Hatte Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto Mithelfer?

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Pizzagourmet Laszlo Hanyecz hat neue Informationen zur Causa Satoshi Nakamoto enthüllt. Kommen Hodler dem Bitcoin-Erfinder doch noch auf die Schliche?

Die Fahndung nach dem Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto ist die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Folgt man den wenigen Spuren, die der Bitcoin-Gründer gelegt hat, bleiben mehr offene Fragen als Antworten. Die Sorgfalt, mit der Satoshi die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung entwickelt hat, zeigt sich auch bei der Verschlüsselung seiner wahren Identität. Womöglich gibt es aber mehr Mitwisser, als bislang bekannt.

Entlarvt eine Kurvendiskussion den Bitcoin-Erfinder?

Diese These gründet auf der Annahme, dass Satoshi bei dem Entwurf und der Programmierung von Bitcoin Hilfestellung von außen bekommen haben könnte. Davon geht zumindest Laszlo Hanyecz aus, der durch eine berühmte Pizzabestellung Bekanntheit im Krypto-Kosmos erlangte. Gegenüber Cointelegraph erklärt Hanyecz, der 2010 im regen e-Mail-Kontakt mit Satoshi stand, dass er sich damals über die Verwendung der elliptischen Kurve secp256k1 wunderte. Gebräuchlicher, jedoch weniger effizient, waren die standardisierten NIST-Kurven.

Auf die Frage, warum Satoshi sich für diese bestimmte Kurve entschieden habe, entgegnete dieser per Mail, dass er selbige von einigen Experten hat prüfen lassen. Mit welchen Kryptographen Satoshi in Kontakt stand, ist bislang indes nicht geklärt. Mögliche Kandidaten könnten Hal Finney, Cypherpunk Adam Back oder Dave Kleiman sein, Lichtgestalt Craig Wright mal ausgenommen.

Auch der Zeitpunkt gibt Anlass für Spekulationen. Klar ist, Satoshi muss die Informationen eingeholt haben, bevor das Bitcoin-Netzwerk 2009 live ging. Hanyecz wollte es damals genau wissen und fragte Satoshi nach der Entwicklungsphase. Satoshis Antwort war kurz und knapp:

Ich habe ein paar Jahre gebraucht und habe ein paar Versuche unternommen. Ich habe eine Weile daran gearbeitet.

Ob sich die „paar Versuche“ auf Satoshis frühere Projekte oder auf frühere Bitcoin-Versionen beziehen, ist ebenfalls nicht geklärt. Die Aussage stimmt jedoch mit Satoshis früherer Aussage überein, 18 Monate an dem Code gearbeitet zu haben. Wie verlässlich die Informationen in Anbetracht von Satoshis akribischer Geheimhaltung seiner Identität sind, ist ungewiss.

Die Suche geht weiter

Die Informationen von Laszlo Hanyecz haben zwar immer noch kein Licht ins Dunkel um den Bitcoin-Erfinder gebracht. Immerhin lässt sich die Suche aber nun per Ausschlussverfahren auf potenzielle Mitwisser ausdehnen. Wie erfolgsversprechend die neue Fährte jedoch ist, bleibt (mal wieder) fraglich. Rund elf Jahre nach Bestehen des Bitcoin-Netzwerks ist es unwahrscheinlich, dass die Mitwisser ihr Schweigen nun brechen.

Immerhin: Dass Bitcoin offenbar nicht das Werk eines Einzelnen ist, nimmt dem Satoshi-Götzenbild den von Krypto-Jüngern auferlegten Nimbus und spiegelt zudem dem demokratischen und dezentralen P2P-Grundgedanken von Bitcoin wieder.

Craig Wright: Miner unterschreibt Nachricht mit „Faketoshis“ Private Keys

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Not your Keys, not Your Coins – das Mantra eines jeden Hodlers, der etwas auf sich hält. Was normalerweise gebetsmühlenartig im Zusammenhang mit verheerenden Bitcoin-Börsen-Hacks gepredigt wird, bekommt der selbsternannte Bitcoin-Erfinder Craig Wright nun von einem Miner der ersten Stunde unter die Nase gehalten.

Craig Wright ist derzeit damit beschäftigt, seine Identität als Bitcoin-Begründer Satoshi Nakamoto vor einem Gericht in Florida zu beweisen. Zuletzt reichte Wright ein weiteres Mal ein Beweismittel ein, das die „letzten“ Zweifel an seiner Satoshihaftigkeit ausräumen sollte: Vier Listen mit Bitcoin Blöcken und Transaction IDs sollen beweisen, dass Craig Wright der Eigentümer von insgesamt über einer Million Bitcoin ist, die in dem ominösen „Tulip Trust“ lagern sollen.

Die BTC sollen aus der Frühzeit von Bitcoin stammen; Wright soll sie mit David Kleiman, einem verstorbenen Informatiker und potenziellen Satoshi-Kandidaten, „geschürft“ haben. Dessen Bruder und Nachlassverwalter, Ira Kleiman, hätte gerne die Hälfte des multimilliardenschweren Bitcoin-Schatzes. Craig Wright beansprucht indes den Löwenanteil des Tulip Trust für sich und gesteht Kleiman nur einen kleinen Anteil zu. Wright hatte den CTO seiner Firma nChain, Steve Shadders, damit beauftragt, eine Liste zu erstellen.

Miner und Antonopoulos säen Zweifel an Craig Wright

Shadders lieferte rund 28.000 Adressen von Blöcken, die Wright und Kleiman in der Anfangszeit von Bitcoin gemint haben sollen. 16.430 Einträge sollen auf Wright zurückgehen, 6.416 Einträge entfallen auf David Kleiman – sagt die Verteidigung.

Die Klägerseite beauftragte den bekannten Bitcoin-Evangelisten Andreas Antonopoulos damit, die Listen zu analysieren. Am 21. Mai wurde Antonopoulos’ Gutachten veröffentlicht. Der Experte hat dabei festgestellt, dass die Liste von Shadders nicht nur mehrere Tausend Adressen erhält, die nicht den Kriterien der Liste entsprechen (etwa, das die BTC-Einheiten in einem Block noch nicht bewegt wurden); Antonopulos hat ferner festgestellt, dass die Liste keine vollständige Aufzählung aller Adressen sein kann, die mit Satoshi Nakamoto in Verbindung stehen. Er beruft sich dabei auf einige wenige bekannte Transaktionen, die mit Sicherheit auf das Konto/Wallet des Bitcoin-Begründers gingen.

Darüber hinaus ist keine der Listen eine vollständige Liste aller Bitcoins , die von Satoshi gemint wurden, da sie keine Bitcoin enthalten, von denen sicher bekannt ist, dass sie von Satoshi gemint wurden. Schließlich wurde Bitcoin aus Blöcken, die [in diesen] Listen enthalten sind, zu verschiedenen Zeiten im Anschluss an ihre Mining-Aktivitäten und zuletzt am 2. September 2019 ausgegeben.

Nicht nur für unvollständig, sondern für schlichtweg falsch hält die Liste dagegen ein Bitcoin Miner, der am 25. Mai folgende Nachricht absetzte:

Craig Steven Wright ist ein Lügner und Betrüger. Er hat nicht die Schlüssel, um diese Nachricht zu unterschreiben. Das Lightning Network ist eine bedeutende Errungenschaft. Wir müssen jedoch weiter daran arbeiten, die Kapazität der On-Chain zu verbessern. Leider besteht die Lösung nicht darin, nur eine Konstante im Code zu ändern oder mächtigen Teilnehmern zu erlauben, andere zu verdrängen. Wir alle sind Satoshi.

Mit der Nachricht lieferte der anonyme Post eine Liste mit insgesamt 145 Adressen, die sich allesamt auch in der Liste von Craig Wright finden. Allerdings scheint der Post-Ersteller und nicht Wright im Besitz der zugehörigen Private Keys zu sein.

Der Prozess gegen Wright wird am 6. Juli offiziell beginnen.

Einer der ersten Bitcoin-Miner nennt Craig Wright einen Betrüger

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Eine Nachricht, die von 145 aktiven Bitcoin (BTC) Wallets unterzeichnet wurde, die in den ersten Jahren abgebaut wurden, nennt Craig Wright einen „Lügner und Betrüger“. 

Die Nachricht wurde am 25. Mai mit einer Liste von 145 Adressen und den entsprechenden Signaturen veröffentlicht. Dies scheint zu beweisen, dass die Adressen tatsächlich der Person gehören, die die Nachricht sendet. Die Nachricht selbst lautet:

„Craig Steven Wright ist ein Lügner und ein Betrüger. Er hat nicht die Schlüssel, mit denen diese Nachricht signiert wird. Das Lightning Network ist eine bedeutender Meilenstein. Wir müssen jedoch weiter daran arbeiten, die Kapazität in der Chain zu verbessern. Leider besteht die Lösung nicht darin, nur eine Konstante im Code zu ändern oder mächtigen Teilnehmern zu ermöglichen, andere zu verdrängen.“

Nachforschungen von Cointelegraph konnten bestätigten, dass alle Adressen in der Liste der Tausenden enthalten sind, die Craig Wright im Fall gegen Ira Kleiman aufgeführt hat.

Wright hat mehrfach keinen Eigentumsnachweis für das angebliche Vermögen von Satoshi Nakamoto erbracht, von dem angenommen wird, dass er mehr als eine Million BTC abgebaut hat. 

Eine einfache Möglichkeit besteht darin, eine Nachricht mit dem privaten Krypto-Schlüssel der betreffenden Wallet zu signieren, die mit dem öffentlichen Schlüssel überprüft werden kann.

Angesichts der Tatsache, dass Wright versucht hat, sich jeder Gelegenheit zu entziehen, bei der er gezwungen gewesen wäre, den Besitz endgültig nachzuweisen, bezweifeln viele in der Gemeinde, dass er diese Bitcoins besitzt – und somit nicht Satoshi Nakamoto ist.

Ist das eine Nachricht von Satoshi?

Die signierte Nachricht hat Ähnlichkeit mit einer Nachricht von 2015, die von Satoshis E-Mail-Adresse stammt und lautet: „Ich bin nicht Craig Wright. Wir sind alle Satoshi.“

Während der erste Teil des neuen Statements das gleiche Konzept wieder aufgreift, drückt die Nachricht dann eine Meinung zu den Debatten aus, die Bitcoin verwüstet haben, bevor Bitcoin Cash (BCH) in eine eigene Chain ausgegliedert wurde.

Die von dieser unbekannten Person abgebauten Blöcke liegen außerhalb des Patoshi-Musters, was die Grundlage für die Behauptung ist, dass Satoshi mehr als 1 Million BTC abgebaut hat. Es gibt jedoch keine absolute Gewissheit darüber, welche Blöcke Satoshis sind und welche nicht. Es ist wahrscheinlich, dass die Ähnlichkeit eine Hommage an die angebliche Satoshi-Botschaft ist.

Der frühe Bitcoin-Miner scheint eine Mittelposition zwischen Bitcoin und Bitcoin Cash zu haben. Während er das Lightning Network lobt, plädiert er auch für höhere On-Chain-Fähigkeiten. Er glaubt jedoch nicht, dass das Erhöhen der Blockgröße oder das „Ändern einer Konstante im Code“ die Lösung ist.

Dies ist das zweite Mal in weniger als einer Woche, dass ein der ersten Miner plötzlich Aktivität zeigte.

Was passiert bezüglich Wright?

Der Fall Kleiman beruht ausschließlich auf der Annahme, dass Wright Satoshi ist, was Ira Kleiman zur Hälfte dieser Bitcoins berechtigen würde.

Wright wurde bereits des Meineids und der Fälschung von Dokumenten beschuldigt, und die Aktivitäten der frühen Miner brachten ihn in eine schwierige Lage.

Es wird immer offensichtlicher, dass Wright keinen Zugang zu diesen Coins hat, was den langjährigen Fall zunichte machen würde, der am 6. Juli vor Gericht gehen soll.

Zusätzliche Berichterstattung von Jeffrey Albus

Das Meinungs-ECHO: Bitcoin auf 50.000 US-Dollar – Jimmy Song gewohnt Bullish

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Was haben Robert Kiyosaki, Jimmy Song und Anthony Pompliano gemeinsam? Richtig, in Sachen Bitcoin-Bullentum macht ihnen keiner was vor.

Jimmy Song: Bitcoin über 50.000 US-Dollar

Wir haben Bitcoin-Maximalist Jimmy Song zum Interview getroffen. Erwartungsgemäß gibt sich der Texaner bullish: 50.000 US-Dollar soll demnach eine Einheit des digitalen Goldes Wert sein.

Für Altcoins hingegen sieht Song schwarz. Die BTC-Dominanz dürfte 2020 seiner Ansicht nach noch auf 75 Prozent anwachsen.

Die meisten Altcoins sind kompletter Betrug. Einige von ihnen hatten einen ICO und jetzt können sie machen was sie wollen. Wenn die Finanzen schlecht laufen, erstellen sie einfach mehr von ihren Token. Außerdem sind alle Altcoins zentralisiert. Das bedeutet, du investierst mehr oder weniger in Fiat-Geld.

Jimmy Song

Robert Kiyosaki wird zum Bitcoin-Bullen

Rich Dad Poor Dad gilt als Standardwerk der Glücksritter. Darin beschreibt Bestsellerautor und Milliardär Robert Kiyosaki wie man zu Reichtum kommt – oder es so richtig vergeigt. Jüngst fand der Hawaiianer indes Zugang zum Bitcoin-Kaninchenbau und sorgt damit unter Bitcoinern für gemischte Gefühle. Einerseits sorgt der US-Amerikaner mit bullishen Bitcoin-Prognosen immer wieder für Publicity.

Andererseits löst die Polemik, die aus seinen Tweets spricht, unter Marktbeobachtern wie Nic Carter „gemischte Gefühle” aus.

Ist Satoshi zurück? UTXO von 2009 ausgegeben

Und dann gab es noch ein kleines Bitcoin-Beben. Am 20. Mai erreichte uns die Nachricht, dass jemand Bitcoin aus dem Jahr 2009 verschickt hatte. Es kommt nicht alle Tage vor, dass UTXOs aus Bitcoins Anfangstagen die Adresse wechseln. Sogleich kochte die Gerüchteküche hoch. Kann es sich dabei um Satoshi handeln? Viele kommen als Besitzer dieser ungewöhnlich alten UTXO wahrlich nicht in Frage. Neben Satoshi Nakamoto und Hal Finney wird Adam Back als heißer Besitzer der Coins gehandelt.

Nic Carter stellt indes heraus, dass ein solches Ereignis zwar selten ist. Die Wiederkehr von Bitcoins Schöpfer beweist der Zwischenfall allerdings nicht.

Jerome Powell: Wir haben das System mit Geld geflutet

Als US-Zentralbankchef hat Jerome Powell in Bitcoin-Kreisen nun wirklich kein gutes Standing. Schließlich steht der Dienstherr der Notenbank wie kein Zweiter für expansive Geldpolitik und die damit einhergehende Inflation. Seinen jüngsten Auftritt bei 60 Minutes nahm die Community sodann zum Anlass, die Unterschiede zwischen BTC (knapp) und US-Dollar (nicht knapp) herauszustellen.

60 Minutes Host Scott Pelly: „Sie haben also das Finanzsystem mit Geld geflutet?“

Jerome Powell: „Ja, das haben wir gemacht. So kann man das sehen.“

Als Zentralbank haben wie die Möglichkeit, Geld zu schaffen.

Jerome Powell

Dieser Satz war natürlich Wasser auf die Mühlen der Bitcoiner. Podcaster Anthony Pompliano etwa tweetete:

Fahren Sie fort, hier gibt es nichts zu sehen.

5 versteckte Nachrichten auf der Bitcoin Blockchain

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Bitcoin ist darauf optimiert, Wert möglichst ressourcenschonend zu verschicken. So mancher nutzt wertvollen Block Space trotzdem für allerlei anderen Schabernack.

1. Der Genesis Block

Als Hartgeld konzipiert, steht Bitcoin in in Konkurrenz zu Fiatgeld – und vertritt damit eine neue Art Finanzsystem. Damit es in dieser Hinsicht keine Missverständnisse gibt, hat Bitcoins Schöpfer, Satoshi Nakamoto, diesen berühmten Satz auf dem Genesis Block hinterlassen:

The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks.

Gemeint war ein Zeitungsartikel, der das Cover der Times-Ausgabe vom 3. Januar 2009 schmückt. Da der erste Bitcoin Block ebenfalls am 3. Januar 2009 geschürft wurde, dient die Nachricht auch als eine Art Time Stamp.

Zudem gibt sie Aufschluss darüber, welch Geistes Kind der BTC-Schöpfer ist. Schließlich handelt der zitierte Times-Artikel von weiteren britischen Bankenrettungen im Zuge der Finanzkrise 2008.

Der rohe Datenblock.

2. Der Halving Block

Am 12. Mai 2020 war es so weit: Der Block Subsidy, also der größte Teil der Miner-Entlohnung halbierte sich zum dritten Mal. Anstatt 12,5 BTC erhalten Miner ab sofort nur noch 6,25 BTC je geminten Block.

Obwohl diese drastische Reduktion des Block Rewards so manchem Miner Kopfschmerzen bereiten dürfte, scheinen diese ihren Humor nicht eingebüßt zu haben. Denn ähnlich wie auf dem Genesis Block, war auch in Block 629.999, also dem letzten Block der vergangenen Epoche, eine Nachricht versteckt.

Damit nimmt F2Pool eindeutig Bezug auf Bitcoins Schöpfer – und weist noch einmal darauf hin, wieso es BTC überhaupt gibt.

3. Lebenszeichen von Assange

Das Schöne an der Bitcoin Blockchain ist, dass Einträge, einmal bestätigt, ein felsenfestes Stück Menschheitsgeschichte ergeben. Dieses Feature der Kryptowährung Nr. 1 hat sich 2017 auch die Nachrichtenplattform Wikileaks zunutze gemacht.

Nachdem Gerüchte auf dem Imageboard 8Chan über Julian Assanges Tod die Runde machten, sah sich Wikileaks zu einer ungewöhnlichen Aktion gezwungen. Über Bitcoin-Adressen, die nachweislich zur Organisation gehören, hat Wikileaks die folge Nachricht publiziert:

were fine 8chan post fake

Dabei hat die Nachrichtenorganisation 0,5 BTC an verschiedene Adressen geschickt, die so modelliert wurden, dass sie benannte Nachricht ergeben.

4. Fröhliche Weihnachten auf der Blockchain

Dass Bitcoins Blockchain wahre Kunstwerke enthält, zeigt das Projekt Messages from the Mines. Mithilfe von ASCII Codes (American Standard Code for Information Interchange) lassen sich sogar Bilder per Bitcoin verschicken. Das wohl eindrucksvollste schrieb der Bitcoiner H. Classen am 19.12.2014 auf die Blockchain.

Ho ho ho! Quelle: https://messagesfromthemines.brangerbriz.com/

Um die Bilder entschlüsseln zu können, braucht es indes Tools wie das von Messages from the Mines.

5. Wie auch du deine Nachricht auf die Blockchain bringst

Die Bitcoin Blockchain ist darauf optimiert, mit möglichst wenigen Bytes Transaktionsdaten um die ganze Welt zu schicken. Nachrichten auf ihr zu hinterlassen ist folglich nicht ganz einfach. Der gängigste Weg dafür ist OP_RETRUN codes zu manipulieren, sodass die gewünschte Nachricht anzeigen. Es ist allerdings nicht mehr möglich, die daraus resultierende UTXO auszugeben.

Da das kein ganz einfaches Unterfangen ist, gibt es Tools wie Inthebitcoin, die den Job übernehmen.

50 Bitcoin von seit über 11 Jahren nicht angerührter Adresse transferiert! Satoshi Nakamoto?

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Am 20. Mai fand auf dem Bitcoin Netzwerk eine interessante Transaktion statt. Die folgende Adresse transferierte 50 BTC auf eine andere Adresse. Doch was ist daran so besonders? Die Adresse hatte zuvor ein Guthaben, das von einer Blockbelohnung kam, die am 9. Februar 2009 generiert wurde. Damals war der Blockreward noch bei 50 BTC / Block. Es war Block Nr. 3654 der noch bei, der einfachsten Schwierigkeit (Difficulty) 1 geminet wurde.

Das Netzwerk war damals erst gut einen Monat in Betrieb und es gab noch nicht allzu viele Miner. Könnte es etwa sein, dass der Block vom mysteriösen Bitcoin Erfinder Satoshi Nakamoto selbst geminet wurde?

Artikel von 2013 lässt an Satoshis Adresse zweifeln

Die Community machte sich sofort auf Spurensuche und versuchte die Adresse zuzuordnen. Ein Twitternutzer postete einen Artikel von 2013, in dem der Verfasser über eine interessante Blockchainanalysemethode versuchte, die von Satoshi Nakamoto geminten Blöcke zu identifizieren.

Ein übersichtlicheres Bild hat der Twitter Nutzer Nic Carter gepostet:

Image
Graph: x-Achse Blockhöhe, y-Achse Extranonce (Nic Carter auf Twitter)

Der Verfasser des Artikels, Sergio Demian Lerner, fokussiert sich bei der Analyse der Blöcke auf die sogenannte ExtraNonce. Die Nonce ist ein Feld im Bitcoinblock, das vom Miner verändert werden kann, um den Zielhash zu finden. Das Noncefeld ist jedoch nur 32 Bits groß, es gibt daher rund 4,3 Mrd. (2^32) mögliche Hashes, die damit berechnet werden können. Falls der Miner alle ausprobiert und den Zielhash nicht gefunden hat, inkrementiert er die ExtraNonce in der Coinbasetransaktion und hat somit weitere 2^32 Hashes und so weiter.

Die ExtraNonce wurde nur auf null gesetzt, wenn das Programm neu gestartet wurde. Dieser Sachverhalt macht es möglich, die geminten Blöcke über die ExtraNonce einem Miner zuzuordnen. Ein relativ konstanter Anteil der Hashleistung hilft dabei, weil die Blöcke in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen generiert werden.

Die schrägen Linien in der Graphik oben zeigen ein und denselben Node. Schön zu sehen ist, wann er neu gestartet wurde. Es gibt nun mehrere Hinweise, dass dieser Node der von Satoshi ist:

  • Der Node startete das Mining ab Block 1
  • Der Node lieferte konstant dieselbe Hashleistung wie im Genesisblock
  • Bis zum Schreiben des Artikels im Jahre 2013, hat der Node keinen einzigen Bitcoin ausgegeben.

Es gibt hier also eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den Linien in der Graphik um Satoshi Nakamoto handelt. Block Nr. 3654 ist nicht diesem Muster zuzuordnen und somit der Analyse nach nicht von Satoshi Nakamoto geminet worden.

Wer könnte es sonst gewesen sein?

Zur damaligen Zeit gab es weniger Miner. Hal Finney ist 2014 verstorben und kommt deshalb nicht mehr infrage. Die Adresse erscheint auch in einer Liste im berühmten Kleiman – Wright Fall. Sollte Wright also die Coins heute transferiert haben sollen, müsste er auf jeden Fall beweisen können, dass er den privaten Schlüssel zu der Adresse hat. Dies ist jedoch nicht geschehen. Indirekter Beweis, dass er lügt?

Zum aktuellen Zeitpunkt ist es schwer Rückschlüsse auf den Besitzer der Adresse zu ziehen, vielleicht wird es in Zukunft einmal möglich sein.

Bitcoin Preis erfährt leichten Rücksetzer

Es ist durchaus möglich, dass der kleine Rücksetzer heute bei Bitcoin (-~2 %) der Angst der Marktteilnehmer verschuldet ist, dass Satoshi Nakamoto wegen der mysteriösen Transaktion nun Großverkäufe tätigt.

Satoshi Nakamoto: Stammt der Bitcoin-Erfinder aus Deutschland?

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Bitcoin ist spätestens seit dem jüngsten Halving wieder in aller Munde. Doch wer hats erfunden? Möglicherweise führen die Spuren geradewegs nach Deutschland.

Das Rätselraten um die Person hinter Satoshi Nakamoto gleicht der Suche nach dem Ei des Kolumbus. In die Auswahl vermeintlicher Satoshi-Kandidaten haben sich dabei bislang allerlei mehr oder weniger obskure Krypto-Köpfe verirrt. Vom renitenten Craig Wright, über den Freizeit-Astronauten Elon Musk bis hin zum deutschen Hobby-DJ Jörg Molt – die Liste selbsternannter oder fremdbestimmter Bitcoin-Erfinder ist ebenso lang wie befremdlich. Laut eines gewagten Blogeintrags lassen sich Satoshis Spuren jedoch nach Deutschland zurückverfolgen. Könnte Bitcoin etwa deutsche Wurzeln haben?

Von Mozart bis Satoshi

Die Argumentation des Trustnodes-Eintrags ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Im Kern läuft sie darauf hinaus, dass das Bitcoin-Währungskonzept und damit das im Bitcoin-Code implementierte Design der deutschen Wirtschaftsschule entspringt:

Das Design ist eine Geschichte, die in einem Code erzählt wird, und diese Geschichte ist in erster Linie, wenn nicht sogar vollständig, eine deutsche Geschichte.

Im Weiteren ergießt sich der Text in einem Lobgesang auf die deutsche Kultur der Dichter und Denker. Etwas so bedeutungsvolles und revolutionäres wie Bitcoin könne schließlich nur in einer Hochkultur entstanden sein, oder?

Man vergisst leicht, dass die deutsche Kultur eine große Kultur ist. Mozart, mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Niemals von Rom oder irgendeinem Volk besetzt, begann in diesem Land das, was zur Aufklärung wurde. Gutenberg, Luther und nicht zuletzt Immanuel Kant.

Abgesehen von diesem zweifelhaften Beleg (der zudem ignoriert, dass Mozart wohl eher Österreicher war), habe Deutschland im Gegensatz zu den USA „eine ganz andere Art, über Wirtschaftstheorie zu theoretisieren“. Diese finde sich demnach im Bitcoin-Konzept wieder. Und daher ließe sich argumentieren, „dass der Bitcoin-Erfinder unmöglich ein Amerikaner sein kann“ und sehr „wahrscheinlich ein Deutscher“ sei – bestechend.

Doch Trustnodes zufolge muss das nicht bedeuten, dass der Bitcoin-Erfinder ein gebürtiger Deutscher sei. Vielmehr sei er mit der „deutschen Wirtschaftsschule und dem deutschen Wirtschaftsdenken eng vertraut“ und könnte folglich zumindest einige Zeit in Deutschland gelebt haben.

Dies führt der Autor darauf zurück, dass „im [Bitcoin]Code ziemlich genau die deutsche Schule der Geldtheorie dargestellt“ sei. Dieser Code stünde im Gegensatz zum US-amerikanischen Wirtschaftsdenken und untergrabe die globale Währungshoheit des US-Dollars.

Bitcoin made in Germany?

Dass der Bitcoin-Erfinder rein aus kulturtheoretischen Überlegungen heraus aus Deutschland stammen soll oder zumindest Bekanntschaft mit dem Land gemacht hat, ist unhaltbar und fällt eher in die Kategorie Lach- und Sachgeschichten.

Entzaubert man das Akronym Satoshi Nakamoto in diesem Zusammenhang und in Manier des zitierten Artikels und würfelt die Buchstaben neu zusammen, könnte der oder die Urheberin mit Namen Sina oder Haiko tatsächlich aus Deutschland stammen – vorausgesetzt man kehrt die restlichen verbleibenden Buchstaben unter den Tisch.

Vor Gericht: Der mutmaßliche Bitcoin-Erfinder und 1,1 Millionen BTC

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Ob der selbsternannte Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto bald tief in die Tasche greifen muss, wird sich vor Gericht entscheiden.

Kleiman vs Wright – ein Streitfall, in dem es um den Besitzanspruch an etwa 1,1 Millionen Bitcoins geht. Diese sollen sich nach Angaben von Craig Wright im so genannten Tulip Trust befinden. Die Bitcoin sollen aus einem Mining-Unternehmen stammen, das Wright gemeinsam mit seinem damaligen Freund Dave Kleiman geführt haben soll.

Ira Kleiman, Craig Wright und über eine Million Bitcoin

Letzterer ist allerdings verstorben und die Besitzansprüche des Tulip Trusts damit nicht letztlich geklärt. Wright selbt – mutmaßlicher Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto – besteht jedenfalls darauf, dass ihm der Inhalt des Trusts zustehe. Die Kleimann-Erben sehen das allerdings anders. Bereits seit Februar 2018 versucht ein US-Gericht, zwischen den Fronten zu vermitteln.

Dabei gab es Verzögerungen jeglicher Art – etwa dahingehend, dass der selbsternannte Bitcoin-Erfinder Wright das Gericht mit Anträgen überhäufte. Zudem hatte er versucht, mit teils fragwürdiger Beweisführung klarzustellen, dass er die nötigen Private Keys für den umstrittenen Tulip Trust habe. Wie sich herausstellte, waren die Dokumente zum Teil nicht echt.

Nun haben Anwälte beider Seiten gegenüber dem Branchenmagazin Cointelegraph bestätigt, dass es am 6. Juli zur Verhandlung kommen soll. Wrights Anwalt Andres Rivero habe dem Magazin demnach mitgeteilt, dass es voraussichtlich zu keinen weiteren Verzögerungen mehr kommen solle:

Es ist immer möglich, dass sich Verhandlungen verschieben […]. Aber wir haben uns allen Verzögerungen entgegengestellt und wir waren immer bereit, vor Gericht zu ziehen. Die Kläger müssen nun beweisen, dass es eine mündliche Vereinbarung darüber gab, dass 50 Prozent von allem was Dr. Wright jemals tun würde Mr. Kleiman gehört.

Andres Rivero

Velvel Freedman, Anwalt der Kleiman-Seite, sieht die Sache indes anders:

Jegliche Kommentare darüber, dass die Klägerseite für Verzögerungen des Verfahrens verantwortlich sei, sind absurd. Wie Richter Bloom am 10. Januar 2020 festgestellt hat, haben Craigs Mätzchen und sein Benehmen die Urteilsfindung verzögert und wertvolle Zeit und Ressourcen verschwendet […]. Außerdem haben sie die Klägerseite daran gehindert, Beweise vorzubringen. Die Kläger sehen der Verhandlung entgegen.

Dem Bitcoin-Erfinder gegenüber steht der Bruder des Verstorbenen, Ira Kleimann. Er sagt, dass ihm die Hälfte der 1,1 Millionen Bitcoin zustehe.

Wie es aussieht, wird am 6. Juli vor Gericht der Craig-Wright-Fall verhandelt.

Wer hat Bitcoin erfunden?

Nach wie vor steht nicht fest, wer hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto steckt. Der Bitcoin-Erfinder hatte das White Paper zur Kryptowährung ohne Angabe seines Namens in einer Mailing-Liste veröffentlicht. Craig Wright behauptet zwar beharrlich, Satoshi Nakamoto zu sein, konnte es bislang jedoch nicht beweisen. Weitere mögliche Kandidaten findet man an dieser Stelle.

Wer ist Satoshi? – John McAfee „kennt“ wahre Identität des Bitcoin-Erfinders

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Im Rahmen der Virtual Blockchain Week hat Cointelegraph ein exklusives mit John McAfee geführt. Der Entwickler der gleichnamigen Virensoftware hatte in der Vergangenheit immer wieder Stellung zu verschiedenen Themen der Kryptobranche genommen und meint nun, mit „99%iger Sicherheit“ die Identität des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto zu kennen.

Die Diskussion um die Identität von Nakamoto flammte im Zuge eines feurigen Gespräches auf, in dem McAfee unter anderem Verschwörungstheorien um das Coronavirus ablehnte.

McAfee ist sich „zu 99 % sicher“

Satoshi Nakamoto ist das Pseudonym unter dem das Bitcoin-Whitepaper, also der Projektentwurf der marktführenden Kryptowährung, verfasst wurde. Bisweilen ist unbekannt, wer sich hinter „Satoshi“ verbirgt, obwohl schon mehrere Personen von sich behauptet haben, der Erfinder zu sein.  

Gegenüber Cointelegraph meint McAfee, dass die landläufige Annahme, dass eine Einzelperson namens Satoshi Bitcoin erfunden hat, bloßer „Quatsch“ sei. Seine Version: „Das war ein Team aus elf Personen, die über fünf Jahre zusammen Bitcoin entwickelt haben.“

„Wie sie entschieden haben, wer das Whitepaper schreiben darf, weiß ich nicht. Aber wenn man wissen will, wer es war, dann gibt es die üblichen Verdächtigen. Craig Wright wird immer wieder genannt, aber ich führe jetzt nicht alle möglichen Autoren auf, sonst gebe ich noch Hinweise, wer es tatsächlich war“, so McAfee weiter.

McAfee deduziert Identität aus dem Whitepaper

Laut McAfee müsse man lediglich eine sprachliche Analyse des Whitepapers vornehmen, auch bekannt als Stilometrie, um die wahre Identität von Satoshi Nakamoto aufzudecken.

„Erstens, wenn man das Whitepaper liest, wird zunächst einmal klar, dass er Engländer ist. Jedes einzelne Wort, das in amerikanischem Englisch und britischem Englisch unterschiedlich ist, ist in britischem Englisch geschrieben“, wie McAfee feststellt.

„Und zweitens hat er Hinweise versteckt. Nur 5 % der Bevölkerung machen zwei Leerzeichen hinter einem Punkt. Überall sind zwei Leerzeichen hinter einem Punkt. Außerdem ist die Formatierung identisch mit der Formatierung, die er beruflich benutzt“, so McAfee weiter.

„Wenn man ein Analyseprogramm benutzt, das Whitepaper davon untersuchen lässt und es dann mit einer seiner wissenschaftlichen Arbeiten vergleicht, dann kommt mit 99% Wahrscheinlichkeit heraus, dass es diese eine Person ist, von der ich spreche.“

Satoshi möchte anonym bleiben

Doch verraten möchte der Informatiker nicht, wer sich hinter der Identität von Satoshi verbirgt. Wie er angibt, hatte er schon darüber nachgedacht, den Bitcoin-Erfinder zu enttarnen, allerdings habe er diesen Plan nach einem Telefongespräch mit der betreffenden Person wieder verworfen.

So meint McAfee: „Ich habe schon mit ihm telefoniert, denn ich wollte ihn schon enttarnen. Warum? Weil das Alles Quatsch ist und die Leute mit den ganzen Spekulationen nur ihre Zeit verschwenden.“

Und weiter:

„Wissen Sie, was er mir daraufhin gesagt hat? ‚Ganz schön schlau, du Ars**! Aber was ist, wenn du falsch liegst? Wenn du richtig liegst, dann muss Satoshi 50 Bodyguards anheuern und seinen Lebensstil ändern, damit er nicht stirbt. Und warum? Weil jeder ihm an den Kragen will, selbst die Regierung wird ihn verfolgen, um Steuern einzutreiben.‘“

„Und dann fuhr er fort: ‚Okay, wenn du richtig liegst, kann die Person ja etwas daraus machen, aber was ist, wenn du falsch liegst? Du zerstörst dann das Leben eines unschuldigen Mannes und treibst ihn vermutlich sogar in den Tod‘“, wie McAfee sich an die Worte des vermeintlichen Satoshi erinnert.

„In dem Moment war ich einsichtig und sagte: ‚Ich verstehe, ich werde nichts sagen und dein Name wird mir niemals über die Lippen kommen.‘ Und genau das ist der Grund, warum ich vorhin nach Craig Wright aufgehört habe, mögliche Kandidaten aufzuzählen, weil ich versprochen habe, den Namen des echten Satoshis nie zu erwähnen“, so McAfee abschließend.

„Wenn ihr es wissen wollt, dann findet es selbst heraus. Es ist eigentlich ganz leicht.“

Blockchain-Erfinder Stornetta: Nicht Satoshi Nakamoto

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Scott Stornetta, einer der Erfinder von Blockchain, spricht über den Ursprung des Namens “Satoshi Nakamoto” und erklärt, dass er dieser nicht sei.

Das ursprüngliche Bitcoin (BTC)-Whitepaper verweist auf acht Werke. Eines davon ist ein allgemeines Buch über Wahrscheinlichkeit, die anderen sind grundlegend für den Kryptowährungsraum. Drei dieser Werke wurden von Stornetta mitverfasst. Im Jahr 1991 erschienen ein Dokument mit dem Titel “Wie man ein digitales Dokument mit einem Zeitstempel versieht”. Darin schlug Stornetta und sein langjähriger Partner Stuart Haber ein dezentralisiertes System vor, mit dem man bescheinigen könnte, wann eine Datei erstellt oder geändert wurde:

“Wir schlagen vor, rechentechnisch praktikable Verfahren für digitale Zeitstempel bei solchen Dokumenten zu verwenden, so dass Benutzer ihre Dokumente weder zurück- noch vordatieren können.”

Das Dokument verweist auch auf die Arbeit des späteren Turingspreisträgers und Algorand (ALGO)-Gründers Silvio Micali. .

Viele Pronzipien, die in diesem und den nachfolgenden Dokumenten vorgeschlagen wurden, wurden später von Satoshi Nakamoto verwendet. Lange vor Bitcoin haben Huber und Stornetta jedoch schon mit ihrem eigenen Blockchain-Netzwerk begonnen. Dieses gilt als das erste seiner Art und läuft bis heute weiter.

“Satoshi Nakamoto”

Als neuer Anhänger der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ging Stornetta als Missionar nach Japan. Dabei lernte er, fließend Japanisch zu sprechen, und konnte sich später eine Stelle als Patentübersetzer verschaffen.

Stornetta sprach über mögliche Interpretationen des Namens “Satoshi Nakamoto”. Er erklärte dazu:

“Sie können ein ganzes Wörterbuch kaufen, in dem es nur um einen japanischen Namen geht. Und so könnte es für Satoshi 20 verschiedene Kanji-Zeichen geben. Aber ich glaube, dass ‘satoru’ ein japanisches Wort für ‘wissen’ oder ‘weise sein’ ist.”

Der Nachname “Nakamoto” ist ein sehr gängiger japanischer Name, wie etwa “Smith oder Johnson”. Wenn man den Namen jedoch in Kanji-Zeichen schreibt, wäre eine mögliche Interpretation die folgende:

“‘Naka’ bedeutet ‘das Zentrum von’ und ‘moto’ ist ‘der Ursprung von'”.

Ähnliche Interpretationen führten zu Spekulationen, dass Bitcoin vom US-Geheimdienst CIA geschaffen wurde.

Stornetta: Nicht Satoshi

Seine Arbeit und seine Japanischkenntnise machen Stornetta zu einem perfekten Satoshi-Kandidaten. Aber er hat das stets klar verneint. Er legte auch ideologische Argumente vor, warum er nicht Satoshi sei:

“Und so richteten wir einen großen Teil unserer Aufmerksamkeit darauf, die Integrität der Aufzeichnungen im Laufe der Zeit ständig erneuern zu können. So sollen die Aufzeichnungen Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte überdauern. Wir werden auch quantenresistentes Computing und derartige Dinge überleben. Und daran hat Satoshi überhaupt nicht gedacht.”

Er kenne die Identität von Satoshi Nakamoto zwar nicht, schloss aber Craig Wright aus:

“Ich sage es mal so: Ich glaube nicht, dass es Craig Wright ist.”

Stornetta glaubt, dass wir versuchen sollten, Satoshis Vision für Bitcoin zu verstehen, um zu erfahren, wie wir vorankommen können. Er ist auch der Meinung, dass Bitcoin eher Kunst als Wissenschaft sei:

“Ich gehöre zu denjenigen, die glauben, dass Bitcoin sicherlich ein Geniestreich war. Aber er ist eher ein Kunstwerk, ein Entwicklerkunstwerk, das eine Reihe von Möglichkeiten eröffnet. Aber er ist keineswegs die endgültige oder beste Lösung, die entwickelt werden kann.”

Stornetta mag zwar nicht Satoshi Nakamoto sein, aber seine Arbeit für Bitcoin und den gesamten Kryptowährungsbereich war durchaus grundlegend.