Interwork Alliance: Blockchain-Verband nimmt Arbeit auf

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Die Interwork Alliance hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie will mehr Klarheit im Token-Regulierungsdickicht schaffen.

Die Blockchain–Technologie ist gekommen, um zu bleiben. Tech-Konzerne wie Microsoft oder IBM sind deshalb schon seit längerem darum bemüht, einheitliche Standards für die neue Ökonomie der Krypto-Assets, Token und Smart Contracts zu schaffen. Dazu haben sie sich auch in Blockchain-Konsortien wie Hyperledger oder R3 organisiert. Die jüngst gegründete InterWork Alliance gründete sich nun, um sich für einen internationalen Regulierungs-Standard einzusetzen.

InterWork Alliance geht live

Am 2. Juni ging das Projekt mit mehr als 30 Organisationen als Mitglieder live. Wie der Verband in einer Pressemitteilung verlauten lässt, ist es das Ziel, einheitliche Richtlinien für die Regulierung von tokenisierten Assets zu schaffen. Dabei legt die InterWork Alliance den Fokus allerdings nicht nur auf Bitcoin und andere Kryptowährungen. Vielmehr geht es um alle tokenisierbaren Assets – Security Token, Real Estate, Treuepunkte inklusive.

Standards sollen Unternehmen zugute kommen

Die Standards sollen Unternehmen letztlich dabei helfen, eigene Token herausgeben zu können, ohne sich zu viel Gedanken um die Ausgestaltung beziehungsweise Verwendung der richtigen Plattform zu machen.

Unternehmen wollen dazu in der Lage sein, tokenbasierte Geschäftsmodelle aufzubauen, ohne eine bestimmte Plattform im Hinterkopf zu haben. Dass dieser Ansatz funktioniert, braucht man unbedingt Standards, die definieren, was ein Token ist und wie er in Verträge einzuordnen ist.

InterWork Alliance Vorsitzender Ron Resnick.

Zu den Gründungsmitglieder gehören namhafte (Krypto-)Unternehmen wie Accenture, DTCC, die SIX-Exchange und UBS. Darüber hinaus sind auch Hyperledger, Hedera Hashgraph und die International Token Standardization Association sowie das Global Blockchain Business Council mit von der Partie.

Wenn unsere Kunden zusammenkommen wollen, um Probleme in ihren Sektoren zu lösen, wünschen sie oft ein neutrales Forum, in dem sie kooperative Rahmen und Ansätze ausarbeiten können, die es ihnen ermöglichen, sich auf Geschäftsergebnisse und nicht auf Details der Technologieimplementierung zu konzentrieren. Die IWA wird eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, Unternehmensleitern aus verschiedenen Branchen zu helfen, effektiv zusammenzuarbeiten. Sie bietet ein Forum, in dem die Teilnehmer aus der Industrie reale Anwendungsfälle aus so unterschiedlichen Bereichen wie der Verbesserung der Effizienz des Kohlenstoffmarktes oder der Handelsfinanzierung betrachten und technologisch-agnostische Token- und Vertragsdefinitionen verwenden können, um die Interoperabilität zu fördern und eine breite Einführung voranzutreiben – das ist das große Bild dessen, was wir in der Allianz tun wollen,

fasst Marley Gray, Microsoft-Mitarbeiterin und Vorsitzende der InterWork Aliance, die Zielrichtung des Verbandes zusammen.

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