Visa reicht Patentantrag für eigene „Kryptowährung“ ein

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Der große Zahlungsdienstleister Visa hat beim amerikanischen Patentamt einen Patentantrag für eine eigene Blockchain-Digitalwährung eingereicht.

Der entsprechende Antrag, der am 14. Mai veröffentlicht, aber bereits im November 2018 eingereicht wurde, stammt von Simon Hurry und Alexander Pierre, die der Visa International Service Association in San Francisco angehören. Gegenstand des Patentantrags ist eine Digitalwährung, die auf einer Blockchain basiert, was sie wiederum zu einer Kryptowährung macht.

Als potenzielle Blockchain, auf der die Digitalwährung betrieben werden soll, wird das Ethereum-Netzwerk genannt. Der Patentantrag sieht vor, dass die Digitalwährung, genau wie bei einer Kryptowährung, durch einen Privatschlüssel an eine Wallet gekoppelt ist. Zudem soll sie an eine Fiatwährung angebunden sein, um für die nötige Wertstabilität zu sorgen.

Diese Anbindung würde die Kryptowährung zu einem sogenannten Stablecoin machen. Das dafür geplante Verfahren beschreibt der Antrag folgendermaßen: 

„Jedes Mal, wenn eine Einheit der Digitalwährung generiert wird, verpflichtet sich der Antragsteller, den entsprechenden Gegenwert in Form einer Fiatwährung aufzukaufen, um den Wert der Digitalwährung stabil zu halten.“

Kurzum: Visa sagt zu, eine Geldmenge anzulegen, die exakt dem Gegenwert der Digitalwährung entspricht.

Der US-Dollar wird im Patentantrag zwar explizit als eine mögliche Landeswährung zur Anbindung genannt, allerdings weist Forbes darauf hin, dass auch andere Landeswährungen wie das Britische Pfund, Yen und/oder Euro dafür genutzt werden könnten.

Im Februar hatte die Kryptobörse Coinbase bekanntgegeben, dass sie eine Partnerschaft mit Visa eingegangen ist, die ihr ermöglicht, Krypto-Debitkarten herauszugeben.

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