Mehr mobile Krypto-Apps in Indien nach Gerichtsentscheidung

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Indische Krypto-Entwickler bringen nach einem positiven Urteil des Obersten Gerichtshofs des Landes in Bezug auf die Blockchain-Technologie vermehrt neue mobile Anwendungen auf den Markt. Bei der Entscheidung des Gerichts wurden Gesetze aufgehoben, die es den Banken zuvor verboten hatten, Dienstleistungen für Krypto-Händler und Unternehmen anzubieten.

Wachsendes Interesse am indischen Kryptomarkt

B21, eine Investmentgesellschaft für digitale Vermögenswerte, hat daraufhin vor kurzem ihre eigene Blockchain-Investment-Portfolio-App eingeführt. Sie behaupteten, die Entscheidung des obersten Gerichtshofs habe “zu einem erneuten Interesse an Investitionen in digitale Vermögenswerte und zu einem sprunghaften Anstieg des Börsenhandelsvolumens” im Land geführt.

In einem Gespräch mit Cointelegraph kommentierte Nitin Agarwal, der Gründer und Direktor von B21, das Marktpotenzial der Technologie in Indien nach dieser Entscheidung:

“Die Entscheidung in Indien hat uns geholfen, uns auf Partnerschaften und Marketing in Indien zu konzentrieren, da wir einen großen Bevölkerungsanteil haben, der sich mit Smartphones auskennt. Wir haben auch eine große aufstrebende Klasse von Investoren, die nach Investitionsmöglichkeiten suchen, die ihnen vorher nicht zur Verfügung standen.”

Bleibt Krypto in Indien weiterhin legal?

Der B21-Gründer erklärte, dass Indien “viel” zur Entwicklung von Krypto-Vermögenswerten und dem aufkommenden Blockchain-Ökosystem beizutragen habe.

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu Kryptowährungen in Indien könnte jedoch noch einigen Herausforderungen gegenüberstehen. Cointelegraph berichtete am 12. Juni, dass das indische Finanzministerium ein Verbot von Kryptowährungen vorgeschlagen hat.

LibertyX bietet BTC-Kauf gegen Bargeld an: Verfügbar bei 7-Eleven, CVS und Rite Aid

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LibertyX bietet nun den Kauf von Bitcoin gegen Bargeld an mehr als 20.000 Einzelhandelsstandorten in den Vereinigten Staaten an. Die Firma hat als eine der ersten Bitcoin-Geldautomaten auf den Markt gebracht.

Am 22. Juni gab LibertyX über Twitter bekannt, dass Kunden nun bei 7-Eleven, CVS Pharmacy und Rite Aid Bitcoin (BTC) gegen Bargeld kaufen können.

Um diesen Dienst zu nutzen, muss man die mobile App von LibertyX installiert haben, den Standort des Händlers, den sie besuchen werden, im Voraus auswählen und den Barcode beim Kauf scannen. Laut LibertyX können Krypto-Inhaber von nun an Bitcoin im Wert zwischen 20 und 500 US-Dollar (derzeit etwa 0,052 BTC) kaufen. Die Transaktionen werden in wenigen Minuten gegen eine geringe Gebühr abgewickelt.

In einer Pressemitteilung sagte Chris Yim, Mitbegründer und CEO von LibertyX, dass das Unternehmen seine Krypto-Einkaufsdienste ausgeweitet habe, damit Kunden BTC an vertrauten Orten kaufen können: 

“Jetzt ist jeder nur noch wenige Kilometer davon entfernt, Bitcoin zu besitzen und Teil dieser globalen Community zu werden. Ein Bitcoin-Kauf ist sehr einfach. Man muss nur einen Barcode beim täglichen Einkauf scannen.”

Erste Reaktionen der Krypto-Community

Krypto-Händler haben bereits begonnen, dieses neue Angebot zu nutzen. Der Reddit-Nutzer notyourcoins soll am 22. Juni 99,58 US-Dollar für einen BTC-Kauf zum Preis von 104,95 US-Dollar bei 7-Eleven erhalten haben. Dabei fielen 100 US-Dollar für die Kryptowährung und 4,95 US-Dollar an Gebühren an. 

Ein weiterer Nutzer namens Oracle_of_Knowledge rechnete die Transaktion nach:

“0,01040236 BTC für 100 US-Dollar. Also hast du 9613,20 US-Dollar pro BTC bezahlt. Zum Vergleich: Am 22. Juni um 9:38 Uhr westlicher Zeit lag der Kurs auf der Börse Coinbase Pro zwischen 9551 US-Dollar und 9570 US-Dollar. Das ist also gar kein so schlimmer Spread, denn du hast nur etwa 0,5 Prozent mehr im Vergleich zum “Spot”-Börsenkurs bezahlt. Zuzüglich der pauschalen Geldautomatengebühr in Höhe von 5 US-Dollar. Überraschend gut.”

Will PayPal Bitcoin anbieten? Zahlungsriese stellt Krypto-Ingenieure ein

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PayPal stellt Krypto- und Blockchain-Experten ein. Unterdessen kursieren Gerüchte, dass die globale Zahlungsplattform ihren 305 Millionen Nutzern den direkten Kauf von Kryptowährungen anbieten wolle. Die Stellenbeschreibungen sind in der firmeneigenen Stellenbörse öffentlich einzusehen.

Der erste interessante Eintrag ist ein Stellenangebot, bei dem ein “Technischer Leiter – Krypto-Ingenieur” gesucht wird. Im Stellenangebot heißt es, dass man in dieser Position für “neue Initiativen für PayPal weltweit mit Schwerpunkt auf Agilität, Markteinführung und Innovation” verantwortlich sei. Die Stelle umfasst das “Design, Entwicklung und Wartung wichtiger Kryptoprodukte/-funktionen, die auf Verfügbarkeit, Leistung und Skalierbarkeit der PayPal-Dienste ausgerichtet sind”.

Beim zweiten erwähnenswerten Stellenangebot geht es um einen Blockchain-Forschungsingenieur, der in der Forschungsgruppe des Unternehmens tätig sein soll: “Eine neu gebildete Gruppe innerhalb des Strategic Technology Enablement Teams, das für die Erstellung von Fachwissen und Meinungen zu aufkommenden Blockchain-Technologien und deren potenziellen Anwendungsmöglichkeiten im Rahmen von PayPal verantwortlich ist.

Diese Stellenangebote sind nach wie vor online. Die Krypto-Community diskutiert unterdessen heftig über Gerüchte, laut denen PayPal offiziell in die Kryptowährungsbranche eintreten soll. Die Anforderungen bei diesen Stellenangeboten umfassen Fähigkeiten, die sich mit der Entwicklung von Bitcoin (BTC) überschneiden. Darunter etwa die Erfahrung mit C++, asymmetrischer Kryptographie und kryptographischen Bibliotheken.

In einem kürzlichen Dokument sprach PayPal über mögliche schnelle Entwicklungen bei Blockchain- und virtuellen Währungen als möglichen Risikofaktor, der sich negativ auf das Unternehmen auswirken könnte. Gut möglich, dass das Unternehmen beschlossen hat, präventiv gegen diese potenziellen Risiken vorzugehen.

Japanischer Energieriese Tepco: Bürger sollen Stromüberschuss mittels Blockchain handeln können

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Die Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. oder kurz: Tepco, hat sich mit dem großen japanischen Handelsunternehmen Itochu Corporation zusammengetan. Die wollen zusammen am Aufbau eines Blockchain-Systems für den Handel mit überschüssigem Strom arbeiten. 

Laut einem Bericht von Nikkei vom 18. Juni soll das neue System in Japan innerhalb von drei Jahren angeboten werden. Die Unternehmen planen, mit den lokalen Regierungen zusammenzuarbeiten und bis März 2021 einen Konzeptnachweis zu haben. 

Wenn das gelingt, wäre das das erste mal, dass Haushalte in Japan mit überschüssigem Strom untereinander handeln können. 

Tepco und Itochu wollen den Haushalten Speicherbatterien und Sonnenkollektoren mit künstlicher Intelligenz kostenlos zur Verfügung stellen. Die KI-Technologie kontrolliert die Menge der erzeugten und verbrauchten Energie und berechnet Überschüsse, mit denen man dann handeln kann.

Die Blockchain-Technologie wird eingesetzt, um “die Sicherheit der Kommunikation” zu erhöhen.

Es gibt weltweit bereits auch andere Initiativen, wie die von Tepco und Itochu. Im April unterzeichnete das australische Blockchain-Unternehmen Power Ledger einen Deal mit Nicheliving, dem größten Bauträger von Wohnanlagen in Perth, um in den nächsten drei Jahren eine Blockchain-Handelsplattform für Solarenergie für Anwohner zu entwickeln.

Das Energiehandelssystem ähnelt dem von Tepco und Itochu. Die Blockchain-Technologie verfolgt den Energieverbrauch, während die KI den Nutzern ermöglicht, Überschüsse an andere Bewohner zu verkaufen. 

Die Plattform von Power Ledger soll zunächst in 62 Wohnungen in Nichelivings Vorzeigeprojekt SkyHomes in Inglewood eingesetzt werden. In Perth soll es dann 10 weitere Entwicklungsprojekte geben.

Neue Corona-Forschungsinitiative belohnt Beiträge mit Krypto

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Das Unternehmen CPUcoin, das sich auf dezentralisierte Infrastruktur-as-a-Service konzentriert, kündigte ein neues gemeinsames Programm mit der Berkeley Open Infrastructure for Network Computing (BOINC) an.

Die Initiative will ungenutzte Rechenleistung für die Coronavirus-Forschung verwenden. 

Benutzer, die die CGN Miner-Plattform von CPUcoin und die Open-Source-Software BOINC herunterladen und installieren, unterstützen mit ihrer ungenutzten Rechenleistung das IBM World Community Grid und Rosetta@home-Projekte. Im Gegenzug erhalten sie dafür Kryptowährung.

Rosetta@home konzentriert sich auf die Erforschung von Proteinen, aus denen das neuartige Coronavirus besteht, um Therapien und Diagnose-Methoden zu erforschen.

Das IBM World Community Grid arbeitet an der Vorhersage der Wirksamkeit bestimmter chemischer Verbindungen als mögliche Behandlungsmethoden für den Coronavirus.

Nutzer werden mit Token von CPUcoin belohnt

Sobald die CGN Miner-Plattform erkennt, dass jemand COVID-19 BOINC-Projekte unterstützt, erhält der Benutzer CPUcoins. Das sind Utility-Token, die man gegen andere Kryptowährungen, wie etwa Tether (USDT), Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) auf der Börse ProBit Exchange eintauschen kann.

Im Gespräch mit Cointelegraph sagte Sean Barger, der Geschäftsführer von CPUcoin:

“CPUcoin hat keine Computerinfrastruktur. Es ist im Besitz der Netzwerkteilnehmer, die man auch ‘CGN Miner’ nennt. Miner werden für ihre Zeit am Computer in CPU belohnt, der firmeneigenen Kryptowährung von CPUCoin. Der CPU wird für dezentralisierte Dienste verwendet, die von den Entwicklern auf den Markt gebracht werden. Auch für Auszahlungen an die Miner, die deren Rechenleistung genutzt wird, wird der Coin verwendet.”

Barger glaubt, dass die Partnerschaft von CPUcoin mit BOINC einen “entscheidenden Meilenstein” für die Bemühungen von Blockchain- und Kryptowährungsunternehmen darstelle.

Milliarden-Konzern will globale Erwärmung mit Blockchain bekämpfen

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Am 15. Juni stellte Unilever eine Initiative zur Bekämpfung des Klimawandels im Umfang von 1 Mrd. Euro vor, bei der die Blockchain-Technologie eine wesentliche Rolle spielen wird.

Rückverfolgbarkeit und Transparenz

Unilever legt einen Fonds im Umfang von 1 Mrd. Euro auf, der in den nächsten zehn Jahren für den Umweltschutz verwendet werden soll:

“Um die Maßnahmen zu beschleunigen, wollen die Marken von Unilever gemeinsam 1 Mrd. Euro in einen neuen speziellen Klima- und Naturfonds investieren. Dieser soll in den nächsten zehn Jahren genutzt werden, um sinnvolle und entschlossene Maßnahmen zu ergreifen. Bei den Projekten wird es voraussichtlich um Wiederherstellung von Landschaften, Wiederaufforstung, Kohlenstoffbindung, Tierschutz und Wassererhaltung gehen.”

Das Unternehmen hofft, bis 2023 eine “rodungsfreie Lieferkette” zu schaffen.

“Dazu werden wir die Rückverfolgbarkeit und Transparenz durch den Einsatz neuer digitaler Technologien, wie etwa Satellitenüberwachung, Geolokalisierung und Blockchain, verbessern. Außerdem sollen Kleinbauer schneller einbezogen werden und wir wollen unseren Ansatz bei der Beschaffung von Derivaten überarbeiten.”

Kohlenstoff-Eiscreme

Unilever ist kein Unbekannter im Blockchain-Bereich. Im Jahr 2019 hat das Unternehmen die Technologie in der Anzeigenabstimmung eingesetzt. Außerdem experimentiert das Unternehmen mit dieser Technologie in seinem Kreditorenbuchhaltungsprozess.

Die Tochtergesellschaft Ben & Jerry’s betreibt eine Blockchain-Plattform, über die Kunden zum Ausgleich des Kohlenstoff-Fußabdrucks beizutragen.

Transparenz und Rückverfolgbarkeit sind sehr bekannte Vorteile der Blockchain-Technologie. Aber erst mit der Zeit wird sich zeigen, ob Unilever damit sein gesetztes Ziel erreichen kann.

Baseline-Mitbegründer: Krypto derzeit noch in einer Phase “vor CompuServe”

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John Wolpert, ConsenSys-Entwickler und Mitbegründer des Baseline-Protokolls, hat prognostiziert, dass es noch Jahrzehnte dauern würde, bis Krypto-Vermögenswerte und Distributed-Ledger-Technologien in großem Stil eingesetzt werden.

“Ich persönlich glaube, dass diese Dinge immer in 20-Jahres-Zyklen ablaufen”, so Wolpert gegenüber Cointelegraph.

“Jeder, der heute ein Unternehmen führt, sollte sich zur Ruhe setzen. Neue Leute müssen auf den Plan treten. Das haben wir auch im Mobiltelefonbereich gesehen.”

Krypto im Vergleich zum Internet vor 1980

Wolpert verglich die Entwicklung der Kryptowährung mit der Entwicklung des Internets seit dessen Einführung im Jahr 1969 und widersprach dabei den hartnäckigen Analogien zwischen Bitcoin und dem Internet der frühen 1990er Jahre.

Der ConsenSys-Entwickler hat prognostiziert, dass es noch 15-20 Jahre dauern würde, bis die Blockchain in das tägliche Leben eingebunden wird:

“Dann ist es soweit, dass ich meiner Näherin in Guatemala ein Trinkgeld für den tollen Aufnäher auf meinem Hemd geben kann, ohne dass dieses Trinkgeld auch nur zum Teil an ihren Chef geht. Das würde ich gerne erleben. Und das wird noch fünfzehn Jahre, wahrscheinlich zwanzig dauern.”

“Selbst wenn man sich eine parallele Entwicklung zwischen der Akzeptanz von Blockchain und der Verbreitung des Internets vorstellt, sind wir im Moment noch in einer Zeit vor CompuServe.”

Deutsche Bank prognostiziert 200 Millionen Krypto-Nutzer im Jahr 2030

Anfang des Jahres veröffentlichte die bekannte Deutsche Bank AG einen Bericht, der die Entwicklung von Krypto mit der Entwicklung des frühen Internets vergleicht.

Im Bericht heißt es allerdings, dass das Internet nach 8 Jahren 500 Millionen Nutzer angezogen habe, während Krypto in der gleichen Zeit 50 Millionen Nutzer gewonnen habe.

Die Deutsche Bank prognostiziert, dass Krypto-Vermögenswerte weiterhin im Vergleich mit dem Internet um 10 Prozent wachsen werde. Die Krypto-Community soll bis zum Jahr 2030 auf 200 Millionen Nutzer wachsen.

Analyst: Bitcoin-Käufer können diese Rendite “nicht ignorieren”

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Wenn man bei Bitcoin (BTC) den Durchschnittskosteneffekt auch nur für ein Jahr anwendet, erhält man eine gute Rendite. Investoren können diese Gelegenheit “nicht ignorieren”, so einer der bekanntesten Kursanalysten der Branche.

In einer Twitter-Diskussion am 3. Juni sagte PlanB, der Schöpfer des beliebten Stock-to-Flow-Bitcoin-Kursmodells, dass die Anwendung des Durchschnittskosteneffekts kurzfristig eine Netto-Rendite von 70 Prozent erzielen könne.

“Investoren können das nicht ignorieren”

In seinem Beispiel ging es um einen Zeitraum von drei Jahren. Eine langsame Investitionserhöhung auf einer gleitenden Skala im Jahr 2017, Abwarten im Jahr 2018 und dann die Umkehrung des Prinzips bis 2019 hätte eine Rendite von 70 Prozent erzielt.

“Ich finde, Investoren können das nicht ignorieren”, fasste er zusammen.

Auf die Frage, ob es eine Rolle spiele, zu welchem Zeitpunkt ein Investor damit beginnt, sagte PlanB, dass die historische Rentabilität von Bitcoin insgesamt bedeute, dass die Chancen kaum sinken würden.

“Es spielt eigentlich keine große Rolle, denn die (historischen) Chancen stehen 9 zu 1, dass Sie eine positive Rendite erzielen”, wie er hinzufügte.

Durchschnittskosteneffekt bei Bitcoin: Anlage/Rendite-Tabelle

Durchschnittskosteneffekt bei Bitcoin: Anlage/Rendite-Tabelle Quelle: PlanB/ Twitter

Square ebenfalls Befürworter

Der Durchschnittskosteneffekt bedeutet, dass man kleine Mengen eines Vermögenswertes über einen gewissen Zeitraum kauft. Das Ziel dieser Anlagestrategie ist es, sich vor Marktschwankungen zu schützen, die bei Bitcoin ein häufiges Phänomen sind. Der März war der volatilste Monat für den BTC-Kurs seit Januar 2014, so eine Überwachungswebseite.

Es gibt bereits seit diesem Jahr Anzeichen dafür, dass Investoren genau wissen, dass sie diesen Aspekt der Bitcoin-Branche nicht ignorieren können.

Letzten Monat berichtete Cointelegraph, dass das Zahlungsunternehmen Square Bitcoin-Käufe für Benutzer anbietet, die auf diesem Durchschnittskosteneffekt aufbauen. Damals deuteten Daten der Webseite dcaBTC darauf hin, dass wöchentliche Käufe von Bitcoin im Wert von 10 US-Dollar in den letzten drei Jahren 65 Prozent Rendite eingebracht hätten.

Auch andere Zeiträume bieten ähnlich attraktive Erträge. Die vierteljährliche Renditen für Bitcoin lagen allein im zweiten Quartal bei über 50 Prozent. Damit liegt die Rendite auch über der von Gold (7,2 Prozent) und über dem S&P 500 (20,8 Prozent).

Seit Jahresbeginn ist Bitcoin mit einer Rendite von 34 Prozent die Makroanlage mit der besten Entwicklung. 

Vergleich Makroanlagerenditen 2020

Vergleich Makroanlagerenditen 2020. Quelle: Skew

Trotzdem ist das Gesamtinvestitionsvolumen im Vergleich zu den etablierten Anlagen noch winzig. In einem Bericht von dieser Woche hieß es dennoch, dass Bitcoin bald die Konkurrenz einholen könnte, wenn die derzeitige Wachstumsrate anhält.

“Exponentielles” Volumenwachstum: Bitcoin konkurriert mit großen Vermögenswerten

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“Alle Facetten” im Hinblick auf das Handelsvolumen von Bitcoin (BTC) wachsen exponentiell und könnten mühelos die wichtigsten Anlageklassen einholen, so ein neuer Bericht.

Am Dienstag veröffentlichte Coin Metrics einen Bericht mit dem Titel “State of the Network” und betrachtete den Bitcoin-Handel. Dabei kamen einige überraschende Zahlen ans Licht, als BTC/USD 10.000 US-Dollar überschritten hat.

“Exponentielles” Wachstum des BTC-Volumens insgesamt

Eine Messung des Volumens ist bei der größten Kryptowährung schwierig, so Coin Metrics. Grund dafür sind die vielen Börsenarten und damit verbundenen Plattformen im Raum.

“Die Fragmentierung des Handelsvolumens im Bitcoin-Ökosystem verhindert eine direkte Bewertung der Marktgröße”, wie der Bericht abschließend anmerkte.

“Institutionen, die erwägen, den Raum zu betreten, sollten zunächst die Landschaft beobachten und dann entscheiden, an welchen Börsen, auf welchen Märkten und mit welchen Vermögenswerten sie sich bei der Abwicklung von Geschäften wohlfühlen.”

Nichtsdestotrotz ist die Zukunft von Bitcoin als Anlageklasse äußerst vielversprechend.

Coin Metrics fasst zusammen, “alle Facetten des Handelsvolumens von Bitcoin haben ein exponentielles Wachstum verzeichnet und kann, wenn dieses aufrecht erhalten wird, auf ähnliche Niveaus wie die größten Anlageklassen steigen.”

Kryptowährung und Fiat-Handelsvolumen. Quelle: Coin Metrics

Kryptowährung und Fiat-Handelsvolumen. Quelle: Coin Metrics

5 Mio. US-Dollar pro Tag bei Bitcoin?

Vereinzelt gibt es Volumen in Höhe von 500 Mio. US-Dollar pro Tag auf den großen Börsen. Das sei die beste Antwort für einen institutionellen Käufer, der darüber nachdenkt, wie viel Kapital er in Bitcoin investieren sollte.

“Für eine Institution auf der Käuferseite, die daran interessiert ist, frisches Kapital in den Raum zu investieren, ist das Handelsvolumen der Bitcoin-Spotmärkte, das sich auf 5 Mrd. US-Dollar pro Tag auf den großen Börsen beläuft, vielleicht am relevantesten”, so der Bericht.

“Bei diesem Handelsvolumen könnte eine Institution auf der Käuferseite, die nicht mehr als ein Prozent des gesamten Handelsvolumens ausmachen möchte, mit einem Kapitaleinsatz von 5 Mio. US-Dollar pro Tag rechnen.”

Institutionelle Dienste, wie Bitcoin-Futures und -Optionen, verzeichnen weiterhin neue Rekordniveaus sowohl hinsichtlich des Volumens als auch beim Open Interest.

Die “Führung” der Futures im Zusammenhang mit anderen Preisindikatoren ist ein weiteres wichtiges Zeichen, das man kurzfristig im Auge behalten sollte, so der Cointelegraph Markets-Analyst filbfilb am Dienstag.

Microsoft, Nasdaq und weitere Unternehmen arbeiten an Tokenisierungsstandards

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Der Hauptarchitekt von Microsoft Marley Gray und der ehemalige Direktor der Enterprise Ethereum Alliance Ron Resnick haben heute die InterWork Alliance (IWA) ins Leben gerufen. Das ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, globale Standards für Token-basierte Ökosysteme zu schaffen.

Der IWA gehören derzeit mehr als 28 Blockchain-, Technologie- und Finanzorganisationen aus der ganzen Welt an, darunter Microsoft, Chainlink, Hyperledger, IBM, Nasdaq, Accenture und andere.

IWA weist darauf hin, dass Startups, die derzeit an tokenisierten Ökosystemen arbeiten, sich meist auf ihre individuellen Lösungen konzentrieren und ihre Plattformen an andere Unternehmen vermarkten. 

Globale Standards, so die Organisation, würden dazu beitragen, diese breit gefächerte Innovation zu vereinheitlichen, um eine kollektive Wirkung auf die Unternehmen zu erzielen. IWA-Präsident Ron Resnick erklärte dazu:

“Für diesen Ansatz werden dringend Normen benötigt, die definieren, was ein Token ist und wie sein vertragliches Verhalten funktioniert.”

Unterstützung von Unternehmen mit einem gemeinsamen Rahmenwerk

Die InterWork Alliance will drei verschiedene Rahmenwerke für globale Standards für Zoken-Ökosysteme erarbeiten. Zunächst wird der Rahmen für die Token-Taxonomie eine gemeinsame Sprache und ein gemeinsames Instrumentarium bieten, so dass sich mehrere Parteien auf die gleichen Begriffe einigen können, die ein Token und seine Verwendung definieren. 

Der InterWork-Rahmen soll Unternehmen dabei helfen, Mehrparteienverträge auf der Grundlage von weltweit anerkannten Standardklauseln zu verfassen, die von der IWA festgelegt wurden. Schließlich wird das Analytics Framework Unternehmen bei der Analyse von Mehrparteienverträgen und bei der Nutzung von KI-Dienstleistungen und Marktdatenberichten unterstützen.

Mit diesen will die IWA schließlich an der Interoperabilität zwischen dezentralisierten Anwendungen aus verschiedenen Blockchain-Netzwerken arbeiten. 

Standardisierung für mehr Akzeptanz

Die IWA-Organisationen sind sehr optimistisch, dass die Einführung globaler Standards in das Token-Ökosystem die Einführung verteilter Geschäftsmodelle fördern könne.

Marley Gray sagte, dass Token-Standards für eine Vielzahl von Anwendungsszenarien für verteilte Technologien Teilnehmer der Industrie dabei unterstützen könne, die Interoperabilität und eine weitläufigere Akzeptanz zu fördern. 

Brian Behlendorf, der geschäftsführende Direktor des IWA-Mitglieds Hyperledger, sagte dazu:

“Normen spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Einführung aller neuen Technologien. Verteilte Anwendungen und Token-Dienste erfordern etablierte Rahmenwerke, die das Zusammenspiel der Lösungen auf Geschäftsebene unabhängig von den zugrunde liegenden Technologieplattformen gewährleisten.”

“Die Allianz wird dazu beitragen, eine Grundlage nicht nur für Technologie und Wirtschaft, sondern auch für die Tokenisierungsbranche zu schaffen, die sich im Wandel befindet. Eine plattformneutrale Allianz ist entscheidend für die gesamte Branche”, so Nitin Gaur, der Direktor von IBM WW Digital Asset Labs.