Bitcoin ignoriert Kritik von Goldman Sachs und klettert trotzig nach oben

Advertisement

Die Krypto-Anleger scheinen von den „Ratschlägen“ der Investmentbank Goldman Sachs unbeeindruckt und kaufen stattdessen weiter fleißig Bitcoin, denn die marktführende Kryptowährung ist seit der jüngsten Kritik um mehr als 8 % nach oben geklettert. So hat sich Bitcoin von 8.800 US-Dollar inzwischen auf 9.530 US-Dollar verbessert, wodurch die psychologisch wichtige 10.000 US-Dollar Marke immer näher rückt.  

Laut dem Krypto-Informationsdienst Skew.com hat der Kursanstieg dazu geführt, dass auf der Derivat-Handelsplattform BitMEX innerhalb der letzten 36 Stunden Short-Positionen im Wert von 40 Mio. US-Dollar liquidiert wurden. Dadurch ist der Kurs für die Bitcoin-Derivate hier aktuell höher als bei Bitcoin selbst, was darauf hindeutet, dass die Anleger von einem längeren Aufschwung überzeugt sind.

Ein möglicher Grund für die momentane Aufwärtsbewegung könnte die positive Nachricht um Grayscale sein. Der Krypto-Fonds der Vermögensverwaltung soll seit dem Halving 150 % aller neu geschöpften Bitcoin aufgekauft haben, was vermuten lässt, dass es ein deutlich gesteigertes Interesse seitens der institutionellen Investoren gibt.

Veraltete Kritik?

In der Onlinekonferenz vom 27. Mai hatte Goldman Sachs Bitcoin die Legitimität als Investitionsprodukt abgesprochen. Hauptsächliche Kritikpunkte waren dabei, dass die Kryptowährung keine regelmäßigen Erträge einspielt wie Anleihen oder Aktien, dass Bitcoin nicht als Absicherungsmittel gegen Inflation taugt und dass die Volatilität noch schlichtweg zu hoch sei.

Die Krypto-Community weist die Kritik aufs Schärfste zurück und meint, dass es sich dabei um altbekannte Argumente handelt, die nicht mehr zutreffend wären. So meint Cameron Winklevoss, Mitgründer der Kryptobörse Gemini:   

„Hey Goldman Sachs, das Jahr 2014 hat angerufen und will seine Kritikpunkte zurück. Bitcoin wurde 2015 von der CFTC zur Handelsware (Commodity) erklärt, also ist sie ein Investitionsprodukt, dessen Wert auf Angebot und Nachfrage basiert, genau wie bei Gold oder Öl. Sie ist eine Commodity.“

Meltem Demirors, die strategische Geschäftsführerin von Coinshares, zeigt sich derweil amüsiert, dass Goldman Sachs die vermeintliche Nutzbarkeit von Bitcoin für Geldwäsche anführt. Wie sie in einem Tweet schreibt, war die Investmentbank in der Vergangenheit selbst in einen Geldwäscheskandal verwickelt, prangert nun jedoch die Kryptowährung an.

Macht Goldman Sachs denselben Fehler zweimal?

Dies ist nicht das erste Mal, dass Goldman Sachs sich weit aus dem Fenster lehnt und dabei unter die Räder kommt. So hatte sie 1994 noch das Internet angezweifelt, was sich im Nachhinein als ziemlich offensichtlicher Fehler erwiesen hat.

Die Bank scheint, ihren Kollegen von JPMorgan zu folgen, die sich in den letzten Jahren ähnlich kritisch gegenüber Bitcoin gezeigt haben. So meinte Geschäftsführer Jamie Dimon, dass er jeden seiner Mitarbeiter feuern würde, der mit Bitcoin handelt, da dies zugleich dumm und gegen die Vorschriften des Unternehmens wäre. Inzwischen ist die Bank allerdings von einer vollumfänglichen Ablehnung abgerückt, da sie den Kryptobörsen Gemini und Coinbase nicht länger ihre Dienste verweigert. Darüber hinaus hatte JPM zuletzt festgestellt, dass Bitcoin noch immer bis zu 25 % unterbewertet ist.

Ready for Take-Off? – Krypto-Experte sieht Bitcoin schon bald bei 100.000 US-Dollar

Advertisement

Seit dem Rekordhoch von 20.000 US-Dollar befindet sich Bitcoin (BTC) nun schon fast 900 Tage lang im Sinkflug, aber schon bald könnte die Kletterpartie bis auf 100.000 US-Dollar beginnen.

Zumindest, wenn man dem populären Krypto-Trader „Credible Crypto“ Glauben schenkt, der am 29. Mai prognostiziert hat, dass der nun seit 896 Tagen anhaltende Abwärtstrend der marktführenden Kryptowährung bald vorbei ist.

Ist der Startschuss schon gefallen?

Dies zeigt er anhand eines Kursdiagrammes auf (siehe Grafik), aus der er schlussfolgert, dass Bitcoin sich seit Dezember 2017, als das bisherige Rekordhoch erreicht wurde, in „einer massiven Akkumulationsphase befindet“.

Dementsprechend habe sich eine Preisspanne gebildet, in der Bitcoin in eine Seitwärtsbewegung übergangen ist. Laut Credible Crypto wäre die Zeit nun reif, dass die Kryptowährung aus der Preisspanne ausbricht, wodurch sie weit über die Rekordmarke von 20.000 US-Dollar katapultiert werden würde.   

Dahingehend schreibt der Krypto-Trader:

„Die letzten 896 Tagen waren lediglich eine Re-Akkumulationsphase im Vorlauf auf die Kletterpartie bis 100.000 US-Dollar, #Bitcoin wird bald aus der Preisspanne ausbrechen. Seid ihr bereit?“

Obwohl es für Bitcoin seit dem Halving ein ständiges Auf und Ab ist, konnten bisher alle Verluste vom Crash aus dem März aufgeholt werden. Am Tiefpunkt aus dem März 2020 meint der Krypto-Trader, ablesen zu können, dass der Kurs langfristig ein „höheres Tief“ ausgebildet hat, denn im Vergleich zum Tiefpunkt aus dem Dezember 2018 entspricht selbst der niedrigste Kurswert im März einem Zugewinn.

Die „höheren Tiefs“ und „niedrigeren Hochs“ vermerkt Credible Crypto im Kursdiagramm, was seiner Meinung nach verdeutlichen soll, dass es sich bei der Kursentwicklung tatsächlich um eine Preisspanne handelt, die sich langsam keilförmig zuspitzt. Dies würde wiederum darauf hindeuten, dass das jüngste Tief der Startschuss ist, um Bitcoin schon bald aus der Preisspanne zu katapultieren und einen neuen starken Aufwärtstrend zu starten.

BTC/USD 3-year chart showing “consolidation structure.”

Bitcoin-Kursdiagramm der letzten 3 Jahre. Quelle: Credible Crypto/ Twitter

Macht sich langfristiges Halten bezahlt?

Wie Cointelegraph bereits berichtet hat, stimmen viele Krypto-Experten in den Tenor mit ein, dass sich im Anschluss an das Halving ein Aufwärtstrend ergeben wird. Allerdings scheiden sich die Geister, wann es damit genau losgeht.

Das beliebte Stock-To-Flow (S2F) Prognosemodell des Krypto-Analysten PlanB berechnet bis 2024 einen Kursanstieg auf 288.000 US-Dollar, wobei im Optimalfall sogar ein Aufschwung bis auf 576.000 US-Dollar pro Bitcoin möglich sein soll.

Auch einige technische Daten sprechen für eine positive Entwicklung, so wurden knapp 60 % der vorhandenen Umlaufmenge von Bitcoin mindestens 1 Jahr lang nicht bewegt, was darauf hinweisen könnte, dass viele Anleger vom langfristigen Potenzial des Marktführers überzeugt sind.

Mysteriöser Bitcoin Wal, der frühere Abstürze ausgelöst hat, taucht wieder auf

Advertisement

Blockchain-Daten haben ergeben, dass ein mysteriöser Bitcoin-Wal, der BTC im Wert von über 350 Millionen Dollar abgewickelt hat, gerade eine große Summe erhalten hat. Die Daten zeigen auch, dass jedes Mal, wenn diese Wallet eine große Summe Bitcoin erhalten hat, ein massiver Ausverkauf folgte. Wird diese jüngste Transaktion zu einem weiteren katastrophalen Zusammenbruch des Kryptomarktes führen?

BTC-Bewegung enthüllt Nachschub bei großer Wallet

Dank der Transparenz, die die Blockchain bietet, achten die Kryptoanalysten stets genau auf die Ein- und Auszahlungen von Bitcoin. Man kann sehen, wie BTC in oder aus Börsen fließt und sogar in welche Wallet Adresse.

Und obwohl man nicht weiß, wer hinter einer Wallet steht, können oft Informationen gesammelt werden, die die Absicht hinter der Transaktion erklären können. Diese Absicht könnte darin bestehen, Bitcoin in eine andere Wallet zur langfristigen Aufbewahrung oder auf eine Krypto-Börse zu transferieren.

Kürzlich hat eine 50 BTC-Transaktion aus einer extrem alten Wallet die Krypto-Community in Aufruhr versetzt. Und obwohl die Bestände nicht in vollem Umfang bewegt wurden, verkauften schießwütige Kryptoanleger Bitcoin panisch auf dem dem Markt, da sie vermuteten, dass hinter dieser Adresse Satoshi Nakamoto stecken könnte. Dies wurde jedoch widerlegt.

Ist ein mysteriöser Bitcoin-Wal dabei Coins auf den Krypto-Markt zu kippen?

Laut Blockchain-Daten hat ein mysteriöser Wal, der insgesamt 39.901 BTC in der kompletten Wallet-Historie bewegt hat, soeben sein Konto aufgeladen. Obwohl dies an sich nicht beängstigend ist, zeigt die Tatsache, dass dieselben Daten aus der Wallet veranschaulichen, dass jedes Mal, wenn diese Wallet mehr Bitcoin erhalten hat, ein starker Rückgang und ein Markteinbruch folgte.

Die erste große Summe von BTC könnte den Absturz nach dem Start von Bakkt im September 2019 verursacht haben. Ein Preisrückgang von 2.000 Dollar war die Folge.

Die nächste große Anzahl an Bitcoin, fiel mit dem rekordverdächtigen Pump vom Oktober 2019 zusammen, woraus sich ein schwerer Dump entwickelte. Als der Bitcoin-Preis im November 2019 einen Tiefststand zu erreichen schien, kam es nach der nächsten BTC-Transaktion zu einem weiteren Abwärtsdruck.

Das Muster setzte sich fort, diesmal kurz vor dem historischen Marktcrash am Schwarzen Donnerstag. Und jetzt ist es wieder geschehen, während sich Bitcoin seinem bisher stärksten Widerstand nähert.

Textnachweis: newsbtc

Letztes Update:

Anzeige

Top Broker zum Kauf und Handel von Kryptowährungen

  • Testsieger im CFD Broker Vergleich
  • Große Auswahl an Kryptos
  • Ein- und Auszahlung mit PayPal und vielen mehr

Reviews

Hide Reviews

  • Top Krypto Broker – niedrige Gebühren!
  • Über 30 verschiedene Kryptowährungen
  • Einzahlung mit Karte, Banküberweisung oder Bitcoin

Reviews

Hide Reviews

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.

Bitcoin Kurs bald 100.000$? Wahrer Wert von BTC liegt laut Kraken CEO bei 1 Billionen USD

Advertisement

Der CEO der in den USA ansässigen Crypto-Börse Kraken sagt, er glaube, dass der Bitcoin Kurs an der Schwelle zu einer neuen langfristigen Rallye auf 100.000 Dollar steht.

In einer neuen, von Pantera veranstalteten Telefonkonferenz sagt Jesse Powell, die Massen verstünden noch nicht, wie wichtig die Knappheit von Bitcoin und seine Unabhängigkeit von Banken und Zwischenhändlern sei. Er erwartet, dass sich das im kommenden Jahrzehnt ändern wird, falls und wenn der Wert des Dollars schwindet.

Ich glaube nicht, dass Bitcoin überhaupt in Bitcoin eingepreist ist. Die meisten Menschen haben von Bitcoin gehört, aber sie besitzen kein Bitcoin. Sie wissen nicht, was die Zukunft von Bitcoin ist. Ich denke, wenn jeder über Bitcoin und das Potenzial von Bitcoin und darüber, wie großartig es ist, Bescheid wüsste, würde der Preis eine Billion Dollar pro Bitcoin betragen. Wir würden alle einfach auf Bitcoin umgestellt werden und nichts anderes verwenden…

Er fuhr fort:

Ich denke, dass vieles nicht eingepreist ist, auch wenn es vorhersehbar ist, wie zum Beispiel die Zukunft. Zehn Jahre später wird der US-Dollar weiterhin wie verrückt gedruckt werden. Er wird völlig wertlos sein. Niemand wird ihn haben wollen. Jeder wird Bitcoin haben wollen. Aber das ist nicht eingepreist wegen der wahrgenommenen Risiken oder der wahrgenommenen Ungewissheit über die Zukunft, über die Regulierung, darüber, wie die Regierung in verschiedenen Situationen reagiert, während sich Bitcoin weiter entwickelt oder wie nützlich es tatsächlich wird.

Lies auch: Ethereum Kurs am Anfang einer Preisrallye von 90% oder mehr in den nächsten 2 Monaten? Trader halten Preise von über 700$ bis Jahresende möglich

Bitcoin Kurs wird in 2 Jahren auf 100.000$ steigen

Kraken ist bereits Zeuge einer Explosion des institutionellen Handels. Laut Powell wird der Bitcoin Kurs wahrscheinlich in etwa zwei Jahren 100.000 Dollar erreichen.

Ich glaube, dass wir uns in Bezug auf die globalen politischen und wirtschaftlichen Systeme in einer völlig beispiellosen Zeit befinden. Ich glaube, dass dies weiterhin eine ziemlich massive Umstellung auf digitale Währung vorantreiben wird. Ich glaube, dass wir in den nächsten paar Jahren wahrscheinlich 1 BTC über 100.000 Dollar sehen werden…

In den letzten zwei Monaten hat Kraken laut Aussagen des CEOs einen enormen Anstieg der neuen Konten von Institutionen erlebt. Er denkt, der einzige Grund dafür, dass nicht noch viel schneller weitere Institutionen in den Markt einsteigen, sei die Unsicherheit bezüglich der regulatorischen Situation.

Die Renditen sind einfach so schwer zu ignorieren. Es scheint unverantwortlich, Krypto nicht in Ihrem Portfolio zu haben.

Trotz seines Optimismus sagt Powell, dass im Moment das Bargeld König bleibt, was im derzeitigen makroökonomischen Klima ein bedeutender Faktor ist, der gegen Bitcoin arbeitet.

In einer Zeit wie dieser, mit so viel Unsicherheit, denke ich, dass die Menschen auf das schauen, was sie kennen, nämlich Bargeld. Ich muss meine Miete in bar bezahlen. Ich muss mein Essen und mein Toilettenpapier mit Bargeld kaufen.

Laut ihm sind die Menschen nicht auf der Suche nach einem volatilen Vermögenswert, auch wenn er auf lange Sicht eine gute Investition ist. Die Leute denken im Moment eher sehr kurzfristig und das ist ein Umstand, der seiner Meinung nach gegen Bitcoin und einen rasant ansteigenden Bitcoin Kurs spricht.

Lies auch: Bitcoin Kurs Analyse: Muss der BTC Kurs zuerst auf 6.600$ fallen, bevor er auf 15.000$ und darüber hinaus steigen kann?

Beginne jetzt deine Investition in Bitcoin (BTC)

Bist du noch auf der Suche nach einer Handelsplattform auf der du in Bitcoin investieren oder die Aufs und Abs des Bitcoin Kurses handeln kannst? Dann könnte eToro genau die richtige Anlaufstelle für dich sein. Die Plattform bietet dir

  1. den Handel mit Leverage (2x),
  2. das Eingehen von Long- und Short-Positionen,
  3. Einzahlungen per PayPal,
  4. das Versenden von echten Bitcoins auf deine Wallet und
  5. den Einsatz von einer großen Bandbreite an Tradingtools ermöglicht,
  6. ohne das ein Download von irgendeiner Software nötig ist.

Darüber hinaus kannst du hier auch Aktien, Indizes, Rohstoffe, Devisen und vieles mehr handeln. Auf der Plattform von eToro findest du alles, kompakt an einem Platz und mit einer intuitiven Bedienung. Das Handeln von verschiedenen Finanzinstrumenten war noch nie so einfach und übersichtlich wie auf eToro.

Worauf wartest du noch? Überzeuge dich einfach selbst und teste den Broker noch heute kostenlos und risikofrei mit Hilfe des Demokontos.

75 % der privaten CFD Konten verlieren Geld. Kein EU-Investorenschutz.

[Bildquelle: Shutterstock]

LG Electronics tritt Hedera Blockhain-Gremium bei

Advertisement

Der Beitritt zum Verwaltungsgremium ermöglicht es LG, die Grenzen von Blockchain zu überwinden und die bevorstehende Ära schneller, fairer und sicherer Anwendungen einzuleiten

LG Electronics Inc. (LG) und Hedera Hashgraph, eine Plattform für Distributed-Ledger-Technologie (DLT) im Unternehmensbereich, gaben heute bekannt, dass LG dem Hedera Governing Council beigetreten ist. Das Gremium, gegründet, um ein besonders dezentralisiertes Verwaltungsmodell für Public Ledger zu ermöglichen, soll bis zu 39 globale Organisationen aus einer Vielzahl von Branchen und Regionen umfassen.

LG ist das vierzehnte Mitglied und schließt sich Boeing, der Deutschen Telekom, DLA Piper, FIS (WorldPay), Google, IBM, Magalu, Nomura, Swirlds, Swisscom Blockchain, Tata Communications, University College London (UCL) und Wipro an. Als einziger Haushaltsgerätehersteller, der dem Hedera Governing Council beigetreten ist, wird LG mit Hedera und anderen Mitgliedern des Councils zusammenarbeiten, um Wege zu finden, wie die Distributed-Ledger-Technologie den Verbrauchern und Partnern in der Lieferkette zugutekommen kann, indem sie nahtlose Transaktionen ermöglicht.

Alle Mitglieder des Hedera Governing Council werden einen Netzwerkknoten im öffentlichen Hedera Hashgraph-Netzwerks betreiben und für die Verabschiedung der Roadmap von Hedera sowie für die Updates der Codegrundlage der Plattform verantwortlich sein. Die Mitglieder gewährleisten die Dezentralisierung und Vielfalt des Gremiums.

Mance Harmon, CEO und Mitbegründer von Hedera Hashgraph, kommentiert: „Wir freuen uns sehr, den Branchenführer LG im Hedera Governing Council willkommen zu heißen. Seit vielen Jahren verfolgt LG im Hinblick auf die Vereinfachung des täglichen Lebens von Verbrauchern sowie Partnern weltweit einen visionären Ansatz bei der Einführung neuer Technologien. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit LG und dessen Ökosystem, um die vielen möglichen Wege zu erkunden, wie die Distributed-Ledger-Technologie in ähnlicher Weise zum Nutzen des Kundenstamms angewandt werden kann“.

„Die Technologie hinter Distributed Ledger birgt das Potenzial, den Mehrwert für den Kunden zu steigern und es Unternehmen aus vielen Branchen zu ermöglichen, neue hochsichere und agile Dienstleistungen anzubieten“, sagte Cho Taeg-il, Senior Vice President von LG Electronics. „Wir sind stolz darauf, ein Teil des Hedera Governing Council zu sein. Dieses erlaubt uns, mit anderen führenden Organisationen aus einer Vielzahl von Branchen zusammenzuarbeiten, um die Anwendung der Distributed-Ledger-Technologie zum Nutzen von Unternehmen und Verbrauchern gleichermaßen weiterzuentwickeln.“







Samsung integriert bekannte Bitcoin-Börse

Advertisement


Gemini

Der bekannte südkoreanische Elektronik-Konzern Samsung ist eine Partnerschaft mit der US-Exchange Gemini eingegangen. Dadurch sollen Nutzer der Samsung Blockchain Wallet neue Möglichkeiten erhalten.

Börse Gemini soll auf Samsung Handys integriert werden

Durch die Verbindung ihrer Samsung Blockchain Wallet mit der mobilen Gemini-App können die User Bitcoin kaufen und verkaufen, ihren Gemini-Kontostand einsehen und auch ihr Krypto in den Cold Storage mit Gemini Custody transferieren, so die Börse. Laut der Ankündigung sind sie die erste grosse Bitcoin-Börse, die eine Partnerschaft mit Samsung vereinbahrt.

Quelle:







InCore Bank: Grünes Licht von der FINMA für Bitcoin, Token und digitale Assets

Advertisement

InCore Bank lanciert Zugang zu digitalen Assets

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat der Transaktionsbank InCore Bank den Handel, die Verwahrung, den Transfer und die Schaffung (Tokenisierung) von digitalen Assets genehmigt. Somit ist InCore Bank die erste Schweizer Business-to-Business-Bank, welche Finanzdienstleistern und Institutionellen weltweit einen einfachen und sicheren Zugang zu einer neuen und zukunftsweisenden Anlageklasse ermöglicht. Mit Maerki Baumann ist auch die erste Kundenbank startklar.

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat der InCore Bank AG mit Sitz in Zürich-Schlieren die Genehmigung erteilt ihr Dienstleistungsangebot ab sofort auf den Handel, die Verwahrung, den Transfer und die Schaffung von digitalen Vermögenswerten auszuweiten. Damit positioniert sich InCore Bank als erste traditionsreiche Schweizer Business-to-Business-Bank im Bereich dieser neuen digitalen Anlageklasse. Finanzdienstleister und Institutionelle weltweit können InCore Bank vertrauen, ohne sich über mögliche Interessenskonflikte Sorgen zu machen, da die renommierte Service-Organisation keine Endkunden bedient.

Digitale Vermögenswerte

Kryptowährungen sind als digitale Vermögenswerte eine wertvolle Ergänzung für das moderne Asset Management und sind in Zukunft als Zahlungs- und Anlagewert nicht mehr wegzudenken. Ausserdem sind auch andere, bisher «non-bankable» Assets als digitale Vermögenswerte in Form von Anlage-Tokens abbildbar. Dieser Bereich wird enorm an Wichtigkeit gewinnen, weshalb InCore Bank stolz ist, auch hier eine Vorreiterrolle spielen zu können.

Als in der Schweiz etablierte Transaktionsbank verfügt InCore Bank über langjährige Erfahrung im Banking und fundierte Kenntnisse hinsichtlich geltender Regularien und Prozesse. Damit ermöglicht sie Finanzdienstleistern und Institutionellen den sicheren Einstieg in die Welt der digitalen Vermögenswerte. «Unsere Kunden profitieren auf einen Schlag von der Erweiterung auf die neue Anlageklasse, ohne selber in Infrastruktur und neue Prozesse investieren zu müssen. Und dies unter Wahrung der gewohnten Sicherheitsstandards. So schlagen wir die Brücke zu den traditionellen Anlageklassen», sagt Mark Dambacher, CEO von InCore Bank.

Die alte und die neue Welt vereinen

InCore Bank hat ein eingespieltes Team von Banking- und Compliance Experten, die in der Lage sind, beide Welten – die traditionellen und die digitalen Vermögensklassen – zu bedienen und ihren Kunden die gesamte Dienstleistungspalette aus einer Hand anzubieten. «Da die digitalen Vermögenswerte dabei vollständig im Kernbankensystem integriert sind, profitiert der Endkunde vom E-Banking bis zum Vermögensausweis von einem Nutzererlebnis, wie er es von der traditionellen Banking-Welt gewohnt ist», erklärt Mark Dambacher.

Neuer Geschäftsbereich Digital Services

Der neu geschaffene Bereich «Digital Services» von InCore Bank hat in den letzten Monaten das strategische Projekt zur Einführung dieser neuen Services aufgebaut. «Wir garantieren die vollständige Segregierung der Krypto-Kundenvermögen auf individuelle Wallets, womit kein zusätzlicher Eigenmittelbedarf der Kundenbank erforderlich ist», erklärt Daniel Blatter, Head of Digital Services. InCore Bank setzt auch im Bereich der digitalen Vermögenswerte auf bewährte Lösungen und ist darum mit namhaften Partnern aus dem Kryptobereich eine Zusammenarbeit eingegangen, insbesondere mit der Schweizer Firma Crypto Finance AG.

CEO & Gründer der Crypto Finance AG, Jan Brzezek, dazu:

«Wir sind überzeugt davon, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Bitcoin ins normale Repertoire einer Bank gehört. InCore Bank hat sich bereits früh und konsequent diesem Thema geöffnet und wir konnten uns umgehend gemeinsam an die Implementierung unserer Handels- und Custody-Infrastruktur machen. Aus diesem Grund ist InCore Bank als erste Transaktionsbank heute in der starken Position, ihren Kunden diesen Zugang rasch und unkompliziert zu ermöglichen.»

Maerki Baumann & Co. AG ist erste Kundin

Als erste Kundin im Bereich der digitalen Anlageklassen konnte InCore Bank die langjährige Kundenbank Maerki Baumann & Co. AG gewinnen, deren Muttergesellschaft an der InCore Bank beteiligt ist. «Das Angebot der InCore Bank fügt sich sehr gut in unsere Krypto-Strategie ein, mit der wir unsere Private-Banking-Dienstleistungen um digitale Vermögenswerte ergänzen wollen. Die bewährte Zusammenarbeit mit InCore Bank ermöglicht uns die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen in der Anlageberatung und Vermögensverwaltung, indem wir Dienstleistungen im Krypto-Handel und der Krypto-Verwahrung extern erschliessen», sagt Stephan Zwahlen, CEO der Maerki Baumann & Co AG.

Die neuen digitalen Anlageklassen sind natürlich für sämtliche Finanzdienstleister und Institutionelle verfügbar – auch für solche, die nicht als Outsourcing- oder Transaction-Banking-Kunde auf der InCore-Bank-Plattform sind.

Schaffung von digitalen Anlagen

Nach der Lancierung von Services im Bereich der Kryptowährungen weitet InCore Bank in einem nächsten Schritt den Handel, die Verwahrung und den Transfer auf Anlage-Tokens (Security Tokens Services) aus. In Zusammenarbeit mit dem Partner inacta AG, ein unabhängiges Schweizer IT-Beratungsunternehmen für Informationsmanagement und Krypto-Assets, entwickelt sie weitere Dienstleistungen im Bereich der Tokenisierung, das heisst der elektronischen Stückelung von Finanz- und anderen Vermögenswerten. Mit den Security Token Services von InCore Bank werden Unternehmen ihre Wertpapiere einfacher und kostengünstiger verwalten und neues Kapital beschaffen können. InCore Bank bietet auch hier das gesamte Dienstleistungsspektrum von der Ausgabe, Verteilung, Vermittlung und Speicherung von Token an.







CEO von Krypto-Marktforschungsinstitut: „Bitcoin wird Gold ersetzen“

Advertisement

In einer zunehmend digitalisierten Welt könnte Bitcoin (BTC) die Rolle als führendes Wertaufbewahrungsmittel einnehmen und damit Gold den Rang ablaufen. Dies meint zumindest der Gründer und Geschäftsführer des Krypto-Marktforschungsinstituts Digital Assets Data.

„Ich gehe davon aus, dass Bitcoin Gold als Finanzprodukt für Anleger mit langfristigen Zeithorizonten ersetzen wird“, wie Digital Assets Data CEO Mike Alfred dementsprechend gegenüber Cointelegraph prognostiziert. Dahingehend ergänzt er: „Die jungen Leute haben ein viel größeres Interesse an Bitcoin in einer Welt, die immer mehr online und virtuell stattfindet.“

Rasante Entwicklung von Bitcoin geht weiter

Seit ihrer Einführung hat Bitcoin eine rasante Entwicklung durchgemacht, die die Kryptowährung von weniger als 1 US-Dollar bis auf ein zwischenzeitliches Rekordhoch von knapp 20.000 US-Dollar katapultiert hat. Im Laufe dieser Entwicklung hat die Rolle von Bitcoin ebenfalls viele Wandlungen durchgemacht, vom globalen Zahlungsmittel hin zum Anlageprodukt und alles, was dazwischen liegt.

„Die spannendsten Anwendungsbereiche sind immer noch Schwellen- und Entwicklungsländer, in denen es extrem riskant ist, seine Ersparnisse in Form der Landeswährung zu halten“, wie Alfred in diesem Zusammenhang erklärt.

Ein Beispiel dafür ist Venezuela, das in den letzten Jahren von heftiger Inflation befallen wurde. Im zweiten Halbjahr 2019 stieg die Inflationsrate sogar bis auf 10.000.000 % an, was dafür sorgte, dass Bitcoin hier als Alternative zur eigenen Landeswährung zu neuer Popularität gelangte.

„Je mehr Bitcoin angenommen wird, desto mehr wird sie für Finanztransaktionen genutzt und von den Steuerbehörden akzeptiert“, so der Gedankengang des Krypto-Marktforschers. Und weiter: „Irgendwann könnte Bitcoin eng mit der Weltwirtschaft verwoben sein.“

Alte Garde schwört Gold die Treue

Allerdings sieht nicht jeder eine solch rosige Zukunft für die marktführende Kryptowährung. Dies trifft auch auf den glühenden Bitcoin-Kritiker Peter Schiff zu, der nicht müde wird, zu betonen, dass er Gold als deutlich besseres Anlageprodukt sieht.

Obwohl Bitcoin in den vergangenen 10 Jahren eine beträchtliche Wertsteigerung erzielen konnte, ist Schiff nichtsdestotrotz der Überzeugung, dass Gold in nächster Zeit wieder die Nase vorn haben wird, während die Kryptowährung seiner Meinung nach an Wert verlieren wird.

So unkte er:

„In den letzten paar Jahren haben sich die Bitcoin-Anleger immer wieder über Gold-Anleger lustig gemacht, weil #Bitcoin so viel mehr Gewinn gemacht hat als #Gold. In den nächsten Jahren wird sich das Blatt jedoch wenden, aber nicht, weil Gold dann mehr steigt als Bitcoin, sondern weil Gold glänzen wird, während Bitcoin zurück auf den Boden der Tatsachen kracht.“  

Die einflussreiche Investmentbank Goldman Sachs ist jüngst ebenfalls auf den Zug der Bitcoin-Kritiker aufgesprungen, indem sie meint, dass die Kryptowährung kein geeignetes Investitionsprodukt sei.

Die Krypto-Community hat für diese und ähnliche Kritikpunkte bisher immer wieder Gegenargumente gefunden, darunter auch die Funktion von Bitcoin als Absicherungsmittel, die besonders Anthony Pompliano des Öfteren hervorhebt.

Messari: Inflationsrate von XRP ist fünf Mal höher als bei Bitcoin

Advertisement

Neue Daten der Krypto-Marktforscher von Messari zeigen, dass die Inflationsrate der Umlaufmenge von XRP, die Kryptowährung des Blockchain-Zahlungsdienstleisters Ripple, für das letzte Rechnungsjahr fast 20 % beträgt. Dies ist die höchste Inflationsrate unter den marktführenden Kryptowährungen und zugleich fünf Mal so hoch wie bei Bitcoin (BTC).

Inflationsrate wirkt sich auf Kurs aus?

Der Messari-Marktforscher Florent Moulin veröffentlichte die entsprechenden Informationen auf Twitter, wobei er im Zuge dessen ergänzt, dass der Kurs von Bitcoin im gleichen Zeitraum um 20 % gestiegen ist, während der XRP-Kurs seit letztem Jahr 47 % verloren hat. Damit impliziert Moulin, dass es womöglich einen Zusammenhang zwischen den Inflationsraten und Kurswerten der Kryptowährungen gibt.

Des Weiteren stellt Moulin vergleichend fest, dass Ripple bisher erst 30 % der insgesamt verfügbaren Umlaufmenge auf den Markt gebracht hat, während es bei Bitcoin inzwischen schon 87,5 % sind.

Kyle Samani von Multicoin Capital folgt dieser Argumentation und schlussfolgert, dass der steigende Abverkauf von XRP der treibende Faktor für die Schwäche der Kryptowährung ist:

„Der Herausgeber [Ripple] hat den XRP-Verkauf in den letzten drei Quartalen zunehmend erhöht, was sehr wahrscheinlich den Kurs nach unten gedrückt hat.“

Die Geschäftsführung von Ripple wehrt sich allerdings dagegen, dass die Einbringung von neuen XRP in den Markt einen merkbaren Effekt auf den Kurs haben soll. So meinte CEO Brad Garlinghouse Anfang des Jahres:

„In der XRP-Community ist Ripple der größte Eigentümer und ich habe zuvor schon des Öfteren betont, dass wir deshalb das größte Interesse am Erfolg von XRP haben […] Ripple hat genauso wenig Kontrolle über den XRP-Kurs wie Bitcoin-Großinvestoren über den Kurs von Bitcoin.“

Aussagekraft wird angezweifelt

Die Inflationsraten anderer großer Kryptowährungen sind ebenfalls niedriger als bei XRP, so liegt Tezos (XTZ) bei 13 %, während Litecoin (LTC) auf 5,1 % kommt und Ether (ETH) auf 4,7 %. Der Kurs von XTZ konnte trotz relativ hoher Inflationsrate um 180 % zulegen, wohingegen Litecoin trotz niedriger Inflationsrate 63 % verloren hat. Dies könnte der Annahme von Samani also widersprechen.  

Auch aus einem weiteren Grund werden die Ergebnisse von Messari von der Krypto-Community hinterfragt, denn die angegebenen Umlaufmengen weichen bis zu 50 % von den Statistiken führender Krypto-Datenbanken wie Coin360 und CoinMarketCap ab, was Zweifel an der Methodologie der Marktforscher aufkommen lässt.

Bitcoin erklärt: Was ist die Stock-to-Flow Analyse?

Advertisement

Noch immer gelten Kryptowährungen für viele unerfahrene als eine Art Glücksspiel. Dies liegt ohne Frage daran, dass Medien vor allem auf die hohe Schwankungsanfälligkeit – die sogenannte Volatilität – zu sprechen kommen, wenn es um den Bitcoin und Altcoins geht. Und in der Tat haben die vergangenen Wochen mehrfach unter Beweis gestellt, wie schnell die Preise am Markt steigen und leider auch fallen können. Wahr ist aber gleichermassen, dass digitale Währungen eine zunehmende Akzeptanz im „Mainstream“ verbuchen. Und dies macht Coins und Token durchaus wertbeständiger als in den frühen Jahren der Branche. Und es gibt durchaus analytische Ansätze, die eine Bitcoin-Kursanalyse ermöglichen. Die Stock-to-Flow-Ratio ist ein solches Hilfsmittel, mit dem mancher Anleger bereits gute Bitcoin-Erfahrungen gesammelt hat. Ein guter Grund, sich eingehender mit dem Begriff und dem Analyse-Hintergrund zu befassen.

Die wichtigsten Daten im kompakten Überblick:

  • Stock-to-Flow-Ratio am Kryptomarkt ein junges Analyseverfahren
  • Analyseansatz zieht Parallelen zum Edelmetall Gold
  • Prognosen basieren auf Verhältnis von Produktionsmenge & Marktbestand
  • teils zu unsichere Datenlagen für die Analyse

„Ratio“ sagte schon oft sechsstellige BTC-Kurse vorher

Knapp zusammengefasst, lässt die Stock-to-Flow-Ratio bei einem Gut Rückschlüsse auf seine Knappheit zu. Diese Formulierung verlangt freilich nach einer ausführlicheren Erklärung, um einen Eindruck der technischen Hintergründe und der Aussagekraft der Erkenntnisse. In der Vergangenheit brachte die Stock-to-Flow-Ratio im Rahmen der Bitcoin-Kursanalyse manch erstaunliche Vorhersage. Im November 2019 etwa kursierten verschiedene Meldungen, die den BTC-Kurs in Regionen von 250.000 US-Dollar und mehr für das Frühjahr 2020 sahen. Derartige Prognosen aber wiesen vielfach statistische Mängel auf. Zudem fusste manche Einschätzung zu astronomisch hohen Kursen meist auf weiteren Annahmen, die aber zur die Ermittlung der eigentlichen Stock-to-Flow-Ratio nur bedingt geeignet sind.

Stock-to-Flow: Verhältnis produzierter Menge und der Marktreserven als Basis

Die verdeutlicht einmal mehr, warum sauberes analytisches Arbeiten so wichtig ist. Denn selbst das dritte Halving in der Bitcoin-Blockchain liess den Preis nicht so hoch wie erwartet steigen. Doch kommen wir nun zur eigentlichen Erklärung der Analyse-Möglichkeit zum BTC-Preis. Bei der Stock-to-Flow-Ratio geht es um die Beschreibung der Knappheit eines Vermögenswertes – analog oder digital. Der Begriff Ratio bedeutet hier „Verhältnis“, „Flow“ steht für eine mögliche Produktionsmenge, während „Stock“ den aktuellen Lagerbestand definiert. Das Verhältnis meint dabei, wie viel Zeit verstreicht, bis der aktuelle Lagerbestand bei Einhaltung der momentanen Produktionsmenge erreicht wäre. Aus der Relation des Bestandes und der produzierten Menge ergibt sich als die Knappheit eines Gutes XY. Der Wert der Knappheit steigt parallel zur Höhe des Verhältnisses.

Das SF-Modell gehört bei der BTC-Analyse zu jungen Varianten zur Kursprognose. In seiner mittlerweile gebräuchlichen Version kursiert es erst seit kurzem in Bitcoin-Foren und auf Fachportalen. Als Urheber des Konzepts gilt „PlanB“ ein bekannter Kryptoanalyst. Selbiger ermittelte für das Jahr 2019, dass das Währungspaar aus Bitcoin und US-Dollar lediglich zeitweise vom Stock-to-Flow-Modell abwicht. Insbesondere zum Jahresende aber gab es eine deutlichere Schwankung.

Beschränkung der Ressourcen als wichtiges Kriterium

Niemand Geringerer als Nick Szabo sieht in der besagten Knappheit eine „eher fälschungssichere Kostbarkeit“. Es gibt per Definition höchstens 21 Millionen Bitcoins, was die Digitalwährung deutlich von Fiatgelder unterscheidet. In Finanz- und Wirtschaftskrisen werfen die Zentralbanken gerne die Geldpressen an und steigern die Geldmenge, was meist mit einem Anstieg der Inflationsraten einhergeht. Solche Entwicklungen übrigens hinterlassen auch am Kryptomarkt bleibenden Eindruck, sodass Probleme oder wirtschaftliche Ereignisse auch Einfluss auf den Bitcoin-Kurs haben.

Analyse-Modell kommt vor allem beim Gold zum Einsatz

Eigentlich legen Analysten die Stock-to-Flow-Ratio vor allem bei Rohstoffen wie beispielsweise dem „sicheren Hafen für Anleger“ Gold zugrunde. Die Grundannahme eines steigenden Preises bei zunehmender Knappheit ist beim Edelmetall zumeist auch zutreffend. Die Anwendung des Analyseinstruments ist generell auch mit Blick auf den Bitcoin-Kurs möglich, die resultierenden Kursprognosen führen indes zu den besagten „Mondpreisen“. Schon der Einfluss der etwa alle vier Jahre stattfindenden Halvings und der damit verbundenen Halbierung der Mining-Belohnungen wird mitunter überbewertet. Ein zeitweise geringerer Nachschub an Coins im System wirkt sich in der Stock-to-Flow-Ratio ebenfalls teils unverhältnismässig deutlich auf die Erwartungen aus.

Hoher SF-Wert spricht für steigendes Kurspotenzial

Viele Industrierohstoffe (z. B.) Kupfer zeigen seit jeher, dass der Preis von der Anpassung der produzierten Mengen mehr oder weniger deutlich beeinflusst wird. Übertragen auf den Bitcoin kann die Knappheit also ein wichtiger Kursindikator sein. Hier geht es um das Verhältnis zwischen Bestand und Fluss bzw. die Beziehung zwischen der am Markt verfügbaren BTC-Menge und der handelbaren.

Ein Rechenbeispiel: Auswertungen zufolge entstanden 2019 gut 657.000 neue Bitcoins mittels Mining. Der Markt wies Ende April 2020 ein Kontingent von etwa 18,36 Mio. Bitcoins auf. Im einfachen Berechnungsmodell liegt die Stock-to-Flow-Ratio bei 27,9.

Durch das ständige Entstehen neuer Blöcke und weitere stattfindende Halvings steigt die Relation des Bestandes zur Neuproduktion stetig. Interessanterweise kommen verschiedene Auswertungen zum Ergebnis, dass die Stock-to-Flow-Daten des Bitcoins durchaus mit denen von Gold und Silber mithalten. Ende 2017 etwa entsprach der SF-Werte des BTC beinahe dem Wert von Silber.

Kritische Faktoren dürfen nicht ausser Acht gelassen werden

Mit Blick auf Halvings gibt es hier zudem ein Problem. Experten sprechen gerne rund um die Halbierung der BTC-Belohnungen von einem Kurskorridor, den sie als „Narrow Halving Window“.  Rund um ein Halving bewegt sich der Kurs erfahrungsgemäss in einem Kursbereich, der später nicht zu 100 Prozent bestätigt wird. Als Aussage über die Vergangenheit ist die Annahme erneuter Anstiege aber immer das sprichwörtliche dünne Eis, auf das sich Analysten begegnen. Zumal sich nach dem dritten Halving durchaus nicht nur positive Entwicklungen abzeichneten. Die historisch starke Bewegung nach früheren Halbierungen ist aber keine Garantie für vergleichbare Trends in Zukunft.

Vorsicht bei allzu rosigen Kursversprechen von Analysten

Aus Sicht vieler Analysten ist die Bitcoin-Kurs-Prognose anhand der S-2-F-Ratio zu spekulativ, andere schwören auf den Ansatz. Die Problematik besteht aus der Sicht der Kritiker darin, dass die Kursbewegung eben nicht allein durch die Bitcoin-Produktionsrate bestimmt wird. Ein Beispiel: Aktuelle Auswertungen würden zu einem wahrscheinlichen Preis von 1,0 Millionen US-Dollar nach dem fünften Halving kommen. Zu kurz kommt in der Stock-to-Flow-Ratio unter anderem die Marktkapitalisierung. Einige bekannte Analysten haben berechnet, dass der BTC für einen Millionenkurs eine Kapitalisierung in einer Grössenordnung wie relevante Fiatgelder wie der US-Dollar oder der Euro erreichen müsste. Trotz zunehmender Akzeptanz im Handel sind solche Entwicklungen binnen weniger Jahre vermutlich eher unwahrscheinlich. Dass der Bitcoin gerne als „digitales Gold“ tituliert wird, darf in diesem Zusammenhang auch aus einem weiteren Grund nicht missverstanden werden.

Nachfrage-Entwicklung von vielen Punkte beeinflussbar

Anhänger der Stock-to-Flow-Ratio müssen automatisch davon ausgehen, dass die Coins tatsächlich genutzt werden. Ob dies dann als Zahlungsmittel, Wertspeicher oder anderweitig geschieht, wäre nebensächlich. Belastbare Vorhersagen zu einer steigenden – für die Stock-to-Flow-Ratio unverzichtbaren – Nachfrage lassen sich aber nur bedingt ableiten. Es gab immer wieder mal Momente in der Bitcoin-Geschichte, in denen die Nachfrage überraschend sank. Weitere Aspekte, die Analysen insgesamt erschweren, sind Unvorhersehbarkeiten. Neue Produkte wie Futures und Optionen auf den Bitcoin leisteten der grösseren Akzeptanz vor einiger Zeit Vorschub. Auch das Interesse institutioneller Investoren sendet positive Signale aus. Negativ wirkt sich auf die potenziell steigende Nachfrage die nach wie vor schwierige Regulierungssituation aus. Regelmässige Berichte über vermeintliche Manipulationen sind für verlässliche Prognosen über Analyse-Instrumente wie die Stock-to-Flow-Ratio ihrerseits nicht gerade förderlich.

Stock-to-Flow-Ratio kann Aussagekraft erkennen lassen

Trotz der Schwierigkeiten, die auf dem Weg zur Kurs-Analyse für den Bitcoin lauern, kann die Ratio durchaus zielführend sein. Schliesslich ist der Bitcoin als erster digitale Vermögenswert per se auf Knappheit ausgelegt und damit auf Augenhöhe mit Edelmetallen wie Gold und Silber. Verschiedene  Analysten bestätigen, dass es eine tatsächliche Relation zwischen Stock-to-Flow auf der einen und dem BTC-Marktpreis gibt, die vielfach als „statistisch relevant“ einzustufen sei. Und diese Beziehung sei keineswegs auf einem reinen Zufall begründet. Letztlich schwanken die Bewertungen des Analyse-Ansatzes zwischen „berechtigt“ und „zu vage“. Richtig ist: Das Tool muss sich nach jedem entscheidenden Marktereignis als Modellberechnung neu beweisen. Dies aber trifft auch auf die meisten anderen Analysewege zu bei einem noch immer extrem volatilen Asset wie dem Bitcoin.

Du möchtest Bitcoin kaufen? Der CoinPro.ch-Ratgeber hilft

Mehr Bitcoin-Wissen

Jetzt Beitrag teilen

© Coincorner.ch