Bitcoin-Kurs (BTC): Kommt der Halving-Bullrun? Die Lage am Mittwoch

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Der Bitcoin-Kurs (BTC) konnte am 1. Juni erstmals seit Ende Februar wieder die 10.000 US-Dollar-Marke erklimmen. Damit hat er den Corona-Einbruch überwunden. Kommt nun der nachgelegte Halving-Bullrun? Die Lage am Mittwoch.

Der Schock am 12. März saß tief. Der Bitcoin-Kurs war im Zuge der Corona-Verunsicherung an den Finanzmärkten auf manchen Krypto-Börsen auf unter 4.000 US-Dollar gerutscht. Milliarden hatten sich plötzlich in Luft aufgelöst. Der so genannte „Schwarze Donnerstag“ hatte an den Märkten sein Tribut gefordert, die Verunsicherung war groß.

Während Kritiker schnell dabei waren, den Krypto-Markt samt dem Sicherer-Hafen-Narrativ zu beerdigen, zeigt sich aktuell wieder einmal: Ein langer Atem zahlt sich aus. So konnte der Bitcoin-Kurs längst zur Erholungs-Rallye ansetzen und die Verluste des Corona-Schocks wieder aufholen. Prallte er im Mai noch einige Mal an der magischen 10.000 US-Dollar-Marke ab, konnte die Kryptowährung diese am 1. Juni vorerst hinter sich lassen. Die naheliegende Frage: Wohin geht nun die Reise?

Angebotsverknappung spricht für Bitcoin-Kurs-Rallye

Im Bitcoin-Netzwerk kam es vor gut zwei Wochen zum Bitcoin Halving. Bei diesem Event wird der Angebotsnachschub halbiert. Seitdem produzieren Miner nur noch 6,25 BTC pro erfolgreich geschürften Block. Die Kryptowährung bewegt sich seitdem darauf zu, das knappste Gut der Welt zur werden. Gemäß der Stock-to-Flow-Analyse könnte das im Nachgang des Halvings einen Bitcoin-Kurs von 288.000 US-Dollar begünstigen.

Das ökonomische Kalkül dahinter ist simpel. Sollte sich die Nachfrage nach Bitcoin erhöhen, dürfte das bei einer gleichzeitigen Verknappung des Angebotsnachschubes der Bitcoin-Kurs erhöhen.

Wiederholt sich die Geschichte?

Bullishe Einschätzungen bezüglich einer Post-Halving-Rallye berufen sich dabei vor allem auf die vergangenen Bitcoin Halvings. So setzte der Bitcoin-Kurs jeweils zu explosiven Bullruns nach jeder Halbierung an:

  • 1. Halving: Das erste Bitcoin Halving fand am 28. November 2012 statt. Die Belohnung für Miner halbierte sich von 50 BTC auf 25 BTC. Der Bitcoin-Kurs lag zum Zeitpunkt des Halvings bei 12,35 US-Dollar. Nach 150 Tagen erreichte er 127 US-Dollar. Seinen Höchststand in der Phase zwischen Halving 1 und Halving 2 erreichte er im Dezember 2013, ein knappes Jahr später, mit etwa 1.038 US-Dollar. Der Zuwachs erreichte damit ein Maximum von über 9.300 Prozent.
  • 2. Halving. Das zweite Bitcoin Halving fand am 9. Juli 2016 statt. Die Halbierung erfolgte von 25 BTC auf 12,5 BTC. Zum Zeitpunkt des Halvings lag der Bitcoin-Kurs bei 650,63 US-Dollar. 150 Tage später war er bei 758,81 US-Dollar. Seinen Höchststand erreichte der Bitcoin-Kurs am 17. Dezember mit knapp 20.000 US-Dollar, nach etwa 1,5 Jahren. Hier waren es „nur“ knapp 3.000 Prozent Zuwachs.

Sollten sich derartige Szenarien im aktuellen Fall wiederholen, wären die 288.000 US-Dollar laut Stock-to-Flow-Analyse noch konservativ geschätzt.

Impulse für das Ökosystem

Insgesamt stehen die Zeichen im Bitcoin-Ökosystem aktuell auf Wachstum. So wurde etwa in der vergangenen Woche erstmals ein Reversible Initial Coin Offering (RICO) gestartet. Damit soll die in Verruf geratene Funding-Methode ICO einen seriöseren Anstrich bekommen. Die Neuheit daran: Sollte ein Projekt sein Funding-Ziel nicht erreichen, können Investoren ihr Geld zurückbekommen. LUKSO-CEO Fabian Vogelsteller sieht hier samt LYXE-Token eine neue Ära für Investoren anbrechen. Gegenüber BTC-ECHO teilte er mit:

Der Reversible ICO ist der erste ICO, der das Investieren über Zeit automatisiert. Dadurch, dass man LYXe nur reserviert und nicht direkt kauft, hat man mehr Bedenkzeit, sein Investment zu durchdenken. Diese kauft man dann über einen Zeitraum von 8 Monten. Da das kaufen linear passiert, weiß man immer, wann man wieviel schon gekauft hat, und wieviel Ether man noch wieder rausholen kann. [….]

Dadurch dürfte auch das Ethereum-Ökosystem wieder neue Anschübe bekommen. Letzteres steuert aktuell auf das nächste Update zu, das Ethereum in die Übergangsphase zur neuen Netzwerk-Version bringen soll. Sollte hier alles glatt über die Bühne gehen, dürfen sich Investoren auf Kurszuwächse gefasst machen.

Disclaimer: Diese Zeilen stellen lediglich die Einschätzung des Schreibers dar. Sie sind kein Investment-Advice und dienen lediglich der Information.

Bitcoin-Kurs (BTC): Warten auf das Krypto-Beben – die Lage am Mittwoch

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Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist in Lauerstellung. Wie ist es um das Ökosystem bestellt? Die Lage am Mittwoch.

Der Bitcoin-Kurs (BTC) bewegte sich in den letzten Tagen und Wochen mit kleineren Ausrutschern zwischen der 9.000 und der 10.000 US-Dollar-Marke. Doch letztere, so schien es, war zum (fast) unüberwindbaren Widerstand für die Krypto-Leitwährung geworden. Dem Titel als „wichtige psychologische Marke“ macht sie dabei alle Ehre – Hodler und Trader scheinen immer kurz vor der 10.000 US-Dollar-Marke zu verkaufen. Die Folge: Der Bitcoin-Kurs schaffte es seit Februar nicht mehr, die Marke zu durchbrechen.

Wie man im Jahreschart ablesen kann, konnte der Bitcoin-Kurs die 10.000er-Marke zuletzt am 18. Februar überwinden. Direkt danach kam es jedoch zum Corona-Crash, bei dem sich der gesamte Krypto-Markt von der internationalen wirtschaftlichen Schieflage nach unten reißen ließ. Seitdem konnte die Kryptowährung zwar einen Großteil der Verluste wieder aufholen. Doch Bullenstimmung konnte bisher nicht aufkommen.

Und das, obwohl sich der Angebotsnachschub bei BTC erst kürzlich verknappt hat. Das so genannte Halving, bei dem sich der BTC-Nachschub in der vergangenen Woche von 12,5 auf 6,25 BTC pro erfolgreich geschürften Block verkürzt hatte, hatte bis jetzt keine größeren Einwirkungen auf den Kurs. Warum das so ist? Erklärt Sven im Video.

Doch was hindert die Kryptowährung daran, auszubrechen? Ein Blick auf das Ökosystem hilft, die aktuelle Lage am Krypto-Markt einzuschätzen.

Die Weichen sind gestellt

Es ist ein Mantra, das die Krypto-Community stets verfolgt: Für steigende Kurse braucht es vor allem die Adaption von Kryptowährungen, also ihre Verwendung durch die breite Masse. Und in diese Richtung werden die Weichen mit jedem Tag ein bisschen mehr gestellt. So wurde etwa erst gestern bekannt, dass ausgerechnet der Zahlungsgigant Visa BTC & der Krypto-Welt bald zu mehr Anklang verhelfen könnte. Das Schweizer Start-up Edoo kündigte demnach an, mit einer Krypto-Kreditkarte die Möglichkeit, BTC-Zahlungen zu akzeptieren, in Zusammenarbeit mit VISA an 40 Millionen Händler weltweit tragen könnte.

Auch der Bekanntheitsgrad des Ökosystems dürfte sich mit der Zeit weiter steigern. Bereits vergangene Woche erreichte uns in diesem Zusammenhang die Meldung, dass die argentinische Fußballlegende Diego Maradona ihren Weg auf die Blockchain gefunden hat. Dort lässt sich der digitale Maradona im Rahmen von Fantasy Football sammeln und tauschen. Direkten Einfluss auf den Bitcoin-Kurs dürften solche kleinen Ereignisse kaum haben. Dennoch wird die Bekanntheit von Kryptowährungen und der Blockchain-Industrie durch solche kleinen Schritte weiter wachsen – was letztlich dem gesamten Krypto-Martk zuträglich ist.

Krypto-Adaptionssignale erreichten uns außerdem vom afrikanischen Kontinent. Laut einer aktuellen Studie von Arcane Research mausere sich Afrika zum Krypto-Kontinent. Vor allem die Möglichkeit, grenzüberschreitende Überweisungen mit Bitcoin & Co. durchzuführen, sei für die Menschen dort von Interesse. Dennoch: Ganz ausgereift ist die Sache nicht. Denn wie man dem Report ferner entnehmen kann, steht der prinzipiellen Bereitschaft ein (noch) unfruchtbarer technologischer Boden gegenüber: Für eine flächendeckende Krypto-Adaption fehlt es zur Zeit noch an der richtigen Infrastruktur.

Solche Beispiele sind es, die uns zeigen: Die Weichen sind zwar gestellt. Bitcoin und das Krypto-Ökosystem brauchen jedoch wohl noch etwas Zeit, um aus den zu klein gewordenen Kinderschuhen herauszuwachsen. Dann klappt’s auch mit dem Bitcoin-Kurs.

Abseits vom Bitcoin-Kurs: Was sonst noch wichtig ist

Auch Abseits vom Bitcoin-Kurs-Geschehen gibt es derzeit Themen, die die Szene bewegen. Gestern etwa kam eine weitere Nachricht ans Licht, die Zweifel an der Integrität des selbsternannten Bitcoin-Erfinders Craig Wright bestärkten. Laut einem BTC-Schürfer aus Anfangstagen und dem Krypto-Guru Andreas Antonopolous dürfen die Besitzansprüche von „Faketoshi“ auf den Tulip Trust bezweifelt werden.

Die Regierung in China arbeitet indes fleißig daran, sich eine Vormachtstellung im internationalen ökonomischen Wettrüsten zu erbeuten. Mit der geplanten innerstaatlichen digitalen Zentralbankwährung will die Kommunistische Partei nichts weiter, als die Hegemonie des US-Dollars ins Wanken bringen. Kürzlich warnte US-Bank JP Morgan davor, diese Vorstöße auf die leichte Schulter zu nehmen.

Das Weltwirtschaftsforum hat unterdessen die Blockchain-Technologie auf die Agenda gesetzt. Um einer breiteren Verwendung der Technologie möglichst wenig in den Weg zu legen, plant das Forum unter anderem, ein Netzwerk aus verschiedenen Interessensverbänden ins Leben zu rufen.

Zum aktuellen Bitcoin-Kurs geht es hier.