Großes EOS Update: Wo steht das Projekt an seinem 2. Geburtstag?

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Gestern hat das EOS-Mainnet seinen 2. Geburtstag gefeiert. Am 1. Juni 2018 ging die Blockchain mit dem ein oder anderen Start-Problemchen live. Letztes Jahr am 1. Juni kam dann die große Ankündigung des Social Media Netzwerks auf Blockchain, Voice. Am Ende entpuppte sich dieses jedoch als Enttäuschung. Daniel Larimer, CTO bei block.one, meinte, man werde noch 2019 die Betaversion lancieren. Es zog sich jedoch alles wegen regulatorischer Schwierigkeiten hin. Der 2. Geburtstag wird eher weniger spektakulär gefeiert, trotzdem hat sich bei der aktuell schnellsten Blockchain viel getan.

block.one startet Voting

Vor wenigen Tagen hat das Unternehmen, welches die Knotensoftware für die EOSIO Blockchains entwickelt, begonnen auf dem EOS Mainnet Blockproduzenten zu wählen. block.one hat beim Start der Blockchain 100 Mio. EOS mitbekommen. Diese haben sich mittlerweile auf rund 86 Mio. reduziert. Es werden laufend Coins für block.one freigegeben. 10 Mio. im Jahr, sodass nach 10 Jahren alle freigegeben sind. Jedoch kann das Unternehmen mit allen Coins voten, nicht nur mit den bereits freigegebenen.

block.one wählt für Blockproduzenten, die gewisse Kriterien erfüllen. So muss der Blockproduzent den Ort, an dem er sich befindet, veröffentlichen, die Schnittstellen unabhängig zur Verfügung stellen und softwaremäßig auf dem neuesten Stand sein.

block.one hat 56 Blockproduzenten ausgewählt für die vorerst rotierend (immer 10) mit 10 Mio. EOS gewählt wird. Laut einer Twitterdiskussion zwischen CEO von block.one und dem Influencer Colin Talks Cryto, will block.one sein Wahlverhalten laufend verfeinern und die Stimmkraft sukzessive erhöhen.

Überarbeitetes Ressourcenmodell

Nach dem Eidos Vorfall gegen Ende des letzten Jahres, wo die Blockchain an ihr Limit kam, hat Daniel Larimer einen Vorschlag zum Ändern des Ressourcenmodells gemacht.

Momentan hat jeder EOS-Halter einen Anteil an der Gesamtkapazität der Blockchain, und zwar die Anzahl seiner gestakten Coins im Verhältnis zu allen gestakten EOS. Der eingebaute Ressourcenmietdienst REX sollte Angebot und Nachfrage so regeln, dass die Tokenhalter, die ihre Coins nicht brauchen, sie gegen Zinsen verleihen. Sodass am Ende nur Coins gestaked sind die wirklich Ressourcen in Anspruch nehmen.

Dies hat jedoch nicht geklappt wie angenommen. Viele EOS-Halter haben ihre Coins gestakt und Nutzen die Blockchain nicht, wahrscheinlich weil sie das Konzept von REX nicht ganz verstanden haben oder EOS einfach nur lange Zeit halten wollen, ohne sich darum zu kümmern. Die Leistung ist durch die gestakten Coins zwar reserviert aber wird nicht genutzt.

Auf Twitter hat Daniel Larimer angedeutet, dass demnächst Code für ein Ressourcenmodell veröffentlicht wird, das er wahrscheinlich damals vorgeschlagen hat. Dabei werden alle Ressourcen von REX geliehen. Man kann seine eigenen Coins nicht mehr für Leistung staken, sondern leiht sie zwangsläufig, für einen bestimmten Zeitraum, aus dem REX-Pool. Alle EOS im REX-Pool repräsentieren die gesamte Rechenleistung im Netz. Der Preis der Ressourcen wird über einen Bancor-Algorithmus automatisch bestimmt. Je mehr Coins für Ressourcen aus dem Pool reserviert sind, desto teurer ist es weitere Ressourcen zu leihen. Die Gebühren für die Ressourcen fließen zurück in den Pool und werden anteilsmäßig unter den Verleihern aufgeteilt.

Auf diese Weise verdienen die, die EOS in den Ressourcenpool geben und die Blockchain nicht nutzen dazu. Die, die Coins haben und die Blockchain nutzen bleiben im Schnitt auf null und die, die nur die Blockchain nutzen zahlen. Die Kapazität der Blockchain ist auf diese Weise optimal genutzt. Jetzt muss man nämlich aktiv werden, wenn man die Blockchain nutzen will.

Nachdem der Code veröffentlicht wurde, muss er noch umfangreich getestet, von der Community akzeptiert und ins Mainnet implementiert werden. Die Kosten für die Nutzung von EOS dürfte so signifikant sinken. Die Gebühren sind besser Vorhersagbar und so ist das Planen für Busnisses wesentlich einfacher.

Weitere Entwicklungen des letzten Jahres

  • EOS 2.0 macht mit seiner verbesserten virtuellen Maschine einen großen Sprung in der Ausführungsgeschwindigkeit von Code. In der Spitze wurden über 1.300 Operationen pro Sekunde vom Netzwerk verarbeitet.
  • EOS Worker Proposal wurde eingeführt.
  • Die Kryptobörsen haben begonnen EOS an die Halter auszuzahlen, welche ihre Coins auf der Börse lagern.

Die EOS-Gemeinde war im 2. Lebensjahr von EOS besonders stark in Diskussionen verstrickt. Bei Stimmenkauf, Exchangevoting und Kartellbildung der Blockproduzenten schieden sich die Geister.

Stimmenkauf wurde mittlerweile offiziell. Poxies schütten teilweise Belohnungen an EOS-Halter aus, welche ihre Coins zu ihnen delegieren. Exchangevoting wurde transparenter und die Bedeutung von Kryptobörsen im Ökosystem wurde der Community klarer.

Fazit

Für seine 2 Jahre Lebenszeit hat sich bei EOS sowohl in technischer Hinsicht als auch in der Regierbarkeit viel getan. Zwar hinkt das Projekt die Anzahl der Entwickler und die Marktkapitalisierung betreffend, seinem Konkurrenten hinterher, jedoch hatte man Zeit, Probleme zu diskutieren, die Ethereum mit der Umstellung auf Proof-of-Stake noch vor sich hat.

EOS hat als die fortschrittlichste delegated-Proof-of-Stake Blockchain eine solide Position unter den größten Kryptowährungen. Die Zukunft wird zeigen wo es mit dem Projekt hingeht.

200 Millionen US-Dollar: EOS-Investoren fordern Schadenersatz

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Die Geister die sie riefen: Eine Sammelklage fordert Schadenersatz von Block.one in Millionenhöhe.

Geschlagene drei Jahre nach dem Hype um Initial Coin Offerings (ICO) von 2017 fallen ICO-Emittenten die Folgen des Hypes immer noch auf die Füße. Zwar galten Token Sales seinerzeit durchaus als veritable Methode, um Kapital zu sammeln. Dass dem Geltungsbereich von Börsenrecht so recht nicht zu entkommen war, zeigt sich aktuell anhand der Vielzahl von Gerichtsprozessen im Nachgang zu ICOs.

Nun hat der Crypto Assets Opportunity Fund im Namen der EOS-Investoren eine Sammelklage bei einem US-Gericht eingereicht. Die Kanzlei fordert Schadenersatz von Block.one, die den ICO federführend organisiert hatten. Die Kläger werfen Block.one vor, gegen geltendes US-Börsenrecht verstoßen zu haben, da sich das Token Offering auch an US-Investoren gerichtet hatte. Dies, so die Klageschrift, hätte allerdings eine Registrierung bei der zuständigen Aufsichtsbehörde SEC vorausgesetzt.

Geld floss auch aus den USA

Die Konfliktlinie dürfte wohl an der Frage verlaufen, ob Block.one vorsätzlich gehandelt hat. Schließlich gelobt das Unternehmen, US-Amerikaner bewusst vom ICO ausgelassen zu haben, um möglichen Konflikten mit der Börsenaufsicht aus dem Weg zu gehen. Die Kläger sehen dies freilich etwas anders. So argumentieren die Anwälte, dass Block.one auf Konferenzen offensiv für EOS geworben hatten. Auch eine Werbeanzeige auf dem Times Square soll es gegeben haben.

Typischerweise bemühen Gerichte im Zusammenhang mit Klagen rund um das Thema ICOs den sogenannten Howey Test. Dabei handelt es sich um eine definierte Heuristik, die bei Wertpapieren Klarheit über ihren rechtlichen Status geben soll.

Die Bemühungen der Beklagten, die Nachfrage nach den EOS-Wertpapieren zu generieren und den Preis der EOS-Wertpapiere durch falsche Angaben in die Höhe zu treiben, waren erfolgreich,

heißt es in der Klageschrift. In anderen Worten wirft die Sammelklage Block.one vor, bewusst Gewinnerwartungen geschaffen zu haben. Dies ist insofern heikel, als dass es die These stützt, dass es sich bei EOS tatsächlich um eine Security („Wertpapier“) nach US-Recht handelt. In dem Fall hätte EOS aber bei der SEC als solche registriert werden müssen.

Um mögliche Schadenersatzansprüche geltend zu machen, müssten die Parteien aber zunächst klären, wieviel Geld überhaupt aus US-Investorenhand in EOS floss. Die Kläger beziffern die Summe auf etwa 200 Millionen US-Dollar. Bei einem Gesamtvolumen von vier Milliarden US-Dollar wäre dies entsprechend nur ein kleiner Teil des ICOs.

Block.one: Kritik reißt nicht ab

Zuletzt machte Block.one Schlagzeilen, als das Unternehmen bekannt gab, seinen Anteil an den Token für Votings einzusetzen. Kritiker der Top-10-Kryptowährung befürchteten daraufhin, dass Block.one damit überproportional viel Einfluss auf Entscheidungen ausüben könnte.

Krypto-Händler sehnen sich nach ETH

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Die Zahl der Ethereum (ETH) Long-Positionen steigt weiter an, nachdem sie Ende März ein Allzeithoch erreicht hatte.

Obwohl die breiteren Kryptomärkte in den letzten Wochen neben Bitcoin (BTC) weitere Preissteigerungen verzeichneten, bleibt die Anzahl der offenen Long-Positionen für die meisten Krypto-Assets nach dem Einbruch während des Krypto-Marktcrashs Mitte März gering.

Ether Longs dominieren die Kryptomärkte

Seit dem Ausbruch auf Rekordhöhen am 26. Februar sind die ETH/USD Long-Positionen an der großen Kryptobörse Bitfinex um 170% gestiegen. Der heftige Crash am Schwarzen Donnerstag Mitte März hat nicht einmal ein bescheidenes Retracement unter den Bullen von Bitfinex ausgelöst.

Bitfinex ETH/USD Longs 1W September 2017 – Mai 2020: TradingView

Bitfinex ETH/USD Longs 1W September 2017 – Mai 2020: TradingView

Die ETH/BTC-Longs sind in den letzten Wochen ebenfalls deutlich gewachsen. Eine stetige Zunahme kann jedoch schon seit Anfang 2019 stetig verzeichnet werden.

Bitfinex ETH/BTC Longs 1. Mai 2019 – Mai 2020: TradingView

Bitfinex ETH/BTC Longs 1. Mai 2019 – Mai 2020: TradingView

Nach einem Anstieg von rund 50% von März 2019 bis Anfang 2020 stiegen die Long-Positionen der ETH/BTC um weitere 83%.

Altcoin-Longs sterben aus

Die Handelsaktivitäten rund um andere Top-Krypto-Assets, darunter mehrere angebliche Ethereum-Killer, sind erheblich gesunken, da Spekulanten auf die Halbierung von Bitcoin und die bevorstehende Überholung von ETH 2.0 durch Ethereum setzen.

Nach einer schwachen Preisentwicklung seit Jahresbeginn im Vergleich zu anderen Top-Kryptowährungen verzeichnete die drittplatzierte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, Ripple (XRP), innerhalb von zwei Tagen nach dem Schwarzen Donnerstag einen Rückgang der Long-Positionen um 40%.

Bitfinex XRP/USD Longs 1D August 2019 – Mai 2020: TradingView​​​​​​​

Bitfinex XRP/USD Longs 1D August 2019 – Mai 2020: TradingView

Der selbsternannte Ethereum-Rivale Eos (EOS) verzeichnete am 12. März einen Rückgang der Long-Positionen um 20%, wobei EOS/USD seitdem keine bedeutende Erholung verzeichnete.

Bitfinex EOS / USD Longs 1. September 2019 – Mai 2020: TradingView​​​​​​​

Bitfinex EOS/USD Longs 1. September 2019 – Mai 2020: TradingView

Nachdem sich die Longs von Tezos (XTZ) von Mitte Februar bis Mitte März um über 450% erholten, löste der Schwarze Donnerstag einen Absturz von 70% bei offenen XTZ-Longs aus.

Bitfinex XTZ/USD Longs 1D September 2019 – Mai 2020: TradingView

Bitfinex XTZ/USD Longs 1D September 2019 – Mai 2020: TradingView

BTC Longs produzieren Post-Halving Bounce

BTC-Longs waren in den letzten Monaten extrem volatil, nachdem sie sich gegen Ende 2019 über vier Wochen verdoppelt hatten, bevor ab Weihnachten ein einmonatiger Crash von 40% begann.

Bitfinex BTC / USD Longs 1D September 2019 – Mai 2020: TradingView

Bitfinex BTC/USD Longs 1D September 2019 – Mai 2020: TradingView

Longs sorgten für eine sofortige Erholung und ein weiteres vollständiges Retracement von Mitte Januar bis Mitte März, wobei der Schwarze Donnerstag innerhalb von zwei Tagen einen weiteren Rückgang von 20% mit sich führte.

Die BTC-Longs von Bitfinex stiegen dann in der letzten Aprilwoche um 50%, bevor bis zum 13. Mai ein vollständiges Retracement abgeschlossen wurde.

Facebook-Herausforderer Block.one mit Etappenerfolg

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In 9 Tagen steht das Bitcoin Halving an. Dabei halbiert sich die Belohnung für die Miner um die Hälfte. Doch was bedeutet das für den Bitcoin-Kurs (BTC)?

Am 12. Mai ist es soweit: Das Bitcoin Halving steht ins Krypto-Haus. Bei diesem Event halbiert sich die Belohnung, die Miner für erfolgreich geschürfte Blöcke bekommen, um die Hälfte. Statt 12,5 BTC erhalten die „Schürfer“ dann nur noch 6,25 BTC. Das setzt die Bitcoin Miner bisweilen unter Druck. Wie wir in der vergangenen Woche berichtet hatten, kann dieses Ereignis einen Teil der Miner in erhebliche Bedrängnis bringen. Schließlich sind sie neben den Strompreisen erheblich vom Bitcoin-Kurs abhängig.

Bitcoin-Kurs und Halving: Hoffnungslos bullish?

Umso interessanter ist die Frage, welchen Einfluss das Halving wohl auf den Bitcoin-Kurs haben wird. Anhänger der Stock-to-Flow-Ratio sehen hier ein Indiz dafür, dass der Kurs der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung in schwindelerregende Höhen von bis zu 100.000 US-Dollar klettern wird. Dass bei dieser überaus bullishen Einschätzung einige wichtige Faktoren missachtet werden, blenden diese Optimisten jedoch erfolgreich aus.

Gegenstück hierzu sind jene Pessimisten, die einen Zusammenbruch des Mining-Geschäfts und nachfolgendem Einbruch beim Bitcoin-Kurs sehen. Da es für Miner nicht mehr länger profitabel ist, das Netzwerk zu unterstützen, so die Annahme jener Halving-Pessimisten, überschwemmen sie den Markt mit ihren BTC und setzen eine Todesspirale in Gang.

Bemüht man hingegen Halving-Daten aus der Vergangenheit und stellt sie in den Vergleich mit Halvings oder ähnlichen Events bei anderen Kryptowährungen, wird man feststellen, dass der Ausgang mit der höchsten Wahrscheinlichkeit irgendwo in der Mitte liegt. Warum das so ist, erklären wir hier.

Die Top 5 Stakingprojekte im Kryptobereich

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Verpasse auch unsere letzte Chartanalyse nicht!

Es gibt immer mehr Blockchainnetzwerke, welche auf dem Proof of Stake (PoS) und dem delegated Proof of Stake (dPoS) Konsensmechanismus beruhen. Eine grundlegende Eigenschaft dieser Netzwerke ist das Staking. Halter sperren ihre Coins weg und bekommen dafür einen Teil der neu geschöpften Coins. Es gibt jedoch auch Projekte, die als Anreiz die Coins zu halten, neu geschöpfte Coins direkt an die Tokenhalter Wallets ausschütten.

Beim Staken werden Coins weggesperrt. Dafür gibt es meist eine Belohnung, denn man wählt für Blockproduzenten und nimmt Coins aus dem Umlauf, was das Angebot schmälert und den Preis fördert.

Zuerst ist es jedoch wichtig zu verstehen, dass der Verdienst neu geschöpfter Coins nicht langfristig bedeutet, dass das Investment an Wert gewinnt. Verdienst ist nicht gleich Rendite. Schauen wir uns dazu als Beispiel unser Wirtschaftssystem an. Der Wirtschaftsleistung steht eine Geldmenge gegenüber. Aufgabe der Zentralbank ist es die Geldmenge immer so anzupassen, dass die Preise möglichst stabil bleiben. Bleibt z. B. die Geldmenge konstant und die Wirtschaftsleistung steigt, fallen die Preise tendenziell (Deflation). Fließt viel Geld in die Wirtschaft, aber die Produktion von Waren und Dienstleistungen bleibt konstant, steigen die Preise (Inflation).

Genauso ist es in einem Blockchainnetzwerk. Kommen ständig Coins hinzu, ohne dass sie nachgefragt werden, kommt es langfristig zu Inflation. Die Tokenhalter, die nichts von der Inflation abbekommen, werden enteignet. Ist die Inflation höher als die Stakingbelohnung, findet ebenso Verwässerung des Kapitals statt. Deshalb sollte man auf die Stakingbelohnung relativ zur Inflation achten, also Stakingbelohnung – Inflation. Noch spielt dieser Effekt eine untergeordnete Rolle, weil die Kryptomärkte hochspekulativ und volatil sind. Was sind z. B. schon die 5 % Zinsen eines Coins, der um über 100 % im Jahr steigen, aber auch um 50 % einbrechen kann? Deshalb ist es langfristig wichtig, dass hinter den Projekten auch etwas steht, das Mehrwert bietet. Dies haben wir in dieser Auflistung berücksichtigt.

1. EOS

EOS ist das zurzeit größte Projekt nach Marktkapitalisierung, das Stakingbelohungen ausschüttet. EOS nutzt einen dPoS Konsensmechanismus. Die globale Inflation beträgt 1 %. Es gibt Proxys, die Belohungen an die EOS-Halter ausschütten. Diese nennt man Rewardproxys. Auf der Seite genpool.io sind einige mit ihren Ausschüttungen gelistet.

Zudem gibt es den Ressourcenverleih REX, der im Moment mit rund 0,3 % Zinsen recht wenig abwirft. Man kann jedoch REX mit dem Wählen eines Rewardproxys kombinieren. So kommt man zurzeit auf rund 3 % Zinsen im Jahr. Die Zinsraten sind jedoch sehr variabel, deshalb empfiehlt es sich immer auf den neusten Stand zu sein und sich zu informieren. Im EOS-Netzwerk sind rund 60 % der Token gestaked.

EOS ist ein solides Netzwerk auf dem zurzeit viel entwickelt wird. Das Projekt sollte deshalb vom Coinzuwachs / Gebrauchs – Verhältnis gut dastehen.

2. Tezos

Tezos ist eine Blockchain welche auf einer Art dPoS beruht. Die Plattform unterstützt Smart Contracts und ist nach Ethereum und EOS die drittgrößte Blockchainplattform nach Marktkapitalisierung. Die prozentuale Anzahl der gestakten Coins betrachtend, ist Tezos sogar führend. Knapp 80 % sind zurzeit gestaked. Die Baker (aktive Blockproduzenten) bekommen rund 6,5 % Belohnung die Delegierer rund 5,8 %. Die Gesamtinflation beträgt rund 5,5 %. Somit ist man als Delegierer zurzeit immer noch knapp über der Gesamtinflation.

Tezos hat starke Projekte vorzuweisen, die auf das Netzwerk bauen wollen. So wurde kürzlich bekannt, dass Immobilientoken auf die Blockchain kommen sollen. Immobilien im Wert von 300 Mio. $ sollen bereits zugesichert sein.

3. Waves

Waves ist eine Smart Contract Plattform, die seit 2016 existiert. Als Konsensmechanismus verwendet man eine PoS Variante. Die jährliche Inflation durch Blockbelohnungen ist sehr variabel. Im Moment beträgt sie rund 3 %. Wenn man seine WAVEs an Nodes delegiert, erhält man rund 6-7 % jährliche Stakingbelohnung. Bei Waves sind zurzeit knapp 73 % aller Coins gestaked.

Waves ist eine Blockchainplattform, auf der es mehrere interessante Projekte gibt. Das Ökosystem wird laufend verbessert und weiterentwickelt.

Abzüglich der jährlichen Inflation bekommen Staker rund 2-4 % Zinsen, was ein hervorragend ist.

4. Komodo

Komodo ist ein Multiblockchainprojekt, das es in technischer Hinsicht in sich hat. Die jährliche Inflation beträgt zurzeit rund 6,4 %. Die Inflation sinkt von Jahr zu Jahr. Es handelt sich zwar um eine Proof of Work Blockchain, jedoch gibt es eine Belohnung fürs Halten der Token. Halter, die ihre KMD in der Wallet haben, bekommen automatisch 5,1% Zinsen pro Jahr. Voraussetzung: Man hält mindestens 10 KMD und fordert die Token einmal im Monat per Knopfdruck ein.

Komodo arbeitet an mehreren interessanten Projekten. So liefert das Team die erste dezentrale Tauschbörse, die auf Atomic Swaps beruht oder mit dem Antara Framework ein System, um Anwendungen schnell und einfach auf die Blockchain zu bringen.

Inflationsbereinigt ist sind die Zinsen zwar negativ, dies sollte jedoch vom Mehrwert durch den technischen Fortschritt wieder wett gemacht werden.

5. Algorand

Algorand ist das jüngste unserer hier vorgestellten Projekte. Es handelt sich um eine Pure PoS Blockchain die ähnlich wie bei Komodo eine Belohnung nur fürs Halten von Coins in einer Wallet ausschüttet. Diese beläuft sich im Moment auf rund 5,44 %. 65% aller Coins sind zurzeit gestaked.

Algroand hat eine starke Entwicklergemeinde und es gibt verschiedene Projekte, die auf die Blockchain bauen. Das Ökosystem wird in hohem Tempo weiterentwickelt. Durch das passive Halten von Coins bekommt man relativ zur Gesamtinflation 0,23 % Zinsen.

Nachtrag

Diese Liste ist kein absolutes Maß für die Kapitalrendite. Wie schon erwähnt spielt die Entwicklung des Tokenpreises eine wesentlich größere Rolle zurzeit im Kryptomarkt. Die Projekte dienen lediglich als Orientierung. Jeder sollte sich selbst umfassend informieren bevor er investiert.

Wenn du Fragen zu den Projekten hast, komm in unsere Telegramgruppe, wir helfen dir gerne weiter.

Staking Wecker und Münztürmchen
Staking© Cryptoticker

Starke Woche für EOS, darunter: Milliardenunternehmen benutzt EOSIO

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Das Blockchain Ökosystem um EOSIO ist in starkem Wachstum begriffen. Wir fassen für euch die jüngsten Ereignisse zusammen.

Das Neueste im Überblick:

  • US-amerikanisches Wirtschaftsprüfungsunternehmen baut Plattform, welche firmeninterne Transaktionen ins EOSIO Netzwerk verlagert.
  • Berliner Startup sammelt rund 5,5 Mio. € in Finanzierungrunde ein. Führender Investor: EOS VC
  • Block.One bekommt Patent für ein Anreizsystem für positive Rückmeldungen auf Social Media Plattformen
  • EOSDT, ein Stablecoin auf EOS wächst um 100 Mio. $
  • Block.One investiert 50.000 $ in Covid19 Testanwendung

Grant Thornton lagert Transaktionen zwischen Firma und Kunden auf EOSIO aus

Das US-amerikanische Wirtschaftsprüfungsunternehmen Grant Thornton arbeitet an der Plattform inter.x für seine Kunden. Diese baut auf Blockchaintechnologie. Das Unternehmen hat sich dabei dazu entschlossen, die firmeninternen Transaktionen der Kunden auf das EOSIO Netzwerk zu verlagern. Damit sind diese transparent und können einfach nachgeprüft werden.

Ein Sprecher des Unternehmens meinte zu Cointelegraph, dass innerbetriebliche Transaktionen in der Regel 30 – 40 % der weltweiten Wirtschaftsleistung ausmachen, was rund 40 Billionen $ entspricht.

Innerbetriebliche Transaktionen sind häufig anfällig für Fehler und Betrug. In der inter.x Ankündigung heißt es, die Plattform ermögliche es Betrieben Entscheidungen in Echtzeit zu treffen, ohne auf den monatlichen oder jährlichen Abrechnungszyklus warten zu müssen:

Noch wichtiger ist, dass inter.x-Benutzer Transaktionen zwischen Unternehmen mit einem Prüfpfad verfolgen und abrechnen können, der ‘unveränderlich’ ist, d.h. die Integrität der Prüfdaten bleibt über die Zeit erhalten. Das Ergebnis ist ein permanenter und fälschungssicherer Prüfpfad für konsistente Transaktionsinformationen.

Grant Thornton gehört zum sechstgrößten Wirtschaftsprüfungsunternehmen der Welt, Grant Thornton International, das in mehr als 130 Ländern der Welt aktiv ist und im Jahr 2018 rund 5,5 Mrd. $ Umsatz verbuchte. Der US-Zweig machte im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 1,9 Mrd. $.

Noch ist unklar, ob ein bereits existierendes EOSIO Netzwerk benutzt wird, oder ob neue anwendungsspezifische Netzwerke verwendet
werden. Trotzdem ist es eine große Nachricht für das gesamte Ökosystem und ein großer Schritt in Richtung Massenadoption von Blockchain.

Gapless sammelt 5,5 Mio. Euro ein

Gapless ist ein berliner Startup, das 2018 gegründet wurde. Das Unternehmen entwickelt eine App zum Verwalten der Daten von Fahrzeugen. Es kann eine Art Lebenslauf des Fahrzeugs erstellt werden (wann wurde es gewartet, repariert, Farbwechsel usw.). Diese Informationen sind über eine einzige Schnittstelle zugänglich und zudem unveränderbar. Es wurden bereits über 50.000 Fahrzeuge registriert. Bis zum Ende des Jahres sollen es über 100.000 sein. Gapless will das Konzept in Zukunft auf weitere Objekte ausweiten, an denen Menschen in der Regel Gefallen finden.

Nun hat das Startup eine weitere Finanzierungsrunde erfolgreich abschließen und 5,5 Mio. € einnehmen können. Der Großteil des Geldes kommt vom Risikopatialgeber FinLab EOS VC Fund bzw. EOS VC, dem Kapitalzweig von Block.One. EOS VC hat eine Partnerschaft mit dem in Frankfurt ansässigen Investmentunternehmen FinLab, welches sich auf die Bereiche Blockchain und Fintech fokussiert.

Investments seitens EOS VC setzen voraus, dass der Geförderte die EOSIO Blockchaintechnologie einsetzt.

Hier gibt es mehr zum Thema!

Block.One erhält Patent für Anreizsystem auf Social Media Plattformen

Das Unternehmen hinter der EOSIO Software Block.One hat letzten Mai ein Patent eingereicht. Nun wurde es vom US. Patent and Trademark Office genehmigt.

Im Patent sind Methoden beschrieben, um Nutzer von sozialen Medien dazu zu motivieren Posts zu liken, zu kommentieren und upzuvoten. Der Mangel an Anreizen für positive Rückmeldungen soll nach Aussagen der Patentschrift zurzeit ein Problem sein. Momentan können Nutzer, die Inhalte erstellen, von positiven Rückmeldungen und Lob profitieren, indem die Sozialen Medien ihre Sichtbarkeit entsprechend erhöhen, während die Ersteller der Rückmeldungen nur begrenzt an Sichtbarkeit gewinnen.

Die Lösung von Block.One schaut wie folgt aus: Nutzer können mit Token auf den Post bieten. Das Profil des Höchstbietenden erscheint an einer gut sichtbaren Stelle der Seite. Diese Token werden von der Plattform an seine Nutzer verteilt. Für die Umsetzung des Prinzips sind laut dem Dokument Blockchains notwendig.

Nach diesem Schema funktioniert Voice, die neue Social Media Plattform von Block.One. Diese befindet sich zurzeit im Betamodus und ist nur in den USA zugänglich. Hier kannst du nachlesen, wie das im Patent beschriebene Anreizsystem bei Voice funktioniert.

EOS Stablecoin EOSDT wächst um 100 Mio. $

Am 24. April gab Bitfinex, eine der größten Kryptobörsen bekannt, einen Stablecoin auf den Bitcoin auszugeben. Dieser pBTC ist 1:1 mit Bitcoin gedeckt und kann momentan von der Ethereum- und der EOS Blockchain transportiert werden.

EOSDT ist ein dezentraler Stablecoin auf dem EOS Mainnet, der ähnlich wie die MakerDAO funktioniert. Am 1. Mai gab das Unternehmen bekannt, dass es die Tokenmenge von 70 auf 170 Mio $ erhöht hat. Dabei hat man pBTC als Sicherheit genommen, um den Wert zu gewährleisten bzw. den Stablecoin zu decken.

Mit 170 Mio. $ Kapitalisierung wäre EOSDT eigentlich auf Rang 2 bei defipulse. Doch die Betreiber der Seite sind scheinbar nur an Ethereum interessiert. Somit wird dort ein verzerrtes Bild geliefert. Man scheint eher am eigenen Investment zu hängen, als am Fortschritt der gesamten Blockchainwelt, und dafür präsentiert man Zahlen, die weit unterhalb der Kapitalentwicklung aller Projekte zusammen liegen.

Hier erfährst du was Stablecoins sind und wie sie funktionieren.

Block.One stellt 50.000 $ für Covid19 Testanwendung bereit

Block.One hat über seinen Kapitalzweig EOS VC 50.000 $ für die Entwicklung einer Covid19 Anwendung, welche es Nutzern erlaubt ihre Daten aufzuzeichnen und anonym mit Forschungslabors auszutauschen, aufgebracht. Das Unternehmen genobank.io entwickelt dazu zusammen mit der Telos Foundation eine App, die dies möglich macht. Die App soll günstiges Testen für Nutzer möglich machen.

Telos ist ein Blockchainnetzwerk, das auf EOSIO aufbaut. Die App soll noch im Mai veröffentlicht werden.

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EOS Kurs Prognose
EOS© Cryptoticker

EOSIO Blockchain ohne Token in Entwicklung

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Vor wenigen Tagen kündigte der Kopf hinter der EOSIO Software, der CTO von Block.One, Daniel Larimer, auf Twitter an, an einem Projekt zu arbeiten, das von 4 unabhängigen EOSIO-Blockchains betrieben wird, welche keine Token verwenden und untereinander kommunizieren (IBC für Inter Blockchain Kommunikation).

Ich arbeite aktiv an der Implementierung eines Produktes, welches 4 unabhängige private Ketten nutzt, die alle kommunizieren. Um das zu erreichen, verbessern wir die Wege wie Mitteilungen kettenübergreifend gesendet und validiert werden können.

Übersetzung Tweet oben

EOS, EOSIO? Was ist der Unterschied?

Immer wieder kommt es zu Missverständnissen das EOS Ökosystem betreffend. Block.One ist die Firma, welche die EOSIO Software, eine Knotensoftware für verteilte Datenbanksysteme, weiterentwickelt. Diese Software kommt in verschiedenen Netzwerken zum Einsatz. Unter anderem natürlich im populärsten, dem als EOS bekannten Mainnet.

Es gibt zahlreiche weitere, weniger bekannte dezentrale Netzwerke, die EOSIO als Basis benutzen und ihre eigenen Regeln implementieren. So z. B. WAX, TELOS oder BOS. Neben diesen dezentralen Netzwerken gibt es auch private Netzwerke, die nicht öffentlich sind. Die Blockproduzenten sind dort fix vorgegeben und das Ganze ist weniger dezentral. Trotzdem eignen sich solche Netzwerke gut für einen unter den Teilnehmern transparenten Datenaustausch. In diesen Fällen ist ein Token, der für einen auf dPoS beruhenden Konsensmechanismus unabdingbar wäre, nicht nötig. EOSIO soll laut Larimer Finalität, das heißt Unumkehrbarkeit der Transaktionen, in 0,5 Sekunden erreichen.

Die Zukunft ist eine Multi-Chain Welt

Larimer hängte noch einen Tweet dran, in dem er offenlegte, dass er die Zukunft in einer Multi-Chain Welt sieht. Private und öffentlich-dezentrale Blockchains werden miteinander vernetzt sein und die Datenkommuniktion revolutionieren.

Die Reaktionen auf die Tweets waren gespalten. Während die einen Daniel Larimer als großen Visionär sehen regen sich Investoren auf, weil sie befürchten, dass der Wert ihrer EOS Token mit dieser Entwicklung nicht gefördert wird.

Solange diese Ketten nicht alle irgendwie mit $EOS zusammenhängen, ist uns das egal. Wir besitzen keine B1 [Block.One] Aktien. Kann uns Block.One helfen zu verstehen, wie eine Multi-Blockchain Umgebung jenen, die am Tokenverkauf teilgenommen haben, einen Mehrwert bietet?

Übersetzung Tweet oben

Daniel Larimer gehört zu den größten Blockchainentwicklern in der Kryptowelt. Bereits 2009 kommunizierte er mit Satoshi Nakamoto auf btctalk, dem ersten und bekanntesten Forum für Bitcoin. Es wurde eigens für die Entwicklung der Kryptowährung ins Leben gerufen.

Larimer kann auf einen großen Schatz an Erfahrugen zurückgreifen. Er versuchte schon früh Blockchain massentauglich zu machen und entwickelte als Erstes ein Projekt names Bitshares, welches die einfache Erzeugung von dezentralen Stableassets erlaubte und zudem eine dezentrale Tauschbörse für diese enthielt. Mit Steem, einer Social Media Plattform, entwickelte er das bis dato am meisten genutzte Blockchainprojekt.

Trotzdem ist er nicht ganz unumstritten. Kritiker werfen ihm vor, nicht konsequent an Projekten zu arbeiten und sie für andere im Stich zu lassen.

Zum Thema passend: Das letzte Interview mit Daniel Larimer über EOSIO, Voice und mehr.

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EOS Daniel Larimer
EOS© Cryptoticker

EOS Ecology Wallet Exit Scam – 50 Millionen USD gestohlen – Auswirkungen auf den EOS Kurs?

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Scams mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen sind mittlerweile allgegenwärtig. Die Unwissenheit und die Gier der Menschen wird hier gnadenlos ausgenutzt, um an die wertvollen Kryptos der Nutzer zu kommen. Dabei gibt es verschiedene Methoden und Betrugsmodelle mit denen die Initiatoren die Nutzer umwerben. Oft enden solche Projekte in einem Exit Scam. Also die Initiatoren verschwinden ab einem bestimmten Punkt mit den Kryptowährungen der Nutzer. Nun hat es auch eine der bekanntesten Kryptowährungen erwischt – EOS. Hier stehen 19.366.587 EOS im Gegenwert von rund 50 Millionen USD im Raum.

Welche Auswirkungen hat der Exit Scam auf den EOS Kurs? 

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EOS Ecology Wallet Exit Scam

Es handelt sich bei diesem Exit Scam um EOS Ecology, eine EOS-basierte Wallet. Am Montag haben Nutzer berichtet, dass sie auf ihre Konten mit den hinterlegten zentralisierten Wallets nicht mehr zugreifen konnten. Der Verdacht erhärtet sich, dass es hierbei um einen klassischen Exit Scam handeln könnte.

Die Versprechen von EOS Ecology reihen sich in die Liste der ganzen Krypto Ponzi Schemes ein. Dabei wurden den Nutzern hohe Renditen versprochen, wenn sie ihre Kryptos auf der EOS Ecology Wallet liegen lassen. Um das Geschäftsmodell legitim nach außen zu präsentieren, stellte sich das Unternehmen dahinter auch als Node (Knoten) von Starteos (einem der bekanntesten Blockproducer von EOS) dar. Damit vermittelte EOS Ecology den Investoren den Eindruck, dass es eine enge Verbindung zu einem legitimen und bekannten Projekt im EOS-Ökosystem hat.

Unseriöse Renditeversprechen

Die Renditeversprechen der EOS Wallet wurden in der Anfangszeit eingehalten, um noch mehr Kunden zu generieren. Das ist ein bekanntes Vorgehen, um in der Anfangszeit das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen. Es werden die versprochenen Renditen ausgezahlt, was für viele Beweis genug ist, dass es funktioniert und vertrauenswürdig ist (Wink an EXW-Wallet).

Am Ende geht es dann ganz schnell. Die Apps funktionieren von einem Tag auf den anderen nicht mehr und die Nutzer kommen nicht mehr an ihre Kryptowährungen. Es ist traurig, dass solche Projekte immer noch so hoch frequentiert sind. Es müssen sich wohl noch mehr Menschen die Finger verbrennen, bis sie aufhören solchen unlogischen und unseriösen Versprechen zu vertrauen.

Betrüger transferieren gestohlene EOS

Zu dem Zeitpunkt als die EOS Ecology Wallet nicht mehr zugänglich war, lagen 19.366.587 EOS in den Händen der Initiatoren. In der Zwischenzeit wurden auch massive Transaktionen beobachtet. Es sieht alles nach einem klassischen Exit Scam aus.

Verschiedenen Quellen zufolge wurden die besagten EOS auf einige Accounts der Huobi Börse beobachtet. Das lassen zumindest die Namen der Accounts vermuten. Alle 5 Accounts tragen den Namen huobidevice1 bis huobidevice5.

Insgesamt geht es hier um rund 50 Millionen USD. Ein Großteil der EOS wurde bereits auf die Accounts huobidevice3 und huobidevice5 transferiert. Die Börse hat sich zu dem Vorfall auch bereits geäußert und jeglichen Zusammenhang abgestritten. Huobi hat versichert, dass sie die Funds aus der EOS Ecology Wallet genau beobachten und alle relevanten Adressen auf eine schwarze Liste gesetzt haben. Huobi hat bereits in der Vergangenheit bei der Geldwäsche von anderen Scams zugeschaut/geholfen.


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Welche Folgen hat der Exit Scam auf den EOS Kurs?

Die Folgen für den EOS Kurs sind aktuell nicht absehbar. Dennoch haben wir bereits in der Vergangenheit durch den PlusToken Scam deutlich gesehen, dass die Verkäufe der gestohlenen Kryptowährungen einen zusätzlichen Verkaufsdruck generieren und damit die Kurse in Richtung Süden schicken.

Hier hängt es immer stark davon ab auf wie vielen Börsen gleichzeitig verkauft wird und wie hoch die Liquidität der jeweiligen Kryptowährung ist. Natürlich spielt hier auch die natürlich Nachfrage eine wichtige Rolle.

Die einzige Frage ist hier nur, ob die Betrüger eine geeignete Börse finden, um die EOS zu waschen und in welchen Tranchen diese verkauft werden. Erfolgt der Verkauf langsam und stetig, sollten die Auswirkungen überschaubar sein.

Wir sind gespannt wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Aber eines sei gesagt: Not your Keys – Not your Coins. Haltet eure Kryptowährungen immer auf einer Cold Wallet, wo nur ihr den Zugang habt. Lasst euch nicht von irgendwelchen unseriösen Renditeversprechen täuschen. Es gibt absolut nichts geschenkt. Stay safe.

Bist du vielleicht selbst auch vom EOS Ecology Scam betroffen? Wird das langfristig EOS schaden?

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Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.

Mutmaßlicher EOS Scam konnte 52 Millionen US-Dollar erbeuten

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Die Bitcoin-Börse Binance hat den vierteljährlichen Coin Burn abgeschlossen. Nach dem Rekordquartal Q1 hat die Plattform rund 10 Prozent des Angebots der BNB Token verbrannt.

Wie aus einem Blogeintrag von Binance hervorgeht, hat die Börse im ersten Quartal des Jahres 2020 rund 3,373,988 BNB im Wert von 52,5 Millionen US-Dollar verbrannt. Dies entspricht einem Anstieg von rund 35 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. Im letzten Quartal 2019 wurden noch BNB im Gegenwert von knapp 38 Millionen US-Dollar verbrannt.

Bitcoin-Börse verbrennt Token in Rekordhöhe

Das Volumen des jüngsten Coin Burns ist das größte in der Geschichte der Börse, sowohl in Bezug auf die Anzahl der BNB, als auch auf den Gegenwert in US-Dollar. Zur Begründung nannte das Unternehmen eine Reihe neuer Produkteinführungen, darunter die Einführung von Binance P2P und die Ausweitung des Broker-Programms. Zudem zeigt sich ein Anstieg des Handelsvolumens mit Futures um knapp 190 Prozent in Q1.

Die Bitcoin–Börse hat bisher insgesamt 20,12 Millionen BNB in elf Coin Burns verbrannt. Die entspricht etwa 10,1 Prozent der Gesamtmenge von 200 Millionen BNB. Aufsehen erregte jedoch die jüngste Änderung des White Papers. Demnach verbrennt Binance die BNB nicht mehr auf Grundlage des Gewinns, sondern koppelt den „Buy back“ seitdem an das Handelsvolumen.

Ist das noch dezentral? EOS-Entwickler Block.one setzt Token für Voting ein

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Block.one, das Unternehmen hinter EOS, setzt seinen Löwenanteil des EOS Supply für die Netzwerkgovernance ein. Der Dezentralität im Netzwerk erweist das Unternehmen damit einen Bärendienst.

Mit Proof-of-Stake (PoS) ist es so eine Sache. Auf dem Papier klingt die Idee mit einem gewissen Betrag (Stake) für die Netzwerkintegrität einzustehen, verlockend. PoS-Befürworter sehen darin allen voran eine energieffiziente Alternative zu Proof-of-Work (PoW). Da noch nicht alle Angriffsvektoren des neuen Konses-Algorithmus erforscht sind, gibt es bisher aber erst wenige namhafte PoS-Projekte.

Eines davon ist EOS. Die Top-10-Kryptowährung mit einer derzeitigen Marktkapitalisierung von 2,5 Milliarden Us-Dollar wurde 2017 von Block.one aus dem Boden gestampft und steht als Smart-Contract-Plattform in Konkurrenz zu Branchenprimus Ethereum (ETH).

Wie Block.one nun in einer Pressemitteilung bekannt gab, will das Unternehmen ab sofort bei der Netzwerkgovernance mitmischen. Dazu gründet Block.one mit dem Public Blockchain Engagement (PBE) eine eigene Abteilung, die zwischen „dem Unternehmen und Public Blockchain Communities“ vermittelt. Dies gab Block.one am 8. April auf seiner Website bekannt.

Im Klartext bedeutet dies, dass die EOS-Entwickler nicht mehr am Seitenrand stehen, sondern aktiv bei der Gestaltung der Blockchain mitwirken werden.

Zunächst beschränkt das Unternehmen sein Engagement allerdings auf das Voting. Das heißt, dass Block.one seine Token anfangs noch nicht für das Staking, einsetzen wird und sich aus der Blockproduktion heraushält. Vielmehr nutzt die Plattform seine Token, um eine aktivere Rolle bei der Netzwerkgovernance spielen – man will so unabhängigen Entwicklern bei der Implementierung ihrer Projekte in EOS unter die Arme greifen.

Block.one mit Zentralisierungstendenzen

Block.one hält aktuell etwa 9,5 Prozent aller EOS Token. Der Einfluss auf die Netzwerkgovernance dürfte also entsprechend hoch sein. Block.one verspricht jedoch, eine „angemessene Rolle“ bei der Auswahl unterstützenswerter Projekte zu spielen und will so Sorgen zur Lage der Dezentralität der Blockchain verbeugen.

Wer aber einen Blick auf die Token-Verteilung wirft, der darf durchaus berechtigte Zweifel an den Absichten des Unternehmens anbringen. Schließlich hält der zweitgrößte Token Holder, EOSHuobi Pool, mit 2,67 Prozent einen deutlich geringeren Anteil am Token Supply.

Zudem behält sich Block.one vor, in Zukunft auch an der Block-Produktion mitzuwirken. Kein Wunder, wenn man bedenkt, EOS zehn Prozent einer Multi-Milliarden-Blockchain hält. Das Staking dieser Coins dürfte also ein lukratives Geschäft werden.

Zuletzt stellte EOS mit EOS.io ein Update vor, das das Protokoll deutlich anwendungsfreundlicher machen soll. Wir berichteten. Für einen Einstieg in die Welt der Smart-Contract-Plattform gibt es hier eine Übersicht.