Bitcoin Boom in Afrika: Die Sache hat nur einen Haken

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Ein kürzlich veröffentlichter Report analysiert den Status Quo von Kryptowährungen in Afrika. Danach erfreuen sich Bitcoin und Co. auf dem Kontinent zwar wachsender Beliebtheit – der Weg zur Massenadaption ist jedoch auch in Afrika ein steiniger.

Afrika hat das Zeug zum Krypto-Kontinent: Das legt zumindest ein Report der Analysefirma Arcane Research nahe. Danach sei Afrika ein idealer Nährboden für Kryptowährungen – vor allem was den Use Case der grenzüberschreitenden Überweisungen betrifft.

Während anderswo das Hauptaugenmerk auf Investitionen, Spekulation und Handel gerichtet war, hat Afrika ein größeres Bedürfnis an dem Einsatz von Kryptowährungen als jeder andere Kontinent

Kein Wunder also, dass sich Peer-to-Peer-Währungen wie Bitcoin in Afrika zunehmender Beliebtheit erfreuen. Laut dem Report verfügt Südafrika über die meisten Hodler; 13 Prozent der Internet-Nutzer im Alter zwischen 16 und 64 halten Kryptowährungen. Es folgt Nigeria mit 11 Prozent. Möglicherweise könnten Südafrika und Nigeria in absehbarer Zeit die Plätze tauschen: Nigeria sieht seit dem Frühjahr einen steilen Anstieg beim Bitcoin Trading auf der Plattform localbitcoins. Auch localbitcoins-Konkurrenz Paxful gehört zu den größeren Krypto-Akteuern, die auf dem Kontinent aktiv sind. Anfang Mai lancierte die Bitcoin-Tauschplattform eine Corona-Spendenkampagne für Afrika.

Lückenhafte Infrastruktur erschwert Bitcoin-Adaption

Dem überdurchschnittlichen Interesse an Bitcoin steht eine noch deutlich ausbaufähige technologische Infrastruktur gegenüber. Nur 39 Prozent der Afrikaner haben laut Arcane Research zugang zum World Wide Web, im Gegensatz zu 63 Prozent der übrigen Weltbevölkerung.

Auch was die Verbreitung von internetfähigen Endgeräten angeht hinkt Afrika dem Rest der Welt laut dem Report noch hinterher. 2018 verwendeten demnach nur 39 Prozent der Menschen in der Südsahara-Region ein Smartphone. Immerhin: Bis 2026 soll dieser Anteil auf 66 Prozent steigen. Zwar kann man Bitcoin auch ohne Internet überweisen – der einfachste Weg ist und bleibt jedoch die Mobile Wallet. Einen möglichen Weg, die Löcher in der Netzabdeckung zu stopfen, sieht der Bericht beispielsweise in dem StarLink-Projekt von SpaceX.

Damit Afrika sein Potenzial als „die vielversprechendste Region für die Einführung von Kryptowährungen“ auschschöpfen könne, bedürfe es folglich weiterer Investitionen. Dann könnte der Kontinent – auch aufgrund seiner Demografischen Struktur mit vielen jungen Menschen – zeigen, was Bitcoin und Co. können.

Allerdings sind nicht alle Hürden technischer Natur. Auch die Frage nach der Regulierung von Bitcoin und dem Krypto-Sektor ist für einen Großteil des Kontinents noch nicht geklärt:

Die Legalität von Bitcoin und anderen Krypto-Vermögenswerten ist in der Region sehr unterschiedlich, wobei über 60 Prozent der afrikanischen Regierungen ihre Position noch klären müssen. Diese Ungewissheit stellt zwar keine absolute Barriere dar, ist aber ein Hemmnis für die Geschwindigkeit der Adaption,

glaubt Arcane Research.

Newsflash: Die Top Bitcoin- und Krypto-News der Woche

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Craig Wright gehen die Argumente aus, während Polkadot live gegangen ist und Afrika auf den Krypto-Zug aufspringt. Die Top News der Woche.

Willkommen zum BTC-ECHO-Newsflash. Diese Themen rund um das Bitcoin-Ökosystem interessierten unsere Leserinnen und Leser in dieser Woche am meisten.

Bitcoin-Kurs (BTC): Wie Profis vom Krypto-Markt profitieren

Das Trading von Kryptowährungen ist ein äußerst schnelllebiges Geschäft. In sekundenschnelle müssen Kauf- oder Verkaufsentscheidungen gefällt werden, um Kapital aus Kursschwankungen zu schlagen. Das Mittel der Wahl: Tether. Der Stable Coin von Tether Limited, einer Schwesterfirma der Bitcoin-Börse BitFinex, wird als Brückenwährung genutzt, um schnell auf Kursbewegungen am Markt reagieren zu können. Da sich der Bitcoin-Kurs aus Angebot und Nachfrage zusammensetzt und der Wechselkurs auf verschiedenen Börsen im Centbereich differiert, können sich Trader diese Schwankungen zu Nutze machen. Der Stable Coin ist dabei eigentlich 1:1 an den US-Dollar oder andere Kypto-Assets gedeckt. Ziehen Nutzer ihre Tether ab, sollten diese im Gegenzug verbrannt werden. Daran scheint sich das Unternehmen jedoch nicht immer zu halten.

Polkadot: Die „größte Wette gegen Blockchain-Maximalismus“ ist live

Die Web3 Foundation hat die Protoversion der Polkadot-Blockchain lanciert. Das Protokoll ist quelloffen und ermöglicht als Schnittstelle die Anbindung zu anderen Blockchains wie Ethereum. Über das Framework Substrate können Entwickler zudem spezifische Anwendungen auf der Polkadot-Blockchain erstellen, von dezentralisierten Finanzdienstleistungen über IoT-Anwendungen bis zum Gaming. Das Netzwerk hat aber noch einen weiten Weg bis zur Finalisierung vor sich. Abgesichert wird die Blockchain derzeit von einem Proof-of-Authority-Konsensmechanismus. Letztlich soll das Netzwerk nach derzeitigen Sicherheitsprüfungen in ein Proof-of-Stake-Verfahren übergehen und mittels Sharding-Funktion das Netzwerk hoch skalieren.

Berliner Start-up Centrifuge mischt DeFi-Kosmos auf

Der Bereich dezentraler Finanzen (Decentralized Finance, kurz: DeFi) wächst stetig. Das Gesamtvolumen spezifischer DeFi-Produkte ist inzwischen auf über 866 Millionen US-Dollar gestiegen, Tendenz steigend. Das vermehrte Interesse an etwaigen Anlagemöglichkeiten steht jedoch einer überschaubaren Zahl von Anbietern gegenüber. Das Berliner Start-up Centrifuge hat jüngst die Plattform gleichen Namens lanciert inklusive dazugehöriger Lending Dapp Tinlake. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ergeben sich dadurch neue Mittel der Kapitalbeschaffung. Auf der öffentlichen Blockchain lassen sich Vermögenswerte als nicht fungible Token (NFTs) abbilden und Liquiditätskonten auffüllen.

Mining-Methusalem unterschreibt Nachricht mit „Faketoshis“ Private Keys

Tausendsassa Craig Wright scheint es sich im Gerichtssaal häuslich einzurichten. Seit Monaten zieht sich schon der Rechtsstreit zwischen dem vermeintlichen Bitcoin-Erfinder und Ira Kleiman hin. Angelpunkt des Verfahrens ist der sagenumwobene Tuip Trust, in dem über eine Million Bitcoin eingelagert sein sollen. Eine Liste mit über 28.000 Adressen von Blöcken, die Wright und der verstorbene Bruder Ira Kleimans, Dave Kleiman, zur Bitcoin-Gründerzeit gemint haben sollen, sollten letzte Zweifel an Wrights Aussagen aus dem Weg räumen. Doch Blockchain-Aufklärer Andreas Antonopoulos hat Einspruch eingelegt.

Benutzen statt hodln: Bitcoin in Afrika

Bitcoin wird, trotz des ursprünglichen Use Case als Bezahlmittel, immer mehr zum Spekulationsobjekt. Dabei wurde die Währung doch aus dem Gedanken geboren, ein Peer-to-peer-Netzwerk aufzubauen, dass allen Teilen der Bevölkerung gleichermaßen zur Verfügung steht. Insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent erschließt sich ein großer Krypto-Markt. Ein Bericht von Arcane Research belegt, dass die Nutzerzahlen stetig steigen. Doch fehlt es noch neben eindeutigen Regularien häufig an der nötigen Infrastruktur, um Kryptowährungen wie Bitcoin zur flächendeckenden Adaption zu verhelfen.

Weitere spannende Themen und Artikel finden sich im aktuellen BTC-ECHO-Wochenrückblick:

Benutzen statt hodln: Status Quo von Bitcoin in Afrika – und woran es hakt

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Ein neuer Report analysiert den Status Quo von Kryptowährungen in Afrika. Danach erfreuen sich Bitcoin und Co. auf dem Kontinent zwar wachsender Beliebtheit – der Weg zur Massenadaption ist jedoch auch in Afrika ein steiniger.

Afrika hat das Zeug zum Krypto-Kontinent: Das legt zumindest ein Report der Analysefirma Arcane Research nahe. Danach sei Afrika ein idealer Nährboden für Kryptowährungen – vor allem was den Use Case der grenzüberschreitenden Überweisungen betrifft.

Während anderswo das Hauptaugenmerk auf Investitionen, Spekulation und Handel gerichtet war, hat Afrika ein größeres Bedürfnis an dem Einsatz von Kryptowährungen als jeder andere Kontinent

Kein Wunder also, dass sich Peer-to-Peer-Währungen wie Bitcoin in Afrika zunehmender Beliebtheit erfreuen. Laut dem Report verfügt Südafrika über die meisten HodlerInnen; 13 Prozent der Internet-NuterInnen im Alter zwischen 16 und 64 halten Kryptowährungen. Es folgt Nigeria mit 11 Prozent. Möglicherweise könnten Südafrika und Nigeria in absehbarer Zeit die Plätze tauschen: Nigeria sieht seit dem Frühjahr einen steilen Anstieg beim Bitcoin Trading auf der Plattform localbitcoins. Auch localbitcoins-Konkurrenz Paxful gehört zu den größeren Krypto-Akteuern, die auf dem Kontinent aktiv sind. Anfang Mai lancierte die Bitcoin-Tauschplattform eine Corona-Spendenkampagne für Afrika.

Lückenhafte Infrastruktur erschwert Bitcoin-Adaption

Dem überdurchschnittlichen Interesse an Bitcoin steht eine noch deutlich ausbaufähige technologische Infrastruktur gegenüber. Nur 39 Prozent der AfrikanerInnen haben laut Arcane Research zugang zum World Wide Web, im Gegensatz zu 63 Prozent der übrigen Weltbevölkerung.

Auch was die Verbreitung von internetfähigen Endgeräten angeht hinkt Afrika dem Rest der Welt laut dem Report noch hinterher. 2018 verwendeten demnach nur 39 Prozent der AfrikanerInnen ein Smartphone. Immerhin: Bis 2026 soll dieser Anteil auf 66 Prozent steigen. Zwar kann man Bitcoin auch ohne Internet überweisen – der einfachste Weg ist und bleibt jedoch die Mobile Wallet. Einen möglichen Weg, die Löcher in der Netzabdeckung zu stopfen, sieht der Bericht beispielsweise in dem StarLink-Projekt von SpaceX.

Damit Afrika sein Potenzial als „die vielversprechendste Region für die Einführung von Kryptowährungen“ auschschöpfen könne, bedürfe es folglich weiterer Investitionen. Dann könnte der Kontinent – auch aufgrund seiner Demografischen Struktur mit vielen Jungen Bürgerinnen – zeigen, was Bitcoin und Co. können.

Allerdings sind nicht alle Hürden technischer Natur. Auch die Frage nach der Regulierung von Bitcoin und dem Kryptosektor ist für einen Großteil des Kontinents noch nicht geklärt:

Die Legalität von Bitcoin und anderen Krypto-Vermögenswerten ist in der Region sehr unterschiedlich, wobei über 60 Prozent der afrikanischen Regierungen ihre Position noch klären müssen. Diese Ungewissheit stellt zwar keine absolute Barriere dar, ist aber ein Hemmnis für die Geschwindigkeit der Adaption,

glaubt Arcane Research.

Africa erlebt eine Krypto-Renaissance

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Die Einführung von Krypto macht in Afrika bedeutende Fortschritte, da Krypto-Besitz, Handelsvolumen und Regulierung in Richtung einer Massenakzeptanz deuten.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von Arcane Research und Luno ergab, dass Uganda, Nigeria, Südafrika, Ghana und Kenia bei der Google-Suche nach dem Wort “Bitcoin” häufig zu den Top-10-Ländern gehören.

Der Bericht beschreibt den Kontinent als “eine, wenn nicht die vielversprechendste Region für die Einführung von Kryptowährungen” und betont Afrikas Kombination aus geringer vorhandener Krypto-Akzeptanz und einer “enormen” Domain-Möglichkeit.

Die Unternehmen betonen, dass Afrika eine junge Bevölkerung, häufige Währungskrisen und Währungsversagen, große Bevölkerungsgruppen ohne oder mit nur schlechter Bankverbindung sowie teuer Zahlungsmittel aufweist.

Südafrika steigt zum Krypto-Hub auf

Während Nigeria das Handelsvolumen des Kontinents seit langem dominiert, hat der Bericht herausgestellt, dass Südafrika mit 13% den höchsten Anteil an Kryptowährungsbesitz oder -nutzung unter Internetnutzern in Afrika aufweist, gefolgt von Nigeria mit 11%.

Weltweit liegt Südafrika an fünfter Stelle bei der Einführung von Krypto.

In der vergangenen Woche verzeichnete Südafrika sein zweitstärkstes wöchentliches Volumen auf dem Peer-to-Peer-Bitcoin-Markt ((BTC) Localbitcoins, wobei BTC im Wert von fast 1,65 Millionen US-Dollar die Besitzer wechselte.

Wöchentliches Handelsvolumen von Localbitcoins: Coin.dance

Wöchentliches Handelsvolumen von Localbitcoins: Coin.dance

Der Anstieg der Handelsaktivität führte letzte Woche dazu, dass Südafrika bezüglich des P2P-Gesamtvolumens Kenia überholte. Das Handelsvolumen zwischen Localbitcoins und Paxful betrug 1,95 Mio. US-Dollar.

Im vergangenen Monat hat die südafrikanische Finanzaufsicht ein Grundsatzdokument herausgegeben, in dem behauptet wird, dass Krypto-Assets und -Aktivitäten in Bezug auf virtuelle Währungen „nicht länger außerhalb des regulatorischen Bereichs bleiben können“.

P2P-Volumina steigen in ganz Afrika

Der nigerianische P2P-Handel erholt sich auf Rekordhöhen und produziert einen kombinierten wöchentlichen Handel von 9,2 Mio. US-Dollar.

Der kenianische Handel hat in letzter Zeit ebenfalls einen Anstieg verzeichnen können. Der Handel auf Localbitcoins zwischen BTC und dem kenianischen Schilling brachte zum dritten Mal in Folge die zweitstärkste Woche seit Bestehen.

Marokko und Ägypten haben in den letzten Wochen ebenfalls eine Rekordhandelsaktivität verzeichnet.

Die Volumensteigerung auf dem gesamten Kontinent hat auch dazu geführt, dass das P2P-Volumen aus Afrika südlich der Sahara zum ersten Mal das Volumen Lateinamerikas überboten hat.

Wie eine Technologie die Welt verändern wird – Blockchain in Afrika (Teil III / III)

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Dieser Artikel ist der finale Teil der „Wie eine Technologie die Welt verändern wird – Blockchain in Afrika“ Reihe von Juri Maibaum. Um zu den vorherigen Teilen zu gelangen, geht es hier zu Teil I und hier zu Teil II.

Decentralized Finance

Unter dem Begriff Decentralized Finance kann man alle heutigen Finanzapparate und Vorgänge verstehen, die durch neue Innovationen dezentralisiert werden können. Jeder Nutzer kann in diesem System zur eigenen Bank werden, er kann also Geld verleihen, versenden, empfangen und investieren. Die bürokratische zentrale Instanz, die heutzutage eine Bank darstellt, fällt hierbei vollkommen weg. Gerade die Menschen, die bisher kein Bankkonto hatten, würden davon profitieren. Genauer gesagt, zwei Milliarden Menschen, die heutzutage kein Bankkonto haben und somit keinen Zugang zum Finanzsystem. Viele davon leben in Afrika.

Konkrete Lösungsansätze

Das wunderbare an Decentralized Finance, kurz DeFi, sind die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Eine Möglichkeit sind Flashloans. Auf AAVE, was ein Lendingprotokoll auf der Ethereum-Blockchain ist, können Menschen in kürzester Zeit beliebige Summen von Geldern leihen. Das Ganze funktioniert so: Der Benutzer hält auf den Märkten nach Arbitragemöglichkeiten Ausschau. Wenn der Nutzer beispielsweise auf einer Exchange einen günstigen Bitcoin-Wechselkurs entdeckt, kann er zum AAVE-Protokoll gehen. Denn AAVE hält einen riesigen Pool voller Ether und Tokens zurück. Der User kann sich nun einen Betrag von Ether zeitweise leihen. Innerhalb der Zeit, in der ein neuer Block auf der Ethereum-Blockchain geminet (oder künftig gestaked) wird, hat er die Möglichkeit, einen guten Deal abzuschließen. Macht der User durch den Geldumtausch einen Gewinn, geht der geliehene Betrag an das Lendingprotokoll zurück, den restlichen Betrag, der aus dem Gewinn hervorgeht, kann der User behalten.

Schafft der User es nicht einen Deal in der Zeit der Blockerstellung abzuschließen, geht der Kredit automatisch zurück an das Lendingprotokoll. Ist der User dabei einen schlechten Deal abzuschließen, also, dass der geliehene Betrag an Ether entwertet wird, wird die Transaktion ebenfalls automatisch zurückgezogen und blockiert.

Worum es hier geht, ist, dass Menschen unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder finanziellem Wohlstand, Geld leihen und handeln können. Menschen, die zuvor keine Perspektive und keinen Wohlstand in irgendeiner Art hatten, haben nun die Möglichkeit, durch den Zugang zu einem dezentralen Finanzsystem, sich eigenständig aus einer Krise zu befreien. Die einzige Vorraussetzung ist mit JavaScript umgehen zu können, aber das ist beispielsweise für viele Kenianer oder Nigerianer überhaupt kein Hindernis.

Ein unabhängiges Finanzsystem

Zum anderen stellen ICOs eine Möglichkeit für Unternehmer dar, da sie auf der Ethereum-Blockchain ihr angehendes Unternehmen darstellen können. Investoren können dem Unternehmer nun liquides Geld, in Form von Ether, zur Verfügung stellen. Im Gegenzug erhalten die Investoren Tokens von dem Unternehmen.

Das System, welches hier beschrieben wird, ist keineswegs neu. Es funktioniert wie ein Unternehmen heute, das sich Investoren gegenüber öffnet und im Gegenzug Aktien ausgibt, nur eben auf einer digitalen und effizienteren Art und Weise. Mit diesem System reicht es für Menschen schlichtweg eine gute Idee zu haben, um ein Unternehmen zu gründen und Arbeitsplätze zu schaffen. Auf diese Art und Weise könnten tausende Unternehmen neu gegründet werden, die für mehr Wohlstand in manch afrikanischen Regionen sorgen würden.

Auf der anderen Seite ist es natürlich offensichtlich, dass sich viele afrikanische Länder von der finanziellen Abhängigkeit westlicher Länder loseisen könnten. Wenn sich Kryptowährungen durchsetzen, wäre keine afrikanische Währung mehr an den Euro gekoppelt, der Dollar wäre nicht mehr die Ankerwährung der Welt, was bedeuten würde, dass lokale Finanzkrisen sich nicht mehr unbedingt global verbreiten und auf sowieso schon geschwächte Länder einwirken. Einige wenige Personen können nicht mehr darüber entscheiden, wann wie viel Geld gedruckt wird, was Auswirkungen auf die ganze Welt hat. Alles in allem wird die Welt fairer und Länder, die derzeit wirtschaftlich gesehen hinterherhinken, werden den Abstand deutlich verkürzen und endlich Unabhängigkeit erlangen.

Fazit

Als ich am Flughafen am Gate für meinen Rückflug nach Frankfurt sitze, bin ich überglücklich. Zwar habe ich gesehen, was die restliche Welt diesem wunderschönen Kontinent angetan hat und antut. Doch die Hoffnung in mir überwiegt, dass es Afrika mit seiner neuen, vielversprechenden Generation schafft, die Machtverhältnisse der Welt zu ändern.

Afrika erstmals zweitstärkster Kontinent im Bitcoin-Direkthandel

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Das Peer-To-Peer (P2P) Bitcoin-Handelsvolumen in Afrika befindet sich weiterhin stark im Aufwind, denn nun verzeichnet der Kontinent schon zum dritten Mal in Folge ein neues Rekordhoch für den Direkthandel mit der Kryptowährung.

Während das Bitcoin-Handelsvolumen in Afrika also stetig zunimmt, verzeichnen Lateinamerika, Asien und Westeuropa im Anschluss an das Halving fallende Volumen für den P2P-Handel.

In Folge dessen hat der Bitcoin-Handel in Afrika inzwischen erstmals Lateinamerika überholt, das zuletzt noch die zweitstärkste Region im Hinblick auf das wöchentliche Handelsvolumen war.

Regional P2P weekly BTC trade volume: UsefulTulips.

Wöchtenliches P2P-Bitcoin-Handelsvolumen nach Region. Quelle: UsefulTulips.

Afrikas Höhenflug geht weiter

So haben die afrikanischen Krypto-Nutzer im Laufe der vergangenen Woche mehr als 14,6 Mio. US-Dollar in Bitcoin (BTC) über die P2P-Börsen Localbitcoins und Paxful gehandelt.

Damit knacken die Afrikaner zugleich ihr vorheriges Rekordhoch von 11,6 Mio. US-Dollar, das erst eine Woche zuvor aufgestellt worden war. Auch diese Marke war wiederum eine Verbesserung des Rekordhochs von 10 Mio. US-Dollar, das in der ersten Woche im Mai eingefahren wurde.

Der Handel zwischen dem nigerianischen Naira und Bitcoin macht dabei knapp zwei Drittel des insgesamten P2P-Handelsvolumens in Afrika aus, denn 9,5 Mio. US-Dollar an Bitcoin wurden letzte Woche allein in Nigeria umgesetzt.

Das Handelsvolumen von Nordamerika hat sich vergangene Woche ebenfalls gesteigert, wodurch der Kontinent seine Führungsposition mit einem Anstieg auf 25,4 Mio. US-Dollar noch weiter ausbauen konnte.

Nordamerika kann Führung ausbauen

Bei Betrachtung der letzten 365 Tage wird deutlich, dass lediglich Afrika und Asien ihre Jahresvolumen für den P2P-Handel von Bitcoin verbessern konnten.

Regional P2P yearly BTC trade volume: UsefulTulips.

Jährliches P2P-Bitcoin-Handelsvolumen nach Region. Quelle: UsefulTulips.

Allerdings rangiert Afrika hinsichtlich der Jahresvolumen nichtsdestotrotz auf Rang 5, während Nordamerika, Osteuropa, Lateinamerika und Asien die vorderen Plätze belegen.

In Nordamerika konnte vergangenes Jahr sogar die Schallmauer von 1 Mrd. US-Dollar für den P2P-Bitcoin-Handel geknackt werden.

Wie eine Technologie die Welt verändern wird – Blockchain in Afrika (Teil II / III)

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Im ersten Teil dieses dreiteiligen Artikels „Wie eine Technologie die Welt verändern wird – Blockchain in Afrika“ hast du über meine Intention diesen Artikel zu schreiben, erfahren, und was eine der elementaren Problematiken des Kontinents ist. Der zweite Teil wird sich vor allem einer neuen Generation und einem Lösungsansatz für ein altbekanntes Problem widmen.

Eine neue Generation

Ich bin auf einer Uber-Fahrt in Nairobi, Kenia. Uber ist eine neue und sehr wichtige Einkommensquelle für sehr viele Kenianer. Und nicht nur das: Jedes kenianische Kind erlernt bereits in der Schule das Programmieren, unabhängig davon, ob es nun auf eine private oder auf eine öffentliche Schule geht. In Kibera, dem größten Slum Afrikas, unterhalte ich mich mit Waisenkindern im Alter von etwa 14 Jahren. „Könnt ihr programmieren?“, frage ich sie. Ob Python oder JavaScript, alles kein Problem, sagt man mir. Kenia ist auch das Land, in dem der mobile Zahlungsdienst Mpesa erfunden wurde, eine mobile Variante von Zahlungsmöglichkeiten, die einen kompletten Einbruch der Simbabwischen Volkswirtschaft während der jüngsten Hyperinflation verhinderte.

In der deutschen Botschaft treffe ich Dr. Bastian Blankenberg, den CTO von „Utu“, einem Start-up, welches durch seinen Trust-API personalisierte Empfehlungen für vertrauenswürdige Dienstanbieter auf Freigabeplattformen anbietet. Er kommt ursprünglich aus Hamburg, lebt aber nun mit seiner Ehefrau und seinem Kind in Nairobi. Das Start-up hat er in Nairobi aufgebaut, auch weil hier hervorragende Programmierer leben.

Aber auch Nigeria oder Ruanda sind bekannt für eine hervorragende Programmierszene.

Doch das ist nicht der einzige, vielversprechende Entwicklungsbereich.

Bitcoin-Seminare in Afrika

In Botswana und Sambia werden einige Bitcoin-Seminare für die Bevölkerung angeboten, aber auch in Simbabwe sehnt man sich nach der Hyperinflation in jüngster Geschichte, nach einem stabileren Geld. Auch Bitcoin wird hier als plausible Alternative angesehen. Zudem stieg das Handelsvolumen, in Ländern wie Ghana und Nigeria, von Kryptowährungen in Peer-to-Peer-Netzwerken um 20 % (stand 06.05.2020). Dies hat auch damit zu tun, dass Entwicklungen wie etwa PayPal, die in der westlichen Welt selbstverständlich sind, übersprungen werden und man direkt auf die neuen Technologien setzt. Paradoxerweise könnte gerade China hier für Afrika als Vorbild dienen. Denn als es weltweit schon seit Jahren Kreditkarten gab, übersprangen chinesische Bauern diese Entwicklung und setzten gleich auf mobile Zahlungswege wie WeChat. Auch China galt einmal als unsicheres und bankrottes Land; das hat sich heute geändert, denn China ist bekanntlich eine Weltmacht geworden, weil man unter anderem auch auf neue Innovationen und Technologien gesetzt hat.

Wichtig ist jedoch auch, dass es Kryptowährungen schaffen, schwankungssicherer zu werden. Sogenannte Stablecoins könnten hier die Lösung sein, die konstant an einen Wert gebunden werden können und dessen preislicher Gegenwert gleich bleibt. Ein Stablecoin, der beispielsweise an den Euro gebunden ist, wird nie mehr oder weniger wert sein als ein Euro. Natürlich wäre es vor allem im Interesse dieser Länder, weniger an ausländische, dafür aber an heimische Währungen oder sogar an Rohstoffe oder Kryptowährungen gebunden zu sein. Was es am Ende wird, und ob Stablecoins tatsächlich eine Zukunft haben, muss man abwarten. Sicher ist jedoch, dass jene das Potenzial mitsichbringen, einige afrikanische Länder endlich autonom und sicher gegen ausländische Finanzkrisen zu machen.

Die Hoffnung in Kryptowährungen besteht auch darin, dass durch die Qualifikation, in Form von der Fähigkeit des Programmierens, junge Afrikaner für internationale Unternehmen arbeiten können, gleichzeitig aber in ihrer Heimat weiterleben und in Kryptowährungen ausbezahlt werden können. So kann stabiles und gutes Geld in die betroffenen Länder fließen, ohne, dass es zentrale, ausländische Institutionen in andere Regionen der Welt leiten.

Überall auf meiner Reise durch Afrika, treffe ich öfters Menschen, die sich mit neuen Technologien und Kryptowährungen auseinandersetzen. Die neue Generation wird die Generation der Programmierer sein und Kryptowährungen und Blockchain sind dort mehr als nur eine Technologie, sie sind die realen Hoffnungen vieler Menschen auf ein besseres Leben.

Blockchain gegen Korruption und Ausbeutung

Ein großes Problem, mit dem Afrika seit Jahren konfrontiert ist, ist Korruption. Spenden, aber auch Entwicklungsgelder usw. verschwinden oft im Nirgendwo. Häufig ist der Grund hierfür, dass das Geld über mehrere Mittelsmänner weitergeleitet wird. Dieses Problem könnte mit der Etablierung von Kryptowährungen Geschichte sein, da nun Transaktionen direkt von einer Adresse an die nächste geschickt werden können. Geldüberweisungen aus dem Ausland können ebenfalls viel leichter durchgeführt werden, da keine gänzlich überhöhten Transaktionsgebühren zu zahlen sind und keine speziellen Formulare bei der Bank für die Auslandsüberweisung auszufüllen sind.

Zusätzlich könnte man durch die Blockchain gegen Ausbeutung vorbeugen, indem man anstelle von Transaktionshistorien, Lieferhistorien in Form von QR-Codes auf Produkten platziert. Dadurch kann der Kunde leichter und schneller feststellen, ob er durch den Kauf Ausbeutung, wie etwa Kinderarbeit, unterstützt. Der Verbraucher könnte durch eine Blockchain den Weg des Produkts zurückverfolgen und abwägen, ob er jenes Produkt kaufen will, oder doch zu einem anderen greifen möchte.

Auf der anderen Seite ermöglichen Kryptowährungen, wie in den vorherigen Beispielen erwähnt, mehr Wohlstand. So sind viele Menschen schlichtweg nicht mehr dazu gezwungen, eine Arbeit unter menschenverachtenden Bedingungen und gegen schlechte Bezahlung auszuführen. Die Anreize solch eine Arbeit auszuführen, nur, um mehr oder weniger überlebensfähig zu sein, wird für die aller meisten Menschen nicht mehr existent sein.

Zwar werden Ausbeutungen wahrscheinlich immer existieren, die Blockchain-Technologie könnte diese jedoch erschweren und reduzieren.

Ich hoffe, dir hat der zweite Teil des Dreiteilers „Wie eine Technologie die Welt verändern wird – Blockchain in Afrika“ gefallen. Im letzten Teil dieser Serie erfährst du, wie groß und bedeutend der Einfluss von DeFi (Decentralized Finance) in Afrika sein könnte.

Blockchain schaukelnder Junge
Blockchain© Cryptoticker

Wie eine Technologie die Welt verbessern wird – Blockchain in Afrika (Teil I / III)

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Blockchain und der Kontinent Afrika haben eine ganz besondere Eigenschaft gemein: Begeistert man sich einmal für eines der Genannten, lässt es einen nicht mehr los. 

Nachdem ich im Jahr 2007 das erste Mal den afrikanischen Kontinent betreten hatte, besuchte ich ihn immer und immer wieder. Als ich zum ersten Mal von dem Konzept der Blockchain hörte, eröffnete sich mir eine neue Welt. Eine Welt ohne Grenzen.

So kam es, dass ich 2019 beschloss, nach meinem Abitur, durch Afrika zu reisen und dabei, wo es nur ging, mehr über die Blockchain Technologie zu erfahren und wie sie dem Kontinent helfen könnte. 

Mein Name ist Juri Maibaum und in diesem dreiteiligen Artikel möchte ich mit euch meine Erfahrungen mit dem Thema Blockchain in Afrika teilen.

Im Zuge meiner dreimonatigen Reise, durch zehn afrikanische Länder, erkannte ich Problematiken, Möglichkeiten, viel Potenzial und lernte einzigartige Persönlichkeiten kennen.

Die Problematik

Man muss kein Wirtschaftsexperte oder Politikwissenschaftler sein, um zu verstehen, dass es dem afrikanischen Kontinent, im Vergleich zur restlichen Welt, schlecht geht. Doch woran liegt das?

Auf meiner Reise durch den afrikanischen Kontinent, von Äthiopien bis nach Südafrika, konnte ich sowohl die Probleme als auch die Gründe dafür erkennen. Vor allem die Kolonialisierung 2.0 ist sehr besorgniserregend. In Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens, gibt es Fabriken, in denen ausschließlich Chinesen arbeiten, die Waren wesentlich günstiger produzieren können als die lokale Konkurrenz, und anschließend an die dortige Bevölkerung verkaufen. Auf der einen Seite schafft es China dadurch Arbeitsplätze nach Afrika zu outzusourcen, auf der anderen Seite zerstört man damit die Geschäfte von lokalen Unternehmern und entzieht vielen Menschen ihre Lebensgrundlage. Allerdings stellt dies nicht das einzige Problem in Äthiopien, aber auch in vielen anderen afrikanischen Ländern, dar: China erbaut und erkauft sich die komplette Infrastruktur dieser Länder, in Form von Gebäuden, Verkehrswegen, Straßen etc. Der afrikanische Kontinent wird wieder kolonialisiert, doch dieses Mal auf eine andere Art und Weise.

Doch war der Kontinent jemals entkolonialisiert?

Nach meiner Reise kann ich diese Frage sicherlich mit „nein“ beantworten.

Denn obwohl die ehemaligen Kolonien offiziell schon seit langem unabhängig sind, sieht die Realität komplett anders aus.

Zum einen können afrikanische Länder bei der World Bank, IMF oder anderen Institutionen, Geld nur zu einem völlig anderen Zinssatz leihen als westliche Länder. Während sich beispielsweise die USA Gelder für einen Zinssatz von 1 % bis 1,5 % leihen kann, müssen afrikanische Länder für denselben Betrag 9 % bis 10 % Zinsen zahlen. „Die Länder, die keine Pause brauchen, bekommen eine. Die Länder, die eine Pause bräuchten, bekommen aber keine!“, kritisiert Dr. Arikana Chihombori-Quao, ehemals Botschafterin der Afrikanischen Union in den USA.

Eine immense wirtschaftliche Differenz ist somit leicht erkennbar.

Aber auch in der Rohstoffpolitik ist der Einfluss der ehemaligen Kolonialherren immer noch zu spüren. Viele afrikanische Länder dürfen ihre Rohstoffe beispielsweise nur nach bestimmten Regularien verkaufen. Dies liegt an den Verträgen, mit denen damals die Unabhängigkeit einiger Staaten festgelegt wurde. So heißt es unter anderem in dem Unabhängigkeitsvertrag der Republik Gabun: „Die Republik Gabun verpflichtet sich, der französischen Armee strategische und rüstungsrelevante Rohstoffe zur Verfügung zu stellen. Der Export dieser Rohstoffe in andere Länder ist aus strategischen Gründen nicht erlaubt.“ Bis heute kauft Frankreich in West- und Zentralafrika Rohstoffe, wie Lithium und Uran, weit unter dem Weltmarktpreis. Verstoßen die Länder gegen diese Verträge, drohen Sanktionen. Sanktionen, die sich kein afrikanisches Land erlauben kann.

Selbst die Schweiz, die niemals im Besitz von afrikanischen Kolonien war, spielt bei diesem Spiel mit. Sambia ist eines der reichsten Länder der Welt, was Bodenschätze angeht, jedoch befindet sich das Land unter den zwanzig ärmsten Ländern der Welt. Obwohl der Kupferpreis seit Jahren boomt, schafft es Sambia nicht, als eines an Kupfer reichsten Länder der Welt, aus der Krise zu kommen. Grund dafür ist zum Beispiel, dass Investoren aus der Schweiz, aber auch aus anderen Ländern, Grundstücke weit unter dem Marktpreis gekauft haben, es unter den günstigsten Arbeitsverhältnissen schürfen lassen, und für das Vielfache im Ausland verkaufen. Dabei erreicht das Kupfer niemals die Schweiz, sondern wird direkt von Sambia in andere Länder verkauft. Die Steuern des Gewinns fließen jedoch in die Schweiz.

Was ist mit der Finanzpolitik?

In der Finanzpolitik hält Frankreich weiterhin die Kontrolle über die Währungen in West- und Zentralafrika, in den Händen. Der CFA, eine afrikanische Imitation des ehemaligen Francs, ist in insgesamt 14 Ländern in West- und Zentralafrika die Landeswährung. Teile dieser Währungen werden bis heute in der französischen Wirtschaft gehalten und das Geld selbst, wird sogar in Frankreich gedruckt. Zwar haben diese Länder ihre eigenen Zentralbanken, jedoch sind sie alle an den Wechselkurs des Euros gebunden. Das soll vordergründig vor Inflation schützen, jedoch blockiert diese Art von Finanzpolitik jegliche Art von wirtschaftlichem Wachstum. 14 Länder, die zu den ärmsten der Welt gehören, sind theoretisch gar nicht arm, sondern werden lediglich arm gehalten. Obwohl es eine Währungsreform gab, wodurch sechs dieser Länder zum ECO wechselten, der nicht mehr an den Euro gebunden ist, blieben immer noch acht Länder, die weit weg von finanzieller Autonomie sind.

Man könnte noch unzählige Beispiele anführen, dass der Westen Waffen in sehr fragwürdige Gebiete Afrikas verkauft, um daraus Profit zu schlagen, oder, dass meist Kinder in der Demokratischen Republik Kongo die Mineralien und Rohstoffe für unsere mobilen Endgeräte aus dem Boden kratzen.

Während der Reise bekomme ich ein immer schlechteres Gewissen. Habe ich nicht dieses System jahrelang durch meinen blinden Konsum unterstützt? Ist Afrika ein halbtotes Opfer, das bis zum allerletzten Tag, hilflos ausgebeutet wird?

Doch bald erkenne ich, dass Afrika nicht hilflos dem Rest der Welt ausgesetzt ist. Denn die Technologien und eine neue Generation selbstbewusster und intelligenter Afrikaner sind auf dem Vormarsch.

Ich hoffe, dir hat der erste Teil des Dreiteilers „Wie eine Technologie die Welt verändern wird – Blockchain in Afrika“ gefallen. Im nächsten Teil erfährst du, wie eine neue Generation von Programmierern in Afrika auf dem Vormarsch ist, und wie die Blockchain-Technologie ein altbekanntes Problem Afrikas lösen könnte.

Blockchain schaukelnder Junge
Blockchain© Cryptoticker

Bitcoin goes Afrika

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South Africa

Kryptowährungen erfreuen sich einer immer stärkeren Beliebtheit. Immer mehr Menschen fragen etablierte digitale Währungen wie den Bitcoin nach und suchen die Teilhabe in diesem internationalen Markt. Neben lateinamerikanischen Staaten sind nun viele Menschen in afrikanischen Staaten auf den Bitcoin verstärkt aus.

Starker Anstieg der Bitcoin-Nachfrage in Afrika

Der Bitcoin ist wieder sehr gefragt. Ein Grund ist sicherlich die spannenden Zukunft der Kryptowährung, die ins Haus steht. Neben den gesamtwirtschaftlichen Situationen in vielen Ländern besteht bei vielen Menschen eine Unsicherheit über die gesetzlichen Zahlungsmittel und deren Geldschöpfung. Gerade in afrikanischen Staaten ist das Zutrauen in den heimischen Währungen nicht immer gegeben. In Bitcoin zu investieren, sehen viele als zukunftsträchtige Chance. Hinzu kommt das anstehende Bitcoin-Halving-Ereignis.

Eine zunehmend starke Investitionstätigkeit in den Bitcoin ist aktuell in Afrika zu beobachten. Nach den Daten von Useful Tulips ist die Nachfrage und das Handelsvolumen im Peer-to-Peer-Handel für Bitcoin auf einem Allzeithoch. Als Handelsplätze werden Localbitcoins und Paxful genutzt. Selbst der große Ballrun von 2017 wird übertroffen.

Neue Handelsrekorde in diversen afrikanischen Ländern

Der Handel mit Bitcoin ist vorwiegend in den Ländern südlich der Sahara stark angewachsen. Das tägliche Handelsvolumen hat die Grenze von zehn Millionen US-Dollar erreicht. Größter Markt für Kryptowährungen ist dabei Nigeria mit Wochenumsätzen im Wert von mehr als sieben Millionen US-Dollar. Auch in Kenia und Ghana steigen die Handelsvolumina mit Bitcoin sehr stark auf neue Rekordwerte im sieben- beziehungsweise hohen sechsstelligen Bereich.

Damit einher geht auch ein Anstieg im Handelsvolumen mit den regionalen Währungen in den afrikanischen Ländern. Beispielsweise ist der Handel zwischen Bitcoin und dem zentralafrikanischen Franken ebenfalls auch einem Allzeithoch. Die Volumina übertreffen sich jede Woche aufs Neue. Durch den deutlichen Anstieg im Handel mit Kryptowährungen gehen die Währungstäusche zwischen den digitalen und gesetzlichen Regionalwährungen automatisch mit nach oben.

Afrika liegt nun auf Platz 2 im P2P-Handel

Durch den starken Handelsanstieg im Peer-to-Peer Handel mit Bitcoin hat Afrika als Gesamtregion nun Lateinamerika als zweitgrößte Handelsregion für Kryptowährungen überholt. Im Vergleich zum nordamerikanischen Markt für Kryptowährungen liegt das afrikanische Handelsvolumen bei weniger als der Hälfte. Während in Nordamerika täglich Bitcoin und andere Kryptowährungen im Wert von 25,6 Millionen US-Dollar gehandelt werden, sind es in Afrika etwa 11,6 Millionen US-Dollar. Dennoch macht Afrika im Bitcoin-Handel einen sehr großen Sprung nach vorn.







Bitcoin Boom in Afrika

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Zug, Schweiz; 8. Mai 2020 – Bitcoin Suisse, der marktführende Schweizer Anbieter für Krypto-Finanzdienstleistungen kündigt seine Series-A Finanzierungsrunde und damit die erste Kapitalerhöhung an.

  • – Bitcoin Suisse kündigt Series-A Finanzierungsrunde an
  • – 20 Millionen CHF wurden bereits zugesichert – Kapitalbeschaffung wird bis Mitte Juni fortgesetzt
  • – Roger Studer, renommierter Schweizer Bankier, und das Studer Family Office sind Lead-Investor der Series-A

Insgesamt 20% der BTCS Holding AG Anteile (Holdinggesellschaft aller Bitcoin Suisse-Tochtergesellschaften mit allen Voting- und Dividendenberechtigungen) sollen qualifizierten, akkreditierten und professionellen Anlegern zu einer Pre-Money Bewertung von CHF 275 Mio. zum Kauf angeboten werden. Die eingenommenen Mittel werden das gegenwärtige Eigenkapital des Unternehmens in Höhe von CHF 54 Mio. aufstocken, wodurch das Potenzial für ein profitables Wachstum des Unternehmens und seine grenzüberschreitenden Lizenzierungsbemühungen weiter beschleunigt werden soll. In der Series-A wurden innerhalb des “Friends & Family” Programms bereits CHF 20 Mio. gezeichnet.

Die Series-A läuft vom 11. Mai bis Mitte Juni 2020 und steht qualifizierten, akkreditierten und professionellen Investoren mit einer Mindestbeteiligung von CHF 250.000 offen.

Bitcoin Suisse gewinnt namenhafte Investoren

Die Bitcoin Suisse ist auch stolz darauf, den renommierte Schweizer Bankier Roger Studer und das Studer Family Office in der frühen “Friends and Family” Phase bereits im April gewonnen zu haben.

Roger Studer vom Studer Family Office, erklärt:

Bitcoin Suisse verfügt über ein qualitativ hochwertiges Angebot, das auf einem bewährten und soliden Geschäft mit modernster Technologie basiert. Zudem hat sich die Bitcoin Suisse als Marktführer mit Fokus auf ein rasantes Wachstum im Schweizer Krypto-Finanzraum etablieren können. Aus diesen Gründen freut sich das Studer Family Office über die Teilnahme an der Series-A.

Der CEO von Bitcoin Suisse, Dr. Arthur Vayloyan, sagt:

Beim der Transformation der Bitcoin Suisse zu einer Schweizer Bank, wird das Eigenkapital des Unternehmens mit über CHF 100 Mio. für eine starke und profitable Bilanz sorgen. Die Series-A ebnet uns den Weg für ein noch schnelleres und noch profitableres Wachstum der Bitcoin Suisse. Es ist der richtige Schritt für das Unternehmen, und es ist eine ausgezeichnete Gelegenheit für Investoren, an dieser außergewöhnlichen Reise teilzuhaben”.

Der Gründer und Präsident der Bitcoin Suisse, Niklas Nikolajsen, weiter:

Die Bitcoin Suisse ist mein Lebenswerk, und diese Series-A ist unsere erste Kapitalbeschaffung überhaupt. Mit den CHF 54 Mio. Firmenkapital, die wir uns über viele Jahre durch einbehaltener Gewinne aufgebaut haben, haben wir bereits einen weiten Weg hinter uns. Wenn wir jedoch nach vorne blicken, könnten wir in Bezug auf unser Wachstumstempo an Grenzen stoßen. Wir beobachten eine steigende Nachfrage nach besicherten Krediten, Liquiditätsbereitstellungen – und eine ständig wachsende Notwendigkeit, unsere bilanzwirksamen Kundeneinlagen durch Schweizer Bankgarantien abzusichern. Mit der Series-A und dem aufgenommenen Kapital werden wir in der Lage sein, unser exponentielles Wachstum fortzusetzen und mit grenzüberschreitenden Lizenzen zu expandieren.

Es wird erwartet, dass die Bitcoin Suisse Series-A Mitte Juni 2020 abgeschlossen sein wird. 

Für Fragen bezüglich der Bitcoin Suisse Serie-A: Investoren: Rolf Gätzi (CFO) +41 79 446 58 32 [email protected] 

Über die Bitcoin Suisse 

Die Bitcoin Suisse wurde 2013 gegründet und leistete Pionierarbeit im Bereich der kryptografischen Finanzdienstleistungen. Sie hat das Krypto- und Blockchain Erscheinungsbild in der Schweiz geprägt und war eine treibende Kraft bei der Entwicklung des “Crypto Valley” und der “Crypto Nation Schweiz”. Als regulierter Schweizer Finanzintermediär, der seit Oktober 2019 als Schweizer Bank lizenziert ist, hat sich die Bitcoin Suisse zu einem Marktführer in den Bereichen Trading, Investmentbanking, Verwahrung, Kreditvergabe, Tokenisierung und anderen Krypto-Finanzdienstleistungen entwickelt, die auf die Bedürfnisse von privaten, institutionellen und Firmenkunden ausgerichtet sind. Die Bitcoin Suisse hat an seinen Standorten in der Schweiz (Zug), Dänemark (Kopenhagen) und Liechtenstein (Vaduz) ein Team von 145 hochqualifizierten Experten aufgebaut.