Schweizer Regulierungsbehörde: Lokale Bank darf Krypto-Transaktionen tätigen

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Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA hat der InCore-Bank gestattet, Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten durchzuführen. Kunden weltweit können auf die Bank zugreifen und Transaktionen über die Bank abwickeln.

Diese offizielle Ankündigung ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung eines Blockchain-freundlichen Umfelds im gesamten EU-Bankensektor. Die InCore-Bank ist damit die erste Schweizer Geschäftsbank, die im Kryptobereich tätig sein darf.

Die Firma bietet institutionellen Kunden nun an, digitale Vermögenswerte zu handeln, zu halten und zu transferieren. Die FINMA hat der Bank auch erlaubt, Dienstleistungen im Zusammenhang mit Tokenisierung auszubauen.

Partnerschaft mit Beratungsunternehmen für IT-Krypto-Vermögenswerte

Im Gespräch mit Finews.ch lobte Mark Dambacher, der CEO der InCore Bank, diese Bekanntgabe und kommentierte dazu:

“Unsere Kunden profitieren von der Ausweitung auf die neue Anlageklasse, ohne selbst in Infrastruktur und neue Prozesse investieren zu müssen. Dabei werden auch die üblichen Sicherheitsstandards eingehalten und eine Brücke zu den traditionellen Anlageklassen geschlagen.”

Die Bank hat bereits eine Partnerschaft mit Inacta AG, einem unabhängigen Schweizer IT-Beratungsunternehmen, geschlossen, um Informations- und Krypto-Vermögensverwaltung anzubieten.

Der neue Transaktionskunde der InCore Bank für digitale Vermögenswerte ist das Unternehmen Maerki Bauman & CO. Lokale Medien halten die InCore Bank für eine der qualifiziertesten Banken in diesem Sektor.

Förderung von Blockchain innerhalb des Bankensektors geplant

Führungskräfte des Unternehmens sagten, die Bank plane, ihre Blockchain-Strategie in den kommenden Monaten auszubauen. Geplant seien auch Vermittlungs-, Verwahrungs- und Transferdienstleistungen für Wertpapier-Token.

Cointelegraph berichtete, dass die FINMA vor dem Risiko für die Schweiz warnte, dass Geldwäsche durch den Einsatz von Blockchain-Technologie gefördert werden könnte.

Am 7. Februar verabschiedete die Schweizer Aufsichtsbehörde jedoch eine Anti-Geldwäsche-Bestimmung. Der Schwellenwert für nicht identifizierte Krypto-Tauschtransaktionen wurde von 5.000 CHF auf 1.000 CHF gesenkt.

Unbestätigt: Samsung ernennt neuen Vize-Präsidenten für Blockchain-Abteilung

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Obwohl es noch keine offizielle Bestätigung gibt, gibt es Grund zur Annahme, dass der südkoreanische Technologiekonzern Samsung Electronics einen neuen Vize-Präsidenten der firmeneigenen Blockchain-Abteilung ernannt hat.

Woong Ah-yoon, der zuvor als Chef-Architekt für Blockchain-Lösungen im Gesundheitswesen bei IBM angestellt war, hat auf dem Karrierenetzwerk LinkedIn angegeben, dass er die neue Rolle bei Samsung innehat. Laut Profil ist er allerdings schon seit Januar 2020 in dieser Position.

Das Nachrichtenportal Fn News berichtet, dass Woong die Blockchain-Abteilung von Samsung neu aufstellen und weiter ausbauen soll. Aktuell handelt es sich bei der Abteilung lediglich um ein temporäres Projekt, das innerhalb der Internet-Abteilung von Samsung angesiedelt ist.

Blockchain-Expertise von IBM

Ah-yoon soll im Rahmen einer neuen Blockchain-Strategie von Samsung allen voran für Entwicklung und kommerzielle Nutzung der Technologie zuständig sein.

Die Ernennung von Woong ist wahrscheinlich auf seine Erfahrung in der Blockchain-Abteilung von IBM zurückzuführen. Fn News vermutet, dass der neue Vize-Präsident für Blockchain allen voran den Service Samsung Health vorantreiben wird.

Im Zuge dessen könnte Woong auch den Blockchain-basierten Gesundheitsdienst Limbo stärken. Limbo belohnt Nutzer dafür, dass sie bestimmte gesundheitsförderliche Aufgaben erledigen, wie zum Beispiel Joggen gehen.

Auf Nachfrage der südkoreanischen Medien wollte Samsung bisher keine offizielle Mitteilung abgeben, sondern entgegnet:

„Zum jetzigen Zeitpunkt kommentieren wir keine Meldungen über unsere interne Organisation oder Personalentscheidungen.“

Samsung setzt zunehmend auf Blockchain

Allerdings hat Samsung Electronics zuletzt Schritte unternommen, die darauf hindeuten, dass der Konzern seine Bestrebungen in Richtung Blockchain und Krypto ausbaut.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, hat Samsung jüngst einen neuen Chip für die firmeneigenen Smartphones entwickelt, der unter anderem für Krypto-Transaktionen genutzt werden soll.

Im Februar hatte der Elektronikhersteller wiederum sein neues Smartphone Galaxy S20 vorgestellt, in dem die Blockchain-Funktionen des Vorgängermodells noch weiter verbessert wurden.

Alibaba geht Blockchain-Kooperation mit chinesischem Hafenbetreiber ein

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China Merchants Port, der größte chinesische Hafenbetreiber, ist am 28. Mai eine Kooperation mit dem großen chinesischen Onlinehändler Alibaba Group und dessen Tochter Ant Financial eingegangen. Im Rahmen der Partnerschaft soll eine gemeinsame Blockchain-Plattform entwickelt werden.

Laut chinesischen Medienberichten soll die Blockchain-Plattform Einkäufer, Verkäufer, Logistikunternehmen, Banken, Zollbehörden und das Finanzamt an einem Ort zusammenführen, um Import- und Exportgeschäfte digital abzuwickeln.

Im Zuge dessen wollen die drei beteiligten Unternehmen die Verwendung der Blockchain-Technologie im Hafenbetrieb bedeutsam vorantreiben. Erklärtes Ziel ist es, den weltweit ersten vollständig auf Blockchain basierten Hafen zu schaffen.

Blockchain als Game-Changer für Hafenbranche

Der betreffende Hafen soll als Hauptknoten auf der zugehörigen Blockchain agieren und dadurch den internationalen Handel mit der Logistik verknüpfen. Dafür ist ein umfangreicher Datenaustausch notwendig, der ebenfalls über die Technologie gelöst wird.

Die Kooperationspartner wollen mit dem gemeinsamen Projekt „Innovation im chinesischen Hafenbetrieb fördern“.

Jing Xiandong, Vorsitzender der Ant Financial Group, zeigt sich dementsprechend hoffnungsvoll:

„Die Blockchain-Technologie wird den internationalen Handel und Logistik grundlegend verändern. […] Die Ant Financial Blockchain ist die optimale Lösung für die Zusammenführung der verschiedenen Bereiche.”

Chinas Außenhandel setzt zunehmend auf Blockchain

Die China Merchants Port betreibt 50 Häfen in 26 verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt. Jeder dieser Häfen spielt eine wichtige Rolle im internationalen Handel, wie das Unternehmen in diesem Zusammenhang angibt.

Am 9. Mai hatte Cointelegraph berichtet, dass eine chinesische Provinz die Blockchain-Technologie zur Abwicklung internationaler Zahlungen einsetzen will.

Die chinesische Regierung hat am 27. April wiederum ein Blockchain-basiertes Service-Netzwerk ins Leben gerufen, das ebenfalls für internationalen Handel genutzt werden soll und Blockchain-Projekten dahingehend ermöglichen soll, ihre Anwendungen kosteneffizienter zu entwickeln.

Zuckerberg bestätigt: Libra soll Facebook höhere Werbeeinnahmen einspielen

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Die geplante Facebook Kryptowährung Libra soll es dem sozialen Netzwerk ermöglichen, höhere Einnahmen durch Werbeanzeigen zu erzielen, wie Geschäftsführer Mark Zuckerberg am Mittwoch im Rahmen einer Aktionärsversammlung erklärt hat. Dies geht aus einem offiziellen Transkript hervor, das Cointelegraph vorliegt.

Die entsprechenden Äußerungen machte Zuckerberg, als er gefragt wurde, wie Facebook von der firmeneigenen Kryptowährung profitieren will.

Daraufhin antwortete der CEO des sozialen Netzwerks, dass Libra den Onlinehandel für viele Unternehmen profitabler macht, was Facebook wiederum höhere Werbeeinnahmen bescheren wird. Im vergangenen Jahr hat Facebook 69,6 Mrd. US-Dollar durch Werbeeinnahmen verdient, was mehr als 98 % des Gesamtumsatzes im Jahr 2019 ausmacht.

Die Rechnung von Zuckerberg gestaltet sich deshalb wie folgt:

„Wenn Unternehmen eine Werbeanzeige schalten und jemand draufklickt, dann ist es zukünftig umso wahrscheinlicher, dass dadurch etwas gekauft wird, da die Nutzer eine direkte Zahlungsmöglichkeit [Libra] zur Verfügung haben. Dementsprechend wird es für Unternehmen lohnender, höhere Preise für Werbeanzeigen zu bezahlen. So werden die Preise für Werbung insgesamt nach oben gehen.“

In diesem Zusammenhang ist der Facebook CEO auch überzeugt davon, dass sich die eigene Kryptowährung durchsetzen wird, da der Zahlungssektor „ein Bereich ist, dessen grundlegende Infrastruktur schon länger nicht erneuert wurde“. Libra soll dahingehend Abhilfe schaffen und Zahlungsabwicklungen deutlich effizienter machen.

Calibra heißt jetzt Novi

Damit diese Hoffnung Wirklichkeit wird, arbeitet Facebook an viele Fronten an der Umsetzung der eigenen Kryptowährung. Im Zuge dessen wurde die angehörige Wallet Calibra Anfang der Woche in Novi umgetauft, um etwaige Verwechselungen mit Libra zu vermeiden. Obwohl auch Wallets von Drittanbietern mit der Kryptowährung kompatibel sein sollen, hat Novi einen massiven Vorteil, da sie in die Facebook-Dienste WhatsApp und Messenger eingebunden werden soll, die gemeinsam 2 Mrd. Nutzer verzeichnen.

Wie ein Novi-Sprecher gegenüber Cointelegraph angibt, soll die Facebook Krypto-Wallet veröffentlicht werden, „sobald die Libra-Blockchain betriebsbereit ist und alle nötigen Genehmigungen und Freigaben eingeholt wurden.“

Facebook will Kritiker besänftigen

Ursprünglich war die Einführung von Libra für das erste Halbjahr 2020 geplant, allerdings befindet sich Facebook noch immer in hitzigen Verhandlungen mit den Regierungen und Aufsichtsbehörden der Welt.

Im April 2020 hat die Libra Association deshalb den Projektentwurf der Kryptowährung angepasst, um die größten Kritikpunkte abzumildern. Darüber hinaus hat die Organisation, die für den Betrieb der Kryptowährung und Blockchain verantwortlich ist, inzwischen einige einflussreiche Köpfe der Finanzwelt eingestellt, was für eine verbesserte Zusammenarbeit mit den Behörden sorgen soll.

Samsung stellt neuen Chip für Krypto-Transaktionen auf Smartphones vor

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Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung hat in einer heutigen Pressemitteilung bekanntgegeben, dass in zukünftige Smartphones und Tablets ein neuer gesonderter Chip eingebaut werden soll, der unter anderem zur Aufgabe hat, Krypto-Transaktionen abzusichern.

Die entsprechende Lösung ist ein sogenannter Secure Element (SE) Chip mit der Bezeichnung S3FV9RR und eine dazugehörige Software. Damit sollen der Bootprozess des Betriebssystems, die isolierte Datenspeicherung und mobile Zahlungen größtmögliche Sicherheit erfahren.

Der SE-Chip ist nach dem Common Criteria (CC) EAL 6+ Sicherheitsstandard zertifiziert, der für die höchsten Sicherheitsanforderungen Anwendung findet, darunter zum Beispiel in Krypto-Wallets. Der Chip arbeitet unabhängig vom Hauptprozessor des jeweiligen Gerätes.

In der Pressemitteilung wird die Absicherung von Krypto-Transaktionen explizit als eines der Aufgabengebiete für den S3FV9RR-Chip genannt, der ab dem Q3 2020 in neue Samsung-Geräte verbaut werden soll. Dongho Shin, der Vize-Präsident für System LSI Marketing bei Samsung, meint in diesem Zusammenhang:

„Im heutigen Zeitalter der mobilen und kontaktlosen Zahlungen erwarten die Menschen, dass unsere Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets ein Höchstmaß an Sicherheit bieten, um persönliche Daten zu schützen, Online-Banking, Aktienhandel und Krypto-Transaktionen zu ermöglichen.“

Samsung setzt weiter auf Krypto und Blockchain

Das Interesse von Samsung an Krypto und Blockchain ist wohlbekannt, da der Konzern bereits in mehrere Blockchain-Startups investiert und die Technologie in die eigenen Produkte integriert hat.

Die Firmenabteilung Samsung Pay hatte sich diesen Monat zudem mit der Krypto-Zahlungsplattform Swipe zusammengetan, um Krypto-Transaktionen für Geräte mit Samsung Pay abzuwickeln.

Im Februar hatte Samsung das Galaxy S20 vorgestellt, das die Blockchain-Funktionalitäten des Vorgängermodells Galaxy S10 noch weiter verbessert hat.

Amber-CEO über Bitcoin: „Die Revolution des Geldes braucht Zeit“

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Was braucht es, damit Bitcoin (BTC) sich in den Augen der breiten Öffentlichkeit als ernstzunehmendes Investitionsprodukt etablieren kann?

Wenn es nach Aleks Svetski, dem Geschäftsführer der Investment-App Amber, geht, dann ist der entscheidende Faktor „Zeit“. Dies erklärt er in einer Mail an Cointelegraph wie folgt: „Es handelt sich hier NICHT um eine technologische Revolution.“

Sondern:

„Das hier ist eine Revolution des Geldes, was naturgemäß Jahrhunderte dauert, aber im digitalen Zeitalter kann Bitcoin dies in ein paar Jahrzehnten schaffen.“ 

Bitcoin kann sich in Corona-Krise beweisen

Im Zuge der Corona-Krise ist Bitcoin trotz eines vorübergehenden Crashes zurück ins Rampenlicht des Mainstreams gerückt. So mausert sich die marktführende Kryptowährung in Zeiten der Unsicherheit immer mehr zum Absicherungsmittel gegen das traditionelle Finanzsystem, was sich daran bestätigt, dass Bitcoin seit dem Crash einen Zuwachs von mehr als 130 % erzielt hat.

Diese Entwicklung ist in der durch Corona ausgelösten Wirtschaftskrise umso bemerkenswerter, da die Aktienmärkte zuletzt die schlechtesten Werte seit 1987 hinnehmen mussten. Obwohl sich die Aktienmärkte durch Finanzspritzen und Lockerungen der Vorsichtsmaßnahmen mittlerweile wieder erholen können, hängen die steigenden Arbeitslosenzahlen wie ein Damoklesschwert über der Wirtschaft und drohen diese wieder in den Abgrund zu stürzen.

Bitcoin hat dabei eine wichtige Eigenschaft, die die Kryptowährung in Zeiten der Unsicherheit umso attraktiver macht, und zwar, dass sie nicht von außen manipuliert werden kann. Dahingehend betont Svetski:

„Je mehr Risse das Konstrukt Gesellschaft bekommt, egal, ob es finanziell, politisch oder sozial ist, je mehr werden die Menschen auf ein Absicherungsmittel ausweichen, das nicht vom Staat beeinflusst werden kann.“

Bitcoin kommt langsam im Mainstream an

Mit seiner Einschätzung ist der Geschäftsführer von Amber nicht allein, denn auch der einflussreiche Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones sprach sich zuletzt für Bitcoin als alternatives Investitionsprodukt aus.

Abschließend sieht Svetski zwei hauptsächliche Faktoren, die die breite Öffentlichkeit auf die Kryptomärkte locken werden:

„Ich habe folgendes Motto: ‚Die Menschen werden aus Neugier oder aus Schmerz zu Bitcoin kommen. Man könnte ‚Gier‘ hinzufügen, aber das verbuche ich in der Kategorie Neugier.‘“ 

Selbst die große amerikanische Bank JPMorgan Chase hat inzwischen ihre Einstellung gegenüber der Kryptobranche gewandelt. Während CEO Jamie Dimon Bitcoin 2017 noch als „Betrug“ bezeichnet hatte, arbeitet die Bank inzwischen mit den Kryptobörsen Coinbase und Gemini zusammen.

Südkorea: Universität Suseong gründet neuen Blockchain-Campus

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Die südkoreanische Universität Suseong ist am 22. Mai eine Kooperation mit KORAIA, dem südkoreanischen Verband für Künstliche Intelligenz, eingegangen, um gemeinsamen einen universitären Blockchain und K.I. Campus in Daegu aufzubauen.

Laut der entsprechenden Pressemitteilung, die über Money Today veröffentlicht wurde, soll die in Daegu ansässige Universität im Zuge dessen eine neue Fakultät für Künstliche Intelligenz, Big Data, Cloud-Technologien und Blockchain gründen. Ab 2021 können sich dann erstmals Studenten für das neue Lehrangebot einschreiben.

Corona-Krise beschleunigt den Wandel

Kim Kun-woo, der Planungsdirektor der Universität, zeigt sich höchst erfreut über die Ankündigung, da er, ausgelöst durch die Corona-Krise, einen „rasanten“ gesellschaftlichen Wandel zu Künstlicher Intelligenz und Blockchain-Technologie wahrnimmt.

Des Weiteren heißt es in der Mitteilung, dass mehrere in Daegu ansässige Blockchain-Unternehmen bereits ihre Unterstützung zugesagt haben, um Lehrveranstaltungen abzuhalten und Praktikumsplätze für die Studenten anzubieten.

Südkorea will „große Chance“ wahrnehmen

Südkorea öffnet sich also weiter für Blockchain, wobei die Regierung mit ihrer fördernden Haltung gegenüber der Technologie die treibende Kraft ist.

Wie Cointelegraph am 17. April berichtet hatte, meinte Koo Yun-cheol, der stellvertretende Finanzminister, zuletzt, dass der Blockchain-Markt eine „große Chance“ für Südkorea darstellt, weshalb er die Wirtschaft des Landes auffordert, zunehmend in diese Richtung zu arbeiten.

Zudem haben zwei südkoreanische Ministerien am 17. März angekündigt, bis zu 3,2 Mio. US-Dollar an Investitionsgeldern für heimische Blockchain-Startups zur Verfügung zu stellen.

Albanien verabschiedet umfangreichstes europäisches Krypto-Gesetz

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Das Parlament von Albanien hat am 21. Mai ein neues Gesetz für Kryptowährungen verabschiedet.

Das entsprechende Krypto-Gesetz wurde erstmals im Oktober 2019 beim parlamentarischen Wirtschaftsausschuss eingereicht und wurde nun mit 88 Dafür-Stimmen, 16 Dagegen-Stimmen und 3 Enthaltungen angenommen.

Das Gesetz wird vom albanischen Wirtschafts- und Finanzministerium eingeführt und soll den rechtlichen Rahmen für alle Krypto-bezogenen Aktivitäten des Landes schaffen.

Neben Kryptowährungen soll das Gesetzt auch für jegliche Plattformen, die auf der Blockchain-Technologie basieren, Anwendung finden.

Im Vorfeld der parlamentarischen Abstimmung kommentierte Ministerin Denaj den Gesetzentwurf wie folgt:

„Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb und die Beaufsichtigung von Krypto-Handelsplattformen zu schaffen, zudem sollen dadurch unlautere Methoden auf dem Kryptomarkt verhindert werden, weshalb für entsprechende Verstöße beträchtliche Strafen vorgesehen sind.“

Chancen und Risiken der Krypto-Technologie nutzen

Laut der Wirtschafts- und Finanzministerin sollen durch das Gesetz „die Vorteile der Technologie bestmöglich genutzt werden“, während etwaige Risiken minimiert werden. Zu diesen Risiken gehören betrügerische Krypto-Projekte, die Nutzung von Kryptowährungen für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung sowie Marktmanipulation.

Durch die Verabschiedung des Gesetzes ist Albanien neben Malta und Frankreich nun das dritte europäische Land, das über einen gesetzlichen Rahmen für Kryptowährungen verfügt.  

Albanien öffnet sich für Krypto

2017 war das kleine Land noch vorsichtiger, als die albanische Zentralbank die Bürger des Landes davor gewarnt hatte, dass Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) nicht unter behördlicher Beaufsichtigung stehen und deshalb ein Risiko für Anleger darstellen.

Nach und nach öffnete sich Albanien allerdings für die Kryptobranche, weshalb hier inzwischen sogar vereinzelte Bitcoin-Geldautomaten aufgestellt sind.

Krypto-Sparkasse Celsius: „Können jetzt mehr für die kleinen Anleger machen“

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Anfang des Monats hat die „Krypto-Sparkasse“ Celsius, die einer der Vorreiter im Bereich der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) ist, den Meilenstein von 50.000 Bitcoin (BTC) in Verwaltung erreicht.

Im Interview mit Cointelegraph erklärt Celsius-Gründer Alex Mashinsky, der auch maßgeblich an der Entwicklung der Voice-over-IP Technologie beteiligt war, wie diese Zielerreichung einzuordnen ist.

Celsius ist erfolgreich und unzufrieden

Die Durchbrechung der Schallmauer von 50.000 BTC, die sich auf die Gesamtheit der von den Celsius-Nutzern eingelagerten Krypto-Sparvermögen bezieht, bewertet Mashinsky „zugleich gut und schlecht“.

So führt er in diesem Zusammenhang aus: „Bei unserem gesteckten Ziel für die Nutzerzahl liegen wir noch zurück, aber dafür haben wir die angestrebte Menge der eingelagerten Sparvermögen bereits übertroffen.“

Und weiter:

„Die gute Nachricht ist, dass wir genug Geld haben, um rentabel zu wirtschaften, weshalb wir jetzt auch mehr für diejenigen machen können, die nicht so viel Geld haben […], die vielleicht nur fünf oder zehn Dollar haben. Aber die schlechte Nachricht ist, dass wir den reichen 1 % in die Karten gespielt haben.“

„Unser durchschnittliches Sparvermögen liegt bei knapp 18.000 US-Dollar, aber das war nicht der Plan“, wie Mashinsky dahingehend ergänzt.

„Uns ist völlig klar, dass wir trotz unseres Erfolges unser eigentliches Ziel verfehlt haben, und zwar 100 Mio. neue Nutzer in die Kryptobranche zu holen.“

Anreize für kleine Anleger

Wie Mashinsky erklärt hat Celsius zuletzt besondere Konditionen eingeführt, die höhere Zinserträge an Kunden ausschütten, die ihre erste Einzahlung tätigen und nur wenig Sparvermögen auf ihrem Celsius-Konto haben. Dies soll allen voran Krypto-Nutzer, die weniger wohlhabend sind, dazu anregen, bei der Krypto-Sparkasse einzusteigen:   

„Die ganze Grundidee ist, dass die großen Jungs mit den dicken Geldbeuteln die Gewinne der kleinen Leute subventionieren, damit wir 100 Mio. neue Nutzer für die Community gewinnen.“

„Die großen Jungs verdienen aber trotzdem ein Vielfaches dessen, was sie woanders kriegen, also ist es eine Win-win-Situation“, wie der Gründer das Wirkungsprinzip seiner Plattform verdeutlicht.

Krypto braucht mehr Überzeugungskraft

Mashinsky, der in den 90er-Jahre einer der einflussreichsten Entwickler und Förderer der Voice-over-IP Technologie war, gesteht ein, dass es schwieriger ist als er gedacht hatte, Menschen für Krypto und Blockchain zu begeistern.

„Ich dachte, dass es viel leichter sein würde“, wie der Tech-Pionier angibt. Besonders im Vergleich zu damals merkt er einen deutlichen Unterschied: „Ich habe Voice-over-IP 1994 mitbegründet und auf den Markt gebracht, von da an ging es schnell über die ganze Welt.“

In diesem Kontext führt er aus:

„Es war leicht neue Kunden zu gewinnen, weil man nur sagen musste: ‚Hey, du bezahlst zwei Dollar pro Minute, um in den USA anzurufen? Dieser Service kostet dich nur 50 Cents.‘ Das war glasklar und ganz, ganz schnell sind Hunderte Millionen Leute auf der ganzen Welt auf VoIP umgestiegen.“

„Da habe ich mir dann natürlich gedacht: ‚Hey, kann doch nicht so schwer sein, Menschen zu überzeugen, dass sie 10-Mal so viel verdienen können wie bei ihrer Bank.“

Allerdings musste Mashinsky daraufhin schnell einsehen, dass „die psychologische Hürde bei VoIP sehr niedrig ist, denn im Zweifel konnten die Leute einfach zurück zu ihrem Telefonanbieter und alle waren glücklich.“

Wenn es um Geld geht ist diese psychologische Barriere hingegen deutlich höher, weshalb es umso mehr Überzeugungskraft braucht.

Reddit setzt Ethereum für Bewertungssystem ein

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Reddit gehört zu den weltweit größten Social News Aggregatoren. Auf der Seite kann, ähnlich wie bei klassischen Foren, zu verschiedenen Themen diskutiert werden. Relativ stark vertreten ist auch die Kryptogemeinde. In mehreren Unterforen über den Kryptobereich diskutieren rund 1 Mio. Nutzer zu den betreffenden Themen.

Eine Besonderheit bei Reddit ist das Anreizsystem. Die Nutzer haben Punkte, Karma genannt. Jeder einzelne Post und die Kommentare dazu können von den Nutzern mit Up- bzw. Downvotes bewertet werden. Neben der Aktivität des Nutzers wirkt sich die Bewertung seiner Beiträge auf sein Karma aus.

Nun geht die Plattform im Ausbau ihres Anreizsystems einen Schritt weiter. Nutzer sollen mit Token belohnt werden. Dafür startet Reddit zunächst mit 2 unterschiedlichen ERC-20 Token. Einer, mit dem Namen MOON, ist vorerst für den Themenbereich Kryptowährungen (r/Cryptocurrency) reserviert, der andere Namens BRICK, für den Themenbereich um das Spiel Fortnite (r/FortNiteBR). Zusammen haben die Foren rund 2,4 Mio. Nutzer. Auf einer neuen Webseite findet man eine kurze Einführung zum Projekt.

MOON startet im Mai mit der Ausgabe von 5 Mio. Token. Diese Inflation wird jeden Monat um 2,5 % reduziert bis die finale Gesamtzahl von 250 Mio. erreicht ist. Am Anfang werden sich die Nutzer mit den Token Spezialmitgliedschaften kaufen oder sie zu Abstimmungen verwenden können. Zudem soll man sich besondere Features wie GIFs oder Badges den Token freischalten können.

Mit der Verteilung der Token auf dem Ethereum Rikeby Testnet soll die nächsten Wochen begonnen werden. Während der Betaphase, die den ganzen Sommer über läuft, sollen sie auf dem Testnet bleiben und dann schließlich auf das Mainnet migrieren.

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Ethereum als mögliches Sprungbrett für nicht Kryptoversierte

Reddit hatte 2018 rund 330 Mio. Nutzer. Es ist sehr wahrscheinlich, dass viele, die mit Kryptosystemen bislang wenig am Hut hatten, durch das neue Anreizsystem mit ihnen in Kontakt kommen. Um die MOON bzw. BRICK besitzen und transferieren zu können, muss man eine Ethereum Wallet bedienen können. Hat man diesen Lernschritt erstmal unternommen, ist ein guter Teil des Einstiegs in die Kryptowelt bewerkstelligt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Nutzer dann tiefer in die Materie eindringen und andere Kryptowährungen kaufen werden.

Zwar ist das Potential nicht ganz so hoch wie bei Facebooks Libra-Projekt, aber immerhin ein wichtiger Schritt in Richtung Adoption. Sollte das Konzept erfolgreich sein, könnten andere Plattformen nachziehen.

Ethereum Reddit-Webseite
Ethereum© Cryptoticker