Hashvergleich: Bitcoin (BTC) Miner im Konkurrenzkampf

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Die kanadische Marathon Patent Group hat 700 neue Bitcoin-Mining-Geräte aufgestellt. Das könnte neuen Schwung in den Mining-Konkurrenzkampf bringen.

Bitcoin Miner waren zuletzt auf eine harte Probe gestellt worden. Durch das Halving am 11. Mai war ihre Belohnung für erfolgreich geschürfte Blöcke von 12,5 BTC auf 6,25 BTC halbiert worden. Das zog ökonomische Konsequenzen nach sich. Teilweise mussten Miner, für die das „Schürfen“ beim aktuellen Bitcoin-Kurs nicht mehr rentabel war, ihre Geräte vom Netz nehmen. Kritische Stimmen befürchteten in Folge dessen gar eine Kapitulation der Miner – wie sich nun jedoch herausstellt, dürften diese Sorgen unbegründet sein.

So berichtet etwa die Marathon Patent Group am 3. Juni per Pressemitteilung, dass sie 700 neue Mining-Geräte aufgestellt hat. Zusätzlich erwarte sie die Lieferung von 1.160 neuen Mining-Geräten von Bitmain.

Wie im Mai bekannt wurde, sind die Antminer aus dem Hause Bitmain für über 20 Prozent der Hash Rate im Bitcoin-Netzwerk verantwortlich. Demnach hatte Bitmain bereits einen Großteil seiner Marktmacht abgeben müssen. Noch im Jahr 2018 waren die Bitmain-Mining-Rigs für 78 Prozent der Hash Rate verantwortlich. Nach und nach waren jedoch mehr Mining-Hersteller in den Markt gedrungen und hatten Bitmain die Stirn geboten.

Dennoch wird sich das zurückliegende Halving über kurz oder lang positiv auf die Geschäftszahlen der Hersteller von Mining-Geräten auswirken. So sind diese nun dazu angehalten, effizientere Geräte herzustellen, dass sich das Schürfen neuer Bitcoins auch für die „kleinen“ Miner beziehungsweise solche, die keinen Zugang zu Billigstrom haben, wieder lohnt.

Bitcoin Miner im Vergleich

Der aktuelle Antminer T19 von Bitmain schürft mit 84 Terahashes pro Sekunde und wird ab 21. Juni verschifft. Sein Energieverbrauch liegt bei 3.150 Watt. Bitmain stachelt den Konkurrenzkampf bereits beim Verkauf der Geräte an: Wer als erstes die 1.749 US-Dollar löhnt, soll als erstes das Gerät zugeschickt bekommen. Allerdings verteilen die Mining-Hersteller – „um das Horten zu vermeiden“ – lediglich zwei neue Geräte pro Nutzer.

Zum Vergleich: Der aktuelle PandaMiner P3 44T kommt zu einem Preis von 1.350 US-Dollar daher. Daher schafft er jedoch lediglich 44 Terahashes pro Sekunde. Dafür benötigt er 3.000 Watt.

Der neue AvalonMiner 1146 Pro von Canaan schafft immerhin 63 Terahashes pro Sekunde, bei einem Stromverbrauch von 3.300 Watt. Diesen gibt es für knapp 1.100 US-Dollar im Handel.

Der Whatsminer M30 von MicroBT überzeugt im Gegensatz dazu mit 90 Terahashes pro Sekunde und scheint damit in Sachen Geschwindigkeit den Markt aktuell anzuführen. Mit 3.650 Watt führt er jedoch auch das Ranking der Stromfresser an, mit einem Preis von 1.550 US-Dollar ist er andererseits in der Anschaffung günstiger als der Antminer von Bitmain.

Wie Bitcoin Mining im Detail funktioniert erklären wir an dieser Stelle.

Unter Tage: China hebt illegale Bitcoin-Mining-Farm (BTC) aus

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In China ist eine Bitcoin-Mining-Farm aufgeflogen, die illegal Strom angezapft hatte.

China gilt als wichtige Anlaufstelle für Bitcoin Miner. Obwohl das Land bisher keine eindeutigen Richtlinien für das „Schürfen“ neuer BTC herausgegeben hat, zieht das Land Miner an, insbesondere wegen der geringen Stromkosten. Auch Mining-Gigant Bitmain, einer der führenden Hersteller für BTC-Mining-Rigs, hat seine Wurzeln im kommunistisch geführten Land. Doch wie sich nach und nach herausstellt, zieht das Land nicht nur Unternehmen mit scheinbar ehrlichen Motiven an.

So ist es chinesischen Behörden jüngst gelungen, eine illegale Bitcoin-Mining-Farm auszuheben. Das Pikante: Von Außen erschien die Farm als Begräbnisstätte. Wie das chinesische Nachrichtenmagazin Bejing News am 31. Mai berichtet, habe sich die illegale Bitcoin-Mining-Farm in der nordchinesischen Stadt Daqing befunden.

Wie das Magazin weiter mitteilt, waren die Behörden aktiv geworden, weil sich eine Ölfirma darüber beklagt hatte, dass sie unter unerklärlichen Energieverlust gelitten hatte. Unter zwei Erdhügeln waren die Beamten dann auf die Eingänge zur Mining-Farm gestoßen. Wie aus weiteren Berichten hervorgeht, war chinesischen Behörden kurz vorher ein ähnlicher Schlag gelungen. Beamte hatten eine Woche vor dem Vorfall in Daqing insgesamt 54 Bitcoin Mining Rigs unter Tage gesichert. Auch diese waren mit gestohlenem Strom betrieben worden.

Bitcoin Mining und das Halving

Solche Aktionen mögen nicht weiter verwundern – schließlich ist das Mining ein kosten- und energieintensives Unterfangen. Da der BTC-Kurs zudem volatil ist, ist das Einkommen der Schürfer nicht immer gesichtert. So waren sie auch zuletzt durch das Halving vermehrt unter Druck geraten. Schließlich hat sich bei diesem Ereignis die Belohnung, die die „Schürfer“ für neue Blöcke in der Blockchain bekommen, von 12,5 BTC auf 6,25 BTC verringert. In der Folge mussten einige Teilnehmer ihre Geräte vom Netz nehmen, da sich das Mining beim derzeitigen Bitcoin-Kurs für sie nicht länger lohnen sollte. Günstige Strompreise locken Miner daher vermehrt an – je günstiger, desto besser. Neben China zählt auch der US-Bundesstaat Texas als Mining-Mekka. Auch Texas bietet extrem günstigen Strom.

China, Blockchain und die Digitalisierung

Im internationalen Rennen um eine digitale Zentralbankwährung präsentiert sich China indes als überaus digitalisierungsfreundlich. Die Testläufe für die eigene Central Bank Digital Currency (CBDC) laufen bereits seit vergangenem Monat auf Hochtouren. Damit versucht das Land unter anderem, der Hegemonie des US-Dollars den Rang streitig zu machen. Twitter-Marionette Donald Trump hatte die Beziehung zwischen den USA und China zuletzt durch negative Online-Kommentare verschärft.

China: Grabhügel entpuppen sich als Bitcoin Mining

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Cloud Mining

Diese Meldung, so skurril sie tönt, ist wahr und erschien tatsächlich gestern in der South China Post.

Eine Ölfirma in der nordchinesischen Stadt Daqin hatte die Polizei gerufen, nachdem die Stromzufuhr nicht konstant funktionierte. Die lokale Polizei entdeckte dann auf einem Feld mysteriöse Grabhügel.
Die findigen Beamten entdeckten dann Zugänge zu diesen Hügeln und darin Bitcoin Mining Geräte, welche illegal Strom abzapften.

Bitcoin Mining, auch legales, ist in dieser Provinz beliebt, da die Strompreise sehr niedrig sind. Viele Einwohner in dieser Region haben in ihren Kellern Bitcoin Mining Zentren eingerichtet.







Macht China Ernst? – Druck auf Sichuan bedroht Bitcoin-Mining massiv

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Die Regierung der chinesischen Provinz Sichuan will verstärkt gegen die regionale Mining-Branche vorgehen, da der steigende Kurs von Bitcoin (BTC) für eine Zunahme illegaler Aktivitäten im Schatten des Krypto-Minings gesorgt hat.

Sichuan macht 10 % der globalen Hashrate aus

Die etwaige Tragweite eines solchen Vorgehens wird beim Blick auf Daten der Universität Cambridge deutlich, denn die Provinz Sichuan ist allein für knapp 10 % der weltweiten Hashrate verantwortlich und sticht damit sowohl die ganze USA als auch ganz Russland aus. Die Hashrate ist ein Maß für die verfügbare Rechenleistung zum Mining von Kryptowährungen.

China: Bitcoin Mining Map. Source: Cambridge University.

Bitcoin-Mining in China nach Regionen. Quelle: Universität Cambridge.

Zuletzt hatte sich Sichuan eigentlich darum bemüht, wegen der durch das Coronavirus ausgelösten Wirtschaftskrise neue Miner in die Region zu holen, allerdings ist es stattdessen vermehrt zu „illegaler Kapitalbeschaffung“ und betrügerischem Multi-Level-Marketing gekommen.

Wo geht die Reise hin?

Noch ist unklar, ob diese Probleme bzw. die daraus resultierenden Gegenmaßnahmen dem Mining in Sichuan ganzheitlich den Stecker ziehen werden, denn die chinesische Kryptobranche floriert trotz behördlicher Einschränkungen. Christopher Bendiksen, der Marktforschungsleiter von CoinShares, meint in diesem Zusammenhang zu Cointelegraph:

„Ich denke, die Bitcoin-Miner konnten sich in China noch nie hundertprozentig sicher fühlen, dass die Regierung nicht irgendwann auftaucht und ihnen alles wegnimmt. Ich bezweifle, dass sie in dieser Hinsicht jemals ruhig schlafen konnten und jetzt ist es wahrscheinlich schlimmer als je zuvor.“

Aber angenommen, die chinesischen Aufsichtsbehörden machen dieses Mal wirklich Ernst und legen die Mining-Branche in Sichuan komplett lahm. Wer könnte den immensen Beitrag der Region zur globalen Hashrate auffangen?

USA könnten profitieren

Philip Salter, der operative Geschäftsführer von Genesis Mining, das selbst nicht in China tätig ist, erklärt gegenüber Cointelegraph:

„China hat günstige Produktionskosten, weshalb die Investitionsausgaben sehr geringgehalten werden können. In China ist alles schnell und billig. Die Betriebskosten sind allerdings nicht so niedrig, denn der Großteil des Landes bezieht seinen Strom aus Kohlekraftwerken und Kohle ist die teuerste Energiequelle. Im Großen und Ganzen sind die Betriebskosten in China also eher hoch.“

Sollte der Betrieb in Sichuan also nicht mehr möglich sein, könnten es sich wohl nur die profitabelsten und größten Mining-Unternehmen leisten, in andere chinesische Provinzen umzuziehen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass einige Miner in die USA gehen. Selbst der große chinesische Mining-Konzern Bitmain betreibt inzwischen ein Rechenzentrum in Texas, da der US-Bundesstaat dank seiner niedrigen Strompreise und krypto-freundlichen Haltung optimale Voraussetzungen bietet. Ein Exodus in die Vereinigten Staaten ist also durchaus vorstellbar.

Nach der Halbierung der Block-Belohnung im Zuge des Bitcoin-Halvings war die Lage für viele Miner ohnehin schon schlechter geworden. Die Behörden in Sichuan könnten jetzt für zusätzlichen Druck sorgen, was Bitcoin einem weiteren Härtetest unterziehen würde.

Händler heben die größte Anzahl an Bitcoins seit 2018 ab

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Zehn Tage nach der Halbierung kann Bitcoin (BTC) aufgrund einer neuen Welle von Miningverkäufen die Marke von 10.000 US-Dollar nicht zurückerobern.

Eine Zusammenstellung von Überwachungsressorucen von CryptoQuant zeigen, dass die kombinierten Abflüsse aus BTC-Mining-Pools in den letzten fünf Tagen um 600% gestiegen sind – von 1.066 BTC auf 7.426 BTC am 20. Mai.

Bitcoin Miner verkaufen bei 10.000 US-Dollar

Die Veränderung, die in der Woche vor der Halbierung am 11. Mai zu beobachten war, als die Abflüsse von Minern von rund 2.100 BTC auf einen Höchststand von fast 5.000 BTC am 10. Mai anstiegen.

Die Daten von CryptoQuant bestätigen auch eine Korrelation zwischen dem Anstieg der Miningverkäufe und den Tiefstständen bei Bitcoin. 

Die Verkäufe in der Woche vor der Halbierung fielen mit dem „Pre-Half-Dump“ von Bitcoin von über 1.200 USD zusammen, während diese Woche ebenfalls eine negative Preisentwicklung zu verzeichnen war – von 9.950 US-Dollar am 18. Mai auf 9.340 US-Dollar heute.

Ein anhaltendes Abladen würde sich negativ auf das Bitcoin-Preiswachstum auswirken und den Aufwärtstrend verlangsamen.

Bitcoin-Mining-Pool Abflüsse 1-Jahres-Diagramm

Bitcoin-Mining-Pool Abflüsse 1-Jahres-Diagramm. Quelle: CryptoQuant

Die Börsenbestände fallen weiter

Über die Abflüsse hinaus steht eine Veränderung bei den Börsen bevor. Laut CryptoQuant gingen die gesamten Börsenbestände am 12. März während des Bitcoin-Crashs dramatisch zurück, fielen jedoch weiter, als sich der Preis erholte.

Am Mittwoch beliefen sich die Bestände an 17 großen Börsen auf 1,18 Mio. BTC – der niedrigste Wert seit November 2018. Zu diesem Zeitpunkt notierte BTC/USD nahe seinen Tiefstständen von 3.100 US-Dollar.

Bitcoin Börsenreserve 2-Jahres-Diagramm

Bitcoin Börsenreserve 2-Jahres-Diagramm. Quelle: CryptoQuant

Das mangelnde Interesse am Handel mit Bitcoin liefert klare Signale für die Marktstimmung, aber die Änderung der Korrelation mit der Preisentwicklung führt dazu, dass die aktuelle Situation im Widerspruch zum vorherigen Verhalten steht.

Einnahmen der Miner fallen – ist BTC also den Boden erreicht?

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Die Einnahmen der BTC-Miner gingen 2020 zum zweiten Mal auf das Niveau von Anfang 2019 zurück. Jedes Mal, wenn sie auf ein Mehrjahrestief fielen, begann für BTC ein Aufwärtstrend.

Das letzte Mal, dass der tägliche Umsatz der Bitcoin-Miner bei rund 7 Millionen US-Dollar lag, war am 13. März 2020. Zu diesem Zeitpunkt fiel der Preis für BTC auf BitMEX nach einer Kaskade von mehr als einer Milliarde US-Dollar auf nur noch 3.600 US-Dollar.

Nachdem die Mining-Einnahmen am 13. März gesunken waren, stieg der Preis für Bitcoin in den nächsten anderthalb Monaten von 3.600 US-Dollar auf über 10.000 US-Dollar, mit einem Plus von 177%

Die Einnahmen der Bitcoin-Miner sinken auf das Niveau von Anfang 2019

Die Einnahmen der Bitcoin-Miner sinken auf das Niveau von Anfang 2019. Quelle: Blockchain

Bitcoin könnte in den kommenden Monaten einen ähnlichen Trend erleben

Wenn die Einnahmen aus dem Bitcoin-Mining stark sinken, deutet dies darauf hin, dass Miner mit übermäßigem Verschuldungsgrad aufgrund ungünstiger Marktbedingungen kapitulieren.

Vom 12. bis 13. März gingen die Mining-Einnahmen zurück, da der Preis für Bitcoin innerhalb von 24 Stunden um 50% gesunken war. Diesmal scheint der Rückgang auf die Halbierung des Bitcoin-Ökosystems zurückzuführen zu sein.

Vor der Halbierung erwirtschafteten die Miner einen Umsatz von rund 1.800 BTC pro Tag. Heutzutage werden Miner voraussichtlich rund 900 BTC pro Tag produzieren.

Der Preis für Bitcoin liegt derzeit jedoch auf einem ähnlichen Niveau wie vor der Halbierung. Für kleine oder überhebelte Miner reicht die Stagnation des Bitcoin-Preises nach der Halbierung aus, um ihren Betrieb vorübergehend einstellen zu müssen.

In der Regel markiert dies einen Tiefpunkt für Bitcoin, da dies auf ein Höchstmaß an Angst auf dem Markt hinweist. Einige Miner müssen schließen, wenn BTC stagniert. Daher könnte Bitcoin eine kurzfristige Volatilität feststellen, da die On-Chain Daten auf den Generationsboden hindeuten, bevor anscheinend ein neuer Bullenzyklus etabliert wird.

Andere Makroindikatoren sind ebenfalls bullisch

Das Puell Multiple, ein Makroindikator, der die tägliche Emission von BTC verwendet, um den Markttrend zu messen, zeigt, dass BTC nahe am Boden liegt.

Ein Makroindikator zeigt an, dass sich Bitcoin einem Boden nähert

Ein Makroindikator zeigt an, dass sich Bitcoin einem Boden nähert. Quelle: Lookintobitcoin

Während das Puell Multiple darauf hindeutet, dass es kurzfristig zu einem weiteren geringfügigen Rückgang kommen könnte, zeigt es einen 2018-ähnlichen Trend, bei dem sich BTC auf einen Aufwärtstrend zu Beginn des Jahres 2019 konzentriert.

Von Anfang bis Mitte 2019 stieg der Preis für Bitcoin von 4.000 US-Dollar auf 14.000 US-Dollar, und verschiedene Daten deuten darauf hin, dass BTC jetzt ähnliche Anzeichen aufweist.

Technische Indikatoren wie der Relative Strength Index (RSI) und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) für große Zeiträume zeigen ebenfalls, dass BTC nach einem Preisanstieg von 160% bei weitem nicht am Ende ist.

Der Gründungspartner von Bitazu Capital, Mohit Sorout, sagte:

„Beachten Sie, wie große BTC-Zyklusoberteile und -unterteile vor dem Hintergrund der höchsten Volatilität gedruckt wurden? Ein einfacher Blick zeigt Ihnen, dass 10.000 US-Dollar ein kleiner Schluckauf sind.“

Der Volatilitätsindex zeigt, dass Bitcoin nicht an einer lokalen Spitze liegt

Der Volatilitätsindex zeigt, dass Bitcoin nicht an einer lokalen Spitze liegt. Quelle: Mohit Sorout

Der Preis für BTC hat sich seit dem 13. März von 3.600 US-Dollar auf 10.085 US-Dollar fast verdreifacht, und dennoch zeigen historisch genaue Indikatoren keine topähnliche Struktur für BTC.

Miner-Rückzug: Steht das Bitcoin-Netzwerk vor dem Ende?

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Die Halbierung der Blockbelohnungen könnte weitreichende Folgen für das Bitcoin-Netzwerk haben. Dem Worst-Case-Szenario nach könnte die letzte Stunde für Bitcoin bereits geschlagen haben.

Rund vier Tage nach dem Halving zeigt die Hash Rate, also die von Miner eingespeiste Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk, bereits Anzeichen eines nachhaltigen Einbruchs. Durch das Halving wurden die Coinbase Rewards für das erfolgreiche Schürfen neuer Blöcke von ehemals 12,5 auf nunmehr 6,25 Bitcoin für Miner gedrosselt. In der Konsequenz stehen viele Miner nun vor wirtschaftlichen Engpässen. So wirft das Mining für einige, insbesondere kleine Miner, nicht mehr genügend Ertrag ab: Kosten und Gewinn fallen ins Ungleichgewicht. Dass bereits jetzt einige Miner das Feld räumen, könnte zudem weitreichende Folgen für die Sicherheit des Netzwerks haben.

Miner-Rückzug: Das Aus für Bitcoin?

Diese Effekte könnten sich gegenseitig potenzieren und das Bitcoin-Netzwerk langfristig in Bedrängnis bringen. Ein pessimistisches Szenario lautet wie folgt: Aufgrund der Halbierung der Blockbelohnungen verlässt eine große Zahl an Minern das Netzwerk, woraufhin die Hash Rate sinkt und das Netzwerk wegen steigender Blockzeiten überlastet wird. Da viele Anleger nicht ewig auf die Bearbeitung ihrer Transaktionen warten wollen, kommt es zu einer Abverkaufswelle von Bitcoin, wodurch der Bitcoin-Kurs fällt und wiederum mehr Miner das Netzwerk verlassen, bis das Bitcoin-Netzwerk am Ende dieser Abwärtsspirale seinen letzten Atemzug aushaucht.

Zugegeben: Dieses Szenario schildert den Worst Case. Dass es soweit kommt, ist unwahrscheinlich. Schließlich lässt es die Anpassungsmechanismen wie etwa die Anpassung der Difficulty außer Acht. Diese würde sich automatisch nach unten anpassen, so dass das Mining wieder profitabel werden würde.

Dennoch zeigt die Hash Rate erste Risse. Ist diese kurz vor dem Halving in Erwartung eines Kursanstiegs rasant in die Höhe geschnellt, fiel sie infolge ebenso rasch. So zeigt sich bereits ein Rückgang der Hash Rate von 30 Prozent in den letzten drei Tagen.

Infolgedessen ist der Mempool, also die Gesamtzahl der Transaktionen, die auf eine Bestätigung warten, deutlich angestiegen.

Dies hat zur Folge, dass die Bitcoin-Transaktionsgebühren in den letzten Tagen deutlich angestiegen sind. Aus dem Mempool wählen Miner schließlich diejenigen Transaktionen aus, die mit höheren Gebühren verbunden sind. Bläht sich der Mempool auf, müssen Nutzer höhere Gebühren zahlen, um einen Anreiz zu schaffen, dass Miner auch ihre Transaktionen verarbeiten.

Transaktionsgebühren erreichen Höchstand

Coinmetrics zufolge erreichte die Gebühren einen Anteil von 13,1 Prozent der gesamten Mining-Einnahmen, was der höchste Stand seit Januar 2018 ist.

Auch wenn die jüngsten Daten den Teufel an die Wand malen, ist es höchst unwahrscheinlich, dass die vorübergehende Auslastung des Netzwerks das Bitcoin-Todesurteil bedeutet. Letztendlich werden Faktoren wie Hash Rate, Mining Difficulty und Mempool neu justiert und nach einer Übergangsphase zu einem neuen Gleichgewicht im Netzwerk führen. Auch wenn die Karten im Mining-Geschäft neu gemischt werden, das Bitcoin-Netzwerk hat einen langen Atem und wird uns vermutlich alle überdauern.

Mining: Neuer Player kontrolliert nun 6 Prozent der Bitcoin Hash Rate

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Das Halving würfelt die Anteile im Mining-Geschäft durcheinander. Während private Miner zur Aufgabe gezwungen werden, übernehmen die großen Mining Pools das Feld. Erst kürzlich ist dabei ein neuer Pool aus dem Boden gesprossen, der schon jetzt seinen Schatten auf die Hash Rate wirft.

Im Kräftemessen um die Anteile am globalen Mining-Geschäft hat sich ein neuer Teilnehmer rasch zu den Schwergewichten gesellt. Keine drei Wochen nach dem ersten geschürften Block stellt der chinesische Mining Pool Lubian bereits 6 Prozent der gesamten Hash Rate im Bitcoin-Netzwerk.

Der Mining Pool wurde am 12. Mai von dem chinesischen Blockchain-Branchenmagazin BlockBeats entdeckt und per Tweet an die Öffentlichkeit getragen.

Mit einer Hash Rate von 7.04 EH/s ist Lubian den Daten von btc.com zufolge bereits der sechstgrößte Mining Pool. Und das, obwohl der Mining Pool als Frischling unter den Mining-Platzhirschen erstmals Ende vergangenen Monats in Erscheinung trat. Am 24. April generierte Lubian Block Nr. 627.441.

Interessant gewählter Zeitpunkt

Laut Dovey Wan, Gründungspartnerin von Primitive Crypto und Beraterin von Coindesk, könnte Lubian ein Pool aus ehemals privater Hand sein, bevor er öffentlich zugänglich wurde.

Dies führt Wan darauf zurück, dass die Hash Rate keinen eklatanten Anstieg gezeigt hat:

Es muss ein privater Pool sein, bevor er sich jetzt als öffentlich entpuppt, da die Hah Rate keinen Pop gesehen hat.

Auch der Zeitpunkt, an dem Lubian nun auf sich aufmerksam macht, sei interessant: Schließlich falle er mit dem jüngsten Halving zusammen:

Wer auch immer Eigentümer des Pools ist, muss die Bootstrapping-Hash Rate zu Beginn besessen haben, da andere Pools keinen größeren Rückgang zu verzeichnen hatten.

Bitcoin Mining vor einschneidenden Veränderungen

Im Zuge des Halvings des Coinbase Rewards, also der Halbierung der Block-Belohnungen für das erfolgreiche Finden neuer Blöcke von 12,5 auf aktuell 6,25 BTC, könnten einige Miner gezwungen werden, das Handtuch zu werfen. Da sich Kosten und Nutzen für kleine Miner nicht mehr aufwiegen, ist damit zu rechnen, dass sich einige Miner aus dem Geschäft zurückziehen und das Feld den großen Mining Pools überlassen.

Wie das Branchenmagazin TheBlock berichtet ist die Hash Rate nach dem Halving bereits um 16 Prozent von 122 EH/s auf ~102 EH/s gesunken. Die täglichen Einnahmen fielen indes schätzungsweise von 16, Millionen US-Dollar auf knapp 9 Millionen US-Dollar und damit um 44 Prozent. Von den vier größten Pools (F2Pool, Poolin, Antpool, BTC.com) scheint Poolin mit etwa 30 Prozent den meisten Anteil an der globalem Hash Rate eingebüßt zu haben. BTC.com hat hingegen derzeit mit etwas mehr als 10 Prozent am wenigsten hergegeben.

Das Halving stellt eine Zäsur im Bitcoin-Netzwerk dar, nach der sich viele Miner nun neu orientieren müssen. In Abhängigkeit zur Bitcoin-Kursentwicklung könnte das Halving das ohnehin von einigen wenigen Mining Pools dominierte Mining-Geschäft um ein vielfaches zentralisieren.

Bitcoin Mining im Iran: Lizenz der Regierung könnte neuen Industriezweig schaffen

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Bitcoin Mining findet nicht nur aus ideologischen Gründen statt. Das Konzept hinter Mining bildet zwar das Grundgerüst für das Bitcoin Netzwerk, wird jedoch weitestgehend aus wirtschaftlichen Gründen betrieben. Es handelt sich hierbei um ein kalkulierbares, langfristiges und durchaus lukratives Geschäftsmodell, insofern man die notwendige Liquidität für die hohen Eintritts- bzw. Fixkosten stemmen kann.

Einer der großen Player ist der türkische Bitcoin Mining Gigant iMiner. Die Firma betreibt in verschiedenen Ländern Anlagen und expandiert nun in den Iran. Bildet sich damit ein neuer Geschäftszweig in dem sonst so isolierten und durch Sanktionen abgestraften Land?

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Bitcoin Mining im Iran: Chance oder Risiko?

Nach einem aktuellen Bericht eines lokalen Nachrichtenmagazins (siehe Quelle) können wir einen Paradigmenwechsel im Iran beobachten. Der iranische Minister für Industrie hat demnach der türkischen Firma iMiner eine Lizenz zum Mining erteilt. IMiner betreibt Mining Farmen in diversen Ländern wie beispielsweise den USA, Russland, Kanada und natürlich auch in der Türkei.

Damit würde die türkische Firma direkt die größte Bitcoin Mining Farm im Iran betreiben und den Startschuss für einen neuen Wirtschaftszweig ebnen. Bei der Fabrik soll es sich um eine Bitcoin Mining Farm mit insgesamt 6.000 Geräten handeln, die in Summe 96.000 Terahash zum Netzwerk beiträgt.

Wie bereits im einleitenden Paragraphen erwähnt, handelt es sich hierbei um einen deutlichen Paradigmenwechsel. Noch vor wenigen Monaten, im Juli 2019, hatte der Chef der iranischen Zentralbank den Handel mit Bitcoin und Co. als illegal deklariert. Wenige Monate später (August 19) folgte ein neues Gesetz der iranischen Regierung, welches den Handel mit Kryptowährungen nach wie vor „verdammte“, jedoch den Weg frei für Bitcoin Mining machte.


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Zickzack-Kurs gegen über Kryptowährungen

Wiederum einen Monat später, nämlich im September 2019, verkündete die iranische Regierung Steuererleichterungen für iranische Miner. Im Gegenzug dazu mussten diese jedoch die ausländischen Devisen dem Iran überlassen. Die Politik, die der Iran hierbei fährt, ist also auf der einen Seite ‚begrüßend‘, zeigt aber auf der anderen Seite das ganz klare Eigeninteresse der islamischen Republik.

Dennoch müssen wir festhalten, dass das Gesamtbild gegenüber den Thema Bitcoin und Bitcoin Mining nach wie negativ im Iran ist. Die Regierung sieht Kryptowährungen als mögliches Mittel der Geldwäsche und anderer Aktivitäten. Konträr hierzu sehen sie aber auch Chancen durch die Möglichkeit mit Hilfe von Kryptowährungen Sanktionen zu umgehen.

Nach Beschlagnahmungen von Mininggeräten in der Vergangenheit, Steuererleichterungen vor wenigen Monaten und nun der aktuellen Vergabe der Lizenz bleibt der Kurs der Regierung also unklar. Mining könnte dennoch eine Chance für das Land darstellen.

Wie bewertest du die Situation im Iran rund um Bitcoin Mining? – Chance oder Risiko?

[Bildquelle: Shutterstock]

Mega Mining Farm im Iran geplant

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Gestern hat iMiner, ein türkisches Miningunternehmen, das bereits seit 7 Jahren existiert, in einem Blogpost bekannt gegeben, dass es eine Lizenz erhalten hat, um im Iran Bitcoinmining zu betreiben.

Angeblich wurden 7,3 Mio. $ in den Aufbau der Anlage in Semnan, einer Stadt im Zentrum des Landes, investiert. Bis zu 6.000 Mining-Rigs sollen 96.000 Terahashes (Th/s) liefern, was rund 0,1 % der aktuellen Rechenleistung des gesamten Bitcoinnetzwerkes entspricht. Damit wird es die größte Miningfarm im Iran und eine der größten überhaupt werden.

iMiner baut mit diesem Schritt sein Miningimperium aus. In seiner relativ langjährigen Geschichte ist das Unternehmen von der Türkei in die USA, nach Kanada und nach Russland expandiert. Neben dem Bitcoin Mining bietet iMiner einen Mietdienst für Mininggeräte als auch einen Hostingdienst für diese an. Über 300 Mitarbeiter soll der Hashrategigant inzwischen anstellen.

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Iran wird zu einem Bitcoin Mining Land

Die Lizenz wurde vom iranischen Ministerium für Industurie, Handel und Bergbau erteilt. Sie erlaubt es iMiner neben der Miningtätigkeit auch Handels- und Verwahrdienstleistungen im Land anzubieten. Der Versuch des Irans gegen die US-Sanktionen anzukommen, sich finanziell zu befreien, begünstigt seine Entscheidungen diesbezüglich und macht ihn zwangsläufig kryptofreundlich. Nachdem die Regierung in der Vergangenheit der neuen Technologie gegenüber skeptisch war, scheint sie ihre Meinung geändert zu haben. Jedoch nur auf das Minen bezogen. Bitcoin als Zahlungsmittel wird nach wie vor nicht befürwortet.

Es wird geschätzt, dass bereits rund 148.000 Miner im Iran aktiv sind. Die Schätzung konnte gemacht werden, da der Stromverbrauch des Landes wegen des Minings in der Vergangenheit um ca. 7 % gestiegen ist. Dieser enorme Anstieg hat dazu geführt, dass Mining in der Spitzenzeit des Stromverbrauchs verboten wurde.

Auch Miner aus anderen Ländern, wie China oder der Ukraine, strömen in das Land, um von den Begünstigungen (20 % garantierter Rabatt auf Strom für Miner) zu profitieren. Seit 2 Jahren ist das Kryptomining staatlich anerkannt. Allein Anfang des Jahres wurden rund 1.000 Lizenzen vergeben. Als einer der größten Energie- bzw. Ölproduzenten der Erde sieht der Iran hier eine Möglichkeit den Rohstoff zu Geld zu machen und den Sanktionen entgegenzuwirken.

Gut für die Dezentralität?

Bitcoins Ruf leidet unter geographischer Zentralisierung der Hashrate in China. Nach wie vor kommt die mit Abstand meiste Hashleistung aus dem Reich der Mitte. Machen wir eine kleine Überschlagsrechnung: Wenn 6.000 Mining Maschinen 0,1 % der gesamten Hashleistung bringen so leisten die geschätzten 148.000 Maschinen rund 2,5 %.

Das ist zwar im Verhältnis zu China, wo weit über 50 % der Hashleistung vermutet werden recht wenig, aber die Tendenz ist steigend. Auf jedenfall ist es für die Dezentralität des Netzwerkes gut, wenn der Iran es schafft, China einen Teil seiner Hashleistung abzuringen.

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