“Keine Nachricht unterzeichnet”: Craig Wright widerspricht Tulip Trust

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Craig Wright behauptet, dass er allein Zugang zu den bei Gericht eingereichten “Satoshi”-Bitcoin-Adressen habe. Zuvor hatte 145 dieser Adressen eine Nachricht unterschrieben, in der er als “Lügner und Betrüger” bezeichnet wird.

Wright sagt, jeder, der glaubt, seine Glaubwürdigkeit sei jetzt untergraben, “versteht digitale Signaturen überhaupt nicht”.

Er wurde von den Erben seines mutmaßlichen ehemaligen Geschäftspartners Dave Kleiman verklagt. Diese wollen einen Anteil in Milliardenhöhen an den Bitcoins (BTC), die die beiden gemeinsam gemint haben könnten.

Im Laufe des Prozesses reichte Wright eine Liste früherer Bitcoin-Adressen ein, die ihm seiner Aussage nach gehören würden. Am 24. Mai jedoch postete ein Unbekannter eine Nachricht mit den privaten Schlüsseln der 145 Adressen auf der Liste. Die Kleiman-Erben griffen diese Nachricht auf und behaupteten, dass die gesamte Liste erfunden sei.  

In einem Interview mit Patrick McLain für den YouTube-Kanal von REIMAGINE 2020 am 3. Juni sagte Wright jedoch: “Es wurde keine Nachricht unterschrieben”. Er erklärte daraufhin, dass jemand eine solche Nachricht nicht anonym unterschreiben könnte: 

“Sie müssen entweder ein Identitätsattribut oder eine Identität haben, um unterschreiben zu können. Man kann nicht einfach daherkommen und sagen: ‘Hey, ich habe einen Schlüssel – Ich unterschreibe.’ Wer das denkt, versteht digitale Signaturen überhaupt nicht.”

Da die Nachricht vom 24. Mai keine Signatur enthielt, sagte Wright: “Sie können keine anonyme digitale Signatur haben. Das ist keine Unterzeichnung einer Nachricht.”

Dread-Pirate-Roberts-Verteidigung

Das Kleiman-Team hat argumentiert, dass die Liste, die Wright dem Gericht vorlegte, eine Erfindung sei. Dabei zitierten sie auch die Worte des Bitcoin-Aufklärers Andreas Antonopoulos. Dieser sagte, dass eine Nachricht, wie die vom 24. Mai, nicht ohne private Schlüssel unterschrieben werden könne. 

Wright widerlegte diese Aussage direkt im Gespräch mit McLain und sagte, die Behauptung gleiche der Verteidigung von Antonopoulos im Fall von Ross Ulbricht und Silk Road:

“Sie war nicht unterzeichnet. Das war die “Dread Pirate Roberts”-Verteidigung von Antonopoulos, die im Silk-Road-Prozess verworfen wurde. Dabei hieß es: Um zu unterschreiben, muss man einen Schlüssel registrieren, und das muss geschützt werden.”

Letzte Woche sagte der Bitcoin-Entwickler Rene Pickhardt, es sei möglich, dass die Signaturen nur ausgenutzt worden seien: “Natürlich könnte die Sicherheit gefährdet sein und die Unterschriften konnten nur für diese spezielle Nachricht erstellt werden, nicht aber für potenzielle Coin-Transaktionen.”

Windungen und Wendungen

Die beim Gericht eingereichten Adressen, die die Bitcoin enthalten, die zwischen dem 10. Mai 2009 und dem 10. Januar 2010 gemint wurden, wurden intensiv geprüft, seit sie aus den Gerichtsdokumenten durchgesickert sind. Am 20. Mai bewegte eine unbekannte Partei 486.000 BTC von einer dieser Adressen aus, die Wright gehören sollen. 

Der Fall zwischen Wright und Kleiman ist noch nicht abgeschlossen. Für den 6. Juli ist im Bezirk Florida Süd ein weiterer Prozesstag.

Japan: Finanzminister wohl gegen Steuersenkung für Krypto

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Der japanische Finanzminister Taro Aso signalisierte, dass er nicht bereit sei, sich für eine Senkung des Steuersatzes auf Kryptowährungen in Japan auf pauschal 20 Prozent einzusetzen. Für viele Haushalte sei es nämlich schwierig, in digitale Vermögenswerte zu investieren.

Aso beantwortete eine Frage des Mitglieds der Japanischen Restaurationsvereinigung Shun Otokita auf einer Sitzung des Ausschusses für Finanzangelegenheiten des Repräsentantenhauses, der sich am 2. Juni zusammenfand.

“Von den 17,6 Mrd. US-Dollar Geldvermögen, die sich in den Händen der Haushalte in Japan befinden, werden jetzt etwa 8,4 Mrd. US-Dollar in Bar gehalten. Das ist abnormal”, so Aso. 

Obwohl Japan der Geburtsort von Kryptowährungen ist, gibt es in dem Land immer noch viele Unternehmen und Einzelpersonen, die ihre Ersparnisse liquide in Bar halten. Der Finanzminister sagte weiterhin, es sei schwierig, Investoren in Japan davon zu überzeugen, ihr Geld in Krypto zu investieren, so dass der Steuersatz nicht angepasst werden müsse.

In Japan werden fast alle Krypto-bezogenen Einkünfte aus dem Handel, Mining und Kreditvergabe als übrige Steuereinnahmen klassifiziert, die einem Satz von bis zu 55 Prozent unterliegen. Das Land besteuert Aktien jedoch pauschal mit 20 Prozent. Krypto-Anhänger haben darauf gedrängt, digitale Währungen ebenfalls mit diesem Satz zu besteuern. 

Alle Kryptos zu “Stablecoins” machen?

Nach den Änderungen der bestehenden japanischen Gesetzgebung über Kryptowährungen vom 1. Mai verlangt das Zahlungsdienstleistungsgesetz, dass alle Verweise auf “virtuelle Währung” durch den Begriff “Krypto-Vermögenswert” ersetzt werden.

Halb im Scherz sagte Aso dazu: “Das Wort ‘Krypto’ klingt ein bisschen dubios, warum verwenden wir also nicht das japanische Wort für Stablecoin? […] Klingt stabiler, oder?”

Der japanische Begriff für Krypto-Vermögenswerte “angō shisan” verwendet chinesische Schriftzeichen, während “Stablecoin” direkt vom Englischen abgeleitet wird.

Zweifacher Hebel: Obergrenze für Krypto-Margenhandel

Im Gespräch mit Mitgliedern der Japanischen Finanzaufsichtsbehörde FSA fragte Otokita, ob es angemessen sei, die Hebelwirkung beim Handel mit Kryptowährungsmargen auf 2x zu reduzieren. Die Zeit reichte allerdings nicht für eine Diskussion mit Experten. Die Hebelgrenze wurde in diesen Bestimmungen, die am 1. Mai in Kraft traten, von 4x gesenkt.

Die Behörde behauptete, diese Angelegenheit mit Krypto-Experten und Deviseninsidern diskutiert zu haben. Auch Kommentare aus der Öffentlichkeit seien dabei berücksichtigt worden. Die FSA findet nach wie vor, dass die Senkung der Hebelwirkung eine angemessene Reaktion auf die Volatilität bei Kryptowährungen sei. Dabei wurde etwa der Einbruch im März als Beispiel genannt.

Endlich offiziell – Indische Zentralbank bestätigt Aufhebung des „Krypto-Verbots“

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Die indische Zentralbank, auch bekannt als Reserve Bank of India, hat endlich, ihre Haltung zum Umgang mit Krypto-Unternehmen klargestellt. Dies ist umso wichtiger, da sie auch als höchste Aufsichtsbehörde für die Finanzmärkte des Landes zuständig ist.

Als Antwort auf ein Informationsanfrage stellte die Zentralbank dementsprechend nun klar, dass indische Banken keinerlei Einschränkungen bei der Zusammenarbeit mit Krypto-Unternehmen unterliegen.

Die betreffende Informationsanfrage wurde von einem der Gründer der indischen Kryptobörse Unocoin eingereicht.

Krypto-Verbot nach Aufhebung noch in Kraft?

Im Jahr 2018 hatte die indische Zentralbank noch eine Mitteilung herausgegeben, in der sie Banken verboten hatte, mit Individuen oder Firmen zusammenzuarbeiten, die Krypto-Transaktionen tätigen. Dieser Schritt kam einem vollständigen „Krypto-Verbot“ gleich, wobei viele Einzelpersonen und Unternehmen nach Verhängung des Verbots von ihren Banken benachrichtigt wurden, dass sie nicht mehr mit Kryptowährungen handeln dürften bzw. andernfalls mit einer Schließung ihrer Konten rechnen müssten.

Diesen März deutete dann alles auf eine Kehrwende hin, da der Oberste Gerichtshof von Indien das Krypto-Verbot gekippt hatte.

Nichtsdestotrotz war bisher allerdings unklar, ob die Zentralbank damit zwangsläufig grünes Licht gibt, weshalb viele Banken weiterhin davon abgesehen haben, Krypto-Unternehmen ihre Dienste anzubieten.

Der indische Finanzrechtsexperte Mohammed Danish hält dies für verständlich, weil mit dem Urteilsspruch des Obersten Gerichtshof keine Anweisung an die Zentralbank einherging, die Zusammenarbeit mit Krypto-Unternehmen explizit zu erlauben.

Um Licht ins Dunkel dieser undurchsichtigen Lage zu bringen, hatte der Unocoin Mitgründer am 25. April die oben genannte Informationsanfrage an die Zentralbank gerichtet. Dabei wollte er wissen, ob es Banken immer noch verboten ist, Konten für Krypto-Unternehmen und Krypto-Nutzer zu führen.

In ihrer Antwort stellte die Zentralbank und Finanzaufsicht nun klar, dass „zum jetzigen Zeitpunkt kein solches Verbot existiert“.

Indische Kryptobranche endlich frei

Im Anschluss an das etwaige „Krypto-Verbot“ haben sich viele indische Blockchain- und Krypto-Unternehmen im Ausland gemeldet, während sie weiterhin von Indien aus agieren. Allerdings sahen sich selbst einige der größten Krypto-Unternehmen dazu gezwungen, das Land zu verlassen oder sogar ihren Betrieb gänzlich einzustellen.

Der Anfragesteller meint gegenüber Cointelegraph, dass die Haltung der Zentralbank jetzt klar und eindeutig ist, was 1,35 Mrd. Indern endlich den Zugang zu Kryptowährungen eröffnen wird:

„Nachdem der Oberste Gerichtshof das Kryptoverbot aufgehoben hat und die Zentralbank bestätigt, dass es nicht mehr in Kraft ist, gibt es für Krypto-Unternehmen keinen Grund mehr, Indien zu verlassen.“

Ukraine: Neuer Gesetzentwurf soll Kryptobranche aus der „Grauzone“ holen

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Die Ukraine hat am Montag einen Gesetzesentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) veröffentlicht, der endlich den lang ersehnten rechtlichen Rahmen für die dortige Kryptobranche schaffen könnte.

Der entsprechende Entwurf vom 18. Mai, der vom ukrainischen Ministerium für Digitalen Wandel stammt, beschreibt ein „Gesetz für Virtuelle Vermögenswerte“, das den rechtlichen Status von Kryptowährungen, deren Herausgabe und Zirkulation in der Ukraine klären soll. Die aktuelle Version ist allerdings nur ein vorläufiger Entwurf, zu dem die Kryptobranche noch bis zum 5. Juni 2020 Anregungen liefern kann.

Ukrainische Kryptobranche noch in der Grauzone

Wie einer der Autoren des Gesetzentwurfs angibt, soll Krypto-Unternehmen damit insbesondere die Möglichkeit gegeben werden, völlig rechtmäßig Bankkonten eröffnen zu dürfen. Michael Chobanian, der Präsident des ukrainischen Bitcoin-Verbandes, der sich neben den staatlichen Aufsichtsbehörden ebenfalls an der Gestaltung des Gesetzes beteiligt hat, erklärt in diesem Zusammenhang, dass die Krypto-Firmen des Landes bisher keine Bankkonten aufmachen können.

Dementsprechend soll der vorgeschlagene Entwurf dafür sorgen, dass die ukrainische Kryptobranche aus der rechtlichen Grauzone herauskommt und im Rahmen der Legalität operieren darf. Deshalb sollen Kryptobörsen, Krypto-Unternehmen und Krypto-Nutzer durch das Gesetz „ab sofort das Recht haben, Konten bei Banken und anderen Finanzinstituten zu eröffnen“.

Nur gemeldete Krypto-Firmen wären legal

Allerdings hat der Entwurf auch einen Haken, denn wie Andriy Khavryuchenko, Gründer des Softwareherstellers DevNull.AI, auf Twitter schreibt, würde das Gesetz alle Krypto-Wallets der Ukraine automatisch illegal machen, solange diese nicht beim zuständigen Ministerium gemeldet sind.

Diese Meldepflicht gilt zudem für alle Unternehmen, die in der Ukraine mit Kryptowährungen arbeiten wollen. In diesem Zusammenhang erklärt Chobanian gegenüber Cointelegraph: „Wenn man ohne Zulassung operiert, ist man dann laut Gesetz illegal tätig.“

Darüber hinaus würde für die Krypto-Unternehmen damit zugleich eine Reihe von Auflagen einhergehen, was Geldwäschebekämpfung (AML), die Einholung von Kundendaten (KYC) und Gesetzeskonformität (Compliance) angeht.

Umsetzung der FATF-Richtlinien

Chobanian meint, dass der Gesetzentwurf allen voran durch die neuen Vorgaben des Arbeitskreis Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung (FATF) geprägt ist, denn der FATF fordert die Umsetzung seiner Krypto-Richtlinien bis Juni 2020.

Schon seit vier Jahren befasst sich die Ukraine mit der Erlassung eines Krypto-Gesetzes. So wurde Ende 2015 erstmals darüber berichtet, dass bis Januar 2016 der rechtliche Status von Bitcoin geklärt werden sollte. Ähnlich wie in Russland wurden bisher allerdings keine entsprechenden Gesetzesvorlagen umgesetzt.

Die ukrainische Poltik soll eigentlich sogar an drei verschiedenen Krypto-Gesetzentwürfen arbeiten, wovon einer speziell auf die Besteuerung von Kryptowährungen abzielt. Ende 2019 hatte sich zudem das ukrainische Ministerium für Digitalen Wandel mit der marktführenden Kryptobörse Binance zusammengetan, um sich hinsichtlich der Gestaltung eines rechtlichen Rahmens beraten zu lassen. Laut Chobanian hat Binance allerdings nicht am jüngsten Gesetzentwurf mitgewirkt.

Umfrage: Krypto-Nutzer glauben an vorgetäuschten Tod von QuadrigaCX-CEO

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Achtzehn Monate nachdem Gerald Cotten,der Gründer und CEO von QuadrigaCX, bei seiner ehrenamtlichen Arbeit in einem Waisenhaus in Indien verstorben ist, glauben die meisten Kryptonutzer offenbar, dass er noch am Leben ist.

Die kanadische Börse ist nur eine von vielen, die verdächtigt wird, einen betrügerischen EXIT-Betrug begangen zu haben. Der Wirbel in der Öffentlichkeit um diese Fälle sollen auch einige Nutzer von Krypto abgeschreckt haben.

Laut einer Online-Umfrage bei einer Veranstaltung auf der Virtual Consensus 2020 namens “QuadrigaCX – Ins Leere schreien und die Antwort auf einige erhalten”, gaben 60 Prozent der befragten Zuschauer an, sie glauben, Cotten sei definitiv noch am Leben. 90 Prozent sind der Meinung, dass die Leiche, die die des CEO sein soll, exhumiert und eine Autopsie durchgeführt werden sollte.

Man sollte dabei beachten, dass selbstauswählende Online-Umfragen nicht sehr wissenschaftlich sind.

QuadrigaCX-Nutzer verloren Millionen

Die Skepsis im Hinblick auf Cottens Tod ist vor allem darauf zurückzuführen, dass er Tausende von Krypto-Nutzer um etwa 145 Mio. US-Dollar an Vermögenswerten gebracht hat. Cotten war allein für die Wallets und Schlüssel der Börse verantwortlich und das Unternehmen habe nach seinem Tod versucht, diese zu finden.

Tong Zou wurde besonders schwer vom QuadrigaCX-Zusammenbruch getroffen. Der Börsennutzer hat auf der Veranstaltung über seine Erfahrungen gesprochen. Der Software-Ingenieur verlor über 400.000 US-Dollar, die damals seine gesamten Lebensersparnisse waren. Er wollte über QuadrigaCX sein Geld zurück nach Kanada zu schicken. 

Betrügereien schrecken Nutzer von Krypto ab

“Ich bin heute im Hinblick auf Krypto konservativer als früher”, so Zou. Er erklärte, er habe geglaubt, dass QuadrigaCX, als einer der ältesten Börsen zu dieser Zeit, eine sichere und moderne Art des Geldtransfers sei. Der Ingenieur konnte es nicht glauben, als das Geld einfach nicht ankam.

“Selbst die größte, am längsten laufende Börse kann immer noch scheitern”, gestand Zou sich selbst ein. Er sagte, das Hauptproblem bei Krypto sei die fehlende Regulierung, die zu Betrügereien und Situationen wie bei QuadrigaCX führe.

Anwälte der Nutzer, die vom Konkurs der Börse betroffen sind, beantragten bei der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) im Dezember, Cottens Leiche zu exhumieren und eine Autopsie durchzuführen. Sie haben jedoch noch keine Antwort erhalten.

New Yorker Gericht setzt Sammelklage gegen Krypto-Betrugsprojekt OneCoin fort

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Richterin Valerie Caproni hat die Unterbrechung der zivilrechtlichen Sammelklage gegen das berüchtigte Krypto-Betrugsprojekt OneCoin aufgehoben, die schon seit 12 Monaten anhält.

Laut einer entsprechenden Anordnung des New Yorker Bezirksgerichts müssen alle beteiligten Parteien der Sammelklage spätestens bis zum 8. Mai ihre Anklagepunkte vorbringen, damit die Beklagten darauffolgend antworten können. So heißt es in der Anordnung:   

„Spätestens bis zum 8. Mai 2020 müssen die Kläger gemeinsam ihre Anklagepunkte einreichen, damit die Beklagten auf diese reagieren können.“

Wie aus Gerichtsdokumenten vom 27. April hervorgeht, hatten die Beklagten David Pike und Mark Scott Einspruch dagegen erhoben, dass die Unterbrechung aufgehoben wird und stattdessen deren Aufrechterhaltung gefordert, „bis das parallellaufende Strafverfahren gegen jeden von ihnen abgeschlossen ist“.

Pike wird in seinem Strafverfahren Betrug vorgeworfen, während Scott knapp 400 Mio. US-Dollar für die noch flüchtige OneCoin-Gründerin Ruja Ignatova gewaschen haben soll.

Sammelklage wird fortgesetzt

Die Unterbrechung der Sammelklage wurde wiederum so lange aufrechterhalten, weil Hauptkläger Donald Berdeaux mehrmalig verpasst hatte, sich beim Gericht zurückzumelden.

Bei den entsprechenden Rückmeldungen ging es um die Zustellung der Klage an die OneCoin Geschäftsführer. Im Februar hatten die Anwälte des Hauptklägers das Gericht informiert, dass die Klage sowohl an die Firma OneCoin als auch an Ignatova über deren letzte bekannte E-Mailadresse zugestellt wurde. 

Danach erfolgte jedoch keine weitere Rückmeldung seitens der Kläger, weshalb Caproni am 12. April gedroht hatte, das Verfahren einzustellen.

Die Anwälte des Hauptklägers hatten daraufhin am 21. April die Forderung eingereicht, dass die Unterbrechung der Klage aufgehoben werden solle, da „die Klageseite schnellstmöglich mit dem Prozess fortfahren will“.

OneCoin ist jetzt OneLink?

Wie im April berichtet, ist Le Quoc-Hung (auch bekannt als Simon Le), der wichtigste Kopf von OneCoin in Vietnam, wiederaufgetaucht und betreibt ein Krypto-Betrugsprojekt namens OneLink.

Die Gründer des betrügerischen Schneeballsystems OneCoin sind allesamt entweder in Haft oder auf der Flucht, weshalb Le die Plattform nun unter seiner Kontrolle hat und unter anderem Namen weiterführt.

Es wird vermutet, dass sich Le in Dubai oder Vietnam versteckt.

Betrogene Krypto-Anleger bekräftigen Vorwürfe gegen Schauspieler Kevin Hart

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Krypto-Anleger, die 2017 am vermeintlichen Token-Verkauf (ICO) von FliK teilgenommen haben, wehren sich jetzt dagegen, dass der bekannte US-Komiker Kevin Hart „ungeschoren“ aus dem Betrugsfall davonkommt.

Die 25 Anleger, behaupten in der entsprechenden Sammelklage, durch den Krypto-Betrug gemeinsam mehr als 2 Mio. US-Dollar verloren zu haben. Dabei werfen sie dem Comedian Hart, dem Rapper T.I. und dem FliK Geschäftsführer Ryan Felton vor, durch den geplanten Verkauf der Kryptowährung unrechtmäßigen Wertpapierhandel betrieben zu haben.

Anleger wollen Klage aufrechterhalten

Die Kläger argumentieren, dass der FLiK Token-Verkauf maßgeblich durch die Fürsprache der beiden Promis befördert wurde, da diese dem Projekt nach außen Legitimität verliehen haben.

In diesem Zusammenhang sind die Anleger der Meinung, dass sie „ausreichend dargelegt haben, dass sich Kevin Hart im Klaren über seine Rolle in dem Krypto-Projekt war oder zumindest fahrlässig in Kauf genommen hat, dass er ein betrügerisches Projekt bei seinen 50 Mio. Followern bewirbt.“

Die Unterstützung von Hart habe dafür gesorgt, dass der Kurs der Kryptowährung zwischen August und Oktober 2017 von 0,06 bis auf 0,30 US-Dollar gestiegen ist, obwohl der Token-Verkauf zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht abgehalten wurde.

Im Laufe des Folgejahres fiel der Kurs dann allerdings wieder um 73 %, da der Token-Verkauf nie durchgeführt wurde, wodurch im September 2018 nur noch ein Kurswert von 0,08 US-Dollar zu Buche stand.

Hat Hart für den Token-Verkauf geworben?

Die 25 betroffenen Investoren hatten daraufhin im Oktober 2018 eine Sammelklage in Höhe von 5 Mio. US-Dollar gegen T.I. und Ryan Felton eingereicht, weil sie durch die Werbung der Promis in ein Betrugsprojekt gelockt wurden, dessen nicht zugelassene Wertpapiere inzwischen fast wertlos geworden waren.

Anschließend erweiterten die Anleger ihre Sammelklage auf 7 Mio. US-Dollar, indem sie diese im Mai 2019 durch die Vorwürfe gegen Kevin Hart ergänzt haben. Der Comedian und Schauspieler soll mit seiner Fürsprache ebenfalls zur Schädigung beigetragen haben.

Im September 2017 hatte Hart auf Facebook ein Foto gepostet, auf dem er zusammen mit dem Rapper T.I. zu sehen ist. Die dazugehörige Bildunterschrift lautete:

„Ich erkläre T.I. hier gerade, wieviel Hilfe er brauchen wird, um all das Geld auszugeben, dass er mit seinem neuen Projekt einnehmen wird. Nee, Quatsch, aber ganz im Ernst, ich freue mich riesig für T.I. und FLiK, dass sie das Ding rocken werden! #ICO #blockchain #crypto #bitcoin.“

Rapper bereits freigesprochen

Die Vorwürfe des Betrugs und unrechtmäßigen Wertpapierhandels gegen T.I. wurden am 3. März 2020 fallengelassen. Richter Charles Pannell urteilte, dass die Kläger nicht ausreichend nachweisen konnten, dass ein Verstoß gegen das Wertpapierrecht begangen wurde.

„Die Kläger haben lediglich aufgezeigt, dass T.I. seine Twitter-Follower aufgefordert hat, die Webseite des FLiK Token-Verkaufs zu besuchen, sie haben allerdings keine Aussagen von T.I. zum finanziellen Wert des FLiK Tokens hervorgebracht.“

Hart nennt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe „fadenscheinig“, da diese noch weniger Substanz hätten als die zuvor gegen T.I. erhobenen Anschuldigungen.

Doch kein Wilder Westen – Laut Studie können Behörden spürbar auf Bitcoin einwirken

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Forscher der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) haben herausgefunden, dass die Kurse von Kryptowährungen spürbar auf Nachrichten zur Regulierung der Branche reagieren.

Kryptomärkte sind doch kein Wilder Westen

Laut dem entsprechenden Forschungsbericht, der am 18. April über das Globalisierungsinstitut der Zentralbank von Dallas veröffentlicht wurde, wirkt sich sowohl die Ankündigung als auch die Umsetzung von Maßnahmen zur Regulierung der Kryptomärkte deutlich auf deren Kurse aus. So haben Meldungen über Krypto-Verbote, die Ablehnung der Einstufung als Währung oder eine Einstufung als Wertpapier jeweils dafür gesorgt, dass die Kurse fallen, während Nachrichten über klare gesetzliche Vorgaben einen Anstieg der Kurse ausgelöst haben.

Die bloße Wirkungsmacht der Ankündigungen ist umso erstaunlicher, da die Kryptomärkte bekanntermaßen dezentralisiert sind und es somit keinen übergeordneten Ansprechpartner gibt, auf den die Aufsichtsbehörden einwirken können. Deshalb wird der Branche immer wieder vorgeworfen, eine Art „Wilder Westen“ zu sein. Die neue Studie kommt nun allerdings zu dem Schluss, dass „die Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt durchaus über eine Handhabe verfügen, um die Krypomärkte regulieren zu können“.

Source: Auer and Claessens

Quelle: Auer and Claessens

Warum wirkt sich Regulierung auf die Kurse aus?

Bei ihrer Ergründung, warum Kryptowährungen trotz ihrer Dezentralität so spürbar auf die Regulierungsabsichten der Behörden reagieren, vermuten die Forscher, dass traditionelle Finanzinstitute (also Banken) noch immer die wichtigste Brücke zu den Kryptomärkten sind, da die Krypto-Anleger über diese ihre Gelder in die Kryptomärkten bringen bzw. aus diesen abziehen. Geplante Regulierungsmaßnahmen können diese Brücke stärken bzw. drohen, sie einzureißen, was wohl einer der Gründe für deren Einwirkung auf die Krypto-Kurse ist:

„Warum haben nationale Nachrichten über geplante Regulierungsabsichten einen deutlichen Einfluss auf die Kursentwicklung von Kryptowährungen, die überall und nirgendwo zuhause sind und international gehandelt werden? Wir vermuten, dass die Kryptomärkte immer noch auf regulierte Finanzinstitute angewiesen sind, die normale Landeswährungen in Kryptowährungen umwandeln können.“

BIZ beschäftigt sich intensiv mit Kryptowährungen

Raphael Auer und Stijn Claessens, die Autoren der Studie, sind Forscher der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und gehören dort der Abteilung für Geldpolitik und Wirtschaft an. Auer ist der Chef-Ökonom für Innovation und Digitalwirtschaft, während Claessens der Leiter für Untersuchungen zur Finanzstabilität ist.

Anfang April hatte die BIZ ihre Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, die Einführung von Zentralbank-Digitalwährungen zu prüfen, da diese im Rahmen der Corona-Krise Abhilfe schaffen könnten. Im Februar hatte die Organisation wiederum eine neue Leitung für zwei ihrer Forschungsabteilungen für Finanztechnologie ernannt.

Cointelegraph hat die Autoren der Studie um Stellungnahme gebeten, bis Redaktionsschluss jedoch noch keine Antwort erhalten. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald eine entsprechende Rückmeldung vorliegt.

Krypto-Polizist: „Justizbehörden müssen verstehen, wie Bitcoin funktioniert“

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Die Polizeibehörde der britischen Stadt Leicestershire hat am 18. April eine offizielle Mitteilung herausgegeben, in der sie zur bereits im Februar erfolgten Festnahme des im Darknet tätigen Drogendealers Paul Johnson Stellung nimmt.

Johnson soll durch den Verkauf von Drogen im Internet mehr als 2,5 Mio. US-Dollar eingenommen haben und wurde deshalb zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt.

Polizeikommissar Phil Ariss gibt an, dass „Ermittler aus dem Bereich Digitale Medien bei der Festnahme mitgewirkt haben“, wodurch Krypto-Gelder im Wert von 375.000 US-Dollar beschlagnahmt werden konnten.

Phil Ariss ist seit 2016 „Krypto-Polizist“

Ariss selbst beschäftigt sich im Zuge seiner Arbeit seit 2016 mit Kryptowährungen, nachdem er damals in die Sonderkommission für Cyberkriminalität von East Midland berufen wurde. 2018 schloss er sich dann der nationalen Sonderkommission für Cyberkriminalität an.

„Je mehr Kriminelle anfangen, Bitcoin und andere Methoden zur Verschleierung von Finanztransaktionen zu nutzen, desto wichtiger ist es, dass wir wissen, wonach wir Ausschau halten müssen“, wie der Experte in diesem Zusammenhang meint. Und weiter: „Wir bilden unsere Kommissare und Polizisten darin aus, Anzeichen für eine solche Nutzung zu erkennen und Maßnahmen zur Verhinderung zu ergreifen.“

Ariss hat bereits mit nationalen und internationalen Abteilungen verschiedener Strafverfolgungsbehörden zusammengearbeitet, um Krypto-Kriminalität zu bekämpfen.

Der Experte erklärt darüber hinaus, dass er in seiner Anfangszeit als Streifenpolizist niemals gedacht hätte, dass er sich später auf Kryptowährungen spezialisieren würde.

„Ich habe sehr viel darüber gelernt, wie Kriminelle Kryptowährungen einsetzen, um anonym zu bleiben“, so der Krypto-Polizist. „Sie werden nicht nur für den Drogenhandel genutzt, sondern auch für Cyberkriminalität, Betrug und Erpressung.“

US-Abgeordnete will Facebook Libra trotz Änderungen als Wertpapier einstufen

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Eine amerikanische Abgeordnete hat bekräftigt, dass sie weiterhin dafür kämpfen will, dass die geplante Facebook Kryptowährung als Wertpapier eingestuft wird.

Fällt Libra doch noch unter Beaufsichtigung der SEC?

Sylvia Garcia, eine Abgeordnete der Demokratischen Partei aus Texas, hat am 16. April angekündigt, dass sie die Facebook Kryptowährungen trotz beträchtlicher Änderungen am Libra Whitepaper immer noch als Wertpapier sieht.

So meint Garcia, dass der Stablecoin weiterhin an „einen Korb aus Landeswährungen“ angebunden ist, der frei von der Libra Association beeinflusst werden kann. Dadurch wird die Kryptowährung gemäß dem sogenannten Howey Test, einem rechtlichen Bewertungsschema für Finanzprodukte, zu einem Wertpapier, da ihr Wert vom Zutun einer Drittpartei (in diesem Fall Facebook bzw. Libra) abhängt. Dementsprechend müsste die Kryptowährung von der amerikanischen Börsenaufsicht reguliert werden:

„Ich werde weiter dafür kämpfen, dass die SEC (Börsenaufsicht) dieses Finanzprodukt (Libra) als das Wertpapier einstuft, dass es nach dem Wertpapierrecht ist.“

Garcia gegen Stablecoins

Die Ankündigung der US-Abgeordneten Garcia steht vor dem Hintergrund, dass die Libra Association gestern bekanntgegeben hatte, grundlegende Änderungen an der eigenen Kryptowährung vorzunehmen, um die Bedenken der Aufsichtsbehörden auszuräumen.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, hatte sich Garcia schon in der Vergangenheit dafür stark gemacht, dass Stablecoins, die von einem Unternehmen geführt werden, als Wertpapier eingestuft werden sollen. Garcia ist Mitglied des parlamentarischen Ausschusses für Finanzdienstleistungen.

Maxine Waters, eine Parteikollegin von Garcia und Vorsitzendes des parlamentarischen Ausschusses für Finanzdienstleistungen, hatte den vorübergehenden Stopp der Einführung von Libra gefordert, nachdem Facebook die Kryptowährung vergangenen Juni erstmals vorgestellt hatte. Dies führte zu einer Reihe von Anhörungen im amerikanischen Senat und Kongress, bei denen selbst Mark Zuckerberg zum Krypto-Projekt Stellung nehmen musste.