Ethereum vor einer Attacke durch Miner? Zwei ETH Mining-Pools haben über 53% Hashrate

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Ethereum verfolgt immer noch den Proof-of-Work (PoW) Konsensalgorithmus. So wie bei Bitcoin gibt es auch hier Miner, die Blöcke finden und eine Belohnung in Form von ETH dafür bekommen. Bei der Verteilung der Hashrate ist es wichtig, dass keine einzige Partei mehr als 51% der gesamten Hashrate hat, sonst besteht die Gefahr, dass Transaktionen zensiert oder gar verändert werden können (z.B. Doublespend). Nun zeigt die Verteilung der Hashrate bei Ethereum eine deutliche Konzentrierung innerhalb weniger Mining-Pools.

Was bedeutet das nun für Ethereum? Ist ETH nicht mehr ausreichend gesichert?

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Ethereum Mining – zwei Pools haben aktuell die Kontrolle

Aktuell machen zwei Ethereum Mining-Pools über 53% der gesamten Hashrate aus. Die Hashrate wird oft zur Beurteilung der Stärke und Sicherheit des Netzwerks herangezogen. Darüber hinaus spielt es eine entscheidende Rolle, wie die Verteilung der Hashrate ist. Bei Ethereum hat die Konzentration der Verteilung in den letzten Jahren zugenommen.

Die Hashrate von Ethereum ist seit 2019 relativ konstant geblieben. Im Gegensatz zu Bitcoin ist sie nach ihrem Höchststand Mitte 2018 nicht mehr drüber hinaus gestiegen und hat sich mehr oder weniger auf einem Level bewegt. Einer der Gründe ist wohl der bevorstehende Konsensusalgorithmus-Wechsel auf Proof-of-Stake (PoS).

Die Ethereum Hashrate ist zwar konstant geblieben aber es gibt immer weniger Konkurrenz zwischen den verschiedenen ETH Mining-Pools. Laut den aktuellen Zahlen von Etherscan haben zwei Mining-Pools über 53% der gesamten Hashrate. Dabei handelt es sich um die Mining-Pools Ethermine und Spark Pool.


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Gefahr durch Mining-Pools?

Bei Bitcoin sieht es zwar nicht viel besser aus aber dennoch ist jegliche Konzentration für ein gesundes  dezentrales Netzwerk nicht von Vorteil. Bei BTC wird aber schon länger an einem Protokoll gearbeitet, um die Dezentralität im Bereich des Minings zu verbessern. Bei Bitcoin wird vor allem kritisiert, dass sich die meisten Mining-Pools in China aufhalten.

In diesem Artikel findest du einen aktuellen vergleich der verschiedenen Bitcoin Miner. Zudem findest du alle Daten zu den jeweiligen Minern und wie lange es aktuell dauern würde, um an den Break-Even-Point zu kommen.

Der abnehmende Wettbewerb unter den Ethereum Minern ist zwar leicht besorgniserregend aber langfristig sollte das keine negativen Auswirkungen auf Ethereum haben. Sobald ETH auf PoS wechselt, spielen die klassichen Miner keine Rolle mehr. Das heißt aber nicht, dass die Verteilung der Macht im Netzwerk danach besser aussehen wird. Das könnte theoretisch auch zum Gegenteil führen.

Es gibt keine Motivation für die Ethereum Miner ihre Macht zu missbrauchen. Sie würden sich damit ihr eigenes Einkommen zerstören und würden auf der teuren Hardware sitzen bleiben. Daher besteht aktuell in meinen Augen keine Gefahr für eine erfolgreiche 51% Attacke. Zudem sind Mining-Pools ein Zusammenschluss aus verschiedenen einzelnen Minern. Somit hat ein großer ETH Mining-Pool zwar augenscheinlich viel Macht im Netzwerk aber das kann sich jederzeit ändern. Miner können selbst entscheiden unter welchem Pool sie minen wollen.

Wir sind gespannt wie sich die Ethereum Hashrate Verteilung bis zum Wechsel auf PoS entwickeln und wie der eigentliche Wechsel ablaufen wird. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Wie siehst du die Entwicklung von Ethereum? Stellt die Konzentration der Hashrate eine Gefahr dar?

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Ethereum 2.0 alles verläuft nach Plan: fast 20.000 Benutzer im Testnetzwerk

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Ethereum kommt Ethereum 2.0, der neuesten Version des Netzwerks, einen weiteren Schritt näher. Das Testnetzwerk von Ethereum 2.0 wurde am 18. April gestartet. Derzeit nehmen 20’000 Nodes teil, um die neue Version zu testen. Dort wird unter anderem der sogenannte „Proof of Stake“ (dt.: Anteilsnachweis) ausgewertet.

Ethereum 2.0: Wechel von Proof of Work hin zu Proof of Stake

Mit dem Upgrade auf Ethereum 2.0 wird es nun auch bald möglich sein, seine eigenen ETH zu staken und damit eine zusätzliche Dividende einzufahren.

Ethereum 2.0 wird voraussichtlich im Juli dieses Jahres veröffentlicht. Wir sind gespannt, wie es aussehen wird!







Ethereum DeFi Hack mit Happy End – Dieb sendet die 25 Mio. USD zurück

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Regelmäßig machen Hacks von Börsen oder andere Angriffe von Kriminellen im Crypto-Space die Runde und zeigen damit immer wieder, wie wichtig Eigenverantwortlichkeit beim Thema Kryptowährungen ist. So auch wieder am Wochenende, als die DeFi Anwendung „Lendf“ von dForce gehackt und um rund 25 Mio. USD in Ethereum und Bitcoin erleichtert wurde. Während einige schon das Ende des Projekts befürchteten, scheint es nun zu einem unerwarteten Happy End gekommen zu sein. Der Angreifer hat die gestohlenen Funds wieder zurückgesendet. Doch wieso das? Wir updaten euch in diesem Artikel zum Thema dForce und Lendf Hack.

Jedem, der mit dem Ethereum DeFi Hack noch nicht vertraut ist, empfiehlt es sich erst unseren Artikel von Sonntag zu lesen. In diesem erhälst du alle wichtigen Infos, wie es zum Hack kam. Klicke dazu HIER.

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Ethereum DeFi Hacker sendet 25 Mio. USD zurück

Lendf.me ist eines von zwei Protokollen, die von der dForce Foundation entwickelt werden. Laut der Twitter Seite von Lendf ist es „das bei weitem größte fiat-backed Stablecoin DeFi-Verleihprotokoll“. Das Ethereum DeFi Schwergewicht wurde am Samstagabend gehacked. Dabei verlor das Protokoll 99% seiner Einlagen, als 25 Mio. USD in Ether und Bitcoin dessen Wallets verließen.

Normalerweise ist es sehr schwer solche Vorfälle im Crypto-Bereich zu klären, da Transaktionen mit Kryptowährungen bekanntlich nicht umkehrbar sind. Die Verantwortlichen und Geschädigten können also nicht einfach, wie bei einem normalen Bankkonto die Transaktion selbst zurück überweisen. Dennoch kam es nun beim Ethereum DeFi Hack bei dForce und Lendf zu einer Rücküberweisung und damit zu einem Happy End.

Wie „The Block“ berichtet, hat der Hacker dabei die gesamten gestohlenen Einlagen wieder zurück gesendet. Bereits am gestrigen Tag waren das 2,79 Millionen USD und heute noch einmal knapp 22 Millionen USD. Trotzdem handelt es um leicht weniger Geld als gestohlen wurde, weil der Hacker zwischenzeitlich einige Token umtauschte, die nun leicht weniger wert sind. Doch wie kam es überhaupt zu dieser unerwarteten Kehrtwende des Hackers?

dForce bekam Hilfe von anderer Firma

Das Happy End beim Ethereum DeFi Hack ist nicht alleine auf die Bemühungen von dForce und der Polizei zurückzuführen. Einen großen Anteil hat dabei die Firma 1inch.exchange, die die IP Adresse des Angreifers ermittelte, um Druck auf diesen auszuüben. Sergej Kunz, CEO von 1inch.exchange, sagt dazu:

Wir erhielten eine Anfrage der Polizei von Singapur und wir halfen dForce. Auf der Grundlage der Anfrage übermittelten wir der Polizei die IP-Adressen und sensible Metadaten, die der Hacker mit Hilfe unseres CDNs beschleunigt hat.

So gut es für das Projekt und die Nutzer ist, dass der Hack einen positiven Ausgang nahm, so eindrucksvoll zeigt der Hack auch wieder, wie wichtig Eigenverantwortlichkeit im Crypto-Bereich ist. Falls du in Ethereum, Bitcoin oder Co. investiert bist, gibt es keine sicherere Möglichkeit deine Coins bzw. Private Keys aufzubewahren, als mit einer Cold Wallet von Ledger.


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Wie siehst du die Geschehnisse rund um den Hack?

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Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.

Analyst prognostiziert: Staking bei Ethereum 2.0 führt zu Bullenlauf

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Die erste Phase von Ethereum 2.0 soll in ein paar Monaten herauskommen. Einige Analysten und Experten glauben, dass das einen großen Bullenlauf auslösen und die Finanzwelt, wie wir sie kennen, verändern könnte.

Adam Cochran, Partner bei MetaCartel Ventures DAO und Strategieentwickler bei DuckDuckGo, hat in einem Blog-Post mehrere Argumente dargelegt, warum ETH 2.0 sich als “die größte wirtschaftliche Verschiebung in der Gesellschaft” entpuppen könnte.

Das mag zwar Wunschdenken sein, aber das Argument, dass das Staking einen Ether-Angebotsschock auslösen könnte, hat durchaus Hand und Fuß. Cochran ist der Ansicht, dass eine verlässliche Staking-Belohnung von 3-5 Prozent Großinvestoren anziehen werde, bis etwa 30 Prozent des Gesamtangebots eingeschlossen sind. Die bevorstehende ETH-Verbrennung wird das Angebot auf den Märkten reduzieren. 

Fiat-Rampen verstärken FOMO im Einzelhandel

Cochran geht davon aus, dass dieser Angebotsschock bei Kleinanlegern, die sich nicht mit technischen Analysen auseinandersetzen und “einfach nur mitmachen” wollen, die Angst, etwas zu verpassen (FOMO), auslösen werde. 

Im Gegensatz zum Bullenlauf im Jahr 2017, bei dem es schwierig war, Fiat auf eine Börse zu kriegen, kann diese FOMO dadurch verstärkt werden, dass es für Neueinsteiger nun wesentlich einfacher ist, Krypto mit Fiat an Börsen, wie etwa Binance, zu kaufen:

“Da es diesmal keine Stopp-Lücke gibt, könne alle Benutzer gleichzeitig diese FOMO bekommen und sie ausleben. Es braucht nur eine verrückte MSNBC-Schlagzeile über das Wachstum von Ethereum, um sie an ihr Coinbase-Konto zu erinnern. Und schon sorgen die Kleinanleger für Aufregung.”

ETH 2.0: Potenzielle Veränderung des Finanzwesens

Alex Batlin, der Gründer und CEO der Kryptowährungs-Depot-Plattform Trustology, erklärte im Gespräch mit Cointelegraph, dass die Auswirkungen von ETH 2.0 mehr als nur Kursschwankungen sein würden.

Batlin glaubt, dass ETH 2.0 die Skalierbarkeit bieten werde, die für die allgemeine Einführung dezentralisierter Finanzprotokolle nötig sei.

“Damit DeFi wirklich funktioniert, müssen wir von zwanzig bis eintausend auf ein paar tausend Transaktionen pro Minute kommen. Dann wird es wirklich ernst. Und ETH 2.0 ist auf bestem Weg dorthin. Wenn man sich die technischen Details ansieht, ist das ziemlich aufregend.”

Wenn ETH 2.0 auf seinem derzeitigen Kurs bleibt, könnte DeFi Batlin zufolge so skaliert werden, dass es schließlich “der vorherrschende Mechanismus wird, mit dem wir im Finanzwesen arbeiten”.

Akkumulation der Wale

Die Wale glauben ebenfalls, dass ETH 2.0 ein wichtiger Katalysator sein könnte. Das Handelsvolumen hat in den letzten 12 Monaten mehrmals Rekordhöhen erreicht. Der Kurs liegt derzeit im Vergleich zum Vormonat um 25 Prozent höher. Dennoch liegt er noch etwa 100 US-Dollar unter seinem Höchststand seit Jahresbeginn. 

ETH/USD: Coin360

ETH 2.0 soll noch in diesem Jahr zum ersten Mal eingesetzt werden. Der Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat auch schon einen langfristigen Plan für den vollständigen Einsatz vorgelegt. Bis zum großen Bullenlauf und der Umgestaltung des globalen Finanzwesens könnte es also noch eine Weile dauern.

Hacker gibt nach DeFi Hack 25 Mio. $ gestohles Kapital zurück

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DeFi ist der jüngste große Hype in der Kryptowelt. Kreditvergabe, Versicherungen oder Kapital leihen, soll der Nutzer künftig ohne Mittelsmänner machen können. Die Entwicklung läuft auf Hochtouren. Doch wird das noch junge Segment immer wieder von Pannen und Hacks heimgesucht.

Am Wochenende ist es einem Hacker gelungen Coins und Token im Wert von rund 25 Mio. $ von den DeFi Plattformen Lendf.Me, welche ein Bestandteil des dForce Netzwerkes ist, und Uniswap zu entwenden. Der Hacker nutzte bei beiden eine Schwachstelle aus, die entsteht, wenn einzelne geprüfte und eigentlich sichere Module in einer ungünstigen Art und Weise zusammenarbeiten.

Der Hacker führte einen sogenannten Wiedereintrittsangriff (reentry attack) durch. Dabei wird eine Funktion immer wieder aufgerufen, ohne dass wichtige Zustände aktualisiert werden. Sind die zusammenarbeitenden Module so verknüpft, dass der Hacker daraus einen Vorteil erzielen kann, kann es eben zu so einem Hack, wie dem besagten, kommen. Eine wichtige Rolle bei diesem Angriff spielte auch der Tokenstandard ERC-777, weil er diese Wiedereintritte zulässt. Am 18. April schlug der Hacker zuerst bei Uniswap zu, wo er eine relativ geringe Summe von rund 500.000 $ erbeuten konnte. Kurze Zeit später startete dann der Angriff auf Lendf.Me mit einer erbeuteten Summe von rund 24,5 Mio. $.

Beim Angriff auf Lendf.Me nutzte der Hacker den auf Ethereum laufenden Bitcoin-Stablecoin “imBTC” als Pfand, um sich andere Token zu leihen. Durch die Manipulation wurde die Anzahl der imBTC als Pfand nicht abgezogen obwohl er sich bereits Token / Coins geliehen hat. So hatte er bei jedem Wiedereintritt in den Smart Contract seine vollen imBTC als Pfand zur Verfügung, mit dem er so lange Coins und Token auslieh und extrahierte, bis die Pools leer waren. Der ganze Prozess findet in einer Transaktion bzw. in einem Block statt. Eine genaue Beschreibung der Vorgänge findest du hier.

Eine Liste der erbeuteten Token und Coins:

DeFi gestohlene Coins
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Lendf.Me hatte Glück im Unglück

Lendf.Me informierte umgehend alle signifikanten Kryptobörsen und die Polizei. Die Token kamen auf eine schwarze Liste und der Verkauf wurde dem Hacker deutlich erschwert. Es dauerte nicht lange, da nahm der Angreifer Kontakt mit seinem Opfer auf und es kam zu einer Übereinkunft.

In zwei Transaktionen hat der Hacker das gesamte Kapital im Wert von rund 24,3 Mio. $ an dForce zurücküberwiesen. Offenbar sind die restlichen Token beim Konvertieren in andere Coins verloren gegangen. Oder aber es gab eine geheime Übereinkunft über eine Belohnung. Jedenfalls können die Nutzer wieder aufatmen. Lendf.Me hat die Coins gesichert und angekündigt den Schaden vollständig zu vergüten. Die Plattform bleibt vorerst offline. Interessant an der Geschichte ist, dass dieser Angriff bereits im letzten Jahr von OpenZeppelin auf Github beschrieben wurde.

DeFi am Ende?

DeFi ist nach wie vor ein heikles Thema. Die großen Summen die in den intelligenten Verträgen gespeichert sind, sind ein Honigtopf für eine Vielzahl von Hackern. Auf der einen Seite führt dies zu teilweise hohen Verlusten, auf der anderen Seite sorgt dies für schnelle Entwicklung und Verbesserung.

Der Vorfall zeigt auch, dass in sich sichere Module nicht ausreichen, um eine sichere Komposition aus diesen zu erstellen. Funktionale Programmiersprachen wie Huskell sind ein großes Thema in der Kryptowelt. Diese sollen Fehler durch bewährte Funktionen verhindern. Der Vorfall zeigt jedoch, dass es mit sicheren Funktionen bzw. Komponenten nicht getan ist am Ende.

Am Vorfall sieht man auch, dass Dezentralität nicht unbedingt das bringt, was sich viele davon erhoffen. Die Autoritäten können in Zusammenarbeit mit Kryptobörsen Token und Coins verfolgen und ggf. einfrieren. Der einzige Vorteil der nach wie vor vollumfänglich erhalten bleibt, ist die Transparenz und Prüfbarkeit der Vorgänge auf der Blockchain. Die staatliche Kontrolle hält mehr und mehr Einzug. In diesem Fall zugunsten der Geschädigten.

Bei EOS wurden möglicherweise auftretende Diebstähle und Pannen bei der Planung berücksichtigt. Eine schwarze Liste, ein Gericht (ECAF) und die Möglichkeit im Schadensfall seine Coins zurückzubekommen waren beim Start des Mainnets als Standard implementiert. Die Community hat diese Konzepte jedoch ziemlich schnell über den Haufen geworfen.

Erst im Februar wurde eine Schwachstelle in einem Flashloan ausgenutzt (rund 360.000 Euro Schaden) und beim Megacrash der Kryptowährungen am 12. März ging die Funktionskette wegen Überlastung der MakerDAO in die Knie (rund 5 Mio. $ Schaden). Das Thema DeFi ist nach wie vor mit Vorsicht zu genießen und es wird wohl noch einige Zeit ins Land ziehen, bis man ein ausreichendes Maß an Sicherheit erreicht hat. Was man sicher sagen kann, DeFi wird von Rückschlägen nicht aufzuhalten sein und sich stetig verbessern, auch wenn die Tatsache, dass die Schwachstelle schon bekannt war, einen bitteren Beigeschmack hinterlässt.

DeFi Hacker
DeFi© Cryptoticker

Zweite Entlassungswelle beim Ethereum-Unternehmen

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Die Bitcoin-Börse Binance hat den vierteljährlichen Coin Burn abgeschlossen. Nach dem Rekordquartal Q1 hat die Plattform rund 10 Prozent des Angebots der BNB Token verbrannt.

Wie aus einem Blogeintrag von Binance hervorgeht, hat die Börse im ersten Quartal des Jahres 2020 rund 3,373,988 BNB im Wert von 52,5 Millionen US-Dollar verbrannt. Dies entspricht einem Anstieg von rund 35 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. Im letzten Quartal 2019 wurden noch BNB im Gegenwert von knapp 38 Millionen US-Dollar verbrannt.

Bitcoin-Börse verbrennt Token in Rekordhöhe

Das Volumen des jüngsten Coin Burns ist das größte in der Geschichte der Börse, sowohl in Bezug auf die Anzahl der BNB, als auch auf den Gegenwert in US-Dollar. Zur Begründung nannte das Unternehmen eine Reihe neuer Produkteinführungen, darunter die Einführung von Binance P2P und die Ausweitung des Broker-Programms. Zudem zeigt sich ein Anstieg des Handelsvolumens mit Futures um knapp 190 Prozent in Q1.

Die Bitcoin–Börse hat bisher insgesamt 20,12 Millionen BNB in elf Coin Burns verbrannt. Die entspricht etwa 10,1 Prozent der Gesamtmenge von 200 Millionen BNB. Aufsehen erregte jedoch die jüngste Änderung des White Papers. Demnach verbrennt Binance die BNB nicht mehr auf Grundlage des Gewinns, sondern koppelt den „Buy back“ seitdem an das Handelsvolumen.

Ethereum 2.0 und PoS kommt wieder einen Schritt näher: Genesis Block erfolgreich abgebaut und validiert

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Das Ethereum Team hat den erfolgreichen Abbau und die Validierung des Geneseblocks von Ethereum 2.0 auf einem Testnet bekannt gegeben. Vitalik Buterin und das gesamte Entwicklungsteam arbeiten unermüdlich daran, sicherzustellen, dass der Übergang bei Ethereum von Proof of Work zum Proof of Stake (PoS)-Konsens-Algorithmus bis Juli Realität wird. Wie es aussieht, rückt das Ziel tatsächlich in greifbare Nähe.

Ethereum kommt dem Proof of Stake wieder ein Stückchen näher

Prysmatic Labs, eines der Ethereum-Entwicklungsteams, hatte die Einführung des ETH 2.0 Topaz-Testnetzes als Ersatz für das vorige Saphir-Testnetz angekündigt und nun erfolgreich abgeliefert. Das Topaz-Testnetz stellt eine weitere Stufe auf dem Weg zur Einführung des lang erwarteten Ethereum 2.0 dar.

Damit hat das Ethereum Team im Eiltempo bis zum 17. April 2020 einen weiteren wichtigen Meilenstein auf seinem Weg zum ETH 2.0 erreicht. Der Genesis-Block wurde erfolgreich abgebaut und validiert.

Warum das Ganze bislang nur auf einem Testnetz abläuft? Ein Testnetz ist eine Umgebung, die nur für Testzwecke vorgesehen ist. Es erlaubt Anwendungsentwicklern zu experimentieren, ohne das Netzwerk zu zerstören. Gerade bei einem „Working Product“ wie es Ethereum ist, ist eine Umstellung sehr aufwendig und muss mit großer Sorgfalt betrieben werden.

Ethereum 2.0 soll alles besser machen

Für diejenigen, die es eventuell noch nicht wissen: Ethereum 2.0 soll die Nummer 1 der Blockchains für Smart Contracts in einen Proof of Stake (PoS)-Konsens-Algorithmus überführen und das derzeitige rechenintensive Proof of Work (POW)-System ersetzen.

Außerdem soll ETH 2.0 alle Probleme beseitigen, die das Ethereum-Netzwerk plagen. Dazu gehören die beschränkte Skalierbarkeit und Sicherheit. Zudem soll es die Möglichkeit implementieren, Ether (ETH) zu staken, um Transaktionen im Netzwerk zu validieren und dafür weitere Token als Bezahlung zu verdienen.

Darüber hinaus wird Ethereum 2.0 schneller und robuster sein, da es Sharding unterstützt. Sharding ist eine Herangehensweise, bei der die Prozesse im Ethereum-Netzwerk in kleinere Knoten aufgeteilt werden, so dass es mehr Transaktionen verarbeiten kann.

Gegenwärtig kann das Netzwerk von Ethereum nur 15 Transaktionen pro Sekunde (TpS) abwickeln, was alles andere als viel ist, doch das Team plant, dies mit ETH 2.0 zu ändern.

Der ursprüngliche Starttermin im Januar 2020 wurde aufgrund einer Änderung des Shardingplans verschoben. Wenn aber alles weiterhin wie geplant verläuft, wird ETH 2.0 voraussichtlich später im Juli 2020 starten. Mit weiteren Verzögerungen sollte aber besser gerechnet werden. Dennoch scheint alles in die richtige Richtung zu laufen. Anfang März 2020 hat ETH 2.0 ein Sicherheitsaudit von Least Authority, einer Blockchain-Sicherheitsberatungsfirma, bestanden. Nun konnte der Genesis Block auf dem Testnetz erfolgreich abgebaut und validiert werden. Es geht also voran!

Lies auch: Ethereum Kurs erreicht mit hoher Wahrscheinlichkeit bald die 200$-Marke

Ethereum DeFi Hack bei Lendf und dForce – 25 Mio. USD in ETH und BTC weg

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Eines der top Themen für das Jahr 2020 soll DeFi (Decentralized Finance) sein bzw. werden. Gemeint ist damit die Entwicklung von Anwendungen aus dem klassischen Finanzbereich, wie das Verleihen, Versenden und Investieren von Geld mit dem Unterschied, dass diese dezentral ablaufen sollen. Wie groß der Bedarf dafür ist, zeigt die Tatsache, dass Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu einem funktionierenden Finanzsystem haben, aber diesen dringend benötigen würden. Auch Banken als Mittelsmänner könnten so wegfallen. Deshalb gehen manche davon aus, dass DeFi „das nächste große Ding werden könnte“. Doch trotz dieser Euphorie muss man sich eingestehen, dass dieser Trend noch in den Kinderschuhen steckt und noch viel Entwicklungsarbeit fällig ist. Das zeigt nicht zuletzt der Hack der DeFi Anwendung „Lendf“ von dForce am gestrigen Abend, bei dem 25 Millionen USD in Ethereum und Bitcoin gestohlen wurden.

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Ethereum DeFi Hack lässt 25 Mio. USD verschwinden

Lendf.me ist eines von zwei Protokollen, die von der dForce Foundation entwickelt werden. Laut der Twitter Seite von Lendf ist es „das bei weitem größte fiat-backed Stablecoin DeFi-Verleihprotokoll“. Das Ethereum DeFi Schwergewicht soll laut DeFi Pulse am gestrigen Samstagabend gehacked worden sein. Dabei verlor das Protokoll 99% seiner Einlagen, als 25 Mio. USD in Ether und Bitcoin dessen Wallets verließen.

„Lendf.me bestätigte, dass es am Sonntag um 8.45 Uhr Pekinger Zeit auf Blockhöhe 9899681 angegriffen wurde“, sagte Lendf.me gegenüber dem chinesischen Medienunternehmen Chain News.

Chart der Lendf Einlagen

Andere Entwickler von DeFi-Protokollen spekulierten darüber, dass der Angriff durch „imBTC“ verursacht wurde. Dabei handelt es sich um einen Ethereum Token, der im Wert 1:1 an Bitcoin gekoppelt ist. Dieser wurde als Sicherheit verwendet und könnte sich als betrügerisch herausgestellt haben, was es dem Angreifer ermöglichte Gelder fast umsonst abzuziehen.


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Website des Protokolls nicht erreichbar

Die Untersuchungen der Verantwortlichen sind noch nicht abgeschlossen. Laut dem CEO der dForce Foundation, Mindao Yang, „untersucht [das Team] noch“ den Vorfall. Dabei ruft er die User dazu auf aktuell keine Ethereum und Co. in das Protokoll zu hinterlegen.

Auch auf der Website des Ethereum Protokolls war unter Lendf.me folgendes zu lesen: „Machen sie keine Einlagen mehr!“. Mittlerweile ist die Seite nicht mehr erreichbar, wobei es sich um eine Sicherheitsmaßnahme handeln kann, um sicherzustellen, das kein weiteres Geld verloren geht.

Erst letzte Woche schloss die dForce Foundation eine strategische Runde von 1,5 Millionen Dollar ab, die von Multicoin Capital angeführt und von Huobi Capital und der chinesischen Bank CMB International (CMBI) begleitet wurde. Die Mittel waren für die Aufstockung des Personals und die Einführung neuer DeFi-Produkte im kommenden Jahr vorgesehen.

So schade es ist, dass Lendf und die dForce Foundation als DeFi-Projekt auf Ethereum mit dem Hack einen herben, vielleicht finalen Schlag erlitten, so eindrucksvoll zeigt der Hack auch wieder, wie wichtig Eigenverantwortlichkeit im Crypto-Bereich ist. Falls du in Ethereum, Bitcoin oder Co. investiert bist, gibt es keine sicherere Möglichkeit deine Coins bzw. Private Keys aufzubewahren, als mit einer Cold Wallet von Ledger.


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Wie siehst du den Hack des DeFi Protokolls auf Ethereum? 

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Ethereum DeFi Hack bei Lendf und dForce – 25 Mio. USD in ETH und BTC weg erschien zuerst auf CryptoMonday – Decoding Blockchain

Cardano Gründer Hoskinson: „Ethereum bewegt sich im Tempo von Vitalik“

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Cointelegraph hat sich zum Interview mit dem Ethereum (ETH) Mitgründer und Cardano (ADA) Gründer Charles Hoskinson getroffen, wobei dieser unter anderem seine Kritik an Ethereum genauer erläutert hat.

„Sein erstes Projekt“

Für Hoskinsons ist einer der Hauptgründe für die Probleme bei Ethereum die Galionsfigur des Blockchain-Projekts, da schlichtweg zu viel von der Person Vitalik Buterin abhängt:

„Im Prinzip bewegt sich Ethereum im Tempo von Vitalik. Wenn er weiß, wie er ein bestimmtes Problem lösen kann und darin richtig, richtig gut wird, dann klappt es auch bei Ethereum. Aber wenn es um Forschung und Entwicklung geht, darum ein Produkt marktreif zu machen, dann fehlt ihm einfach die nötige Erfahrung.“

Hoskinson meint, dass daran deutlich zu erkennen sei, dass es sich bei Ethereum um das erste große Projekt von Vitalik Buterin handelt:

„Er hat sowas noch nie gemacht. Das ist seine erste Firma, sein erstes Projekt. Er war vorher noch nie ein Forscher oder Geschäftsführer.“

Schlechte Außendarstellung

Ein weiterer großer Kritikpunkt, den der Cardano Gründer anbringt, ist, dass der kommunizierte Fahrplan von Ethereum zu optimistisch gestaltet ist, was wiederum eine unrealistische Erwartungshaltung hervorrufen würde:

„Ich denke, dass die Marketingabteilung von Ethereum bisher nicht so gut darin war, die Erwartungshaltung zu steuern. Denn es gibt Dinge, die brauchen 5, 10 oder sogar 20 Jahre, das sind langfristige Geschichten wie das dezentralisierte Internet oder der Aufbau einer Krypto-Wirtschaft. Die Voraussetzungen dafür zu schaffen, ist sehr, sehr schwer und braucht viel harte Arbeit, sowohl in der Forschung als auch in der Entwicklung. Aber in der Ethereum-Community gibt es diese naive Hoffnung, dass irgendwie schon alles klappen wird und dass es dafür nur Monate oder Jahre braucht, anstatt ganzer Jahrzehnte.“

Widersprüchliches Verhalten

Allerdings ist dies nicht der einzige Kritikpunkt, den Hoskinson bei der Vermarktung des Projekts sieht. So bemängelt er auch die widersprüchliche Vorgehensweise bei der Umstellung auf ein neues Konsensverfahren:

„Warum gab es so viel Streit um ProgPoW [Anm. d. Red.: eine abgeänderte Version des Proof-Of-Work Konsensverfahrens]? Warum überhaupt das Proof-of-Work Verfahren ändern, wenn man ohnehin auf Proof-of-Stake umsteigen will? Warum macht man das dann überhaupt? Wolltet ihr Proof-of-Work nicht abschaffen?“

Jedoch betont Hoskinson, dass er den persönlichen Charakter von Vitalik Buterin trotz allem schätzt:

„Im Prinzip ist Vitalik ein feiner Kerl. Ich habe nie an seinen guten Absichten gezweifelt. Ich habe nie an seiner Integrität und seiner Leidenschaft für das Projekt gezweifelt.“

Obwohl er zwar viel Kritik an Ethereum äußert, sieht der Cardano Gründer in dem Projekt weiterhin einen starken Konkurrenten für seine eigene Blockchain:

„Ich denke, sie werden nicht so schnell verschwinden, sie werden ihre Relevanz nicht verlieren und ein starker Konkurrent sein.“

Im nächsten Teil unseres Interviews bespricht Charles Hoskinson unter anderem, welche Geschäftsübernahmen den Fortschritt von Ethereum hätten beschleunigen können.