Bitcoin 2020 bei 20.000 US-Dollar? Bloomberg bullish

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Die Bank verlange viel zu hohe Gebühren für Kryptowährungen. Das wollen einige Karteininhaber nicht hinnehmen.

Die größte Bank der Vereinigten Staaten, JP Morgan Chase & Co. hat infolge einer Sammelklage ein juristisches Verfahren mit 2,5 Millionen US-Dollar beigelegt. Dabei handelte es sich um den Vorwurf unangekündigte Änderungen an der Gebührenordnung für Krypto-Käufe mit Kreditkarten vorgenommen zu haben.

Brady Tucker, Ryan Hilton und Stanton Smith beschuldigten die sechstgrößte Bank der Welt vor dem Bundesgericht Manhattan, zu hohe Gebühren und Zinsen von Kunden zu verlangen, die mit ihrer JPMorgan-Kreditkarte auf Internetplattformen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum kaufen. Die Bank hatte seit 2018 auf einmal angefangen, Krypto-Einkäufe auf Internetplattformen als Bargeld-Auszahlungen zu verbuchen, statt als Onlinekäufe.

JPMorgan hatte die Vorwürfe zunächst zurückgewiesen. Nach zwei turbulenten Jahren und mehreren juristischen Verfahren gaben die Prozessparteien am 10. März bekannt, sich außergerichtlich auf die Vergleichssumme von 2,5 Millionen US-Dollar geeinigt zu haben. Am 26. Mai wurde das zuständige Gericht darum gebeten, die Vereinbarung zu bestätigen.

JPMorgan ist nicht das einzige Finanzinstitut, das für Krypto-Käufe hohe Gebühren erhebt. Weitere Karteninhaber klagten auch gegen Visa und Mastercard, die die Gebührenregeln mehrerer Krypto-Exchanges unerwartet änderten.

Bitcoin-Kurs (BTC): Diese Indikatoren stimmen bullish

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Nach mehreren gescheiterten Versuchen, sich oberhalb von 10.000 US-Dollar festzusetzen, könnte der Derivatemarkt den nötigen Schub bringen.

Nach einem raschen Kurssprung auf über 10.000 US-Dollar und einem ebenso raschen Kursabschlag, legt der Bitcoin-Kurs seit Dienstag wieder zu. Mit einem Plus von 1,6 Prozent in den letzten 24 Stunden notiert die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung aktuell bei 9.656 US-Dollar.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Im Wochenvergleich behauptet der Bitcoin-Kurs somit eine Wertsteigerung von immerhin 1,1 Prozent. Die starke Volatilität am Dienstag, die den Bitcoin-Kurs binnen weniger Minuten um 500 US-Dollar auf über 10.100 US-Dollar katapultierten und wenige stunden später in gleicher Schnelle wieder fallen ließ, wurde durch ein Ungleichgewicht von Long und Short-Positionen am Futures Markt ausgelöst. Die spannende Frage bleibt, wann die Krypto-Leitwährung sich wieder stabil oberhalb der 10.000-USD-Marke bewegt. In insgesamt drei Versuchen der letzten drei Quartale ist der Bitcoin-Kurs immer wieder an dem Widerstand bei 10.5000 US-Dollar abgeprallt. Bullishe Kursindikatoren, die auf einen mittelfristigen Wachstumstrend hindeuten, kommen derweil aus dem Bitcoin-Optionen-Markt.

Optionen könnten Bitcoin-Kurs in Schwung bringen

Ein Indikator, der auf eine bullishe Entwicklung des Bitcoin-Markts hindeutet, ist das Verhältnis von Put- und Call-Optionen an den Optionsmärkten. Bei Call-Optionen erhalten Käufer das Recht, einen bestimmten Basiswert, also Bitcoin, bis zum Verfallsdatum der Option zu einem zuvor verhandelten Preis zu kaufen. Im Gegensatz zu Futures ist der Anleger also nicht zum Kauf verpflichtet. Für dieses Recht müssen Anleger bestimmte Optionsprämien zahlen. Der Verkäufer der Call-Option erhält diese Prämie und ist im Gegenzug verpflichtet, den Basiswert zum verhandelten Preis zu verkaufen, wenn der Käufer die Option wahrnimmt.

Umgekehrtes gilt bei Put-Optionen. Bei einer Put-Option erhält der Käufer das Recht, den Basiswert bis zum Verfallstermin zu einem bestimmten Preis zu verkaufen. Gehen Anleger also eine Put-Option ein, können sie vom Käufer dazu verpflichtet werden, den Basiswert zum vorher festgelegten Preis zu kaufen.

An der Bitcoin-Derivate-Börse Deribit gibt es eine Anzahl von 17.309 Call-Optionen für Juni bis zu einem Strike von 13.000 US-Dollar. Dies beläuft sich auf 225 Millionen US-Dollar. Demgegenüber stehen 11.564 Put-Optionen, die sich auf 150 Millionen US-Dollar belaufen. Dies führt zu einem Put/Call-Verhältnis von rund 34 Prozent, was einen bullishen Kursindikator für den Bitcoin-Kurs darstellt.

Contango deutet auf Wachstum hin

Ein weiterer Indikator, der neben dem Put-Call-Verhältnis auf eine bullishe Entwicklung des Bitcoin-Kurs und eine positive Stimmung unter professionellen Anlegern hindeutet, ist der sogenannte Contango, auch als Futures-Kurve bekannt. Bei Contango übersteigt der Preis für die Auslieferung in der Zukunft den aktuellen Kassakurs.

Die Futures-Kurve zeigt an, dass der Preis steigt, je später der Liefertermin datiert. Verkäufer verlangen demnach mehr Geld, um die Abwicklung des Terminkontrakts zu verschieben.  

Diese Situation wird Contango genannt. Futures kosten demnach mehr als der aktuelle Kassapreis. Eine steile Futures-Kurve ist ein durchaus bullisher Indikator, da Verkäufer in Zukunft noch mehr Geld für die Lieferung verlangen.

Altcoins

Der Ether-Kurs (ETH) ist in den letzten 24 Stunden um 3,2 Prozent auf 243,68 US-Dollar gestiegen. Somit verbucht die zweitgrößte Kryptowährung ein Wochenplus von 11 Prozent.

Der XRP-Kurs kann vergleichsweise zwar weniger zulegen. Mit einem Tagesplus von immerhin 0,8 Prozent kann der Ripple-Coin aber auf 0,204 US-Dollar klettern. In den letzten sieben Tagen ist der XRP-Kurs um 2 Prozent im Wert gestiegen.

Beeindruckender hingegen ist die derzeitige Entwicklung des IOTA-Kurs (MIOTA). Im Tagesvergleich steigt der IOTA-Kurs um 6,9 Prozent auf 0,250 US-Dollar. Auf Wochensicht verteidigt die IoT-Währung somit ein Kursplus von 23,4 Prozent.

Bitcoin auf 300.000 USD – Adam Back erklärt was den nächsten Bullrun auslöst

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Über 2,5 Jahr ist das Ende des letzten Bitcoin Bullruns her. Alle, die damals schon am digitalen Gold Bitcoin interessiert waren, dürften den Zeiten, als sich der Preis für einen der begehrten Taler 2017 innerhalb eines Jahres verzwanzigfachte, sehnsüchtig hinterher trauern. Seitdem haben wir den Absturz von 20.000 USD und auf 3.000 USD bis Anfang 2019 gesehen und befinden uns seitdem im Niemandsland zwischen dem Tief des letzten Crypto-Winters und dem Allzeithoch von 2017. Viele fragen sich deshalb, wann der nächste Bitcoin Bullrun kommt und von was er ausgelöst wird. Wenn man den Aussagen von Adam Back Glauben schenkt, könnte das nächste Bitcoin Kurs Feuerwerk von etwas anderem entzündet werden, als die meisten denken.

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Bitcoin auf 300.000 USD durch private Investoren

In einem vor 2 Tagen veröffentlichten Interview zwischen Adam Back und Bloomberg prognostiziert dieser eine Verdreißigfachung des Bitcoin Kurs von aktuell rund 10.000 USD auf über 300.000 USD in den nächsten 5 Jahren. Damit gesellt sich Back in die Riege von Crypto-Experten ein, die sechsstellige Kursziele von 100.000 bis 500.000 USD für den nächsten Bitcoin Bullrun prognostizieren, obwohl er nicht für wilde Spekulationen bekannt ist.

Zur Erklärung: Adam Back ist der aktuelle CEO von Blockstream, einer Crypto-Firma, die sich der Weiterentwicklung von Bitcoin, dem Lightning Network und verschiedener Sidechains verschrieben hat. Außerdem ist er der Erfinder von Hashcash, welches ähnliche kryptografische Mechanismen wie Bitcoin schon in den 1990er Jahren verwendete. Adam Back wurde auch namentlich von Satoshi Nakamoto im Bitcoin Whitepaper genannt und hatte frühen Kontakt mit dem BTC Erfinder. Wenn es um Bitcoin geht, weiß Back also, wovon er spricht.

Laut dem CEO wird der nächste Bitcoin Bullrun allerdings von einem anderen Faktor ausgelöst werden, als einige in den letzten Jahren und Monaten spekulierten. Back ist nämlich der Meinung, dass es private Investoren sein werden, die den Bitcoin Kurs auf neue Höhen schießen, egal wie sich institutionelle Investoren verhalten.

Möglicherweise ist keine zusätzliche institutionelle Adoption erforderlich, da das derzeitige Umfeld mehr Menschen dazu veranlasst, über Absicherung nachzudenken. Und die Werterhaltung, wenn in der Welt viel Geld gedruckt wird.


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Goldman Sachs Beispiel zeigt frühen Status in der Adoptions-Kurve

Doch weshalb sollte der Bitcoin Kurs überhaupt noch einmal so einen massiven Wertzuwachs erleben? Laut Adam Back liegt das nicht zuletzt daran, dass es im aktuellen Umfeld schwierig ist, eine gute Rendite zu erzielen.

Das Beispiel Goldman Sachs aus den letzten Wochen, bei dem die Investment Bank ihren Kunden in einem Call nicht empfiehlt in Bitcoin zu investieren zeigt uns laut Back außerdem, dass wir noch sehr früh bei der Adoption sind und alle, die sich aktuell mit dem Thema beschäftigen zu den Early Adoptern gehören.

Der Goldman-Bericht war interessant, weil er einige Missverständnisse über die digitale Knappheit und darüber aufzeigte, was an Bitcoin nützlich ist. Er zeigt, dass es in Bezug auf die Adoptionskurve noch früh ist. Sie haben einen großen, anspruchsvollen Marktteilnehmer wie diesen mit einem unklaren Verständnis des Wertes. Für mich deutet das darauf hin, dass es auf dem Markt noch viel Spielraum für Preissteigerungen und die Adoption von Bitcoin gibt.

Adam Back gehört selbst zu denjenigen, die fundamental von Bitcoin sehr stark überzeugt sind. Deshalb lässt er sich normalerweise nicht in Mondprognosen verstricken. Seine Aussagen können daher als besonders relevant eingeschätzt werden. Er selbst mined BTC und behält alle Mining Rewards nach eigener Aussage, weil er langfristig an BTC glaubt:

Ich verkaufe sie nicht.

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Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.

Bitcoin Kurs Crash wegen Miner Kapitulation? Statistik erklärt 1.000 USD Absturz

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Der Bitcoin Kurs hält sich in den letzten 3 Wochen seit dem Halving sehr gut. Historisch gesehen ist die Zeit nach dem Halving eher von einer schwachen Bitcoin Kurs Performance gekennzeichnet und so gab es nicht wenige, die einen Crash nach dem 11. Mai prognostiziert haben. Bisher ist tatsächlich sogar das Gegenteil eingetreten. Notierte der Bitcoin Kurs am 11. Mai noch bei knapp 8.600 USD, steht er mittlerweile bei über 9.500 USD.

Am gestrigen Tag konnte der BTC Preis sogar über die magische Grenze von 10.000 USD steigen, scheiterte bei diesem Pump allerdings am Widerstand bei 10.500 USD. Kurz nach der Freude über den Pump kam dann allerdings bekanntermaßen die Ernüchterung über den 1.000 USD Crash zurück auf 9.500 USD. Doch was hat den Dump ausgelöst? Eine neue Statistik zeigt, dass die Miner Kapitulation dafür verantwortlich sein könnte.

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Bitcoin Kurs als Opfer der Miner Kapitulation?

Die Bitcoin Hashrate ist in den letzten Wochen seit dem Halving massiv von über 130 TH/s auf zeitweise knapp 90 TH/s eingebrochen und deutete somit eine Miner Kapitulation an. Dieses Ausscheiden von unprofitablen Minern hat sich mittlerweile scheinbar wieder beruhigt, da sich die Hashrate wieder auf über 100 TH/s entwickelt hat.

Trotzdem dürften es viele Miner beim aktuellen Bitcoin Kurs schwer haben profitabel zu bleiben. Wenn man der Analyse von Ki Young Ju, dem CEO der Crypto-Analysefirma CryptoQuant Glauben schenkt, ist diese Miner Kapitulation auch für den Crash des Bitcoin Kurs um 1.000 USD am gestrigen Tag verantwortlich. Dies zeigt der folgende Chart, den Ju auf seinen Twitter Profil teilte:

Wie in dem Bild zu sehen sind kurz nach dem gestrigen Pump Richtung 10.500 USD, aber kurz vor dem anschließenden Dump auf 9.500 USD 2.293,749 BTC aus den Wallets eines unbekannten Mining Pools geflossen. Kurz darauf erneut über 1.000 BTC. Auch, wenn sich der Zusammenhang zwischen dem Preis Dump und den Bewegungen auf der Wallet nicht eindeutig nachweisen lassen, liegt ein Zusammenhang sehr nahe.


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Miner verkaufen mehr BTC, als sie generieren

Es könnte also sein, dass ein unprofitabler Minder den kurzfristigen Preisanstieg ausgenutzt hat, um einen Teil seiner BTC bei einem besseren Bitcoin Kurs loszuwerden. Wie begründet diese „Verzweiflungstat“ ist, zeigt auch eine andere Statistik.

Laut Conner Brown (@_ConnerBrown_) verkauften die Bitcoin Miner letzte Woche insgesamt 6.561 BTC, während nur 5.888 neu generiert wurden. Damit wurden 673 BTC mehr verkauft, als eingenommen wurden. Trotz dieses Verkaufsdrucks, hält sich der Bitcoin Kurs bisher bis auf den gestrigen Pump & Dump insgesamt stabil.

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Bekannter Trader warnt: Lieber Short-Positionen bei Bitcoin

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Bitcoin (BTC), hat diese Woche ein Hoch von 10.300 US-Dollar erreicht. Das ist kein Ausbruch und Anleger sollten sich auf Verluste gefasst machen, so der renommierte Analyst John Bollinger.

In einem Tweet am 2. Juni sagte der Schöpfer des Bollinger Bands, dass der kurze Anstieg der größten Kryptowährung auf Dreimonatshochs eine Anomalie sei.

Bollinger warnt Händler: Vorsicht oder Short-Positionen

Den Bollinger Bands für das BTC/USD-Paar in dieser Woche zufolge, hat der Anstieg auf über 10.300 US-Dollar das Paar in einen Bereich gebracht, das normalerweise einen bevorstehenden Bullenlauf signalisiert.

Bollinger Bands verwenden zwei Standardabweichungen, um eine Grenze oberhalb und unterhalb eines einfachen gleitenden Durchschnittskurses darzustellen. Normalerweise ist das der gleitende 20-Tages-Durchschnitt.

Wenn der Kurs eines Vermögenswertes aus dem Bereich zwischen den beiden Bändern ausbricht, deutet das darauf hin, dass die Volatilität nach oben oder unten steigt oder fällt. Diesem Verhalten geht tendenziell eine Verengung der Bandkonturen voraus.

Bitcoin hat sich im Mai klar in der Spanne zwischen den beiden Bändern gehalten, was auf eine geringere Volatilität hindeutet. Für Bollinger selbst gab es keinen Grund, zu denken, dass der Ausbruch in dieser Woche echt war.

Er twitterte:

“Das ist ein Head Fake beim oberen Bollinger Band für $btcusd, Zeit für Vorsicht oder Short-Positionen.”

BTC/USD-Chart mit aktuellem Head Fake

BTC/USD-Chart mit aktuellem Head Fake Quelle: TradingView

Aufstand bei Bitcoin?

Der Indikator hat sich bereits in der Vergangenheit als effizient bei der Verfolgung der Bullen- und Bärenzyklen von Bitcoin erwiesen. Zu Beginn des Jahres 2020 war das nicht anders. Im Dezember kam es zu einer Verengung der Bänder, gefolgt von einem nachhaltigen Aufwärtstrend zu Beginn des Jahres.

Derzeit kann Bitcoin von den Unruhen in den Vereinigten Staaten und dem Wertverlust des US-Dollars profitieren. Wie Cointelegraph berichtete, hat auch Gold von der Panik profitiert. Weitere Zuwächse für Bitcoin hängen davon ab, wie sich die Ereignisse weiter entwickeln. 

Die Fundamentaldaten erholen sich langsam von der Schwäche des letzten Monats. Die Beteiligung der Miner dürfte nach der zweiten Korrektur der Schwierigkeit in zwei Tagen weiter steigen.

CryptoQuant-CEO: Unbekannter Miner hat Einbruch verursacht

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Ki Young Ju, der CEO von CryptoQuant, behauptete, die Kapitulation eines unbekannten Mining-Pools habe den jüngsten Einbruch ausgelöst.

Der Miner, der in den letzten vier Tagen 51 Blöcke produziert hat, kapituliert möglicherweise, wie Ki Young Ju berichtet. Für die 51 Blöcke, die vom Mining-Pool produziert wurden, gab es eine Belohnung in Höhe von 637,5 BTC. Das waren in diesem Zeitraum 9 Prozent der Gesamtmenge.

Unbekannter Miner: Anzahl & Prozent der geminten Blöcke

Unbekannter Miner: Anzahl & Prozent der geminten Blöcke

Miner: Verkauf nur bei hohem Kurs

Unterdessen hat der größte unbekannte Mining-Pool mit der fünftgrößten Hashrate seit dem 20. Mai (heute nicht eingerechnet) 12.571 BTC aus seiner Kasse genommen. Wie Ki Young Ju gegenüber Cointelegraph erklärte:

“Mining-Pools bewegen Bitcoins nicht, es sei denn, sie wollen verkaufen. Jeder Miner geht mit seiner Wallet anders um. Große Mining-Pools schicken regelmäßig BTC an Börsen und der größte unbekannte Mining-Pool bewegt seine Bitcoins nur dann, wenn der BTC-Kurs eine Spitze erreicht.”

Transaktionen des unbekannten Mining-Pools

Transaktionen des unbekannten Mining-Pools

Heute hat ebendieser Mining-Pool mehrere tausend BTC bewegt. Es kann jedoch sein, dass dieser Miner nicht kapituliert, sondern nur die Gelegenheit genutzt hat, sein Vermögen zu einem attraktiven Kurs zu verkaufen. Wie bei allen Kursbewegungen bei Bitcoin ist nicht ganz klar, was dahinter steckt und ob dieser Miner den Einbruch verursacht hat. Aber das geht mit Berichten einher, laut denen Miner derzeit mehr Bitcoin verkaufen (BTC) als sie generieren. 

Ineffiziente Miner geraten in Schwierigkeiten

Die Blockbelohnung ist bei der Halbierung um die Hälfte reduziert worden. Die eigentliche Produktion hat jedoch aufgrund der sinkenden Hashrate und einer Zunahme des Blockzeitintervalls einen noch größeren Rückschlag erlitten. 

Bitcoin-Ausgabe. Quelle: Glassnode.

Viele ineffiziente Miner müssen nun eine Entscheidung treffen. Sie können die Produktion dauerhaft einstellen oder so lange ausharren, bis entweder der Kurs stark genug steigt, um den Produktionsausfall auszugleichen, oder sie neuere, effizientere Mining-Geräte erhalten.

Nichtsdestotrotz glauben Experten in einer Umfrage von Cointelgraph, dass der Ausstieg ineffizienter Miner langfristig positiv für Bitcoin sein werde.

OKCoin-Mitarbeiter: Bitcoin-Einbruch normales Händlerverhalten

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Bitcoin (BTC) fiel am 2. Juni an einigen Börsen um mehr als 1.000 US-Dollar. Laut Matthew Ficke, dem Leiter für Marktentwicklung bei OKCoin, sei dieses Ereignis allerdings lediglich das Ergebnis von üblicher Handelsaktivität. 

“Kursbewegungen, wie wir sie gestern gesehen haben, ziehen in der Regel kurzfristige Händler an, die versuchen, von einem größeren Ausbruch zu profitieren”, so Ficke über den Tag zuvor, als Bitcoin deutlich über 10.000 US-Dollar stieg. 

Bitcoin: Pump-and-Dump 

Der Bitcoin-Kurs stieg am 1. Juni von 9.450 US-Dollar auf über 10.400 US-Dollar. Am darauf folgenden Tag fiel er dann wieder auf 9.275 US-Dollar. An einigen Börsen fiel er sogar auf unter 9.000 US-Dollar. Er ging auf BitMEX auf 8.600 US-Dollar zurück. .

Ficke bezeichnete das Niveau von 10.400 US-Dollar als eine im Allgemeinen wichtige Zone. Seit Herbst 2019 hat Bitcoin diese Zone dreimal getestet und es nicht geschafft, diese mit Überzeugung zu überwinden. 

“Es ist wahrscheinlich, dass Short-Positionen in der Nähe aufgelöst wurden”, so Ficke über die Entwicklung am 2. Juni. “Aktive Händler, die sich auf Ausbrüche vorbereiten, mindern ihr Risiken oft, indem sie enganliegende Stop-Losses setzen”, erklärte er. Stop-Loss-Limits sind im Voraus festgelegte Niveau, mit denen Händler automatisch Handelspositionen bei einem Verlust schließen. Damit werden Verluste eingedämmt.

Der OKCoin-Mitarbeiter fügte hinzu:

“Solange der Schwung den Markt nicht höher treibt, können die Long-Positionen schnell in Gefahr geraten. Diese Dynamik kann die kurzfristige Kursvolatilität übersteigern.” 

Ethereum: Starker Bullenmarkt 

Im Hinblick auf die jüngste bullische Entwicklung sagte Ficke, Ethereum (ETH) könnte der Katalysator hinter der Entwicklung sein. Seit der Bitcoin-Halbierung vor einigen Wochen ist die Marktdominanz des Vermögenswerts gesunken.

“Krypto als Anlageklasse ist nun stärker im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Das gestiegene Bewusstsein scheint nun Früchte zu tragen”, so Ficke. Er erwarte auch einen Hype um ETH 2.0. 

Außerdem mache der jüngste Anstieg bei Bitcoin angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen und öffentlichen Unsicherheit in den USA durchaus Sinn, wie er weiter erklärte:

“Einige Leute sagen, dass die Situation den Markt daran erinnere, dass BTC als Absicherung gegen übermäßigen Regierungseinfluss dienen kann. Da sich Aktien auf dem Niveau befinden, auf dem sie vor den Ausgangsbeschränkungen lagen, scheinen viele Leute Krypto attraktiver zu finden.” 

Was auch immer die Gründe dafür sein mögen, das Bewusstsein in Bezug auf Krypto-Vermögenswerte nimmt weiter zu. Das zeigt sich in einer Reihe von Signalen, wie etwa das gestiegene Interesse, wie das Startup für algorithmischen Handel Floating Point Group beobachtete. 

In 15 Minuten auf 8.600 US-Dollar: Drei Gründe für den Bitcoin-Rückgang

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Der Bitcoin (BTC)-Kurs ist auf BitMEX innerhalb von weniger als 15 Minuten um 14 Prozent von 10.180 US-Dollar auf 8.600 US-Dollar gefallen.

Die drei Hauptfaktoren für den Kursrückgang waren: Long-Positionen, die die Mehrheit des Bitcoin-Markts ausmachen, eine BTC-Reaktion auf den mehrjährigen Widerstand bei 10.500 US-Dollar und ein starker Verkauf seitens der Wale.

BTC/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

BTC/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Lange überfällige Schließungen von Long-Positionen

Vor der Korrektur bewegte sich die Finanzierungsrate für Bitcoin und Ether (ETH) bei jeweils etwa 0,16 Prozent und 0,19 Prozent.

Die Finanzierungsrate auf dem Bitcoin-Futures-Markt bedeutet, dass die Inhaber von Long- oder Short-Positionen eine Gebühr an ihre Pendants zahlen müssen, um ein Gleichgewicht auf dem Markt zu bewahren.

Nehmen wir etwa an, der Kurs von Bitcoin steigt und die Finanzierungsrate, die typischerweise bei etwa 0,01 Prozent liegt, steigt auf 0,16 Prozent. Wenn ein Trader eine Long-Position im Wert von 100.000 US-Dollar hält, muss er alle acht Stunden 160 US-Dollar an einen anderen Inhaber einer Short-Position im Wert von 100.000 US-Dollar zahlen.

Der Finanzierungsmechanismus verhindert, dass der Markt über einen längeren Zeitraum mehrheitlich zu Long- oder Short-Positionen tendiert.

Ein Signal dafür, dass etwas nicht stimmte, war die Tatsache, dass der Finanzierungssatz von Bitcoin vor dem Kursrückgang zu hoch war und etwa 75 Prozent des Marktes Long-Positionen hatte.

Die Mehrheit der Trader erwartete einen Anstieg des Bitcoin-Kurses und hat aggressiv Long-Positionen eröffnet. Daher kam es zwangsläufig zu einer Schließung von Long-Positionen. Dabei wurden Kontrakte im Wert von etwa 120 Mio. US-Dollar aufgelöst.

BitMEX XBT/USD-Auflösungen. Quelle: Skew

BitMEX XBT/USD-Auflösungen. Quelle: Skew

Der BTC-Kurs fiel auch genau dann, als der US-Markt eröffnete. Das deutet darauf hin, dass der CME Bitcoin-Futures-Markt teilweise mit dem BTC-Ausverkauf hinterher hinkte.

Der Krypto-Investor PlanB sagte dazu:

“BTC fällt bei US-Eröffnung in 15 Minuten um 1000 US-Dollar (exakt die gleiche Zeit und Volumen wie am 20. Mai und 21. Mai).”

BTC knickt bei mehrjährigem Widerstand nach unten ab

Bitcoin hat den Widerstand bei 10.500 US-Dollar in den vergangenen acht Monaten insgesamt dreimal getestet.

Die Top-Kryptowährung auf CoinMarketCap stieg im Oktober 2019 auf bis zu 10.500 US-Dollar. Innerhalb von vier Wochen fiel der Coin auf 6.400 US-Dollar und erreichte damit innerhalb von sechs Wochen einen Boden.

Im Februar versuchte Bitcoin erneut, den Widerstand bei 10.500 US-Dollar zu durchbrechen. Er knickte stark nach unten ab und fiel auf 8.400 US-Dollar. Vier Wochen darauf erreichte er mit 3.600 US-Dollar einen Tiefststand.

Das ist das dritte Mal, dass das BTC in den letzten drei Quartalen das gleiche Niveau getestet hat. Und zum dritten Mal hat er auch ähnlich reagiert.

Da es BTC dreimal nicht gelungen ist, dieses Niveau zu durchbrechen, stellt sich den Händlern die Frage, ob BTC es überhaupt schafft, auszubrechen und in den kommenden Wochen einen richtigen Aufwärtstrend zu starten.

Angesichts der Intensität des Rückgangs und des Zusammenbruchs der Marktstruktur der Short-Positionen ist die Wahrscheinlichkeit gesunken, dass Bitcoin in nächster Zeit höhere Widerstände bei 11.500 US-Dollar, 12.400 US-Dollar und 14.000 US-Dollar testet.

Wale bewegen ihre Bestände

 Wenige Stunden vor dem Rückgang bewegten Wale ihre Gelder auf BitMEX und Binance.

Der KryptoQuant-CEO Ki Young Ju sagte dazu:

“Mehrere beträchtliche BTC-Zuflüsse von Binance und BitMEX wenige Stunden vor dem Einbruch.”

BitMEX- und Binance-Zuflüsse vor dem Rückgang auf 8.600 US-Dollar. Quelle: CryptoQuant

BitMEX- und Binance-Zuflüsse vor dem Rückgang auf $8.600. Quelle: CryptoQuant

Die Kombination aus Walen, die Bitcoin direkt an einem mehrjährigen Widerstand verkaufen, die hohe Finanzierungsrate und die Tatsache, dass der Großteil des Marktes Long-Positionen hatte, löste innerhalb kurzer Zeit einen starken Einbruch aus.

Bitcoin Kurs auf 10.000.000.000.000 Marktkapitalisierung „erreichbar“ – Hedgefonds Manager Raoul Pal

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Wie gestern von uns berichtet schaffte es der Bitcoin Kurs wieder einmal über die magische fünfstellige Grenze von 10.000 USD und konnte in der Spitze bis zum Langzeit-Widerstand bei 10.500 USD klettern. All das passierte innerhalb von weniger als einer Stunde. Doch so schnell der Pump kam, so schnell kam auch der anschließende Absturz auf die vorherige Region um die 9.500 USD. Aktuell notiert der Bitcoin Kurs zum Zeitpunkt des Verfassens des Artikels bei 9.530 USD.

Doch trotz dieses Aufs und Abs im Tagesverlauf des gestrigen Dienstag wollen wir etwas heraus zoomen und unseren Blick auf das größere Bild richten. Denn eines steht fest: der Bitcoin Kurs wurde nun schon mehrmals am Widerstand bei 10.500 USD zurückgewiesen und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der BTC Preis diese Grenze in Zukunft endlich durchbrechen wird, zu einem neuen Bullrun ansetzt und den Bitcoin Kurs auf neue Höhen katapultiert.

Passend dazu sagte der Macro-Investor Raoul Pal in einem Interview Mitte Mai, dass er eine Marktkapitalisierung von 10 Billionen USD für BTC für „erreichbar“ hält. Auf dieses Interview wollen wir in diesem Artikel einen Blick werfen. Viel Spaß dabei!

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Bitcoin Kurs von 500.000 USD

Das angesprochene Interview mit Raoul Pal wurde vom im Crypto-Bereich ebenfalls bekannten Max Keiser im „Keiser Report“ geführt. Das Interview wurde auf Youtube am 14. Mai, also kurz nach dem Halving am 11. Mai und der News vom 8. Mai, dass Hedgefonds Manager Paul Tudor Jones in BTC investiert hat, veröffentlicht.

Raoul Pal ist der Gründer und CEO von Global Macro Investor und Real Vision Group und als Hedgefonds Manager und Makro-Investor ein Verfechter von Bitcoin. Kurz gesagt prognostiziert Pal in dem Interview einen Bitcoin Kurs von rund 500.000 USD, da er laut eigener Aussage eine Marktkapitalisierung von 10.000.000.000.000 (10 Billionen) USD für „leicht zu erreichen“ hält.

Zu dieser Aussage gelangt Pal, weil BTC momentan seiner Meinung nach nur eine Nischen-Investment ist, trotz der Aufmerksamkeit die das Asset 2017 in der Öffentlichkeit erreichte, als der Bitcoin Kurs auf bis zu 20.000 USD kletterte. Die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 175 Milliarden USD, welche nur mit der einiger Firmen, aber noch nicht mit der ganzer Asset Klassen zu vergleichen ist, könnte sich demnach vervielfachen, sobald BTC mehr an Bedeutung gewinnt.

Konkret sagt Pal dazu:

Ich denke, dass die Bewertung im Laufe der Zeit, wenn es zu dem Ökosystem wird, von dem wir glauben, dass es es sein wird […] – dann ja, eine Zahl von 10 Billionen Dollar ist innerhalb dieses Prozesses leicht zu erreichen. Damit wird es von einer Nische zu einem Vermögenswert, und sobald es eine vollständige Anlageklasse ist, wird es für andere investierbar.


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Hedgefonds Manager Paul Tudor Jones als Katalysator

Eine besondere Bedeutung misst Raoul Pal dabei der News vom 8. Mai bei, dass der Hedgefonds Manager und die Investoren-Legende Paul Tudor Jones 1-2% des Kapitals seines Fonds in Bitcoin Futures investiert hat und damit auf einen Anstieg des Bitcoin Kurs setzt.

Der Theorie von Pal nach könnte Jones aufgrund seiner Bekanntheit und Reputation in der Investment-Welt dabei als Katalysator für einen ganzen Ansturm von Hedgefonds sorgen, die in Zukunft auf den Bitcoin Kurs wetten.

Raoul Pal spricht hier fast schon von einer Art Gruppenzwang, der andere Hedgefonds Manager unterliegen, wenn das Investment von Jones in BTC aufgehen sollte:

Wenn es (Bitcoin) Alpha erzeugt, werden sie keine Wahl haben.

Fern ab von dieser Zukunftsmusik, können wir uns erst einmal darüber freuen, dass BTC aktuell aufgrund vieler Faktoren besser dasteht, als je zuvor. Spannend wird zu beobachten sein, was der Bitcoin Kurs nach dem vorerst gescheiterten Pump Richtung 10.500 USD macht.

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Ungleichgewicht im Futures-Handel drückt den Bitcoin-Kurs (BTC)

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Nur kurz währte der Ritt oberhalb der 10.000 US-Dollar, bevor der Bitcoin-Kurs schnurstracks in die Tiefe brauste. Was steckt dahinter?

Nur einen Tag nachdem der Bitcoin-Kurs nach langer Zeit wieder die Angstmarke von 10.000 US-Dollar durchbrach, steht die Krypto-Welt auf dem Kopf. Mit einem 24-stündigen Minus von 5,7 Prozent notiert der Bitcoin-Kurs bei 9.499 US-Dollar und steht somit wieder dort, von wo aus er seine Mini-Rallye startete.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Insgesamt drei mal testete der Bitcoin-Kurs innerhalb der letzten acht Monate den Widerstand bei 10.5000 US-Dollar und prallte immer wieder an der Marke ab. Trotz der jüngsten Kurskorrektur kann sich der Bitcoin-Kurs in ein Wochenplus von 7,4 Prozent retten. Die 10.000-US-Dollar-Marke rückt jedoch nach dem letzten gescheiterten Versuch wieder vorläufig in die Ferne.

Altcoins segeln mit

Auch die Altcoins wurden von den Markt-Turbulenzen am gestrigen Nachmittag zu Boden gedrückt. Während der Bitcoin-Kurs innerhalb weniger Minuten um rund 1.500 US-Dollar fiel, stürzte der Ether-Kurs (ETH) von 250 auf 230 US-Dollar. Mit einem Minus von 5,3 Prozent auf Tagessicht fällt die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung auf aktuell 234,64 US-Dollar. Trotz des jüngsten Kursabschlags kann Ether ein Wochenplus von 17 Prozent behaupten.

Nach einer deutlichen Kurssteigerung der letzten Tage ist der XRP-Kurs ebenfalls mit in die Tiefe gerauscht. Im Tagesverleich verliert der Ripple-Coin 3,9 Prozent an Wert und fällt somit auf aktuell 0,202 US-Dollar. Demgegenüber steht immerhin ein Plus von 3,8 Prozent der letzten sieben Tage.

Die gestrigen Marktverwerfungen haben sich zwar auch im IOTA-Kurs eingepreist. Mit einem Minus von 0,2 Prozent notiert die Internet-der-Dinge-Währung aber nahezu unverändert bei 0,233 US-Dollar. Ungeachtet dessen verbucht der IOTA-Kurs zudem ein staatliches Polster von 20,3 Prozent im Wochenvergleich.

Bitcoin-Kurs fällt durch Ungleichgewicht am Futures-Markt

Nur kurze Zeit konnte der Bitcoin-Kurs während des gestrigen Handelsverlaufs die Marke von 10.000 US-Dollar verteidigen. Nach einem rasanten Anstieg in den frühen Morgenstunden ist die Krypto-Leitwährung gegen 16 Uhr in weniger als 15 Minuten um 14 Prozent von 10.180 auf 9.600 US-Dollar gefallen. Was sind die Ursachen für die Berg- und Talfahrt?

Ein Auslöser für die Kursschwankung waren Ungleichgewichte im Futures-Markt. Als der Bitcoin-Kurs stieg, sind die Kaufliquidationen an der Krypto-Exchange BitMEX sprunghaft angestiegen. Nur kurze Zeit später stiegen die Verkaufsliquidationen stark an, da Händler von Long-Positionen zum Verkauf gezwungen waren.

Eine Kaufliquidation bei einem Bitcoin-Kontrakt tritt ein, wenn eine verlierende Short-Position aufgelöst wird, was den Kauf von Bitcoin nach sich zieht. Gleiches gilt umgekehrt bei einer Verkaufsliquidation. Schließen verlierende Long-Positionen, kommt es zum Abverkauf von Bitcoin. Durch eine ungleiche Verteilung der Kontrakte am Markt erklärt sich, warum der Bitcoin-Kurs ebenso rasch stieg, wie er wieder fiel.

Fund Rate deutete Kurssturz an

Dieses Ungleichgewicht zwischen Short– und Long-Positionen deutete sich bereits zuvor im Anstieg der Fund Rate, also des Zinssatzes, an. Der Zinssatz passt sich der Verteilung von Short– und Long-Positionen an und soll so ein Gleichgewicht zwischen den Postionen am Markt regulieren. Entsprechend müssen Inhaber von Long-Kontrakten oder Short-Kontrakten ihren Wett-Kontrahenten eine Gebühr zahlen. Kommt es zu einem Anstieg des Bitcoin-Kurs und der Fund Rate, müssen Händler von Long-Positionen alle acht Stunden Gebühren entsprechend des Zinssatzes an den Inhaber des Short-Kontraktes zahlen. Dieser Mechanismus soll verhindern, dass der Markt ungleich zugunsten von Long– oder Short-Positionen ausschwankt.

Diese Fund Rate ist um 14 Uhr auf BitMEX von zuvor 0,0100 Prozent auf 0,1644 Prozent gestiegen. Die Mehrheit der Händler hielten demnach in Erwartung eines Anstiegs Long Positionen. Demgegenüber wurden deutlich weniger Short-Positionen gehalten. In der Folge kam es zu einem Long Squeeze, also einer massenhaften Liquidierung von Long-Kontrakten. Die Gesamtabwicklungen von Käufen beliefen sich in den letzten 24 Stunden auf 141 Millionen US-Dollar, während die Abwicklungen von Verkäufen bei 121 Millionen US-Dollar lagen. Insgesamt wurden somit in den letzten 24 Stunden 263 Millionen US-Dollar allein an der Bitcoin-Derivatebörse BitMEX liquidiert.