DeFi Volumen bei 2 Mrd. $ – Wie geht es weiter?

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DeFi ist eines der ganz großen Themen im Kryptobereich zurzeit. Die meisten Projekte konnten in den letzten Wochen bzw. Monaten einen starken Zuwachs ihres Tokenpreises verzeichnen. Nicht nur der Tokenpreis steigt, auch das verwaltete Kapital der Projekte. Dieses hat mittlerweile die 2 Mrd. $ Marke erreicht. Zurzeit stehen wir bei insgesamt rund 1,85 Mrd. $. Noch vor einem halben Monat waren wir bei gut der Hälfte.

defi.dapp.review Rangliste der DeFi Projekte nach verwaltetem Kapital.
Quelle: defi.dapp.review

Den stärksten Zuwachs an verwaltetem Kapital hat wohl Compound zu vermelden. Durch die Ausgabe der Token an Nutzer, indem sie sich der Plattform bedienen, hat sich der Trend des Yield-Farmings entwickelt. Dieser nicht ganz ungefährliche Hype hat Tokenpreis und verwaltetes Kapital stark ansteigen lassen. Gibt es da doch einen Zusammenhang zwischen dem Preis und dem Yield-Farming. Je höher der COMP-Preis, desto höher die Rendite, da COMP ausbezahlt werden.

Doch auch andere Projekte wie die MakerDAO die vor Kurzem ihren lang gehaltenen 1. Platz, das verwaltete Kapital betreffend, an Compound abtreten musste, konnte sich vom Crash im März wieder gut erholen.

Bei Synthetix hat sich das verwaltete Kapital seit 1. Juni auf 311 $ fast verdreifacht. Konstant geblieben ist der Ressourcenverleih auf EOS, EOS REX. Gleich hinter REX kommt Balancer, der auf defi.dapp.review noch nicht gelistet ist. Dieses Projekt verwaltet rund 140 Mio. $. Wir sind also schon bei gut 2 Mrd. $ die alle Plattformen verwalten. Aufgefallen ist Balancer durch einen Hack vor wenigen Tagen.

Aave konnte seit der Einführung von Lendingpools Anfang des Jahrs einen starken Zuwachs des verwalteten Kapitals verzeichnen. Heute hat das Projekt laut der Homepage bereits bei 150 Mio. $ in den Smart Contracts.

Nennenswert ist noch wBTC wegen seiner Bedeutung für DeFi. wBTC ermöglicht die Verwendung von Bitcoin auf der Ethereum Blockchain. So kann z. B. Bitcoin als Pfand für Kredite hinterlegt werden.

Wie geht es mit DeFi weiter?

DeFi befindet sich gerade im Hype. Dies motiviert die Menschen sich mehr mit dem Thema zu befassen. Es locken hohe Zinsen für das Verleihen des Kapitals. Wenn Investoren das erfahren, probieren sie die neue Technologie aus. Dies führt zu einem Anstieg des verwalteten Kapitals. Das verwaltete Kapital hängt auch stark mit dem Kryptomarkt zusammen, da sehr viele Assets Kryptowährungen sind.

Es sei bei der Verwendung von DeFi immer Vorsicht geboten. Die hohen Zinsen kommen nicht von ungefähr. Zum einen ist natürlich die Einfachheit, wie man zu einem Kredit kommt bahnbrechend, zum anderen bergen die Smart Contracts Risiken. Sie könnten Fehler enthalten oder gehackt werden, was immer wieder vorkommt. Diese Risiken treiben die Zinsen nach oben.

DeFi Stecklinge in Erde
DeFi© Cryptoticker

Coinbase Stablecoin USDC knackt Marktkapitalisierung von 1 Mrd. US-Dollar

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Der USD Coin (USDC), ein Stablecoin, der gemeinsam von der Kryptobörse Coinbase und Zahlungsdienstleister Circle gegründet wurde, hat einen wichtigen Meilenstein geknackt.

Am 3. Juli hat die Marktkapitalisierung des USDC erstmals die Schallmauer von 1 Mrd. US-Dollar durchbrochen, seit der Stablecoin im Oktober 2018 eingeführt worden ist. Laut Daten von Coin360 ist diese Entwicklung durch einen starken Aufschwung seit März 2020 begünstigt.

Der USDC ist hinter Tether (USDT) der zweitgrößte Stablecoin mit Bindung an den US-Dollar. Gleichsam liegt der USD Coin bei Redaktionsschluss auf Platz 17 unter allen Kryptowährungen, was die Marktkapitalisierung betrifft.

USD Coin all-time chart

USD Coin Kursdiagramm. Quelle: Coin360

DeFi steht laut prominentem Investor trotz parabolischer Kursanstiege bei LINK und COMP erst am Anfang

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Wenn du den Crypto-Markt in den letzten Monaten verfolgt hast, ist dir wahrscheinlich aufgefallen, dass insbesondere eine Art von Altcoins einen anhaltende Preisrallye verzeichnen können und zwar diejenigen, die mit dem neuen Buzzword des Jahres „dezentralisierter Finanzierung“ (DeFi) in Verbindung stehen.

Aave, Kyber Network, Loopring, Bancor, Maker und Melon konnten alle Gewinne von mehr als 100 Prozent verzeichneten. Andere Projekten wie Chainlink, Synthetix, Compound und Balancer haben ebenfalls parabolische Kursverläufe verzeichnet.

Doch was steckt hinter diesen sagenhaften Renditen? Sind wir am Crypto-Markt wieder in einer Blase angelangt?

Inmitten einer möglichen Ethereum-DeFi Blase

Mit dem rasanten Anstieg der bereits genannten Altcoins wird vielerorts bereits von einer neuen Blase getuschelt. Andere schreien es geradewegs laut heraus und argumentieren, dass dieser Wertzuwachs einzig und allein auf FOMO basiert. DeFi ist ein Buzzword, dass sich scheinbar wie von selbst verkauft.

Weiss Ratings und seine Abteilung verantwortlich für Kryptowährungen ging sogar auf Twitter soweit, die Idee, dass sich DeFi von dem restlichen Crypto-Markt abkoppeln könnte, als lächerlich zu betiteln. Ihrer Meinung ist es nur eine Frage der Zeit, bis DeFi wieder „im Einklang mit dem Rest des Marktes handeln“ wird.

Die Token der DeFi-Protokolle werden derzeit tatsächlich zu einem absurd klingendem Kurs-Gewinn-Verhältnis (PE) von 100 zu 4.360 gehandelt. Während Kryptowährungen natürlich nicht genau wie Aktien traditioneller Unternehmen zu behandeln sind, meiden Value-Investoren oft Assets mit extrem hohen PE-Verhältnissen. Zum Vergleich: Laut Investopedia, beträgt das durchschnittliche historische PE-Verhältnis des S&P 500 13-15.

Der Risikokapitalgeber Julien Thevenard teilte diese Meinung und vertrat am 21. Juli auf Twitter die Ansicht, dass der DeFi-Sektor von Ethereum eine Blase sein könnte, die sich derzeit ausbildet.


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DeFi steht erst am Anfang

Laut dem prominenten Crypto-Venture-Investor und Analysten Andrew Kang ist die Annahme, dass DeFi eine Blase ist, jedoch möglicherweise falsch.

Am 1. Juli veröffentlichte Kang einen 25-teiligen Thread über DeFi, in dem er seine Gedanken darüber teilte, „in welchem Stadium des DeFi-Marktes wir uns aus einer ‚Innenperspektive‘ befinden“. Wie aus dem untenstehenden Schaubild ersichtlich ist, befindet sich DeFi seiner Meinung nach noch in den frühesten Wachstumsphasen.

Er führte diese optimistische Stimmung auf eine Reihe von Trends zurück. Unter anderem erklärte Kang, dass die Nutzung von DeFi „traditionell auf Hardcore-Nutzer und/oder ETH-Wale konzentriert ist“, was durch die nur 1.000 bis 2.000 Adressen belegt wird, die noch vor wenigen Wochen aktiv die Finanzanwendungen von Ethereum nutzten.

Wichtig an dieser Statistik ist, dass 1.000-2.000 Benutzer weniger als ein Prozent aller aktiven Crypto-Benutzer ausmachen. Das bedeutet, dass DeFi ein exponentielles Wachstumspotential hat. Im Hinblick darauf, dass selbst Chamath Palihapitiya, einer der größten Bitcoin Bullen, nicht weiß, was DeFi ist, unterstreicht diese Annahme von Kang.

Zweitens bemerkte Kang, dass asiatisches Geld, das während der Blase 2017/2018 viele Altcoin Kurse „to the moon“ geschickt hat, gerade erst anfängt, „FOMO zu spüren“. Darüber hinaus „trifft die Entwicklung von DeFi auf einen Wendepunkt“. Mit mehr Liquidität, besseren Entwicklungsinstrumenten, erfolgreichen Fallstudien, Bildung und vielem mehr könnte DeFi auf lange Sicht noch genug Raum für Wachstum haben.


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Was denkst du über die aktuelle Situation am Markt: Befindet sich DeFi inmitten einer Blase oder ist das erst der Anfang? Hinterlasse uns deine Gedanken und Meinung in unserem Telegram-Channel., um dich dort mit unseren Experten und unserer Community auszutauschen. Wir freuen uns auf dich!

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Ethereum Fundamentalwert mit neuem Zwei-Jahres-Hoch – täglich aktive Adressen auf Werten wie vor dem ETH Kurs bei 1.500 USD

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Wer den Crypto-Space häufig verfolgt, wird in den letzten Tagen und Wochen mitbekommen haben, dass der DeFi (Decentralized Finance) Trend an Fahrt aufgenommen hat. Dabei gibt es die Entwicklung von dezentralen Finanzapplikationen wie im Bereich Lending auf Ethereum nicht erst seit gestern. Trotz der Tatsache, dass der Ethereum Kurs vom Aufflammen von DeFi in jüngster Zeit nicht profitieren konnte, befindet sich der ETH Preis seit Anfang des Jahres dennoch über 77% im Plus und kann damit sogar Bitcoin um Längen outperformen. Nun erreicht ein Fundamentalwert von ETH ein neues Zwei-Jahres-Hoch und lässt die Hoffnungen auf eine Rallye im Kurs wieder steigen.

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Ethereum mit täglich aktiven Adressen auf Zwei-Jahres-Hoch

Gemeint ist bei dem Fundamentalwert von Ethereum die „täglich aktiven Adressen“. Diese haben am 29. Juni laut Santiment, einer Blockchain Daten-Plattform, ein neues Zwei-Jahres-Hoch bei fast 500.000 erreicht. Genauer gesagt konnte diese Metrik 486.000 Adressen erreichen.

Ethereum aktive Adressen auf Zwei-Jahres-Hoch

Das Besondere dabei: diese Aktivität im Ethereum Netzwerk wurde zuletzt Ende 2017 bzw. Anfang 2018 gesehen, als der Ethereum Kurs sein bisheriges Allzeithoch bei fast 1.500 USD erreichte. Bei einem aktuellen Kurs von ca. 231 USD ist die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung davon allerdings noch weit entfernt.

Die Daten von Santiment zeigen dabei, dass es sich bei der Entwicklung nicht um ein Strohfeuer, sondern um eine seit längerer Zeit anhaltende Entwicklung handelt. Eine weitere positive News für Ethereum verkündete „Weiss Crypto Ratings“, als sie twitterten, dass die von Börsen abgezogenen Ether auf einem Sechs-Monats-Hoch sind.


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DeFi auf dem Vormarsch

Wie Weiss Crypto Ratings im obigen Post erwähnt, ist es „offensichtlich, dass diese Aktivität in Verbindung mit DeFi steht“. Gerade in letzter Zeit sind einige neue Projekte im Bereich des Yield Farmings an den Start gegangen. Wer über diesen DeFi Bereich bei Ethereum gerne mehr erfahren möchte, dem sei unser Artikel darüber wärmstens ans Herz gelegt. 

Neben Yield Farming, gibt es noch andere Entwicklungen, die wesentlich zum Wachstum des DeFi-Bereichs beigetragen haben. Die Kreditvergabe-Plattform Compound Finance hat kürzlich einen nativen Token namens COMP auf den Markt gebracht, der unter anderem für die Netzwerkverwaltung verwendet werden kann. Die Veröffentlichung des Tokens hat COMP an die Spitze der DeFi-Rangliste gehoben und MakerDAO deutlich überholt.

Der DeFi-Raum hat nun eine Marktkapitalisierung von insgesamt 6,1 Milliarden Dollar, wobei Compound eine Marktkapitalisierung von 2,1 Milliarden Dollar hält, gefolgt von Maker mit 450 Millionen Dollar.

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Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.

DeFi: Compound-Nutzer stimmen für Änderung der Farming-Regeln

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Die Inhaber der COMP-Governance-Token stimmen für eine Änderung des Belohnungssystems der dezentralisierten Kreditplattform – ein Versuch das verdiente Kapital des Yield Farmings gerechter zu verteilen.

Compound etablierte sich in den letzten Wochen als ein Starprojekt in dezentralisierten Finanzen (DeFi). Das lag mitunter daran, dass das Yield Farming der COMP Token ein massiver Erfolg war. Das Protokoll wuchs auf ein Gesamtvolumen von einer Milliarde US-Dollar und die Kreditvergabe auf 383 Millionen US-Dollar. Doch das Anreizsystem bringt auch einige Probleme mit sich. Unter anderem hat der BAT-Markt auf Compound, der mittlerweile 74 Prozent ausmacht, ein unnatürlich großes Wachstum an Start gelegt. Jetzt soll das Compound Governance Proposal #11 Abhilfe schaffen.

Compound Proposal: 771.804 Stimmen dafür, 1 dagegen

Bei der Abstimmung am 30. Juni 771.804 wurden COMP eine Änderung des Protokolls eingesetzt und gerade einmal ein COMP dagegen. Insgesamt bedeutet das, dass 26 Prozent aller liquiden COMP beim Voting eingesetzt wurden. Zu den Abstimmenden COMP-Walen gehören unter anderem Dharma, ParaFi Capital, Dragonfly Capital, Kyber Network und Pool Together. Hierbei ist wichtig anzumerken, dass das Team und die Investoren wie bei vielen anderen Governance-Token-Designs die Mehrheit der Token und damit das Stimmrecht in frühen Phasen kontrollieren kann, was die Marktdynamik beeinflussen kann.

Das Compound Governance Proposal #11 wurde am 27. Juni eingereicht und daraufhin innerhalb der Community des Compound-Netzwerk umfassend geprüft. Die Änderungen werden innerhalb der nächsten zwei Tage in das Protokoll aufgenommen.

Was sind die Veränderungen?

Das Compound Governance Proposal #11 ändert die Art und Weise des Anreizsystems für den Governance-Token. Denn bisher werden Benutzer in der COMP-Verteilung bevorzugt, die über viel Vermögen zum Ausleihen und Geld als Zinszahler als Kreditnehmer verfügen. Das entspricht entgegen der eigentlichen Absicht der DeFi-Plattform. Ursprünglich hoffte sollte das System die eifrigsten Nutzer mit einem tatsächlichen Bedarf an den Services der Plattform bevorzugen. Niemand hatte erwartet, dass die Lücke zwischen den Erträgen des COMP-Farmings und dem COMP-Kurs auf dem Markt so stark auseinandergehen. Dies machte den Token natürlich interessant für Investoren und brachte ihnen hohe Renditen ein.

Ab 2. Juli erhalten die Benutzer COMP nur auf der Grundlage des US-Dollar-Wertes ihrer Vermögenswerte, die sie in das System eingegeben oder aus dem System geliehen haben. So sollen sich die Vermögenswerte mit Sicherheit auf andere Märkte verlagern.

So schreibt Brendan Forster, Mitgründer von Dharma, dem Krypto-Nachrichtenportal CoinDesk in einer E-Mail:

Durch die Verteilung auf Basis der gesamten Kreditvergabe schwindet der Anreiz zum Handel in Nischen-Asset-Pools weitgehend. Es ist wahrscheinlich, dass ein Großteil dieses Kapitals (insbesondere der BAT-Markt) aus dem Protokoll herausfließen wird.

Dies soll erreichen, wirklich engagierte Benutzer des Protokolls zu belohnen und reinen Spekulanten das Leben schwerer zu machen.

Interessierst du dich für Compound? Detaillierte Informationen über den rasanten Anstieg der dezentralisierten Kreditplattform findest du in unserer Juli-Ausgabe des Kryptokompass.

Neuer Bezug zum Finanzsystem – Wie DeFi unsere Gesellschaft nachhaltig verändern wird

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Was ist Geld und wie wird Geld erschaffen? Eine sehr simple Frage, auf die die meisten Menschen jedoch keine vollständige Antwort wissen, obwohl jeder Mensch auf diesem Planten einen Bezug zu Geld hat. Dabei ist es zweitrangig, ob die Rede nun von alten Tauschgütern, Fiat- oder modernen Kryptowährungen ist. Geld ist im Grunde genommen nichts weiter als ein Energiespeicher. Hierfür soll ein kleines Gedankenexperiment als Beispiel dienen: Ein gewöhnlicher Bauarbeiter wendet körperliche Energie auf, für dessen Gegenzug er Geld bekommt. Mit dem verdienten Geld geht dieser in den Supermarkt, um Lebensmittel zu kaufen, durch diese er seinen körperlichen Energiespeicher wieder auffüllen kann. Gleichzeitig wird, durch seinen Einkauf, die Angestellten im Supermarkt bezahlt, die auch Energie für ihre Arbeit aufwenden müssen. So geht der Kreislauf endlos weiter.

In den frühen Anfangszeiten der Menschheit tauschten die Menschen untereinander mit den unterschiedlichsten Gütern, wie Muscheln, Gold, Lebensmitteln, Tierfellen und vielen mehr. Diese Tauschgüter stellten, in einer frühen Anfangsform von Geld, gespeicherte Energie dar. Als die Entwicklung mehr und mehr zum Handeln mit Edelmetallen, vor allem in Münzform, überging, stellte sich allerdings ein grundlegendes Problem dar: Das Reisen, beispielsweise durch Europa, war damals deutlich gefährlicher als heute. Auf dem Weg mit der Kutsche konnte man leicht von Räubern auf der Strecke überfallen werden, wodurch man hohe Beträge an Gold und Silber verlieren konnte. Die Idee hinter den damals modernen Banken war es, die Münzen der Menschen zu verwalten und im Gegenzug Quittungen auszustellen, die den Besitz einer gewissen Menge an Gold oder Silber bestätigte. Diese Entwicklung nahm nun fortan seinen Lauf, wodurch im 19. Jahrhundert in vielen Ländern der Goldstandard eingeführt wurde, also eine Deckung der Geldmittel durch reelles Gold, welche gesetzlich festgeschrieben war. Nachdem mehr und mehr Länder diesen Standard auflösten und der zweite Weltkrieg endete, wurde der US-Dollar zur Ankerwährung der Welt ernannt, weil diese die letzte an einen Goldstandard gebundene Währung war, und somit als sicher galt. Allerdings löste der damalige US-Präsident Richard Nixon am 15. August 1971 diesen, aufgrund politischer Spannungen, wieder auf. Seit diesem Tag ist das heutige Papiergeld weder ein Beleg für den Besitz von Edelmetallen, noch ein werthaftes gedecktes Tauschgut, sondern nur noch Papier, welches von den Zentralbanken theoretisch nach belieben gedruckt werden kann. Somit widerspricht diese Art von Geldpolitik dem eigentlichen Sinn hinter Geld, ein Speicher für aufgewendete Energie zu sein, wenn dieses einfach gedruckt werden kann. Die heutigen Banken legen Geld für Anleger an, die im Gegenzug einen Zins auf das angelegte Kapital erhalten. Auf der anderen Seite können Menschen, unter bestimmten Vorraussetzungen, einen Kredit aufnehmen, für welchen sie wiederum Zinsen bezahlen müssen, die höher sind, als die Zinsen, die die Anleger von der Bank für das Anlegen ihres Geldes erhalten. Eine sogenannte Nettozinsspanne stellt hierbei die Gewinnmarge der Banken dar. Zentralbanken, wie Federal Reservebank (FED) oder Europäische Zentralbank (EZB), geben den Banken hierbei einen Leitzins vor unter dessen Vorgabe sie Geld verleihen können. Am Ende des Tages muss also, sowohl der Anleger, als auch der Kreditnehmer, einer zentralen Institution vertrauen.

An genau dieser Stelle kommt Dezentraliced Finance (DeFi) ins Spiel. Bei DeFi geht es viel mehr darum einem Code, und keiner Person oder Institution vertrauen zu müssen. Das Finanzsystem soll durch die Blockchain dezentraler und effektiver werden. Es würde weniger Zwischenparteien geben, durch dessen Hände das Geld fließt, niemand würde mehr die Macht über das Privatvermögen Dritter verfügen und Gebühren für Überweisungen ins Ausland etc. würden deutlich geringer ausfallen. Banale Dinge, wie die Eröffnung eines Bankkontos, also die Durchführung zum Zugang des Finanzsystems, würde deutlich schneller und einfacher gehen. Während eine Kontoeröffnung bei einer Bank, wie die HSBC, bis zu 36 Werktage dauern kann, ist ein Zugang zum Kryptomarkt in Minuten möglich.

“DeFi wird mit den Banken das machen, was das Internet mit den Zeitungen gemacht hat!”

Nemil Dalal, Produktmanager bei Coinbase

Doch welche Möglichkeiten kann DeFi der Gesellschaft konkret bieten? Es gibt derzeit verschiedene Projekte und Protokolle für unterschiedliche Anwendungen. Hier drei Beispiele:

1.) Kyber Network

Kyber Network ist als eine digitale und dezentrale Wechselstube auf einer Blockchain zu verstehen. Genauer gesagt ist Kyber Network ein Protokoll auf der Ethereum Blockchain. Es schafft eine Brücke zwischen der Vielzahl an Token in dem großen Krypto-Universum und den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten. So könnte man eines Tages überall mit jeder erdenklichen Währung in einem Geschäft zahlen, da dieses die automatisierte Funktion von Kyber integriert hat, welches die gezahlte Währung automatisch in eine andere umtauschen kann. Lokale Wechselstuben oder Wechselgebühren würden damit weltweit überflüssig werden, und der globale Handel erleichtert.

2.) Compound

Compound, unter Insidern auch “Antibank” genannt, bietet Besitzern von Token die Möglichkeit, diese zu verleihen. Hierbei sendet der Verleiher diese an einen Smart Contract. Im Gegenzug erhält der Verleiher Token, die den Anteil am Pool repräsentieren. Der Verleiher erhält von den Kreditnehmern der Token Zinsen zu einem relativen Zinssatz. Durch den Zugang zu den aktuellen Preisen, den der Smart Contract durch Orakle erhält, wird der Verleiher vor möglichen Verlusten geschützt, da der Smart Contract den Pfand liquidiert, wenn sein Wert dem geliehenen Kredit gefährlich nahe kommt. Kurzum: Der Nutzer wird selbst zur Bank und kann durch die Zinsen ein passives Einkommen generieren. Mehr Informationen zu Compound findest du hier.

3.) KAVA

KAVA baut auf der BEP2-Blockchain von Binance auf. Es ist im Prinzip ein Darlehnsvertrag, der eine Plattform bietet, um USDX, der Stablecoin von KAVA, zu erhalten. Dabei können die User verschiedene Vermögenswerte als Sicherheit, wie Bitcoin oder Ethereum, hinterlegen. Das KAVA-DeFi-Protokoll wurde auf dem Cosmos Hauptnetz gestartet, und kann Ripple als einen bekannten Partner des Projekts nennen.

Doch was bedeutet das für die Gesellschaft?

Dies waren nur ein paar wenige Beispiele für DeFi Protokolle, doch sie zeigen auf was möglich ist, und wie früh diese Entwicklung noch ist. Es ist selbstverständlich empfehlenswert sich auch mit anderen Projekten, wie Maker oder Uniswap zu beschäftigen. Das DeFi-Universum scheint endlos groß zu sein!

Doch wie könnte nun eine Zukunft mit DeFi aussehen, und welchen Mehrwert würde das der Gesellschaft bringen? Es ist schwer vorstellbar, dass Banken in naher Zukunft komplett abgeschafft werden könnten. Allerdings werden sich Banken mittel- bis langfristig stark verändern und sich neuen Technologien anpassen müssen. Einige wenige werden dies tun, Andere werden diese Bewegung ignorieren oder sogar bekämpfen wollen, wodurch diese vermutlich untergehen werden. Denn Blockchain und Banken hin oder her; am Ende des Tages hat sich die bessere Technologie immer durchgesetzt, sei es das Auto gegenüber der Kutsche, oder die Glühbirne gegenüber der Kerze. Neue Anwendungsmöglichkeiten, wie die eben genannten Protokolle, könnten das Leben von Milliarden von Menschen erleichtern. Da jeder Mensch auf dieser Welt, in welcher Art und Weise auch immer, mit Geld zu tun hat, wird dies der große Mehrwert und die große Veränderung sein, die DeFi unserer Gesellschaft bringen wird. Eine dezentrale, transparentere Finanzwelt, bei der jeder Weltbürger teilhaben kann.

Bitcoin US-Dollar
Bitcoin© Cryptoticker

Kann man mit DeFi ein passives Einkommen erzielen?

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Decentralized Finance – kurz Defi – ist, innerhalb der Blockchain-Szene, seit vergangenem Jahr intensiv diskutiert.

Andreas Antonopoulos zufolge ist Decentralized Finance (zu Deutsch: dezentrale Finanzen) der beste Weg, um ein passives Einkommen mit Bitcoin zu erzielen. Auf DeFi-Plattformen können Sie ohne Zwischenhändler Geld und Coins leihen, verleihen und sparen. DeFi birgt aber auch Risiken. Und diese sind nicht zu gering, die Technik ist noch (zu) neu.

Ist DeFi der nächste grosse Bubble?

DeFi steht für Decentralized Finance und beschreibt ein spezielles Ökosystem im Bitcoin-Bereich. Dabei basiert DeFi im Regelfall auf Smart Contracts. Die aktuell wichtigste Blockchain-Lösung für DeFi-Anwendungen zum aktuellen Zeitpunkt ist Ethereum. Bereits heute finden Interessenten zahlreiche dezentrale Applikationen (DApps), die sich auf den Finanzsektor fokussieren.

Die DeFi-Bewegung übersetzt traditionelle Finanzprodukte in die Open-Source- und dezentrale Welt, was die Notwendigkeit von Vermittlern überflüssig macht. Dies senkt die Kosten und erhöht auch die Sicherheit. Es ist ja keine Drittparte mehr involviert, welche Zugriff auf die Finanzmittel oder Algorithmen hat. Allerdings ist die Technologie noch neu und daher momentan eher für versierte User geeignet. Einfache und verständliche Anwendungen werden aber sicher sehr bald auf den Markt kommen.

Fazit

DeFi scheint der nächste grosse Hype zu werden im Bitcoin-Bereich. Ja es DeFi ist mittlerweile bereits eine Art Mini-Blase geworden. Börsen wie Coinbase heizen den Hype weiter an. Unter anderem enstand eine grosse Nachfrage nach dem Compound Token, den Coinbase unerwartet gelistet hatte. DeFi ist definitiv ein heisses Thema. Es gab aber auch schon einige grosse Hacks und Skandale. Wer hier investieren möchte braucht Nerven. Oder um es mit den Worten von Warren Buffet zu sagen: Kaufe nur, was du verstehst!







Auf Nummer sicher: DeFi-Plattform lanciert Optionen auf Compound

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Risiko reduzieren, trotzdem Gewinne kassieren: Durch Opyns Strategie mit Optionen sollen Compound-Käufer jetzt vor plötzlichen Kurseinbrüchen geschützt werden.

Während der Aufschwung von COMP, dem Governance Token der dezentralisierten Kreditplattform Compound, den Sektor mit frischer Liquidität versorgte, bietet nun die DeFi-Versicherungsplattform Opyn Put-Optionsscheine auf den Governance-Token an. Sie geben dem Käufer das Recht, den jeweiligen Basiswert in der Zukunft zu einem festgelegten Kurs verkaufen zu können. 

Damit sollen Nutzer vor Risiken geschützt werden. Beispielsweise im Fall eines extremen Kursverlust in der nahen Zukunft. Opyn bietet bis zum 3. Juli Put-Optionsscheine auf COMP zum Preis von 150 US-Dollar an.

Die Put-Optionen verkündete Opyn über seinen offiziellen Account auf Twitter:

Wir freuen uns, die @compoundfinance COMP-Put-Optionen einzuführen! Ab jetzt kannst du dich schützen, falls der COMP vor dem 3. Juli auf $150 oder weniger fällt.

Compound dominiert DeFi

Seit der Verteilung der ersten COMP Token dominiert die Plattform das DeFi-Ökosystem von Ethereum (ETH) und stürzte sogar den größten Konkurrenzen MakerDAO vom Thron. Derweil zog Compound 631 Millionen US-Dollar aus dem 1,6 Milliarden US-Dollar schweren Ethereum DeFi-Sektor und besitzt eine stolze Dominanz von 38,8 Prozent.

Wie die Absicherung funktioniert

Eine Put-Option mit einem 150 US-Dollar Strike, also dem Preis, zu dem ein Kontrakt ausgeübt und der Vermögenswert gekauft oder verkauft wird, kann mit einer Anteilszahlung von derzeit 3,76 US-Dollar auf Opyns Website erworben werden. Damit erhält der Käufer sogenannte oToken und die weiderum geben ihm das Recht, COMP innerhalb der Frist von 150 US-Dollar auf unterschiedlichen Börsen zu handeln.

Im Gegenzug erhält der Optionsverkäufer, in diesem Fall Opyn, 150 USDC, einen Dollar-gestützten Stable Coin. Dadurch wird sichergestellt, dass kein Liquidationsrisiko besteht. Die Put-Option auf COMP ist eine Put-Option im amerikanischen Stil. In anderen Worten erhalten Käufer das Recht, COMP jederzeit vor dem 3. Juli für 150 US-Dollar zu handeln. Europäische Optionsscheine können beispielsweise erst am Ablauftag eingesetzt werden.

Werden die Put-Optionen getätigt, gibt der Käufer die oTokens gemeinsam mit den COMP-Token an Opyn zurück. Dafür erhält die Person 150 USDC. Der maximale Verlust wäre also die gezahlte Prämie, also der Preis eines Optionsscheins. Das bedeutet selbst wenn der Preis von COMP auf Null fallen würde, hätte der Inhaber die Garantie seine Put-Option auf COMP für 150 US-Dollar zu verkaufen.

Risiken regulieren

Ein Entwickler von Opyn, Anton Cheng, erklärte den Nutzen von Opyn so:

Die Verkaufsoption von Opyn kann von Händlern genutzt werden, die keine COMP besitzen, aber auf den DeFi-Token spekulieren wollen

Beispielsweise könnte ein Händler mit einer pessimistischen Sicht auf COMP einfach Put-Optionen zum verfügbaren Ausgangspreis von 150 US-Dollar kaufen. Sollte der COMP fallen, gewinnen die oToken an Wert und der Händler könnte sie auf daraufhin Uniswap liquidieren.

Zur Zeit des Schreibens handelt COMP bei 224 US-Dollar. Der Governance-Token wurde am 15. Juni in den Handel gebracht und der Kurs erreichte am ersten Tag fast 80 US-Dollar. In den folgenden drei Tagen stieg der Preis um 500 Prozent auf 380 US-Dollar und löste damit den regelrechten Hype im DeFi-Space aus.

Hacker stiehlt innerhalb von 24 Stunden zwei Mal COMP-Token

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Das Balancer-DeFi-Protokoll ist kürzlich Opfer eines Angriff geworden, bei dem 500.000 US-Dollar gestohlen wurden. Nicht einmal 24 Stunden später wurden bei einem zweiten Angriff Compound-Token (COMP) im Wert von etwa 2.300 US-Dollar gestohlen.

Hao, ein Ingenieur bei der DeBank, twitterte, dass ein Hacker dem Balancer-System vortäuschen konnte, es würde ihm einen beträchtlichen Teil der COMP-Token, die im Pool der dezentralisierten Börse gehalten werden, schulden.

Der Angriff nutze Blitzanleihen von dYdX und Uniswap aus. Der Hacker lieh sich über 33 Mio. US-Dollar, die zur Generierung von cToken verwendet wurden, die das Eigentum an einem Compound-Pool repräsentieren.

Der Angreifer übertrug die cToken dann in einen Balancer-Pool. Das führte dazu, dass Compound COMP-Token verteilte, die der Pool während seines normalen Betriebs angesammelt hatte. Der Hacker zwang Balancer daraufhin, den Saldo des Pools zu aktualisieren, der zu diesem Zeitpunkt das gesamte geliehene Geld enthielt. Das System glaubte daher, dass der Hacker Anspruch auf einen beträchtlichen Anteil an COMP-Token des Pools hatte, obwohl er zuvor kein Geld besessen hatte.

Der Hack endete mit einer Auszahlung der COMP-Token und einem Tausch von diesen gegen ETH. Das brachte dem Hacker eine relativ kleine Summe in Höhe von etwa 10 COMP ein, was etwa 2.300 US-Dollar entspricht.

Hao merkte an, dass der Angriff dem 500.000-US-Dollar-Hack von zuvor ähnele. Wie beim ersten Angriff wurde auch beim zweiten ausgenutzt, wie Balancer auf seine spezielle Art funktioniert.

Das Team hat versprochen, betroffene Nutzer zu entschädigen. Sie werden auch einem Forscher eine Entschädigung geben, der im Mai diese Schwachstelle meldete.

OKEx listet COMP-Token von DeFi-Protokoll Compound

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Die Kryptowährungsbörse OKEx listet nun auch den Token COMP von Compound. 

COMP ist der firmeneigene Token von Compound. Compound ist ein DeFi-Protokoll, mit dem Benutzer Zinsen auf ihre Einlagen verdienen oder Kryptowährungen verleihen können. Kreditvergaben und Kreditaufnahmen auf Compound werden über ein dezentralisiertes, Peer-to-Peer-Blockchain-Protokoll verwaltet.

Seit dem Start im Jahr 2017 konnte die Plattform laut DeFi Pulse den Spitzenplatz unter allen DeFi-Diensten erreichen, gemessen am Gesamtwert der eingesetzten Vermögenswerte.

Am 29. Juni gab OKEx bekannt, dass der Spothandel von COMP gegen Bitcoin (BTC) und dem Stablecoin USDT von Tether von nun an verfügbar sei. COMP-Einzahlungen waren eine Stunde vor und Auszahlungen eine Stunde nach Handelsbeginn möglich.

© Coincorner.ch