Bitcoin-Kurs: Knackt BTC die 10.000 US-Dollar-Marke?

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Der Bitcoin-Kurs (BTC) bewegt sich Richtung Norden. Mit einem 24-Stunden-Anstieg von knapp vier Prozent bewegt sich die Kryptowährung auf die 10.000 US-Dollar-Marke zu.

Bitcoin-Kurs: Corona-Tief überwunden

Es ist wieder diese Zeit des Jahres: Der Bitcoin-Kurs tänzelt um die 10.000er-Marke. Mit aktuell 9.782 US-Dollar verbucht er ein 24-Stunden-Plus von 3,8 Prozent. Innerhalb der letzten sieben Tage konnte die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung um über 11 Prozent zurücklegen.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Betrachtet man den Kurs hingegen im Monatschart, wird deutlich, dass Kryptogroßvater BTC wieder einiges an Land gewinnen konnte, was im Zuge des Corona-Crashs zerstört worden war. Hier freut sich der Kurs aktuell über ein Plus von knapp 40 Prozent.

Bitcoin-Kurs im Monatschart

Seit seinem diesjährigen Tiefpunkt ist der Bitcoin-Kurs indes um knapp 50 Prozent gestiegen. Diesen markierte der 12. März mit knapp 4.900 US-Dollar. Auf manchen Börsen sank er im Zuge des Corona-Crashs sogar auf unter 4.000 US-Dollar.

Bitcoin-Kurs von 10.000 US-Dollar: Eine harte Nuss

Ob der Bitcoin-Kurs die 10.000 US-Dollar nun nachhaltig knacken kann, bleibt jedoch ungewiss. Schließlich gilt die 5-Stellige Kursmarke seit jeher als harte Nuss. BTC ist bekannt dafür, immer wieder an der 10.000er-Grenze abzuprallen, auch wenn sie kurzzeitig gerissen wird.

Dr. Julian Hosp hält ein nachhaltiges Durchschreiten der Marke für unwahrscheinlich. Gegenüber BTC-ECHO erklärt der Krypto-Guru:

Bisher konnte BTC die 10.000er-Marke nicht nachhaltig durchdringen (also länger als nur ein paar Wochen darüber bleiben). Auch wenn die Lage derzeit sehr bullish ist, glaube ich auch bei diesem Versuch nicht dran. Müsste ich eine Wette abgeben, so denke ich, dass dies nachhaltig erst nach ca. 90-100 Tagen nach dem Halving passieren wird. Bis dorthin gehe ich von einem Auf-Ab zwischen 7.600 und 10.400 US-Dollar aus. Es erinnert mich an die Rückeroberung der 1.000er-Marke 2017 – das hat auch ein wenig gedauert. Ich bin BTC long – ich freue mich also, wenn es schneller passiert, aber ich rechne erst in circa 3 Monaten damit. Schauen wir, ob meine Glaskugel3000 Recht hat oder nicht!

Dr. Julian Hosp

Ethereum, Ripple, IOTA & Co. im Plus

Auch die Altcoins können vom Aufwind beim Bitcoin-Kurs derzeit profitieren. So notiert der Ether-Kurs (ETH) mit einem Plus von 6 Prozent bei 214 US-Dollar. Der Ripple-Kurs (XRP) liegt bei 0,20 US-Dollar mit einem Anstieg von 0,76 Prozent. Auch der IOTA-Kurs (MIOTA) konnte mit 1,44 Prozent auf knapp 0,20 US-Dollar ansteigen. Alles zu den aktuellen Kurszielen rund um die genannten Coins findet ihr in unserer aktuellen Altcoin-Marktanalyse.

Bitcoin-Transaktionsgebühren steigen an

Das BTC-Netzwerk verzeichnet indes einen Anstieg der Gebühren. Vor allem im Zuge des Halvings vergangener Woche stiegen die Gebühren für BTC-Transaktionen immens an.

Durchschnittliche BTC-Gebühr. Quelle: Bitinfo-Charts.

Innerhalb von einem Monat stiegen die Kosten der BTC-Transaktionen um knapp 800 Prozent an. Das verweist letztlich auf den Umstand, dass die Kryptowährung nach wie vor wenig als Zahlungsmittel denn viel mehr als Wertaufbewahrungs- und Spekulations-Asset verwendet wird.

Bitcoin-Kurs (BTC) bei 1 Million US-Dollar? Krypto-Analyst ultrabullish

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Ein Bulle aus Polygonen, der auf einer Bitcoin Münze sitzt als Symbol für den bullishen Bitcoin-Kurs

Der Bitcoin-Kurs (BTC) könnte bald auf 1 Million US-Dollar steigen. Zumindest, wenn es nach einem ehemaligen Goldman Sachs Mitarbeiter geht.

Neues aus der wundersamen Welt der Bitcoin-Kurs-Prognosen: Raoul Pal, ein ehemaliger Mitarbeiter der Investmentbank Goldman Sachs, ist ultrabullish für die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung. Er geht davon aus, dass die zunehmende wirtschaftliche Schieflage dazu führen könnte, dass BTC zur Welt-Leitwährung wird. Vor dem nächsten Halving, das voraussichtlich in 4 Jahren stattfindet, könne das einen Bullrun ungekannten Ausmaßes hervorufen, was letztlich zu einem Bitcoin-Kurs von 1 Million US-Dollar führen soll.

Corona-Krise soll Bitcoin-Kurs befeuern

In einem Video-Interview mit dem Szenemagazin Cointelegraph erklärt Raoul Pal dass die Auswirkungen der Corona-Krise die Weltwirtschaft weiter ins Ungleichgewicht bringen könnte. Als Folge müssten sich Menschen umorientieren und sich nach alternativen Währungen umsehen. Ferner halte Pal es für wahrscheinlich, dass sich die Wirtschaftskrise in eine weltweite Depression verwandeln könne und sich als solche über die nächsten 3 Jahre ziehen könne. Nach Betrachtung von logarithmischen Charts und darauf fußenden Analysen im Zusammenhang mit dem sich weiter verknappenden Angebotsnachschub hält er dahingehend eine Bitcoin-Kurs-Explosion für möglich:

[Die logarithmische Betrachtung] könnte uns zu 1 Million US-Dollar führen. Ist das möglich? Wer weiß das schon. Ich glaube, dass es möglich ist. Allerdings würde das nicht mit dem Stock-to-Flow-Modell übereinstimmen [….].

Das Stock-to-Flow-Modell, das Pal erwähnt, sieht nur einen Bitcoin-Kurs von 288.000 US–Dollar voraus. Doch diese basiert – ähnlich wie die ultrabullishe These von Pal – lediglich auf technischen Indikatoren. Dabei versuchen sie, anhand Daten aus der Vergangenheit ein Szenario für die Zukunft entwerfen. Ob solche Szenarien realistisch sind, steht freilich in den Sternen.

BTC-Kurs aktuell

Nichtsdestotrotz sieht es beim Bitcoin-Kurs aktuell wieder gut aus. Nachdem die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung kurz vor dem BTC Halving kurzzeitig etwas eingebrochen war, geht es nun wieder bergauf. So notiert der Bitcoin-Kurs bei Redaktionsschluss bei 9.725 US-Dollar. Damit freuen sich Fans des digitalen Assets über ein 24-Stunden-Plus von knapp acht Prozent.

Bitcoin-Kurs im Tageschart

Ein mögliches Kursziel für Short-Trader wäre hier die 9.987 US-Dollar-Marke, optimistische Investoren können ihre Kursziele bei etwa 10.500 US-Dollar setzen. Die 10.000 US-Dollar-Marke gilt als wichtiger Widerstand, an der sich der Kurs der Kryptowährungen mitunter abkämpft.

Mehr zu den aktuellen Entwicklungen rund um den Bitcoin-Kurs in unserem Marktupdate.

Diese Einschätzungen stellen keine Investmentberatung dar.

Bitcoin-Bullrun (BTC): Die Weichen sind gestellt – die Lage am Mittwoch

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Wie geht es nach dem Halving weiter? Wird der Bitcoin-Kurs wieder steigen? Und was passiert bei Ethereum und Ripple? Die Lage am Mittwoch.

Das Halving ist vorüber. Und irgendwie fragen sich alle: Steigt er jetzt, der Bitcoin-Kurs? Oder dauert das noch? Der Helikopterblick über das Ökosystem verrät: So schlecht sieht es nicht aus.

(Kleiner Hinweis: Um die folgenden Zeilen zu verstehen, ist es sinnvoll zu wissen, was es mit dem Bitcoin Halving auf sich hat. Einige Erklärungen finden sich unter anderem an dieser Stelle).

Delphi Digital erwartet Bitcoin-Adaptionsschub aus Brasilien

Das Analytikerteam von Delphi Digital hat jüngst einen Bericht herausgegeben, in dem sie die Lage am Krypto-Markt – vor allem im Hinblick auf das Bitcoin Halving – analysieren. Darin legt das Unternehmen nahe, dass ein nötiger Adaptionsschub künftig aus Brasilien kommen könne. Das Land, dessen heimische Währung abgewertet und dessen politische Lage durchaus brenzlig ist, könne Menschen bald dazu bringen, sich nach alternativen Währungen umzusehen. Bitcoin biete sich hier an. Schließlich gilt die Kryptowährung als Gegenentwurf zu staatlich herausgegebenen Währungen. In Verbindung mit der aktuellen Angebotsverknappung durch das Halving könnte das zu einem Anstieg beim Bitcoin-Kurs führen.

Europäische Zentralbank erforscht CBDC

Auch Abseits vom Halving und dessen möglichem Einfluss auf den Bitcoin-Kurs steht die Welt nicht still. So wurde jüngst eine Rede öffentlich, in der Yves Mersch von der Europäischen Zentralbank (EZB) erklärt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) an den Möglichkeiten und Gefahren von digitalem Zentralbankgeld forsche. Mersch erläutert, dass der Einsatz und die Entwicklung einer Central Bank Digital Currency (CBDC) zwar ein mehr an Effizienz bedeuten könne. Dennoch halte er es für wichtig, die Details genau auszuloten, bevor es in die tatsächliche Entwicklung gehe.

Ethereum 2.0. soll im Juli kommen

Auf der diesjährigen Consensus hat Vitalik Buterin angekündigt, dass Ethereum 2.0. noch im Juli kommen soll. Der Gründer des zweitgrößten Krypto-Projektes nach Bitcoin hat den Termin in einer Videokonferenz bestätigt. Demnach arbeiteten verschiedene Ethereum-Entwickler bereits an Skalierungslösungen, um die Umstellung auf den Proof-of-Stake-Mechanismus so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Für die Umstellung von Ethereum auf Version 2.0. soll es zunächst im Rahmen einer Übergangsphase („Phase 0“) zwei parallele Versionen des Ethereum-Netzwerkes geben, wie wir an dieser Stelle im Detail erläutern:

In dieser Phase [Phase 0] wird es zunächst parallel zwei aktive Ethereum-Netzwerke geben, zum einen die aktuelle Eth1 Chain mit einem PoW und die künftige „Beacon Chain“ Eth2 Chain. Während dieser Übergangsphase können die Nutzer ihre Ether von der Eth1 Chain in die Eth2 Chain übertragen und mit einem Beacon Chain Client als Validatoren im Netzwerk agieren. Alle Transaktionen und Smart-Contract-Berechnungen laufen aber zunächst weiterhin auf der Eth1 Chain.

Investoren dürfen mit der nötigen Vorsicht auch hier auf Kursanstiege hoffen. Sollte die Umstellung reibungslos über die Bühne gehen, erwartet das Ethereum-Netzwerk ein starkes Plus an Effizienz, was letztlich auch die Vorherrschaft der Plattform im Smart-Contract-Bereich begünstigen dürfte.

Ripple (XRP) auf Expansionskurs

Auch für die drittgrößte Kryptowährung nach Bitcoin stehen die Weichen auf Expansion. So wurde am Sonntag bekannt, dass das Zahlungsnetzwerk von Ripple künftig bei der RAK-Bank in Bangladesch zum Einsatz kommen wird. Damit wird das kalifornische Unternehmen künftig den Zahlungsverkehr der neuntgrößten Bank der Arabischen Emirate regeln – und sich über ein Plus an Adaption freuen. Das RippleNet ist inzwischen auf über 300 Banken angeschwollen.

Bitcoin: Interesse wächst unter institutionellen Investoren

Auch das Interesse von institutionellen Investoren am Bitcoin-Markt wächst indes. So decken sich etwa Hedgefonds zunehmend mit Bitcoin & Co. ein. Wie zudem aus einem Bericht von PricewaterhouseCoopers (PWC) hervorgeht, werden diese auch zunehmend profitabler. Zwischen den Jahren 2018 und 2019 konnte PWC unter anderem feststellen, dass die Rendite der Bitcoin–Hedgefonds von 19 auf 25 Prozent gestiegen war.

Bitcoin-Dominanz mit bullisher Umkehrformation – Gesamtmarktanalyse

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Die Bitcoin-Dominanz kann diese Woche deutlich ansteigen. Auch der Gesamtmarkt tendiert weiter bullish.

Marktkapitalisierung: Kursziel 282 Milliarden US-Dollar

Kursanalyse Gesamtmarktkapitalisierung KW18
Gesamtmarktkapitalisierung auf Basis von Werten von Cryptocap dargestellt.

Der in der Vorwoche eingeleitete Kursausbruch am Gesamtmarkt setzt sich auch diese Woche weiter fort. Nachdem der Gesamtmarkt den Widerstand bei 223 Milliarden US-Dollar dynamisch überspringen konnte, schnellte die Gesamtmarktkapitalisierung in Richtung der 264 Milliarden US-Dollar. Damit handelt der Gesamtmarkt nun wieder im blauen Seitwärtstrendkanal und nutzt die Unterkante bei 238 Milliarden US-Dollar als Unterstützung. Aktuell notiert die Marktkapitalisierung sämtlicher Kryptowährungen bei 253 Milliarden US-Dollar. Damit handelt der Gesamtmarkt bereits oberhalb des ersten wichtigen Kursziels bei 249 Milliarden US-Dollar (50er Fibonacci Retracement).

Gesamtmarkt: Bullishes Szenario

Zeigt der Bitcoin weiterhin Stärke, ist ein Anstieg in Richtung des Widerstands bei 269 Milliarden US-Dollar reine Formsache. Auch ein Anlaufen des 61er Fibonacci-Retracements bei 281 Milliarden US-Dollar ist bei der aktuellen Stärke am Gesamtmarkt nur eine Frage der Zeit. Kann die Gesamtmarktkapitalisierung auch diesen starken Widerstand per Tagesschlusskurs überwinden, folgt eine Aktivierung des maximalen Kursziels bei 305 Milliarden US-Dollar. An diesem Kreuzwiderstand verläuft zudem auch das 70er Fibonacci-Retracement der übergeordneten Abwärtsbewegung.

Gesamtmarkt: Bearishes Szenario

Ein bearishes Szenario ist ohne eine deutliche Korrektur am Gesamtmarkt momentan nicht auszumachen. Ein erstes leichtes Zeichen der Schwäche wäre ein erneutes Abrutschen unter den Kreuzsupport aus Trendkanalunterkante und EMA10 (gelb). Schließt der Kurs per Tagesschluss deutlich unter 238 Milliarden US-Dollar, wäre eine Korrektur in Richtung der 218 Milliarden US-Dollar vorstellbar. Hier verläuft der EMA200 (blau) sowie das 38er Fibonacci-Retracement. Solange der klassische Finanzmarkt in den kommenden Tagen nicht deutlich korrigiert und der Halving-Termin überbewertet wäre, ist ein Retest des Key-Supports bei 200 Milliarden US-Dollar weiterhin unwahrscheinlich. Ein wirklich bearishes Umkehrszenario lässt sich erst bei einem Durchbruch unter dem horizontalen Support bei 190 Milliarden US-Dollar aktivieren. Als Kursziel auf der Unterseite wäre dann der graue Supportbereich bei 177 Milliarden US-Dollar ins Auge zu fassen. Prozyklische Long-Positionen bei einer temporären Kursschwäche von Bitcoin und Co. versprechen aktuell weiterhin ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis für Investoren.

Bitcoin-Dominanz: Dominanz zurück über dem EMA200

Kursanalyse Bitcoin-Dominanz KW18
Bitcoin-Dominanz auf Basis von Werten von Cryptocap dargestellt.

Die in der Vorwoche angesprochene Richtungsentscheidung hat sich als bullisher Ausbruch entpuppt. Die Stärke des Bitcoin in den vergangenen Tagen wirkte sich positiv auf seine Dominanz am Gesamtmarkt aus. Der Rangebruch auf der Oberseite am 29. April ließ die Dominanz in den Folgetagen deutlich anspringen. Der braune horizontale Widerstand bei 65,57 Prozent wurde pulverisiert. Auch der EMA20 (rot) wurde nach oben übersprungen und sorgte für einen Anstieg über den EMA200 (blau) bei 66,49 Prozent. Nach mehrtägiger Verweildauer im grünen Widerstandsbereich folgt aktuell ein weiterer dynamischer Kursanstieg in Richtung der roten horizontalen Widerstandslinie bei 67,41 Prozentpunkten.

Bitcoin-Dominanz: Bullishes Szenario

Hält die Kursstärke des Bitcoin bis zum Halving-Termin an, und die Leitwährung stabilisiert sich oberhalb der 9.000 US-Dollar, ist ein zeitnaher Test des Dominanzniveaus bei 68,01 Prozent wahrscheinlich. Kann die BTC-Dominanz auch diesen sehr starken Resist per Tagesschlusskurs überwinden, ist mit einem Anlaufen des Bereichs zwischen 69,53 Prozent sowie 70,32 Prozent zu rechnen. Hier wird sich entscheiden, ob der Kurs auch die grüne Aufwärtstrendlinie zurückerobern kann und damit weiteres Potential auf der Oberseite aktiviert wird.

Bitcoin-Dominanz: Bearishes Szenario

Sollte die BTC-Dominanz entgegen des präferierten bullishen Szenarios per Tagesschlusskurs zurück unter den EMA200 fallen, ist erste Vorsicht geboten. Ein Unterschreiten der 65,88 Prozentpunkte (Bruch der roten Box) dürfte zu einem erneuten Test des Ausbruchsniveaus bei 65,57 Prozent führen. Solange sich die BTC-Dominanz oberhalb des gelben Supportbereichs halten kann, sind höhere Kurs wahrscheinlicher. Erst ein Rutsch unter die 64,15 Prozent würde mit einem Anlaufen des Bereichs um 63,05 Prozent einhergehen. Erst wenn die Altcoins es schaffen, der Leitwährung deutlich Marktanteile abzunehmen, dürfte das Februar-Tief bei 61,97 Prozent angelaufen werden. Als Make-or-Break Level ist weiterhin die Marke von 60 Prozent anzusehen. Kommt es zu einem Unterschreiten der grünen horizontalen Supportlinie bei 59,64 Prozent, steigt auch die Wahrscheinlichkeit für eine Altcoinrallye spürbar an.

Tendenz am Gesamtmarkt zeigt weiter gen Norden

Der Gesamtmarkt zeigt sich weiter bullish und lässt gut eine Woche vor dem Halving-Termin keine Schwäche erkennen. Bitcoin notiert am heutigen Mittwoch den 6. Mai oberhalb der 9.000 US-Dollar bei 9.230 US-Dollar. Aktuell scheint es so, dass die Anleger zumindest kurzfristig weiter mit steigenden Kursen rechnen. Auch der klassische Markt zeigt sich in der zweiten Woche der Quartalssaison vorerst unbeeindruckt von den wirtschaftlichen Einbrüchen vieler Unternehmen. Die Hoffnung auf eine zeitnahe Entwicklung wirkungsvoller Medikamente und Impfstoffe sorgte in den vergangenen Tagen weiterhin für eine optimistische Stimmung unter Investoren. Ob die Bullen Recht behalten und sich das Jahrestief bereits erreichen ließ, dürfte sich in den kommenden Wochen herauskristallisieren. Solange jedoch die Leitwährung Bitcoin nicht bedeutend unter 8.500 US-Dollar zurückfällt, sind Longszenarien am Krypto-Markt vorerst weiterhin die richtige Wahl.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf– bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,93 Euro.

Bitcoin-Kurs auf 288.000 US-Dollar? Das Stock-to-Flow-Update im Blick

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Bitcoin-Ökonometriker PlanB veröffentlich ein Update zu seinem Stock-to-Flow-Modell – und liefert Futter für die Bitcoin-Bullen.

Das Stock-to-Flow-Modell liefert Bitcoin-Anhängern seit geraumer Zeit Hodl-Stoff, aus dem Träume gemacht sind. Bereits in seinem ursprünglichen Paper Modeling Bitcoin‘s Value with Scarcity sprach PlanB von Bitcoin-Kursen in windigen Höhen. Genauer gesagt kündigte er einen Kurs von 55.000 US-Dollar bis zum Ende des nächsten Halving-Zyklus, also 2024, an.

Nun hat PlanB ein weiteres Paper auf Medium veröffentlicht – und korrigiert seine ursprüngliche Kursprognose deutlich nach oben. 288.000 US-Dollar soll eine Einheit des digitalen Goldes demnach wert sein. Wie kommt diese Prognose zustande?

Gold und Silber im Blick

Die große Veränderung im Vergleich zu vorherigen Modellen ist die Datengrundlage. Anstatt lediglich den Stock-to-Flow-Wert von Bitcoin heranzuziehen, bezieht PlanB für sein neues Modell auch die Daten von Gold und Silber in die Berechnung ein. Der Vorteil ist, dass sowohl Gold (S2F-Wert von 58,2) und Silber (S2F-Wert von etwa 33,3) „knapper“ im Sinne des Stock-to-Flow-Verhältnisses sind. Das ermöglicht eine Einschätzung, wie sich Bitcoin mit einem bestimmten Stock-to-Flow-Verhältnis in der Zukunft verhalten wird.

Nach dem nächsten Halving im Mai verdoppelt sich der S2F-Wert von Bitcoin auf etwa 56 und ist damit fast so hoch wie Gold. Der Theorie nach sollte die Marktkapitalisierung sodann auf ein ähnliches Level wie das von Gold ansteigen – nämlich 5,5 Billionen US–Dollar.

Das S2FX-Modell schätzt den Marktwert der nächsten BTC-Phase/ (BTC S2F wird 2020-2024 bei 56 liegen) auf $5,5T. Dies entspricht einem BTC-Kurs (bei 19 Mio. BTC in 2020-2024) von $288K.

PlanB

Was ist dran an der ultrabullishen These?

Der Autor verbindet seine neue Kursmodellierung mit einem rapiden Wandel der Bitcoin-Narrative. Demnach habe das digitale Gold bereits vier verschiedene Phasen durchschritten.

  • Proof of Concept
  • Zahlungsmittel
  • Digitales Gold
  • Assetklasse

Mit jeder Phase hat sich der Kurs mindestens verzehnfacht. Insofern wäre ein Kurs jenseits der 200.000 US–Dollar während der nächsten Phase zumindest denkbar und würde die Reise nur konsequent fortsetzen. Dass Bitcoin bereits nach 14 Jahren Existenz in der Lage ist, Gold vom Thron zu stürzen, würde aber vermutlich sogar die kühnsten Bullen überraschen.

Zudem beruht das Modell lediglich auf sechs Datenpunkten (vier BTC-Phasen sowie Gold und Silber). PlanB argumentiert zwar, dass die daraus resultierende Korrelation aussagekräftig ist. Statistisch gesehen zeichnen mehr Datenpunkte immer ein genaueres Bild. @dilutionproof betont ferner, dass vier der sechs Datenpunkte Bitcoin-bezogen sind und wittert eine Verzerrung.

Trotz allem ist die Arbeit, die PlanB leistet, bemerkenswert. Bisher, und das muss man betonen, folgt BTC den Prognosen des Ökonometrikers mit erstaunlicher Präzision, wie man anhand des Digitalik-Livecharts erkennen kann. Wir dürfen also gespannt sein.

Bildnachweis: Die neue Interpolation des Stock-to-Flow-Modells unter Berücksichtigt von Gold und Silber. Quelle: https://medium.com/@100trillionUSD/bitcoin-stock-to-flow-cross-asset-model-50d260feed12

Bitcoin-Kurs (BTC) erreicht Höchststand seit Corona Crash

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Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist aktuell auf seinem Höchststand seit dem Corona Crash. Der Anstieg der letzten 24 Stunden scheint der Beginn einer Rallye zu sein. Nächste Station: Halving.

Aktuell notiert der Bitcoin-Kurs bei über 7.500 US-Dollar. In den Nachmittagstunden des 23. Aprils ging es schlagartig nach oben, im Moment freut sich die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung über einen 24-Stunden-Anstieg von über 6 Prozent. Das Krypto-Zugpferd BTC hat wie gewohnt auch den Altcoin-Markt mit nach oben gerissen – die größten Wunden des „Schwarzen Donnerstags“ scheinen für den Moment zu heilen.

Bitcoin-Kurs. Charts in der Tagesansicht

Tages- und Stundenchart auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf der Börse Bitstamp erstellt.

Der vergangene Monat war einer der blutigsten in der kurzen Geschichte der Kryptowährung. Hatte der Bitcoin-Kurs den März mit einem Stand von knapp 8.500 US-Dollar gestartet, war er am 13. und 14. März zeitweise auf unter 4.000 US-Dollar gefallen. Das Coronavirus hatte sich ausgebreitet – nicht nur auf der gesamten Welt, sondern auch an den Finanzmärkten.

Plötzlich zeigte selbst der Krypto-Markt eine ungewohnt hohe Korrelation zu den Aktienmärkten. War DAX, Öl und Co. in die Tiefe gefallen, hat der Bitcoin-Kurs es ihnen gleich getan. Doch nun zeigt sich die Volatilität der Kryptowährung wieder von ihrer bullishen Seite – mit den Anstiegen der letzten Stunden und Tage hat der Bitcoin-Kurs aktuell seinen Höchststand seit dem Corona Crash erreicht.

Bitcoin-Kurs: Rallye voraus?

Das mag zum einen damit zusammenhängen, dass sich die allgemeine Marktstimmung langsam bessert. Zum anderen ist es jedoch wahrscheinlich, dass sich das Bitcoin Halving langsam, zumindest zum Teil, einpreist. Schließlich wird bei diesem Event am 11. Mai die Belohnung für die Miner der Kryptowährung von 12,5 auf 6,25 BTC halbiert. Diese Verknappung des Angebotsnachschubs soll – zumindest nach Ansicht einiger Marktteilnehmer – Kursanstiege bringen. Gut möglich also, dass sich die Hodler und Hodlerinnen der Krypto-Welt, wie auch wagemutige Anleger traditionellerem Ursprungs, langsam mit der Kryptowährung eindecken.

Wie in unserem aktuellen Marktupdate erläutert, deuten darauf auch Analyseergebnisse aus dem Hause Glassnode hin: Die Hodler befinden sich im Hamstermodus. Betrachtet man die Spanne zwischen dem aktuellen Stand des Bitcoin-Kurs (BTC) und seinem Allzeithoch im Dezember 2017, scheint das auch durchaus angebracht.

Erwartet uns also eine Rallye? Sollte sich das Halving weiter einpreisen und die Anleger ihre bullishe Stimmung wieder finden, könnte das der Fall sein. Garantien kann es hier freilich keine geben. Wer sich dennoch für eine Rallye einstimmen will, sei an diese Stelle verwiesen.

Was es mit dem Bitcoin Halving auf sich hat, erfährst du auf der BTC-ACADEMY.

Diese Zeilen stellen keine Kaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich die Einschätzung des Analysten.

Charts am 24.04.2020 mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,93 Euro.

Tim Draper startet WordPress-Plugin für den Krypto-Handel

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Ein US-Venture-Capital-Fonds gibt den Start eines WordPress-Plugins bekannt, mit dem jedermann eine eigene Bitcoin-Börse auf der Website integrieren kann.

Tim Drapers Venture Capital Fund Draper Goren Holm hat ein WordPress–Plugin vorgestellt, mit dem Nutzer ihre eigene Krypto–Exchange starten können. Die so genante Cryptocurrency Exchange lässt sich demnach mit wenigen Klicks auf allen WordPress-basierten Webseiten installieren. Blogger, Content Creators, Medienhäuser und Journalisten bekommen damit eine neue Möglichkeit zur Content-Monetarisierung.

WordPress macht 35 Prozent des Internets aus und ist unbestreitbar die einfachste und anpassungsfähigste Lösung für jeden, der eine Websites betreibt. Bis heute hat es niemand so einfach gemacht, das Krypto-Trading mit WordPress zu verbinden,

wird Alon Goren, Gründer von Draper Goren Holm and Urheber des Plugins, in der entsprechenden Pressemitteilung zitiert.

Technisch basiert das Plugin auf der Totle API. Dabei handelt es sich um ein Widget, dass auf verschiedene dezentrale Exchanges, sogenannte DEX, zugreifen kann. Zwischen allen DEX, darunter etwa Kyber, Uniswap, EtherDelta und 0x Protocol, sucht Totle nach den besten verfügbaren Wechselkursen. WordPress-Nutzer, die das Plugin installieren, profitieren indes von anfallenden Gebühren. Diese sind nach Inhalt der Pressemitteilung flexibel bestimmbar.

Da es sich bei Totle um eine dezentrale Exchange handelt, lassen sich nur Krypto–Krypto-Handelspaare tauschen – Fiat-Onboarding ist aktuell noch nicht möglich.

Draper: Permalbulle mit Bitcoin-Affinität

Dezentralisiertes, zensurresistentes Krypto-Trading bringt uns dem Traum von einer wirklich grenzenlosen Welt einen Schritt näher

Tim Draper

Tim Draper, seines Zeichens Bitcoin–Befürworter der ersten Stunde, ist vor allem für seine bullishen Kursprognosen bekannt. Er sieht die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung bis zum Jahr 2023 bei 250.000 US-Dollar. Aufsehen erregte zudem sein Zuschlag bei der Versteigerung der Ross-Ulbricht-Bitcoin. 2014 erstand Draper 30.000 BTC, welche der US Marshals Service im Zuge der Silk-Road-Zerschlagung versteigerte.

Dass Draper in Sachen Venture Capital ein Händchen hat, hat der Permabulle bereits mehrfach bewiesen. Seine Investitionshistorie umfasst etwa Investments in Baidu, Hotmail, Tesla und Coinbase. Ob auch das jüngst gestartete WordPress Plugin zum Kassenschlager wird, bleibt indes abzuwarten.