“Exponentielles” Volumenwachstum: Bitcoin konkurriert mit großen Vermögenswerten

Advertisement

“Alle Facetten” im Hinblick auf das Handelsvolumen von Bitcoin (BTC) wachsen exponentiell und könnten mühelos die wichtigsten Anlageklassen einholen, so ein neuer Bericht.

Am Dienstag veröffentlichte Coin Metrics einen Bericht mit dem Titel “State of the Network” und betrachtete den Bitcoin-Handel. Dabei kamen einige überraschende Zahlen ans Licht, als BTC/USD 10.000 US-Dollar überschritten hat.

“Exponentielles” Wachstum des BTC-Volumens insgesamt

Eine Messung des Volumens ist bei der größten Kryptowährung schwierig, so Coin Metrics. Grund dafür sind die vielen Börsenarten und damit verbundenen Plattformen im Raum.

“Die Fragmentierung des Handelsvolumens im Bitcoin-Ökosystem verhindert eine direkte Bewertung der Marktgröße”, wie der Bericht abschließend anmerkte.

“Institutionen, die erwägen, den Raum zu betreten, sollten zunächst die Landschaft beobachten und dann entscheiden, an welchen Börsen, auf welchen Märkten und mit welchen Vermögenswerten sie sich bei der Abwicklung von Geschäften wohlfühlen.”

Nichtsdestotrotz ist die Zukunft von Bitcoin als Anlageklasse äußerst vielversprechend.

Coin Metrics fasst zusammen, “alle Facetten des Handelsvolumens von Bitcoin haben ein exponentielles Wachstum verzeichnet und kann, wenn dieses aufrecht erhalten wird, auf ähnliche Niveaus wie die größten Anlageklassen steigen.”

Kryptowährung und Fiat-Handelsvolumen. Quelle: Coin Metrics

Kryptowährung und Fiat-Handelsvolumen. Quelle: Coin Metrics

5 Mio. US-Dollar pro Tag bei Bitcoin?

Vereinzelt gibt es Volumen in Höhe von 500 Mio. US-Dollar pro Tag auf den großen Börsen. Das sei die beste Antwort für einen institutionellen Käufer, der darüber nachdenkt, wie viel Kapital er in Bitcoin investieren sollte.

“Für eine Institution auf der Käuferseite, die daran interessiert ist, frisches Kapital in den Raum zu investieren, ist das Handelsvolumen der Bitcoin-Spotmärkte, das sich auf 5 Mrd. US-Dollar pro Tag auf den großen Börsen beläuft, vielleicht am relevantesten”, so der Bericht.

“Bei diesem Handelsvolumen könnte eine Institution auf der Käuferseite, die nicht mehr als ein Prozent des gesamten Handelsvolumens ausmachen möchte, mit einem Kapitaleinsatz von 5 Mio. US-Dollar pro Tag rechnen.”

Institutionelle Dienste, wie Bitcoin-Futures und -Optionen, verzeichnen weiterhin neue Rekordniveaus sowohl hinsichtlich des Volumens als auch beim Open Interest.

Die “Führung” der Futures im Zusammenhang mit anderen Preisindikatoren ist ein weiteres wichtiges Zeichen, das man kurzfristig im Auge behalten sollte, so der Cointelegraph Markets-Analyst filbfilb am Dienstag.

„Was habt ihr denn geraucht?“ – Kryptobranche feuert gegen Goldman Sachs zurück

Advertisement

Die Befürworter von Bitcoin (BTC) blasen zum Gegenangriff, nachdem bekannt wurde, dass die einflussreiche Investmentbank Goldman Sachs die marktführende Kryptowährung nicht als legitimes Anlageprodukt sieht.

Eine geleakte PowerPoint-Folie aus einer Onlinekonferenz vom 27. Mai zeigt, dass die fünftgrößte Bank der USA massive Vorbehalte gegenüber Kryptowährungen hat. 

Goldman wiederholt altbekannte Kritik

Als Gründe nennt Goldman unter anderem, dass Bitcoin für Anleger kein fixes Einkommen erzielt, wie es zum Beispiel Anleihen und Aktien tun.

Dementsprechend trifft die Investmentbank das nüchterne, aber für Bitcoin vernichtende, Urteil, „dass ein Finanzprodukt, dessen Wertsteigerung allein davon abhängt, ob jemand anders einen höheren Wert dafür bezahlen will, kein empfehlenswertes Investitionsprodukt für unsere Klienten ist“.

Als weitere Kritikpunkte nennt die Bank hohe Volatilität (Wertschwankung) und einen Mangel an Beweisen, dass Bitcoin tatsächlich als Absicherung gegen Inflation fungiert. Diese Form der Kritik ist allerdings nicht neu aus Richtung des alteingesessenen Finanzsystems. Erst letzte Woche hat Vermögensverwalter Peter Mallouk gegenüber CNBC behauptet, dass es „keinen Grund“ geben würde, in die marktführende Kryptowährung zu investieren, obwohl diese sich in der Krise als stark erweist.

Mangelt es der Wall Street an Talent?

Der Liebesentzug von Goldman schlägt jedoch deutlich höhere Wellen, weshalb die Kryptobranche in den sozialen Medien heftigen Widerstand leistet.

So meint Dan Tapeiro von D-TAP Capital, dass die Investmentbank lediglich an ihren eigenen Umsatz denken würde.

„Goldman Sachs verdient keine Gebühren, wenn ein Klient bei ihnen #Bitcoin kauft. Der Kauf von Bitcoin impliziert eine Ablehnung derjenigen Finanzprodukte, die Goldman Sachs verkauft und an denen sie verdient“, wie er dementsprechend auf Twitter meint.

Und weiter:

„Mit dem Kauf von Bitcoin lehnt man ihre Weltanschauung ab, an der sie verdienen. Vertraut lieber auf Paul Tudor Jones (PTJ) und nicht auf Goldman Sachs (PTJ).“

Womit Tapeiro darauf anspielt, dass sich der namhafte Hedgefonds-Gründer Paul Tudor Jones kürzlich für Bitcoin als Anlageprodukt ausgesprochen hatte.

Tyler Winklevoss, der Gründer der Kryptobörse Gemini, kehrt derweil das positive an der Kritik hervor, indem er schlussfolgert, dass sich daran eine weitreichende Veränderung an der Finanzwelt ablesen lässt.

„Die Kryptobranche war mal das, wo man landet, wenn man es an der Wall Street nicht geschafft hat“, wie er zunächst schreibt.

Dahingehend ergänzt er sarkastisch:

„Die Qualität der Recherche, die Goldman Sachs hinsichtlich #Bitcoin betrieben hat, zeigt, dass sich die talentierten Leute jetzt genau andersrum entscheiden. Ab sofort landet man auf der Wall Street, wenn man es in der Kryptobranche nicht mehr schafft.“

In einem weiteren Twitter-Eintrag legte Winklevoss dann nach:

„Was habt ihr denn geraucht? Ich dachte Goldman ist die Bank an der Wall Street, bei der die schlauen Bänker angestellt sind.“

Andere Bitcoin-Fürsprecher zeigen sich wenig angriffslustig und meinen schulterzuckend, dass die Kritik der großen Finanzinstitute immer weniger Einfluss auf die Kryptowährung und deren Kursentwicklung hat.

„Ehrlich gesagt, waren die meisten ihrer Kritikpunkte absoluter Standard“, wie School of Arms Geschäftsführer John Bednarski die Einschätzung der Investmentbank deshalb zusammenfasst.

Grayscales Bitcoin-Bestand steigt auf über 3 Mrd. US-Dollar an

Advertisement

Grayscale, ein bedeutender Fonds für die Verwaltung digitaler Vermögenswerte, konnte in diesem Jahr weitere Zuwächste verzeichnen. Damit erreicht das verwaltete Gesamtvermögen (AUM) neue Höchststände.

Laut einem Tweet vom 19. Mai belief sich der Gesamt-AUM von Grayscale auf 3,8 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von über 80% gegenüber 2,1 Milliarden US-Dollar im Mai 2019.

Das Bitcoin-Vertrauen gewinnt weiter an Dynamik 

Der Bitcoin-Trust (BTC) von Grayscale hat weiterhin andere Kryptowährungen im Fonds angeführt und macht 3,36 Mrd. USD oder 89% des gesamten AUM des Unternehmens aus. Der Wert des Bitcoin-Investmentfonds von Grayscale stieg von 1,9 Mrd. US-Dollar im Vorjahr um 76%. Gleichzeitig ging der Anteil des Bitcoin-Fonds von Grayscale leicht von 94% im Mai 2019 zurück.

AUM von Grayscale im Mai 2020 Quelle: Twitter

Der massive Anstieg des Vertrauens in Grayscales Bitcoin-Fonds ist auf einen deutlichen Anstieg des BTC-Preises gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Momentan notiert Bitcoin bei 9.745 US-Dollar, was einem Anstieg von rund 30% gegenüber 7.600 US-Dollar des Vorjahres entspricht.

Bitcoin-Kurs im Jahresvergleich. Quelle: Coin360

Den Daten zufolge ist der Grayscale Ethereum (ETH) Fond nun der zweitgrößte unter den insgesamt 10 Fonds. Der Grayscale ETH Fonds macht 289 Millionen US-Dollar aus, gefolgt vom Grayscale Ethereum Classic (ETC) Fonds, der 73 Millionen US-Dollar hält.

Grayscale wurde 2013 von der Digital Currency Group gegründet und ist ein bedeutender globaler Krypto-Investmentfonds. Der Fonds wird von globalen Behörden wie der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde der Finanzindustrie und der Securities Exchange Commission reguliert. Berichten zufolge war Grayscale der erste Fonds für digitale Assets, der im Januar 2020 mit der Berichterstattung an die SEC begann.

Im April 2020 berichtete Grayscale, dass das Unternehmen rund 1,7% des gesamten Bitcoin-Angebots an seinem Grayscale Bitcoin Fonds hielt. Zu dieser Zeit gab das Unternehmen auch bekannt, dass es trotz der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Krise sein bisher bestes Quartal verzeichnet habe.

Durchschnittskosteneffekt – Cash App will Nutzer zum „Bitcoin-Sparen“ anregen

Advertisement

Twitter-Gründer Jack Dorsey lässt die Nutzer seines Zahlungsdienstes Square ab sofort vom Durchschnittskosteneffekt bei Investitionen in Bitcoin (BTC) profitieren.

Wie Dorsey am 18. Mai auf Twitter schreibt, können die Nutzer der Cash App, die Square angehört, allerdings nur innerhalb der USA verfügbar ist, über eine neue Funktion in regelmäßigen Abständen automatisch in die marktführende Kryptowährung investieren.

Bitcoin-Anleger brauchen kein perfektes Timing

Das neue Feature namens „Auto Invest“ kann dabei sowohl für Investitionen in Bitcoin als auch für Investitionen in Aktien genutzt werden.

In diesem Zusammenhang erklärt die firmeneigene Webseite: „Wenn Sie langfristig denken, brauchen Sie kein perfektes Timing.“

Und weiter:

„Über Auto Invest können Sie per Knopfdruck investieren und vom Durchschnittskosteneffekt profitieren, indem Sie automatisch in regelmäßigen Abständen Kleinstbeträge anlegen. Durch diese Aufteilung ihrer Investitionen können Sie die Auswirkungen von Kursschwankungen minimieren.“

Sparen statt Trading

Durch die Einbindung der Auto-Invest-Funktion will die Cash App ihre Nutzer vermutlich zu „Bitcoin-Sparern“ machen und vom Gedanken abrücken, dass Investitionen in Bitcoin zwangsläufig mit großen Beträgen getätigt werden müssen.

Die Auto-Invest-Funktion der Cash App ermöglicht aktuell Investitionen in täglichen, wöchentlichen und monatlichen Abständen, wobei sich der Minimalbetrag auf 10 US-Dollar beläuft.

Unter Zuhilfenahme des Durchschnittskostenrechners von dcaBTC kann errechnet werden, dass eine Anlage von 10 US-Dollar pro Woche in Bitcoin über die letzten drei Jahre eine Rendite von 65 % ergeben hätte. So wären die eingezahlten Investitionsgelder in diesem Zeitraum von 1.570 bis auf 2.588 US-Dollar gestiegen.

BTC DCA 3-year chart with weekly $10 buys

Durchschnittskosteneffekt bei wöchentlicher BTC-Investition von 10 US-Dollar. Quelle: dcaBTC.com.

Square hat guten Grund, vermehrt auf Kryptowährungen zu setzen, denn wie Cointelegraph berichtet hatte, kamen allein im ersten Quartal 2020 knapp 528 Mio. US-Dollar des Gesamtumsatzes des Zahlungsdienstleisters aus Bitcoin.

Zusammen mit dem führenden Krypto-Investmentfonds Grayscale hat Square mehr als die Hälfte aller im ersten Quartal geminten Bitcoin umgesetzt.

Andreessen Horowitz Bericht: Krypto nur auf dem ersten Blick chaotisch

Advertisement

Die Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz ist der Ansicht, dass das jüngste Wachstum in den Bereichen Social Media, Entwicklung, Preisen und Startups im Bezug auf Kryptowährungen einen Krypto-Zyklus darstellen könnte, der sich als positive für zukünftige Investoren herausstellen könnte.

Das in den USA ansässige Unternehmen veröffentlichte am 15. Mai einen Bericht, in dem Kryptowährungen in drei Zyklen analysiert wurden, die 2010, 2013 und 2017 ihren Höhepunkt erreichten. Nach Angaben des Unternehmens zeigen die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten (CAGR) von 2010 bis heute “unruhigen und dennoch konsistenten Wachstum allen Schlüsselbereichen.”

Andreessen Horowitz

Quelle: Andreessen Horowitz

“Der 2017er Zyklus brachte Dutzende spannender Projekte in einer Vielzahl von Bereichen hervor, darunter Zahlungen, Finanzen, Spiele, Infrastruktur und Web-Apps“, heißt es in dem Bericht. 

Andreessen Horowitz merkte an, dass die innovativen Ideen, die im letzten Zyklus vorangetrieben wurden, das Potenzial haben, einen „vierten Krypto-Zyklus“ zu schaffen. Falls dieser Konstanz zeigt, besteht die Möglichkeit eines vergleichbaren Anstiegs der Aktivitäten in den Bereichen Social Media, Entwicklung, Startups sowie des Bitcoin-Preis (BTC).

Obwohl Krypto-Zyklen chaotisch aussehen, haben sie langfristig zu einem stetigen Wachstum neuer Ideen, Codes, Projekte und Startups geführt – der Zündstoff für Software-Innovationen. Technologen und Unternehmer werden Krypto in den kommenden Jahren weiter vorantreiben. Wir sind gespannt, was sie dadurch schaffen werden.

Nicht das erste Krypto-Rodeo

Cointelegraph berichtete am 14. Mai, dass Andreessen Horowitz Videos von seiner Online-Schule “Crypto Startup School” veröffentlicht habe, einem siebenwöchigen Ausbildungskurs für Unternehmer aus der Industrie, der bis Mitte April lief. Das Unternehmen war auch eine der ersten Risikokapitalgesellschaften, die in Krypto-Unternehmen investierte, unter anderem in Libra, MakerDAO (MKR) und Coinbase.

Wissen ist Macht – Lehrbeiträge der „Crypto Startup School“ kostenlos verfügbar

Advertisement

Das Investmentunternehmen Andreessen Horowitz, auch bekannt als a16z, hat die ersten Lehrbeiträge ihre „Crypto Startup School“ kostenlos zugänglich gemacht.

Die ersten beiden Teile der Lehrveranstaltung für angehende Krypto-Unternehmer wurde am 13. Mai auf TechCrunch veröffentlicht, die restlichen Materialien sollen dann auf der firmeneigenen Webseite des Investmentunternehmens folgen.

Lehrbeiträge von Professoren und Krypto-Experten

Der erste Vortrag namens „Krypto-Netzwerke und ihre Bedeutung“ stammt vom a16z-Teilhaber Chris Dixon. Im Rahmen seiner Präsentation erklärt Dixon, warum Blockchains nach dem Internet und Smartphones zur nächsten großen Plattform unserer Zeit werden könnten. Als Hauptgründe führt er dahingehend die vielen neuen Möglichkeiten an, die die Technologie Unternehmern und Entwicklern auf der ganzen Welt eröffnet.

Der zweite veröffentlichte Vortrag wurde von Dan Boneh, einem Professor für Angewandte Kryptografie an der Universität Stanford gehalten. Hierin erklärt Boneh die kryptografischen Prinzipien von Blockchains und grundlegende zugehörige Mechanismen wie Private Keys, Mining und Zero-Knowledge-Beweise.  

Die übrigen 12 Lehrbeiträge, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden, wurden unter anderem von Brian Armstrong, dem Geschäftsführer der großen Kryptobörse Coinbase, dem Business Angel Balaji Srinivasan und Brian Brooks, einem Vertreter des US-Finanzministeriums, verfasst.

„Die Crypto Startup School“ wurde ursprünglich von Ende Februar bis Mitte April im kalifornischen Menlo Park abgehalten, das als Standort führender Tech-Unternehmen wie Facebook bekannt ist.  

Im Rahmen der Lehrveranstaltung wurden 45 Studenten aus den USA und der ganzen Welt eingeladen, die aus „Tausenden von Bewerbern“ ausgewählt wurden.

BitMEX CEO sieht Bitcoin-Fürsprache von Tudor Jones als Magneten für Großinvestoren

Advertisement

Der namhafte Hedgefonds-Investor Paul Tudor Jones hat große Begeisterung in der Kryptobranche ausgelöst, nachdem er vor einigen Tagen offengelegt hat, dass er in Bitcoin (BTC) investiert. Wichtige Branchenköpfe wie der Geschäftsführer von BitMEX sehen in den Aussagen von Jones eine Strahlkraft, die weitere große Investoren in den Kryptomarkt ziehen könnte.

Arthur Hayes, der Geschäftsführer der weltweit zweitgrößten Kryptobörse BitMEX meint, dass Jones mit seinen Äußerungen für viele große Investoren das Risiko einer Rufschädigung durch Investitionen in Bitcoin massiv abgebaut hat. Dementsprechend würden sich diese nun endlich in den Markt trauen. „Ihr könnt davon ausgehen, dass jetzt viele Mitläufer-Fondsmanager auf den Zug mitaufspringen“, so Hayes am 7. Mai auf Twitter.

Jones macht den Weg frei

Dabei steht Hayes nicht allein mit seiner Meinung da, dass immer mehr institutionelle Investoren der Strategie von Jones folgen werden, das Inflationsrisiko, also die drohende Entwertung von Vermögen in Form von Landeswährungen, durch ein Ausweichen auf Bitcoin zu minimieren. Brian Kelly, der Bitcoin-Experte von CNBC, beleuchtete im Rahmen der Sendung Fast Money, welche Auswirkungen die Worte von Jones haben könnten.

Karen Finerman, Mitgründerin und Geschäftsführerin der Investmentberatung Metropolitan Capital Advisors, meint in der Fast Money Gesprächsrunde ebenfalls, dass Jones mit seinen Äußerungen den Weg für Mainstream-Investoren freigemacht hätte, um in Bitcoin zu investieren. Laut Finerman fürchten sich diese Investoren nun weniger davor, die Kryptowährung in ihr Portfolio aufzunehmen:

„Niemand will sich damit entblößen, in Bitcoin investiert zu haben, wenn die Kryptowährung plötzlich zusammenbricht. Aber wenn Jones jetzt auch Bitcoin besitzt, haben sie immerhin eine Ausrede, falls es schiefgeht.“

Bitcoin besser als Gold?

Paul Tudor Jones hatte vor wenigen Tagen gesagt, dass er Bitcoin momentan in einer ähnlichen Rolle sieht wie Gold während der Wirtschaftskrise der 70er-Jahre. Brian Kelly bestätigt diese These, da Bitcoin in der Tat ähnliche Eigenschaften hat wie Gold, was allen voran auf die begrenzte Umlaufmenge der beiden Assets zurückzuführen ist. Allerdings sieht Kelly Bitcoin sogar im Vorsprung, da die Kryptowährung den Vorteil der Digitalität besitzt. Zudem hätte Bitcoin ein viel höheres Risiko-Ertrags-Verhältnis, was eine weitere große Trumpfkarte ist.   

Am 2. Mai hatte die große Kryptobörse Coinbase bereits eine Studie veröffentlicht, in der sie zu dem Ergebnis kommt, dass Bitcoin Gold aus mehreren Gründen überlegen ist.

Auf dem Weg zur Titelverteidigung – Bitcoin trotz Krise das bisher beste Anlageprodukt 2020

Advertisement

Neue Marktforschungsdaten der Investmentberatung Fundstrat zeigen, dass Bitcoin (BTC) im bisherigen Jahr 2020 das beste Anlageprodukt ist.

Fundstrat Chef-Analyst Thomas Lee hat die entsprechenden Daten am 8. Mai auf Twitter veröffentlicht, wobei aus diesen ersichtlich ist, dass Bitcoin bisher alle anderen Anlageklassen um mindestens 19 % ausgestochen hat (siehe Grafik unten). Seit Anfang des Jahres hat die marktführende Kryptowährung demnach einen insgesamten Zugewinn von 39 % erzielt.

Perfomances by Asset Classes

Amerikanische Staatsanleihen mit einer Mindestlaufzeit von 20 Jahren sind das zweitbeste Anlageprodukt, da diese im laufenden Jahr auf ein Plus von 21,1 % kommen, während Gold es mit einem Zuwachs von 12,5 % immerhin auf Platz 3 schafft.

Staatsanleihen mit einer geringeren Laufzeit konnten bisher nur 8,9 % hinzugewinnen, während der Aktienindex Nasdaq lediglich ein Plus von 1,7 % zu Buche stehen hat. Viele andere Anlageprodukte liegen gar im roten Bereich und sind vom Erfolg von Bitcoin weit entfernt.

Bitcoin auf dem Weg zur Titelverteidigung

Zudem führt Lee auch noch die besten Anlageprodukte von 2019 als Vergleich an, wobei die marktführende Kryptowährung schon im vergangenen Jahr mit einem Zugewinn von insgesamt 92,2 % der klare Sieger war.

Die Aktienmärkte waren Bitcoin im Vorjahr noch dicht auf den Fersen, denn sowohl der Nasdaq (35,2 %) als auch der S&P 500 (28,9 %) kamen hinter der Kryptowährung aufs Treppchen. Der MSCI World Index erreichte mit 25,2 % Plus wiederum den vierten Platz. Es scheint also, dass sich die Kryptowährung dieses Jahr zu den eigenen Gunsten vom Aktienmarkt abgekoppelt hat.

Bereits im Jahr 2017 war Bitcoin das Anlageprodukt mit der besten Performance, damals konnte sogar ein Zugewinn von mehr als 1.550 % erzielt werden. Im Jahr 2016 war die Kryptowährung wiederum die insgesamt stärkste Handelsware (Commodity).

Bloomberg-Analyst: Warum BTC besser als Gold ist

Advertisement

Mike McGlone, der leitende Rohstoffstratege von Bloomberg, ist in seinem jüngsten Bitcoin-Bericht weiterhin optimistisch im Hinblick auf die “erstgeborene” Kryptowährung. Er nennt einen Vorteil, den Bitcoin gegenüber seinem Rivalen in Sachen Absicherung, dem Gold, habe:

“Im Gegensatz zu der Quasi-Währung Gold sind höhere Preise kein Anreiz für ein größeres Angebot.”

Angebot von Bitcoin unelastisch?

McGlone spielt auf die Tatsache an, dass auf den meisten Rohstoffmärkten eine größere Nachfrage zu höheren Preisen führt. Das wiederum führe zu einer größeren Produktion des Rohstoffs und einer Preisstabilisierung. Das Bitcoin-Angebot ist jedoch mittels eines Codes vorgegeben. Außerdem wird sich die Produktionsrate für neue Bitcoins nächste Woche halbieren.

Man könnte argumentieren, dass das Bitcoin-Mining durch eine größere Nachfrage zwar nicht beschleunigt werden kann, aber das Angebot ist dennoch nicht unelastisch. Die Menge, die langfristige Besitzer aus dem kurzfristigen Angebot des Vermögenswerts entnehmen, reagiert auf den Kurs.

Perfekte Konstellation wie im Jahr 2017

Außerdem erklärt McGlone, dass die Kombination aus dem antiinflationären Angebot von Bitcoin und den beispiellosen Konjunkturpaketen der Zentralbanken eine perfekte Ausgangslage für Bitcoin schaffe, um andere Märkte zu übertreffen:

“Ein eingeschränktes Angebot bedeutet, dass die Akzeptanz und Verwendung das Maß ist, auf das es ankommt. Die Signale sind in diesem beispiellosen Umfeld, in dem praktisch jede Zentralbank aggressiv Liquidität generiert, nach wie vor überwiegend positiv.”

Bild 1

Laut McGlone signalisiert noch ein weiteres wichtiges Maß ebenfalls die Stärke von Bitcoin. Die Volatilität der letzten 180 Tage hat ein Allzeittief erreicht. Das letzte Mal, dass der Markt einen solchen beträchtlichen Rückgang des wichtigsten Risikomaßstabs für diesen Vermögenswert verzeichnete, war vor dem größten Bullenmarkt:

“Das Allzeittief der 180-Tage-Volatilität von Bitcoin ist ein bemerkenswertes Signal für den Bullenmarkt, der im Jahr 2015 begann und 2017 endete.”

Bild 2

Außerdem glaubt McGlone, dass es Hinweise darauf gibt, dass Leute immer häufiger “kaufen und halten”. Er beobachtete, dass das verwaltete Vermögen des Grayscale Bitcoin Trust bei Kurseinbrüchen wachse:

“Das jüngste Rekordhoch in diesem Maßstab für die Nachfrage ist bemerkenswert. Es stellte sich nach dem Kurseinbruch von Bitcoin im März ein, als der Aktienmarkt einbrach. Das ist ein Anzeichen für eine Bitcoin-Unterstützung. Investoren reagierten auf Kursrückgänge mit Käufen. Mit etwa 330.000 Bitcoin-Äquivalenten Anfang Mai hält der GBTC etwa 2 Prozent des Bestands.”

Warren Buffett erwartet starken Markteinbruch: BTC wird auch davon betroffen sein

Advertisement

Warren Buffett und Berkshire Hathaway zögern noch, ihre 137 Mrd. US-Dollar irgendwo zu investieren. Die vorsichtige Haltung gegenüber der plötzlichen Erholung des US-Aktienmarktes könnte die kürzliche Bitcoin (BTC)-Rallye verderben.

Die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung hat sich längst von ihrer kurzfristigen Korrelation mit dem US-Aktienmarkt losgerissen. Aber eine mögliche Korrektur auf dem Aktienmarkt in naher Zukunft erhöht die Wahrscheinlichkeit auf einen Pullback für alle risikoreichen und spekulativen Anlagen.

Bitcoin S&P 500 realisierte Korrelation

Bitcoin S&P 500 realisierte Korrelation. Quelle: Skew

Bitcoin: Fall unter 9.000 US-Dollar wahrscheinlicher als Anstieg darüber

Der Bitcoin-Kurs hat in kurzer Zeit einen vertikalen Anstieg auf 9.500 US-Dollar verzeichnet. BTC brauchte weniger als zwei Monate um von 3.600 US-Dollar aus um fast das Dreifache zu steigen.

Die Dominanz des organischen Spot-Volumens gilt als wichtiger Grund für die positive Stimmung im Hinblick auf den Anstieg von Bitcoin im April. Das bedeutet, dass zwischen 3.600 US-Dollar und 7.000 US-Dollar viele Kleinanleger BTC gekauft haben.

Bei den vorhergehenden Rallyes führten Spoof-Orders aus dem Futures-Markt zu spekulativen, kurzfristigen Blasen. Diese platzten, sobald ein großer Wal einen starken Ausverkauf auslöste.

Ein hohes Spotvolumen auf Börsen wie Coinbase kann zwar als optimistisches Signal betrachtet werden, kann aber die Nachhaltigkeit einer so großen Rallye innerhalb eines Zeitraums von zwei Monaten nicht allein rechtfertigen. Auf die gleiche Weise kämpft Buffett darum, auf dem Aktienmarkt einen Wert zu finden, um eine größere Übernahmen zu machen.

Auf der jährlichen Aktionärsversammlung von Berkshire Hathaway sagte Buffett, dass 137 Mrd. US-Dollar nicht viel Geld seien, wenn sich auf dem Markt schlechte Dinge häufen würden. Berkshire hält große Anteile an führenden Konzernen wie Coca-Cola und Kraft Heinz. Wenn der Markt sich allmählich in eine andere Richtung entwickelt, als die Analysten es erwarten, kann das Geld zur Unterstützung der Portfoliounternehmen von Berkshire verwendet werden.

Bitcoin ist an einem Punkt, an dem er einem starken Überkopfwiderstand im Bereich zwischen 9.500 US-Dollar und 9.900 US-Dollar gegenüber steht. Der US-Aktienmarkt ist noch immer durch die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie verunsichert.

Angesichts des zyklischen Charakters von Bitcoin rechnen technische Analysten eher mit einer Korrektur bei Bitcoin nach der mit Spannung erwarteten Halbierung der Blockbelohnung am 12. Mai.

Langfristig optimistischere BTC-Aussichten

Wie der Welt-Marktanalyst Holger Zschaepitz sagte, führten die beiden vorhergehenden Bitcoin-Halbierungen zu Zuwächsen in Höhe von 10.000 Prozent und 2.500 Prozent.

Bitcoin-Kursentwicklung nach vorherigen Halbierungen

Bitcoin-Kursentwicklung nach vorherigen Halbierungen. Quelle: Holger Zschapitz

Bitcoin ist eine deflationäre Währung, da das Angebot mit 21 Millionen BTC festgelegt ist und nicht verändert werden kann. Daher hat jedes Ereignis, das das BTC-Angebot erheblich beeinträchtigt, einen tiefgreifenden Einfluss auf den Kurs der Kryptowährung.

Die Halbierung verringert die Geschwindigkeit der Ausgabe neuer BTC auf den Markt. Je näher Bitcoin an die 21 Millionen kommt, kann man theoretisch erwarten, dass der Bitcoin-Kurs steigen und aus seinen vorhergehenden Zyklen ausbrechen wird.

In Bezug auf Aktien und risikoreiche Anlagen ist man noch vorsichtig, besonders da Großinvestoren wie Buffett Unsicherheit äußern. Langfristig deuten die Daten jedoch darauf hin, dass Bitcoin wahrscheinlich ausharren wird.

Langfristige Investoren wie Max Keiser zeigten sich von Buffetts jüngsten Investitionsentscheidungen und seiner Sichtweise auf Bitcoin unbeeindruckt. Keiser fügte allerdings hinzu, dass BTC in den vergangenen zwei Monaten die meisten Vermögenswerte, auch Gold, übertroffen habe.