Pandemie hebt Ineffizienz des Systems hervor: Blockchain schafft Abhilfe

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Der in der Schweiz ansässige gemeinnützige Blockchain-Branchenverband Global Blockchain Business Council (GBBC) ist der Ansicht, dass die durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Krisen die Vorteile der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) hervorgehoben haben.

In der E-Mail-Korrespondenz mit Cointelegraph sagte ein Vertreter der GBBC, dass DLT die Ineffizienzen der Systeme, die der Organisation zeitgenössischer Gesellschaften zugrunde liegen, modernisieren und beheben könne.

Coronavirus hebt DLT-Anwendungsfälle hervor

“Die derzeitige Pandemie zeigt viele der Ineffizienzen und Mängel bestehender Systeme auf”, sagte der Sprecher und hob das Versagen vieler Regierungen bei der “Vorbereitung und Reaktion auf Krisen” hervor.

“Während viele dieser Ineffizienzen lange vor der aktuellen Krise bestanden, hat das Ausmaß der aktuellen Pandemie die Bewältigung dieser Herausforderungen in vielen Ländern zu einer Priorität gemacht.”

GBBC will auf Gesetzgeber zugehen

Vor diesem Hintergrund arbeitet die GBBC daran, den Dialog zwischen wichtigen politischen Entscheidungsträgern und Führungskräften zu fördern, wie DLT „bestimmte Ineffizienzen beseitigen und in einigen Fällen Rahmenbedingungen und Systeme grundlegend verändern kann, um sicherere, gerechtere und funktionalere Gesellschaften zu schaffen“.

“Wir glauben, dass die Blockchain-Technologie nicht nur die nächste Multi-Billionen-Dollar-Branche ist, sondern auch eine Kerntechnologie für die nächste Innovationswelle in allen Branchen weltweit.”

Die GBBC wird in den kommenden Jahren erhebliche Mittel für die Einbeziehung des Gesetzgebers bereitstellen.

GBBC startet DLT-Standardinitiative

Kurzfristig arbeitet die GBBC mit dem gemeinnützigen Think Tank Milken Institute und dem Blockchain-Beratungsunternehmen Accenture zusammen, um globale Standards für den DLT-Sektor zu entwickeln.

Das Hauptziel des Projekts besteht darin, “aktuelle Standards für digitale Assets und Krypto-Assets abzubilden, um besser zu bewerten, wo wir uns als Branche befinden, und wichtige Lücken, Inkonsistenzen und Konflikte zu identifizieren”. 

“Indem wir das Flickenteppich der Bemühungen in den Bereichen Konsortien aus den Bereichen Recht / Regulierung, Technik und Industrie identifizieren und konsolidieren, wollen wir einen Weg für eine bessere Akzeptanz und ein besseres Verständnis unter gemeinsamen Zielen für die Branche finden.”

Letzte Woche begrüßte die GBBC die Virtual-Reality-basierte Social Media Plattform Sensorium im Rat.

Als GBBC-Mitglied wird Sensorium an einer Reihe von GBBC-Aktivitäten teilnehmen, die darauf abzielen, „die Einführung der Blockchain-Technologie voranzutreiben und Regulierungsbehörden, politische Entscheidungsträger und Führungskräfte über die Vorteile der Technologie aufzuklären“.

Twitter-CEO tritt für Grundeinkommen ein, Krypto könnte Wegbereiter sein

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Jack Dorsey, der Geschäftsführer von Twitter und Zahlungsdienst Square, will 5 Mio. US-Dollar an Humanity Forward spenden. Die Non-Profit-Organisation wurde vom ehemaligen Präsidentschaftskandidaten und Krypto-Befürworter Andrew Yang gegründet und soll helfen, das Bedingungslose Grundeinkommen (Universal Basic Income) in den USA politisch zu etablieren.

Seine Spendenabsicht legte Dorsey dementsprechend am 21. Mai im Podcast von Andrew Yang offen. So meinte der Twitter-Gründer in diesem Zusammenhang, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen „schon längst überfällig“ wäre. Allerdings wäre es nur möglich, den politischen Widerstand durch Fallstudien und praktische Experimente in diese Richtung aufzuweichen.

Gegenüber dem Rolling Stone gab Yang bekannt, dass Humanity Forward die Spende von Dorsey deshalb dafür nutzen wolle, um jeweils 250 US-Dollar an US-Bürger zu verschenken, die im Zuge der Corona-Krise ihre Arbeit verloren haben oder in finanzielle Not geraten sind.

Corona-Hilfen als Testlauf für Grundeinkommen?

Im Rahmen seines Wahlprogrammes hatte Yang ursprünglich ein Bedingungsloses Grundeinkommen vorgeschlagen, das jedem (!) amerikanischen Bürger monatlich einen festen Grundbetrag ausbezahlt hätte. Obwohl sich Yang mit dieser Forderung nicht durchsetzen konnte, wird dieser Gedanke in zeitlich begrenzter Form bereits Realität, denn wegen der Corona-Krise hat die US-Regierung an weite Teile der Bevölkerung Einmalzahlungen in Höhe von 1.200 US-Dollar gemacht.

Die meisten Leistungsempfänger haben ihre Einmalzahlungen schon im April erhalten, während Amerikaner im Ausland das Geld erst im Mai bekommen haben. Für vier Millionen Menschen steht die Zahlung sogar noch gänzlich aus. Darüber hinaus gibt es noch weitere spürbare Probleme bei der Abwicklung der Corona-Hilfen. Sollte ein Bedingungsloses Grundeinkommen also irgendwann Realität werden, braucht es womöglich alternative Wege zur Verteilung der Gelder.

Krypto und Blockchain könnten Wegbereiter sein

Andrew Yang hat in der Krise über Humanity Forward inzwischen 2 Mio. US-Dollar an Menschen in Not vergeben. Obwohl er als Befürworter von Krypto und Blockchain gilt, setzt seine eigene Plattform die Technologien bisher noch nicht als Mechanismus zur Verteilung von Geldern ein.

Allerdings schicken sich andere Organisationen an, Blockchain-basierte Systeme für die Verteilung eines Bedingungslosen Grundeinkommens zu entwickeln.

Wie Cointelegraph am 20. Mai berichtet hatte, hat zum Beispiel die Non-Profit-Organisation GoodDollar eine Krypto-Wallet auf den Markt gebracht, die auf Grundlage der Blockchain-Technologie entsprechende Zahlungen abwickeln kann.  

Auch die Non-Profit-Organisation Hedge for Humanity, die hinter der Kryptowährung Manna steckt, arbeitet zurzeit an einem Blockchain-System zur Distribution von Grundeinkommen. In diesem Zusammenhang will die Organisation demnächst eine Verlosung durchführen, bei der die Gewinner ein einjähriges Grundeinkommen von 100 US-Dollar in Form der Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) oder Dai (DAI) ausgezahlt kriegen.

Digitales Europa – Abkehr vom Bargeld rückt näher

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Seit Frühjahr 2020 ist klar, dass uns eine rasante Zukunft bevorsteht. Der viel beschworene digitale Wandel wurde durch das Coronavirus massiv befeuert, da technologische Lösungen in vielen Feldern von jetzt auf gleich an Wichtigkeit gewonnen haben. Das Finanzwesen ist dabei eine der ersten Branchen, die sich darauf einlässt. So gewinnt die Umstellung von Bargeld auf kontaktloses Zahlen mittlerweile selbst in konservativen europäischen Ländern immer mehr an Boden, wodurch auch Kryptowährungen, allen voran die sogenannten Stablecoins, vermehrt in den Fokus rücken. Nicht nur Bargeld als möglicher Übertragungsweg für das Virus, sondern auch die inflationäre Geldpolitik im Zuge der Wirtschaftskrise wirken unweigerlich als Katalysator für die Marktreife von Kryptowährungen.

Bargeld verliert an Einfluss

Münzen und Geldscheine könnten dementsprechend schon bald ein Relikt vergangener Tage werden. Nicht nur, dass sie in der Post-Corona-Welt technologisch überholt und altbacken scheinen würden, zudem wären sie weiterhin eine Gefahrenquelle, da nicht klar ist, wann die Corona-Pandemie wirklich vorüber ist. Dementsprechend ist durchaus realistisch, dass Social-Distancing und andere Vorsichtsmaßnahmen auch auf längere Zeit noch Gültigkeit haben werden.

Im Gegensatz zu den USA und Asien, die Innovationen und neuen Entwicklungen generell offener gegenüberstehen, ist Europa eher traditionell und konservativ eingestellt. Durch die Krise drängt sich der Wandel nun aber geradezu auf, also wenn nicht jetzt, wann dann?

Selbst hier in Deutschland, wo Bargeld essentieller Bestandteil des alltäglichen Lebens ist, haben die Kartenzahlungen im Zuge der Corona-Krise erstmals Bargeldzahlungen übertroffen. Treibende Kraft für diesen Sinneswandel sind allen voran gesundheitliche Bedenken, bei der Nutzung von Bargeld. Diese Annahme wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass mehr als die Hälfte aller Kartenzahlungen in Deutschland inzwischen kontaktlos getätigt werden. Vor der Krise waren es nur knapp 35 % aller Kartenzahlungen. Mittelfristig wird das Bargeld bei uns zwar nicht so schnell verschwinden, jedoch ist mehr und mehr erkennbar, wo die Reise hingeht.    

Unabhängig von der Krise hatte sich in den letzten fünf Jahren ohnehin schon der Wert der Kartenzahlungen stetig gesteigert. Während 2013 in Deutschland noch 4,5 Mrd. Euro mit Karte gezahlt wurden, waren es 2018 immerhin schon 7,8 Mrd. Euro.

Die Technologie-affine jüngere Generation treibt diesen Wandel umso stärker voran, da sie ohne Vorbehalte auch Zahlungen per Smartphone oder Kryptowährung tätigt.

Kryptowährungen und Digitalwährungen als Alternative

Trotz des erfolgreichen deutschen Weges bei der Verlangsamung der Ausbreitung ist die Zahl der Corona-Infektionen inzwischen auf über 170.000 Personen angestiegen, wodurch die Notwendigkeit alternativer Lösungsansätze immer größer wird. Dies gilt aber nicht nur für Deutschland, sondern auch für andere Länder, weshalb Regierungen auf der ganzen Welt vermehrt auf Blockchain-Projekte und die Entwicklung eigener Zentralbank-Digitalwährungen setzen.

Bereits Ende 2019 war deutlich geworden, dass es einen Bedarf für Digitalwährungen gibt, weshalb Regierungen ihre Haltung zu Krypto und Blockchain inzwischen merkbar geändert haben. So sind Digitalwährungen nicht mehr nur eine scheinbare Spielerei für Nerds, sondern eine ernstzunehmende Technologie, die das bestehende Finanzsystem in vielerlei Hinsicht besser machen kann.

Zu dieser Einsicht kommt inzwischen auch die deutsche Politik, die im Dezember 2019 ein Gesetz verabschiedet hat, das vorsieht, dass jedes Unternehmen, das mit Kryptowährungen arbeitet, bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine entsprechende Genehmigung als Krypto-Verwahrer beantragen muss.

Die Welt öffnet sich für den Wandel

In Sachen eigener Zentralbank-Digitalwährung eilt China derweil voraus. So werden im Reich der Mitte bereits erste Testläufe mit einem digitalen Yuan absolviert, an denen sich auch die dortigen Ableger namhafter Firmen wie McDonald’s, KFC und Starbucks beteiligen.

Allerdings ist die Nutzung von Digitalwährungen keine reine Zukunftsmusik, denn vereinzelt kann bereits mit Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) gezahlt werden. Die Fastfoodkette Burger King ist bekannt dafür, als einer der ersten Konzerne Zahlungen in Form von Bitcoin angenommen zu haben. So konnten in den Niederlanden schon im Jahr 2016 die ersten hungrigen Kunden ihre Burger mit der Kryptowährung bezahlen. Wenig später waren auch in Deutschland Bitcoin-Zahlungen über die Webseite und Smartphone-App von Burger King möglich.

Immer mehr Europäer sind überzeugt, dass Digitalwährungen nicht nur eine bloße Modeerscheinung sind. Diese Einschätzung ist durchaus berechtigt, denn Blockchain und Krypto haben das Potenzial, das Finanzsystem grundlegend zu ändern. So können sie nicht nur dafür sorgen, dass Zahlungen für Einzelpersonen und Unternehmen kostengünstiger und effizienter werden, sondern sie können auch Finanzintermediäre in vielen Bereichen überflüssig machen und für einen direkteren Zugang zu Geld sorgen.  

Auch in der Europäischen Union wächst deshalb das Interesse an Zentralbank-Digitalwährungen und Stablecoins, wobei Malta eine Führungsrolle in Sachen Krypto-Gesetzgebung übernommen hat.

Selbst die Europäische Zentralbank (EZB) spielt inzwischen offen mit dem Gedanken eines digitalen Euros. Anfang des Jahres hatte EZB-Chefin Christine Lagarde dementsprechend gesagt, dass ihr Institut eine tragende Rolle bei der Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Digitalwährung spielen will, da eine CBDC umso wichtiger ist, wenn „die Nutzung von Bargeld nachlässt“.

Vom Trend zur Realität

Laut einer Umfrage der Kryptobörse BitFlyer sind unter 10.000 Europäern aus 10 verschiedenen Ländern knapp zwei Drittel der Meinung, dass Kryptowährungen nicht wieder von der Bildfläche verschwinden werden.  

Darüber hinaus liegt es ohnehin immer mehr im Trend, Kryptowährungen zu kaufen, weshalb sich viele Krypto-Unternehmen bemühen, den Zugang so leicht wie möglich zu gestalten. So können Kryptowährungen inzwischen auch über Kreditkarten erworben werden.

Die Vorbehalte gegenüber Kryptowährungen werden immer geringer, was durch die momentane Lage nur noch beschleunigt wird. Digitale und kontaktlose Zahlungen gehören schon jetzt zum Alltag und das Potenzial der Blockchain-Technologie, unser Finanzsystem nachhaltig zu revolutionieren, wird zunehmend offensichtlich. 

Die Ansichten und Meinungen in diesem Artikel stammen allein vom Autor und decken sich nicht zwangsläufig mit den Ansichten von Cointelegraph.

Alex Axelrod ist Geschäftsführer und Gründer von Aximetria und Pay Reverse. Alex ist ein erfahrener Unternehmer, der mehr als zehn Jahre lang bei einem der führenden Finanzdienstleister gearbeitet hat.

Japanischer E-Book-Vertrieb steigt wegen hoher Nachfrage auf DLT um

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Die in Japan ansässige Media Do Holdings wird 2,6 Millionen Euro in die Distributed Ledger Technology für den Vertrieb ihrer E-Books investieren.

Laut einem Artikel der Nachrichtenagentur Nikkei vom 17. Mai plant Media Do Holdings, ab Ende 2020 300 Millionen Yen – umgerechnet rund 2,6 Millionen Euro – in die Entwicklung eines Distributed Ledgers für die E-Books des Unternehmens zu investieren.

Das Unternehmen führte an, dass die Möglichkeit einer zuverlässigen Transaktionshistorie es erlaubt, gebrauchte Exemplare wieder zu verkaufen und Lizenzgebühren sowohl an Verlage als auch an Autoren weiterzugeben. Media Do plant, die Distributed Ledger Technologie zunächst bei My Anime List einzuführen, einer Social Media Website des Unternehmens für Anime- und Manga.

Kyoji Fujita, Präsident von Media Do Holdings, sagte:

Die Stärke von E-Books liegt in dem Komfort, sie 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr kaufen und verwenden zu können. Die durch das Coronavirus verursachte Situation ermöglicht es uns, den Wert von E-Books zu erkennen und deren Nutzung zu erhöhen.

E-Book-Verkäufe steigen während der Pandemie

Der japanische E-Book-Vertrieb arbeitet derzeit mit über 2.000 Verlagen und 150 Online-Buchhandlungen zusammen. Noch vor den Quarantäne und Home-Office Empfehlungen meldete das Unternehmen für das im Februar 2020 endende Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 555 Millionen Euro.

Media Do verzeichnete im April einen Anstieg des E-Book-Umsatzes um 20% gegenüber des Vorjahrs, möglicherweise aufgrund der Schließungen von Buchhandlungen und Schulen, die durch den jüngsten landesweiten Ausnahmezustand in Japan aufgrund von COVID-19 verursacht wurden.

Obwohl Premierminister Shinzo Abe letzte Woche solche Beschränkungen für den größten Teil des Landes aufgehoben hat, befinden sich Großstädte wie Tokio noch immer im Ausnahmezustand.

Dies ist ein Artikel von Hisashi Oki von Cointelegraph Japan.

Blockchain kann Kapitalbeschaffung für KMUs revolutionieren

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Im exklusiven Interview mit Cointelegraph meint Nick Williamson, der Geschäftsführer der britischen Fintech-Firma Qadre, dass die Blockchain-Technologie die Kapitalbeschaffung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) revolutionieren kann.

„Wir haben nun schon seit zehn Jahren Zinssätze von nahezu null und es geht weiter abwärts. Das Geld sucht verzweifelt nach Wegen der Rentabilität, wobei bisher allerdings immer einer der größten Sektoren übersehen wird, und zwar die kleinen und mittelständischen Unternehmen“, wie er dahingehend zunächst feststellt.

„Einer der Gründe dafür ist, dass es ziemlich schwierig ist, 10 Mrd. US-Dollar in ein breites Portfolio an Tante-Emma-Läden zu investieren! Es ist für große Investoren viel leichter, sich nach den Bilanzierungsstandards zu richten, an die sich große Konzerne halten müssen“, so Williamson weiter.

Der schlafende Riese Mittelstand

In diesem Zusammenhang argumentiert Williamson, dass die Blockchain-Technologie den KMUs dabei helfen kann, an das Investitionskapital zu kommen, das aus den oben genannten Gründen bisher überwiegend großen Firmen vorbehalten ist.

„Der erste Schritt ist, eine ordentliche Buchhaltung und Investitionsplanung zu haben, um die Interessen der Investoren mit den Interessen der Kleinunternehmer in Einklang zu bringen“, wie er ausführt. Und weiter:

„Obwohl KMUs traditionelle den größten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen leisten, gab es in den letzten Jahren einen Wandel hin zu Großkonzernen, was unter anderem daran liegt, dass diese viel leichter auf den Kapitalmarkt zugreifen können.“

Laut Williamson könnte die Blockchain-Technologie für interessierte Investoren die benötigte Klarheit schaffen, um in einen Sektor investieren zu können, den sie bisher nur stiefmütterlich behandeln konnten. Daraus würde wiederum eine Win-win-Situation entstehen, von der sowohl die Investoren als auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen profitieren.  

Blockchain und Eigenkapital-Management

In einem jüngst veröffentlichten Marktforschungsbericht hatte Qadre aufgezeigt, dass die Blockchain-Technologie für beträchtliche Einsparungen bei Fintech-Firmen sorgen kann.

Im Rahmen der Studie wurden die Gründer von 59 britischen Fintech-Unternehmen befragt, wobei herauskam, dass knapp ein Drittel keinen Zugang zu Investitionsgeldern hatte, weil das firmeneigene Eigenkapital nicht effizient genug eingesetzt wurde.

Abwehrreflex? – US-Zentralbank lehnt Verantwortung für Wirtschaftskrise ab

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Obwohl sich die USA aktuell in der größten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg befindet, lehnt der Chef der amerikanischen Zentralbank eine Mitschuld des traditionellen Finanzsystems und seiner Institution ab.

In einer Fernsehansprache vom 13. Mai hatte Jerome Powell dementsprechend gesagt, dass die wirtschaftlichen Schäden des laufenden Jahres einzig und allein durch das Coronavirus bedingt sind, und nicht durch die US-Zentralbank und/oder US-Regierung.

US-Zentralbank lehnt Verantwortung ab

„Die momentane Rezession ist dahingehend einzigartig, dass sie auf das Virus und die dagegen unternommenen Präventionsmaßnahmen zurückzuführen ist“, so Powell in seiner Ansprache.

Und weiter:

„Dieses Mal war hohe Inflation nicht das Problem, es gab auch keine Spekulationsblase, die zu platzen drohte, und es gab auch keine künstlich beförderte Konjunktur. Das Virus ist das Problem, nicht die üblichen Verdächtigen.”

Die Worte von Powell stehen vor dem Hintergrund, dass die amerikanische Staatsverschuldung in den vergangenen Tagen erstmals in der Geschichte auf mehr als 25 Bio. US-Dollar angestiegen ist, wodurch auf die Zentralbank der Druck wächst, den Negativzins einzuführen.

Für die Krypto-Community und Gold-Anleger grenzen die Ansichten von Powell an Realitätsverweigerung und kommen einem Abwehrmechanismus gleich, denn beide Lager sind der Ansicht, dass die inflationäre Geldpolitik der US-Zentralbank überhaupt erst ermöglicht hat, dass die Corona-Krise der amerikanischen Wirtschaft derart schaden kann.  

Im Rahmen der eingeleiteten Gegenmaßnahmen wurden unter anderem massenweise Einmalzahlungen an die US-Bevölkerung getätigt, wovon allerdings in erster Linie Banken und Großkonzerne profitieren, die ohnehin am wenigsten unter der Krise leiden. Dieser sogenannte Cantillon-Effekt ist Wasser auf die Mühlen der Zentralbankkritiker.

US dollar purchasing power since the Federal Reserve’s creation

Entwicklung der Kaufkraft des US-Dollars seit Einführung der US-Zentralbank. Quelle: howmuch.net

Alles beim Alten

Wenn es nach Powell geht, scheint die Antwort auf die momentane Wirtschaftskrise dasselbe vorgehen wie während der Finanzkrise 2008 zu sein, und zwar weiterhin eine expansive Geldpolitik zu fahren. Diese Strategie findet in den USA schon seit den 70er-Jahren Anwendung, wobei sie bisher wenig erfolgreich war.

Wie Cointelegraph schon des Öfteren berichtet hat, sieht die Krypto-Community in Bitcoin (BTC) eine mögliche Antwort auf das Problem der Abwertung von Landeswährungen, und damit der Abwertung von Sparvermögen. Da die marktführende Kryptowährung deflationär konzipiert ist, ist sie naturgemäß vor einer künstlichen Entwertung geschützt.

Die begrenzte Umlaufmenge von Bitcoin kann zudem nicht von außen manipuliert werden. Die „digitale Knappheit“ der Kryptowährung ist momentan umso interessanter, da ihre Inflationsrate bzw. die Anstiegsrate der Umlaufmenge jüngst im Zuge des Bitcoin-Halvings auf 1,8 % verringert wurde.

Novogratz: Konjunkturpaket sorgt für Bitcoin-Anstieg

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Der Multimillionär und ehemalige Hedgefonds-Manager Mike Novogratz hat vor kurzem erklärt, dass Regierungsausgaben im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Coronavirus die Ursache für die jüngsten Rallyes auf dem traditionellen und dem Kryptomarkt sein könnten.

“Das US-Haushaltseinkommen könnte in diesem Jahr tatsächlich steigen, obwohl die Arbeitslosigkeit bei 25 Prozent liegen könnte”, so Novogratz in einem Tweet am 6. Mai. Er fügte hinzu:  

“Das ist beispiellos. Danke Uncle Sam und Vorsitzender Powell. Hilft bei sozialen Unruhen, könnte den Einzelhandelsansturm an der Börse erklären und trägt sicherlich dazu bei, BTC zu fördern.”

Es ist unklar, was genau Novogratz in seinem Tweet gemeint hat und welche Aspekte den Marktkurs beeinflusst haben. Cointelegraph bat Novogratz um weitere Informationen. Bis Redaktionsschluss lag allerdings noch keine Antwort vor. 

Coronavirus-Pandemie führte zu Chaos

Nachdem das Coronavirus nach Nordamerika kam, stellte die US-Regierung den Geschäftsbetrieb ein und forderte die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. 

Kurze Zeit später reagierten die Märkte mit einem freien Fall. Es folgten wochenlange Kursrückgänge. Gleichzeitig stürzte der Bitcoin-Kurs stark ab und zog den gesamten Kryptomarkt mit sich nach unten. 

Märkte haben sich erholt

In den Wochen nach dem Einbruch im März verzeichneten die Märkte eine Reihe weiterer Verluste, bis es dann zu einer spürbaren Erholung kam. Inmitten der Erholung ergriff die US-Regierung eine Reihe von Maßnahmen, um zu versuchen, die angeschlagene Wirtschaft anzukurbeln. 

Diese Lösungen mündeten in einem massiven Gelddruck. Ein großes Konjunkturpaket im Umfang von 2 Bio. US-Dollar wurde dabei verabschiedet. Das Paket enthielt im wesentlichen Geld, das an Bürger und Unternehmen ging, um unter anderem die Ausgaben zu decken, nachdem es Entlassungen gab.  

Steigende Märkte gehen logischerweise nicht mit hohen Arbeitslosenzahlen einher. Die traditionellen und die Kryptomärkte sind jedoch inmitten der steigenden Arbeitslosenzahlen sprunghaft angestiegen.  

Insbesondere Bitcoin hat eine beträchtliche Erholung verzeichnet. Er stieg um über 130 Prozent von seinem Tief im März. 

COVID19: Ab Donnerstag erhalten Schweizer Startups Geld

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Der Bundesrat hat am 22. April 2020 entschieden, aussichtsreiche Startups mit Coronabedingten Liquiditätsengpässen über das Bürgschaftswesen zu unterstützen. Die vom Bund anerkannten Bürgschaftsorganisationen verschaffen Startups einen leichteren Zugang zu Bankkrediten. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hat in Absprache mit den interessierten Kantonen und den Bürgschaftsorganisationen nun dafür die praktischen Voraussetzungen geschaffen. Bürgschaftsanträge können diesen Donnarstag 7. Mai bis am 31. August 2020 eingereicht werden.

Gestützt auf das bestehende Bürgschaftswesen wurde ein besonderes Bürgschaftsverfahren zur Sicherung von Bankkrediten an qualifizierte Startup-Unternehmen geschaffen. Die Bürgschaft wird zu 65% vom Bund und zu 35% vom Kanton oder vom Kanton vermittelten Dritten getragen. Auf diesem Weg verbürgen Bund und Kanton (bzw. Dritte) gemeinsam zu 100% einen Betrag von bis zu CHF 1 Mio. pro Startup-Unternehmen. Der insgesamt verbürgte Betrag darf dabei höchstens einem Drittel der laufenden Kosten 2019 des Startups entsprechen. In begründeten Fällen kann der Kanton in seiner Beurteilung davon abweichen.

Startups stellen über die Webseite einen Bürgschaftsantrag. Der Bürgschaftsantrag wird mit allen nötigen Unterlagen aus EasyGov dem teilnehmenden Kanton übermittelt. Eine vom Kanton bezeichnete Stelle prüft die Voraussetzungen und leitet ihre Beurteilung des Bürgschaftsantrags an die zuständige Bürgschaftsorganisation weiter. Die Bürgschaftsorganisation entscheidet unter Berücksichtigung der Beurteilung der vom Kanton bezeichneten Stelle abschliessend über die Bürgschaft.

Auf dieser Grundlage kann das Unternehmen bei einer beliebigen Bank einen verbürgten Kredit beantragen. Berücksichtigt werden Bürgschaftsanträge, die vom 7. Mai bis 31. August 2020 via die oben genannte Plattform vollständig eingereicht wurden.

Die Kantone Waadt und Neuenburg haben als erste Kantone ihre Teilnahme an den Unterstützungsmassnahmen für Startups bestätigt. Die Liste der beteiligten Kantone wird laufend aktualisiert und die zuständigen Stellen sowie sämtliche Angaben zum Verfahren sind hier publiziert.

Die zuständigen kantonalen Stellen können bei der Beurteilung bei Bedarf auf ein Expertengremium zurückgreifen, das von Innosuisse – der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung koordiniert wird. Dieses Gremium gibt eine Einschätzung ab, ob die antragstellen-den Unternehmen die Voraussetzung als wissenschafts- oder technologiebasierte Startups erfüllen.

Gesuch für Überbrückungskredit: Für Startups wird unter dem bestehenden Bürgschaftswesen ein besonderes Verfahren geschaffen. Der Bund kann dabei 65% eines Kredits und der Kanton die restlichen 35% verbürgen.

Gesuch für Überbrückungskredit: Für Startups wird unter dem bestehenden Bürgschaftswesen ein besonderes Verfahren geschaffen. Der Bund kann dabei 65% eines Kredits und der Kanton die restlichen 35% verbürgen.







Oscar-Preisträger: Satanische Verschwörungstheorie zu Coronavirus und Krypto

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Der russische Oscar-Preisträger und Regisseur Nikita Michalkow hat in einer lokalen Fernsehsendung eine bizarre Verschwörungstheorie vertreten. Er behauptet, dass Microsofts jüngstes Patent für ein sensorisches Kryptowährungs-Mining-System, das Körperaktivitätsdaten nutzt, der erste Schritt in einem satanischen Komplott zur einsetzung von Mikrochips bei Menschen sei.

In einer Episode von “Besogan TV”, was grob übersetzt “Dämonen-Kritik-TV” bedeutet, hat Michalkow behauptet, die Patentnummer von Microsofts Kryptowährungssystem WO/2020/060606 sei ein Hinweis auf den okkulten Charakter der Technologie.

“Die Zahl 060606 ist etwas alarmierend. Sie verstehen das bestimmt, oder? Ist das ein Zufall oder wurde ein solches Symbol bewusst gewählt? Dieses Symbol, die Zahl 666 wurde in der Apokalypse des Johannes als die ‘Zahl des Tieres’ bezeichnet”, erklärte er.

Russischer Direktor glaubt an Coronavirus-Verschwörung

Michalkow behauptet, dass das System ein globales Programm zur Einsetzung von Mikrochips in der Bevölkerung sei. Dies würde unter dem Deckmantel der Bemühungen der Bill Gates Foundation zur Entwicklung eines Impfstoffs für COVID-19 geschehen.

Er behauptet, dass das Programm von Gates “Mitverschwörern” auf der ganzen Welt ausgeführt werde. Er wirft Herman Gref, dem Chef der russischen Staatsbank Sberbank, vor, an dem teuflischen Plan beteiligt zu sein.

Die Folge wurde am 1. Mai auf dem Fernsehkanal Rossiya 24 ausgestrahlt und daraufhin aus dem Sendeplan des Kanals gestrichen. Michalkow prangerte die “Zensur” seitens des Kanals an. Als die folge online gestellt wurde, wurde sie in weniger als einem Tag 700.000 Mal angesehen. 

Die Verschwörungstheorie wurde sogar vom russischen Politiker und ehemaligen Tennisspieler Marat Safin unterstützt.

Verschwörung geht viral

Die Theorie ignoriert, dass Mikrochips im Microsoft-Patent nicht erwähnt werden. Außerdem wird verschwiegen, dass Gates aus dem Vorstand des Konzerns ausgeschieden ist. Zuletzt wird auch der Zweck des Mikrochip-Programms, von dem Michalkow spricht, nicht erklärt.

Erklärung von RT. “Diejenigen, die befürchten, dass ein böses Unternehmen ihnen zwangsweise einen Mikrochip einpflanzt, sollten vielleicht erst in ihren eigenen Taschen nach einem kleinen “Ortungsgerät” namens Smartphone suchen, das sie gekauft haben und freiwillig mit sich herumtragen.”

Katastrophenschutz – Bitcoin beweist sich in Corona-Krise als Wertaufbewahrungsmittel

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Bitcoin (BTC) hat im Laufe der Corona-Krise seinen Status als Wertaufbewahrungsmittel unter Beweis gestellt, wie neue Daten zeigen.

Wie Travis Kling, der Chef des Krypto-Hedgefonds Ikigai, am 1. Mai dementsprechend auf Twitter geschrieben hat, ist Bitcoin trotz des Crashes im März insgesamt wertstabil geblieben.

Bitcoin kann Anleger in der Krise schützen

So hat die marktführende Kryptowährung seit Ende Februar insgesamt 0,6 % Gewinn gemacht, was bedeutet, dass die Krypto-Anleger selbst in Zeiten der Krise keinen Verlust hinnehmen mussten.

„Der Kurs von #Bitcoin hat sich von Ende Februar bis Ende April um 0,60 % gesteigert, und dass obwohl wir uns in einer der schlimmsten Krisen der Geschichte befinden“, wie Kling dahingehend zusammenfasst.

Ein wahrhaftes Wertaufbewahrungsmittel.

Das Narrativ um Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel hat im laufenden Jahr noch auf anderer Ebene hinzugewonnen.

Nachdem der Kryptomarkt im März eingebrochen waren, zeigte sich Bitcoin in der Krise weniger schwankend als der Aktienmarkt und Ölmarkt. 

Zugleich koppelt sich die Kryptowährung nach und nach von den traditionellen Finanzmärkten ab, was sie umso mehr zur scheinbar sicheren Alternative macht.

Macro assets year-to-date returns

Entwicklung der Finanzprodukte im Vergleich. Quelle: Skew