Land schickte.

Danach wickelte QuadrigaCX Abhebungsaufträge in Höhe von 14 Millionen US-Dollar ab.

OSC: QuadrigaCX ein De-facto-Ponzi-System

Man kann Gerry Cotten nicht mehr fragen, ob sein Handeln von Beginn an in betrügerischer Absicht erfolgte, oder ob er sich schlichtweg „verzockt“ hat. Für die OSC ist die Sache klar:

Tatsächlich betrieb er die Quadriga wie ein Ponzi-System, indem ein Teil der Kundenabhebungen mit den Einlagen anderer Kunden finanziert wurde. Nach unserer Einschätzung hat Cotten durch dieses Verhalten seine Kunden betrogen.

Für die Anlegerinnen und Anlegern, die um ihre Ersparnisse gebracht wurden, dürfte das indes keinen Unterschied machen. Zum Zeitpunkt ihrer Schließung stand QuadrigaCX mit 215 Millionen-US-Dollar bei ihren Kunden in der Kreide. Ermittler konnten von diesen bislang lediglich 45 Millionen US-Dollar ausfindig machen.

Brave: Partnerschaft mit K-Pop-Gruppe BTS für limitierte Edition für Japan

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Der Krypto-Webbrowser Brave arbeitet mit der koreanischen Popgruppe BTS und Rush Gaming zusammen, um eine limitierte Ausgabe seines Browsers für die japanische Bürger anzubieten.

Die japanische Zeitung Nikkei berichtete am 5. Juni, dass der Brave Browser und die K-Popgruppe BTS, auch bekannt als die Bangtan Boys, einen Browser ausschließlich für Nutzer in Japan entwickelt haben. Das ist die erste bekannte Zusammenarbeit zwischen einem auf Datenschutz ausgelegten Browser wie Brave und einer K-Pop-Boyband. 

Laut Nikkei wollen die beiden einen neuen Berührungspunkt zwischen Idolen und Fans schaffen. Nutzer des Limited-Edition-Browsers können Punkte sammeln, indem sie sich Anzeigen ansehen. Damit unterstützen sie E-Sport-Teams von Rush Gaming.

Brave wird immer beliebter

Der Brave Browser ist ein Open-Source-Webbrowser, der den Datenschutz verbessert und aufdringliche Werbung und Tracker blockiert. Der Browser bietet ein optionales Anzeigesystem, das auf der Ethereum-Blockchain und dem firmeneigenen Basic Attention Token (BAT) basiert.

Cointelegraph berichtete kürzlich, dass die Zahl der monatlich aktiven Benutzer des Browsers im vergangenen Jahr um 125 Prozent gestiegen sei und sich Ende Mai auf 15,4 Millionen Nutzer belief. In einer kürzlichen Episode des Podcasts Joe Rogan Experience in der es um Datenschutz und Sicherheit ging, empfahl der Moderator Millionen von Zuhörern, Brave zu nutzen.

Kritik für Binance Affiliate-Link-Autofill

Obwohl das erklärte Ziel von Brave der Datenschutz ist, wurde die Plattform kürzlich für unschöne Methoden kritisiert. 

Twitter-Nutzer aus der Krypto-Branche bemerkten, dass der Browser automatisch einen Affiliate-Link in seine Adressleiste einfügte. Dies geschah immer, wenn man auf die Webseite der führenden Kryptobörse Binance und ihrer US-Tochter Binance.US zugreifen wollte. Der Brave-Mitbegründer Brendan Eich sagte, das wäre ein “Fehler” gewesen und versprach, die Funktion, die das automatische Einfügen ausführte, zu entfernen.

Wasabi: Europol beißt sich an Privacy Wallet die Zähne aus

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Die Coronavirus-Pandemie sorgte für einen erheblichen Anstieg im Bitcoin-Handelsvolumen in Russland.

Laut der Studie des ICO-Portals CryptoDiffers, die das russischen Nachrichtenmagazin RBC am 3. Juni publizierte, verzeichneten die Börsen Binance, Garantex und EXMO eine deutlich erhöhte Anzahl an Anmeldungen in Russland.

Der Vertreter von Binance Russland, Gleb Kostarev, dass die Anzahl der Anmeldungen im April fast doppelt so hoch war wie im Dezember 2019:

Die Popularität des Futures-Handel unter Russen wächst. Im April und Mai war das Handelsvolumen dieser Finanzinstrumente doppelt so hoch wie im März und fünfmal so hoch wie im Januar,

erklärt er.

Auch CEO der russischen Bitcoin-Börse Garantex, Sergej Mendelejew, meldet einen deutlichen Anstieg an Neuregistrierungen. Mendelejew zufolge sei hierfür der Grund wahrscheinlich die COVID-19-Pandemie. Insbesondere während der wochenlangen Corona-Isolation vieler russischer Regionen sei das Handelsvolumen von Garantex um ein 25 Prozent gestiegen.

RBC berichtet weiter, dass das durchschnittliche Handelsvolumen aller russischen Krypto-Börsen im März insgesamt um ein Drittel anstieg. Die Selbstisolierung durch das Coronavirus sei dabei allerdings nur ein Faktor gewesen. Vor allem korreliere das gesteigerte Handelsvolumen von Bitcoin mit einem größeren Interesse an Kryptowährungen.