Lost in Space: Was, wenn deine Bitcoin-Transaktion nicht bestätigt wird?

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Im Zuge des Bitcoin Halvings wächst die Größe des Mempools unaufhörlich an. So manche Transaktion warten daher seit Wochen auf eine Bestätigung.

Das Bitcoin Halving vom 12. Mai dieses Jahres hat den Bitcoin-Mining-Betrieb gehörig durchgewirbelt. Aufgrund des geringeren Block Subsidy lohnt sich der Betrieb von Mining Rigs nur noch für Miner, die Strom zu außerordentlich günstigen Konditionen beziehen können. In der Folge ergab sich ein kleines Blutbad am Mining-Markt. Die Hash Rate im Netzwerk ist seit dem Halving um sage und schreibe 21 Prozent zurückgegangen und beträgt zu Redaktionsschluss 94,8 EH/S.

Hash Rate im Bitcoin-Netzwerk. Quelle: Blockchain.com

So weit, so unproblematisch. 94,8 EH/s ist immer noch mehr als genug, um Bitcoin vor Angriffen wie Double Spends oder 51-Prozent-Attacken zu schützen. Wer in den letzten Tagen allerdings BTC verschickt hatte, der wird gemerkt haben, dass die Transaktionsgebühren deutlich in die Höhe geschnellt sind.

Kein Wunder: Schließlich impliziert ein so starker Abfall der Hash Rate zwischen zwei Difficulty Adjustments, dass der anvisierte Block-Intervall von zehn Minuten nicht mehr eingehalten werden kann. Im Schnitt hat jeder Block-Fund etwa elf anstatt zehn Minuten gedauert. Das Netzwerk hat die Difficulty daher zuletzt um sechs Prozent herunterreguliert. In der aktuellen 313ten Difficulty-Epoche sind die Miner sogar bereits 32 Blöcke beziehungsweise 23 Prozent in Verzug. Dies geht aus Daten des Bitcoin Difficulty Estimators von u/archaeal hervor.

Die Folge ist, dass viele Transaktionen seit Tagen im Mempool verbleiben, weil die Miner nicht hinterherkommen, diese in Blöcke einzubinden. Mit 108 MB ist der Mempool so groß wie zu Zeiten des Bitcoin Bull Runs im Dezember 2017.

Größe des Bitcoin Mempools. Quelle: Blockchain.com.

Wer seine Transaktion aktuell schnell bestätigt sehen will, der muss entsprechend tiefer in die Tasche greifen. Unter 40 Sats pro Byte finden Bitcoin-Transaktionen ihren Weg derzeit kaum in die Blockchain.

Lost in Krypto-Space: Was tun, wenn deine Bitcoin-Transaktion nicht bestätigt wird?

Ein solch drastisches Anwachsen des Mempools war im Vorfeld indes kaum abzusehen. Wer in den letzten Tagen BTC mit zu geringen Gebühren auf die Reise geschickt hat, dem droht böses Erwachen. Bis der Mempool vollständig abgebaut ist, dürfte es noch mindestens bis zur nächsten Difficulty-Epoche dauern. In anderen Worten: So manche UTXO könnte bis zu zwei Wochen unbestätigt bleiben. Doch es gibt Hilfsmittel.

Transaction Accelerator

Wer es eilig hat, kann Miner direkt dafür bezahlen, die UTXO in den nächsten Block einzubinden. Dafür gibt es verschiedene sogenannte Transaction Accelerators, wie den des Mining Pools ViaBTC.

Replace by Fee

Mit dem BIP125, das in Bitcoin Core 0.12.0 implementiert wurde, sind sogenannte Replace-by-Fee-Transaktionen (RBF) möglich. Damit kann man unbestätigte Transaktionen neu senden und sie mit höheren Gebühren für eine schnellere Bestätigung ausstatten. Leider unterstützen gängige Hardware Wallets wie Ledger Nano diese Funktion noch nicht. Wer aber etwa auf Electrum setzt, kann sich RBF zunutze machen, um seine UTXO schneller ans Ziel zu bringen.

Falls beides nichts hilft, heißt es: Abwarten und Tee trinken. Irgendwann ist auch der größte Mempool geleert.

Macht China Ernst? – Druck auf Sichuan bedroht Bitcoin-Mining massiv

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Die Regierung der chinesischen Provinz Sichuan will verstärkt gegen die regionale Mining-Branche vorgehen, da der steigende Kurs von Bitcoin (BTC) für eine Zunahme illegaler Aktivitäten im Schatten des Krypto-Minings gesorgt hat.

Sichuan macht 10 % der globalen Hashrate aus

Die etwaige Tragweite eines solchen Vorgehens wird beim Blick auf Daten der Universität Cambridge deutlich, denn die Provinz Sichuan ist allein für knapp 10 % der weltweiten Hashrate verantwortlich und sticht damit sowohl die ganze USA als auch ganz Russland aus. Die Hashrate ist ein Maß für die verfügbare Rechenleistung zum Mining von Kryptowährungen.

China: Bitcoin Mining Map. Source: Cambridge University.

Bitcoin-Mining in China nach Regionen. Quelle: Universität Cambridge.

Zuletzt hatte sich Sichuan eigentlich darum bemüht, wegen der durch das Coronavirus ausgelösten Wirtschaftskrise neue Miner in die Region zu holen, allerdings ist es stattdessen vermehrt zu „illegaler Kapitalbeschaffung“ und betrügerischem Multi-Level-Marketing gekommen.

Wo geht die Reise hin?

Noch ist unklar, ob diese Probleme bzw. die daraus resultierenden Gegenmaßnahmen dem Mining in Sichuan ganzheitlich den Stecker ziehen werden, denn die chinesische Kryptobranche floriert trotz behördlicher Einschränkungen. Christopher Bendiksen, der Marktforschungsleiter von CoinShares, meint in diesem Zusammenhang zu Cointelegraph:

„Ich denke, die Bitcoin-Miner konnten sich in China noch nie hundertprozentig sicher fühlen, dass die Regierung nicht irgendwann auftaucht und ihnen alles wegnimmt. Ich bezweifle, dass sie in dieser Hinsicht jemals ruhig schlafen konnten und jetzt ist es wahrscheinlich schlimmer als je zuvor.“

Aber angenommen, die chinesischen Aufsichtsbehörden machen dieses Mal wirklich Ernst und legen die Mining-Branche in Sichuan komplett lahm. Wer könnte den immensen Beitrag der Region zur globalen Hashrate auffangen?

USA könnten profitieren

Philip Salter, der operative Geschäftsführer von Genesis Mining, das selbst nicht in China tätig ist, erklärt gegenüber Cointelegraph:

„China hat günstige Produktionskosten, weshalb die Investitionsausgaben sehr geringgehalten werden können. In China ist alles schnell und billig. Die Betriebskosten sind allerdings nicht so niedrig, denn der Großteil des Landes bezieht seinen Strom aus Kohlekraftwerken und Kohle ist die teuerste Energiequelle. Im Großen und Ganzen sind die Betriebskosten in China also eher hoch.“

Sollte der Betrieb in Sichuan also nicht mehr möglich sein, könnten es sich wohl nur die profitabelsten und größten Mining-Unternehmen leisten, in andere chinesische Provinzen umzuziehen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass einige Miner in die USA gehen. Selbst der große chinesische Mining-Konzern Bitmain betreibt inzwischen ein Rechenzentrum in Texas, da der US-Bundesstaat dank seiner niedrigen Strompreise und krypto-freundlichen Haltung optimale Voraussetzungen bietet. Ein Exodus in die Vereinigten Staaten ist also durchaus vorstellbar.

Nach der Halbierung der Block-Belohnung im Zuge des Bitcoin-Halvings war die Lage für viele Miner ohnehin schon schlechter geworden. Die Behörden in Sichuan könnten jetzt für zusätzlichen Druck sorgen, was Bitcoin einem weiteren Härtetest unterziehen würde.

Miner-Rückzug: Steht das Bitcoin-Netzwerk vor dem Ende?

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Die Halbierung der Blockbelohnungen könnte weitreichende Folgen für das Bitcoin-Netzwerk haben. Dem Worst-Case-Szenario nach könnte die letzte Stunde für Bitcoin bereits geschlagen haben.

Rund vier Tage nach dem Halving zeigt die Hash Rate, also die von Miner eingespeiste Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk, bereits Anzeichen eines nachhaltigen Einbruchs. Durch das Halving wurden die Coinbase Rewards für das erfolgreiche Schürfen neuer Blöcke von ehemals 12,5 auf nunmehr 6,25 Bitcoin für Miner gedrosselt. In der Konsequenz stehen viele Miner nun vor wirtschaftlichen Engpässen. So wirft das Mining für einige, insbesondere kleine Miner, nicht mehr genügend Ertrag ab: Kosten und Gewinn fallen ins Ungleichgewicht. Dass bereits jetzt einige Miner das Feld räumen, könnte zudem weitreichende Folgen für die Sicherheit des Netzwerks haben.

Miner-Rückzug: Das Aus für Bitcoin?

Diese Effekte könnten sich gegenseitig potenzieren und das Bitcoin-Netzwerk langfristig in Bedrängnis bringen. Ein pessimistisches Szenario lautet wie folgt: Aufgrund der Halbierung der Blockbelohnungen verlässt eine große Zahl an Minern das Netzwerk, woraufhin die Hash Rate sinkt und das Netzwerk wegen steigender Blockzeiten überlastet wird. Da viele Anleger nicht ewig auf die Bearbeitung ihrer Transaktionen warten wollen, kommt es zu einer Abverkaufswelle von Bitcoin, wodurch der Bitcoin-Kurs fällt und wiederum mehr Miner das Netzwerk verlassen, bis das Bitcoin-Netzwerk am Ende dieser Abwärtsspirale seinen letzten Atemzug aushaucht.

Zugegeben: Dieses Szenario schildert den Worst Case. Dass es soweit kommt, ist unwahrscheinlich. Schließlich lässt es die Anpassungsmechanismen wie etwa die Anpassung der Difficulty außer Acht. Diese würde sich automatisch nach unten anpassen, so dass das Mining wieder profitabel werden würde.

Dennoch zeigt die Hash Rate erste Risse. Ist diese kurz vor dem Halving in Erwartung eines Kursanstiegs rasant in die Höhe geschnellt, fiel sie infolge ebenso rasch. So zeigt sich bereits ein Rückgang der Hash Rate von 30 Prozent in den letzten drei Tagen.

Infolgedessen ist der Mempool, also die Gesamtzahl der Transaktionen, die auf eine Bestätigung warten, deutlich angestiegen.

Dies hat zur Folge, dass die Bitcoin-Transaktionsgebühren in den letzten Tagen deutlich angestiegen sind. Aus dem Mempool wählen Miner schließlich diejenigen Transaktionen aus, die mit höheren Gebühren verbunden sind. Bläht sich der Mempool auf, müssen Nutzer höhere Gebühren zahlen, um einen Anreiz zu schaffen, dass Miner auch ihre Transaktionen verarbeiten.

Transaktionsgebühren erreichen Höchstand

Coinmetrics zufolge erreichte die Gebühren einen Anteil von 13,1 Prozent der gesamten Mining-Einnahmen, was der höchste Stand seit Januar 2018 ist.

Auch wenn die jüngsten Daten den Teufel an die Wand malen, ist es höchst unwahrscheinlich, dass die vorübergehende Auslastung des Netzwerks das Bitcoin-Todesurteil bedeutet. Letztendlich werden Faktoren wie Hash Rate, Mining Difficulty und Mempool neu justiert und nach einer Übergangsphase zu einem neuen Gleichgewicht im Netzwerk führen. Auch wenn die Karten im Mining-Geschäft neu gemischt werden, das Bitcoin-Netzwerk hat einen langen Atem und wird uns vermutlich alle überdauern.

Mining: Neuer Player kontrolliert nun 6 Prozent der Bitcoin Hash Rate

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Das Halving würfelt die Anteile im Mining-Geschäft durcheinander. Während private Miner zur Aufgabe gezwungen werden, übernehmen die großen Mining Pools das Feld. Erst kürzlich ist dabei ein neuer Pool aus dem Boden gesprossen, der schon jetzt seinen Schatten auf die Hash Rate wirft.

Im Kräftemessen um die Anteile am globalen Mining-Geschäft hat sich ein neuer Teilnehmer rasch zu den Schwergewichten gesellt. Keine drei Wochen nach dem ersten geschürften Block stellt der chinesische Mining Pool Lubian bereits 6 Prozent der gesamten Hash Rate im Bitcoin-Netzwerk.

Der Mining Pool wurde am 12. Mai von dem chinesischen Blockchain-Branchenmagazin BlockBeats entdeckt und per Tweet an die Öffentlichkeit getragen.

Mit einer Hash Rate von 7.04 EH/s ist Lubian den Daten von btc.com zufolge bereits der sechstgrößte Mining Pool. Und das, obwohl der Mining Pool als Frischling unter den Mining-Platzhirschen erstmals Ende vergangenen Monats in Erscheinung trat. Am 24. April generierte Lubian Block Nr. 627.441.

Interessant gewählter Zeitpunkt

Laut Dovey Wan, Gründungspartnerin von Primitive Crypto und Beraterin von Coindesk, könnte Lubian ein Pool aus ehemals privater Hand sein, bevor er öffentlich zugänglich wurde.

Dies führt Wan darauf zurück, dass die Hash Rate keinen eklatanten Anstieg gezeigt hat:

Es muss ein privater Pool sein, bevor er sich jetzt als öffentlich entpuppt, da die Hah Rate keinen Pop gesehen hat.

Auch der Zeitpunkt, an dem Lubian nun auf sich aufmerksam macht, sei interessant: Schließlich falle er mit dem jüngsten Halving zusammen:

Wer auch immer Eigentümer des Pools ist, muss die Bootstrapping-Hash Rate zu Beginn besessen haben, da andere Pools keinen größeren Rückgang zu verzeichnen hatten.

Bitcoin Mining vor einschneidenden Veränderungen

Im Zuge des Halvings des Coinbase Rewards, also der Halbierung der Block-Belohnungen für das erfolgreiche Finden neuer Blöcke von 12,5 auf aktuell 6,25 BTC, könnten einige Miner gezwungen werden, das Handtuch zu werfen. Da sich Kosten und Nutzen für kleine Miner nicht mehr aufwiegen, ist damit zu rechnen, dass sich einige Miner aus dem Geschäft zurückziehen und das Feld den großen Mining Pools überlassen.

Wie das Branchenmagazin TheBlock berichtet ist die Hash Rate nach dem Halving bereits um 16 Prozent von 122 EH/s auf ~102 EH/s gesunken. Die täglichen Einnahmen fielen indes schätzungsweise von 16, Millionen US-Dollar auf knapp 9 Millionen US-Dollar und damit um 44 Prozent. Von den vier größten Pools (F2Pool, Poolin, Antpool, BTC.com) scheint Poolin mit etwa 30 Prozent den meisten Anteil an der globalem Hash Rate eingebüßt zu haben. BTC.com hat hingegen derzeit mit etwas mehr als 10 Prozent am wenigsten hergegeben.

Das Halving stellt eine Zäsur im Bitcoin-Netzwerk dar, nach der sich viele Miner nun neu orientieren müssen. In Abhängigkeit zur Bitcoin-Kursentwicklung könnte das Halving das ohnehin von einigen wenigen Mining Pools dominierte Mining-Geschäft um ein vielfaches zentralisieren.

Bitcoin-Halving abgeschlossen: Ab jetzt nur noch 6,25 BTC pro Block

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Bitcoin hat heute Geschichte geschrieben: Ab sofort gibt es nur noch 6,25 BTC pro Block. Bitcoin ist damit so selten wie noch nie. Das Halving fällt mitten in die Coronavirus-Pandemie – eine explosive Mischung.

Der Coinbase Reward wurde vor wenigen Minuten zum dritten Mal um die Hälfte gekürzt: Pro erfolgreich geschürften Block erhalten die Miner nur noch 6,25 Bitcoin. Die Hash Rate hat im Vorfeld des Bitcoin Halvings entsprechend deutlich angezogen. Wenige Stunden vor dem Halving bewegte sie sich auf All-Time-High-Niveau.

Bitcoin Hash Rate: Deutlicher Anstieg vor dem Halving | Quelle: Blockchain.com

Das deutet darauf hin, dass mehr Mining-Geräte gelaufen sind, um die letzten Blöcke mit 12,5 BTC Coinbase Reward zu ergattern.

Bitcoin Hash Rate fällt, Verkaufsdruck steigt

Im Gegenzug ist nun damit zu rechnen, dass die Hash Rate nach dem Bitcoin Halving einen Einbruch erleiden wird – die Strom- und Mietkosten der Bitcoin-Mining-Pools- und Farmen werden schließlich nicht halbiert. Ferner muss man mit einem größeren Verkaufsdruck vonseiten der Miner rechnen, was den Bitcoin-Kurs in Mitleidenschaft ziehen kann.

Ferner gilt es zu bedenken, dass die Miner ihre Geräte auch für das „Schürfen“ von Altcoins einsetzen werden, die auf dem gleichen Mining-Algorithmus basieren. Allen voran sind hier die Bitcoin-Abspaltungen Bitcoin Cash (BCH) und Bitcoin Satoshi Vision (BSV) zu nennen. Die Bitcoin Forks haben ihr Halving bereits hinter sich. Bei BCH und BSV haben sich die Befürchtungen eines „Exodus“ der Miner in Richtung BTC teilweise bestätigt; die Hash Rate in den Altcoin-Netzwerken hat einen Einbruch erlitten, von dem sie sich bis heute nicht erholen konnten. Mit der Konsequenz, dass sich eine hypothetische 51-Prozent-Attacke für die Dauer von einer Zeitstunde auf die beiden Netzwerke derzeit für jeweils unter 10.000 US-Dollar per Cloud-Mining initiieren ließe.

Bitcoin Halving in Corona-Zeiten

Dennoch gilt das Bitcoin Halving als ein Ereignis, das sich langfristig positiv auf den Bitcoin-Kurs auswirken kann. Die bullishe Disposition der meisten Marktbeobachter fußt dabei vor allem auf den Erfahrungen im Nachgang der ersten beiden Bitcoin Halvings – der Blick auf die Vergangenheit stimmt optimistisch, reicht alleine jedoch nicht aus, um einen Bitcoin-Kurs in sechsstelliger Höhe in Stein zu meißeln. Allerdings spielt auch die makroökonomische Lage derzeit in die Karten der Hodler. Zumindest wenn Bitcoin, der schließlich in Reaktion auf die Finanzkrise 2008 erschaffen wurde, sein Wertversprechen wird einlösen können.

So hat das Narrativ von Bitcoin als „Digitales Gold“ durch die Corona-Krise neuen Auftrieb erhalten. Die beispiellosen Corona-Rettungspakete sorgen für eine deutliche Vergrößerung der Fiatgeld-Menge durch die Zentralbanken, während sich Bitcoin beharrlichen und immer kleiner werdenden Schrittes seiner maximalen Umlaufmenge von 21 Millionen Einheiten nähert. Bis zum letzten Halving, das voraussichtlich im Jahr 2140 stattfinden wird, werden weniger als drei Millionen BTC hinzukommen.

Die Umlauf-Menge von Bitcoin, dargestellt als Graf in logarithmischer Ansicht. Knapp 18,5 Millionen BTC befinden sich im Umlauf.
18,4 Millionen BTC sind bereits im Umlauf – inklusive „verlorener“ Coins | Quelle: Blockchain.com

Die Diskrepanz aus bullishem Langzeitausblick und der Angst vor einer drohenden Kapitulation der Bitcoin Miner hat sich bereits vor dem Halving in einer hohen Volatilität beim Bitcoin-Kurs niedergeschlagen. Auf eine veritable Prä-Halving-Rallye bis knapp 10.000 US-Dollar folgte am Sonntag der Sturz auf zwischenzeitlich nur noch 8.100 US-Dollar.

Was erfahrene Hodler, die langfristig ohnehin von einem Bitcoin-Kurs im (mindestens) fünfstelligen Bereich ausgehen, kalt lässt, sorgte an den Bitcoin-Future-Märkten für Hochbetrieb. Kein Wunder: Schließlich bieten die Terminkontrakte für Bitcoin die Möglichkeit, auch aus einem fallenden Bitcoin-Kurs Profit zu schlagen. So verbuchten die Bitcoin Futures auf der Chicago Mercantile Exchange (CME) zuletzt mehrere Handels-Rekorde.

Auch bei der Futures-Plattform Bakkt stieg das Handelsvolumen an: Laut Daten von Bakkt Volume Bot wuchs das Handelsvolumen der Bakkt Bitcoin Monthly Futures um 20 Prozent im Vergleich zur Vorwoche:

Bitcoin Halving: Noch dominiert die Angst

Obwohl das Bitcoin Halving von weiten Teilen der Krypto-Welt herbei gesehnt wurde, dominiert am Markt noch immer die Angst. Der Corona-Crash im März scheint noch nachzuwirken – zumindest wenn es nach dem Stimmungs-Barometer „Fear and Greed Index“ geht. Derzeit liefert dessen Sentiment-Analyse den Wert 40 – auf der Skala von 0 („extreme Angst“) bis 100 („extreme Gier“) entspricht das „Angst“.

Bitcoin Fear and Greed Index: Sentiment-Analyse der letzten drei Monate
Nicht nur der Bitcoin-Kurs ist schwankungsanfällig: Investoren zwischen Angst und Gier | Quelle: Alternative.me

Kein Grund zur Panik

So verständlich die Verunsicherung angesichts des Halvings und insbesondere der Corona-Situation ist: Grund zur Panik besteht nicht.

So sollte einerseits der erwartbare Rückgang in der Mining Hash Rate von Bitcoin niemanden verunsichern. Zum einen ist Bitcoin das mit Abstand größte und sicherste Krypto-Netzwerk. Die Hash Rate von BTC beträgt zur Zeit des Schreibens mehr als das Zehnfache von BSV. Ein hypothetischer 51-Prozent-Angriff würde bei BTC fast eine Million US-Dollar pro Stunde kosten. Entsprechend müsste eine „Kapitulation“ der Bitcoin Miner ungleich größer ausfallen, um die Netzwerksicherheit ernsthaft zu gefährden.

Bitcoin-Kurs von 288.000 US-Dollar: Stock-to-Flow-Modell stimmt ultrabullish

Darüber hinaus reagiert Bitcoin dynamisch auf Veränderungen bei der Hash Rate. Sollte es zu einem Abfall derselben kommen, sinkt die Mining Difficulty entsprechend – Blöcke finden wird leichter, was wiederum einen Anreiz für Miner bietet, sich wieder am Wettschürfen von Bitcoin zu beteiligen.

Es gilt nun, das Verhalten der Miner genau im Blick zu behalten und sich auf mögliche Abverkäufe gefasst zu machen. Sollten die Bitcoin-Bullen recht behalten, hat BTC seine Mondreise erst noch vor sich. Das neueste Stock-to-Flow-Modell von PlanB kommt beispielsweise auf einen Bitcoin-Kurs von 288.000 US-Dollar bis zum nächsten Bitcoin Halving im Jahr 2024. Angesichts solcher Zahlen, die natürlich mit extremer Vorsicht zu genießen sind, lässt es sich womöglich etwas gelassener auf etwaige Halving-bedingte Kurstubulenzen blicken – sollte es überhaupt dazu kommen.

Bitcoin Mining: China kontrolliert fast zwei Drittel der Hash Rate

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Die meisten neuen Bitcoin gehen nach China: Das Land zeichnet für 65 Prozent der Bitcoin Hash Rate verantwortlich. Das geht aus Daten der Cambridge University hervor.

Es ist kein Geheimnis, dass das Bitcoin Mining in Ländern mit niedrigen Strompreisen besonders floriert. Wer Strom zum Schleuderpreis erhält, kann sich nicht ausschließlich nur über eine größere Gewinnmarge freuen, sondern auch mehr für Mining Hardware ausgeben. Dabei ist die Hash Rate, also die Rechenpower, die das Bitcoin-Netzwerk absichert, sehr ungleich auf dem Globus verteilt.

65 Prozent der Bitcoin Hash Rate ist „Made in China“

Ein Blick auf die Bitcoin Mining Map der Cambridge University offenbart, dass chinesische Mining Pools das Bitcoin-Netzwerk dominieren. Mit 65 Prozent zeichnete das Reich der Mitte für einen überwältigen Anteil der Bitcoin Hash Rate im April verantwortlich. Die chinesische Provinz Xinjiang stellte alleine 35 Prozent der gesamten Bitcoin Hash Rate zur Verfügung.

China dominiert das Bitcoin Mining

Zum Vergleich: Für Deutschland vermeldet das Zentrum für alternatives Finanzwesen der Cambridge University einen Hash-Rate-Anteil von lediglich 0,56 Prozent. Dieser mickrige Wert liegt vor allem darin begründet, dass Deutschland in einer anderen Kategorie zu den weltweiten Spitzenreitern gehört:

Auch die USA und Russland gelten als Billigstrom-Länder – entsprechend hoch fällt ihr Anteil an der Bitcoin Mining Hash Rate aus.

Bitcoin Hash Rate im Ländervergleich.

Die Daten zeigen: Selbst wenn sich US-amerikanische und russische Miner zusammen tun würden, könnten sie nur einen Bruchteil der Rechenpower von Chinas Mining Pools erreichen.

Die Gefahr einer 51-Prozent-Attacke

Der Umstand, dass chinesische Miner knapp zwei Drittel der Bitcoin Hash Rate stellen, ruft regelmäßig Bedenkenträger auf den Plan. Neben einem Konflikt mit dem Krypto-Ideal der Dezentralisierung sehen Manche die Gefahr einer chinesischen 51-Prozent-Attacke. So könnten sich die chinesischen Mining Pools theoretisch zusammenschließen, um die Bitcoin Blockchain zu ihrem Vorteil zu manipulieren. So wären beispielsweise Double Spends möglich, also die doppelte Ausgabe ein und derselben Bitcoin-Einheit. Auch die Zensur von Transaktionen könnte im Zuge einer 51-Prozent-Attacke erfolgen.

Allerdings könnten die Miner weder die an der Zahl der pro Block geminten BTC noch an der den grundlegenden Konsensregeln des Netzwerks Hand anlegen, da die Full Nodes entsprechende Blöcke ablehnen würden. Bitcoin ist so konzipiert, dass ehrliche Akteure einen Vorteil gegenüber böswilligen Netzwerkteilnehmern haben. Sollte eines Tages dennoch ein mächtiger Akteur (wie etwa ein Staat) einen Großteil Hash Rate von Bitcoin an sich reißen wollen, bleibt als ultima Ratio immer noch die Möglichkeit einer Hard Fork.

Nach dem Halving, vor der Krise?

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Auch ohne Corona-Krise würde der Krypto-Markt aktuell turbulenten Zeiten entgegen blicken: Das Bitcoin Halving rückt in greifbare Nähe, während Bitcoin Cash schon heute dran war. In China haben unterdessen manche Miner nach Corona das Handtuch geworfen.

Für den Bitcoin-Abkömmling Bitcoin Cash (BCH) war es bereits heute soweit: Seit dem frühen Nachmittag erhalten Miner nur noch 6,25 BCH pro Block. So mancher Miner dürfte deshalb mit dem Wechsel zu BTC liebäugeln. Läuft Bitcoin Cash (BCH) nun Gefahr, ein Opfer für eine 51-Prozent-Attacke zu werden?

Während anstehende Halvings oft für bullishe Prognosen bemüht werden, bedeuten sie für Bitcoin Miner – also jene, die mit großem Energieaufwand nach dem digitalen Gold graben – eine erhebliche wirtschaftliche Herausforderung. Schließlich halbiert sich die Ausbeute, während die laufenden Kosten (Strom, Gebäudemiete, etc.) unverändert hoch bleiben.

China: Mining Pools in der Corona-Krise

Die Blicke richten sich nun vor allem auf die großen chinesischen Mining Pools, die nach wie vor den Löwenanteil der Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk zur Verfügung stellen. Mindestens einer scheint nun bereits vor dem Bitcoin Halving die Flinte ins Korn zu werfen: Bytepool.

Wie der chinesischsprachige Krypto-Blog WU Blockchain unter Berufung auf Insiderangaben berichtet, ist etwa der Mining-Pool-Betreiber Valarhash dabei, sich teilweise aus dem Bitcoin-Mining-Geschäft zurück zu ziehen. Valarhash betreibt die Mining Pools Bytepool und T1Hash, die in ihren Glanzzeiten gemeinsam für bis zu 9 Prozent der Rechenleistung in Bitcoin verantwortlich waren. Nun wurde Bytepool offenbar aufgelöst und ein Großteil der Miner an 1THash delegiert – die Mining-Gemeinschaft ist nicht mehr profitabel genug. Der jüngste sprunghafte Anstieg der Bitcoin Hash Rate könnte die Entscheidung forciert haben.

Bitcoin-Mining in Deutschland: Ein Verlustgeschäft

Dass sich Bitcoin Mining im kleinen Stil kaum rentiert, gilt mehr denn je. Auch mit einem Top-Modell des Mining-Marktführers Bitmain würde man in Deutschland derzeit Miese machen. Dafür zeichnen vor allem die hohen Strompreise hierzulande verantwortlich. Während die „deutsche“ Kilowattstunde mit durchschnittlich 30 Cent zu Buche schlägt, zahlen chinesische Bitcoin Miner weniger als ein Cent pro kWh.

Mit einem einzelnen Antminer S17 Pro (53 TH/s) schreibt man bei deutschen Strompreisen (0,3 Euro/kWh) rote (Fiat-)Zahlen

Corona verpasst Bitcoin Hash Rate einen Dämpfer

Trotzdem brachte der Corona Crash auch Bitcoin Miner im Billigstromland China in Bedrängnis. Laut einem Bericht des chinesischen Finanznachrichten-Portals Securities Daily schalteten über 40 Mining-Farmen ihre Geräte ab, als Bitcoin unter 4.000 US-Dollar gefallen war. Dadurch wurde vor allem ältere Mining Hardware wie der Antminer S9 unprofitabel. Durch die Kapitulation der Miner brach die Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk entsprechend ein, zeigt in den letzten Wochen jedoch deutliche Erholungstendenzen.

Bitcoin Hash Rate in TH/s: Nach dem„Schwarzen Donnerstag“ am 12. März stehen die Zeichen derzeit wieder auf Erholung | Quelle: Blockchain.com

Bei Bitcoin Cash hielten sich die Verluste an Rechenleistung unterdessen in Grenzen, allerdings zeichnet sich auch noch keine deutliche Aufwärtstendenz der Hash Rate ab.

Bitcoin Cash (BCH) Hash Rate in EH/s: Der seit Mitte Februar beobachte Abwärtstrend konnte vor dem Halving nicht durchbrochen werden | Quelle: Bitinfocharts.com

Angesichts des heutigen Bitcoin Cash Halvings wurden Befürchtungen laut, dass Miner von Bitcoin Cash auf Bitcoin (BTC) umsteigen. Dort könnten sie noch einen Monat lang um den vollen Block Reward von 12,5 BTC konkurrieren.

Bitcoin Cash Halving: Steigende Gefahr einer 51-Prozent-Attacke?

Sollte es tatsächlich zu einem signifikanten Einbruch der Bitcoin Cash Hash Rate kommen, hätte das fatale Folgen für die ohnehin ausbaufähige Netzwerksicherheit von BCH. Laut Daten von CryptoApp51.com könnte man bereits für unter 20.000 Euro genug Rechenleistung mieten, um eine Stunde lang mit der gesamten BCH Hash Rate gleichzuziehen. Zwar könnte der Dienstleister NiceHash in der Praxis nur sieben Prozent der erforderlichen Hash Rate liefern. Verglichen mit den Kosten einer 51-Prozent-Attacke auf Bitcoin (BTC), kommt Bitcoin Cash allerdings beinahe schon als Schnäppchen daher.

Ein Angriff auf Bitcoin Cash (BCH) würde laut CryptoApp51.com keine 22.000 US-Dollar kosten. | Quelle: CryptoApp51.com

Das letzte, was Bitcoin Cash nun braucht, sind massenhaft Miner, die auf BTC wechseln und somit den Abstand zwischen Original und Fork in Sachen Netzwerksicherheit weiter vergrößern.

Da es sich bei dem heutigen Halving um einen Präzedenzfall handelt, lässt sich schwer abschätzen, wie viele Miner auf BTC umsatteln und wie viele BCH die Treue halten werden. Selbst wenn alle Bitcoin Cash Miner ihre Rechenleistung in das Bitcoin-Netzwerk einbringen, würden sie nur einen kleinen Bruchteil der gesamten Hash Rate kontrollieren – mit entsprechend geringeren Chancen auf den Block Reward. Am Ende des Tages geht es folglich um die Abwägung zwischen der regelmäßigen Chance auf 6,25 BCH oder der sporadischen Aussicht auf 12,5 BTC.

Hash Rate steigt: Bitcoin zurück zu alter Stärke?

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Der Bitcoin-Kurs legt aktuell wieder deutlich zu und zieht den gesamten Krypto-Markt nach oben. Auch die Hash Rate im Bitcoin-Netzwerk klettert aus dem Formtief.

Aufbruchstimmung am Krypto-Markt: Das gesamte Handelsvolumen ist seit gestern Abend wieder über die Marke von 200 Milliarden US-Dollar geklettert. Als vor knapp einem Monat der gesamte Markt durch eine panische Abverkaufswelle ins Straucheln geriet, ist die Gesamtmarktkapitalisierung massiv eingebrochen und gipfelte in einem Einsturz von 223 Mrd. US-Dollar am 12. März auf rund 135 Mrd. US-Dollar am 13. März. Innerhalb von 24 Stunden wurden somit knapp 90 Milliarden US-Dollar aus dem Markt gezogen.

Die Krypto-Leitwährung Bitcoin kann die positErfolgskurs der letzten Tage weiterhin behaupten. Aktuell notiert der Bitcoin-Kurs bei 7.277 US-Dollar und liegt somit um 3,9 Prozent im Tagesvergleich im Plus. Innerhalb der letzten sieben Tage konnte der BTC-Kurs somit um 13,5 Prozent zulegen.

Auch die Kurse der Altcoins nehmen wieder an Fahrt auf. Inbesondere der Ether-Kurs (ETH) verzeichnet hohe Kursgewinne und liegt aktuell im Wochenvergleich mit 28,7 Prozent im Plus. Innerhalb der letzten 24 Stunden ist Ether um 14,6 Prozent auf 170,06 US-Dollar gestiegen. Der „Banken-Coin“ XRP aus dem Hause Ripple kann immerhin 6,9 Prozent im Tagesvergleich zulegen und wird gegenwärtig bei 0,195 US-Dollar gehandelt. Auch der IOTA-Kurs (MIOTA) wird mitgerissen und ist binnen einer Woche um 18,2 Prozent im Wert gestiegen. Mit einem Plus von 8,8 Prozent im Tagesvergleich kann sich die IoT-Währung momentan bei 0,167 US-Dollar einpendeln.

Hash Rate steigt

Mit dem Corona-bedingten Bitcoin-Kurseinbrüchen ist auch die Hash Rate gefallen. Den Tiefstwert erreichte die Hash Rate am 22. März, als die gesamte Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk auf einen Wert von 94,158 Terahashes pro Sekunde stürzte.

Doch seitdem ist die Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk wieder auf 106,308 TH/s. gestiegen, was darauf schließen lässt, dass das Mining wieder lukrativ ist. Mit den Corona-bedingten Kursverlusten geriet das Verhältnis von Kosten und Nutzen für Bitcoin Miner zwischenzeitlich aus den Fugen. Als Folge wurden mehr Bitcoin am Markt veräußert, als geschürft wurden: die Bitcoin Mining Difficulty sank im Zuge dessen um 15 Prozent.

Dass die Hash Rate aktuell wieder steigt steht in indirekter Korrelation zur positiven Entwicklung des Bitcoin Kurs. Je wertvoller Bitcoin ist, umso profitabler ist das Mining-Geschäft. Daher folgt der Anstieg der Hash Rate in der Regel zuverlässig dem Anstieg des Bitcoin-Kurs. Zudem nehmen Miner allmählich Kurs auf das nahende Halving und rüsten dahingehend auf.

Technische Analyse des Bitcoin-Kurs

Die technische Analyse zum Bitcoin-Kurs von Chief Analyst Dr. Philipp Giese.

Das bullishe Szenario scheint sich zu entwickeln. Der
Bitcoin-Kurs konnte sich bisher über 7.000 US-Dollar fest positionieren und
testet aktuell den gleitenden Mittelwert der letzten 50 Tage. Mit Blick auf die
Indikatoren darf man hoffen, dass diese Resistance überwunden wird: Ein
positiver, steigender MACD, ein ebenfalls steigender RSI über 50 und ein hohes
Aroon-Up-Signal führen zu einer insgesamt bullishhen Einschätzung. Die neuen
Handelsempfehlungen sind wie folgt:

  • Long Position: Wer noch nicht in einer Long Position ist kann den Entry bei 7488,38 US-Dollar nutzen. Targets wären dann bei 7.988,78 US-Dollar und 9.153,79 US-Dollar und der Stop Loss bei 7.212,23 US-Dollar.
  • Short Position: Entry bei Fall unter 6.737,36 US-Dollar, Target bei 5.856,00 US-Dollar, Stop Loss bei 7.212,23 US-Dollar.

Tages- und Stundenchart auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf der Börse Bitstamp erstellt.

Im Stundenchart ist natürlich auch alles aufwärts gegangen, sieht jedoch aktuell nach einer leichten Konsolidierung aus. Alle Indikatoren sind zwar noch im bullishen Bereich, sinken jedoch gerade. Entsprechend kommen wir hier kurzfristig auf eine eher bearishe Einschätzung. Es sieht danach aus, dass der Bitcoin-Kurs vor weiteren Anstiegen einmal „durchatmen“ möchte; das unten angegebene Short Szenario wird jedoch höchstwahrscheinlich nicht ausgelöst. Wir kommen auf folgende Handelsempfehlungen:

  • Long Position: Entry bei 7.455,77US-Dollar, Targets bei 7.636,00 US-Dollar und 8.154,40 US-Dollar, Stop Loss bei 7.338,13 US-Dollar.
  • Short Position: Entry bei Fall unter 7.087,46 US-Dollar, Target bei 6.773,37 US-Dollar, Stop Loss bei 7.212,23 US-Dollar.

Gesamtmarktvisualisierung

Der momentane Höhenflug des Krypto-Markts zeigt sich eindrücklich an der Visualisierung des Gesamtmarkts von coin360. Nahezu alles Assets können von den gegenwärtigen Marktdynamiken profitieren und merklich ins Plus drehen.

Ob diese Gewinne aber Ausdruck eines längerfristigen Trends sind, ist aufgrund der aktuellen Geschehnisse rund um die Corona-Krise äußerst ungewiss. Die Erholung könnte nur kurz währen. Wenn sich die Pandemie global verschärft und die wirtschaftlichen Folgen allmählich sichtbar werden, könnten weitere Abverkäufe den nächsten Crash einleiten. Spätestens dann wird sich zeigen, ob sich der Krypto-Markt vom Börsengeschehen der traditionellen Märkten abkoppeln kann.

Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Charts am 07 .04.2020 mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,92 Euro.