Bitcoin stürzt um 500 Dollar ab – wie wahrscheinlich sind jetzt weitere Abwärtsbewegungen?

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  • Bitcoin erlebte am Mittwoch einen überraschenden Ausverkauf, nachdem ein Unbekannter 40 BTC von einer Adresse transferiert hatte, die seit einem Jahrzehnt inaktiv war.
  • Twitter-Account „Whale Alert“ spekulierte zunächst, dass der ältere Bitcoin-Wallet möglicherweise Satoshi Nakamoto gehört, der 1,1 Millionen BTC besitzt.
  • Technisch gesehen rutschte Bitcoin ab, nachdem es nicht gelungen war, eine langfristige Widerstandsmarke nahe 10.000 Dollar zu überschreiten. Die Rückzugsstimmung könnte sich weiter verstärken.

Der Schöpfer von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, könnte nach den Ereignissen vom Mittwoch, so die Meinung einiger aus der Community, ein bärischer „Geist“ sein.

BTC beobachtete den erneuten Test eines technischen Widerstandsniveaus bei $10.000, während der Coin etwa $200 darunter tradete, bevor er plötzlich in nur 15 Minuten um etwa $500 abstürzte. 

Wie es scheint, verkauften Trader bei fast $9.800, nachdem Twitter-Nutzer Whale Alert getwittert hatte, dass eine alte Bitcoin-Adresse aktiv wurde.

Dem Transaktions-Tracker zufolge hat ein Unbekannter etwa 50 BTC von einer alten Bitcoin-Adresse verschoben – möglicherweise sei es Satoshi Nakamoto, der pseudonyme Bitcoin-Erfinder. Dem Nonce-Muster des Blocks zufolge, der diese 50 BTC enthielt, wurden sie im Februar 2009 abgebaut.

Man nimmt an, dass Nakamoto der größte Krypto-Wal ist. Seine frühe Beteiligung an Bitcoin hat es ihm ermöglicht, etwa 1,1 Millionen BTC abzubauen, was bei aktuellen Wechselkursen etwa 10 Milliarden Dollar wert ist. Die ersten Anzeichen eines Ausverkaufs ergaben sich aus der Furcht, dass er seinen Anteil an den Börsen abstoßen könnte.

Aber die Spekulationen verlangsamten sich, nachdem Untersuchungen die Investoren daran erinnerten, dass das Nonce-Muster des Blocks, der mit den 50 BTC zusammenhing, nicht dasselbe war wie die von Nakamoto abgebauten Blöcke. Das half Bitcoin, einem tieferen Fall zu entkommen, als er sechs Stunden nach dem Absturz wieder bei über $ 9.500 landete.

Ein technischer Ausrutscher?

Der Dump um etwa 500 Dollar deckte eine der größten Ängste auf, die unter einem ansonsten bullishen Bitcoin-Markt liegen: dass sich ältere Wale ihre Bitcoin-Ersparnisse im Wert von Milliarden von Dollar auszahlen lassen. 

Das Datenaggregationsportal Messari schrieb in seinem Brief an Kunden am Donnerstag über die „Angst“ unter Tradern und Investoren vor dem Nakamoto-Schatz:

„Satoshi hat schätzungsweise über 1,1 Millionen Coin, und es besteht die (wenn auch übertriebene) Befürchtung, dass diese Coins auf dem Markt an einer Börse abgesetzt werden könnten, was den Preis von Bitcoin in den Keller treiben würde.“

Aber es könnte sich auch sehr wohl um einen technischen Fehler handeln. Die Rallye der Bitcoin-Preise war zuvor an einer langfristig absteigenden Trendlinie blockiert. Das Niveau, wie in der Grafik unten dargestellt, hat sich bisher geweigert, unter dem Druck der Bullen nachzugeben.

Während die Nakamoto FUD den Ausverkauf ausgelöst haben könnte, könnte die Anwesenheit der absteigenden Trendlinie die Abwärtsbewegung angeheizt haben.

Kommt es zu weiteren Abwärtsbewegungen?

Am Mittwoch wurde der BTC/USD-Wechselkurs unter 9.500 $ getradet und zeigte erste Anzeichen eines Preisrückgangs nach dem erneuten Test der absteigenden Trendlinie bei 10.000 $. Wenn die Abwärtsbewegung anhält, kann der Preis fallen und Unterstützung beim 200-Tage-Gleitenden Durchschnitt (der orangen Welle) suchen.

Damit liegt das Abwärtsziel in der Nähe von 8.000 USD.

Andererseits könnte die $9.500-Unterstützung Trader dazu veranlassen, einen erneuten Test bei $10.000 durchzuführen. Eine Breakout-Aktion könnte das Aufwärtsziel auf das YTD-Hoch von Bitcoin bei $10.500 ausweiten.

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