Bloomberg nennt Bitcoin ruhenden Bullen: Drei Gründe dagegen

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Der leitende Stratege für Handelswaren von Bloomberg Mike McGlone veröffentlichte vor kurzem einen Krypto-Zwischenausblick, laut dem die Volatilität von Bitcoin weiter abnehmen dürfte, da sich der Vermögenswert immer mehr wie Gold verhalte. Im Bericht heißt es auch, dass die primären Indikatoren für Nachfrage und Adoption weiterhin positiv seien.

Der Bericht erklärt abschließend, dass Bitcoin für einen Ausbruch in Richtung des Widerstands bei 13.000 US-Dollar vorbereitet sei. Obwohl man diese Perspektive durchaus vertreten kann, gibt es in dem Artikel einige argumentative Fehler. Die Korrelation zwischen Bitcoin und dem Hedge-Status von Golde ist in den letzten sechs Monaten zurückgegangen, da er sich die meiste Zeit synchron mit dem S&P 500 bewegt hat.

Im Hinblick auf den oft erwähnten Nachfrageschub kann der kürzliche Zufluss in die Fonds von Grayscale Investment nicht als Neugeld interpretiert werden, das in den Raum fließt. Gleiches gilt für die gewaltige Zunahme des Open Interest an Bitcoin-Futures, da jedes derivative Instrument einen Käufer und Verkäufer in exakt derselben Größe braucht.

Korrelation zwischen Bitcoin, Gold und S&P 500

Einer der Gründe, warum Bitcoin in den letzten Jahren für Investoren interessant wurde, ist die mangelnde Korrelation des digitalen Vermögenswertes mit traditionellen Investitionen.

Es gab Phasen, in denen er sich parallel zu diesen entwickelte. Dazu kam es meist durch die gleichen sozio-politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich auf alle wichtigen Anlageklassen auswirken.

Bitcoin 30-Tage-Korrelation zu Gold (rot) und S&P 500 (blau). Quelle: TradingView

Bitcoin 30-Tage-Korrelation zu Gold (rot) und S&P 500 (blau). Quelle: TradingView

Im Jahr 2020 nimmt die Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 zu. Beim Goldpreis konnte kein klarer Trend festgestellt werden. Die jüngsten Daten deuten allerdings auf den höchsten negativen Wert seit Dezember 2018 hin.

Eine negative Korrelation impliziert eine Entwicklung in entgegengesetzter Richtung, so dass es einfach keinen Grund gibt, andersherum zu argumentieren.

Zufluss über Grayscale Bitcoin Trust (GBTC)

Im Bloomberg-Bericht heißt es, dass ein zunehmender Zufluss über Grayscale Investments ein Zeichen für eine bullische Anlegerstimmung sei. Dieser Zufluss ähnelt allerdings einem ETF und könnten als ein guter Indikator für die Nachfrage von Investoren angesehen werden. Die große Nachfrage seitens des GBTC ist nicht zu bezweifeln, da nach der Halbierung über 53.000 Bitcoins dazu kamen, wie Cointelegraph berichtete.

Grayscale Bitcoin Trust GBTC Aufschlag auf Nettovermögenswert (NAV). Quelle: YCharts

Grayscale Bitcoin Trust GBTC Aufschlag auf Nettovermögenswert (NAV). Quelle: YCharts

Dieser Fonds wurde in der Vergangenheit mit einem erheblichen Aufschlag gegenüber seinem Nettovermögenswert (dem eigentlichen Marktwert der darin enthaltenen Bitcoin) gehandelt, wie aus dem obigen Chart hervorgeht.

Dieser deutliche Unterschied ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Kleinanleger nicht in der Lage sind, Aktien direkt von Grayscale Investments zu erwerben, deren Fonds ausschließlich auf akkreditierte Anleger ausgerichtet sind.

Professionelle Anleger können GBTC-Aktien auf zwei Arten direkt von Grayscale erwerben. Zum einen durch eine US-Dollar-Überweisung oder durch Sacheinlagen, indem sie ihre BTC transferieren.

Zufluss von Grayscale Investments-Produkten nach Art. Quelle: Grayscale

Zufluss von Grayscale Investments-Produkten nach Art. Quelle: Grayscale

Aktuelle Daten von Ende 2019 zeigen, dass fast 80 Prozent der Zuflüsse von Grayscale Investments in Sachwerten erfolgten. Das bedeutet, es gab nicht unbedingt Kaufaktivitäten. Diese BTC könnten zuvor von professionellen Anlegern erworben oder von großen außerbörslichen Handelsplätzen geliehen worden sein.

Genesis, ein führendes OTC- und Kreditunternehmen, schloss das vierte Quartal 2019 mit aktiven Krediten im Wert von 545 Mio. US-Dollar ab, wie Cointelegraph berichtete.

Obwohl es eindeutig einen Endkäufer für diese GBTC-Aktien gibt, kann man nicht sagen, dass dieser Fluss den Kaufdruck auf den Markt erhöht.

Tatsächlich verlagern sich diese BTC von professionellen Kunden zu Grayscale Investments als Verwahrer. Das ist ein regelmäßiger Handel, ähnlich wie es bei dem Handelsvolumen von 82 Mrd. US-Dollar war, das in den letzten 30 Tagen an den regulären Börsen verzeichnet wurde.

Open Interest an Bitcoin-Futures

Der Bloomberg-Bericht nennt auch den wachsenden Open Interest an CME Bitcoin-Futures als ein Signal für die wachsende Reife des Vermögenswertes und als einen positiven Indikator im Hinblick auf den Kurs. Das verfehlt in vielerlei Hinsicht das Ziel. Der jüngste Markteintritt mit 10 Mrd. US-Dollar von Medallion Funds auf diesem Markt kann definitiv nicht mit einer langfristigen Investition oder gar mit einer grundsätzlich bullischen Entwicklung in Verbindung gebracht werden.

Solche quantitativen Arbitrage-Handelsplätze machen sowohl Long- als auch Short-Trades. Es ist daher unmöglich, eine solche zunehmende Aktivität entweder als bullische oder bärische Entwicklung zu betrachten.

Ganz zu schweigen davon, dass es sich bei den CME Bitcoin-Futures um finanziell liquidierte Instrumente handelt. Das bedeutet, dass bei Vertragsablauf tatsächlich keine BTC verschoben werden.

Abschließend heißt es im Bloomberg-Bericht auch, dass der Handel mit Futures an einer regulierten US-Börse für die Akzeptanz im Mainstream von entscheidender Bedeutung sei. Selbst wenn man die physischen BAKKT-Futures mit BTC-Abwicklung betrachtet, werden die BTC in ihrer Verwahrung nicht als Marge akzeptiert.

Die Akzeptanz im Mainstream hat nichts mit dem Derivatehandel zu tun, da Bitcoin so konzipiert wurde, dass er unabhängig funktioniert, ohne dass ETFs und Finanzinstrumente erforderlich sind.

Tatsächlich ist es wahrscheinlicher, dass es zu einer Mainstream-Akzeptanz kommt, wenn große Investmentfonds direkt mit Bitcoin arbeiten würden.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

Bitcoin und der Aktienmarkt: S&P500 Erholung in BTC offenbart das wahre Ausmaß

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Während Bitcoin lange Zeit unkorreliert zum klassischen Aktienmarkt war, nimmt die Korrelation seit dem Jahresbeginn immer stärker zu. Die Kursbewegungen der Kryptowährung sind dabei immer häufiger an die Entwicklung des amerikanischen Index S&P500 gekoppelt. Fest steht, dass seit dem schwarzen Freitag an der Börse von Mitte März sowohl Bitcoin als auch die Aktienindizes eine deutliche Erholung gezeigt haben; zumindest, wenn man diese in US-Dollar misst.

In diesem Artikel wollen wir uns nämlich anschauen, wie die Lage an den Finanzmärkten aussieht, wenn Gold oder Bitcoin selbst als Referenzwährung verwendet werden. Ist alles dabei nur heiße Luft und sind die Rückgänge auf die Erhöhung der Geldmenge zurückzuführen oder steckt mehr Substanz dahinter als wir glauben?

Bitcoin und der Aktienmarkt: Erholung, wo bist du?

In den ersten beiden Märzwochen entfaltete die Wucht des Coronavirus die volle Wirkung. Weltweit stürzten die Kurse der großen Aktienindizes massiv ein. Anleger und Investoren zogen massiv Kapital aus Aktien, ETFs und weiteren Assets ab, da vielen die große Unsicherheit des Coronavirus bewusst wurde. Parallel dazu musste sich Bitcoin ebenso den globalen Tendenzen beugen und verlor zweistellige Prozentzahlen.

Seit dieser vorläufigen Baisse von Mitte März sehen wir jedoch wieder deutliche Erholungen. Dies betrifft sowohl den Aktienmarkt als auch Bitcoin selbst. Das Narrativ, das diese Erholung begründet, sieht wie folgt aus: Sowohl das gute Risikomanagement einiger Länder im Hinblick auf Covid-19 als auch die die geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken sorgten für Ruhe an den Finanzmärkten.

Diese Erholung lässt sich nun bestens in US-Dollar nachvollziehen. So legte der S&P500 in den letzten 3 Monaten beispielsweise um 26% zu. Auch Bitcoin konnte um 35% in den vergangenen 90 Tagen steigen.

Ist alles nur eine Frage der Perspektive?

Die große Frage, die sich bei dieser Bemessung stellt, ist die Frage der Referenzwährung. Was passiert nun eigentlich, wenn man nicht den US-Dollar als Referenz verwendet, sondern Bitcoin selbst. Normalerweise gilt der USD als „die“ Unit of Account im internationalen Finanzmarkt. Egal ob Gold, Bitcoin oder der Preis von Öl – sie alle werden in US-Dollar gemessen.

Bitcoin und der Aktienmarkt: Die Erholung in BTC gemessen

Dreht man den Spieß nun herum, wie es die Analytiker von Econometrics taten, ergibt sich ein interessantes Bild. Die nachfolgende Grafik zeigt nämlich, dass die Erholung des S&P500 nicht so stark ausfällt wie es eigentlich scheint.

Dabei wird nämlich deutlich, dass der Preis des S&P500 Index in Bitcoin im März bei ca 0.3 BTC lag. Die vermeintliche Erholung hat dazu geführt, dass wir zum 30.06.2020 einen Preis von 0.335BTC haben. Dies entspricht also gerade einmal einer Erholung von rund 11,5% in Bitcoin.

Gold als Referenz bestätigt Narrativ der Inflation

Der Ökonom Tuur Demeester unterstreicht dieses Narrativ. Er postete gestern einen Tweet, in welchem er die Erholung des S&P500 in Relation zum Edelmetall Gold betrachtete. Auch hier zeigt sich eindeutig, dass die vermeintliche US-Dollar Erholung viel mehr auf die Geldmengenerhöhung und Inflation zurückzuführen ist.

Für uns ergeben sich dadurch mehrere Erkenntnisse. So zeigt sich einerseits, dass die Performance eines Assets immer stark von der gewählten Referenzwährung abhängig ist. Desweiteren lässt sich festhalten, dass die US-Dollar Erholung viel mehr eine „aufgeblähte“ Erholung, bedingt durch die Geldpolitik, ist. Und zu guter Letzt können wir festhalten, dass sowohl Bitcoin als auch Gold in diesem Jahr eine deutliche Outperformance im Vergleich zum Aktienmarkt erzielen konnten.

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Wie denkst du über die oben genannten Grafiken und die Erholung der Aktienmärkte? – Hinterlasse uns deine Meinung in unserem Telegram Channel.

Robinhood und Trauerphasen: Droht der große Börsen-Knall?

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Es gibt gute Gründe dafür, mit großer Sorge auf das Börsentreiben zu blicken. Welche Rolle die Robinhood Teenie-Trader an den Aktienmärkten spielen, was die „fünf Trauerphasen“ mit einem Börsencrash zu tun haben und welche Gemeinsamkeit Gold und Bitcoin mit einer Kfz-Haftpflichtversicherung besitzen.

Die Aktienmärkte haben sich seit dem Corona-Höhepunkt gefangen und leisten das, was man sich von der Realwirtschaft so sehr erhofft: eine V-Erholung. Nun ist es kein Geheimwissen, dass hinter dem Aufschwung an den Börsen in erster Linie die Notenbanken stecken. In unzähligen Artikeln sind wir und andere Medien ausführlich auf den Zusammenhang zwischen der Geldmengenausweitung und steigenden Aktienkursen eingegangen.

Bitcoin ist nicht betroffen

Von dem vielen billigen Geld profitiert Bitcoin allerdings nicht. Schließlich fließt es in Aktien und Anleihen, um die Börsen zu stützen und nicht in den Krypto-Markt. Zudem befinden wir uns in einem deflationären Umfeld. Trotz der inflationären Politik der Notenbanken kämpfen wir mit der Deflation, sodass Bitcoin zum Inflationsschutz – zumindest aktuell – nicht wirklich attraktiv ist. Das heißt natürlich nicht, dass sich das in Zukunft nicht ändern kann.

Schließlich ist die Erzeugung von Inflation die einzige Option, um unser Finanzsystem stabil und die stark steigenden Schuldenberge unter Kontrolle zu halten. Vor diesem Hintergrund kann mittel- bis langfristig schon mit einer erhöhten Inflation gerechnet werden, die Bitcoin und natürlich Gold begünstigt. Da Aktien ebenfalls Sachwerte sind, dürfte demnach auch die Börse weiterhin gen Norden laufen – zumindest theoretisch.

Schauen, was die Profis machen

Trotz der Liquidität der Notenbanken kann man nicht auf ewig fundamentale Ungleichgewichte stabil halten. Die institutionellen Investoren wissen also, dass Notenbankgeld allein die Börsenkurse nicht auf Dauer stützen kann. Dies würde auch erklären, warum Marktinsider nur an der Seitenlinie stehen und Aktien eher verkaufen als kaufen. So hat beispielsweise Warren Buffet seine Aktienbeteiligungen an der Investmentbank Goldman Sachs sowie an seinen Airlines drastisch gesenkt. Laut Aussagen von Marktinsidern sind es also nicht die Profis wie Vermögensverwalter und Investmentbanken, die das Volumen in die Märkte bringen, sondern die Kleinanleger.

So greift vor allem in den USA ein gefährliches Börsenfieber um sich, das durch die neue Trading-App Robinhood angeheizt wird. Vor allem junge Menschen kaufen, ohne entsprechende Finanzmarktkenntnisse, an den Börsen ein. Dabei haben sie es auf die gefährdetsten Branchen wie Fluglinien und Reisegesellschaften abgesehen, wie man an den Daten ablesen kann. Viele professionelle Marktteilnehmer betrachten diese Entwicklung mit Sorge.

Party der Teenie-Trader dürfte bald vorbei sein

Entsprechend groß sind die Ängste, dass es mit dieser Party bald vorbei ist und eine anschließende Verkaufswelle durch die unprofessionellen Trader ausgelöst wird. Wie drastisch eine solche Korrektur der Überbewertung an den Aktienmärkten wird, hängt letztlich auch wieder von den Stützungsmaßnahmen der Notenbanken ab. Die einzige Möglichkeit der Notenbanken ist allerdings nur eine teuer erkaufte Abbremsung des Abwärtstrends, nicht aber eine Abwendung.

Die Trading-App Robinhood trägt genau umgekehrt zu seinem gleichnamigen Märchenhelden Robin Hood zur Vermögensverteilung von Arm nach Reich bei. Die Robinhood-Trader werden von den Profis wie Goldman Sachs, J.P. Morgan oder Warren Buffet „abgezogen“. Schließlich können diese von den irrationalen Handelsaktivitäten der Teenie-Trader profitieren und ihre Kassen füllen.  

Die Börse und der Tod: Die fünf Trauerphasen

Neben den vielen Kleinanlegern, die zur Überbewertung der Kurse beitragen, dürfte auch die psychologische Erklärung der „fünf Trauerphasen“ zu einer pessimistischen Börsenerwartung in den nächsten Monaten führen. Diese geht auf den Finanzanalytiker Barry Ritzholtz zurück, der in der Finanzkrise 2008 einen starken Zusammenhang zwischen den Börsenphasen und den Trauerphasen eines Sterbenden festgestellt hat.

Die provokante These stützt sich dabei auf die fünf Trauerphasen, die ein Börsianer in einem Crash durchlebt, genauso wie ein Mensch, der mit dem Tod konfrontiert ist. Zusammengefasst werden fünf Phasen beschrieben:

1. Anleger möchten nicht wahrhaben, dass ein Aufschwung sein Ende findet.

2. Stellt sich Gewissheit über die Situation ein, verspürt der Anleger Zorn. Aufgrund der Ohnmacht entsteht Panik und Anleger verkaufen, wobei sie anderen – Notenbanken und Regierungen – die Schuld geben.

3. Sie beginnen zu feilschen und versuchen Licht am Ende des Tunnels zu sehen, indem sie die Märkte wieder steigen lassen, weil sie günstige Einstiegsgelegenheiten sehen.

4. Nach der Enttäuschung, dass sich der Markt nicht nachhaltig drehen lässt, stürzen die Anleger in eine Depression.

5. Erst, wenn man sich abgefunden hat, dass man nichts mehr ändern kann, folgt die letzte Phase: Die Akzeptanz.

Was heißt das für uns aktuell?

Auf die aktuelle Situation bezogen bedeutet das, dass wir uns in Phase drei befinden. Viele Anleger und insbesondere die Robinhood-Trader möchten noch nicht wahrhaben, dass die Corona-Krise und die grundlegenden Ungleichgewichte nicht mit ein paar Konjunkturmilliarden der Regierungen beendet ist. Der Schaden ist auf der einen Seite so tiefwiegend, dass man kein Krisenprophet sein muss, um dennoch pessimistisch in die Börsenzukunft zu blicken. Auf der anderen Seite haben erst wenige Marktteilnehmer akzeptiert, dass viele der Blue Chips ihre beste Zeit hinter sich haben und nun sehr schwere Zeiten für DAX und Co. anbrechen.

Auch der Finanzhistoriker Russell Napier kommt in seiner Analyse zu Börsen-Chrashs zu einem Ergebnis, das die Theorie der Trauerphasen unterstützt. Demnach enden Abschwünge in der Regel nicht, wenn die Panik um sich greift und jeder das Ende kommen sieht. Auch nicht, wenn die ersten Anleger wieder in den Markt einsteigen. Vielmehr erreichen Bärenmärkte ihren Boden, wenn vollkommende Gleichgültigkeit unter den Anlegern herrscht. Jedenfalls treffen diese Beobachtungen ziemlich gut auf die größten Börsen-Crashs des letzten Jahrhunderts zu und würden darauf hindeuten, dass uns noch eine gravierende Talfahrt bevorsteht.

Kommt Zeit, kommt Inflation?

Wann die Börse einbricht oder wann es zu einer Inflation kommt, kann niemand genau vorhersagen. Die Annahme, dass eine Geldmengenausweitung geradezu linear zu einer Inflation führt, ist inzwischen überholt, wie Prof. Dr. Christian Rieck sehr verständlich in seinem Youtube-Kanal erklärt. Vielmehr wird sich die Inflation in Anlehnung an die Qualität der Notenbankenforderungen entwickeln. Vereinfacht bedeutet das, dass eine Inflation erst eintritt, wenn die Forderungen der Notenbanken, also beispielsweise Anleihen, in ihrer Werthaltigkeit fallen. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn Anleihen ausfallen, die für Notenbankgeld von Staaten und Unternehmen hergegeben wurden.   

Da Notenbanken ihre Bilanzen für immer schlechtere Assets öffnen, ergo Ramschanleihen kaufen, ist dies unter Umständen die wichtigste Beobachtung, um von einer langfristigen Inflation auszugehen. Ebenfalls die Aufstockung der Goldreserven, die seit vielen Jahren bei den Notenbanken auf dieser Welt stattfinden, sprechen für eine hohe Inflationswahrscheinlichkeit in der Zukunft.

Der enorme aktuelle Deflationsdruck und die Lehren aus der Japanifizierung – Japan versucht seit rund drei Jahrzehnten, Inflation zu erzeugen und schafft es nicht – machen ein unmittelbare hohe Inflation trotzdem vorerst eher unwahrscheinlich.

Bitcoin und Gold: Keine Rendite, aber Sicherheit

Gold und Bitcoin sind aus Renditesicht sehr schlechte Anlageformen, da sie im Gegensatz zu Unternehmen oder Immobilien überhaupt keine Rendite erwirtschaften. Während man bei Unternehmen Dividenden kassiert und bei Immobilien Mieteinnahmen, sind Gold und Bitcoin gänzlich unproduktiv. Nicht umsonst sprechen einige Investoren Gold und Bitcoin einen intrinsischen Wert ab.

Dennoch sollte Bitcoin und Gold in keinem Portfolio fehlen. Ihr Nutzen, sprich die Wertspeicherfunktion, ist die Versicherung gegen Entwertung. Genauso wie jeder Autofahrer eine Kfz-Haftpflichtversicherung braucht, sollte jeder Anleger Gold und Bitcoin als Versicherung in seinem Portfolio haben. Auch wenn sich niemand einen Crash oder eine massive Geldentwertung wünscht respektive wünschen sollte, müssen wir uns den Risiken bewusst sein. Im Jahr 2020 noch ohne „Versicherung“ an den Börsen unterwegs zu sein, ist geradezu verantwortungslos gegenüber seinem Ersparten.  

Disclaimer: Es handelt sich hierbei ausschließlich um die persönliche Meinung des Autors. In keinster Weise stellt dies eine Anlageberatung oder Empfehlung dar.

Drogengeld mit Bitcoin gewaschen: Thailand hebt Kartell aus

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Der Drogenhandel floriert – trotz hartem Kurs der Behörden. Wie Thailands Kartell zunehmend auf Bitcoin und Co. setzt, um Drogengeld zu waschen.

Kaum eine Region geht rigoroser gegen den Handel mit Betäubungsmitteln vor, als Südostasien. Zum Teil werden für den Besitz geringer Mengen drakonische Haftstrafen verhängt. Doch anstatt dem Drogenhandel Herr zu werden, scheint es, als kämpfen die Behörden gegen Windmühlen – denn sowohl der Umsatz der Kartelle sowie die Menge beschlagnahmter Drogen steigt seit Jahren an.

Globale Beschlagnahmung illegaler Betäubungsmittel (ohne Ecstasy) von 2007 bis 2018. Angabe in Tonnen. Quelle Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC).

Das Büro der für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (UNODC) schätzt den Umsatz der Drogenbarone auf 30 bis 60 Milliarden US-Dollar pro Jahre. Hauptgeschäft: Methamphetamin, auch bekannt als Crystal Meth.

Drogenwaschanlage Bitcoin

Politisch scheint der harte Kurs gegen den Betäubungsmittelmissbrauch jedoch der einzig gangbare zu sein. Denn allen voran Thailand sucht jetzt sein Heil in der Offensive. Mithilfe der US-Anti-Drogen-Behörde DEA versuchen thailändische Behörden den Weg des Drogengeldes zurückzuverfolgen – und sind so gezwungen, sich in Sachen Kryptowährungen zu bilden. Schließlich nutzen die Kartelle ein kompliziertes Netzwerk aus Bankkonten, Briefkastenfirmen, Edelmetallen und auch Kryptowährungen um Geld aus dem Drogenhandel zu waschen.

Doch die Yahoo! news berichtet, kommen die Behörden dem undurchsichtigen Netzwerk langsam auf die Spuren.

Wir haben einen Fluss von 170 Milliarden Baht (5,4 Milliarden US-Dollar) in den Banken ausfindig gemacht – das kommt vielleicht nicht alles aus dem Drogenhandel. Aber wir sind zuversichtlich, dass mindestens 12 Milliarden Baht (388 Millionen US-Dollar) an drogenbezogenen Vermögenswerten gibt – Drogengeld wird in Gold, Zink, Stahl und Öl umgewandelt,

äußert sich Justizminister Somsak Thepsuthin gegenüber lokalen Medien.

Die Schläge folgen erfolgreichen Operationen gegen die von Daoreung Somseang kontrollierten Kartelle in Südostasien. Die Behörden gehen davon aus, dass die Thailänderin mindest 100 Millionen US-Dollar gewaschen hat. Dabei hat sie das Geld auf 113 Bankkonten sowie Kryptowährungen verteilt. Die Frau sitzt seit geraumer Zeit in Haft.

Kleine Fische, große Haie

Doch UNDOC-Chef für Südostasien Jeremy Douglas zufolge handelt es sich bei Daoreung Somseang auch nur um einen kleinen Fisch.

Das ist nicht einmal ein Super-Syndikat. Es ist mittelgroß, bewegt aber immer noch eine riesige Menge Geld.

Und so zeigt sich einmal mehr, dass Schläge gegen Drogenkartelle zwar Medienechos hervorrufen. Vielmehr als Symbolpolitik sind sie aber nicht.

Bitcoin Kurs in Richtung 0 USD? – Peter Schiff provoziert Max Keiser

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Der Goldmaximalist Peter Schiff hat erneut zugeschlagen: In einer aktuellen Reihe von Tweets diskutierten Peter Schiff, Max Keiser und Adam Back über Bitcoin. Dabei war die „Debatte“ weniger von guten Argumenten geprägt, sondern von reiner Polemik: Es ging dabei nämlich um nichts geringeres als die Hypothese Schiffs, dass Keiser seine letzten BTC erst dann verkaufe, wenn diese bei 0 liegen. Anders formuliert: Keiser werde solange hodlen bis der Bitcoin Kurs bei 0 Dollar liegt.

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Max Keiser: Verkauf erst bei Bitcoin Kurs von 0 Dollar?

Bereits in der Vergangenheit hat Peter Schiff mehrfach bewiesen, dass er kein Freund von Kryptowährungen ist. Schiff selbst ist überzeugt von Gold und sieht in dem Edelmetall das einzig wahre Asset als Absicherung im Portfolio.

Dabei konnte Schiff trotz valider Argumente nie davon überzeugt werden, dass Bitcoin vergleichbare Eigenschaften mit dem Edelmetall hat und dessen Performance sogar übertrifft. Im Gegenteil: Peter Schiff nutzt seinen Twitteraccount immer wieder, um gegen den Bitcoin Kurs und Befürworter der Kryptowährung zu schießen.

In einem aktuellen Tweet stellte Schiff dabei die Frage, wann Max Keiser seine Bitcoin verkaufen würde. Dabei sagten rund 72% der über 12.000 Befragten, dass Keiser erst dann das Handtuch werfen werde, wenn der Bitcoin Kurs bei 0$ liegt.

Dass es bei einer solchen Umfrage nur darum geht, sich über Max Keiser lustig zu machen, sollte offensichtlich sein. Ohne jegliche Art von Begründung oder Argumentation versucht Schiff den Bitcoin-Maximalisten Keiser in ein naives Licht zu rücken.

Misha Lederman, der seinerseits als Marketingdirektor bei TronWallet arbeitet, nahm den Tweet als Anlass, um auf Peter Schiffs fehlende Kompetenz im Bereich Bitcoin hinzuweisen.

Geht Bitcoin jetzt auf 0 Dollar?

Wie bereits oben erwähnt, hat der Tweet von Peter Schiff absolut keine Relevanz und Aussagekraft für den Bitcoin Kurs. Der Goldbefürworter ist für seine Provokationen bekannt und postuliert immer wieder, dass der Bitcoin Kurs sich in einem lange anhaltenden Abwärtstrend befinde.

Seiner Meinung nach hat BTC im Jahr 2017 sein absolutes Allzeithoch erreicht. Weiterhin denkt er, dass Bitcoin dieses Niveau nie mehr erreichen werde und sich sanft und kontinuierlich in Richtung Süden bewegt.

Wir müssen an dieser Stelle festhalten, dass der Standpunkt von Peter Schiff nicht repräsentativ ist. Während Schiff nämlich Bitcoins Rolle als Hedge komplett verneint, zeigte sich gerade in den letzten Wochen wie hoch das tatsächliche Interesse institutioneller Investoren gegenüber BTC ist.

So berichteten wir vor wenigen Tagen von der Zunahme des Volumens im Grayscale Bitcoin Trust. Vertreter der Firma sagten hierbei, dass immer mehr Hedgefonds zu BTC greifen, da sie in der Kryptowährung eine interessante und lukrative Absicherung gegen die aktuelle Geldpolitik sehen.

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Wie denkst du über die Aussagen von Peter Schiff im Zusammenhang mit dem Bitcoin Kurs? – Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus!

[Bildquelle: Shutterstock]

CryptoTicker Interview mit Degussa Chef Dr. Markus Krall über die aktuelle Wirtschaftslage, ihre Zukunft und welche Rolle Kryptowährungen und andere Assets dabei spielen – Schau es dir an!

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CryptoTicker hat vor Kurzem mit dem Degussa (Gold und Edelmetallhandel) Chef, Bestsellerautor und Systemkritiker Dr. Markus Krall ein Interview führen dürfen. Es geht um die aktuelle Wirtschaftslage, die prekäre Lage, die Schuld und den möglichen Ausweg aus der Misere.

Leider gab es ein paar Problemchen mit der Technik, wir bitten um Entschuldigung für die nicht perfekte Tonqualität. Der Inhalt sollte, wie man es von Krall gewohnt ist, trotzdem klar rüberkommen.

Gute Unterhaltung!

Sollte dir der Inhalt gefallen haben teile bitte unser Video, lasse uns ein Like und ein Abo da. Wir würden uns sehr darüber freuen.

Dr. Markus Krall behandelt in seinen Büchern detailliert die im Interview besprochenen Themen. Wir haben dir die Amazon-Links zu den Büchern bereit gestellt, falls sie dich interessieren.

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Markus Krall
Markus Krall© Cryptoticker

Bitcoin Kurs von 180.000$ – Weiss Ratings mit bullishem BTC Szenario

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In den letzten 7 Tagen gab es wenig Bewegung beim Bitcoin Kurs. Die größte Kryptowährung wurde in einer Preisspanne von 9.000 – 9.500 Dollar gehandelt. Ein aktueller Bericht der bekannten Ratingagentur „Weiss Crypto Ratings“ bringt nun wieder etwas mehr Opium in den Markt. In dem bullishen Szenario beschreibt die Agentur, dass der Bitcoin Kurs ein Potenzial von 180.000$ hat.

In diesem Artikel gehen wir auf die Begründung ein und schauen uns daher an, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Bitcoin die magische Marke der 180.000$ erreichen kann.

Bitcoin Kurs als Profiteur? – Die Welt wacht auf

Unser Artikel bezieht sich auf einen Bericht, den die Analysten Bruce Ng und Juan Villaverde am 17. Juni auf der offiziellen Seite von Weiss Crypto Ratings veröffentlicht haben. Ng und Villaverde sprechen in dem Bericht über das Potenzial des Bitcoin Kurs. Dabei betrachten sie zwei wesentliche Faktoren:

  1. die Nachfrage durch institutionelle Investoren und
  2. Bitcoin und dessen Vergleichbarkeit zu Gold als knapper Vermögenswert

Schauen wir uns zunächst an, welche Argumente hinsichtlich der institutionellen Investoren gemacht werden. Anders formuliert: Welche Auswirkungen hat das „Big Money“ auf den Bitcoin Kurs?


Bitcoin Kurs, Bitcoin Preis4 Gründe, warum Bitcoin in jedes Portfolio muss: Frei ab von jeglicher Ideologie oder Emotionen zeigen wir dir in diesem Artikel 4 Gründe, warum Bitcoin in jedes Portfolio muss. Korrelation, Rendite-Risiko-Verhältnis, Knappheit und Adoption sind die vier großen Stichworte. Wir lassen die Fakten sprechen! Zu den 4 Gründen.


Institutionelle Nachfrage nach BTC steigt deutlich an

Wie auch wir bereits in der Vergangenheit berichtet haben, steigt das Interesse institutioneller Investoren nach Bitcoin deutlich an. Hierzu gibt es auf der einen Seite Aussagen von Hedgefonds-Managern wie beispielsweise Paul Tudor Jones. Auch andere Manager wie Raoul Paul attestierten der größten Kryptowährungen ein starkes Wachstumspotenzial.

Auf der anderen Seite zeigen auch die objektiv nachweisbaren Zahlen des Grayscale Bitcoin Trust (GBTC), dass die Nachfrage nach BTC steigt. So zeigt die nachfolgende Grafik das Wachstum des Grayscale Fonds.

Bitcoin und institutionelle Investoren - Grayscale Trust

Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass 88% der Kunden und Investoren dieses Fonds institutionelle Investoren sind: Banken, Hedgefonds und Family Offices beispielsweise. Die Analysten des Weiss Ratings schlussfolgern, dass Bitcoin nun auch das große Geld erreicht hat und viele anerkennen, dass

Bitcoin das Safe-Haven Asset mit dem größten Kurspotenzial ist.

Eine solche Aussage ist durchaus bullish und zeigt die positive Einstellung der Analysten und institutionellen Investoren gegenüber der Kryptowährung. Werfen wir nun einen Blick auf ein weiteres Safe-Haven Asset: Gold.

Bitcoin und Gold: Kann der Bitcoin Kurs einen Teil der Marktkapitalisierung des Edelmetalls erreichen?

Im zweiten Teil des Berichts liegt der Fokus auf dem Vergleich von Bitcoin und Gold. Auch hier attestieren die Analysten der Kryptowährung einige Vorteile gegenüber dem Edelmetall. Egal ob Sicherheit, Portabilität oder tatsächliche Verwendung – BTC schlage Gold in vielen Aspekten.

Nach der Meinung der Analysten wird dieses Narrativ immer deutlicher und begründet auch den Einstieg der Institutionen. Diese verstehen demnach immer mehr, dass Bitcoin dem Edelmetallen in wichtigen Kategorien überlegen ist.

Aus dieser Perspektive heraus beziffern die Analysten auch das Potenzial für den Bitcoin Kurs.

Wenn Bitcoin nur ein 1/3 des ‚Gold Safe-Haven‘ Geschäfts einnimmt, dann liegt der Bitcoin Kurs bei 180.000$. Dies wäre ein Wachstum um den Faktor 20.

Mit dieser Analyse ist Weiss Crypto Rating tatsächlich nicht alleine. Bereits in der Vergangenheit haben einige Analysten Gold als Referenz genutzt, um eine Bewertung für Bitcoin zu erstellen. Auch wenn das Szenario aus der heutigen Perspektive sehr bullish klingen mag, ist ein solches Wachstum in einem angemessenen Zeitraum nicht auszuschließen.

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Wie denkst du über den Report von Weiss Crypto Ratings? – Kannst du dir einen Bitcoin Kurs von 180.000$ vorstellen oder erachtest du solche Zahlen als unrealistisch?

Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus!

[Bildquelle: Shutterstock, Weiss Crypto Ratings]

Gold-Fürsprecher Peter Schiff sieht in Bitcoin keine neue Form von Geld

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Der Wirtschaftsexperte und Gold-Fürsprecher Peter Schiff hat einen erneuten Seitenhieb gegen Bitcoin gelandet, indem er die Kryptowährung als Fiatwährung bezeichnet, was ein Oberbegriff für Landeswährungen wie den Euro oder US-Dollar ist.

„Die US-Zentralbank (Fed) hat Bitcoin verstanden“, wie Schiff im entsprechenden Tweet vom 20. Juni zunächst stichelt. Dem fügt er hinzu:

„Sie packt Bitcoin in eine Kategorie mit Fiatwährungen, die im Kontrast zu Gold stehen, das einen echten Wert hat. In Bitcoin sieht die Zentralbank nichts Neues, lediglich die Art und Weise, wie sie ausgetauscht wird, ist anders. Sobald das Vertrauen in Kryptowährungen und Fiatwährungen verloren geht, werden die Anleger wieder auf Gold umsteigen.“

Fed sieht Bitcoin als Fiatwährung?

Schiff bezieht sich mit seinem Tweet auf einen Eintrag vom 18. Juni bei Liberty Street Economics, einem Blog, der dem New Yorker Ableger der US-Zentralbank angehört. Hier kommen die Autoren stellvertretend für die Fed zu dem Schluss, dass Bitcoin lediglich Bargeld in anderer Form ist und „keine neue Art von Geld“, wie die Kryptobranche oftmals beschwört.

Der Artikel beleuchtet die Unterschiede zwischen verschiedenen Arten von Geld und wie diese genutzt und ausgetauscht werden. „Die Möglichkeit, elektronische Zahlungen, ohne einen Mittelsmann abwickeln zu können, ist eine der wichtigsten Eigenschaften von Bitcoin, die eine radikale Neuerung darstellt“, wie in diesem Zusammenhang festgestellt wird. In das vermeintliche Lob mischt sich allerdings auch Ernüchterung, so heißt es weiter:

„Bitcoin ist keine neue Form des Geldes, sondern ein neuer Weg der Geldübertragung. Dieser Übertragungsmechanismus kann auf verschiedene Formen von Geld und Vermögenswerten angewendet werden.“

Bitcoin-Kritik von Schiff lässt nicht nach

Für den als Bitcoin-Kritiker bekannten Peter Schiff ein gefundenes Fressen, um die Vorteile von Gold gegenüber der marktführenden Kryptowährung abermals hervorzuheben.

 Am 25. Februar 2020 hatte Schiff die Funktion von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel in Frage gestellt, so meinte er damals:

„Bitcoin existiert überhaupt noch nicht lange genug, um dies unter Beweis stellen zu können. Deshalb frei nach P.T. Barnum: Jede Minute wird ein Trottel geboren und viele davon besitzen Bitcoin.“

Im April hatte er der Kryptowährung dann wieder einen baldigen Abschwung prognostiziert, während er für Gold hingegen eine rosige Zukunft malt.

Neu trifft alt: Dash Investment Foundation setzt auf Gold

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Die Dash Investment Foundation (DIF) hat nun über dem Krypto-Gold-Dienstleister Vaultoro Gold für ihr Portfolio erworben.

Die Dash Investment Foundation wurde gegründet, um die Erträge aus dem Dash-Netzwerk zu verwalten. Das besondere daran ist, dass sie keiner einzelnen Person gehört, sondern dem gesamten Dash-Netzwerk, genauer gesagt den Masternodes. Diese können über Investment-Entscheidungen der Dash Investment Foundation abstimmen. Zur Moderation und um Impulse zu geben, gibt es allerdings ein Dash Direktorium sowie Supervisor, die sich um die Organisation kümmern. Einer der neusten erfolgreichen Beschlüsse war die Anlageentscheidung in Gold zu investieren.

Gold gehört in jedes Portfolio

Der Schachzug, Gold mit ins Portfolio aufzunehmen, ist durchaus nachvollziehbar. Schließlich gewinnt Gold stark an Auftrieb, da das Geldsystem durch extreme Geldpolitik der Notenbanken mehr denn je auf wackeligen Füßen steht. Die konkrete Strategie für das Dash Portfolio erklärt Demelza Hays im Dash-Quartalsbericht wie folgt:

Ziel der Strategie der Dash Investment Foundation ist es, durch ein neues Gleichgewicht zwischen den beiden unkorrelierten Vermögenswerten mehr Dash und mehr Gold anzuhäufen. Die Hauptidee besteht darin, Dash für Gold zu verkaufen, wenn Dash 50 Prozent des Portfolios durchbricht, und Gold für Dash zu verkaufen, wenn Dash unter 10 Prozent des Portfolios fällt. Dies gewährleistet eine antizyklische Handelsstrategie, bei der man Vermögenswerte hoch verkauft und niedrig kauft. Neben der passiven Rebalancing-Strategie zielt die Stiftung darauf ab, aktiv in Blockchain-Risikokapitalfonds und Start-up Equity zu investieren.

Die Token-Gold-Exchange Vaultoro

Um diese Investmentstrategie umzusetzen, arbeitet die DIF mit Vaultoro zusammen. Vaultoro ist eine Exchange, die von Berlin aus operiert und es ermöglicht mit Bitcoin und aber eben auch Dash Gold zu erwerben. Damit bringt der Broker altes und digitales Gold zusammen. Das Gold selbst wird physisch in der Schweiz durch Brink und ProAurum Schweiz gelagert und über die Helvetia versichert.

In insgesamt sechs Tranchen hat die DIF via Vaultoro 120 Gramm Gold für im Gegenzug 75 Dash erworben. Aktuell entsprechen 120 Gramm Gold (rund vier Feinunzen), einem Marktwert von knapp 7.000 Euro. Damit handelt es sich hierbei noch um ein vorsichtiges Herantasten an die zukünftige Gold-Gewichtung im Portfolio. Gemäß der letzten Quartalsausweisung von Ende Mai verfügt die Dash Investment Foundation 271.520 US-Dollar Assets under Management (AUM).

Mit der der neuen Portfolio-Gewichtung zeigt Dash damit mehr denn je: Man misstraut dem Fiatgeldsystem und setzt auf Geld respektive Gold, das sich nicht durch expansive Geldpolitik von Notenbanken entwerten lässt.

Bitcoin Kurs Entwicklung unschlagbar – PlanB zeigt wieso BTC besser als Gold ist

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Satoshi Nakamoto ist bekanntermaßen der Erfinder der bekanntesten Kryptowährung Bitcoin und hat damit eine Entwicklung losgetreten, dessen Ausmaß man sich vor 10 Jahren kaum hätte vorstellen können. Satoshi hat dabei der Welt nicht ein Manifest in Form des BTC Whitepapers hinterlassen, sondern auch zahlreiche Posts im BitcoinTalk Forum. Auch, wenn das Asset von seinem Erfinder nicht direkt als digitales Gold, sondern als elektronisches Bargeld gedacht war, schrieb Nakamoto im Forum: „Stellen Sie sich als Gedankenexperiment vor, es gäbe ein Edelmetall, das so knapp ist wie Gold […]“.

Heute, über 11 Jahre später können wir sagen, dass sich BTC immer mehr zum digitalen Gold, als zum digitalen Bargeld entwickelt (Stand heute). Das zeigt nicht zuletzt die starke Entwicklung und Volatilität des Bitcoin Kurs seit der Entstehung. Genau auf diesen Aspekt von BTC ist auch der bekannte Analyst PlanB in einigen seiner letzten Posts bei Twitter eingegangen, die wir in diesem Artikel näher unter die Lupe nehmen wollen.

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Bitcoin Kurs schlägt Gold Preis um Längen

Dass sich der Bitcoin Kurs in den letzten 11 Jahren unglaublich gut entwickelt hat und BTC das Asset mit der besten Wertentwicklung der letzten Dekade, wenn nicht der Menschheitsgeschichte, ist, dürfte schon vielen bekannt sein. Doch wie genau sieht es im direkten Vergleich mit dem oftmals betitelten „großen Bruder“ Gold aus?

Natürlich schlägt die Entwicklung des Bitcoin Kurs auch Gold in den letzten 10 Jahren um Längen. Wie extrem dieser Unterschied tatsächlich ist, zeigt ein am 5. Juni von PlanB veröffentlichter Post auf Twitter. Laut dem Chart hat sich die Menge an Gold, die man vor 7 Jahren für einen BTC bekommen hätte bis heute fast verhundertfacht. Waren es 2013 noch fast 0.1 Unzen pro BTC, sind es heute fast 10. Laut der Prognose von PlanB könnte man in einigen Jahren sogar an die 100 Unzen Gold dafür bekommen.


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ETF als Booster für den Bitcoin Kurs?

Doch damit nicht genug. Ein Thema, welches durch die vielen Ablehnungen der Behörden in den USA  in den Hintergrund geraten ist, ist ein Bitcoin ETF und mögliche Auswirkungen auf den Bitcoin Kurs.

Viele spekulieren darüber, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein ETF für das digitale Gold kommt, wodurch es jedermann einfacher gemacht wird an der Entwicklung des Bitcoin Kurs zu partizipieren. PlanB geht in einem weiteren Post auf genau diesen Aspekt zwischen ein.

Dazu zieht er einen Chart heran, auf dem der Zeitpunkt der Einführung eines Gold ETFs im Jahr 2003 zu sehen ist und die Entwicklung des Bitcoin Kurs. Lag der Goldpreis vor der Einführung noch bei unter 400 USD, waren es in der Spitze 9 Jahre später knapp 1900 USD. Diese Entwicklung legt nahe, dass ein ETF auch dem Bitcoin Kurs einen Boost verschaffen könnte.

Das Fazit:

Wir halten also fest: durch die außerordentlich gute Entwicklung des Bitcoin Kurs schlägt BTC Gold in den letzten 10 Jahren um Längen. Das führt dazu, dass man für einen BTC immer mehr Unzen an Gold erhalten konnte. Zusätzlich dazu könnte ein BTC ETF diese Entwicklung in Zukunft noch weiter anheizen, wenn etwas Ähnliches wie bei Gold auch bei Bitcoin geschehen sollte.

Falls du dich nun auch der weltweiten Adoption anschließen, also BTC kaufen wollen solltest und deine eigene ausführliche Recherche gemacht hast, achte unbedingt auf die Auswahl der richtigen Exchange oder des richtigen Brokers. Dein Geld und deine Coins sind nämlich nur so sicher, wie der Partner, dem du dabei vertraust. Nach unseren eigenen Tests können wir dir deshalb u.a. wegen der Benutzerfreundlichkeit eToro als Anlaufstelle empfehlen. Zudem kann man hier nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse setzen und so von jeder Marktlage profitieren. Bevor wir dir aber zu viel versprechen, klicke auf den Button und überzeuge dich einfach selbst!

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[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.