Amerikanisches Mining-Unternehmen kauft 17.000 Antminer von Bitmain

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Core Scientific, ein amerikanischer Hosting-Service für Krypto-Mining, ist mit dem großen chinesischen Hardware-Hersteller Bitmain einen Kaufvertrag für eine große Charge an modernsten Mining-Geräten eingegangen.

Dementsprechend hat Core Scientific sich verpflichtet, mehr als 17.000 Geräte des Modells Antminer S19 von Bitmain zu erwerben. Die Hardware will das Unternehmen sowohl seinen Kunden zur Verfügung stellen als auch selbst damit Bitcoin (BTC) schöpfen. Laut Core Scientific handelt es sich dabei um die größte Menge an S19-Geräten, die ein einzelnes Blockchain-Unternehmen jemals auf einen Schlag gekauft hat.

Kevin Turner, der Präsident und Geschäftsführer von Core Scientific und ehemaliger operativer Geschäftsführer von Microsoft, gibt in diesem Zusammenhang an, dass sein Unternehmen bereits die ersten ASIC-Miner von Bitmain erhalten hat. Bei Tests mit den neuen Mining-Modellen konnte eine Steigerung auf 110 Tera-Hashes pro Sekunde (TH/s) erreicht werden.

Der jüngste Deal wird umso interessanter, da Mining-Standorte in Nordamerika zuletzt immer mehr an Beliebtheit gewinnen.

Bitmain hatte vergangenen Oktober wiederum das weltgrößte Rechenzentrum für Bitcoin-Mining in der texanischen Stadt Rockdale in Betrieb genommen. Im Januar 2020 hat die Northern Bitcoin AG dann ebenfalls ein Rechenzentrum in Rockdale eröffnet, das die Kapazitäten des Werks von Bitmain übertrifft.

Mining-Branche zieht nach Nordamerika?

Russell Cann, der Leiter für Kundenbetreuung bei Core Scientific, erklärt das gesteigerte Mining-Interesse in den USA gegenüber Cointelegraph wie folgt:

„Unserer Meinung nach kann das gesteigerte Interesse und das gesteigerte Investitionsvolumen darauf zurückgeführt werden, dass einerseits Kryptowährungen als Anlageklasse immer mehr akzeptiert werden und andererseits gute Rahmenbedingungen in Nordamerika vorherrschen, allen voran, was die stabilen politischen und gesetzlichen Voraussetzungen betrifft.“

So meint Cann, dass die rechtliche Behandlung der Mining-Branche in vielen Ländern oftmals sehr unkonstant ist, was für Investoren wiederum Unsicherheit schafft. Der Aufbau von Mining-Zentren in Nordamerika wäre zudem vorteilhaft, weil das Stromnetz hier besonders stabil ist und rechtliche Klarheit beim Kauf von Immobilien und Grundstücken herrscht.

Hinzu kommt, dass die zuletzt fallenden Strompreise Nordamerika umso attraktiver als Mining-Standort machen:

„Die sinkenden Strompreise spielen eine wichtige Rolle, denn besonders in den amerikanischen und kanadischen Regionen, die ohnehin günstigen Strom anbieten, gibt es jetzt für große Mining-Unternehmen wie Core Scientific interessante Geschäftsmöglichkeiten.“

Dies heißt allerdings nicht, dass sich die Mining-Branche aus führenden Regionen wie China zurückzieht, vielmehr vermutet Cann, dass sich Investoren global aufstellen wollen, um ihre Risiken zu diversifizieren.

Hyundai treibt mit neuen Patenten Blockchain-Ambitionen voran

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Hyundai plant Medienberichten zufolge den Aufbau eines firmeneigenen Blockchain-Ökosystems über das europäische Tochterunternehmen Hdac und die IT-Abteilung Hyundai BS&C, was vermeintlich durch die Eintragung von drei neuen Patenten bestätigt wird.

Laut dem südkoreanischen Nachrichtenportal Chosun wurden über den Hyundai BS&C Geschäftsführer Chung Dae-sun die drei Markennamen Altum, Atolo und Rizon beim Patentamt des Landes beantragt, wobei hinter den Markennamen jeweils eine elektronische Wallet, die Kryptowährungen verwahren kann, steckt, wie es in den Anträgen heißt.

Wohin soll die Reise gehen?

Bisher hat Hyundai noch keine genaueren Angaben dazu gemacht, inwiefern der Automobilhersteller die Blockchain-Technologie nutzen will.

Die Informationen aus den neuen Patentanträgen lassen allerdings darauf schließen, dass der Konzern potenziell Dienste wie Krypto-Trading, Krypto-Geldautomaten, Krypto-Hardware, Krypto-Software sowie die Herausgabe und den Verkauf von Kryptowährungen ins Auge fassen könnte.

Es wird vermutet, dass der entsprechende Service nach dem Proof-Of-Stake Konsensverfahren ausgerichtet wird, wodurch zum Beispiel die Nutzung von Blockchain-basierten Apps (Dapps) möglich wäre.

Cyberkriminalität hat in Singapur 2019 deutlich zugenommen

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Ein neuer Bericht der singapurischen Behörde für Cybersicherheit (CSA) meldet, dass die Anzahl der Ransomware-Attacken bzw. Erpressungstrojaner 2019 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Laut der „Cyber Landscape 2019“ Studie der singapurischen Regierungsbehörde wurden 2019 insgesamt 35 Ransomware-Fälle gemeldet, was einen deutlichen Anstieg zu den 21 Fällen aus dem Jahr 2018 darstellt.

Die meisten Attacken zielten dabei auf die Reise-, Tourismus-, Industrie- und Logistikbranchen ab.

Phishing-Attacken werden ebenfalls mehr

Auch das sogenannte Phishing hat deutlich zugenommen. So hat die Behörde im Jahr 2019 knapp 47.500 entsprechende URLs ausfinding gemacht, während es 2018 erst 16.100 URLs waren.

Die Einwanderungs- und Zollbehörde, das Arbeitsministerium und die singapurischen Polizeibehörden waren die am meisten betroffenen Regierungsbehörden des Landes.

Cyberkriminalität macht 26 % aller Verbrechen aus

Die Polizei bestätigt, dass die Cyberkriminalität in dem Inselstaaat tatsächlich zunimmt. So wurden im Jahr 2019 9.430 Fälle gemeldet, während es 2018 6.215 Fälle waren. Dies entspricht für 2019 mehr als einem Viertel aller Verbrechen in Singapur.

Das Cybersicherheitsunternehmen Cyfirma hatte zuletzt vor massiven Phishing-Attacken durch die nordkoreanische Hackergruppe Lazarus gewarnt. Die Gruppe soll auf mehrere Länder abgezielt haben, darunter auch Singapur.

Daten der russischen Cybersicherheitsfirma Kaspersky belegen ebenfalls, dass im ersten Quartal 2020 deutlich mehr Krypto-Jacking in Singapur versucht wurde. Krypto-Jacking bezeichnet illegales Mining von Kryptowährungen über gehackte Rechner.

Blockchain-Adaption: VeChain verifiziert Echtheit von Nike-Schuhen

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Die VeChain Blockchain soll die Echtheit einer limitierten Serie von Nike-Schuhen garantieren. Hierfür werden spezielle Chips in die Schuhe integriert und über die Blockchain verifiziert. Dies könnte dem Milliardenschaden, der jährlich durch Produktpiraterie entsteht, entgegenwirken.

Via Twitter-Post kündigten The Kickz Stand und Chase Shiel am 24. Juni eine Sonderedition des Sneakers Nike Air Max an. Die Schuhe namens „Air Max 1 Cherry“ sollen ab dem 28. Juni auf den Markt kommen. Um die Echtheit der limitierten Schuhe zu garantieren arbeitet Chase Shiel mit der Blockchain-basierten Plattform VeChain zusammen.

The Kickz Stand ist eine australische Sneaker and Lifestyle Community. Bei Chase Shiel handelt es sich um einen australischen Schuhdesigner, der bereits seit 2010 auf dem Markt aktiv ist. VeChain wurde im Jahr 2015 gegründet und bietet Blockchain-Anwendungen mit dem Fokus auf das Supply Chain Management.

Blockchain-Technologie gegen Produktpiraterie

Bereits im Jahr 2005 brachte der Mode-Unternehmer Shawn Stussy gemeinsam mit Nike den Schuh Stussy SB Dunk Low auf den Markt. Hiervon ließen sich Chase Shiel und The Kickz Stand bei ihrer neuen Sonderedition Nike Air Max 1 Cherry inspirieren. Die neue Sonderedition kommt folglich als Hommage an den Klassiker aus dem Jahr 2005 daher.

Was heute indes neu ist, ist die Nutzung von ToolChain für die Authentifizierung der Echtheit dieser limitierten Schuhe. Bei der ToolChain handelt es sich um die Blockchain-as-a-Service Plattform von VeChain. Diese bietet den Kunden verschiedenste Dienste wie beispielsweise Lösungen zum Managen von Produktlebenszyklen oder Lieferketten. Um die Echtheit der Schuhe zu garantieren, werden diese mit einem verschlüsselten NFC-Chip ausgestattet. Dieser spezielle Authentifizierungschip von VeChain wird in die Zunge der Schuhe eingenäht und besitzt eine eindeutige ID auf der VeChain-Blockchain, welche die Echtheit der Schuhe garantiert.

Auf die gespeicherten Informationen des Chips kann jeder Kunde mit seinem Smartphone und der VeChain App zugreifen. In Anbetracht der Tatsache, dass alleine in Deutschland durch Produktpiraterie jährlich ein Schaden von rund 50 Milliarden Euro entsteht, sind derartige Lösung vielversprechend.

VeChain auf Partnersuche

VeChain konnte bereits einige große Partner gewinnen. So wurde im April über eine Zusammenarbeit von VeChain und Cos, der Luxus-Marke des Modellabels H&M, berichtet. Hierbei soll es um eine Verfolgung der Lieferkette von der Baumwollgewinnung bis hin zum Verkauf des Produkts gehen. 

VeChain ist zudem über die Mode-Branche hinaus aktiv. So hatte BTC-ECHO bereits im Anfang Juni über die Partnerschaft von VeChain und der Walmart-Tochter Sam’s Club berichtet. Gemeinsam planen die beiden Unternehmen Lieferketten von Lebensmitteln über die Blockchain abzubilden und eine höhere Transparenz für den Verbraucher zu erreichen.

Wirecard: Diese Konsequenzen müssen wir jetzt ziehen

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Der Fall Wirecard wird in die Geschichte der deutschen Wirtschaftsskandale eingehen. Allerdings geht es um viel mehr als nur kreative Buchführung. Warum auch die Krypto-Szene vom Wirecard-Skandal betroffen ist, wie die Blockchain-Technologie den Bilanzskandal hätte verhindern können und welche Konsequenzen wir daraus ziehen müssen. Das Freitagskommentar.

Der Bilanzskandal von noch DAX-Konzern Wirecard steht auch außerhalb der Börsenmedien im Mittelpunkt. Den meisten Menschen stellt sich die Frage, wie 1,9 Milliarden Euro einfach verschwunden sein können. Auf den philippinischen Bankkonten, wo diese laut Wirecard liegen sollten, sind sie jedenfalls nicht. Zum aktuellen Zeitpunkt kann man nur spekulieren, wie die kreative Buchführung nicht vorher aufgedeckt werden konnte.  

Wirecard: Aus Mangel an Alternativen

Zu einer starken Volkswirtschaft gehören auch immer starke Finanzinstitutionen. Jahrelang waren das in erster Linie die Banken. Gerade in den 90er und ersten 2000er Jahren allen voran die Deutsche Bank, die mit Josef Ackermann dem Land Deutschland auf dem internationalen Finanzparkett ein starkes Selbstbewusstsein verliehen hat.

Seit der Finanzkrise 2008 ist von dieser Pole Position nichts mehr zu spüren. Die deutschen Banken sind nur noch ein Schatten ihrer selbst und international, insbesondere von den amerikanischen Banken, vollkommen abgehängt. Gleichzeitig sind die großen Internetplattform in den USA und China entstanden, nicht aber in Europa und Deutschland. In diesem Umfeld hat sich ein Vakuum gebildet, das von Wirecard in Deutschland ausgefüllt wurde. Wirecard wurde zum einzigen milliardenschweren Finanzdienstleister Deutschlands, der einen Platz in der Internetökonomie finden konnte. Wenn man also schon nicht den Kuchen haben kann, dann zumindest die Krümel. Diese Sichtweise würde erklären, warum viele deutsche Anleger aus Mangel an Alternativen sich so lange an Wirecard geklammert haben.

Der Mittelsmann, den niemand will, aber jeder braucht

Wirecard hat sich zur Bezahlschnittstelle im Internet gemausert. Das Unternehmen verdient sein Geld im bargeldlosen Zahlungsverkehr. So streicht der Konzern eine Provision ein, wenn er Geld vom Endkunden zum Anbieter weiterleitet. Das gilt vom kleinen Einzelhändler bis hin zu anderen großen DAX-Konzernen, die die Dienste von Wirecard in Anspruch nehmen.

Von dem Mittelsmann Wirecard hängen so laut Unternehmensseite (noch) über 313.000 Kunden ab. Eine gefährliche Abhängigkeit, auch wenn es Konkurrenzunternehmen, wie Square oder Wordline gibt, die vergleichbare Dienstleistungen anbieten.

Auch Krypto-Start-ups bleiben nicht verschont

Wozu eine solche Abhängigkeit führen kann, hatte man an dem Dienstleister WaveCrest aus Gibraltar erlebt. Dieser hatte unter anderem Kreditkarten für Krypto-Start-ups herausgegeben. Als der Dienstleister 2018 seine VISA-Lizenz verloren hatte, standen die Bitcoin-Kreditkarten unter anderem von TenX und Bitwala vor dem aus. Es hatte sehr lange gedauert, bis die Krypto-Unternehmen neue Dienstleister finden konnten, über die sie heute ihre Karten herausgeben.

Bei TenX hat man Anfang 2020 WaveCrest durch Wirecard ersetzt. Zwar ist vorerst die Kartenversorgung von TenX sichergestellt, dennoch holt der Wirecard-Skandal wieder alte Ängste hervor. Schließlich ist es gerade für Krypto-Dienstleister oft nicht leicht, einen lizenzierten Kooperationspartner für regulierte Geschäfte zu finden. Gleiches gilt auch für das „Krypto-Karten-Start-up“ Crypto.com, das ebenfalls Kunde von Wirecard ist. Bitwala hingegen ist durch die Kooperation mit der solarisBank aus dem Schneider und ist nicht auf den Dienstleister Wirecard angewiesen, um seine Mastercard herauszugeben.

Vertrauen ist gut, Blockchain ist besser

Wirecard offenbart dabei viel mehr als nur missglückte Regulierung. Es zeigt auch ein Infrastrukturproblem, das wir in der Finanzwirtschaft haben. Unsere digitale Wertschöpfung hängt noch zu sehr von veralteter Infrastruktur und intransparenten Mittelsmännern – siehe Wirecard selbst – ab. Die Abwicklung im Hintergrund ist dabei nicht so digital, transparent und effizient wie sich das Frontend der Onlineseiten präsentiert. Mehr denn je zeigt der Vorfall die Notwendigkeit, unsere Finanzinfrastruktur auf das nächste Level upzudaten, damit sich solche Vorfälle nicht mehr wiederholen können.

Der IT- und Blockchain-Experte Peter Großkopf, Geschäftsführer und CTO der Börse Stuttgart Digital Exchange GmbH, konnte sich in den sozialen Medien den Hinweis nicht verkneifen, dass die Anwendung dezentraler Infrastrukturen hätte helfen können, den Wirecard-Skandal zu verhindern. So heißt es in einem Social-Media-Post von ihm (der englische Originaltext wurde von uns ins Deutsche übersetzt):

Der Wirecard-Fall (1,9 Milliarden Euro, die nicht auf Treuhandkonten zu finden sind) würde nicht passieren, ohne auf einer offenen, #dezentralen, permissionless, #DLT / #Blockchain-basierten Finanzdienstleistungsinfrastruktur bemerkt zu werden, die pseudonyme Konten öffentlich zugänglich macht und externe, unabhängige Prüfer ermöglicht. Man könnte sogar eine teilweise automatisierte Rechnungsprüfung aufbauen, wie zum Beispiel Robo-Audits. Lasst uns weiter an einer stärker dezentralisierten Bankeninfrastruktur und Zukunft arbeiten.

Geschäftsmodell mit Zukunft?

Wenn in den nächsten Monaten und Jahren neue Finanzinfrastrukturen und Payment-Kanäle entstehen, stellt sich ganz grundsätzlich die Frage, ob es Wirecard in dem heutigen Maße überhaupt braucht beziehungsweise, ob der Konzern es schaffen würde, sich auf die neue Wertschöpfung im Finanzsektor einzustellen.

Mit Einführung tokenbasierter Finanzinfrastrukturen wie den digitalen Zentralbankwährungen oder der Zahlungsnetzwerkinitiative von Facebook, der Libra Association, werden viele Mittelsmänner auf den Prüfstand gestellt. Nicht jeden Mittelsmann und jede Dienstleistung wird man dann noch in Zukunft brauchen.

Selbst wenn Wirecard den Skandal überleben würde, müssten sich Wirecard-Aktionäre und Anhänger die Frage stellen, ob sie nicht einer falschen Hoffnung hinterhergelaufen sind. Die Umwälzungen, insbesondere durch die Blockchain-Technologie, werden in dieser Dekade derartig gravierend sein, dass man unmöglich sagen kann, welcher Finanzdienstleister überleben und gegebenenfalls deutlich wachsen wird und welcher nicht.

Wenn aus einer „mündelsicheren Anleihe“ ein Schrottpapier wird

Losgelöst von der grundsätzlichen Zukunftsfähigkeit des aktuellen Geschäftsmodells, sprechen die aktuellen Finanzkennziffern des Konzerns eine katastrophale Sprache. Nicht nur lässt sich dies am Aktienkurs ablesen. Dieser ist in einer Woche um rund 98 Prozent eingebrochen. Auch der Kurs der Wirecard-Anleihe deutet auf einen Ausfall hin. Diese notiert nur bei rund 18 Prozent ihres Nominalwertes. Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird vereinfacht gesagt damit auf 82 Prozent geschätzt. Der Wirecard-Vorstand hat bereits bekanntgegeben, dass er am Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens einreicht.

Anleihen von DAX-Unternehmen gelten grundsätzlich als absolut sicher und sind Portfolio-Bestandteil der konservativsten Fonds, die nur in absolut sichere Anlagen investieren dürfen. Sollte es zu einem Ausfall kommen, dann wäre dies für sehr viele Anleger und Vermögensverwalter ein sehr unvorhersehbares Ereignis.

Learning: Abhaken und auf wirkliche Innovation setzen

Mit der Blockchain-Technologie haben wir die Chance ein neues Bild vom Finanzstandort Deutschland zu entwerfen. Von einem offenen, dezentralen, transparenten und diverseren, das Schluss macht mit den Rechtsstreitigkeiten einer Deutschen Bank und Wirecard. Der Ball liegt hier mehr denn je im Feld der Regierungen und öffentlichen Institutionen. Die Forderungsliste der Blockchain-Unternehmen ist lang und dringlich. Angefangen von Gesetzesänderungen für digitale Wertpapiere bis hin zu einem digitalen Euro. Ohne diese regulatorischen Anpassungen für digitale Infrastrukturen, können auch die innovativsten Finanz-Unternehmen dem Niedergang des Finanzstandortes Deutschland nichts entgegensetzen.

IBM und Atea bringen Meeresfrüchte auf die Blockchain

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Mehrere gefangene Fische

IBM, Atea und der norwegische Verband für Meeresfrüchte, Sjømatbedriftene, gehen eine Blockchain-Kooperation ein, um die Lebensmittelqualität von Fischen und Meeresfrüchten zu verbessern.

Ziel ist es, Lieferkettendaten der norwegischen Fisch- und Meeresfrüchteindustrie über Blockchain auszutauschen und Verbrauchern weltweit eine erhöhte Lebensmittelsicherheit und-qualität zu geben. Dabei befindet man sich nicht erst in der Planungsphase, sondern befindet sich schon in der aktiven Nutzung des Netzwerkes.

Aktuell speisen bereits mehrere norwegische Unternehmen der Fisch- und Meeresfrüchteindustrie ihre Daten ein. Eines davon ist Kvarøy Arctic, ein Anbieter von natürlich gezüchtetem Seelachs. Das Unternehmen wird schon bald Produkte an Einzelhändler in den Vereinigten Staaten und Kanada liefern, die über Blockchain rückverfolgbar sind. Der Fischfutterproduzent BioMar hat sich ebenfalls dem Netzwerk angeschlossen, um den nordischen Meeresfrüchte-Unternehmen Einblick in die Herkunft und Qualität des Futters zu geben, das die Fische verzehren. So heißt es in einer Pressemitteilung, die BTC-ECHO vorliegt, von Alf-Gøran Knutsen, dem CEO von Kvarøy Arctic:

Unseren Kunden ist es wichtig zu wissen, dass die Meeresfrüchte, die sie essen, nicht nur sicher, sondern auch gesund sind und nachhaltig produziert wurden. Mit Blockchain können wir den Weg des Fisches vom Netz bis ins Kühlregal nachvollziehen.

Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle

Die norwegische Meeresfrüchteindustrie exportierte im Jahr 2019 mehr als 2,7 Millionen Tonnen Meeresfrüchte, das entspricht 25.000 Mahlzeiten pro Minute. Vor dem Hintergrund, dass gleichzeitig immer mehr Verbraucher über Herkunft und Aufzucht der Lebensmittel informiert sein wollen, spielt das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Robert Eriksson, CEO des norwegischen Verbandes für Meeresfrüchte, glaubt, dass der Einsatz von Blockchain den Wettbewerbsvorteil der Branche erhöhen wird:

Norwegische Meeresfrüchte sind für ihre Qualität bekannt. Wir sind jedoch bislang nicht in der Lage, zurückzuverfolgen, woher der Fisch stammt, wie er aufgezogen und gehalten wurde. So kann es zu Betrug und Lebensmittelverschwendung kommen. Blockchain kann dazu beitragen, diese Probleme durch eine transparente, nachvollziehbare Aufzeichnung zu lösen. Wir sehen das als einen wichtigen Schritt für die Industrie an, weil dadurch eine nachhaltigere Lebensmittelproduktion geschaffen wird, die wiederum den Ertrag für die Produzenten erhöht.

Blockchain-Projekt von AMD und ConsenSys erhält 20 Mio. US-Dollar Kapital

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Das gemeinsame Cloud- und Blockchain-Projekt des großen Chipherstellers AMD und des Ethereum-Inkubators ConsenSys hat 20,5 Mio. US-Dollar Investitionskapital eingenommen.

Laut einer entsprechenden Mitteilung vom 25. Juni hat das AMD und ConsenSys Projekt namens W3bcloud die Investitionsgelder durch den Verkauf von sogenannten Wandelanleihen generiert. Jörg Roskowetz, der Blockchain-Geschäftsführer von AMD, begrüßt diesen Schritt und bekräftigt, dass „paralleles und dezentrales Computing auf der Grundlage von Blockchain ein schnell wachsendes Segment ist.“

W3bcloud Mitgründer und Geschäftsführer Sami Issa gibt gegenüber Cointelegraph an, dass AMD im Rahmen des Projekts „leistungsstarke Hardware entwickeln wird, die auf die Optimierung der Blockchain-Infrastruktur zugeschnitten ist“, während ConsenSys wiederum „Blockchain-Software bereitstellen wird und in diese Richtung Forschung und Entwicklung betreiben wird.“

Ökosystem braucht Infrastruktur

Wie Sami dahingehend weiter ausführt, braucht das Blockchain-Ökosystem als Ganzes zwingend eine Computing-Infrastruktur, die kommerziellen Anforderungen entspricht, um Skalierbarkeit und Massentauglichkeit zu erreichen. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass die momentan verfügbare Cloud-Infrastruktur nicht auf Ethereum-Transaktionen und dezentralisierte ausgelegt ist. Dabei sei das eigene Projekt durchaus offen, auch mit anderen Blockchains zu arbeiten, zunächst stehe allerdings Ethereum im Fokus, da das Netzwerk den größten Marktanteil hat.

Durch die erste Finanzierungsrunde sollen die ersten Rechenzentren für Projekt W3bcloud aufgebaut werden. Issa ist überzeugt, dass dies der wichtige erste Schritt sei, um die besprochene Blockchain-Infrastruktur anzuschieben:

„Die Blockchain-Wirtschaftsbranche braucht robuste und dedizierte Rechenzentren, um skalieren zu können. W3BCLOUD vereinigt den marktführenden Chiphersteller und die führenden Blockchain-Entwickler, um eine solche Infrastruktur für die Blockchain-Wirtschaft aufzubauen.“

Allerdings kann die Infrastruktur nicht nur für Blockchain-Anwendungen genutzt werden, sondern auch für Verwendungszwecke wie Maschinelles Lernen, Datenspeicherung, Rendering und Video-Codierung. Laut Issa ist das Projekt bereits mit mehrere interessierten Firmenkunden im Gespräch.

US-Börsenaufsicht beantragt hohe Geldstrafe gegen Telegram

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Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat im Prozess um das Blockchain-Projekt des Messenger-Dienstes Telegram beantragt, dass das Unternehmen Strafzahlungen begleichen muss.

In einem entsprechenden Gerichtsdokument, das auf den 25.

„Die Beklagten sind gemeinsam für einen Schaden in Höhe von 1.224.000.000 US-Dollar verantwortlich zu machen“, wie die SEC in diesem Zusammenhang in ihrem Antrag schreibt. Bei Redaktionsschluss hat das Gericht noch keine Entscheidung gefällt, obwohl dem Antrag formell bereits stattgegeben wurde.

Eine Milliarde gegen Covid: Nanjing verteilt Blockchain-Gutscheine

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Die chinesische Stadt Nanjing nutzt die Blockchain-Technologie für die korrekte Ausgabe von Verbrauchergutscheinen. Diese sind Teil eines Konjunkturprogramms, um die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie abzufangen und den Konsum anzukurbeln.

WIe das chinesische Nachrichtenportal Sina 23. Juni berichtet, hat die chinesische Stadt Nanjing Verbrauchergutscheine ausgegeben hat. Die Gutscheine, die auf der Blockchain laufen, sollen ein lokales Konjunkturprogramm unterstützen, um Schwung, in die durch die COVID-19-Pandemie gebeutelte Wirtschaft zu bringen. Nanjing ist die Hauptstadt der Provinz Jiangsu im Osten Chinas und damit eine der wirtschaftlich stärksten Provinzen des Landes. 

Gutscheine im Wert von 1 Milliarde US-Dollar auf Blockchain

Seit Mitte Juni nutzt die Stadt Nanjing die Blockchain-Technologie, um die Gutscheine auszugeben. Es handelt sich aktuell um ein Volumen von 380 Millionen Yuan, was fast 54 Millionen US-Dollar entspricht. Die auf der Blockchain laufenden Gutscheine stellen eine von vielen Maßnahmen in einem umfassenden Konjunkturprogramm dar. Das Einlösen der Gutscheine kann für Konsumgüter und Dienstleistungen wie Lebensmittel, Transporte oder Elektronikartikel erfolgen. Seit dem 2. Juni kooperieren bekannte Marken wie beispielsweise die Restaurantkette Pizza Hut oder das Einzelhandelsunternehmen Carrefour mit der Stadt Nanjing. Diese und viele weitere Marken bilden die Nanjing Metropolitan Area Consumption Alliance. Insgesamt soll hierüber eine 1 Milliarde US-Dollar an Gutscheinen ausgegeben werden. 

Liu Xingdong vom Think Tank China Center for International Economic Exchange erläuterte in einem Interview, dass aktuell auf vielen Ebenen Maßnahmen getroffen werden, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufangen. Neben dem Konjunkturprogramm gehören ebenfalls Steuersenkungen, sowie Forschungs- und Innovationsgelder zu den Maßnahmen.  

Für Liu Xingdong gibt es für eine wirtschaftliche Erholung nicht nur ein Maßnahme. Vielmehr muss die Regierung auf allen Ebenen entsprechende Maßnahmen treffen. 

Neben einer Kostensenkung und Stabilisierung der Unternehmen müssen gleichzeitig neue Märkte erschlossen und nachhaltige Beschritten bestritten werden

Aber nicht nur in China, werden über Technologie und Innovation Wege aus der Krise gesucht. Denn wie BTC-ECHO berichtet hatte, fand im März ein Hackathon der Bundesregierung mit dem Motto #WirvsVirus statt. bei dem die Blockchain-Technologie ebenfalls eine Rolle spielte. An diesem Wochenende haben insgesamt 42.000 Menschen für innovative Lösungen und gegen das Virus programmiert. Bei einem der entwickelten Projekte, handelt es sich ebenfalls um ein Token-Projekt zur Ausgabe von digitalen Gutscheinen. Diese sollen, ähnlich wie in Nanjing, den Konsum ankurbeln und besonders betroffene Unternehmen unterstützen. Um die Echtheit der Gutscheine zu verifizieren setzen die Entwickler auf hierbei auf die Vorteile der Blockchain-Technologie.

Crypto Stamps: Österreich bekommt Blockchain-Briefmarken

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Die österreichische Post hat sich bereits in der Vergangenheit Bitcoin-freundlich gezeigt. Nun zieht sie mit den Crypto Stamps 2.0. nach.

Bitcoin an Postfilialen in Österreich

Dass die Post in Österreich Bitcoin gegenüber nicht abgeneigt ist, hat sie bereits in der Vergangenheit bewiesen. So berichteten wir schon im Februar vergangenen Jahres darüber, dass man in ausgewählten Filialen der Österreicher Post Bitcoin an Automaten kaufen kann. Gemeinsam mit dem Krypto-Unternehmen Kurant hatte sie zwischenzeitlich vier Automaten (Villach, Bregenz, Salzburg, Innsbruck) aufgestellt.

Crypto Stamps als Digital Collectibles

Wie das Unternehmen mitteilt, erweitert die Österreichische Post ihr Sortiment nun um eine neue Form von sammelbaren Krypto-Briefmarken. Die neue „Crypto Stamp 2.0.“ wurde laut des Unternehmens auf umweltfreundlichem Karton gedruckt und erscheint in vier unterschiedlichen Motiven: Honigdachs, Lama, Panda und Doge.