Analyst: Bitcoin-Käufer können diese Rendite “nicht ignorieren”

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Wenn man bei Bitcoin (BTC) den Durchschnittskosteneffekt auch nur für ein Jahr anwendet, erhält man eine gute Rendite. Investoren können diese Gelegenheit “nicht ignorieren”, so einer der bekanntesten Kursanalysten der Branche.

In einer Twitter-Diskussion am 3. Juni sagte PlanB, der Schöpfer des beliebten Stock-to-Flow-Bitcoin-Kursmodells, dass die Anwendung des Durchschnittskosteneffekts kurzfristig eine Netto-Rendite von 70 Prozent erzielen könne.

“Investoren können das nicht ignorieren”

In seinem Beispiel ging es um einen Zeitraum von drei Jahren. Eine langsame Investitionserhöhung auf einer gleitenden Skala im Jahr 2017, Abwarten im Jahr 2018 und dann die Umkehrung des Prinzips bis 2019 hätte eine Rendite von 70 Prozent erzielt.

“Ich finde, Investoren können das nicht ignorieren”, fasste er zusammen.

Auf die Frage, ob es eine Rolle spiele, zu welchem Zeitpunkt ein Investor damit beginnt, sagte PlanB, dass die historische Rentabilität von Bitcoin insgesamt bedeute, dass die Chancen kaum sinken würden.

“Es spielt eigentlich keine große Rolle, denn die (historischen) Chancen stehen 9 zu 1, dass Sie eine positive Rendite erzielen”, wie er hinzufügte.

Durchschnittskosteneffekt bei Bitcoin: Anlage/Rendite-Tabelle

Durchschnittskosteneffekt bei Bitcoin: Anlage/Rendite-Tabelle Quelle: PlanB/ Twitter

Square ebenfalls Befürworter

Der Durchschnittskosteneffekt bedeutet, dass man kleine Mengen eines Vermögenswertes über einen gewissen Zeitraum kauft. Das Ziel dieser Anlagestrategie ist es, sich vor Marktschwankungen zu schützen, die bei Bitcoin ein häufiges Phänomen sind. Der März war der volatilste Monat für den BTC-Kurs seit Januar 2014, so eine Überwachungswebseite.

Es gibt bereits seit diesem Jahr Anzeichen dafür, dass Investoren genau wissen, dass sie diesen Aspekt der Bitcoin-Branche nicht ignorieren können.

Letzten Monat berichtete Cointelegraph, dass das Zahlungsunternehmen Square Bitcoin-Käufe für Benutzer anbietet, die auf diesem Durchschnittskosteneffekt aufbauen. Damals deuteten Daten der Webseite dcaBTC darauf hin, dass wöchentliche Käufe von Bitcoin im Wert von 10 US-Dollar in den letzten drei Jahren 65 Prozent Rendite eingebracht hätten.

Auch andere Zeiträume bieten ähnlich attraktive Erträge. Die vierteljährliche Renditen für Bitcoin lagen allein im zweiten Quartal bei über 50 Prozent. Damit liegt die Rendite auch über der von Gold (7,2 Prozent) und über dem S&P 500 (20,8 Prozent).

Seit Jahresbeginn ist Bitcoin mit einer Rendite von 34 Prozent die Makroanlage mit der besten Entwicklung. 

Vergleich Makroanlagerenditen 2020

Vergleich Makroanlagerenditen 2020. Quelle: Skew

Trotzdem ist das Gesamtinvestitionsvolumen im Vergleich zu den etablierten Anlagen noch winzig. In einem Bericht von dieser Woche hieß es dennoch, dass Bitcoin bald die Konkurrenz einholen könnte, wenn die derzeitige Wachstumsrate anhält.

Blockchain im Masterplan von China: Konkurrenz für Hongkong

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Chinesische Behörden haben einen Masterplan zur Umwandlung der südlichen Provinz Hainan in einen Freihandelshafen veröffentlicht, wie Xinhua News am 1. Juni berichtete. Das Handelshafensystem soll Freihandel, Investitionen und grenzüberschreitenden Kapitalströmen auf der gesamten Insel fördern.

Regierung reformiert Institutionen

Der Masterplan ermutigt Regierungsinstitutionen, Blockchain- und andere Technologien zur Reform von Regierungsfunktionen einzusetzen. Die Behörden hoffen, dass diese neuen Technologien dazu beitragen, ein umfassendes, wissenschaftliches, standardisiertes und effektives Freihandelshafen-Verwaltungssystem aufzubauen. Es hieß außerdem: 

“Wir sollten die Rolle der modernen Informationstechnologie, wie etwa Big Data und Blockchain, voll ausspielen, die Standards für staatliche Dienstleistungen durch staatliche Dienstleistungsplattformen vereinheitlichen, die Umgestaltung der staatlichen Prozesse und des staatlichen Dienstes umsetzen, die geordnete gemeinsame Nutzung von Daten stärken und den staatlichen Dienst und die Regierungsebenen verbessern.” 

China sagt, es habe sich vorgenommen, die Anwendung der Blockchain-Technologie bei Transaktionen mit geistigem Eigentum, Zertifizierungen und anderen Aspekten zu verstärken. Das Land wolle auch neue Modelle erforschen, die sich für die Entwicklung von Freihandelshäfen eignen. 

Hainan und Hong Kong

Die Entscheidung, die gesamte Insel Hainan zu einer Versuchszone für den Freihandel zu machen, wurde vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei einem Besuch der Insel im April 2018 bekannt gegeben.

Anfang letzten Jahres sagte Jack Ma, der reichste Mann Chinas, beim Treffen des Wirtschaftsrates Business Leaders’ Advisory Council, dass Hainan danach streben sollte, “Hongkong zu überholen”, indem die Provinz zu einem Hauptakteur im internationalen Handel im digitalen Zeitalter werde. Der Rat wurde geschaffen, um die Regierung bei der Öffnung Hainans und die Versuchszone für den Freihandel in Hainan zu beraten, so die South China Morning Post.

Der Freihandelshafen von Hainan soll bis 2025 “im Wesentlichen eingerichtet” und bis 2035 “reifer” werden, wie es im gemeinsam herausgegebenen Plan vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas und dem Staatsrat hieß.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, wurde Ende letzten Jahres ein Sonderfonds im Wert von etwa 142 Mio. US-Dollar zur Finanzierung von Blockchain-Unternehmen in Hainan eingerichtet.

5 Millionen US-Dollar für Bitcoin-Bank-Anwärterin (BTC)

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Das Fürstentum Liechtenstein ist bekannt für seine progressive Krypto-Regulierung. Für besonderes Aufsehen hat letztes Jahr das Blockchain-Gesetz, konkret „Gesetz über Token und VT-Dienstleister“, gesorgt. Wer rechtlich einen tieferen Einblick bekommen möchte, der hat jetzt die Möglichkeit folgende Abhandlung zu erwerben: Token als Wertrechte & Token Offerings und dezentrale Handelsplätze: Eine wertpapierzivilrechtliche und wertpapieraufsichtsrechtliche Analyse aus der Perspektive Liechtensteins unter besonderer Berücksichtigung einschlägiger Unionsrechtsakte von Dr. Josef Bergt.

Das Werk behandelt (wertpapier-)rechtliche Aspekte von Token gemäß liechtensteinischem Zivil- und Aufsichtsrecht unter Berücksichtigung von relevanten Unionsrechtsakten.

Vor allem stehen entmaterialisierte Wertpapiere („Wertrechte“), mit denen die liechtensteinische Rechtsordnung seit annähernd 100 Jahren vertraut ist, im Fokus. Besonders berücksichtigt wurde in dem Werk auch das sogenannte liechtensteinische „Blockchain-Gesetzes“ (Gesetz über Token und VT-Dienstleister; TVTG). Zudem wurden die Unterschiede zwischen Wertrechten in Form von Token gemäß TVTG und Wertrechten nach dem Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR) im Detail herausgearbeitet.

Der zivil-, wie gesellschaftsrechtliche Fokus der Publikation liegt auf Liechtenstein, während auch die gesellschaftsrechtliche Rezeptionsgrundlage der Schweiz und die allgemeine zivilrechtliche Rezeption des österreichischen Rechtes Berücksichtigung finden.

Auch für europäische und deutsche Rechtsakte relevant

Der aufsichtsrechtliche Teil der Arbeit steht klar im Fokus des Unionsrechtes, berücksichtigt neben den europäischen Rechtsakten aber auch nationale Besonderheiten Liechtensteins, Österreichs und Deutschlands. So werden Token und tokenbasierte Geschäftsmodelle auch unter Berücksichtigung der relevantesten Unionsrechtsakte wie bspw MiFIR, MiFID, CRR, CRD, E-Geld-RL und weiteren Verordnungen, Richtlinien, sowie Durchführungsverordnungen und delegierten Rechtsakten beleuchtet.

Ein besonderer Fokus wurde hierbei auf Krypto-Börsen sowie dezentrale Handelsplätze (DEX) gelegt. Zudem erfolgt in der Publikation eine Auseinandersetzung mit dem Verbraucherrecht in Zusammenhang mit Token, die in Folge von Fernabsatzverträgen erworben werden. Diesbezüglich geht die Auseinandersetzung auch auf Token als Daten respektive Software und sohin als digitale Inhalte als Handelswaren näher ein. Auch werden die Parallelen zu Token als Wertmarke mit intrinsischem Wert beziehungsweise virtuellen Währungen in Abgrenzung zu Fiatgeld aufgezeigt.

Token, in der rechtlichen Diktion als virtuelle Währungen bezeichnet, werden dabei akribisch von den finanzmarktrechtlichen Rechtsinstitutionen des Einlagengeschäfts, E-Geldgeschäfts und Finanzinstrumentebegriffs abgegrenzt. Dabei werden Gestaltungshinweise geliefert, mit denen gewisse regulatorische Fallstricke vermieden werden können. Es erfolgt neben einer vorrangig juristischen Auseinandersetzung auch eine wirtschaftliche und technische Behandlung der Distributed Ledger Technologien.

Bitcoin-Kurs (BTC): Wie Profis am Krypto-Markt profitieren

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Wie aus einer Studie hervorgeht, wird Tether kaum verbrannt. Das lässt auf Arbitrage-Trading schließen – hierbei können Profis immer von Unterschieden beim Bitcoin-Kurs profitieren.

Ob der Bitcoin-Kurs nun steigt oder fällt: Es gibt wohl einige Trader da draußen, die fast immer Profit am Krypto-Markt machen. Das Zauberwort heißt: Arbitrage. Das Mittel zum Zweck: Tether (USDT).

Stable Coins im Bitcoin-Space

Tether ist momentan hinter Bitcoin und Ethereum die drittgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung. Damit führt das zugehörige Unternehmen Tether Limited samt Schwesterfirma und Krypto-Börse BitFinex den Markt der Stable Coins klar an.

Das Konzept Stable Coin erfreut sich indessen erhöhter Beliebtheit im Bitcoin-Kosmos. Im sonst so volatilen Krypto-Markt verspricht der USDT-Coin eine Eins-zu-Eins-Kopplung an den US-Dollar. Gedeckt wird jeder USDT durch Rücklagen – diese müssen jedoch nicht zwangsweise in US-Dollar vorliegen, sondern auch durch andere (Krypto-)Assets. Wenn Investoren ihre USDT nicht mehr benötigen und sie an Tether zurückgeben, bekommen sie – so das Versprechen – ihre Einlagen zurück und die Token werden wieder verbrannt.

Wie nun aus einer aktuellen Analyse von Flipside Crypto hervorgeht, war das bei den Ethereum-basierten Tether-Token bisher kaum der Fall. Daraus schließt Flipside in seiner Studie, die Cointelegraph vorliegt, dass die Stable Coins hauptsächlich zur Arbitrage auf zentralisierten Bitcoin-Börsen genutzt würden.

Dabei nutzen Trader die Kursunterschiede auf verschiedenen Exchanges aus. Schließlich ist der Bitcoin-Kurs (BTC) nirgends festgeschrieben: Auf unterschiedlichen Börsen zahlt man mitunter unterschiedliche Preise für einen BTC. Der aktuelle Bitcoin-Kurs setzt sich stets aus Angebot und Nachfrage zusammen, welche letztlich auf verschiedenen Börsen variieren kann. So kann es sich lohnen, auf Bitcoin-Börse A BTC (günstig) zu kaufen und sie auf Bitcoin-Börse B (teurer) zu verkaufen.

Tether-Bewegungen im Ökosystem. Quelle: Flipside Crypto.

Im Bericht heißt es dazu:

Es ist ziemlich eindeutig, dass der Großteil an Tether auf zentralisierten Exchanges genutzt wird, vor allem Huobi, Binance und Bitfinex. Die konstanten Hin- und Her-Bewegungen zwischen Nutzern und Börsen spiegelt die Tatsache, dass Tether hauptsächlich für Arbitrage genutzt wird. [….]

Tether-Kontroversen

Tether Limited und BitFinex waren in der Vergangenheit immer wieder in die Krypto-Schlagzeilen geraten. So standen die beiden Unternehmen im Verdacht, im Zuge des Krypto-Booms 2017 den Bitcoin-Kurs manipuliert zu haben. Durch den künstlichen Druck von Tether-Einheiten sollen sie Kauf- und Verkaufs-Order gestellt haben, die nie eingelöst worden sind. Tether und BitFinex weisen die Vorwürfe indes ab, letztlich geklärt ist der Fall bisher jedoch nicht.

Könnten Miner den Bitcoin-Kurs (BTC) unter 9.000 US-Dollar drücken?

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Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist unter die Marke von 9.000 US-Dollar gerutscht. Die Perspektivlosigkeit kleiner Miner könnte sich aktuell im Kurs einpreisen.

Der Bitcoin-Kurs befindet sich weiterhin auf Bodensuche und ist um 0,3 Prozent in den letzten 24 Stunden auf 8.923 US-Dollar gefallen. Auf Wochensicht ist der Bitcoin-Kurs somit um 9,2 Prozent eingeknickt. Seit seinem letzten Annäherungsversuch an die 10.000 US-Dollar an vergangenem Mittwoch, hat die Krypto-Leitwährung rund 1.000 US-Dollar an Wert verloren und versucht aktuell, die Marke von 9.000 US-Dollar zurückzuerobern.

Im Sog des Bitcoin-Kurs müssen auch die Altcoins Federn lassen. Der Ether-Kurs (ETH) notiert mit einem 24-stündigen Minus von 1,1 Prozent bei 201,90 US-Dollar und ist im Wochenvergleich um 5,6 Prozent gefallen. Mit einem Rückgang von 0,4 Prozent im Tagesvergleich knickt der XRP-Kurs ebenfalls leicht ein und rutscht auf aktuell 0,194 US-Dollar. In den letzten sieben Tagen verzeichnet der Ripple-Coin somit einen Kursverfall von 5,1 Prozent. Der IOTA-Kurs (MIOTA) hingegen notiert mit einem Minus von 0,8 Prozent auf Tagessicht bei 0,195 US-Dollar und musste 4 Prozent in den letzten sieben Tagen liegen lassen.

Odyssee der Hash Rate zieht Bitcoin-Kurs mit

Das Bitcoin-Netzwerk wurde mit gleich zwei einschneidenden Belastungsproben in den letzten knapp drei Monaten konfrontiert, die noch ihren Schatten auf den Bitcoin-Kurs werfen: Die globale Erschütterung der Finanzmärkte durch die Corona-Krise und die Halbierung der Coinbase Rewards durch das kürzlich stattgefundende Halving. Beides wirkt noch nach und zeichnet sich in Schwankungen des Netzwerk-Seismographen ab: Der Hash Rate.

Die Hash Rate, also die gesamte Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk, durchlebt in letzter Zeit ein Wechselbad der Gefühle und rangiert zwischen Allzeithoch und -tief. Erreichte sie noch kurz vor dem schwarzen Donnerstag, den 11. März, mit 123,28m TH/s ein Allzeithoch am 8. März, fiel sie infolge weniger Tage auf 94,158m TH/s und mit ihr der Bitcoin-Kurs von rund 9.000 auf unter 5.000 US-Dollar.

Bis zum Halving stieg die Hash Rate erneut sukzessive an und verfehlte am 08.Mai mit 122,165 TH/s nur knapp den Wert, den sie genau zwei Monate zuvor erreichte. Doch so rasch die Hash Rate in die Höhe schnellte, fiel sie auch wieder und befindet sich seither mit einem aktuellen Wert von 90,29m TH/s im freien Fall. Nachdem der Bitcoin-Kurs nur knapp die Marke von 10.000 US-Dollar verfehlte, fiel er parallel zur Hash-Rate-Entwicklung auf aktuell 8.923 US-Dollar.

Zwar lässt sich keine direkte Kausalität zwischen Hash Rate und Bitcoin-Kurs herleiten. Da sie aber indirekt korrelieren, lohnt ein Blick auf die Hintergründe.

Miner in Pattsituation

Seitdem das Halving die Blockbelohnungen halbiert hat, kämpfen zumindest kleine Miner um ihre wirtschaftliche Existenz. Da sich der Ertrag nicht mehr mit den Kosten für die Inbetriebnahme energiefressender Mining-Geräte deckt, werden aktuell viele Geräte vom Netzwerk genommen. In der Konsequenz fällt die Hash Rate rapide.

Der Einbruch der Hash Rate nach dem Halving dürfte dabei nachhaltiger wirken, als der Riss, den der Corona-Crash zugeführt hat. Auslöser für den ersten Einschnitt waren makroökonimische Zusammenhänge. Durch den Kollaps der Märkte war es für Miner zeitweise rentabler, BTC am Markt zu verkaufen, als neue hinzuzuführen. Dass die Geräte in dieser Zeitspanne vom Netz gingen, erscheint aus Kosten-Nutzen-Gründen logisch.

Der aktuelle Fall der Hash Rate wiegt hingegen schwerer, da sich darin eine Neujustierung des Netzwerks widerspiegelt. Trotz Erholung des Gesamtmarkts: Die Coinbase Rewards werden nicht wieder hoch geschraubt. Miner müssen nach effizienteren Wegen suchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sich an Pools anschließen, um ihre Gewinnchance zu erhöhen. Andernfalls gucken sie in die Röhre und werfen ihre BTC-Reserven auf den Markt, um zumindest kurzfristig Kosten zu decken.

Letzteres könnte Auslöser oder jedenfalls Begleiterscheinung der aktuellen Kursflaute sein. So könnten sich Miner ungewollt selbst in Bedrängnis bringen. In Abhängigkeit zu einem schwachen Bitcoin-Kurs legen sie ihre Geräte still, veräußern BTC-Reserven am Markt, drücken den Bitcoin-Kurs dadurch wiederum und sind folglich gezwungen, weitere BTC-Bestände zu verschleudern.

Diese Entwicklung dürfte aber nur temporär andauern. Letztlich befindet sich das Netzwerk im Übergang und stellt die Weichen neu.

Weltpremiere: Wird RICO den Krypto-Investment-Markt revolutionieren?

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Lukso, das Blockchain-Unternehmen von Fabian Vogelsteller, bringt mit RICO einen neuen Token-Standard und liefert den LYXE-Token gleich mit. Der Erfinder des Ethereum-basierten ERC-20-Token-Standards liefert damit wichtige Impulse für das Ökosystem.

RICO: Neuer Standard auf Ethereum-Basis

Initial Coin Offerings (ICOs) haben mehr oder weniger ausgedient. Die Möglichkeit, durch die Herausgabe neuer Coins in kurzer Zeit sehr viel Kapital einzusammeln, galt vor allem zur Bitcoin-Boom-Zeit 2017 als die Goldgrube schlechthin. Viele, die vom Krypto-Kuchen etwas abhaben wollten, panschten einen fragwürdigen Use Case zusammen und gaben dann den passenden Token dazu heraus. Das ganze fand größtenteils auf der Ethereum–Blockchain statt – auf Grundlage der ERC-20-Token. Substanz hatten jedoch die wenigsten Projekte, wenn überhaupt wurden die Ethereum-basierten Token nur zur Spekulation verwendet. Das schadete letztlich nicht nur einzelnen Investoren, sondern dem Ruf des gesamten Bitcoin-Ökosystems.

RICO – Wie ICO, nur sicherer?

Mit den reversiblen ICOs – kurz RICO – soll die Krypto-Fundraisingmethode nun einen seriöseren Anstrich bekommen. Damit soll es für Investoren künftig möglich werden, ihr investiertes Kapital gegebenenfalls zurückzubekommen. Smart Contracts auf Ethereum-Basis sorgen dabei dafür, dass das eingelagerte Kapital, sofern das Funding-Ziel nicht erreicht wird, wieder zurückgezahlt werden kann.

LYXE und das LUKSO-Ökosystem

Wie Fabian Vogelsteller, Erfinder des ERC-20-Token-Standards, nun auf Medium mitteilt, steht sein Unternehmen LUKSO nun mit dem ersten RICO in den Startlöchern. Ab heute, 27. Mai gegen 14 Uhr können sich Investoren auf der offiziellen Homepage für den Token Sale anmelden. Die Verkaufsphase soll anschließend am 18. Juni starten und für 8 Monate andauern. Insgesamt will LUKSO 20 Millionen LYXE herausgegeben, aufgeteilt in zwei Runden. Der Startpreis liegt bei 0,002 ETH pro LYXE, der Preis soll jeden Monat um 0,0002 ETH ansteigen.

Der Token selbst soll schließlich im LUKSO-Ökosystem zum Einsatz kommen. Dieses fokussiert es sich auf den Lifestyle- und Modebereich und dessen Digitalisierung. Auf der Berliner Fashion Week präsientierte das Blockchain-Unternehmen in diesem Zusammenhang „phygitale“ Mode – eine verbindung der physischen und digitalen Welt. Eine digitalisierte T-Shirt-Edition, die ihre Entsprechung auf der LUKSO-Blockchain findet, war Teil der Aktion.

Anstatt „lediglich“ exklusive Güter zu produzieren, sollen diese im Sinne LUKSOs einen Touch von Einzigartikeit bekommen. Das Motto dabei lautet: Personalisierung statt Anpassung. Die Anreize sollen sich in zwei Richtungen entfalten. Zum einen bekommen Produzenten von Gütern die Möglichkeit beziehungsweise den Druck, tatsächlich einzigartige Produkte zu entwerfen. Zum anderen soll die „Generation Z“ und ihre Digital Natives Anreize bekommen, die einzigartigen Produkte auch zu konsumieren. In einer Digitalwelt, in der Individualisierung und idealisierte Selbstdarstellung größer kaum geschrieben werden könnten, sicher kein sinnloses Unterfangen.

Kurzum: LUKSO will die Blockchain salonfähig machen. Mit digitalen Sammelobjekten und unveränderlichen Echtheitsnachweisen auf verteilten Datenbanken, so die Idee, soll die sonst recht sperrige und finanzfixierte Technologie auch bei einem breiteren Publikum Anklang finden.

Investment-Case LYXE

Falls LYXE und vor allem das Konzept RICO auch annähernd soviel Durchschlagskraft wie das letzte große Projekt von Fabian Vogelsteller erreichen sollten, sollten Investoren definitiv ein doppelt wachsames Auge auf LYXE und LUKSO werfen. Schließlich gilt Vogelsteller als Kopf hinter dem ERC-20-Token-Standard. Jener Token-Standard auf Ethereum-Basis also, der den meisten ICO-Coins als Grundlage gedient. Als sichere Alternative zu den in Verruf geratenen ICOs könnte das Konzept RICO also genau der Impuls sein, den das Bitcoin-Ökosystem aktuell braucht.

Ob der Markt jedoch für eine ICO-2.0.-Schwemme derzeit bereit ist, steht auf einem anderen Blatt. Schließlich befinden sich die Märkte nach wie vor im Corona-Schockzustand. Wie sich die Lage diesbezüglich weiterentwickeln wird, bleibt vorerst abzuwarten.

„Nur eine Frage der Zeit“ – Amber-CEO prognostiziert neues Rekordhoch für Bitcoin

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Aleks Svetski, der Mitgründer und Geschäftsführer der Investment-App Amber, prognostiziert, dass Bitcoin (BTC) schon bald auf ein neues Rekordhoch klettern wird.

„Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Momentan braut sich etwas zusammen und dieser Druck muss sich irgendwo entladen“, wie Svetski am 21. Mai in einer E-Mail an Cointelegraph schreibt. Und weiter: 

„Die Umlaufmenge von Bitcoin ist begrenzt, weshalb die Funktion [der Kryptowährung] als nicht manipulierbares Geld im Laufe der Zeit nur noch mehr in den Vordergrund rücken wird und der Kurs wird irgendwann folgen.“  

Niedrige Kurse als Kaufgelegenheit?

In der ersten Hälfte von 2020 hat Bitcoin bisher eine regelrechte Achterbahnfahrt hingelegt, was maßgeblich durch die Corona-Krise bedingt ist. So ist die Kryptowährung zwischenzeitlich bis auf ein Jahrestief von 3.800 US-Dollar gefallen, aber konnte sich auch bis auf ein Jahreshoch von 10.300 US-Dollar aufschwingen.

Was braucht es nun also nach dem Halving, damit das bisherige Rekordhoch von knapp 20.000 US-Dollar geknackt werden kann? „Zeit und eine gewisse Eigendynamik”, wie Svetski meint. Allerdings würde er es sogar begrüßen, wenn der Marktführer zunächst auf dem momentanen Stand verweilen würde, ehe es auf zu neuen Höhen geht.

„Ich hoffe, dass Bitcoin zunächst für etwas längere Zeit auf diesem niedrigeren Kurs bleibt“, was Svetski damit begründet, dass dies ihm und anderen Anlegern mehr Gelegenheit geben würde, die Kryptowährung günstig anzukaufen.

Löst ein neues Rekordhoch FOMO aus?

Aber wie wird sich der Markt verhalten, sobald das 20.000 US-Dollar Rekordhoch geknackt ist? „Es wird Zweifel geben, auf den FOMO folgt“, wie der Experte prophezeit. Die Fear-Of-Missing-Out (kurz: FOMO) ist ein Phänomen, bei dem Anleger in einem Aufwärtstrend wortwörtlich Angst bekommen, etwas zu verpassen, auf den fahrenden Zug aufspringen und den Kurs damit noch weiter nach oben treiben.

In diesem Zusammenhang ist Svetski überzeugt davon, dass Bitcoin wieder viel mediale Aufmerksamkeit bekommen wird, bei der „Mainstream-Wirtschaftsexperten“ davor warnen werden, dass die Kryptowährung wieder einbrechen wird.

Dahingehend erklärt der Amber-Geschäftsführer:

„Die Durchschnittsanleger werden zunächst zögerlich sein, aber wenn es dann auf 30.000, 40.000 und 50.000 US-Dollar geht, wird sich der Zweifel in FOMO wandeln und dann schießt der Kurs erst richtig heftig aufwärts.“

Ein solche Kursentwicklung könnte früher oder später bitter nötig sein, denn der Investmentguru Chamath Palihapitiya warnt, dass Bitcoin womöglich bis auf 0 US-Dollar fällt, falls die Kryptowährung nicht irgendwann in den siebenstelligen Bereich klettert.

Detuschland: Europäisches Blockchain-Institut erhält 7.7 Milliarden Euro

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Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik

Heute fördert die Politik für einmal die Innovation anstatt neue Gesetze und Regeln zu erlassen: Am „Europäischen Blockchain-Institut in NRW“ wird das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML künftig gemeinsam mit Unternehmen und weiteren Forschungseinrichtungen die Blockchain-Technologie entscheidend vorantreiben. NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart überreichte am heutigen Dienstag den Förderbescheid über 7.7 Millionen Euro an die Institutsleiter des Fraunhofer IML.

»Mit dem Projekt zum Aufbau des Blockchain-Instituts wird am Fraunhofer IML ein europaweit einzigartiges Institut geschaffen, das die Digitalisierung in Wissenschaft und Praxis vorantreiben wird. Die Blockchain als Schlüsseltechnologie besitzt das Potenzial, Datenaustausch manipulationssicher zu gestalten und eine Vielzahl von Prozessen in der Wertschöpfungskette zu automatisieren und zukünftig zu autonomisieren«

beschreibt Prof. Michael Henke, Institutsleiter des Fraunhofer IML, die Bedeutung der Technologie. Als transparente und dezentrale Register für Transaktionen kommt Blockchains eine Schlüsselrolle in der Digitalisierung der Wirtschaft zu. Sie machen den sinnvollen Einsatz zahlreicher weiterer Technologien erst möglich.

Damit ergänzt die Forschung im Europäischen Blockchain-Institut die Arbeit der Dortmunder Wissenschaftler und knüpft direkt an die bereits bestehende Forschungsinfrastruktur des Wissenschaftsstandorts an: »Die Blockchain-Technologie wird erst in den nächsten Jahren ihre volle Wirkung entfalten und das wird in der Logistik passieren. Im Zusammenspiel mit digitalen Plattformen, Künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge entsteht eine neue und sich selbst organisierende ›Silicon Economy‹. Wir sind froh, das Europäische Blockchain-Institut ins Herz der europäischen Logistik geholt zu haben – denn dort gehört es hin«, erläutert Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML.

In den kommenden fünf Jahren werden die Wissenschaftler an Open-Source-Lösungen in Form von Software, Hardware und Geschäftsmodellen rund um Blockchains arbeiten. Diese entwickeln sie für und mit Unternehmen jeder Größe. Gerade in der Logistik und im Supply-Chain-Management arbeiten viele verschiedene, wirtschaftlich unabhängige Partner eng zusammen, die sich aber nicht zwangsläufig vertrauen. Im Fokus der Forschung stehen daher offene und ganzheitliche Lösungen, die von allen Akteuren am Markt genutzt werden können. So sollen komplette Logistikketten durchgängig digital verbunden werden.

»Wir stehen vor einer neuen Stufe der Digitalisierung der Wirtschaft. Technologien wie die Blockchain, das Internet der Dinge oder Künstliche Intelligenz verändern das Wirtschaften grundlegend und eröffnen ganz neue Möglichkeiten für die Unternehmen. Das Europäische Blockchain-Institut wird insbesondere die Logistik-Branche in Nordrhein-Westfalen entscheidend voranbringen und einen wichtigen Beitrag auch über die Grenzen unseres Landes hinaus leisten«

betont NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Pinkwart.

Das Projektkonsortium von EURO-CHAIN besteht aus den Dortmunder Fraunhofer-Instituten IML und ISST sowie dem Lehrstuhl für Unternehmenslogistik und dem Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen der Technischen Universität Dortmund. 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen zukünftig an dem Institut beschäftigt werden. Im Anschluss an die Projektlaufzeit soll es als nachhaltige und dauerhafte Einrichtung etabliert werden.







Bitcoin-Investment-App sammelt 700.000 US-Dollar ein

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Der Rohstoff-Stratege von Bloomberg, Mike McGlone, kommt in seiner Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Bitcoin das bessere Gold ist.

In seinem Bitcoin-Bericht, der gestern, am 5. Mai, auf Bloomberg veröffentlicht wurde, hat Mike McGlone herausgearbeitet, welche Aspekte für das digitale Gold sprechen. Dabei sieht er vor allem die Angebotsstruktur von Bitcoin als großen Vorteil im Vergleich zu Gold.

Schließlich kann trotz aller Knappheit die Goldförderung bei steigenden Kursen deutlich hochgeschraubt werden. Bei der Kryptowährung ist dies nicht möglich, das Angebot kann man nicht wie bei Gold deutlich steigern. Dieser Umstand macht den digitalen Rohstoff noch interessanter als Wertspeicher.

Angebot nicht vollkommen unelastisch

Dennoch räumt McGlone ein, dass das Angebot nicht vollkommen unelastisch ist. Dies zeigt sich vor allem durch Hodler, die Bitcoin aus dem Markt ziehen und auf ihren Wallets „bunkern“. Dadurch sind sehr viele BTC überhaupt nicht am Markt verfügbar. Diese Liquiditätsverknappung kann natürlich auch in die andere Richtung funktionieren, wenn beispielsweise Mining-Unternehmen ihre BTC auf den Markt werfen und diesen damit fluten. Folglich fällt dann durch den Angebotsüberschuss auch der Bitcoin-Kurs. Diese temporären Ereignisse ändern dennoch nichts an der wertfördernden Angebotsstruktur von Bitcoin.

Bitcoin Halving verstärkt Knappheit

Die durch den Code festgelegte Knappheit und Emissionsrate wird nun durch das Halving nächste Woche, am 12. Mai, noch weiter verstärkt. Die Blockerträge für die Miner sinken dann von aktuell 12,5 BTC pro Block auf 6,25 BTC. Insbesondere durch die inflationäre Politik der Notenbanken, die genau die gegenteilige Strategie von Bitcoin fahren, sieht McGlone noch viel Potential für das digitale Gold.

Telegram: Keine 110 Prozent Rückzahlung für TON-Investoren aus USA

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Nachdem die Frist am 30. April für die Lancierung des Telegram Open Network (TON) verstrichen ist, schickte Telegram einen weiteren Brief an seine Investoren. In dem neuen Brief heißt es von Telegram, dass amerikanische TON-Investoren nicht für weitere 12 Monate im TON-Projekt bleiben können.

Amerikanische TON-Investoren haben im April 2021 nur Anspruch auf eine sofortige Rückzahlung in Höhe von 72 Prozent. Sie erhalten keine Option auf eine 110-Prozent-Rückzahlung, wie die russische Nachrichtenagentur RBC am 4. Mai berichtete.

Telegram musste die 110-Prozent-Option aufgrund der regulatorischen Unsicherheit in den USA zurückziehen.

Zuvor hatte Telegram seinen Investoren am 30. April eine Rückerstattung angeboten. Wie berichtet wurde, bot das Unternehmen zwei Optionen an. Man konnte zwischen einer sofortigen Rückzahlung in Höhe von 72 Prozent oder einer Rückzahlung in Höhe von 110 Prozent in 12 Monaten wählen. Die Firma bezeichnete die zweite Option als “Zeichen der Dankbarkeit” für das Vertrauen in TON und versprach, interessierten Investoren in Kürze einen Darlehensvertrag anzubieten.

Laut einem Investorenbrief, der RBC vorlag, musste Telegram die zweite Option für amerikanischen Investoren wegen der “unsicheren Haltung der Regulierungsbehörden in den Vereinigten Staaten” zurückziehen.

Gericht entschied am 24. März gegen Telegram

Telegram ringt seit Oktober 2019 mit der US-Wertpapieraufsicht SEC um die Klärung regulatorischer Fragen im Zusammenhang mit der Einführung des Netzwerks TON und der Ausgabe des firmeneigenen Token Gram (GRM). 

Nachdem das Projekt im Jahr 2017 gestartet wurde, bereitete sich Telegram Ende 2019 auf den Start des TON-Netzwerks vor. Die SEC hält jedoch das Initial Coin Offering (ICO) von Telegram, bei dem 1,7 Mrd. US-Dollar aufgebracht wurden, für illegal. Die Aufsicht argumentierte, die Firma habe mit der Durchführung des ICO gegen US-Wertpapiergesetze verstoßen.

Im März entschied das US-Bezirksgericht New York Süd nach einem langwierigen Rechtsstreit vorläufig, dass die SEC gute Chancen habe, zu beweisen, dass es sich beim GRAM von Telegram um ein nicht registriertes Wertpapiere handelt. Daher wurde Telegram untersagt, Gram-Token an Investoren auszugeben, zumindest bis zum Prozess. Der Telegram-CEO Pavel Durov bot daraufhin am 30. April Rückerstattungen an, womit er die Gerichtsentscheidung akzeptierte.

Kurz nachdem Telegram die Rückzahlungen an Investoren ankündigte, kritisierten einige wichtige Persönlichkeiten aus der Krypto-Community das TON-Projekt. Mike Novogratz, der CEO der Krypto-Handelsbank Galaxy Digital und bekannter Bitcoin (BTC)-Bulle, argumentierte am 30. April, dass die Branche weder TON noch den Gram brauche. Laut Berichten kann das TON-Netzwerk unabhängig von der rechtlichen Situation weiterhin von unabhängigen Validatoren gestartet werden.