Blockchain-Dienstleister Bison Trails kündigt Unterstützung für ETH 2.0 an

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Der Blockchain-Dienstleister Bison Trails hat angekündigt, auch das Upgrade auf Ethereum 2.0 zu untersützen, mit dem der Umstieg auf das Proof-Of-Stake Konsensverfahren einhergeht.

Bison Trails bietet eine Reihe von Dienstleistungen an, über die Firmenkunden direkt mit der Beacon-Chain von Ethereum interagieren, Ether (ETH) staken und automatisch Validatoren, deren Kunden und Beacon-Nodes managen können.

Umstieg auf ETH 2.0

Joe Lallouz, der Geschäftsführer von Bison Trails, erklärt gegenüber Cointelegraph, wie wichtig es für die Kryptobranche ist, den Wechsel auf ETH 2.0 mitzumachen und welche Vorteile daraus erwachsen könnten:

„Der Umstieg auf ETH 2.0 ist unheimlich wichtig für das gesamte Krypto-Ökosystem, weil er einer der wichtigsten und verbreitetsten Blockhain, die Millionen von Nutzern und Zehntausende von dApps hat, ermöglicht, zu skalieren und das ist eine ganz große Sache.“

In diesem Zusammenhang legt er offen, dass sein Unternehmen ein vollumfängliches Participation-Cluster für ETH 2.0 anbieten wird, das allen Kunden ermöglicht, ihre Beacon-Chain und die dazugehören Validatoren über die Bison Trails Plattform zu managen.

Dahingehend betont er auch, dass die firmeneigene Plattform für Validatoren Stake-Erträge von bis zu 23 % ihrer ETH bietet, was eine deutlich höhere Ertragschance ist als bei vielen anderen Angeboten:

„Weil gestakete ETH-Vermögen bei ETH 2.0 für mehrere Jahre fest angelegt sind, ist es wichtig, einen Dienstleistungsanbieter auszuwählen, dem man vertraut. Es ist ein Risiko, den Anbieter später zu wechseln, weil dann der Privatschlüssel offengelegt werden muss.“

IOTA in erster Phase zu “voll dezentralisiertem Netzwerk” bis 2021

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IOTA, ein großes Blockchain-Projekt, das sich auf das Internet der Dinge konzentriert, hat die erste Phase seines Plans für die Aufrüstung des Netzes auf IOTA 2.0 begonnen.

Laut einem Blog-Post vom 30. Juni können Nutzer jetzt die neue Version namens Pollen im ersten vollständig dezentralisierten IOTA-Testnet herunterladen.

Diese Version ist die erste Phase in des Übergangs zu IOTA 2.0. Diese wurde am 29. Juni herausgebracht. Dem Plan zufolge hat die IOTA Foundation drei Phasen festgelegt, die einen sogenannten “Koordizid” zum Ziel haben. Das ist der Name für die dauerhafte Entfernung des Koordinators aus dem IOTA-Netzwerk. Der Koordinator ist ein grundlegender Bestandteil des IOTA-Netzwerks und ist eine Anwendung der IOTA Foundation zur digitalen Bestätigung gültiger Transaktionen dar.

Pollen: Startschuss für IOTA 2.0

Mit dem Release von Pollen setzt Projekt IOTA einen ersten Meilenstein auf dem Weg zum Koordizid. Dominik Schiener, Mitbegründer der IOTA Foundation, erklärte, dass das Ziel ein koordinatorenloses, produktionsfertiges Netzwerk sei.

Schiener weiter:

“Nach Jahren intensiver Forschung, zahlreicher Tests und unermüdlicher Arbeit unserer Ingenieure sind wir stolz darauf, endlich alle zur Teilnahme an diesem bedeutenden Meilenstein für das IOTA-Projekt einladen zu können. Pollen ist der Startschuss für den weltweit ersten, wirklich dezentralisierten, skalierbaren und gebührenfreien Distributed Ledger, das IOTA seit seinem Anfang versprochen hat.”

Drei Phasen für Entfernung des Koordinators von IOTA

Die Namen für die drei verschiedenen Phasen des offiziellen Testnet des IOTA-2.0-Netzwerks weisen eine Analogie zur Honigherstellung auf: Pollen, Nektar und Honig. Somit dient Pollen vor allem als Forschungsbasis, um Konzepte im Hinblick auf den Koordizid zu validieren und bestimmte Angriffsvektoren zu simulieren. Der Stiftung zufolge erwartet man, dass die Koordizid-Spezifikationen in der Pollen-Phase fertiggestellt werden und damit der “endgültige Entwurf von IOTA 2.0” vorliegt.

Von der zweiten Phase Nektar erwartet man eine vollständige Umsetzung der Koordizid-Module auf einem mit Anreizen laufenden Testnet. Die Nektar-Phase soll das Netzwerk auf Fehler oder Probleme testen, bevor das Mainnet endgültig herauskommt. Die Phase wird voraussichtlich Anfang des 4. Quartals 2020 eingeleitet und ermöglicht es den Netzwerkteilnehmern, “Nektar” oder Belohnungen für das Finden von Fehlern oder potenziellen Angriffsvektoren zu generieren.

Honey, die finale Version von IOTA 2.0, wird alle fertigen Koordizid-Module enthalten. Damit ist diese die erste Version von IOTA 2.0 oder das vollständig dezentralisierte IOTA-Mainnet. Schiener sagt, dass die Stiftung damit rechne, dass das Netzwerk im ersten Quartal 2021 in die Honey-Phase kommen werde.

Im Februar 2020 brachte IOTA Chrysalis, auch als IOTA 1.5 bezeichnet, als Zwischen-Upgrade heraus. Chrysalis gab dem Netzwerk wichtige Funktionen, wie etwa wiederverwendbare Adressen und IOTA-basierte Token. Die IOTA Foundation hat den Koordinator mehrfach heruntergefahren, um gegen größere Hackangriffe auf ihrer Plattform vorzugehen. Nach vieler Kritik an der mangelnden Dezentralisierung veröffentlichte IOTA im Jahr 2019 die Koordizid-Lösung, die den Koordinator ersetzen sollte.

Cardano verzeichnet bereits 200 Staking-Pools – ADA dezentraler als alle anderen Projekte?

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Cardano (ADA) ist aktuell weiter auf dem Vormarsch und zeigt in seinem Testnetz, für das Cardano Update Shelley, bereits 200 registrierte Staking Pools, die sich bereits in Betrieb befinden. Es wird also den Nutzern ermöglicht ihre ADA, die native Kryptowährung von Cardano, in einem Staking Pool zu staken und somit im durchschnitt höhere Belohnungen zu erhalten.

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Cardano bald dezentraler als alles andere?

Das Cardano Team, welches hinter dem Open-Source Projekt steckt, ist davon überzeugt, dass die Einführung von Shelley zu einer starken Dezentralisierung führen wird. Die Entwickler gehen sogar soweit, dass Cardano in deren Augen deutlich dezentraler wird als jedes andere Blockchain-Netzwerk.

Laut Tim Harrison, dem Marketing- und Kommunikationsdirektor bei Input Output Hong Kong (IOHK), dem Unternehmen hinter der Open-Source Kryptowährung, erreichte Shelley nur vier Tage nach der Start des Testnetz den Meilenstein von 200 Staking Pools. Zuvor befand sich das Testnetz in einer „Freunde und Familie“-Testphase.

Shelley soll Cardano in ein vollständig dezentralisiertes Proof-of-Stake-Netzwerk verwandeln. Damit wird auch das Staking von ADA eingeführt, um das Netzwerk im besten Fall ausreichend zu dezentralisieren und die Sicherheit zu erhöhen. Die Staker werden dafür mit einer Belohnung in Form von ADA entschädigt.

Dennoch sollte man hier auf das Marketing von Cardano nicht hören. Denn dezentraler werden sie sicherlich nicht sein als viele andere Projekte wie Bitcoin. Zudem werden sich viele ADA auf zentralen Börsen konzentrieren und somit viel Macht den Börsen in die Hand geben. Das hat absolut nichts mit Dezentralisierung zu tun.

Entwicklung weiterhin auf Kurs

Ende Mai kündigte IOHK-CEO Charles Hoskinson an, dass das Unternehmen den finalen Start von Shelley zwischen dem 30. Juni und dem 7. Juli plant. Kurz nachdem er diesen Zeitplan eingeführt hatte, stieg der Preis von Cardano (ADA) um fast 20% auf etwa 0,084 USD.

Tim Harrison von IOHK sagte in einem Blogpost, dass das Unternehmen plane, sich an Hoskinsons Zeitrahmen zu halten.

Was die Entwicklung betrifft, so hatten wir eine gute Woche. Wir haben den ersten Teil unseres entscheidenden Sprints beendet, der den Abschluss bildet und damit beginnt, alle Anstrengungen von acht verschiedenen Teams zu integrieren. Wir sind auf keine größeren Fehler oder Blockierer gestoßen, so dass wir weiterhin zuversichtlich in Bezug auf die Meilensteine sind, die wir Ende Mai angekündigt haben.

Cardano plant in der nächsten Woche eine einfache Wallet an die Pionier Staking Pools für Backend-Tests herauszugeben. Das Unternehmen kündigte auch offiziell den Cardano Virtual Summit: Shelley Edition an. Das Event ist für den 2. und 3. Juli geplant.

Wir sind gespannt wie die Entwicklung bei Cardano weiterhin verlaufen wird.


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[Bildquelle: Shutterstock]

Neue Corona-Forschungsinitiative belohnt Beiträge mit Krypto

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Das Unternehmen CPUcoin, das sich auf dezentralisierte Infrastruktur-as-a-Service konzentriert, kündigte ein neues gemeinsames Programm mit der Berkeley Open Infrastructure for Network Computing (BOINC) an.

Die Initiative will ungenutzte Rechenleistung für die Coronavirus-Forschung verwenden. 

Benutzer, die die CGN Miner-Plattform von CPUcoin und die Open-Source-Software BOINC herunterladen und installieren, unterstützen mit ihrer ungenutzten Rechenleistung das IBM World Community Grid und Rosetta@home-Projekte. Im Gegenzug erhalten sie dafür Kryptowährung.

Rosetta@home konzentriert sich auf die Erforschung von Proteinen, aus denen das neuartige Coronavirus besteht, um Therapien und Diagnose-Methoden zu erforschen.

Das IBM World Community Grid arbeitet an der Vorhersage der Wirksamkeit bestimmter chemischer Verbindungen als mögliche Behandlungsmethoden für den Coronavirus.

Nutzer werden mit Token von CPUcoin belohnt

Sobald die CGN Miner-Plattform erkennt, dass jemand COVID-19 BOINC-Projekte unterstützt, erhält der Benutzer CPUcoins. Das sind Utility-Token, die man gegen andere Kryptowährungen, wie etwa Tether (USDT), Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) auf der Börse ProBit Exchange eintauschen kann.

Im Gespräch mit Cointelegraph sagte Sean Barger, der Geschäftsführer von CPUcoin:

“CPUcoin hat keine Computerinfrastruktur. Es ist im Besitz der Netzwerkteilnehmer, die man auch ‘CGN Miner’ nennt. Miner werden für ihre Zeit am Computer in CPU belohnt, der firmeneigenen Kryptowährung von CPUCoin. Der CPU wird für dezentralisierte Dienste verwendet, die von den Entwicklern auf den Markt gebracht werden. Auch für Auszahlungen an die Miner, die deren Rechenleistung genutzt wird, wird der Coin verwendet.”

Barger glaubt, dass die Partnerschaft von CPUcoin mit BOINC einen “entscheidenden Meilenstein” für die Bemühungen von Blockchain- und Kryptowährungsunternehmen darstelle.

Binance versus the World: Der Krieg der Bitcoin-Börsen

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Unter den Bitcoin-Börsen scheint ein scharfer Konkurrenzkampf zu toben. Darauf lässt ein jüngst geleaktes Dokument schließen.

Während der Bitcoin-Kurs beharrlich zwischen der 9.000 und 10.000 US–Dollar-Marke pendelt, scheint sich zwischen den Krypto–Börsen ein Konkurrenzkampf zuzuspitzen. Das geht offenbar aus einem geleakten Dokument vor, dass dem Krypto-Magazin The Block vorliegt. Bei dem Dokument handelt es sich nach Angaben des Magazins um eine Nachricht, die der Geschäftsführer von Binance an seine Mitarbeiter verschickt hat.

Changpeng Zhao erläutert darin, dass Binance von konkurrierenden Bitcoin-Börsen mit DDoS-Angriffen und der Streuung von Fake News bekämpft wird. Außerdem soll die Konkurrenz regelmäßig fingierte Proteste von vermeintlichen Binance Usern organisieren – selbst Anzeigen gegen die Bitcoin–Börse habe es gegeben. Doch der Geschäftsführer der weltweit größten Krypto–Exchange ruft zum Kampf auf.

Sie glauben vielleicht, sie könnten uns verletzen, [auch] weil sie denken, wir hätten keine guten Beziehungen zur Regierung in China. Aber beides ist falsch. Wir greifen andere nie proaktiv an, aber wir werden uns auf jeden Fall verteidigen, das schließt auch eine defensive Offensive mit ein.

Changpeng Zhao

Zwar hat es auf Nachfragen von The Block bisher keine offizielle Bestätigung des Dokumentes gegeben. Wie das Magazin jedoch betont, verfüge es über mehrere interne Binance-Quellen, die die Echtheit des Dokuments bestätigten.

Im Dokument heißt es weiter:

Die Konkurrenz ist in unserer Industrie immens und unsere Konkurrenten nutzen einige schändliche Methoden. Aber sie haben immer noch nicht begriffen, dass sie in eine viel schlimmere Situation kommen werden, wenn das so weiter geht.

Ich will diese Gelegenheit nutzen, um alle zu informieren. Es gibt nicht viel, über das man sich Sorgen machen müsste. Wir werden alle Probleme lösen, die aufkommen. Bitte bewahrt Stillschweigen über Arbeitsangelegenheiten. [….] Lasst uns weiterhin hart arbeiten und ihre Marktanteile abgreifen.

Changpeng Zhao

Konkurrenz im Bitcoin-Börsen-Business

Dass die Nachricht tatsächlich von Changpeng Zhao stammen könnte, erscheint zumindest nicht unplausibel. So ist der Geschäfstführer von Binance für sein agressives Vorgehen im Konkurrenzkampf bekannt. Wie wir in der Mai-Ausgabe des Kryptokompass erläutern, mausert sich die Krypto–Exchange zunehmend zum Imperium. So sichert sich das Unternehmen mit einem eigenen Launchpad für Initial Exchange Offerings, dem börseninternen BNB Token samt eigener Blockchain stetig mehr Marktanteile. Auch eine eigene dezentrale Exchange ist Teil des Binance-Mosaiks, der Launch eigener Futures und der Aufkauf von Coinmarketcap setzte der Binance-Monopolisierung jüngst die Krone auf. Mit 400 Millionen US-Dollar sicherte sich Binance dabei einen Platz an der Sonne der Trackingseiten für Krypto-Kurse. Mit solchen Moves korrumpiert die Bitcoin–Börse nicht nur das Krypto-Ideal der Dezentralisierung. Vielmehr wird dadurch auch mindestens die Neutralität, vermutlich jedoch auch die Vertrauenswürdigkeit von Coinmarketcap in Frage gestellt:

Als weitestgehend unabhängiges Unternehmen zur Aggregation von Marktdaten, hat man Coinmarketcap zumindest halbwegs vertrauen können. Wenn nun aber Coinmarkcap gleichzeitig auch Binance ist, dann kann hier schnell ein Interessenkonflikt entstehen. Als meistbesuchte Krypto-Seite der Welt ist Coinmarketcap äußerst wichtig für den Vertrieb und den Vergleich von Börsen. Die Verlockung, sich hier besser darzustellen als andere Krypto–Börsen, wäre gegeben.

Aus den BTC-ECHO-Archiven

Ob die Bitcoin–Börse mit ihrem Vorgehen indes weiter Erfolg haben wird, ist ungewiss. Schließlich gilt Dezentralisierung nach wie vor als Ideal in der Krypto-Community – ob letztere eine weitere Monopolisierung durch Binance mitmacht, müssen die kommenden Monate zeigen.

IOTA: Neue Node-Software Hornet für Chrysalis verbessert Skalierbarkeit

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IOTA hat die erste öffentliche Version seiner neuen Node-Software Hornet online gestellt, so ein Blogbeitrag der IOTA Foundation vom 5. Juni.

Mit Hornet beginnt IOTA eine Reihe von Updates im Rahmen der Zwischenversion Chrysalis, mit welcher der Tangle für den später geplanten Coordicide fit gemacht werden soll. Endgültiges Ziel ist beim Coordicide die Abschaffung des IOTA-Koordinators, um IOTA zu einem wirklich dezentralen DLT-Netzwerk zu machen.

Hornet bringt Leistungsschub

Hornet führt laut IOTA ein Autopeering-Modul, Installationen über APT-Repositorien und eine WarpSync genannte Schnell-Synchronisierungstechnik ein. Das Verbinden existierender Peers und die Einrichtung neuer Nodes soll damit stark vereinfacht und beschleunigt werden. WarpSync erlaube zudem eine bis zu siebenfach schnellere Synchronisierung der Nodes bei gleichzeitig reduziertem Ressourcenbedarf. Laut IOTA soll Hornet bis zu zehnmal weniger Speicher als Vorgängerversionen benötigen.

Durch die Integration von Hornet in sogenannte APT-Repositorien für Linux lässt sich die neue Node-Software noch einfacher einrichten. Ein neues “Hornet Coordinator Plugin” vereinfacht darüber hinaus bei der Einrichtung privater Netzwerke.

Stress-Test und Sicherheitsaudit erfolgreich

Um die Zuverlässigkeit von Hornet sicherzustellen, hat IOTA die Software über ein externes Sicherheits-Audit prüfen lassen. Einen durch die IOTA:Community durchgeführten Stresstest musste Hornet vor der Release ebenfalls bestehen. Bei diesem wurden mehr als 150 Nodes aufgesetzt, welche Hornet in einem sogenannten “Spam Event” nutzlosen Datentransaktionen aussetzte. 

Die Bedeutung strengerer Sicherheits-Standards war Anfang des Jahres bei einem Hack von IOTAs Trinity Wallet deutlich geworden. Trotz vorheriger Sicherheits-Audits konnte die Trinity Wallet dabei von Hackern geknackt werden, was IOTA zur Wahrung des eigenen Rufs eine teure Entschädigung im Umfang von rund 2 Millionen US-Dollar kostete. Die Einhaltung der inzwischen verschärften Sicherheitsstandards lässt IOTA seitdem von einem Chef-Sicherheitsbeauftragten (CSO) überwachen.

Vitalik Buterin und Harvard-Forscher – Blockchain ist Mittel gegen Kartellbildung

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In einem neuen wissenschaftlichen Aufsatz erklärt Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin gemeinsam mit dem Harvard-Forscher Thibault Schrepel, wie die Blockchain-Technologie dabei helfen kann, Kartellrecht umzusetzen.

Das akademische Schreiben namens „Blockchain als Mittel gegen Kartellbildung“ führt aus, inwiefern die Blockchain-Technologie durch ihre charakteristische Eigenschaft der Dezentralisierung bei der Verhinderung von Monopolbildungen helfen kann. Allerdings betonen die Autoren, dass das Kartellrecht mit der Technologie Hand in Hand gehen müsse, um den gewünschten Effekt erzielen zu können:

„Recht und Technologie sollten als Verbündete gesehen werden, und nicht als Gegner, weil sie komplementäre Stärken und Schwächen haben“, wie das Papier dahingehend feststellt.

Dezentralisierung verhindert Monopolbildung

Buterin und Schrepel sind der Überzeugung, dass die Blockchain dabei besonders in Situationen helfen kann, in denen das Kartellrecht nicht wie gewünscht durchgesetzt werden kann, zum Beispiel, wenn Staaten untereinander nicht kooperationsbereit sind oder die entsprechenden Aufsichtsbehörden von Korruption befallen sind.

Hier kommen dann die sogenannten „Smart Contracts“, ein Mechanismus, der für die Abwicklung von Transaktionen auf der Blockchain sorgt, ins Spiel, die durch ihren Aufbau automatisch Vertrauen zwischen wirtschaftlichen Akteuren schaffen können und somit einen Anreiz für Zusammenarbeit setzen.

Darüber hinaus ist Dezentralisierung eine der charakteristischen Eigenschaften der Blockchain-Technologie, was den ursprünglichen Hintergrund des Kartellrechts, nämlich die Verhinderung von Monopolen bzw. der Bildung einer zentralen Marktmacht, naturgemäß ergänzt.

 So heißt es:

„[Durch Dezentralisierung] soll erreicht werden, dass alle Marktteilnehmer frei entscheiden können und nicht den Vorgaben eines zentralen Marktherrschers folgen müssen.“

Kartellrecht und Blockchain als Partner

Wegen dieser scheinbaren Synergie zwischen Kartellrecht und Blockchain fordern Buterin und Schregel die Aufsichtsbehörden auf, sich die Technologie zu Nutze zu machen. In diesem Zusammenhang schlagen sie vor, spezielle gesetzliche „Sandkisten“ einzurichten, in denen Blockchain-Entwickler gewisse rechtliche Freiheiten genießen. Ziel sollte es sein, die Dezentralisierung hiermit größtmöglich voranzutreiben.     

Auch wenn die Gewährung dieser Freiheiten gewisse Risiken birgt, wäre es dennoch ratsam, eine solche Strategie zu fahren, wie die beiden Autoren abschließend in Anlehnung an die Prinzipien der Spieltheorie zusammenfassen:

„Wenn die Technologie auf Konfrontationskurs geht, muss das Gesetz auch auf Konfrontationskurs gehen. Aber wenn sich die Technologie für Kooperation entscheidet, muss auch das Gesetz kooperieren, selbst wenn es damit einen Teil seiner Macht aufgibt.“

IOTA arbeitet an neuem dezentralisierten Social-Media-Projekt

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Datenhacks auf Social-Media-Plattformen sind keine Neuheit. Globale Riesen, wie etwa Facebook, sind bekannt für ihre Datenschutzprobleme. Während Internetnutzer weltweit weiterhin auf klassische soziale Netzwerke, wie etwa Facebook und YouTube, zurückgreifen, entwickeln Leute aus der Branche weiterhin auf Datenschutz ausgelegte Alternativen, die auf Blockchains, wie etwa IOTA, aufbauen.

Society2 ist ein neues dezentralisiertes Social Media-Projekt. Kurz wird ein solches auch als DeSM-Projekt bezeichnet. Ziel dabei ist es, den Benutzern die Kontrolle über ihre Daten zurückzugeben und den Besitzern von IOTA-Knoten die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Social Media-Seiten oder -Anwendungen zu betreiben.

Bei der offiziellen Ankündigung der Initiative am 5. Mai erklärte Society2, dass dezentrale soziale Netzwerke im Mainstream bisher nicht stark genutzt werden. Daher hat das Team von Society2 begonnen, an einem IOTA-basierten DeSM-Rahmenwerk zu arbeiten. Damit soll ein neuer Standard für den Datenschutz, die Kontrolle und die Interoperabilität von Daten, die zwischen Social-Meda-Plattformen ausgetauscht werden, ermöglicht werden.

Ben Royce, der Leiter der Entwicklungsabteilung von Society2, sagte gegenüber Cointelegraph:

“Das Framework von SOCIETY2 unterscheidet sich stark von den bestehenden sozialen Netzwerken. Ein Besitzer eines IOTA-Knotens kann eine Social-Media-Webseite oder -Anwendung ganz einfach betreiben. Er muss lediglich eine Open-Source-Vorlage aus einem Menü herunterladen und kann diese anpassen oder einfach übernehmen.”

Society2-Nutzer: Tausch von Daten gegen IOTA

Society2 verspricht einen Social-Media-Datenschutz und -Kontrolle, die es für Social-Media-Nutzer bisher noch nicht gab. Society2 plant im Rahmen dieser Initiative, Social-Media-Nutzern die Möglichkeit zu geben, das gewünschte Maß an Datenschutz explizit selbst zu wählen. Dabei werden gebührenfreie Mikrozahlungen in der Kryptowährung IOTA (MIOTA) als Belohnung verwendet.

Royce erläuterte, dass Society2 ausschließlich auf dem IOTA-Framework aufbauen werde. Die Plattform werde etwa mittels Peer-to-Peer-Mikrozahlungen in IOTA Nutzer dafür belohnen, dass sie Werbung auf Society2 sehen. “Wenn Sie Anzeigen erhalten und auf einige Ihrer Informationen preisgeben möchten, erhalten Sie einen Teil der Einnahmen des Eigentümers des IOTA-Knotens, der eine bestimmte Webseite oder App betreibt”, so Royce.

Er erklärte dazu:

“IOTA ist die einzige Währung, die im SOCIETY2-Framework unterstützt wird. IOTA ist der technologische Kern des SOCIETY2-Frameworks, weil er am besten zu unseren Anwendungen passt. Neben der Skalierbarkeit und der Möglichkeit, Nachrichten sicher zu versenden, ermöglicht IOTA gebührenfreie P2P-Mikrozahlungen.”

Society2 plant dezentralisiertes Social-Media-Framework für Twitter

Neben der Implementierung der Kryptowährung IOTA als Basiswährung, mit der das System arbeitet, will Society2 seine Plattform auf der Distributed-Ledger-Technologie von IOTA aufbauen. Das Projekt wird auf IOTA Streams aufbauen. Dieses Framework dient kryptographischen Anwendungen und wird von der IOTA Foundation entwickelt. Insbesondere soll IOTA-Streams die Verschlüsselung und Verbreitung von Social-Media-Inhalten ermöglichen. Außerdem will Society2 die Dezentralisierte Identitätstechnologie von IOTA einsetzen.

Nach dem offiziellen Start des Projekts und der Lancierung der Webseite in dieser Woche erwartet Society2, bis zum 3. Quartal 2020 einen ersten Prototyp ihres DeSM-Systems liefern zu können. Dann wird die Plattform anhand des Feedbacks der Community angepasst, so Joseph Skewes, der Betriebsleiter des Projekts. Das Society2-Team gehört seit Jahren der IOTA-Community an und hofft, dass ihr Framework von Social-Media-Riesen, wie etwa Twitter, genutzt werden könnte, so Skewes. Er erklärte:

“Twitter finanzierte kürzlich ein unabhängiges Team namens bluesky, das im dezentralisierten Social-Media-Bereich einen Standard sucht, den Twitter selbst irgendwann nutzen könnte. Ein Rahmenwerk wie SOCIETY2 könnte zu einem geeigneten Kandidaten für eine solche Plattform werden.”

Der Twitter-CEO und -Gründer Jack Dorsey gab bekannt, dass das Unternehmen Ende 2019 ein spezielles Team eingerichtet habe, das einen dezentralen Standard für soziale Netzwerke entwickeln soll.

Society2 ist nicht die einzige Firma, die an Blockchain-Alternativen zum traditionellen Social-Media-System arbeitet. Im Oktober 2019 gaben David Gelernter, ein Informatikprofessor an der Yale, und Rob Rosenthal, ein ehemalige Goldman-Sachs-Mitarbeiter, bekannt, im Jahr 2020 ein neues Projekt lancieren zu wollen. Dabei soll eine Blockchain-Version von Facebook entwickelt werden.

CoinGecko-CEO: Neutralität für CoinMarketCap schwierig

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Nur eine Woche nachdem die Börse Binance ihre Übernahme von CoinMarketCap (CMC), eine Kryptodaten-Webseite, die sehr häufig als Referenz verwendet wird, bekanntgegeben hat, kommentieren einige prominente Persönlichkeiten aus der Krypto-Community dieses Ereignis.

Bobby Ong, der Mitbegründer und CEO von CoinGecko, gab am 6. April ein Interview mit My Two Gwei. Unter den Themen war auch die 400-Mio.-US-Dollar-Übernahme der Kryptodaten-Webseite und die Rolle, die das in Zukunft spielen könnte.

Ong betonte, dass sein Unternehmen die “Datenintegrität aufrechterhalten” müsse, angesichts “vieler neuer Börsen, die bei ihrem Volumen mogeln”. Der CEO sprach in dem Interviews auch über CMC, ein Konkurrent von CoinGecko:

“Nach dieser Übernahme wird es für CoinMarketCap meiner Meinung nach schwierig sein, neutral und unabhängig zu bleiben. Damit sind wir jetzt der größte, unabhängige Kryptodaten-Aggregator auf dem Markt.”

CMC hat seine eigenen Methoden für die Bewahrung der Datenintegrität. CoinGecko verwendet einen “Trust Score”, um den Kunden ein besseres Verständnis zu geben, ob “das gemeldete Volumen realistisch” ist. Die Kryptodaten-Webseite hat kürzlich ein Buch über das dezentralisierte Finanzwesen (DeFi) veröffentlicht, das in der Welt der Kryptowährungen derzeit beliebt ist. 

Leute in der Krypto-Community heißen die Übernahme von CMC gut

CMC wird von einigen Leuten schlecht geredet, während andere Leute in der Krypto-Community die Übernahme der Daten-Webseite durch Binance weitgehend unterstützen

Im Gespräch mit Cointelegraph sagte Eric Benz, der CEO der Kryptobörse Changelly, er sei zuversichtlich, dass dieser Deal beiden Parteien zugute kommen werde, und der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können. Eine ähnliche Ansicht teilt Mike Alfred, der CEO und Mitbegründer der Fintech-Firma Digital Assets Data. Er sagte, Binance gehöre zu den stärksten und angesehensten Unternehmen, die derzeit im Krypto-Ökosystem tätig seien.